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	<title>Ardbeg &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>73. Tasting von Munich Spirits &#8211; Islay High End Tasting</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Apr 2018 14:46:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Drei ungewÃ¶hnliche Aspekte fÃ¼r ein Tasting von Munich Spirits. Alle Whiskys aus der Kategorie Torf und Rauch, alle Whiskys vergleichsweise hochpreisig, nur einer aus dem Setup noch regulÃ¤r auf dem Markt erhÃ¤ltlich. Aber es darf ja auch gern mal ungewÃ¶hnlich <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/73-tasting-von-munich-spirits-islay-high-end-tasting"><span class="screen-reader-text">  73. Tasting von Munich Spirits &#8211; Islay High End Tasting</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Drei ungewÃ¶hnliche Aspekte fÃ¼r ein Tasting von <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank" rel="noopener">Munich Spirits</a>. Alle Whiskys aus der Kategorie Torf und Rauch, alle Whiskys vergleichsweise hochpreisig, nur einer aus dem Setup noch regulÃ¤r auf dem Markt erhÃ¤ltlich. Aber es darf ja auch gern mal ungewÃ¶hnlich sein.</p>
<p><span id="more-1960"></span>Bei mehreren Whiskys mit Ã¤hnlich extremer Ausrichtung trinkt sich recht schnell auf diese Ausrichtung ein und sie kommt einem gar nicht mehr so extrem vor, was durchaus erst mal Sinn ergibt. Im Gegenzug bedeutet das aber auch eine gewisse Verzerrung, da man die Whiskys in Folge anders wahrnimmt als wenn man sie fÃ¼r sich allein trinken wÃ¼rde. Das macht die Beschreibung in dem Fall noch subjektiver als eh schon.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/pc7.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1969" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/pc7-150x150.jpg" alt="Port Charlotte" width="150" height="150" /></a>Wann kann man schon mal ein Tasting mit einem Port Charlotte erÃ¶ffnen? Normalerweise stehen Whiskys mit dieser Torfigkeit eher am Ende eines Tastings, aber bei dieser Range ist kein Platz fÃ¼r ein langsames Hochfahren der Geschmacksnerven. Wir beginnen also mit einem <strong>Port Charlotte, OB, Cognac Cask, 8 Jahre, 2007, 57,8%</strong>. Die meisten Port Charlottes sind mir zu extrem und deswegen bin ich hier zum Einstieg skeptisch. Zu Unrecht. Der Geruch macht zwar schon vom Tisch aus deutlich, dass es sich hier um einen Malt aus der &#8222;Heavily Peated Serie&#8220; handelt, aber mit ein klein bisschen Luft zeigen sich dahinter schnell andere Noten. Ich rieche grÃ¼ne NÃ¼sse oder Nusseis. Im Geschmack ist der Torf zwar deutlich, aber nicht so dominant wie erwartet. Insgesamt ist er aber schon richtig krÃ¤ftig und mundfÃ¼llend, mit dunkler, brÃ¶sliger Schokolade und mit einem langen, schmelzigen Abgang, der ganz zum Schluss unerwartet nochmal einen bitteren Biss bringt. Auf ein Cognacfass wÃ¤re ich nicht gekommen, aber fÃ¼r sein Alter wirkt der Ã¼berraschend reif, mit mehreren schÃ¶nen Wechseln zwischen sÃ¼ÃŸ und trocken. Vor allem die Cremigkeit gefÃ¤llt mir ausgesprochen gut. Vielleicht der beste Port Charlotte, den ich bislang getrunken habe. Da dieser der Einzige ist, den es noch normal im Handel gibt, komme ich direkt ins Ãœberlegen.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_alligator.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1970" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_alligator-150x150.jpg" alt="Ardbeg Alligator" width="150" height="150" /></a>An sich war ich mir sicher, dass ich den Alligator schon mal getrunken habe, aber eine Recherche in meinen Aufzeichnungen bringt nichts zu Tage. Da ich dazu auch keine konkrete Erinnerung mehr an den Geschmack habe, gehen wir also einfach mal davon aus, dass das erste Aufeinandertreffen ist: <strong>Ardbeg, OB, Alligator &#8211; Committee for discussion, 51,2%</strong>. Es mag am Port Charlotte davor liegen, aber der Torf erscheint hier in der Nase eher dezent, dafÃ¼r gibt es wÃ¼rzige Frucht und frisch geschnittenes Holz. Geschmacklich finde ich ihn schon eher typisch, mit einer Mischung aus Fruchtigkeit und Torf, mit einem Ã¼berraschend kurzen und unspektakulÃ¤ren Abgang voller kaltem Lagerfeuer. In den Bewertungen hat der ziemlich gut abgeschnitten, mich Ã¼berzeugt er allerdings nicht so richtig. Es mag am Port Charlotte davor liegen, aber der Alligator wirkt nicht nur im Vergleich zu diesem etwas unspektakulÃ¤r, sondern kann auch nicht mit AbfÃ¼llungen wie dem Corryvreckan oder dem Uigeadail mithalten.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_swms.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1971" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_swms-150x150.jpg" alt="Ardbeg SMWS" width="150" height="150" /></a>In Konkurrenz dazu gleich der nÃ¤chste Ardbeg, diesmal von der Scotch Malt Whisky Society: <strong>Ardbeg SMWS 33.125 &#8222;Salted Caramel Lollipop&#8220;, 7 Jahre, 2005-2012, 64,4%</strong>. Man kann etwas mehr Rauch riechen, vor allem aber Weingummi, salziges Lakritz, Mandeln und ungebackenen Keksteig. Hier kann ich den Namen also gut nachvollziehen.Â  Im Mund hingegen finden sich wenig Frucht und SÃ¼ÃŸe, hier dominiert dann doch eher der krÃ¤ftige, torfige Charakter. Auch im Nachgang sind vor allem bittere Noten und kalter Rauch prÃ¤sent, erst recht spÃ¤t kommt noch eine leichte SÃ¼ÃŸe durch. Das alles wirkt eher straight und klar, salted Lollipop hat man eher in der Nase oder eben ganz zum Schluss. Insgesamt nicht Ã¼bel, aber auch hier ist der Name fÃ¼r mich grÃ¶ÃŸer als das Ergebnis.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/port_ellen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1972" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/port_ellen-150x150.jpg" alt="Port Ellen" width="150" height="150" /></a>Wo wir gerade bei groÃŸen Namen sind, mehr als Port Ellen geht in der Hinsicht bei Islay nicht. Von Diageo in den 80ern geschlossen, gelten die wenigen restlichen erhÃ¤ltlichen AbfÃ¼llungen fÃ¼r viele als das Nonplusultra und rufen Preise jenseits von gut und bÃ¶se auf. Da mag mehr Legende als RealitÃ¤t dahinter stehen. TatsÃ¤chlich waren aber die wenigen Port Ellens, die ich in meinem Leben trinken durfte, alle richtig toll. Hier haben wir nun eine unabhÃ¤ngige AbfÃ¼llung auf dem Programm: <strong>Port Ellen, The Whisky Fair, Sherry Butt, 1982-2007, 24 Jahre, 59,6%</strong>. Der Geruch ist im Gegenzug zu den Whiskys davor sehr elegant und ziemlich komplex. Da ist vieles drin, aber nichts, was richtig dominant hervorstechen wÃ¼rde. Ein bisschen Rosine, Marmelade aus reifen FrÃ¼chten, Bienenwachs und weinige Noten sind so Assoziationen, die kommen. Hier wÃ¼rde ich eher einen Cognac-Einfluss vermuten als beim PC am Anfang. Das Sherryfass kommt jedenfalls nicht deutlich raus, sondern integriert sich komplett in das Gesamtbild. Der Geschmack hat enorm viel Kraft, was das Herausschmecken einzelner Noten nicht leichter macht. Aber auch das ist nicht unangenehm und geht dann in einen sehr langen und cremigen Abgang Ã¼ber. Der Name mag die Wertung beeinflussen, aber es wird vergleichsweise still im Raum. Einige sitzen einfach nur versonnen schnuppernd und schmeckend da, ich einer von ihnen. Das hÃ¤tte ich auch noch lÃ¤ngere Zeit so machen kÃ¶nnen, ohne dass mir etwas gefehlt hÃ¤tte. Bombe.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_whisky_source.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1973" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_whisky_source-150x150.jpg" alt="Laphroaig TWS" width="150" height="150" /></a>Nach dem Essen geht es mit einer Distillerie weiter, die keine Schwierigkeiten damit haben sollte, den Geschmacksknospen die Erinnerung an die Antipasti zu nehmen. Der erste der beiden kommt von einem unabhÃ¤ngigen AbfÃ¼ller, der sich nicht mehr recherchieren lieÃŸ. Weder ganz allgemein, noch im speziellen diese Flasche: <strong>Laphroaig, The Whisky Source, 1998-2009, 10 Jahre, 56,9%</strong>. In der Nase gibt es vor allem Torf und Zitrusnoten, dahinter rote Beeren. Das medizinische fehlt etwas, weswegen ich vielleicht nicht direkt auf Laphroaig getippt hÃ¤tte. Auch im Mund ist der Torf in Vordergrund, der Whisky ist herb und krÃ¤ftig und bleibt das auch im Abgang. SchÃ¶ner zehnjÃ¤hriger, bei dem das einzige, was man kritisieren kÃ¶nnte, die fehlende AuÃŸergewÃ¶hnlichkeit ist.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_smws.