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Skeptizismus, Whisky und Politik

Katholische Kirche und Moral

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Zwei katholische Krankenhäuser haben sich geweigert, eine junge Frau zu behandeln, die Opfer einer Vergewaltigung geworden war. Der Hintergrund davon war die Angst, ihren Job zu verlieren, da Teil dieser Behandlung die „Pille danach“ hätte sein können, welche sie laut Vorgabe der Katholischen Kirche nicht verschreiben dürfen, da dies der kirchlichen Moralvorstellung widerspricht. Man nimmt also einmal mehr lieber in Kauf, einen Menschen in Not abzuweisen als die eigenen kruden Regeln zu brechen. Man kennt das Spiel ja aus Afrika und der Haltung zu Kondomen und AIDS. Die widerwärtige Heuchelei und Menschenverachtung dahinter ist langsam wirklich nicht mehr zu ertragen.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Opfer neben dem psychischen Schaden nicht auch noch eine Schwangerschaft davon tragen sollte, bzw. dass sie sich in dem Fall nicht zu einer Abtreibung entscheiden sollte. Sonst wird der liebe Gott wohl erst so richtig sauer werden. Zumindest wenn man seinen selbsternannten Vertretern auf Erden Glauben schenken möchte.

Ein Kommentar

  1. Meisner gilt als Vertreter des konservativen Flügels der katholischen Kirche. Meisner teilte mit, es sei nichts dagegen einzuwenden, dass Ärzte in katholischen Einrichtungen auch über Methoden, die nach katholischer Auffassung nicht vertretbar seien, sowie über Zugang dazu aufklärten. Allerdings sollten die Mediziner dann auch – ohne Druck auszuüben – auf angemessene Weise die katholische Position mit Argumenten erläutern. Das Erzbistum betonte, die Erklärung beziehe sich nur auf Vergewaltigungsopfer.

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