The Mindmachine

Skeptizismus, Whisky und Politik

Tragödien des Alltags

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Ich lese ja auf dem Klo ganz gern mal Artikel aus den diversen Sachen in unserem Altpapierkarton, der günstiger weise direkt neben der Schüssel steht. Gestern lag da eine der beiden Abendzeitungen drin, die man uns vermutlich zu Werbezwecken in den Briefkasten gesteckt hat. Warum eigentlich zwei? Mit reicht es eigentlich meine Vorurteile über dieses Käseblatt mit einer Ausgabe zu untermauern. Titelstory war der tragische Tod von Marienhof-Star Julia Palmer-Stoll. Ich weiß gar nicht, was ich als erstes absurder fand. Die Tatsache, dass das wirklich die Titelstory einer Tageszeitung sein kann oder einfach nur die Kombination von Marienhof und Star. Na ja, wenn ich hier schon mal sitze, kann ich ja auch weiterlesen. Julia fährt also des Nachts mit ihrem Auto auf einer Landstraße. Da taucht plötzlich im Scheinwerferlicht auf der Gegenfahrbahn ein Igel auf. Die tierliebe Julia fährt sofort rechts ran, steigt aus und versucht, den Igel zu retten. Nur kommt dabei halt ein Auto, dessen Fahrer wohl offensichtlich nicht mit einer über einem Igel kauernden Schauspielerin auf der Fahrbahn rechnet, sie nicht mehr rechtzeitig erkennt und 30 m mitschleift. Sie erliegt ihren Verletzungen dann im Krankenhaus.
OK, ich hab ja Respekt vor Tierliebe. Und ich sehe auch ein, dass der Tod einer 21-jährigen, die eigentlich nur etwas gutes tun will, natürlich auch tatsächlich tragisch ist. Aber mal ganz ehrlich, war das nicht einfach auch nur dumm? Und zwar nicht ein kleines bisschen, sondern so richtig saudumm? Und deswegen vielleicht irgendwo nicht doch nicht ganz so tragisch. Ich weiß es nicht.
Übrigens stand in dem Artikel nichts davon, ob der Igel das ganze überlebt hat. Zumindest bei der AZ scheinen die Prioritäten im Tierschutz also zu stimmen.
Die restlichen Artikel waren übrigens auch nicht toller.

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