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1974" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_smws-150x150.jpg" alt="Laphroaig SMWS" width="150" height="150" /></a>Auch hier gibt es als zweiten Vertreter eine AbfÃ¼llung der Scotch Malt Whisky Society: <strong>Laphroaig SMWS 29.125 &#8222;Smoke of sweet chili sausages&#8220;, 17 Jahre, 60,6%</strong>. Nase drÃ¼ber &#8211; Chili, check &#8211; Barbecue, check &#8211; SÃ¼ÃŸe, check. Nur die Wurst fehlt noch. Die kommt auch im Mund nicht dazu, wo man dafÃ¼r genau die AuÃŸergewÃ¶hnlichkeit bekommt, die mir beim VorgÃ¤nger gefehlt hat. Sehr sÃ¼ÃŸ mit wÃ¼rzigem Rauch und Pfefferminznoten dazu. Das alles geht in einen sehr langen und ebenfalls sÃ¼ÃŸen Abgang Ã¼ber, bei dem die WÃ¼rze immer weiter in den Hintergrund tritt. Das alles hat tatsÃ¤chlich was von BBQ-Sauce. GroÃŸes Kino, den wÃ¼rde ich zu den besten SWMS-AbfÃ¼llungen zÃ¤hlen, die ich bislang im Glas hatte.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/caol_ila.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1975" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/caol_ila-150x150.jpg" alt="Caol Ila" width="150" height="150" /></a>Der Abschluss klingt fÃ¼r den einen oder anderen vielleicht erst mal ungewÃ¶hnlich: <strong>Caol Ila, Signatory Vintage, Hogshead, 29 Jahre, 1982-2012, 56,3%</strong>. Caol Ila hat bei einigen den schlechten Ruf,Â  eher Masse als Klasse zu produzieren (und die Distillerie waren, die statt Port Ellen weitermachen durfte), aber das halte ich fÃ¼r etwas unfair. Ja, die Anlagen sind eher ein Industriekomplex als eine malerische Kleinanlage und man produziert tatsÃ¤chlich enorme Mengen. Allerdings eben auch immer wieder richtig gute AbfÃ¼llungen. Das hier ist eine davon. Aus irgendeinem Grund nur wenige Wochen vor dem Erreichen der 30 Jahre abgefÃ¼llt bekommt der Port Ellen aus Runde eins hier einen wirklich wÃ¼rdigen Konkurrenten. Aromenvielfalt in der Nase mit Zitrus, Pfirsich, Holznoten, reifem Obst, Kraut und Rauch. Ein vollmundiger, wÃ¤rmender und wÃ¼rziger Geschmack, der Rauch nicht zu dominant und schÃ¶ne sÃ¼ÃŸe Noten dazu. Der Abgang erinnert an bittere Orangenmarmelade, bleibt lang und intensiv und wird dabei immer fruchtiger. Das ist alles nicht ganz so elegant und gentlemanlike wie beim Port Ellen, hat aber nichtsdestotrotz groÃŸe Klasse. Absolut Top!</p>
<p>Sehr schÃ¶nes Tasting komplett ohne AusfÃ¤lle und mit ein paar richtig feinen Sachen. Der einzige Wehrmutstropfen dabei ist nur, dass man fast nichts davon ein zweites Mal im Glas haben wird â€¦</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Finest Spirits 2016</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2016 20:19:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Winterzeit, Messezeit. Zumindest in MÃ¼nchen und fÃ¼r Whiskyfans. Die Entwicklung beim Winter ist allerdings eine Ã¤hnliche wie bei der Finest Spirits &#8211; es ist nicht mehr so, wie man das alles mal gewohnt war. Die Winter werden wÃ¤rmer, die Messer <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/finest-spirits-2016"><span class="screen-reader-text">  Finest Spirits 2016</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" src="http://www.finest-spirits.com/fileadmin/finestspirits_muenchen/header_finestspirits_muenchen.jpg" alt="Finest Spirits 2016" width="655" height="159" /></p>
<p>Winterzeit, Messezeit. Zumindest in MÃ¼nchen und fÃ¼r Whiskyfans. Die Entwicklung beim Winter ist allerdings eine Ã¤hnliche wie bei der <a href="http://www.finest-spirits.com/muenchen.html" target="_blank">Finest Spirits</a> &#8211; es ist nicht mehr so, wie man das alles mal gewohnt war. Die Winter werden wÃ¤rmer, die Messer grÃ¶ÃŸer und professioneller. Beiden Entwicklungen ist ebenfalls gemein, dass es wenig Sinn ergibt, sich darÃ¼ber aufzuregen. Der Winter richtet sich nach dem Klimawandel, die Messe nach der Entwicklung auf dem Whiskymarkt. Ob einem das nun gefÃ¤llt oder nicht, die Dinge sind, wie sie sind. Dass Frank BÃ¶er mit seinem Messekonzept nicht so falsch liegen kann, zeigt der Ansturm auf die Messe, der am Samstag so weit geht, dass eine SchlieÃŸung wegen ÃœberfÃ¼llung Ã¼berlegt werden muss.<span id="more-1714"></span></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_132543.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1718 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_132543-150x150.jpg" alt="Glenfiddich" width="150" height="150" /></a>Wir sind am Sonntag da und da ist es angenehmerweise deutlich entspannter. Im Gegenzug ist allerdings auch schon einiges leergetrunken. Unter anderem der Whisky zum einzigen der Gutscheine, den wir einlÃ¶sen wollen. DafÃ¼r sollte es einen 15jÃ¤hrigen <strong>Glenfiddich</strong> geben. Nicht, dass der jetzt spannend wÃ¤re, aber um den Gaumen am Mittag auf Alkohol einzustellen, geht das schon in Ordnung. Allerdings sind die vorgesehenen BestÃ¤nde fÃ¼r den Gutschein schon lange aufgebraucht und so bekommen wir stattdessen einen Malt Master&#8217;s Edition, double matured in oak and sherry casks, der uns selbstverstÃ¤ndlich auch als die viel bessere und wertigere Alternative angepriesen wird. Aber es bleibt bei dem, was wir mit Glenfiddich immer in Verbindung bringen. Kann man trinken, aber warum sollte man, wenn es auch nur einen anderen Single Malt in erreichbarer NÃ¤he gibt? Wobei erreichbar ausgeschrieben wohl &#8222;zu FuÃŸ, innerhalb weniger Stunden, durch halbwegs zivilisiertes Gebiet und Windgeschwindigkeiten unter 200 km/h&#8220; lauten muss. Schon erstaunlich, dass einer der absoluten Giganten auf dem Markt es nicht schafft, auch nur ein einziges Mal eine halbwegs brauchbare AbfÃ¼llung herauszubringen. Es hat schon seinen Grund, dass ich den Namen noch nie bei irgendeinem Tasting gelesen habe.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_134441.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1719 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_134441-150x150.jpg" alt="20160221_134441" width="150" height="150" /></a>Aber seinen Zweck hat er erfÃ¼llt und damit geht es jetzt richtig los. Der erste Besuch ist traditionell bei <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank">Munich Spirits</a> bzw. <a href="http://www.slowdrink.de/" target="_blank">Slowdrink</a>, wo wir nach der allgemeinen BegrÃ¼ÃŸung und ein paar Berichten von den Vortagen dann auch getrÃ¤nketechnisch richtig einsteigen. Pit Krause empfiehlt uns einen <strong>Deanston</strong>, den er direkt bei der Destillerie selber aus dem Fass abgefÃ¼llt hat. Mit 58,9% natÃ¼rlich gleich eine ganz andere Hausnummer, mit wuchtigen Kelleraromen in der Nase. Geschmacklich geht es aber eher in Richtung Honig mit viel Volumen und einem ordentlichen Abgang. So Ã¼berraschend wie angenehm. SpÃ¤ter probieren wir noch den &#8222;normalen&#8220; Deanston und der verliert dann auch wenig Ã¼berraschend auf der ganzen Linie gegen diese AbfÃ¼llung. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_134433.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1720 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_134433-150x150.jpg" alt="Cooley" width="150" height="150" /></a>Pe probiert einen 20jÃ¤hrigen <strong>Cooley</strong> mit 43% und sehr viel Frucht im Glas.</p>
<p>Der erste Single Malt, den ich bewusst getrunken habe, war der 12jÃ¤hrige <strong>Glenlivet</strong>, den ich dann spÃ¤ter auch immer wieder gern getrunken habe. Aber auch Glenlivet geht den Weg, den den meisten grÃ¶ÃŸeren Destillerien inzwischen eingeschlagen haben und ersetzt seine StandardabfÃ¼llungen durch neue ohne Altersangabe, dafÃ¼r mit wohlklingenden Namen und deutlich hÃ¶heren Preisen. Im Glas hat man dann meist etwas aus dem Bereich 4-7 Jahre, das trotz aller MarketingbemÃ¼hungen kaum an die VorgÃ¤nger heranreicht. Noch gibt es den 18jÃ¤hrigen zu einem ausgesprochen fairen Preis und da ich den tatsÃ¤chlich noch nie probiert hab, ist hier die Gelegenheit dazu. Der ist auch in der Tat sehr angenehm, aber aufgrund seines niedrigen Alkoholgehalts auch ziemlich dezent. Kann man schon kaufen, aber so richtig anspringen tut er mich dann doch nicht. Interessant ist allerdings das GesprÃ¤ch mit dem Mitarbeiter von Campari am Stand (die den Import Ã¼bernehmen). Der geht im Moment davon aus, dass Glenlivet zumindest auf absehbare Zeit am 15- und 18jÃ¤hrigen festhalten wird, wenn auch nicht unbedingt am Preis. Zumindest nicht, wenn man es mit Longmorn vergleicht, die hier auch am Stand stehen. Da lÃ¤uft gerade die aktuelle 16jÃ¤hrige AbfÃ¼llung aus und wird im Sommer durch eine neue ersetzt, die dann allerdings deutlich Ã¼ber 100â‚¬ liegen wird. Dazu gibt es dann noch einen 23jÃ¤hrigen, fÃ¼r den man dann knapp 500â‚¬ auf den Tisch legen darf. An der Stelle frage ich dann nochmal nach, ob ich gerade richtig gehÃ¶rt habe. Habe ich. Aber immerhin haben die ja jetzt auch einen neuen ohne Altersangabe fÃ¼r 80â‚¬. Vielen Dank, ich bin dann mal raus.</p>
