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Skeptizismus, Whisky und Politik

Die Kriminalpolizei rät

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London. Die Angst vor dem Terror geht um. Ãœberall dunkelhäutige Turbanträger mit Rucksäcken. Dann auf dem U-Bahnhof, ein optischer Muslim, zwar ohne Rucksack, dafür im dicken Wintermantel. Als die Polizei ihn zum Stehenbleiben auffordert, rennt er weg. Warum auch immer. Drei Fahnder hinterher, in die volle U-Bahn, wo es zu einem Handgemenge kommt, in dessen Folge die Beamten sich – wohl aufgrund ihrer zahlenmässigen Unterlegenheit von drei gegen einen – genötigt sehen, den grob Verdächtigen mit dem völlig angemessenen Mittel von gerade mal 5 Kopfschüssen außer Gefecht zu setzen. U-Bahn gerettet, Mission accomplished. Später stellt sich dann heraus, dass der Mann trotz der erdrückenden Hinweise, die er durch Aussehen und Weglaufen gegeben hat, doch kein Terrorist war und auch sonst mit den Anschlägen nichts zu tun hatte. Und eine Bombe hatte er schon gar nicht dabei.
Da müssen sich die Muslime und Araber wohl nun dran gewöhnen und sich entsprechend verhalten. Genau wie es sich in den USA für die Schwarzen bei Polizeikontrollen empfielt, die Hände in Sichtweite der Beamten zu lassen, damit einen nicht präventiv niederschießen, bevor man eine vermeintliche Waffe ziehen kann.
Das alles erinnert mich an ein Plakat der Titanic vor ein paar Jahren: „Die Kriminalpolizei rät: Seien Sie kein Ausländer!“
Macht wohl inzwischen auch in England Sinn.

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