Heute ist der letzte Tag hier, morgen geht es in aller Frühe (oder besser gesagt noch mitten in der Nacht) zurück nach Cork zum Flughafen. Gestern haben wir einen kleinen Erkundungstrip durch die nähere Umgebung gemacht, die wir bisher etwas vernachlässigt hatten. Über Mickeys Weiden runter zum Meer, wobei wir erst mal mit seiner freudig heranstürmenden Herde Kühe fertig werden müssen. Nichts gegen Kühe, aber da sind wir dann doch etwas flott über die nächste Hecke in die Weide eins weiter unten ausgewichen. Vielleicht hätte ich doch kein rotes Hemd anziehen sollen. *g*
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Eigentlich wollten wir gestern die Leuchtturmanlage auf dem Mizen Head besichtigen, aber aufgrund von Bauarbeiten ist das genau in dieser Woche nicht möglich. Sehr schade, denn das Wetter wäre ziemlich ideal gewesen. Normalerweise wechselt das hier ja recht häufig, aber gestern war es durchgehend sonnig und dementsprechend warm. Wir sind dann alternativ zu einem Steinkreis östlich von hier gefahren. Ein Stück hinter Glandore, einem Küstenort der so malerisch ist, dass es schon fast weh tut.An einem Hügel in einer fjordartigen Bucht gelegen, absoluter Wahnsinn. Ich möchte nicht wissen, was die Anwesen hier kosten.
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Gestern war der große Ausflug an der Reihe. Die Abby am Cashel Rock, eine der größten und besterhaltenen Ruinen Irlands. Aber erst mal hinkommen. Cashel liegt ca. 90 km nördlich von Cork, also bei den Straßen eine halbe Weltreise. Obendrein haben wir eine ziemlich ungünstige Alternativroute nach Cork gewählt, weswegen die Fahrt noch eine gute Stunde länger gedauert hat als eigentlich notwendig. Aber dafür haben wir noch ein wenig von der Gegend gesehen. Unter anderem sind wir dadurch auch durch eins der Gaeltach-Gebiete gefahren, in denen vorwiegend Gälisch gesprochen wird. Das wäre ja an sich nicht weiter dramatisch, wenn nicht auch die Straßenschilder nicht mehr zweisprachig, sondern nur noch gälisch beschriftet sind. Pfadfinden für Fortgeschrittene.
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Der gestrige Tag war sehr entspannt. In Ruhe Frühstücken, Lesen und den Kobold mit dem Goldtopf einen guten Mann sein lassen. Am Nachmittag haben wir die nächstliegenden Dörfer Goleen und Crookhaven besucht. Beides ziemlich gemütliche Fischerdörfer, das zweite sogar mit großer Vergangenheit. Heute leben da noch 29 Menschen, aber zu Anfang des Jahrhunderts waren es 700. Crookhaven ist der südwestlichste Hafen Irlands und hier nahmen alle Schiffe noch mal Proviant auf, bevor sie den Ozean überquerten. Unter anderem auch die Titanic.
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Nachdem ich es seit Urzeiten vorhatte, hab ich es nun endlich in die Tat umgesetzt. Ein Urlaub in Irland. Über Bekannte haben wir ein Ferienhaus an der äußersten Südwestspitze der Insel gemietet, an einem Hang direkt über dem Meer.
Nach 2 Stunden Flug bei bestem Wetter sind wir gestern mittag in Cork gelandet. Von dort ging es dann mit dem Mietwagen über malerische aber meist ziemlich enge und miserabel geteerte Straßen an der Küste entlang nach Goleen, einem kleinen ehemalige Fischerdorf. Natürlich mit Linksverkehr und gelegentlich auch Hunden oder Kühen auf den eh schon extrem unübersichtlichen Straßen. Na ja, wenigstens wird man dadurch beim Fahren nie unaufmerksam. Und nach einer halben Stunde hört man auch damit auf, mit der rechten Hand auf der Suche nach dem Schalthebel an der Tür rumzugrabbeln.
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