<p><a href="http://www.singlecaskcollection.at/sites/shop/products/0901.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://www.singlecaskcollection.at/sites/shop/products/0901.png" alt="Tomatin" width="100" height="150" /></a>Dann doch lieber ein Abstecher zu den Jungs der <a href="http://www.singlecaskcollection.at/" target="_blank">Single Cask Collection</a> aus Ã–sterreich. Ãœber deren AbfÃ¼llungen hab ich erst kÃ¼rzlich schon was geschrieben und hier wollen wir auf alle FÃ¤lle was probieren, denn hier lohnt das Einkaufen dann doch deutlich mehr. Bei mir ist es ein <strong>Tomatin</strong> mit 9 Jahren, Bourbon Barrel, 55,7%, der zwar fÃ¼r eine AbfÃ¼llung in FassstÃ¤rke recht leicht, aber schon auch ganz schÃ¶n ist. Pe hat den <strong>Teeling</strong> im Glas, den ich schon auf dem Tasting probiert hatte und der wandert heute auch in den Einkaufskorb. Hier lasse ich mein Geld auch deutlich lieber als in den Marketingabteilungen der groÃŸen Konzerne.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_144115.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1721 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_144115-150x150.jpg" alt="Mackmyra" width="150" height="150" /></a>Nebenan sind die Schweden von <strong>Mackmyra</strong>. Von dem hab ich bislang nur immer wieder gelesen, aber ihn noch nie probiert. Also greife ich zum Svensk Ek, der quasi ihre ReferenzabfÃ¼llung darstellt. Recht fruchtig, zieht ein wenig Speichel, das Holz des Eichenfasses kommt auch raus. Nicht schlecht, kann man schon trinken. Es fehlt aber an KomplexitÃ¤t, was wohl dem Umstand geschuldet ist, dass Mackmyra die Whiskys eher kurz und intensiv in kleinen FÃ¤ssern reifen lÃ¤sst.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_145604.jpg" rel="attachment wp-att-1722"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1722" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_145604-150x150.jpg" alt="Bavarian Moonshine" width="150" height="150" /></a>Eine der Neuheiten auf dieser Messe ist Moonshine. So nannte man wÃ¤hrend der Prohibition in den USA die SchwarzbrÃ¤nde, die im Schutz der Dunkelheit gebrannt und in MarmeladeglÃ¤ser gefÃ¼llt wurden. Auf diese Tradition berufen sich nun ein paar Hersteller und bieten ihre Destillate in solchen GlÃ¤sern an. Das ist erstmal eine witzige Idee und macht sich ganz gut im Regal. Wir probieren an zwei StÃ¤nden, ob der Geschmack da auch mithalten kann. An Stand Nummer 1 (dessen Name ich vergessen habe) ist ein Student damit beschÃ¤ftigt, im Akkord drei Varianten in kleine Plastikbecher zu fÃ¼llen, die auch reichlich Absatz finden. Variante eins ist Moonshine pur und der glÃ¤nzt vor allem durch geschmackliche NeutralitÃ¤t. Das scheint auch dem Hersteller bewusst zu sein, deswegen gibt es noch zwei aromatisierte Varianten. Die eine davon ist rÃ¶tlich und schmeckt wie Wodka mit roter Brause. Von der anderen schlÃ¤gt einem ein penetranter Marzipan- und Apfelgeruch entgegen und der pappige, vÃ¶llig Ã¼bertrieben sÃ¼ÃŸe Geschmack reiht sich da nahtlos ein. Schlimm. Wie man es richtig macht, zeigt der Stand von <strong>Bavarian Moonshine</strong>. Hier stehen Chef und Chefin selber bereit und man merkt ihnen an, dass sie Herzblut in ihr Produkt gesteckt haben. Das hat zwar auch die Geschmacksrichtung &#8222;Apple Pie&#8220;, aber hier ist das richtig gut gelungen. Der Apfel schmeckt nach Apfel, die SÃ¼ÃŸe ist deutlich aber nicht ekelhaft und die 30% Alkohol runden den Geschmack ab, bleiben ansonsten aber gefÃ¤hrlich im Hintergrund. Wenn man seine GÃ¤ste auf einer Party richtig fertig machen will, hat man hier das GetrÃ¤nk seine Wahl gefunden. Der Preis ist auch vÃ¶llig korrekt und so kaufen wir hier ein. Allerdings nicht die kultige Jar, sondern die deutlich praktischere Flasche.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_150458.jpg" rel="attachment wp-att-1724"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1724" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_150458-150x150.jpg" alt="Roy Martin" width="150" height="150" /></a>Inzwischen fordern unsere MÃ¤gen recht eindringlich die Zufuhr fester Nahrung ein. Auf dem Weg zum Essensbereich machen wir aber noch einen kurzen Stop am RaritÃ¤tenstand von <a href="http://www.whiskyraritaeten-langer.de/" target="_blank">Lothar Langer</a>. in der Vergangenheit war das schon mehrfach ein gefÃ¤hrlicher Halt, denn hier finden sich nicht nur rare, sondern vor allem auch oftmals ziemlich spektakulÃ¤re AbfÃ¼llungen. Da die zugehÃ¶rigen Flaschen aber weit auÃŸerhalb meines Budgets liegen und der Reiz, solche ausgefallenen Tropfen mal zu probieren im Laufe der Zeit auch etwas geschwunden ist, hÃ¤lt sich die Gefahr diesmal in Grenzen. TatsÃ¤chlich hat er auch ein paar gÃ¼nstigere Flaschen dabei, unter anderem eine Auswahl an seltenen Blends, die uns sein Mitarbeiter wÃ¤rmstens an Herz legt. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_150505.jpg" rel="attachment wp-att-1725"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1725" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_150505-150x150.jpg" alt="Glendrostan" width="150" height="150" /></a>Mit Blends bin ich in der Vergangenheit nie so richtig warm geworden, da die zwar Ã¼berwiegend recht gefÃ¤llig, aber im gleichen Zug auch eher langweilig sind. Zwei der drei, die wir nun ins Glas bekommen, machen da keine Ausnahme, RaritÃ¤t hin oder her. Aber der meinige ist zumindest in der Tat sehr eigen. Der <strong>Roy Martin</strong> kommt ziemlich breitbeinig daher und erinnert stark an einen Rum. allerdings mit eher herben als sÃ¼ÃŸen Noten. Zu meiner Ãœberraschung gibt es hier obendrein eine gewisse Entwicklung im Mund, die in einen malzigen Nachklang mÃ¼ndet. Nicht uninteressant, aber den mal probiert zu haben, reicht mir dann auch.</p>
<p>Das Essensangebot ist diesmal mehr als ordentlich. Die Gerichte sind Ã¼berwiegend deftig (und mit Whisky), die Portionen reichlich. Pe nimmt einen Eintopf mit Whisky und Rindfleisch, der stark an Gulasch erinnert, bei mir wird es Schinken im Whiskysud mit WurzelgemÃ¼se. Beides kann Ã¼berzeugen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_155505-2.jpg" rel="attachment wp-att-1728"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1728" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_155505-2-150x150.jpg" alt="Cooley" width="150" height="150" /></a>Frisch gestÃ¤rkt machen wir uns nochmal auf den Weg in die Halle. Der erste Stop ist bei <a href="http://www.villakonthor.de/" target="_blank">Villa Konthor</a>, die auch gerne mal attraktive AbfÃ¼llungen im Programm haben. Zu dem Zeitpunkt Ã¼berlege ich noch an einer Alternative zum Teeling der Single Cask Collection und so probiere ich hier einen <strong>Cooley</strong> mit 10 Jahren. Auch der kommt mit reichlich Frucht daher, aber dahinter liegen noch andere Noten, die nicht nur angenehm sind. Ich hab Lakritz in der Nase, David fÃ¼hlt sich an Bierschinken und Aufschnitt erinnert. Nicht Ã¼bel, kommt aber nicht an den Teeling ran. Das mag aber auch durchaus dem Umstand geschuldet sein, dass der Cooley auf TrinkstÃ¤rke verdÃ¼nnt worden ist.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_162222.jpg" rel="attachment wp-att-1729"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1729" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_162222-150x150.jpg" alt="Glentauchers" width="150" height="150" /></a>Ein weiterer Halt auf dem Weg zum Einkaufen ist <a href="http://www.whisky-riegger.de/" target="_blank">Riegger&#8217;s Collection</a>, wo sich ebenfalls einige Falschen auf dem Display finden, die unser Interesse wecken. Ich beginne mit einem 17jÃ¤hrigen <strong>Glentauchers</strong> in FassstÃ¤rke. Leider hab ich mir zu dem keine Notizen gemacht, und so weiÃŸ ich nur noch, dass er mich nicht so richtig Ã¼berzeugt hat. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_162200.jpg" rel="attachment wp-att-1730"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1730" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_162200-150x150.jpg" alt="Glenfarclas" width="150" height="150" /></a>Das Ã¤ndert sich aber mit der zweiten Flasche, einem 99er <strong>Glenfarclas</strong>, den ich ziemlich toll finde. Auch hier hab ich keine Notizen mehr gemacht, kann mich aber an eine recht komplexe Kombination aus grasigen Noten und NÃ¼ssen erinnern. Hier beginne ich nun deutlich zwischen dem und Teeling zu schwanken, vor allem da ich im Moment nichts habe, was in diese Richtung geht. Letztens gewinnt aber doch der Teeling, der in David und Pe auch Ã¼berzeugte FÃ¼rsprecher gefunden hat.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_165053.jpg" rel="attachment wp-att-1731"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1731" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_165053-150x150.jpg" alt="Airigh nam Beist" width="150" height="150" /></a>Nach dem Einkauf sind wir bereit fÃ¼r den Abschluss und den machen wir auch dieses Jahr wieder bei Pit am Slowdrink-Stand. Was besonderes darf es zum Schluss nochmal sein. Allerdings muss das auch was sein, was sich auf der Position noch durchsetzen kann und bei dem die Details nicht untergehen. Bei mir wird das ein <strong>Ardbeg Airigh nam Beist</strong>, den ich das letzte Mal vor gut 10 Jahren auf Islay getrunken habe und als eher untypischen und sehr leichten Ardbeg in Erinnerung hatte. Das war nur teilweise korrekt, denn er hat zwar eine fÃ¼r Ardbeg eher ungewÃ¶hnlich deutliche, schlanke SÃ¼ÃŸe, aber gleichzeitig auch ein schon eher typisches Muskelspiel aus Torf und Rauch. Eine weitere ehemalige AbfÃ¼llung von Ardbeg, um die es schade ist. Ihn nochmal trinken zu kÃ¶nnen, war also sicher kein Fehler. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_170619.jpg" rel="attachment wp-att-1732"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1732" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_170619-150x150.jpg" alt="Aberlour" width="150" height="150" /></a>Knapp besser allerdings die Wahl von Pe mit einem alten 8jÃ¤hrigen <strong>Aberlour</strong>, der trotz der wenigen Jahre im Fass und der vergleichsweise niederen Prozente mit einer FÃ¼lle und KomplexitÃ¤t glÃ¤nzt, wie man sie bei aktuellen AbfÃ¼llungen kaum findet. Beeindruckend. Eine spÃ¤tere Recherche im Netz findet ihn aber auch in Preisregionen, bei denen man nicht weiter Ã¼ber einen Lauf nachdenken muss.</p>
