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Kunst im Dunkeln

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München bekommt neue U-Bahnen. Wird auch Zeit. Den Sitzen nach sind sie von der gleichen Firma, die auch die neuen S-Bahnen gebaut hat. Das ist jetzt kein so gutes Zeichen, seit die fahren, haben sie ständig Verspätung. Zumindest an den Strecken, die ich mitbekomme. Andererseits fahren die U-Bahnen ja unterirdisch und sind somit keinen Witterungsbedingungen ausgesetzt, das könnte helfen.
Das auffälligste an den neuen U-Bahnen sind die riesigen Fenster. Da fragt man sich doch nach dem Sinn, wo es doch bei einer U-Bahn-Fahrt an sich nix zu sehen gibt außer Dunkelheit und mehr oder minder hässlichen U-Bahnhöfen. Aber genau da könnte man ja was ändern. Man könnte in den Tunnels Bilder ausstellen. Das wäre doch genial. Reichlich Platz, die Bilder hängen sicher und müssten nur hin und wieder gereinigt werden (ein Überzug mit Selbstklebefolie sollte das zu einer leichten Aufgabe machen). Und all die Künstler, die sich keine Galerien leisten können, kämen zu Ausstellungsplatz. Das einzige Problem ist natürlich die Geschwindigkeit. Aber das könnte man dadurch lösen, dass man die Bilder streckt. Ein an sich 1 m breites Bild auf 20 m gestreckt sollte auch bei Tempo 80 noch erkennbar sein. Da könnte sich eine völlig neue Kunstrichtung auftun. Münchner U-Bahn-Avantgarde.

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