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	<title>Bladnoch &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>96. Tasting von Munich Spirits &#8211; Anam na h-Alba Online</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 May 2021 20:45:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wir bleiben in der Reihe &#8222;Abfüller stellen Whiskys aus ihrer aktuellen Range vor&#8220;. Diesmal mit Tom von Anam na h-Alba, der uns sympathischerweise lauter durchaus bezahlbare Abfüllungen mitgebracht hat. Wobei mitgebracht einmal mehr verschickt heißt, denn auch dieses Tasting findet <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/96-tasting-von-munich-spirits-anam-na-h-alba-online"><span class="screen-reader-text">  96. Tasting von Munich Spirits &#8211; Anam na h-Alba Online</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/08/line-up-tasting-mai_2021-scaled.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2098" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/08/line-up-tasting-mai_2021-150x150.jpg" alt="Anam na h-alba" width="150" height="150"></a>Wir bleiben in der Reihe &#8222;Abfüller stellen Whiskys aus ihrer aktuellen Range vor&#8220;. Diesmal mit Tom von Anam na h-Alba, der uns sympathischerweise lauter durchaus bezahlbare Abfüllungen mitgebracht hat. Wobei mitgebracht einmal mehr verschickt heißt, denn auch dieses Tasting findet wieder remote per Zoom statt.</p>


<span id="more-1558"></span>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Badachro, Bad na h-Achlaise, 46.0%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir starten mit recht neuen Destillerie und gleichzeitig mit einer sprachlichen Herausforderung, die im Deutschen schnell ausgesprochen einen eher unfeinen Klang annimmt. Aber Akustik hin oder her, interessant ist ja vor allem der Inhalt des Glases. In der Nase finde ich wenig von den Früchten und Zitrusnoten aus den Tastingnotes, auch der dort erwähnte Rauch bleibt eher im Hintergrund. Dafür gibt es sehr deutlich Weinnoten. Da wir etwas später dazu gestoßen sind, bin ich mir nicht mehr sicher, ob der hier wirklich aus dem Weinfass kommt, auf dem Label steht nur was von &#8222;Tuscan Oak&#8220;. Aber die leicht rötliche Farbe legt die Vermutung zumindest nahe, dass es sich dabei um ein Weinfass gehandelt hat. Geschmacklich finden sich ebenfalls Traubenschalen, dazu kommt hier auch der bereits erwähnte Rauch, der sich aber recht dezent im Hintergrund hält. Einen langen Abgang gibt es nicht, es bleibt eine recht leichte Süße im Mund. Weinnoten im Whisky funktionieren bei mir oft ganz gut und das ist auch hier so. Der Badachro ist kein Überflieger, aber ein ausgesprochen angenehmer Trinkwhisky, bei dem man das leere Glas direkt wieder nachfüllen möchte. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bladnoch, Anam na h-Alba, 13 Jahre, 56.5%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nummer zwei ist deutlich wuchtiger, mit Honig und cremiger, schwerer Süße in der Nase. Überreife Banane, Toffee und Sahnekonfekt. Im Glas verändert er sich aber auch recht schnell, erinnert zwischendrin an Haselnussgeist, bis sich dann die Cremigkeit verliert und grasigen Noten Platz macht. Im Mund lässt er die Muskeln spielen, der Alkohol ist deutlich spürbar. Die erwartete Süße bleibt allerdings aus, hier stehen fruchtige, aber klar herbe Noten deutlich im Vordergrund. Irgendwo darunter kann man die Vanillenoten des Bourbonfasses ausmachen. Auch der Abgang zieht Speichel und hinterlässt einen eher trockenen Mund. Bei den meisten kommt er sehr gut an, mir fehlt hier aber geschmacklich die Süße als Gegengewicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blair