Wir haben seit einiger Zeit wieder ein richtig widerliche Diskussion in Deutschland. Um Antisemitismus, um die FDP, darum, was man sagen darf / kann / soll.
Ursprünglich ging es um die Äußerungen des Ex-Grünen und nun frischen FDPlers Jamal Karslis, die israelische Armee würde im Kampf gegen palästinensischen Terrorismus Nazimethoden anwenden. Das diese Aussage eine polemische Provokation ist, die mit der Realität nicht viel zu tun hat, muss man wohl nicht weiter betonen. Wäre es dabei geblieben, hätte sich die FDP ihres neuen Mitglieds entledigen können und die Sache wäre wohl schnell vergessen gewesen. Dann aber stellte sich Jürgen Möllemann, seines Zeichens stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP, hinter Karsli und gegen einen Parteiausschluß. Auch das wäre jetzt noch nicht so tragische gewesen. Was die eigentliche Debatte ausgelöst hat, war seine Aussage, die Politik Ariel Sharons und die gehässige, arrogante Art Michel Friedmanns wären es, die den Antisemitismus in Deutschland fördern würden.
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Jetzt gab es wieder einen traurigen Fall eines Amoklaufes an einer Schule. Und natürlich schlagen auch gleich wieder die Wellen hoch. Beckstein trompetet irgendwas davon, dass die Bundesregierung in skandalöser Weise untätig geblieben sei, weil sei gewaltverherrlichende Computerspiele nicht verboten hätte. Jetzt warten wir nur noch auf den ganzen anderen Sermon. Das Internet war schuld, das Fernsehen, Rockmusik, Videos, Comic-Hefte, Spielzeugsoldaten, Karl May, die Gebrüder Grimm. Bla, bla, bla.
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