The Mindmachine

Skeptizismus, Whisky und Politik

Soll Skeptizismus sich in Politik und Moralfragen einmischen?

| 1 Kommentar

Wer etwas Zeit hat, des Englischen mächtig und an dieser Frage interessiert ist, dem sei eine Diskussion empfohlen, die geradezwischen Steven Novella und PZ Myers stattfindet:

A common complaint I hear a lot nowadays…
Bigfoot Skeptics, New Atheists, Politics and Religion
A reply to Steven Novella
PZ Replies

In der Debatte steckt viel drin und beide bringen einige sehr gute Argumente. Im Ergebnis bin ich aber eher bei PZ Myers, denn ich bin ebenfalls der Ansicht, dass sich Skeptizismus nicht nur über die harten wissenschaftlichen Kernthemen hinaus bewegen kann, sondern das auch muss. Skeptizismus und wissenschaftliches Denken sind Methodiken, die in jedem Bereich Anwendung finden und Aussagen treffen können, allen philosophischen Spitzfindigkeiten zum Trotz. Das gilt auch für den Bereich der Werte. Werte können (und sollten meiner Meinung nach) auf rationaler Grundlage stehen. In der Hinsicht stehe ich ziemlich nah an den Thesen von Sam Harris zur Moralfindung über Wissenschaft.

Ich sehe hier auch einen Widerspruch bei Novella, denn wenn er schreibt „Sexism and racism are demonstrably morally wrong.“, dann stimmt er letztlich genau der Aussage zu, dass Skeptizismus nicht nur Aussagen zu Moral und Politik machen kann, sondern es auch muss.

Werte sind weder völlig willkürlich und individuell, noch werden sie exklusiv von einer übernatürlichen Kraft außerhalb unserer Welt vorgegeben. Sie entwickeln sich mit unserer Kultur und verändern sich. Die Diskussion darüber, wie unsere Werte aussehen und aussehen sollten, kann nicht außerhalb des Skeptizismus liegen.

Ein Kommentar

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