<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Brot &#8211; The Mindmachine</title>
	<atom:link href="https://www.negatron.de/category/brot/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.negatron.de</link>
	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
	<lastBuildDate>Sun, 11 Sep 2016 19:48:03 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>
	<item>
		<title>Walnussbrot mit Sauerteig</title>
		<link>https://www.negatron.de/brot/walnussbrot-mit-sauerteig</link>
					<comments>https://www.negatron.de/brot/walnussbrot-mit-sauerteig#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Sep 2016 19:45:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brot]]></category>
		<category><![CDATA[Backen]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Sauerteig]]></category>
		<category><![CDATA[Vollkornbrot]]></category>
		<category><![CDATA[Walnüsse]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.negatron.de/?p=1796</guid>

					<description><![CDATA[Rezepte von anderen nachzubacken, hat bislang gut funktioniert.Â  Aber so langsam kommt die Lust auf Experimentieren durch. Bei vielen Rezepten, die ich im Netz gefunden habe, waren Punkte dabei, bei denen ich variieren wÃ¼rde. Entweder, weil ich die exakten Zutaten <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/brot/walnussbrot-mit-sauerteig"><span class="screen-reader-text">  Walnussbrot mit Sauerteig</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/09/walnussbrot.jpg"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-1797 size-thumbnail" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/09/walnussbrot-150x150.jpg" alt="Walnussbrot" width="150" height="150" /></a>Rezepte von anderen nachzubacken, hat bislang gut funktioniert.Â  Aber so langsam kommt die Lust auf Experimentieren durch. Bei vielen Rezepten, die ich im Netz gefunden habe, waren Punkte dabei, bei denen ich variieren wÃ¼rde. Entweder, weil ich die exakten Zutaten nicht verfÃ¼gbar habe, weil sie mir nicht zusagen, oder weil mir etwas fehlt. Zu Beispiel Sauerteig. Bislang war einer meiner Favoriten ein Rezept fÃ¼r ein Vollkornbrot mit Kartoffeln und WalnÃ¼ssen von <a href="http://www.hefe-und-mehr.de/2015/09/brotbacken-fr-anfnger-xx-kartoffel-vollkornbrot-mit-walnssen/" target="_blank">Hefe und Mehr</a>. Das hat immer ausgezeichnet geschmeckt, wird aber ohne Sauerteig gemacht. Von dem hatte ich gerade so viel, dass er auf dem Kompost gelandet wÃ¤re, hÃ¤tte ich ihn nicht verbacken kÃ¶nnen. Also war es an der Zeit fÃ¼r ein erstes Experiment.</p>
<p><span id="more-1796"></span>Damit hat sich allerdings auch gleich die Frage gestellt, was das fÃ¼r Auswirkungen auf das restliche Rezept haben mÃ¼sste . Ich hatte die Mengen insgesamt schon fast verdoppelt, da mir der Laib im Originalrezept zu klein war. VersÃ¤uern wÃ¼rde ich den Roggenanteil im Brot. AberÂ  wie viel davon? In den meisten Rezepten fÃ¼r Mischbrote werden maximal 50% des Roggenmehls versÃ¤uert. Dort ist jedoch der Gesamtanteil an Roggenmehl meist auch hÃ¶her. Eine Nachfrage bei der Autorin brachte den Tipp, den gesamten Roggenanteil zu versÃ¤uern. Das hÃ¤tte ich mich jetzt nicht so ohne weiteres getraut, aber rein von den Mengen her klang das schon sinnvoll.</p>
<p>Da mein Roggensauer recht triebstark ist, musste auÃŸerdem der Hefeanteil reduziert werden. Da bin ich dann noch weiter gegangen als in ihrem Vorschlag, da ich meine Brote tendenziell lieber etwas fester als zu locker mag.</p>