<p>Damit verabschieden wir uns von einer Messe, die sich trotz aller kritischen Entwicklungen letztlich doch wieder gelohnt hat und auf der wir auch viel SpaÃŸ hatten. Also doch wieder bis zum nÃ¤chsten Jahr <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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		<title>41. Whiskytasting von Munich Spirits â€“ Torf &#8211; Rauch &#8211; Islay</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Oct 2014 14:35:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Are you here for the birds or for the whisky? Die Frage wird einem auf Islay, der sÃ¼dlichsten Insel der inneren Hebriden, recht hÃ¤ufig gestellt. Islay ist einerseits einer der zentralen Zwischenstopps der groÃŸen ZugvogelschwÃ¤rme und andererseits Heimat mehrerer Brennereien <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/41-whiskytasting-von-munich-spirits-torf-rauch-islay"><span class="screen-reader-text">  41. Whiskytasting von Munich Spirits â€“ Torf &#8211; Rauch &#8211; Islay</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Are you here for the birds or for the whisky? Die Frage wird einem auf Islay, der sÃ¼dlichsten Insel der inneren Hebriden, recht hÃ¤ufig gestellt. Islay ist einerseits einer der zentralen Zwischenstopps der groÃŸen ZugvogelschwÃ¤rme und andererseits Heimat mehrerer Brennereien mit groÃŸen Namen in der Whiskywelt. Von hier kommen in erster Linie Destillate, die der Landschaft vor der schottischen WestkÃ¼ste entsprechen â€“ harsch, rau und mit Ã¼berwiegend viel Torf. Das ist nicht jedermanns Sache, hat aber in der Szene auch eine ordentliche Anzahl Ã¼berzeugter AnhÃ¤nger. Rechtfertigung genug fÃ¼r ein eigenes Tasting, das sich diesen Whiskys widmet.</p>
<p><span id="more-1561"></span><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/bowmore.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1562" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/bowmore-150x150.jpg" alt="bowmore" width="150" height="150" /></a>Den Anfang macht ein <strong>Bowmore, James MacArthur, Bourbon Cask 960003, 1996-2009, 13 Jahre, 58,8%</strong> aus der Old Masters Serie. In der Nase Ã¼berraschend wenig Torf, dafÃ¼r eher Zitrusnoten. Mit den Bowmores, die ich kenne, hat das wenig bis nichts zu tun, auch wenn sich nach einiger Zeit doch noch der Torf zeigt. Im Mund dominiert der Alkohol, der Bowmore zeigt sich hier ziemlich ruppig. Erst ziemlich am Ende eines eher mittellangen Abgangs kommen ein paar Beerennoten durch. Das ist aber auch das einzige, was ich hier mit Bowmore in Verbindung bringe. Insgesamt ein netter Standard, aber nicht zu dem Preis, den der ursprÃ¼nglich mal hatte. Andererseits braucht er eh deutlich Wasser und so weit runterverdÃ¼nnt ist dann auch der Preis fast wieder in normalen Regionen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/lagavulin.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1563" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/lagavulin-150x150.jpg" alt="lagavulin" width="150" height="150" /></a>Zu den richtig groÃŸen Namen von Islay gehÃ¶rt zweifelsohne <strong>Lagavulin</strong>, hier mit einer <strong>OriginalabfÃ¼llung, 1995-2008, 12 Jahre, 48%, exclusively bottled for Friends of Classic Malts</strong> vertreten. Auch dieser hier ist sehr ungewÃ¶hnlich und von mir nicht als Lagavulin zu erkennen. Statt massivem Rauch gibt es hier einen milden, aber vollmundigen Duft von Honig und NÃ¼ssen. Ã„hnlich wie der Bowmore braucht es ein wenig Luft, um etwas schwarzwÃ¤lder Schinken aus dem Glas zu bringen. Dominant wird der aber auch dann nicht. Geschmacklich hÃ¤lt sich der Torf ebenfalls im Hintergrund, der erste Schluck wirkt tatsÃ¤chlich fast etwas wÃ¤ssrig. Es braucht etwas, bis der leicht bittere Charakter herauskommt. Insgesamt braucht der Zeit im Glas, um sich zu entwickeln, bleibt aber auch dann eher unaufdringlich und untypisch. Den Bowmore schlÃ¤gt er, aber andererseits hatte ich auch schon bessere Lagavulins im Glas.</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/caol_ila.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1564" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/caol_ila-150x150.jpg" alt="caol_ila" width="150" height="150" /></a>Caol Ila</strong> hat einen zweifelhaften Ruf bei den Whiskyfans, da es sich hierbei um die industriellen Massenproduzenten auf der Insel handelt. Der Fertigungsprozess hat hier mit den nostalgischen Bildern, die man bei Whisky im Kopf hat, endgÃ¼ltig nichts mehr zu tun. Trotzdem muss man sagen, dass sie immer wieder richtig gute Tropfen im Sortiment haben. Hier haben wir einen ziemlich alten, <strong>Whiskies of Scotland, 30 Jahre, 53,6%</strong>. Da ist die Erwartungshaltung dann doch recht hoch, auch wenn mich Caol Ila bislang vor allem bei den sehr jungen Ã¼berzeugt hat. Der Geruch ist aber schon mal ziemlich mÃ¤chtig und auch richtig schÃ¶n. Ganz kurz ist eine Assoziation zu LÃ¶sungsmittel da, die aber sofort einem reifen Pfirsich weicht. Der Torf steht auch hier eher im Hintergrund. Im Mund ist er wÃ¼rzig, mit Holz und Leder. Der Abgang bringt bittere TÃ¶ne hervor, dann ganz spÃ¤t etwas Malz. Trotz FassstÃ¤rke braucht der ziemlich groÃŸe Schlucke, um zur Geltung zu kommen. Insgesamt ganz schÃ¶n, aber nicht Ã¼berragend.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/auriverdes.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1565" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/auriverdes-150x150.jpg" alt="auriverdes" width="150" height="150" /></a>Mit Nummer vier wird es dann schlagartig typisch; man muss nur in die NÃ¤he der GlÃ¤ser gehen, um Islay pur zu bekommen. <strong>Ardbeg Auriverdes, 49,9%</strong>. Der Auriverdes ist die aktuelle limitierte SonderabfÃ¼llung von Ardbeg, die sie inzwischen regelmÃ¤ÃŸig auf den Markt bringen und die genauso regelmÃ¤ÃŸig innerhalb kÃ¼rzester Zeit vÃ¶llige Phantasiepreise auf Ebay aufrufen. Der Vorwurf, dass es sich hierbei mehr um geschicktes Marketing denn um guten Whisky handelt, ist aber aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt. Mit Ausnahme des Galileo fand ich bislang alle diese AbfÃ¼llungen ziemlich gelungen, wenn auch in der Tat etwas zu teuer. Der Auriverdes macht also wie gesagt schon beim ersten Atemzug Ã¼ber dem Glas klar, aus welcher Destillerie er kommt. Da ist mÃ¤chtig Torf drin, dahinter ein wenig Frucht. Im Mund bleibt er wuchtig. Kohle, Teer, herbe FrÃ¼chte, nach etwas Zeit im Glas kommt mehr SÃ¼ÃŸe dazu und der Rauch schwÃ¤cht sich ab. Im Abgang kommt Kaffee dazu. GefÃ¤llt mir ausgesprochen gut und gewinnt den ersten Teil des Abends vÃ¶llig problemlos.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/cairdeas.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1566" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/cairdeas-150x150.jpg" alt="cairdeas" width="150" height="150" /></a>Nach der Essenspause bleibt es massiv. <strong>Laphroaig Cairdeas 2014, 51,4%</strong>. Wie auch beim Ardbeg gibt es hier keine Altersangabe, die hierfÃ¼r verwendeten Whiskys waren wohl zwischen 5 und 10 Jahren im Bourbon- und danach noch ein Jahr in Amontillado-FÃ¤ssern. Ebenfalls wie beim Auriverdes verheimlicht auch der Cairdeas nicht, wo er herkommt. Der typische medizinische Torfgeruch macht sofort klar, um welche Brennerei es sich handelt. Auch der Geschmack ist ganz klar Laphroaig, hier aber kombiniert mit einer angenehmen SÃ¼ÃŸe durch die SherryfÃ¤sser. Etwas ungewÃ¶hnlich ist die Entwicklung. Es beginnt herb, dann kommt der Sherry und schlieÃŸlich noch Frucht, die man eher nicht erwarten wÃ¼rde. Insgesamt sehr gut, wenn auch dem vermutlich eher geringen Alter und der FassstÃ¤rke geschuldet recht ruppig.