Athol, Anam na h-Alba, 11 Jahre, 59.9%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Blair Athol kommt ebenfalls aus dem Bourbonfass, präsentiert sich aber eher anders herum als der Bladnoch. Während der Geruch eher unspannend ist und auch einen Hauch Lösungsmittel mitbringt, zeigt der sich im Mund sehr schön rund und ausgewogen. Hier kommt genau die voluminöse Süße als Gegenspieler zu herber und würziger Kraft heraus. Ein bisschen Wasser bringt nochmal ein paar neue Nuancen heraus, insgesamt ist der für sein Alter schon recht komplex und macht mir richtig Spaß.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tormore, Anam na h-Alba, Ex-Bourbon, 12 Jahre, 62.3%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nochmal Bourbonfass, jetzt aber mit Marzipan, der Mandelkruste auf einem Kuchen und dazu eine frische, zitronige Schärfe als Kontrast. Im Mund wirkt er deutlich milder als der Alkoholgehalt es vermuten lassen würde, mit einer schönen Würzigkeit und ebenfalls einen ausgewogenen Spiel aus süßen und herben Noten. Das geht insgesamt in eine ähnliche Richtung wie beim Vorgänger, auch wenn hier in der Nase ganz andere Aromen drin sind. Aber auch hier: mundfüllend, schon recht komplex und macht ebenfalls richtig Laune.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Speyside Blend, Anam na h-Alba, 8 Jahre, 60.6%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Hälfte sind alles Abfüllungen, die in Sherryfässern reifen durften. Der erste firmiert unter dem Namen &#8222;Toll Wood&#8220;, dahinter dürfte sich aber ein Balvenie verbergen, der mittels Teaspooning anonymisiert worden ist. Gelagert als Quarter Cask in einem Amontillado Sherry Fass riecht man hier schon den deutlichen Unterschied. Holz und etwas Schwefel kommen klar heraus. Ich habe da irgendeine Fehlnote drin, die ich nicht festmachen kann, die mir dann aber auch den Geschmack verdirbt. Vielleicht liegt es am Keks, den ich in der Pause gegessen habe, aber dieser Whisky geht gerade gar nicht bei mir, den finde ich fast unangenehm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dailuaine, Anam na h-Alba, 12 Jahre, 54.8%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier gibt es ganz leicht schweflige Noten in der Nase, die aber diesmal durchaus nicht unangenehm sind. Dazu dann etwas Honig. Mit einem Olorosofass sind wir auch hier sind wir eher im Bereich trocken statt süß. Im Mund überrascht er mit einer leichten Rauchigkeit, die Assoziationen an Lagerfeuer weckt. Eindeutig besser als der Speyside, aber auch hier fehlt mir das Gegengewicht, alles in allem ist mir der zu einseitig herb.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Strathmill, Anam na h-Alba, 9 Jahre, 58.1%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nochmal Sherry, nochmal etwas anders. Sind das Kirschnoten in der Nase? Jedenfalls geht es auch hier in die eher herbe Richtung. Hier steht die alte Ledercouch auf dem alten Teppich vor dem schweren Holzregal. Gefällt mir wieder etwas besser, aber wollen die herben einfach nicht so richtig bei mir zünden. Ich hoffe mal darauf, dass der letzte dann die Sache herausreißt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ardmore, Anam na h-Alba, 11 Jahre, 55.7%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tut er auch tatsächlich. Im Fass war Pedro Ximenez, also Sherry in der Variante pappsüß und das läuft mir dann auch wirklich besser rein. Kombiniert ist das hier mit Torf, was ja oftmals recht gut funktioniert. So ist das auch hier. Das ist nicht wahnsinnig spektakulär, aber durchaus fein, rund und gut trinkbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt muss ich