<p>Hier also meine Variante mit Sauerteig:</p>
<p><strong>Sauerteig:</strong></p>
<ul>
<li>120 gÂ  Roggenmehl 1150</li>
<li>120 gÂ  warmes Wasser</li>
<li>24 g Anstellgut</li>
</ul>
<p><strong>Hauptteig:</strong></p>
<ul>
<li>360 g mehlige Kartoffeln</li>
<li>600 g Weizenvollkornmehl</li>
<li>160 g WalnÃ¼sse</li>
<li>240 g warmes Wasser</li>
<li>25 g Butter</li>
<li>1 EsslÃ¶ffel Honig</li>
<li>20 g Salz</li>
<li>10 g Hefe</li>
</ul>
<p>Das Anstellgut aus dem KÃ¼hlschrank habe ich angefÃ¼ttertÂ  und ca. 8 Stunden lang bei Raumtemperatur angehen lassen. Da der Tag ziemlich warm war, war das ausreichend um ihn auf Trab zu bringen. Damit dann den Sauerteig angesetzt und Ã¼ber Nacht etwa 15 Stunden reifen lassen.</p>
<p>Am nÃ¤chsten Morgen hab ich als erstes die Kartoffeln sehr weich gekocht und gepellt (eine der hassenswertesten Arbeiten in der KÃ¼che, aber geschÃ¤lt geben sie leider viel Geschmack und StÃ¤rke ans Kochwasser ab &#8211; an die Alternative, einfach das Kochwasser fÃ¼r den Teig zu verwenden, habe ich zu spÃ¤t gedacht).</p>
<p>WÃ¤hrenddessen wurden die kleingebrochenen WalnÃ¼sse angerÃ¶stet. Ã–l braucht es dafÃ¼r nicht, NÃ¼sse enthalten selber genug Fett.</p>
<p>Im Originalrezept werden die noch gut heiÃŸen Kartoffeln mit warmem Wasser, dem Mehl und dem Wasser vermischt und eine halbe Stunde zum Quellen gestellt. Bei meiner Variante ist aber ein Drittel des Wassers im Sauerteig, weswegen Kartoffeln, Mehl und Wasser hier einen sehr festen Grundteig ergeben. Unsicher, ob damit eine Autolyse noch funktionieren kann, hab ich den doch erst mal ein wenig durchgeknetet, bevor ich ihn zum Quellen gestellt habe.</p>
<p>Nach 30 Minuten kamen Sauerteig, weiche Butter, Honig, Salz und die zerbrÃ¶selte Hefe dazu und alles wurde zusammenÂ  gute 10 Minuten krÃ¤ftig von Hand durchgeknetet. Dabei ist es hilfreich, nur eine Hand zu nehmen. Die andere sauber zu halten hilft nicht nur beim Halten der SchÃ¼ssel, sondern erleichtert es auch, die Knethand wieder vom Teig zu befreien. Der Teig klebt am Ende zwar nicht mehr an der SchÃ¼ssel, wohl aber hartnÃ¤ckig an der Hand. Ohne Teigschaber ein aussichtsloser Kampf. Ganz zum Schluss dann die NÃ¼sse unterkneten. Die sollten gut verteilt sein, aber nicht zu lange mitgeknetet werden, weil die scharfen Kanten das GlutengerÃ¼st wieder zerreiÃŸen. Es bietet sich auÃŸerdem an, an warmen Tagen nicht vorher zu duschen. Nach dem Kneten weiÃŸ man nÃ¤mlich schon, was man getan hat.</p>
<p>Den Teig hab ich nicht wie sonst Ã¼ber Nacht im KÃ¼hlschrank gehen lassen (da wÃ¤re auch gar kein Platz gewesen), sondern etwa 45 Minuten abgedeckt in der SchÃ¼ssel bei Raumtemperatur.</p>
<p>Dann auf eine gut bemehlten ArbeitsflÃ¤che gekippt, den Teigling leicht bemehlt, platt gedrÃ¼ckt, reihum von auÃŸen nach innen gezogen und angedrÃ¼ckt, bis er eine glatte, runde Form hat.Â  Mit Schluss nach unten in den bemehlten GÃ¤rkorb und dann ungefÃ¤hr 80 Minuten gehen gelassen. WÃ¤hrenddessen habe ich den Ofen mit Backstein auf 250 Grad vorgeheizt.</p>