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/port_charlotte.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1567" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/port_charlotte-150x150.jpg" alt="port_charlotte" width="150" height="150" /></a>Die extremsten AbfÃ¼llungen in Bezug auf Torf kommen zwischenzeitlich von Bruichladdich, wenn auch nicht unter eigenem Namen. Hier haben wir eine ClubabfÃ¼llung zum 100. NÃ¼rnberger Whiskystammtisch â€“ <strong>Port Charlotte, fresh Irish hogshead 630, 10 Jahre, 63%</strong>. Wie die meisten Port Charlottes, die ich bislang probiert hab, ist mir das klar zu viel des Guten. Schon beim Geruch hat man den Einruck, dass hier statt Gerste SchwarzgerÃ¤uchertes destilliert wurde. Dahinter gibt es eine schwere SÃ¼ÃŸe. Im Mund ist er genau so extrem, wie der Geruch es vermuten lÃ¤sst. Pur ist mir das zu krass; mit Wasser ist er trinkbar, aber auf solche Torfattacken hab ich trotzdem nur sehr selten Lust. Von der Halbliterflasche PC5, die ich 2007 von Islay mitgebracht habe, ist auch noch die HÃ¤lfte drin.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/octomore.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1568" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/octomore-150x150.jpg" alt="octomore" width="150" height="150" /></a>Den Abschluss macht der vermeintlich extremste Whisky, ebenfalls von Bruichladdich: <strong>Octomore 06.1_167, 5 Jahre, 57%</strong>. Die Octomore-AbfÃ¼llungen sind das Experiment, wie viel Torf man Ã¼berhaupt in einen Whisky reinbekommen kann. Hier sind es 167 ppm und damit gut das Vierfache von dem, was die AbfÃ¼llungen von Laphroaig, Ardbeg oder Lagavulin normalerweise aufweisen. Das klingt vÃ¶llig verrÃ¼ckt, funktioniert aber nicht nur Ã¼berraschend gut, sondern ist im Ergebnis auch wesentlich weniger extrem als bei Port Charlotte. Der Geruch ist ganz eigen, aber nicht in erster Linie torfig, sondern eher fruchtig und frisch. Am Tisch fÃ¤llt die Assoziation Cheese Cake mit Mandarinen und das passt ziemlich gut. Der Geschmack ist zwar krÃ¤ftig, aber ebenfalls weit weniger torfig als man erwarten sollte. Torf kommt insgesamt eher zum Schluss durch, davor gibt es starke Fruchtigkeit mit einem durchaus angenehmen Biss. Das alles ist aus meiner Sicht nicht nur eine sehr gelungene Komposition, sondern auch vÃ¶llig einzigartig. Ich kenne nichts vergleichbares. FÃ¼r mich der klare Gewinner des Abends und wenn der nicht so derbe teuer wÃ¤re, hÃ¤tte ich den schon zu Hause im Regal stehen.</p>
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		<title>Beauty and the Beast II &#8211; Tasting (Glenmorangie und Ardbeg vertikal)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2014 20:48:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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		<category><![CDATA[Slowdrink]]></category>
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					<description><![CDATA[Die SlowDrink-Tastings von Pit Krause sind immer etwas besonderes. Auch in diesem Blog hab ich ihnen schon mehrfach gebÃ¼hrend gehuldigt. Das diesmalige war ein Vertikal-Tasting Ã¼ber die Ranges von Glenmorangie und Ardbeg, die beide zu MoÃ«t Hennessy Louis Vuitton gehÃ¶ren. <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/beauty-and-the-beast-ii-tasting-glenmorangie-und-ardbeg-vertikal"><span class="screen-reader-text">  Beauty and the Beast II &#8211; Tasting (Glenmorangie und Ardbeg vertikal)</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/beauty_end_beast_range.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1463" alt="beauty_end_beast_range" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/beauty_end_beast_range-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Die SlowDrink-Tastings von Pit Krause sind immer etwas besonderes. Auch in diesem Blog hab ich ihnen schon mehrfach gebÃ¼hrend gehuldigt. Das diesmalige war ein Vertikal-Tasting Ã¼ber die Ranges von Glenmorangie und Ardbeg, die beide zu MoÃ«t Hennessy Louis Vuitton gehÃ¶ren. UnterstÃ¼tzt wurde er dabei von Michael Scheibe von ebendiesem Konzern, der mit etlichen Anekdoten und Hintergrundinformationen mehr als einen Blick hinter die Kulissen der beiden Brennereien erlaubt hat und obendrein ein guter Sparringspartner fÃ¼r Pit war. Stattgefunden hat das ganze einmal mehr im ziemlich urigen historischen Irish Pub von Mike Nagel.<span id="more-1462"></span><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/glasses.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1469" alt="glasses" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/glasses-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Ein Hinweis an dieser Stelle. Aus gesundheitlichen GrÃ¼nden war es mir leider nicht erlaubt, die Whiskys an diesem Abend zu trinken. Um es mit den Worten meines Arztes zu sagen: â€žDes kannst knicken!â€œ. Da ich mir die Sachen aber nicht entgehen lassen wollte, war ich trotzdem anwesend, habe mich schweren Herzens aufs Riechen beschrÃ¤nkt und mir alles in Sampleflaschen abgefÃ¼llt. Da sich das mit der Gesundheit leider noch lÃ¤nger hingezogen hat, folgt dieser Bericht nun mit gehÃ¶riger VerzÃ¶gerung (und leider nicht mehr ganz so frischer Erinnerung). Ich bitte darum, mir dies nachzusehen.</p>
<p>Ziel des Abends war es, sich den beiden Destillen anzunÃ¤hern und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb ihrer Whiskys zu ergrÃ¼nden. Die Aufteilung war damit naturgemÃ¤ÃŸ vorgegeben â€“ erst Glenmorangie, dann Ardbeg.</p>
<p><strong>Glenmorangie â€žThe Originalâ€œ, 10 y.o., 40% vs. Glenmorangie 10 y.o., 40%, â€žfrom the 80iesâ€œ</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/old_and_young.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1464" alt="old_and_young" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/old_and_young-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Zur ErÃ¶ffnung ein Vergleich zwischen dem aktuellen 10jÃ¤hrigen und einem 10jÃ¤hrigen aus den 80ern. Diese AbfÃ¼llung ist der Signature-Whisky von Glenmorangie, der den Stil des Hauses definiert. Gerade hier ist es also interessant, die Entwicklung zu vergleichen. Schon in der Nase zeigen sich hier auch deutliche Unterschiede. Auch wenn der Grundcharakter Ã¤hnlich ist, so zeigt sich die moderne Variante sehr viel sÃ¼ÃŸlicher und voller, mit deutlichen Honignoten und reifer Frucht oder gebackener Banane. Die Variante aus den 80ern hat mehr florale, grasige und zitronige Noten. Die Fruchtanteile sind ebenfalls da, erinnern aber eher an grÃ¼nen Apfel. Das setzt sich auch im Geschmack fort. Beides ist typischer Single Malt aus dem Bourbonfass, aber bei der neuen Variante findet sich mehr SÃ¼ÃŸe, Vanille und Karamell. Die alte Version ist herber, wÃ¼rziger, aber auch etwas langweiliger. Die 40% TrinkstÃ¤rke fallen hier auch deutlich negativer auf als bei der neuen Variante, die insgesamt voller und reifer schmeckt. Hier hat man aus meiner Sicht im Laufe der Jahre den Whisky nicht nur weiterentwickelt, sondern durchaus optimiert.</p>
<p><strong>Glenmorangie Cask Masters</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cask_a.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1465" alt="cask_a" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cask_a-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Die nÃ¤chsten drei Whiskys waren eine Besonderheit, an die der Normalsterbliche normalerweise nicht rankommt. Bevor man sich bei Glenmorangie fÃ¼r eine neue AbfÃ¼llung mit besonderen FÃ¤ssern entscheidet, wird die engere Auswahl intern verkostet und der Sieger gekÃ¼rt, der dann auf den Markt kommt. Genau diese Auswahl konnten wir nun auch probieren (also wir im Sinne von: die anderen) und unsere Wahl treffen. Zur Auswahl standen <strong>Cask A: Grand Cru Burgundy, Cask B: Grand Cru Bordeaux und Cask C: Manzanilla</strong>. Der erste aus dem Burgunderfass war hierbei der Favorit der meisten Anwesenden. FÃ¼r mich, der ich nur riechen konnte, war der allerdings an diesem Abend der Verlierer. Zwar ist er in der Nase sehr eigenstÃ¤ndig, aber da ist irgendeine durchdringende, sÃ¤uerliche Note drin, die ich nicht genau festmachen kann und die ich als ziemlich stÃ¶rend empfinde. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cask_b.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1466" alt="cask_b" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cask_b-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Wie ich inzwischen feststellen konnte, ist der Geschmack Ã¼berraschend sÃ¼ÃŸlich, der WeiÃŸwein kommt hier deutlich durch und zwar bis zum Schluss. Sehr eigener Charakter und durchaus interessant. Nummer zwei aus dem Bordeauxfass war an dem Abend mein Favorit. Ich hab inzwischen ein paar Whiskys getrunken, die im Rotweinfass nachgereift wurden und fand das immer spannend. Auch hier gefallen mir die Erdbeernoten, den Geruch finde ich nach wie vor Klasse. Leider hÃ¤lt der Geschmack nicht mit, da wirkt das alles etwas platt. Herbe Frucht, ein bisschen Leder, insgesamt recht trocken. Leider passiert da auch im Abgang wenig, der Geschmack bleibt zwar lang im Mund, aber entwickelt sich kaum. