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Skeptizismus, Whisky und Politik

Die Alben des Jahres 2018 – Platz 12: Necros Christos – Domedon Doxomedon

Necros Christos - Domedon Doxomedon

Death Metal ist nur in Ausnahmefällen meine Musik. Nichts gegen Geschrote, aber normalerweise brauche ich irgendwas, was mich darüber hinaus packt. Ohne Melodien ist das meist schwierig, da muss dann was anderes dabei sein. Bei Necros Christos ist es das große Ganze, das fasziniert.

Die Band macht nicht einfach nur Musik, sie versucht sich an großer Kunst. Die Inhalte sind die komplexe Auseinandersetzung mit der mystisch-altchristlichen Weltsicht von Sänger Mors Al Ra. Wie schon beim letzten Release ist Domedon Doxomedon keine Sammlung von Songs, sondern ein mächtiges Gesamtwerk aus Zwischenstücken, Hinleitungen und den eigentlichen Songs, das sich über drei CDs und knapp zwei Stunden Spielzeit erstreckt. Es ist schwer, daraus etwas halbwegs repräsentatives herauszupicken und über bloßes Reinhören bekommt man auch nicht ohne weiteres Zutritt zu der Reise, die Necros Christos da antreten. Bei mir hat es einige Durchläufe gebraucht, bis es Klick gemacht hat. Nach wie vor lege ich das nicht oft auf, denn es ist keine Musik für Nebenbei und erfordert schon ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich darauf einzulassen. Wenn man die Unterscheidung zwischen U- und E-Musik heranzieht, dann fällt Domedon Doxomedon klar in die zweite, was für Death Metal nicht unbedingt typisch ist. Aber genau das macht das Album so spannend.

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