<p>Aber hier bin ich dann wieder beim Originalrezept geblieben. Also mit Dampf fallend auf 200 Grad etwa 50 Minuten gebacken. Ich hab es danach noch ungefÃ¤hr 10 Minuten im ausgeschalteten und leicht geÃ¶ffneten Ofen auf dem heiÃŸen Stein gelassen, bevor ich es zum AuskÃ¼hlen rausgenommen habe.<a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/09/walnussbrot2.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1798" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/09/walnussbrot2-150x150.jpg" alt="Walnussbrot2" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Das Ergebnis Ã¼berzeugt. Durch den Sauerteig schmeckt das Brot etwas krÃ¤ftiger als mit dem Originalrezept, die NÃ¼sse werden aber nicht Ã¼berdeckt, sondern kommen immer noch schÃ¶n heraus. Insgesamt also durchaus eine gute Variante.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.negatron.de/brot/walnussbrot-mit-sauerteig/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schmerz, Freude und Sauerteig</title>
		<link>https://www.negatron.de/brot/schmerz-freude-und-sauerteig</link>
					<comments>https://www.negatron.de/brot/schmerz-freude-und-sauerteig#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Aug 2016 21:33:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brot]]></category>
		<category><![CDATA[Backen]]></category>
		<category><![CDATA[Sauerteig]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.negatron.de/?p=1779</guid>

					<description><![CDATA[Zu den Ã¤ltesten kulinarischen Begleitern des Menschen gehÃ¶rt Brot. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn fÃ¼r Brot braucht es grundsÃ¤tzlich nur Mehl, Wasser und Hitze. Reduziert darauf, diese Zutaten zu vermischen und zu backen, ist das Ergebnis allerdings weder besonders <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/brot/schmerz-freude-und-sauerteig"><span class="screen-reader-text">  Schmerz, Freude und Sauerteig</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/08/2016-07-25-07.28.37.jpg"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-1788 size-thumbnail" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/08/2016-07-25-07.28.37-150x150.jpg" alt="Sauerteigbrot" width="150" height="150" /></a>Zu den Ã¤ltesten kulinarischen Begleitern des Menschen gehÃ¶rt Brot. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn fÃ¼r Brot braucht es grundsÃ¤tzlich nur Mehl, Wasser und Hitze. Reduziert darauf, diese Zutaten zu vermischen und zu backen, ist das Ergebnis allerdings weder besonders ansehnlich noch besonders schmackhaft. Mit etwas Salz wird der Geschmack schon besser, aber das Brot bleibt ein flacher, fester Fladen. Es braucht also Triebkraft und die kommt Ã¼ber die Hefe in den Teig. Die gibt es heute als abgepackte Backhefe zu kaufen, aber das ist noch nicht lange so. Davor musste man sich entweder Bierhefe von Brauern besorgen oder die ganz klassische Methode verwenden â€“ den Sauerteig.</p>
<p><span id="more-1779"></span>Wenn man Mehl mit Wasser vermischt und bei Raumtemperatur stehen lÃ¤sst, dann passieren zwei Dinge. Das erste ist, dass sich Hefepilze ansiedeln. Die sind Ã¼berall in der Luft und da Mehl und Wasser die ideale Umgebung fÃ¼r sie sind, ziehen sie innerhalb kÃ¼rzester Zeit in die Mischung ein. Neben den Hefepilzen gibt es auch noch eine Menge Bakterien in der Luft und auch die lassen sich auf und in der Mischung nieder. Unter anderem sind das MilchsÃ¤urebakterien, die nach ein paar Tagen die Oberhand gegenÃ¼ber den anderen gewinnen weitere nÃ¼tzliche Eigenschaften in den Teig bringen. Sie machen ihn besser haltbar, besser bekÃ¶mmlich und sorgen vor allem aber auch fÃ¼r ein wesentlich intensiveres Aroma. Sauerteig ist also bei der Herstellung von Brot die erste Wahl.</p>
