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Skeptizismus, Whisky und Politik

Die Alben des Jahres 2018 – Platz 14: Sleep of Monsters – II: Poison Garden

Sleep of Monsters - II: Poison Garden

Die erste Assoziation ist England, was vor allem am Gesang liegen dürfte, der mich an mehr als einer Stelle an Nick Holmes von Paradise Lost erinnert. Stimmt aber nicht, Sleep of Monsters sind Finnen. Auch sonst ist das mit den Assoziationen so eine Sache, denn die Band mischt munter einen bunten Strauß an Einflüssen und Stilrichtungen zusammen.

Das Netz überschlägt sich in blumigen Wortfindungen, die einen aber ausnahmslos alle nicht richtig weiterbringen, weil sie auch wieder nichts besagen. Was bitte soll „Adult Occult Rock“ sein? Oder „Victorian Post-Punk“? Alternative beschreibt es für mich am ehesten, auch wenn die Gitarren an vielen Stellen mehr braten, als es für diese Szene typisch ist. Oder die Chöre an anderen zu zuckersüß sind. Oder Melancholie an der Grenze zum Gothic-Kitsch schrammt. Oder Melodien auf einmal auf Fado erinnern. Klingt nach zu viel auf einmal, funktioniert aber erstaunlich gut.

Update: Inzwischen wurde ich darüber aufgeklärt, dass das Album gar nicht 2018, sondern bereits 2016 erschienen ist. Weder auf der Hülle noch im Booklet findet sich ein Datum, weswegen ich das in diesem Internet recherchiert habe. Nur offensichtlich nicht besonders gut.

Das Album wird dadurch nicht schlechter, nur in dieser Liste hat es leider noch nichts verloren.

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