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Skeptizismus, Whisky und Politik

Die angebliche Katholikenphobie

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Bischof Meissner spricht von „Katholikenphobie“; der Präfekt der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller, entblödet sich nicht, den ebenso falschen wie unangebrachten Begriff „Pogromstimmung“ in die Diskussion zu werfen; diverse Internetseiten aus dem Umfeld der Katholischen Kirche und auch Amtsträger bis hinauf zum Papst beklagen seit den Missbrauchsskandalen immer wieder Stimmungsmache.

Dabei übersehen sie einen ganz wichtigen Punkt (oder wollen ihn einfach nicht sehen): Die Proteste, die Vorwürfe und die Wut richten sich nicht gegen Katholiken. Sie richten sich weder gegen die einfachen Gläubigen. Sie richten sich auch nicht gegen die vielen Laien, die aus wirklicher christlicher Überzeugung heraus in der Kirche engagiert sind. Sie richten sich einzig und allein gegen die Institution Katholische Kirche, mit ihren ganzen verkrusteten Strukturen und ihren arroganten, lebensfremden, körperfeindlichen und nicht selten auch schlicht menschenverachtenden Ansichten, die sie als Wahrheit verkaufen wollen und die für aufgeklärte Menschen ganz unabhängig von ihrer Religiosität schlicht und ergreifend nicht hinnehmbar sind.

Das hat nichts, aber wirklich rein gar nichts mit „Christenverfolgung“, „Kahtolikenphobie“ oder „Pogromstimmung“ zu tun. Dass diese Begriffe bemüht werden, passt aber ins allgemeine Bild der Realitätsverweigerung im Vatikan.

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