<p>Die einfachste MÃ¶glichkeit ist, fertigen Sauerteig zu kaufen. Dieser ist allerdings mikrobiell tot und bringt zwar SÃ¤ure und Aroma in den Teig, hat aber keine Triebkraft mehr, so dass man diese durch das Zusetzen von Hefe ausgleichen muss. Auch das funktioniert, aber meine Erfahrung ist, dass das Aroma des fertigen Brotes es keinesfalls mit einem â€žechtenâ€œ Sauerteigbrot aufnehmen kann. Ein eigener Sauerteig musste also her.</p>
<p>FÃ¼r den findet man im Netz etliche Anleitungen, die aber im Kern alle auf dasselbe rauslaufen. Mehl und Wasser in gleichen Teilen vermischen und abgedeckt bei Zimmertemperatur fÃ¼r etwa 24 Stunden stehen lassen. Dann wieder Mehl und Wasser zugeben und wieder stehen lassen. So lange wiederholen, bis sich das Volumen innerhalb von 12 Stunden verdoppelt und die Mischung angenehm sÃ¤uerlich und joghurtÃ¤hnlich riecht. Das ist meist so nach 3-4 Tagen der Fall.</p>
<p>Dann kann er in den KÃ¼hlschrank wandern und quasi in Winterschlaf gehen. Die Prozesse werden dort soweit verlangsamt, dass man ihn nur noch alle ein bis zwei Wochen erneut mit Mehl und Wasser anfÃ¼ttern muss. Wenn man damit backen mÃ¶chte, entnimmt man einen Teil, fÃ¼ttert ihn wieder zu gleichen Teilen mit Mehl und Wasser an und lÃ¤sst ihn 12 Stunden bei Raumtemperatur wieder auf Touren kommen (eventuell zweimal, wenn man ihn besonders triebstark mÃ¶chte). Das ist dann das sogenannte Anstellgut, aus dem dann der richtige Sauerteig fÃ¼r das jeweilige Rezept entsteht.</p>
<p>Da ich im Schnitt einmal pro Woche backe, geht sich das gut aus. Ich verbrauche in etwa genau wieder das, was ich auch anfÃ¼ttere. Manchmal bleibt was Ã¼brig, das wandert dann in den Kompost. Das ist ein bisschen schade, aber vertretbar (Sauerteig ist Ã¼brigens auch ein ziemlich guter DÃ¼nger).</p>
<p>Aber zurÃ¼ck zum Anfang, denn inzwischen hab ich zwar meinen Sauerteig und verwende ihn auch regelmÃ¤ÃŸig, aber der Weg dahin war doch nicht ganz so einfach wie erwartet. Eigentlich kann zwar nicht viel schief gehen bei dem Prozess. Mein erster Versuch &#8211; ein Weizensauerteig &#8211; ist trotzdem fehlgeschlagen.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/08/2016-07-06-10.59.10-HDR.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1780 size-thumbnail" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/08/2016-07-06-10.59.10-HDR-150x150.jpg" alt="Weizensauer01" width="150" height="150" /></a>Die Methode hatte ich dem Blog <a href="http://www.hefe-und-mehr.de/2015/05/brotbacken-fr-anfnger-xi-sauerteig-ansetzen/">Hefe und Mehr</a> entnommen, weil hier mit den geringsten Mengen gearbeitet wird und ich so wenig Ãœberschuss wie mÃ¶glich entsorgen wollte. Begonnen wurde also mit 30g Weizenvollkornmehl und 30g warmem Wasser. Beides in einem sauberen SchraubgefÃ¤ÃŸ verrÃ¼hrt und abgedeckt (nicht verschlossen) in das lauschigste PlÃ¤tzchen in der KÃ¼che gestellt &#8211; bei mir also auf den KÃ¼hlschrank.</p>
