The Mindmachine

Skeptizismus, Whisky und Politik

Manchmal will man doch nur seine Ruhe

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Heute morgen habe ich einen Freund auf dem Weg zur Arbeit getroffen. Nichts ungewöhnliches, wir haben den gleichen Weg und auch ähnliche Arbeitszeiten. Nun hat er mich gefragt, ob ich ein Problem mit ihm hätte, weil er öfters mal den Eindruck hätte, dass ich mich nicht besonders freuen würde, ihn zu sehen und ziemlich wortkarg wäre.Stimmt. Bin ich wirklich. Liegt aber gar nicht an der Person, sondern einfach an der Situation. Ich hab den ganzen Tag zig Sachen um die Ohren. Auch Abends reisst das oft nicht ab. Die halbe Stunde morgens und abends, die ich im Zug verbringe, gehört damit zu den wenigen Momenten, die ich ganz für mich habe und in denen niemand was von mir will. Ich kann in Ruhe mein Buch lesen, Musik hören oder aus dem Fenster schauen und meinen Gedanken nachhängen. Fast schon wie Urlaub. Ich schätze das unheimlich und habe dementsprechend wenig Lust auf Small Talk. Den man aber automatisch führt, wenn man einen Bekannten trifft. Oder noch schlimmer: einen Kollegen. Dann gibt es die Steigerungsform davon: Small Talk über die Arbeit. Sorry, aber das ist einfach das letzte, was ich in dieser Situation möchte.
Also: Nicht böse sein, ist nicht persönlich gemeint. Manchmal will ich einfach nur meine Ruhe.

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