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Skeptizismus, Whisky und Politik

Hochkultur im Alpenland

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Dieser Artikel kommt leider mit einiger Verspätung,  aber leider ließen sich die (unbedingt notwendigen) Bilder aufgrund technischer Tücken erst jetzt vom Mobiltelefon auf den Rechner übertragen. Aber besser spät als nie.Es begab sich also vor ein paar Wochen, als wir uns mit guten Freunden in Aying trafen. Da es einer der ersten richtig schönen Tage in diesem Jahr war, wollten wir uns erst ein wenig Appetit anlaufen und diesen dann mit einem gediegenen Essen im Brauhaus wieder kurieren. Außer Sonne und Ruhe erwarteten wir uns dabei eigentlich gar nichts, denn der Weg von Aying ins benachbarte Peiß ist nicht gerade weltbekannt für Hcohkultur. Aber weit gefehlt! Mitten auf dem Weg, am Waldrand fast versteckt, entdeckten wir das hier. Staunend und andächtig verharrten wir vor den dort ausgestellten Kunstwerken. So etwas großartiges hier im Nirgendwo? Unbewacht und ohne Eintritt? Wie konnte das sein? Eine Tafel gab Aufklärung. Ein Mäzen! Es konnte sich nur um einen Mann mit großen Visionen handeln, und doch hatten wir den Namen „Katzmair der Ältere“ noch nie zuvor gehört. Gut, wir sind keine Fachleute, bestenfalls interessierte Laien und selbst das wäre schon anmaßend in der großen Welt der Kunst, die sich hier zwischen Aying und Peiß mit unserem einfachen Universum zu überschneiden schien.

Man kann sich unsere Überraschung vorstellen, als wir kurze Zeit darauf – nun in Peiß angekommen – wieder auf den Namen stießen. Ein Zufall? Wohl kaum, wie auch wir Unbedarften aus der stilvoll arrangierten Schaufensterdekoration zweifelsfrei schließen konnten. Ganz eindeutig hatten wir auch hier ein Original von Katzmair dem Älteren vor uns.

So wurde ein kurzer Ausflug in die nähere Umgebung zu einem denkwürdigen Ereignis, das mich auch Wochen später noch beschäftigt. Weswegen ich die Bilder der großen Internetcommunity natürlich nicht vorenthalten kann. Auch wenn nun zu befürchten steht, dass in Zukunft Heerscharen internationaler Kunstinteressierter nach Aying pilgern und man vielleicht nicht mehr so ohne weiteres ein Bier im Brauhaus bekommt. Aber das ist nunmal der Lauf der Zeit.

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