The Mindmachine

Skeptizismus, Whisky und Politik

Klima und Leiden

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Während ich auf dem Balkon sitze und einen Artikel über den Zusammenhang zwischen Klimawandel und der aktuelle Hungerkatastrophe in Afrika lese, brettert unter mit mal wieder jemand mit seiner aufgemotzten Karre um die Ecke. Gerade Bielefeld ist an solchen Merkbefreiten nicht gerade arm, aber sie sind eben doch nur die Spitze des Eisbergs. Wir allen schieben das Problem des Klimawandels normalerweise in die Ecke unseres Gehirns, die für potentiell wichtige Dinge, die aber gerade doch nicht akut sind, reserviert ist.

Auch wenn wir alle wissen, dass wir dem Problem nicht mehr ewig auskommen werden, sind alltägliche Sorgen und Probleme (wie z.B. dass der Weg zum Einkaufen zu Fuß durchaus 10 Minuten länger dauern könnte als mit dem Auto) einfach doch näher als die Tatsache, dass anderswo Tausende wegen unserer Gedankenlosigkeit verrecken. Jetzt wird ein Aufschrei kommen, dass das übertrieben sei. Aber ist es das wirklich? Es ist überfällig, dass wir endlich Verantwortung für unser Handeln übernehmen. Inzwischen sind die Folgen unseres Lebensstils nicht mehr nur etwas abstraktes sind, dass zukünftige Generationen beschäftigen wird. Nein, die Folgen sind bereits jetzt für immer mehr Menschen spürbar und werden uns in absehbarer Zeit auch ganz direkt betreffen. Sowohl dadurch, dass unsere eigene Umwelt hier sich verändern wird wie auch durch die wachsende Zahl von Flüchtlingen, die zu kommen werden, weil ihre Heimat unbewohnbar geworden ist.

Es ist allerhöchste Zeit, etwas zu tun. Ganz konkret z.B. durch Spenden den Menschen in Somalia zu helfen, wozu ich dringend auffordere. Aber darüber hinaus – und das ist noch wichtiger – endlich das eigene Leben zu hinterfragen und zu verändern. Es ist einfach nicht hinnehmbar, so weiter zu machen wie bisher.

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