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Mein musikalisches Ich – Teil 1: Die Anfänge

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Musik war schon sehr früh ein fester Bestandteil unseres Haushalts. Meine Eltern waren beide Musikliebhaber, die dominante Rolle hatte allerdings mein Vater inne. Was dann auch den frühen Kontakt zu Rock verhindert hat, denn den hatte er im Gegensatz zu meiner Mutter nicht im Repertoire. Außer ein wenig französischem Chanson gab es für meinen Vater vor allem eins: Klassik. Und zwar den heavy stuff, also keine Operetten und ähnliches, sondern vor allem Symphonien, Konzerte und Opern. An den Wochenenden lief die recht umfangreiche Plattensammlung eigentlich immer und das hat zu einem zwiespältigen Verhältnis geführt. Klassik hat mich zwar nicht richtig gepackt oder mich veranlasst, mich intensiv damit auseinanderzusetzen. Sie ist mir aber sehr vertraut. Ich kenne und mag vieles, auch wenn ich den meisten Sachen keinen Namen zuordnen kann. Ich gehe immer noch ab und an mit Genuss in eine klassisches Konzert oder lege zu Hause eine Platte auf. Das war es dann aber im Großen und Ganzen auch. Ausnahmen sind die Symphonie aus der Neuen Welt von Antonín Dvorák und die 9 Symphonien Beethovens, die ich wirklich sehr schätze.
Eine Prägung hab ich aus dieser Zeit aber auf alle Fälle mitgenommen: ich bevorzuge ernste, große und schwere Musik und kann sehr wenig mit flacher, netter und gefälliger Musik anfangen. Schlager und Musical sind mir ein Gräuel, Easy Listening treibt mir den Schweiß auf die Stirn.

Außerdem hat es dazu geführt, dass ich selber mit dem Musikmachen begonnen habe. Ich habe meine Eltern dazu überredet, mir eine Geige zu kaufen und habe es immerhin bis ins Schulorchester geschafft. Weiter allerdings auch nicht. Einerseits, weil mir das Musizieren im Orchester wenig zugesagt hat (Nachspielen nach Anweisung ist einfach nicht mein Ding), vor allem aber, weil ich schlichtweg zu faul und zu undiszipliniert war, wirklich zu üben. Und daran hat sich bis heute wenig geändert. Musik zu machen ist ein wichtiger Teil meines Lebens. Üben hasse ich aber nach wie vor.

Ansonsten gab es natürlich noch die übliche Popmusik, die man als Kind/Jugendlicher halt so hört. Ich habe auch die Top Ten im Radio aufgenommen, aber wirklich begeistert oder gefesselt hat mich eigentlich nichts davon. Jan Hammer oder Tina Turner könnte man erwähnen, aber im Großen und Ganzen musste ich die Musik, die mich wirklich packen sollte, erst noch entdecken.

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