<p>Nach einem Tag hatten sich bereits BlÃ¤schen gezeigt und der Geruch hatte sich zu einer leicht sÃ¤uerlichen Note verÃ¤ndert. Beim UmrÃ¼hren hat er auch leichte FÃ¤den gezogen, da ist also durchaus was passiert im Teig. Von dem Ansatz wurden nun 30g abgenommen, mit weiteren 30g Mehl und 30g Wasser verrÃ¼hrt und zurÃ¼ck ins Glas. Da mein Bekanntenkreis auf Facebook der Meinung war, dass er einen Namen brÃ¤uchte, hab ich ihn Herbert getauft.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/08/2016-07-08-10.59.40.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1781 size-thumbnail" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/08/2016-07-08-10.59.40-150x150.jpg" alt="Weizensauer02" width="150" height="150" /></a>Der nÃ¤chste Tag war sehr warm. Ãœber den Tag hinweg ist Herbert enorm aufgegangen, das Volumen hat sich locker verdreifacht. Ich hatte schon Bedenken, dass das Glas vielleicht nicht ausreichen wÃ¼rde. Zu dem Zeitpunkt hÃ¤tte ich wohl eingreifen und ihn neu anfÃ¼ttern mÃ¼ssen. Ich hab ihn aber einfach nur aus aktuellem Anlass in Griezmann umbenannt und weitere 12 Stunden stehen lassen. Dabei hat er die Hefe wohl alles an Nahrung verbraten, was drin war. Jedenfalls war er am nÃ¤chsten Morgen komplett wieder zusammengefallen und oben auf dem Mehl stand eine Schicht fuseliges Wasser. Nach allem, was ich dazu gefunden hab, ist das an sich nicht weiter dramatisch. Das Wasser kann man unterrÃ¼hren oder abgieÃŸen und den Sauerteig einfach neu anfÃ¼ttern. Um die Hefe anzuregen eher bei hohen Temperaturen (also Ã¼ber 25Â°).</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/08/2016-07-09-10.33.28.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1782 size-thumbnail" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/08/2016-07-09-10.33.28-150x150.jpg" alt="Weizensauer03" width="150" height="150" /></a>Aber es wollte einfach nicht funktionieren. Den inzwischen Dr. Frankenteig Benamsten hab ich zwei Tage lang alle 12 Stunden weiter angefÃ¼ttert und warm gehalten (unter anderem im ausgeschalteten Ofen bzw. in einer KÃ¼hltasche zusammen mit einer Flasche heiÃŸem Wasser), aber auÃŸer dem Geruch hat sich absolut nichts mehr verÃ¤ndert. Der ging zwischenzeitlich stark in Richtung ich-habe-etwas-fieses-in-einer-dunklen-Ecke-gefunden-und-mÃ¶chte-keine-weiteren-Details, hat sich dann aber wieder in Richtung Joghurt gefangen. Nur war einfach keine Volumenzunahme zu verzeichnen. Meine Vermutung wÃ¤re, dass die MilchsÃ¤urebakterien so dominant waren, dass sich keine Hefekulturen mehr etablieren konnten. Vielleicht hÃ¤tte ich hartnÃ¤ckiger sein sollen, vielleicht das Ganze auch mit weniger FlÃ¼ssigkeit probieren sollen. Hin wie her, nach insgesamt 5 Tagen hab ich die Hoffnung aufgegeben und Dr. Frankenteig entsorgt.</p>
<p>Aber so schnell wollte ich dann doch nicht aufgeben. Im gleichen Zug mit der Entsorgung wurde also direkt der nÃ¤chste angesetzt. Diesmal allerdings abends, damit er bei den 24h-Intervallen anfangs erst die niedrigeren Temperaturen hat und ich tagsÃ¼ber notfalls frÃ¼her hÃ¤tte eingreifen kÃ¶nnen. Und mit Roggen- statt mit Weizenmehl, weil ich auf Weizen intuitiv einfach keine Lust mehr hatte.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/08/2016-07-11-22.09.28.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1785 size-thumbnail" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/08/2016-07-11-22.09.28-150x150.jpg" alt="Roggensauer01" width="150" height="150" /></a>And so Joscha was born. Hier lief die Entwicklung deutlich langsamer und gleichmÃ¤ÃŸiger ab als bei der Weizenvariante. DafÃ¼r aber auch genau so, wie es eigentlich zu erwarten war. Erst ein paar BlÃ¤schen und ein leicht verÃ¤nderter Geruch, dann langsame Volumenzunahme. Also alles so, wie es sein sollte. Bis ich dann beim letzten Ansetzen einen pelzigen Fleck am Rand des Glases entdeckt habe. Schimmel.</p>