sagen, dass meine Sensorik in der zweiten Hälfte des Tastings etwas zu wünschen übrig gelassen hat. Für viele war die Corona-Zeit eine Zeit erhöhten Alkoholkonsums, bei mir was das allerdings eher nicht so. Die Fassstärken machen mir diesmal offenbar etwas zu schaffen. Das lag dann aber wohl eher an mir als an den Whiskys. Vor allem die erste Hälfte wusste durchaus zu gefallen, da überlege ich gerade noch, ob ich die noch anschaffen werde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke an Tom und an Marco für das Tasting! </p>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>
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		<title>52. Whiskytasting von Munich Spirits &#8211; Weihnachtstasting</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2016 20:34:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Diesen Bericht muss ich nachtragen. Im Dezember, als dieses Tasting eigentlich statt gefunden hab, bin ich erst nicht dazu gekommen und hab ich ihn dann vergessen. Unter den Tisch fallen soll er aber nicht, deswegen sei er hiermit nachgeholt. Manche <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/52-whiskytasting-von-munich-spirits-weihnachtstasting"><span class="screen-reader-text">  52. Whiskytasting von Munich Spirits &#8211; Weihnachtstasting</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diesen Bericht muss ich nachtragen. Im Dezember, als dieses Tasting eigentlich statt gefunden hab, bin ich erst nicht dazu gekommen und hab ich ihn dann vergessen. Unter den Tisch fallen soll er aber nicht, deswegen sei er hiermit nachgeholt.</em></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0084.jpg"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-1687 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0084-150x150.jpg" alt="Weihnachtstasting" width="150" height="150" /></a>Manche schwÃ¶ren auf Grog gegen ErkÃ¤ltungen. Meiner Erfahrung nach ist Alkohol bei Krankheit allerdings eher kontraproduktiv. In jedem Fall sind ErkÃ¤ltungen kontraproduktiv bei Alkohol &#8211; zumindest wenn man riechen und schmecken mÃ¶chte, was man im Glas hat. Mein Sohn hat mit fiesem Husten und Schnupfen angefangen, meine Frau hat nachgezogen (und musste deswegen auch absagen), meine AbwehrkrÃ¤fte hatten zuerst noch standgehalten. Das war mir gerade bei diesem Tasting wichtig, denn zu Gast war mit der <a href="http://www.singlecaskcollection.at" target="_blank">Single Cask Collection</a> aus Ã–sterreich einer meiner bevorzugten AbfÃ¼ller. Am Tag des Tastings haben sie dann aber letztlich doch den geordneten RÃ¼ckzug angetreten, weswegen die Sensorik im Laufe des Abends leider abgebaut hat. Hier nun also meine etwas eingeschrÃ¤nkte Sicht.<span id="more-1683"></span></p>
<p>Wie bereits erwÃ¤hnt wollte ich dieses Tasting nicht versÃ¤umen. Die Entwicklung im Bereich Whisky macht ja immer weniger SpaÃŸ. Die Nachfrage zieht weltweit nach wie vor an und die Destillerien kommen mit dem Liefern nicht mehr nach. Als Konsequenz hauen sie ihren Stoff immer jÃ¼nger raus, verzichten dabei aber auf Altersangaben und geben ihren AbfÃ¼llungen stattdessen lieber blumige Namen und im gleichen Zug auch satt hÃ¶here Preise. Sprich: die Standards werden schlechter und teurer. Der richtig geile Stoff wird gleichzeitig nicht nur seltener, sondern ist Ã¼berwiegend nur noch fÃ¼r Summen zu haben, die jenseits meines persÃ¶nlichen Budgets liegen. Es gibt demzufolge immer weniger, das ich mir mit SpaÃŸ und Genuss ins Regal stellen mag. Dass inzwischen die ersten unabhÃ¤ngigen AbfÃ¼ller den Laden dicht machen, weil sie keine brauchbaren FÃ¤sser zu vertretbaren mehr erhalten, macht es nicht besser.</p>