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cask_c.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1467" alt="cask_c" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cask_c-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Letztlich wÃ¼rde ich mich nach der Verkostung tatsÃ¤chlich auch fÃ¼r Nummer 3 aus dem Manzanillafass entscheiden, die es dann auch bei Glenmorangie geworden ist â€“ der aber an diesem Abend die wenigsten Teilnehmer Ã¼berzeugen konnte. Den Geruch hatte ich ganz anders in Erinnerung. Das geht so weit, dass ich ernsthaft Ã¼berlegt hab, ob da nicht vielleicht beim Etikettieren was durcheinander geraten ist. An dem Abend erschien der mir wie ein typischer Whisky aus dem Sherryfass. Nicht schlecht, aber unspektakulÃ¤r. Nun finde ich ihn gar nicht mehr so typisch. In der Nase erinnert er eher an Sekt als an Sherry. Keine SÃ¼ÃŸe, sondern sehr herb und keine SchwefeltÃ¶ne. Nach dem ersten Schluck gefÃ¤llt mir auch der Geruch immer besser. Im Mund setzt sich die trockene Note fort und nicht die SÃ¼ÃŸe, die der Sherry erwarten lassen wÃ¼rde. Wikipedia sagt mir, dass das ein trockener, weiÃŸer Sherry ist und das erklÃ¤rt den Geschmack recht gut. Die Entwicklung im Mund gefÃ¤llt mir auch gut, vom trockenen WeiÃŸweinton Ã¼ber leicht bittere Noten bis hin zu einer ganz dezenten, gefÃ¤lligen SÃ¼ÃŸe. Doch, das wÃ¤re jetzt insgesamt auch meine Wahl.</p>
<p><strong>Glenmorangie Nectar D&#8217;Ã’r und Signet</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/the_beauty_and_the_beast.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1468" alt="the_beauty_and_the_beast" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/the_beauty_and_the_beast-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>An dieser Stelle weiche ich etwas von der Reihenfolge des Abends ab. Den Nectar D&#8217;Ã’r gab es erst zum Schluss in Kombination mit Essen. Da ich daran aber ja dank Abstinenz nicht teilnehmen konnte, hab ich das Sample an dieser Position verkostet. Der Nectar D&#8217;Ã’r ist ein zehnjÃ¤hriger Glenmorangie aus dem Bourbonfass, der zwei weitere Jahre im Sauternes-Fass nachgereift wurde. Das lÃ¤sst eher sÃ¼ÃŸe Noten vermuten und genau so ist es auch. In der Nase ist er sehr fruchtig und sÃ¼ÃŸ, mit viel Zitrus und etwas Honig. Ganz am Anfang findet sich ein wenig SchÃ¤rfe im Glas, die aber schnell verfliegt. Im Mund setzt sich der Eindruck fort, SÃ¼ÃŸe, Zitrus, etwas Honig, aber ebenso leicht wÃ¼rzige Noten, die das Ganze ausgleichen und nicht eintÃ¶nig werden lassen. Der Abgang ist Ã¼berraschend lang, mit weiteren wÃ¼rzigen Noten und etwas Malz am Ende. GefÃ¤llt mir insgesamt recht gut, das Ergebnis ist durchaus harmonisch geworden. Deutlich plakativer gibt sich der Signet. Hier wurde mit gerÃ¶stetem Malz und speziellen FÃ¤ssern gearbeitet, um neue Geschmacksextreme auszuloten. In dem Fall Kaffeenoten und die nicht zu knapp. Schon in der Nase erinnert das eher an KaffeelikÃ¶r als an Whisky. Dazu kommt dunkle Schokolade und ein Hauch Bitterorange. Im Mund findet sich ebenfalls viel Kaffee und auch etwas GewÃ¼rz. Der Abgang ist herb mit ein paar frischen Noten dazu und nicht ganz so lang, wie ich erwartet hÃ¤tte. Ich hab den vor gut einem Jahr am gleichen Ort und ebenfalls mit Pit schon mal verkostet und mein Urteil fÃ¤llt auch diesmal Ã¤hnlich aus: eher interessant als zwingend. Es ist spannend zu sehen, was man mit Malz und speziellen FÃ¤ssern alles an Geschmacksnoten herauskitzeln kann, aber zu dem Preis wÃ¼rde ich mir den nicht ins Regal stellen.</p>
<p><strong>Glenmorangie Quarter Century und 1971</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/quarter_century.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1470" alt="quarter_century" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/quarter_century-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Die beiden exklusivsten AbfÃ¼llungen gibt es bei mir zum Schluss, am betreffenden Abend waren sie frÃ¼her im Programm, um sie wirklich genieÃŸen zu kÃ¶nnen. Fangen wir mit dem 25jÃ¤hrigen an. Das Flaggschiff der regulÃ¤ren AbfÃ¼llungen kommt in einer geschmackvollen Flasche und zeigt sich auch im Glas mit einer schÃ¶nen goldbraunen FÃ¤rbung. Der Geruch ist extrem mild und weich, komplett ohne Alkohol, dafÃ¼r mit sÃ¼ÃŸen Fruchtnoten von Pflaumen und getrockneten Aprikosen, dahinter ein wenig Schokolade. Das gefÃ¤llt mir schon mal sehr gut. Im Mund kommen dunkle Beeren dazu und auch hier ist er sehr mild. FÃ¼r meinen Geschmack etwas zu mild, der Abgang ist zwar lang und bringt noch ein paar schÃ¶ne GewÃ¼rznoten raus, ist aber fast ein wenig wÃ¤ssrig. Hier sind die 43% fÃ¼r mich einen Tick zu schwachbrÃ¼stig, in FassstÃ¤rke wÃ¤re das ein richtig toller Tropfen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/glenmo_1971.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1471" alt="glenmo_1971" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/glenmo_1971-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Die AbfÃ¼llung von 1971 (deren Alter leider nicht bekannt ist oder ich hab es vergessen) zeigt sich dagegen erst mal ungewÃ¶hnlich. In der Nase hÃ¤tte ich den nicht als Glenmorangie identifiziert, da ist er sehr eigen. Eine Note ist sehr dominant, aber ich kann sie nicht so richtig festmachen. Erdig, nach Wurzeln oder Harz. Die Frucht bleibt eher dahinter, die typischen Bourbonfass-Noten kann ich auch bestenfalls erahnen. Im Mund gibt es dann doch etwas Frucht, allerdings auch eher herb. Vielleicht grÃ¼ne Banane? Erst im Abgang wird er typischer, da kommt nach etwas GewÃ¼rz eine HonigsÃ¼ÃŸe und auch mehr Frucht dazu. Das ist auf alle FÃ¤lle interessant, denn wÃ¤hrend alle anderen Glenmorangies an diesem Abend den gleichen Grundcharakter hatten und nur auf diesem variiert wurden, zeigt der eine recht andere Seite. Der typische Geschmack scheint sich also erst spÃ¤ter durchgehend entwickelt zu haben.</p>
<p><strong>Ardbeg â€žAn engineer&#8217;s lunch-boxâ€œ, The Scotch Malt Whisky Society 33.124, 7 y.o., 59,7%</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/lunch-box.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1474" alt="lunch-box" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/lunch-box-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Im zweiten Teil des Abends standen verschiedene Ardbegs auf dem Programm. Ich weiche hier wieder von der Reihenfolge ab, da ich die Samples zu Hause an verschiedenen Abenden getrunken habe und somit nicht darauf achten musste, dass sie nacheinander funktionieren. ErÃ¶ffnet habe ich mit einem recht jungen Ardbeg der Scotch Malt Whisky Society. Deren AbfÃ¼llungen sind einerseits nerdigerweise immer nummeriert (wobei der erste Teil der Nummer fÃ¼r die Destillerie steht und der zweite die Nummer der AbfÃ¼llung fÃ¼r diese ist), tragen andererseits aber immer sehr schÃ¶ne beschreibende Namen. An engineer&#8217;s lunch-box ist als ziemlicher ruppiger und krÃ¤ftiger Geselle ausgewiesen, mit der Trinkempfehlung <em>â€žAfter getting one&#8217;s hands dirty in the workshopâ€œ.</em> In der Nase ist er in der Tat wie zu erwarten krÃ¤ftig, jung und frisch. Der Rauch kommt deutlich raus, dahinter gibt es aber sehr sÃ¼ÃŸe Noten. In der Beschreibung wird Popcorn genannt und das trifft es ziemlich gut. Die anderen Assoziationen wie Pekannuss oder gar Kompost kann ich aber nicht finden. Wenig Ã¼berraschend ist auch der Geschmack recht krÃ¤ftig, bringt aber auch mehr Reife mit sich als das recht junge Alter vermuten lÃ¤sst. Erst ist er sehr herb, dann kommen dunkle Beeren hinzu und nach einer ziemlich langen Entwicklung wird er sehr sÃ¼ÃŸ. GefÃ¤llt mir sehr gut, gerade auch fÃ¼r sein Alter.</p>