<p>Schimmel ist so ziemlich das einzige, was nicht passieren darf, denn damit hat sich die Sache dann endgÃ¼ltig erledigt. Allerdings nur fÃ¼r Joscha, denn nun hatte mich wilde Entschlossenheit ergriffen. Diese Schlacht wÃ¼rde ich nicht verlieren und wenn ich dafÃ¼r die gesamten MehlvorrÃ¤te aller LÃ¤den im Ort aufkaufen mÃ¼sste!</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/08/2016-07-17-22.39.31.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1786 size-thumbnail" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/08/2016-07-17-22.39.31-150x150.jpg" alt="Roggensauer02" width="150" height="150" /></a>Dritter Versuch, wieder Roggen, dieselbe Herangehensweise wie zuvor. Allerdings diesmal peinlich genau darauf bedacht, bei jedem AnfÃ¼ttern ein frisches, gespÃ¼ltes Glas zu verwenden und Reste, die sich beim AnrÃ¼hren am Rand des Glases abgesetzt haben, mit einem KÃ¼chentuch abzuwischen. Ob es nun daran lag oder ob es beim vorigen Versuch einfach Pech war, weiÃŸ ich nicht. Jedenfalls hat bei Nummer 3 &#8211; Sauron &#8211; alles so funktioniert wie es sollte. Seit ein paar Wochen wohnt er nun in meinem KÃ¼hlschrank und wird jedes Wochenende aufgeweckt. Entweder fÃ¼r Brote &#8211; von denenÂ  dann auch alle umgehend begeistert waren &#8211; oder nur zur Auffrischung, wenn ich keine Zeit habe oder was ohne Sauerteig ausprobieren mÃ¶chte. Was allerdings die Ausnahme ist, denn Sauron ist der Hit!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.negatron.de/brot/schmerz-freude-und-sauerteig/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Brot III &#8211; Pane Casereccio</title>
		<link>https://www.negatron.de/brot/brot-iii-pane-casereccio</link>
					<comments>https://www.negatron.de/brot/brot-iii-pane-casereccio#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jul 2016 10:22:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brot]]></category>
		<category><![CDATA[Backen]]></category>
		<category><![CDATA[Weizenteig]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.negatron.de/?p=1771</guid>

					<description><![CDATA[Eine Kollegin von mir hat mir ein Rezept fÃ¼r ein italienisches Brot gegeben, das sie wiederum von einer Bekannten bekommen hat. Eine kopierte Seite aus einem Backbuch, leider ohne Bilder und auch mit einer &#8211; sagen wir mal &#8211; vagen <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/brot/brot-iii-pane-casereccio"><span class="screen-reader-text">  Brot III &#8211; Pane Casereccio</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-07-11-22.19.16.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1773 size-thumbnail" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-07-11-22.19.16-150x150.jpg" alt="Pane Casereggio" width="150" height="150" /></a>Eine Kollegin von mir hat mir ein Rezept fÃ¼r ein italienisches Brot gegeben, das sie wiederum von einer Bekannten bekommen hat. Eine kopierte Seite aus einem Backbuch, leider ohne Bilder und auch mit einer &#8211; sagen wir mal &#8211; vagen Beschreibung. Die Angaben der Gesamtmengen fÃ¼r den Teig waren viel zu hoch, Aussagen Ã¼ber die Temperatur gab es gar keine (nur den Hinweis, dass es im Holzofen am besten werden wÃ¼rde) und auch sonst musste man sich ein paar Stellen eher zusammenreimen. Also hab ich mir ein paar andere Rezepte fÃ¼r Ciabatta und Ã¤hnliches zusammengesucht und die fehlenden Stellen mit Analogien aus diesen gefÃ¼llt bzw. auch ein einfach selber ein bisschen was probiert.<br />