<p>Eine der groÃŸen Ausnahmen ist fÃ¼r mich die Single Cask Collection aus Ã–sterreich. Nicht nur, weil die AbfÃ¼llungen Ã¼ber die gesamte Range ausnahmslos einen hohen QualitÃ¤tsanspruch haben. Sondern vor allem auch, weil man sie hier nach wie vor noch zu vertretbaren Preisen bekommt. Zwar merkt man auch hier, dass die Fasspreise angezogen haben. Aber wenigstens wird hier von Seiten des AbfÃ¼llers kein Phantasiebonus draufgeschlagen. Hier kauf ich also nach wie vor ein.</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0077.jpg"><img decoding="async" class="alignright wp-image-1688 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0077-150x150.jpg" alt="Teeling" width="150" height="150" /></a>Runde 1 &#8211; Teeling, Single Cask Collection, 13 Jahre, 54,2%</strong><br />
Irische Whiskeys bekommt man kaum in FassstÃ¤rke, was diesen hier aus dem Bourbon Hogshead schon mal zu einer Besonderheit macht. Sehr schÃ¶n in der Nase, mit GrÃ¼nem Apfel, etwas Honig und mit ein paar Tropfen Wasser noch gerÃ¶steten NÃ¼ssen. Der Geschmack ist der FassstÃ¤rke entsprechend krÃ¤ftig, dabei aber nicht alkoholisch, mit deutlichen Fruchtnoten in Richtung Apfel und Birne, die in einen mittellangen, malzigen Abgang ausklingen. Insgesamt eher sommerlich, aber schon genau meine Richtung. Mein einziger Kritikpunkt wÃ¤re, dass der Abgang einen Tick lÃ¤nger sein kÃ¶nnte, aber das ist wohl auch dem Alter geschuldet.</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0078.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1689 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0078-150x150.jpg" alt="Bladnoch" width="150" height="150" /></a>Runde 2 &#8211; Bladnoch, Single Cask Collection, 21 Jahre, 51,9%</strong><br />
Diese AbfÃ¼llung gibt es aktuell nicht mehr, das war ein Reserve, die nur auf Wunsch von Marco nochmal ins Tasting gekommen ist. Der Bladnoch wurde in mehreren BourbonfÃ¤ssern gelagert und Ã¼berrascht mich geruchlich mit Noten, die leicht an Wein erinnern. Dazu gibt es Gras und nach einiger Zeit etwas Met. Auch im Mund schmeckt er erstmal krautig. Der Geschmack kommt insgesamt eher spÃ¤t und ist relativ komplex, ohne dass eine Komponente deutlich herausstechen wÃ¼rde. Im Abgang wird er leicht bitter und trocken, ganz spÃ¤t erinnert das an Weingummi. Vermutlich ist der richtig gut, aber mit leicht angeschlagener Nase Ã¼berfordert der mich leider gerade.</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0079.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1690 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0079-150x150.jpg" alt="Tormore" width="150" height="150" /></a>Runde 3 &#8211; Tormore, Single Cask Collection, 20 Jahre, 53,1%</strong><br />
Die Tastingnotes von SCC sprechen von &#8222;viel frischen FrÃ¼chten, Aprikose und Apfel vielleicht&#8220;. Ich riech die nicht und die anderen am Tisch auch nicht. Meine Assoziationen gehen eher in Richtung GewÃ¼rze (KÃ¼mmel?) oder Leder, weswegen die Frage aufkommt, ob wir hier wirklich den beschriebenen Whisky im Glas haben. Der Geschmack ist herb, krÃ¤ftig und etwas holzig, im Abgang kommt eine malzige SÃ¼ÃŸe durch. SchÃ¶ne Kombination aus eigenem Charakter und Trinkbarkeit, kann ich mir sehr gut am spÃ¤ten Abend in einer gemÃ¼tlichen Bar vorstellen.</p>
<p><strong> <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0080.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1692 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0080-150x150.jpg" alt="IMG_0080" width="150" height="150" /></a>Runde 4 &#8211; Longmorn, Single Cask Collection, 23 Jahre, 52,1%</strong><br />