<p><strong>Ardbeg Ardbog, 52,1%</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/ardbog.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1475" alt="ardbog" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/ardbog-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>In den letzten Jahren hat Ardbeg alle ein bis zwei Jahre eine spezielle AbfÃ¼llung herausgebracht und jeweils mit gehÃ¶rigem MarketinggetÃ¶se beworben. Das war zwar immer ziemlich gut gemacht, hat aber auch einen Hype um die AbfÃ¼llungen ausgelÃ¶st, der mir auf Dauer ziemlich unsympathisch geworden ist. Bei jeder Neuerscheinung wurde der Run irrsinniger, die Preise gingen binnen Tagen vÃ¶llig durch die Decke und man hatte eher den Eindruck, mit Aktienspekulanten zu tun zu haben als mit GenieÃŸern. Noch dazu waren nicht alle dieser AbfÃ¼llungen wirklich gelungen. Den Galileo, den ich zu einem noch halbwegs akzeptablen Preis auf einer Messe probieren konnte, fand ich beispielsweise vÃ¶llig enttÃ¤uschend und hatte eher den Eindruck, dass man hier eine drittklassige Charge an verrÃ¼ckte aber ahnungslose Freaks verticken will (Eine Vermutung, die Michael Scheibe recht glaubwÃ¼rdig bestritten hat. TatsÃ¤chlich hat man sich bei den verschiedenen AbfÃ¼llungen schon auch geschmacklich was gedacht und verschiedene Fassnachlagerungen ausprobiert, um unterschiedliche Aspekte von Ardbeg deutlich zu machen). Als das ganze beim Ardbog noch schlimmer wurde, hatte ich eigentlich schon gar keine Lust mehr darauf, und insgesamt auch immer weniger auf Ardbeg insgesamt. Zu unrecht, wie sich herausstellen sollte. Durch die AusfÃ¼hrungen von Michael konnte zum einen die Destille an sich wieder Boden bei mir gutmachen, zum anderen hab ich auch durch die Verkostung wieder richtig Lust auf die AbfÃ¼llungen bekommen. Vor allem eben wegen des Ardbog, der mich dann wider Erwarten doch richtig Ã¼berzeugt hat.<br />
In der Nase kommt erst mal wie gewohnt der krÃ¤ftige Schinken. Dem entgegen steht aber noch mehr Frucht als bei den StandardabfÃ¼llungen. Das geht vor allem in Richtung TrockenfrÃ¼chte. Dahinter gibt es noch deutliche salzige Noten. Sehr voluminÃ¶s und dabei aber gut ausgewogen. Im Mund ist er voll, aber sehr weich und beinahe cremig. Der Rauch bleibt Ã¼berraschend weit im Hintergrund, von SchÃ¤rfe und Alkohol ist trotz der FassstÃ¤rke nichts zu schmecken. DafÃ¼r gibt es auch hier TrockenfrÃ¼chte, NÃ¼sse und ein paar GewÃ¼rznoten. Der Abgang ist sehr lang und ebenfalls voluminÃ¶s, mit viel Schmelz und SÃ¼ÃŸe. Ganz zum Schluss bleiben salzige Noten im Mund. Was soll ich sagen, ich bin wirklich begeistert. Aber trotzdem nicht bereit, die Preise zu zahlen, die inzwischen leider fÃ¼r die Flaschen aufgerufen werden.</p>
<p><strong>Ardbeg Cadenhead&#8217;s Authentic Collection, 19 y.o., 1993 â€“ July 2013, Bourbon Hogshead, 57,9%</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cadenheads.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1476" alt="cadenheads" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cadenheads-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Im Gegensatz zu den in besonderen FÃ¤ssern nachgelagerten AbfÃ¼llungen haben wir hier einen Ardbeg, der nur ein Bourbonfass gesehen hat. Das lÃ¤sst einen eher straighten Whisky erwarten und genau so ist es auch. Sowohl in der Nase als auch im Mund bekommt man hier Torf, etwas Vanille und Frucht und sonst eher nichts. Was mir bei den Highlandwhiskys meist sehr gut gefÃ¤llt, ist mir bei den sehr rauchigen aber gern mal zu eindimensional. So auch hier. Mir fehlt einfach ein geschmackliches Gegengewicht, das das Ganze interessant macht. Nur Schlechtwetterwhisky aus der RÃ¤ucherkammer ist mir einfach zu wenig. Von dem her ist diese AbfÃ¼llung zwar mal ganz interessant um den â€žreinenâ€œ Ardbeg schmecken zu kÃ¶nnen. Die in entsprechenden FÃ¤ssern ausgebauten Varianten bieten aber wesentlich mehr Genuss.</p>
<p><strong>Ardbeg â€žThe Old Malt Caskâ€œ, 26 y.o., 1974 â€“ Februar 2001, 50 % </strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/old_malt_cask.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1477" alt="old_malt_cask" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/old_malt_cask-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Ganz zum Schluss noch ein Tropfen der Sorte â€žwenn Ã¼berhaupt, dann nur noch zu Preisen erhÃ¤ltlich, zu denen man schon fast einen Gebrauchtwagen bekommtâ€œ. Ein alter Ardbeg aus der Zeit, in der der Charakter der Destillerie noch ein anderer war als bei den modernen AbfÃ¼llungen. FÃ¼r nicht wenige stellen die Ardbegs aus der â€žguten alten Zeitâ€œ absolute Kultobjekte dar. So ganz teile ich das nicht und bin durchaus Fan der neuen Ausrichtung. Nichtsdestotrotz durfte ich schon alte Ardbegs verkosten, die wirklich verdammt gut waren. In der Nase geht der auch in diese Richtung. Eher wenig Torf und Rauch, dafÃ¼r sehr komplex mit Zitrus, Birne, Honig und GewÃ¼rznoten, die ich nicht genau benennen kann. Toll. Allerdings Ã¼berzeugt er mich dann geschmacklich weit weniger als beim Geruch. Hier dreht sich das VerhÃ¤ltnis nÃ¤mlich wieder und der Rauch ist Ã¼berraschend deutlich, wÃ¤hrend die Frucht sich eher im Hintergrund hÃ¤lt. AuÃŸerdem ist er fÃ¼r sein Alter ungewÃ¶hnlich ruppig. Auch der Abgang bleibt krÃ¤ftig und etwas bitter, bringt aber weniger KomplexitÃ¤t als die Nase verspricht. Sorry Pit, aber hier kann ich die Begeisterung nicht so ganz teilen. Ãœber oberes Mittelfeld kommt der leider nicht raus und auch da wÃ¼rde ich ihn nur des wirklich tollen Geruchs wegen sehen. Was bin ich froh, dass mir die bezahlbaren besser schmecken <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Den letzten Teil der Verkostung â€“ verschiedene AbfÃ¼llungen von Glenmorangie und Ardbeg in naheliegenden oder auch ausgefallenen Kombinationen mit verschiedenen Speisen â€“ hab ich mir geschenkt, da er nur wenig Sinn ergibt, wenn man nur riechen kann. Somit sind mir zwar nicht nur einige spannende Erkenntnisse, sondern auch mit Sicherheit auch die eine oder andere Anekdote entgangen. Aber man kann eben nicht alles haben.</p>
<p>Ich danke trotzdem allen Beteiligten fÃ¼r einen sehr interessanten und ausgesprochen kurzweiligen Abend, der alle Erwartungen erfÃ¼llen konnte (und die waren nicht niedrig!). Hoffentlich gibt es wieder mal etwas entsprechendes!</p>
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		<title>Finest Spirits MÃ¼nchen 2010</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 21:47:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie jedes Jahr im Februar war es wieder Zeit fÃ¼r das Whisky-Festival in MÃ¼nchen. Inzwischen findet das alles unter dem Namen Finest Spirits statt, da man sich nicht mehr nur auf Whisky beschrÃ¤nken, sondern sich langsam zu einer allgemeinen Spirituosen-Messe <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/alltag/finest-spirits-munchen-2010"><span class="screen-reader-text">  Finest Spirits MÃ¼nchen 2010</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Wie jedes Jahr im Februar war es wieder Zeit fÃ¼r das Whisky-Festival in MÃ¼nchen.  Inzwischen findet das alles unter dem Namen <a href="http://www.finest-spirits.com" target="_blank">Finest Spirits</a> statt, da man sich nicht mehr nur auf Whisky beschrÃ¤nken, sondern sich langsam zu einer allgemeinen Spirituosen-Messe entwickeln mÃ¶chte. Diese Entwicklung ist einerseits zu begrÃ¼ÃŸen, denn es gibt natÃ¼rlich auch auÃŸerhalb des Whiskyuniversums spannendes zu entdecken. Andererseits sollte man aber darauf achten, dass das ganze nicht zu groÃŸ und zu beliebig wird. Noch beschrÃ¤nkt man sich weitestgehend auf besonderes und ausgefallenes und das sollte meiner Meinung nach auch weiterhin so bleiben.</p>
<p><span id="more-399"></span></p>
<p>Da die RÃ¤umlichkeiten auf der Praterinsel letzten Sommer geschlossen wurden, musste man auÃŸerdem einen Ortswechsel vornehmen, was aber aufgrund der Erweiterung wohl eh nÃ¶tig gewesen wÃ¤re. Eine neue Location wurde im Neuen Forum im Deutschen Museum gefunden, das auch die Imax-Kinos beherbergt. Nicht die schlechteste Wahl, denn hier ist nicht nur ausreichend Platz (inklusive TagungsrÃ¤umen fÃ¼r die Master Classes), sondern die RÃ¤ume bieten haben auch genÃ¼gend Stil und Charme fÃ¼r die Veranstaltung. Einziges Manko ist der Restaurantbereich, denn die Handvoll kleiner Tische bietet viel zu wenig Leuten Platz zum Essen. Da war das Cateringzelt auf der Praterinsel deutlich besser geeignet und irgendwie auch einfach kultiger.</p>
<p>Ach ja, die beiden Ã¤lteren Damen an der Garderobe waren mit dem Besucherandrang wohl auch etwas Ã¼berfordert. Jedenfalls hat es durchaus Sinn gemacht, sich das erste GetrÃ¤nk vorher zu holen und sich damit in die Schlange zu stellen.</p>
<p>Bei uns war das kein Whisky, sondern ein Obstbrand. Die Brennerei <a href="http://www.brennerei-ziegler.de" target="_blank"><strong>Ziegler</strong></a> hatte ihre Stand gÃ¼nstigerweise ganz vorne und einer der Gutscheine war fÃ¼r eben diesen Stand. Also kurz das Sortiment gescannt und ein ErÃ¶ffnungsglÃ¤schen geholt. Bei mir war das ein <strong>Alter Apfel</strong>, im Holzfass gereift. Die anderen hatten Alte Zwetschge und Williams. Allen war ein ausgesprochen feiner und intensiver Geruch gemein und ein ebensolcher Geschmack. Keine SchÃ¤rfe, intensives Obst &#8211; groÃŸe Klasse. Durch die Fasslagerung hat vor allem der Alte Apfel noch ein gutes StÃ¼ck gewonnen. Kann man auf alle FÃ¤lle empfehlen.</p>