<span id="more-1771"></span><br />
Herausgekommen sind vier recht gelungene Brote. Die Optik gefÃ¤llt mir sehr gut, die Krume ist ebenfalls schÃ¶n locker geworden und der Geschmack ist &#8211; fÃ¼r WeiÃŸbrot &#8211; ziemlich gut. Einziges Manko ist, dass die Kruste nicht richtig knusprig geworden ist. Da muss ich nochmal nachtunen.</p>
<p>Am ehesten bietet sich wohl an, in Teig noch ein paar Oliven zu geben, die Laibe vor dem Gang in den Ofen mit Wasser einzustreichen und dann mit KrÃ¤utern zu bestreuen. Das kÃ¶nnte ich mir dann sehr gut als Begleitung zum Grillen vorstellen.</p>
<p>Meine angepassten Mengenangaben:</p>
<p>20 g Hefe<br />
560 g Weizenmehl<br />
375 ml warmes Wasser<br />
25 ml OlivenÃ¶l<br />
10 g Salz<br />
1 Prise Zucker</p>
<p>Vorteig</p>
<p>Die Hefe mit etwa einer halben bis einer Tasse von dem Wasser und Prise Zucker verrÃ¼hren. Ein paar LÃ¶ffel von dem Mehl hinzufÃ¼gen, bis ein sehr weicher Teig entsteht. Diesen dann fÃ¼r einige Minuten angehen lassen, wÃ¤hrend man sich um den Hauptteig kÃ¼mmert.</p>
<p>Hauptteig</p>
<p>Das restliche Mehl mit dem restlichen Wasser, Salz und OlivenÃ¶l zu einem festen Teig verkneten. Ich hab das mit der KÃ¼chenmaschine auf niedrigster Stufe fÃ¼r ungefÃ¤hr 8 Minuten gemacht. Der Teig wird ziemlich fest und elastisch.</p>
<p>Als nÃ¤chstes den Vorteig unterkneten und nochmal fÃ¼r ein paar Minuten auf niedrigster Stufe durchkneten. Danach den Teig zugedeckt 90 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen. Das Volumen hat sich dabei ungefÃ¤hr verdreifacht.</p>
<p>Nach dem Gehen war der Teig noch ziemlich klebrig. Ich hab ihn auf einer gut bemehlten ArbeitsflÃ¤che mehrfach gefaltet und dann geviertelt. Aus den Vierteln hab ich lÃ¤ngliche Laibe geformt (ungefÃ¤hr in SemmelgrÃ¶ÃŸe) und diese dann nochmal 10 Minuten ruhen gelassen.</p>
<p>Als nÃ¤chstes hab ich sie spiralfÃ¶rmig verdreht und dabei nochmal langgezogen. Auf dem Backblech durften sie dann nochmal 30 Minuten aufgehen. Derweil hab ich den Ofen auf 250Â° aufgeheizt.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-07-12-07.21.39-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1774 size-thumbnail" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-07-12-07.21.39-1-150x150.jpg" alt="Pane Casereccio" width="150" height="150" /></a>Ab in den Ofen und mit 15 Minuten mit Dampf bei fallender Temperatur backen. FÃ¼r den Dampf werfe ich immer eine Handvoll EiswÃ¼rfel in eine flache Metallschale, die ich im Ofen mit aufheize. Nach den 15 Minuten war der Ofen so auf 220Â° runter. Dann die OfentÃ¼re einen Spalt Ã¶ffnen um den Dampf abzulassen und weitere 10 Minuten bei fallender Temperatur backen. Letztlich bin ich da so bei 180Â° rausgekommen.</p>
<p>Im Originalrezept stand, dass das Brot hell aber knusprig werden sollte, wobei das mit dem knusprig wie gesagt nicht ganz hingehauen hat.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.negatron.de/brot/brot-iii-pane-casereccio/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