Ich hab nicht nur einmal erwÃ¤hnt, dass Longmorn eine alte, verlorene Liebe von mir ist. Da muss ich immer probieren, um vielleicht etwas zu finden, was an die ehemalige 15jÃ¤hrige OriginalabfÃ¼llung erinnert. Im Glas muss erst mal die Assoziation zu LÃ¶sungsmittel verfliegen, was auch schnell passiert. Danach gibt es einen voluminÃ¶sen Geruch mit TrockenfrÃ¼chten, Kokos und einem Hauch Marzipan. Das ist schon mal super. Der Geschmack ist krÃ¤ftig und wÃ¤rmend, ebenfalls mit TrockenfrÃ¼chten und dunkler Schokolade. Mit etwas Wasser bekommt er auch eine Schmelzigkeit, die genau in die Richtung der alten OA geht. Dahinter kommt ein langer Abgang mit einer Ledercouch im englischen Herrenzimmer, die ganz zum Schluss in einen sÃ¼ÃŸen Nachhall Ã¼bergeht. Super! Der kommt heute Abend mit mir nach Hause!</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0081.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1693 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0081-150x150.jpg" alt="Springbank" width="150" height="150" /></a>Runde 5 &#8211; Springbank, OB for Hanseatische, 1996, Amontillado Sherry Cask # 256, 56%</strong><br />
Die Ã–sterreicher mussten zur Essenspause leider den Heimweg antreten, deswegen gab es nach dem Essen noch ein paar andere AbfÃ¼llungen. Allerdings spÃ¼re ich jetzt auch deutlich die SchleimhÃ¤ute und kÃ¤mpfe deswegen ziemlich damit, noch halbwegs brauchbares zu erschmecken. Dieser Springbank war sehr deutlich im Sherryfass &#8211; soweit ist das einfach &#8211; und zwar in einem, das nicht nur wenig Schwefel enthalten hat, sondern vor allem auch einen eher herben als sÃ¼ÃŸen Sherry. Die SÃ¼ÃŸe fehlt auch im Geschmack, der dafÃ¼r krÃ¤ftige Ledernoten bringt. Diese Kraft bleibt auch im Abgang erhalten. Insgesamt eher rau als zart, dabei aber sehr stimmig und mit gut eingebautem Sherry, der den Springbank nicht erdrÃ¼ckt. GefÃ¤llt mir.</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0082.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1694 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0082-150x150.jpg" alt="Mortlach" width="150" height="150" /></a>Runde 6 &#8211; Mortlach, Signatory Vintage, 18 Jahre, Sherry Cask #2651, 59,6%</strong><br />
Hier ist die erste Assoziation kein Sherry, sondern (Ã¤hnlich wie beim Longmorn) erstmal LÃ¶sungsmittel. Er braucht etwas Zeit im Glas, bis er typischer wird. Dabei geht auch der hier in die Richtung krÃ¤ftig und wÃ¼rzig statt sÃ¼ÃŸ. Diesmal gibt es auch deutliche Schwefelnoten. Dadurch wirkt er insgesamt noch ruppiger als der Springbank. Im Abgang meine ich noch Zitrone zu erahnen, aber viel geht bei mir leider nicht mehr.</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0083.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1695 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0083-150x150.jpg" alt="Laphroaig" width="150" height="150" /></a>Runde 7 &#8211; Laphroaig, Malts of Scotland, 10 Jahre, Sherry Butt #15, 55,5%</strong><br />
Wenn es noch einen Whisky gibt, der jetzt noch durchkommt, dann ein Laphroaig. Nicht irgendeiner, sondern laut Marco (von dem diese Flasche stammt) der beste, den er je im Glas hatte. In der Nase wenig Ã¼berraschend Torf, dazu kalter Rauch. Das erinnert an einen ausgebrannten Grill. Der Geschmack ist krÃ¤ftig, aber gleichzeitig auch sehr rund, der Sherry kommt mit rein. Dahinter ein langer, langsamer Abgang in Richtung SÃ¼ÃŸe, bei der der Rauch aber immer wahrnehmbar bleibt. Vermutlich wirklich richtig geiler Stoff, den ich aber nur noch erahnen kann.</p>
<p>Trotz der eingeschrÃ¤nkten Wahrnehmung ein feiner Abend, bis nach Hause hab ich es immerhin noch geschafft. Besonderer GruÃŸ und Dank geht nach Ã–sterreich!</p>
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