<p>Beim Weiterschlendern kamen wir direkt am <a href="http://www.classic-malts.de" target="_blank"><strong>Talisker</strong></a>-Stand vorbei. Und da auch die einen Gutschein auf der Eintrittskarte hatten, haben wir hier den Einstieg in den Whisky gestartet. Bei mir war das der <strong>Talisker 57Â° North</strong>, der seinen Namen deswegen trÃ¤gt, weil er auf genau 57% verdÃ¼nnt wurde. Laut Talisker der ideale Alkoholgehalt fÃ¼r diesen Whisky und damit liegen sie nicht mal verkehrt. Zwar ist der Geschmack nicht besonders langanhaltend, aber er explodiert dafÃ¼r fÃ¶rmlich im Mund und fÃ¼llt sofort alles aus. Eigentlich stehe ich ja eher auf eine langsame Geschmacksentwicklung, aber hier finde ich das gar nicht mal schlecht.</p>
<p>Von dort aus haben wir den Stand von <a href="http://www.munich-spirits.de" target="_blank"><strong>Munich Spirits</strong></a> schon gesehen und natÃ¼rlich gleich auf ein Hallo vorbeigeschaut. Das hat sich auch sofort ausgezahlt, denn die Jungs hatten noch Freikarten fÃ¼r die nÃ¤chste Master Class Ã¼brig, die wir natÃ¼rlich nicht abgelehnt haben. Also hoch in die TagungsrÃ¤ume, wo ein paar Minuten spÃ¤ter die <strong><a href="http://www.makersmark.com" target="_blank">Maker&#8217;s Mark</a> Master Class</strong> begonnen hat. Eine Dreiviertelstunde lang wurden wir mit Informationen Ã¼ber Bourbon im Allgemeinen und Maker&#8217;s Mark im Speziellen gefÃ¼ttert (in ziemlich hohem Tempo). Dazu gab es den Whisky in seinen verschiedenen Altersstufen, um den Entwicklungsprozess nicht nur zu hÃ¶ren, sondern auch zu schmecken. Sehr schÃ¶ne Idee und gut umgesetzt, wenn aufgrund der begrenzten Zeit vielleicht auch etwas hektisch. Der erste Schritt war der &#8222;White Dog&#8220;, der New Make von Maker&#8217;s Mark. Ich hab schon den New Make von Kilchoman und Laphroaig getrunken und dieser hier hat sich nicht grundlegend unterschieden. Klar, sÃ¼ÃŸ, schnapsig und fruchtig, eher wie ein Obstbrand denn ein Whisky. In dem Stadium wÃ¼rde ich keinen Whisky erkennen oder auch unterscheiden kÃ¶nnen. Der nÃ¤chste war der einjÃ¤hrige, durch die neuen EichenfÃ¤sser und die Lagertemperaturen schon deutlich gefÃ¤rbt und auch geschmacklich schon klar als Whisky zu erkennen, wenn auch eben als recht unreifer Geselle. Weiter ging es mit dem zweijÃ¤hrigen, der schon einen recht typischen Bourbongeschmack hat. Mit den dreien im direkten Vergleich konnte man die geschmackliche Entwicklung wirklich sehr schÃ¶n nachvollziehen. Dann natÃ¼rlich quasi der HÃ¶hepunkt &#8211; der vierjÃ¤hrige Maker&#8217;s Mark (und damit der einzige, den es tatsÃ¤chlich im Handel gibt). NatÃ¼rlich wurde der Ã¼ber alles gepriesen, aber ich muss zugeben, dass das wirklich ein ziemlich ordentlicher Bourbon ist. Da kein Roggen verwendet wird, fehlen sÃ¤mtliche bitteren Noten und es gibt eine sehr schÃ¶n ausgewogene SÃ¼ÃŸe mit den bourbontypischen Vanillenoten. Kann man durchaus trinken. Um zu zeigen, dass Bourbon im Gegensatz zu den europÃ¤ischen Whiskies nicht zu lange lagern darf, wurde als nÃ¤chstes ein Ã¼beralterter Maker&#8217;s Mark ausgeschenkt (wie alt genau, weiÃŸ ich nicht mehr, aber viel Ã¤lter war er nicht). Beeindruckend, denn der hat nicht nur furchtbar nach Nagellackentferner und Klebstoff gerochen, sondern auch ziemlich ekelhaft geschmeckt. Bitter und holzig, untrinkbar. In neuen FÃ¤ssern reift Whisky eben sehr sehr schnell. Zum Vergleich wurden noch die StandardabfÃ¼llungen von Four Roses und Jack Daniels ausgeschenkt, die zwar durchaus trinkbar sind, aber gegen den Maker&#8217;s Mark in der Tat verlieren. Aber die sind natÃ¼rlich auch fÃ¼r den Massenmarkt und beide Distilleries bieten durchaus andere AbfÃ¼llungen, die da eher konkurrenzfÃ¤hig sind.<br />
Alles in allem aber schon eine recht interessante Veranstaltung, die sich auf alle FÃ¤lle gelohnt hat.</p>
<p>Eigentlich wollten wir jetzt eine Essenspause einlegen, denn langsam haben wir den Alkohol durchaus gespÃ¼rt, aber auf dem Weg dahin haben wir dann doch noch einen kleinen Halt bei <a href="http://www.whiskyfair.de" target="_blank">The Whisky Fair</a> gemacht. SchÃ¶ne Auswahl, ich hab ich fÃ¼r einen 41jÃ¤hrigen <strong>Longmorn</strong> von 1968 in FaÃŸstÃ¤rke entschieden, der ausgesprochen lecker war. Fette SherrysÃ¼ÃŸe, schÃ¶ner Schmelz. In der Beschreibung von Whisky Fair heiÃŸt es vÃ¶llig zu Recht &#8222;Erspart jedes Dessert.&#8220;</p>
<p>Jetzt war aber wirklich Essen fÃ¤llig. Nach kurzem Warten konnten wir einen Tisch ergattern und uns die MÃ¤gen mit Schnitzel bzw. Eintopf fÃ¼llen. Nicht Ã¼bel, auch wenn der an Irish Stew angelehnte Eintopf mit Puten- statt Lammfleisch nicht gerade eine Geschmacksexplosion war. Untermalt wurde das ganze von einer Dame, die zur Akustikgitarre gesungen hat. Aber jetzt bitte nicht an Nicole und Ein bisschen Frieden denken, sondern an eine RÃ¶ckrÃ¶hre, die ihre leicht soulig angehauchten Nummern richtig gut rÃ¼bergebracht hat. Trotzdem ein sehr undankbarer Job, da die Leute aufgrund der Tischaufstellung und des Essens kaum Aufmerksamkeit schenken konnten. Deswegen gibt es von mir noch mehr Respekt fÃ¼r die Darbietung.</p>
<p>Tja, der erste Whisky nach dem Essen, das alte Thema. Also besser mal was nehmen, was sich auch durchsetzen kann. Das war doch die Gelegenheit, bei <a href="http://www.ardbeg.com" target="_blank"><strong>Ardbeg</strong></a> vorbeizuschauen und dort den <strong>Rollercoaster</strong> zu probieren, die JubilÃ¤umsabfÃ¼llung zur WiedererÃ¶ffnung vor 10 Jahren. Als Mitglieder des Ardbeg Committee hÃ¤tten wir den eh umsonst bekommen. HÃ¤tte ich die entsprechende E-Mail ausgedruckt. Naja, hab ich ihn halt gezahlt. Der Rollercoaster macht seinem Namen alle Ehre, denn er ist ein wilder Geselle. Mit Torf und Rauch lÃ¤sst er die Muskeln spielen und liegt damit ganz auf der Linie der neuen Ardbegs, die aus allen Rohren feuern statt mit Eleganz glÃ¤nzen wie die alten. Ein bisschen schade ist das schon, auch wenn ich auch mit dieser Ausrichtung generell schon was anfangen kann. Naja, er ist ja auch noch jung. Warten wir mal ab, wie sich das sie nÃ¤chsten Jahre so entwickelt.</p>
<p>Auf diese Torfattacke brauchte es dringend einen Kontrast. Am besten gar keinen Whisky. Da kam es mir doch sehr gelegen, dass ich im Untergeschoss den Stand von<strong> <a href="http://www.bluegin.cc" target="_blank">Blue Gin</a></strong> entdeckt hab. Ãœber den hatte ich schon gelesen und da ich Gin generell recht spannend finde, was das genau das richtige Ziel. Charmante PrÃ¤sentation mit einigen Hintergrundinfos von den beiden Ã–sterreichern am Stand, wÃ¤hrend ich mir den Gin schmecken lieÃŸ. Das tut er nÃ¤mlich durchaus. Der Geruch ist typisch, der Geschmack wÃ¼rzig und auf alle FÃ¤lle auch pur sehr gut genieÃŸbar. Gar kein Vergleich zum billigen Gin aus dem Supermarkt, den man nur mit Tonicwater runterbekommt. Hat mir gut gefallen.</p>
<p>Nun war es aber an der Zeit, wieder zu <strong><a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank"><strong>Munich Spirits</strong></a></strong> zurÃ¼ckzukehren und die dortige Auswahl genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie immer hÃ¤tte man allein an dem Stand schon die ganze Messe verbringen kÃ¶nnen, die Auswahl war natÃ¼rlich wieder vom feinsten. NatÃ¼rlich bin ich zielstrebig auf die ausgefallenen Sachen gegangen.<br />
Als erstes einen <strong>NORTH PORT DL OMC 36 y, 1966 &#8211; 2002, 6 months Sherry Cask, 50%</strong>, der schon mal richtig verblÃ¼ffen konnte. Ich kann gar nicht sagen, wonach der gerochen und geschmeckt hat. Aber ich hab definitiv noch keinen vergleichbaren Whisky getrunken. Sehr abgefahren, hÃ¤tte ich gerne hier im Regal stehen. Wenigstens hat es mich beruhigt, dass Pit mit der Beschreibung genauso Ã¼berfordert war wie ich.<br />
Weiter ging es mit dem <strong> ARDBEG C.V. 1966-1996 Oloroso, ClubabfÃ¼llung &#8222;King of Peat&#8220; &#8211; Fassprobe (noch am Reifen)</strong>. Der entscheidende Satz steht in der Klammer. Dieser Whisky ist noch nicht fertig und deswegen noch etwas unausgereift. Torf und Sherry stehen noch nebeneinander und sind noch nicht harmonisch vereint. Trotzdem nicht uninteressant und auf alle FÃ¤lle vielversprechend. Wie meinte Tim so schÃ¶n, &#8222;Schmeckt wie ein groÃŸes Tier, dass man auspresst bis nichts mehr drin ist.&#8220;<br />
Wie Ã¼blich sollte zum Schluss dann noch der beste Tropfen folgen, und das war in meinem Fall ein <strong>TALISKER BB&amp;R, 1972 &#8211; 1999, Dark Single Sherry Cask 1102, 42,5%</strong>, und der war in der Tat WOW! Vielschichtig, komplex, die SherrysÃ¼ÃŸe perfekt integriert &#8211; einfach ein richtig geiler Tropfen! Der klare HÃ¶hepunkt, ohne wenn und aber.</p>
<p>Es folgte nur nochmal Schlangestehen an der Garderobe (ein GlÃ¼ck fÃ¼r den Stand einer schottischen Brauerei direkt an der Schlange, der nochmal richtig gut Umsatz gemacht hat) und dann war auch genug fÃ¼r diesen Tag.</p>
<p>SchÃ¶ne Sache, hat sich auf alle FÃ¤lle gelohnt!</p>
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