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	<title>Bruichladdich &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>Finest Spirits 2017</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2017 21:37:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Entwicklung der Finest Spirits von einer kleinen Fach- zu einer groÃŸen Eventmesse geht konsequent weiter. Weniger Whisky, vor allem weniger unabhÃ¤ngige AbfÃ¼ller und dafÃ¼r groÃŸe Namen, mehr andere Spirituosen und trendige Produkte bis hin zu GummibÃ¤rchen mit Alkohol. GummibÃ¤rchen! <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/finest-spirits-2017"><span class="screen-reader-text">  Finest Spirits 2017</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entwicklung der <a href="http://finest-spirits.com/" target="_blank">Finest Spirits</a> von einer kleinen Fach- zu einer groÃŸen Eventmesse geht konsequent weiter. Weniger Whisky, vor allem weniger unabhÃ¤ngige AbfÃ¼ller und dafÃ¼r groÃŸe Namen, mehr andere Spirituosen und trendige Produkte bis hin zu GummibÃ¤rchen mit Alkohol. GummibÃ¤rchen! Dementsprechend entwickelt sich auch das Publikum weg von den Liebhabern hin zur Masse. WÃ¼rde ich da nicht immer noch einige gute Menschen vor und hinter den StÃ¤nden treffen, so wÃ¤re 2017 wohl meine endgÃ¼ltig letzte Finest Spirits gewesen. Wir waren auch noch nie so schnell mit den relevanten Sachen wie dieses Jahr.</p>
<p><span id="more-1861"></span><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/glenrothes.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1862" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/glenrothes-150x150.jpg" alt="Glenrothes" width="150" height="150" /></a>Begonnen habe ich wie immer bei <a href="http://www.munich-spirits.de" target="_blank">Munich Spirits</a>. Leider musste Pit Krause dieses Jahr auf die Messe verzichten, weswegen auch keine Monster Malts am Start waren. Einerseits schade, andererseits aber auch wieder gut fÃ¼r meinen Geldbeutel. Zum Einstieg trinke ich hier einen <strong>Glenrothes SMWS 30.92 Brighten Up Your Day, 24y, Bourbon Refill, 46,7%</strong>, der nicht nur als Einstieg sehr schÃ¶n ist. Nicht ausgefallen, sondern in erster Linie ein runder, milder, geradliniger Whisky aus dem dem Bourbonfass, mit einer schÃ¶nen Mischung aus Frucht und Vanille.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/laddie_ten.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1863" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/laddie_ten-150x150.jpg" alt="Laddie Ten" width="150" height="150" /></a>Direkt nebenan ist der Stand von <strong>Bruichladdich</strong> und damit quasi der einzige groÃŸe Name, der mich interessiert. Bruichladdich ist eine alte Liebe von mir, die aber seit dem Verkauf der Destillerie leider ziemlich erkaltet ist. Der alte Laddie Ten war einer meiner absoluten Referenzwhiskys, an dem sich alle anderen erst mal messen mussten (und nicht wenige gescheitert sind, auch deutlich teurere). Eine Flasche davon habe ich noch zu Hause, dann ist es vorbei. Deswegen war eine der spannendsten Meldungen in letzter Zeit, dass es eine limitierte Second Edition gibt. Die musste natÃ¼rlich ins Glas. Aber leider leider kommt auch diese AbfÃ¼llung nicht an die alte GrÃ¶ÃŸe heran. GrundsÃ¤tzlich geht das schon in die richtige Richtung, mit einem krÃ¤ftigen Antritt im Mund gut eingebauter Frucht. Aber die Klasse des alten erreicht er hier nicht. Vor allem hat er aber einen erschreckend kurzen und nichtssagenden Abgang. Das ist absolut kein Ersatz und der Preis, den sie dafÃ¼r aufrufen, ist fÃ¼r diese AbfÃ¼llung klar zu hoch.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/croftengea.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1864" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/croftengea-150x150.jpg" alt="Croftengea" width="150" height="150" /></a>Am Laddie-Stand hab ich auch die ersten Freunde getroffen und so ziehen wir dann gemeinsam weiter. Nach einem kurzen Zwischenstop bei Riegger, auf dessen <a href="https://www.negatron.de/whisky/63-whiskytasting-von-munich-spirits-messevortasting-mit-rieggers-selection">Tasting ich am Vortag war</a> und dessen Fass fÃ¼r die Messe nach wie vor in meiner engeren Auswahl ist, gehen wir weiter zu einem Pflichtbesuch. Die Jungs von der <a href="http://www.singlecaskcollection.at/" target="_blank">Single Cask Collection</a> aus Linz haben immer lohnenswerte AbfÃ¼llungen dabei (auch wenn uns die Ã–sterreicher von einem anderen Besucher ganz &#8222;zufÃ¤lig&#8220; eine gute Viertelstunde lang als komplette Idioten verkauft werden sollen, was zwar kompletter Schmarrn ist, aber immerhin einen guten Running Gag fÃ¼r den restlichen Abend abgibt). <a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/aberlour.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1865" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/aberlour-150x150.jpg" alt="Aberlour" width="150" height="150" /></a>Hier kaufen wir als erstes mal vernÃ¼nftige GlÃ¤ser (Glencairn statt der Mini-Schnaps-Tulpen, die es auf der Messe gibt) und probieren dann erst einen <strong>Croftengea 10y, 53,8%</strong>. Unter diesem Namen fÃ¼llt Loch Lomond inzwischen getorfte Whiskys ab. Das interessante daran ist, dass der Torf ganz anders herauskommt, als man es von den typischen Islay-AbfÃ¼llungen gewohnt ist. Kein Job, keine Schwere, sondern ein leichter (aber deutlicher) Rauch mit Frucht dazu. Sehr schÃ¶n. Ich probiere dann noch einen Aberlour 10y, 56,6%, aus dem Homok-Fass, der mir ebenfalls ausgesprochen gut gefÃ¤llt. Tiefe, schwere SÃ¼ÃŸe, dabei aber wunderschÃ¶n rund und ausgewogen. Zwei weitere Kandidaten fÃ¼r die Einkaufsliste.</p>
<p>Beim Vorbeischlendern an mehreren mÃ¤ÃŸig spannenden StÃ¤nden kommen wir zu <strong>Kymsee</strong>. Deutscher Whisky war ja die letzten Jahre schon ein Hypethema und hier hat sich der nÃ¤chste Schnapsbrenner an der Gerste versucht. Eigentlich hab ich aufgrund des Namens und des Schriftzugs, die beide Ã¤rgerlich an Mittelaltermarkt-Klamauk inklusive dem vollen Programm anÂ  &#8222;AuthentizitÃ¤t&#8220; erinnern schon von Vornherein keine Lust darauf, aber da wir eine Empfehlung bekommen haben, nehmen wir zu dritt ein Glas. Um es kurz zu machen: das ist mehr als genug. Es ist die Ã¼bliche Kombination aus Obstler-Ã¤hnlichem Schnaps und viel zu viel Holz. Da mag noch so viel Potential da sein, in der Form brauch ich das absolut nicht. Der Rest des Glases landet im BlumenkÃ¼bel.</p>
<p>Ein Bekannter <a href="https://www.negatron.de/whisky/finest-spirits-2016">vom letzten Jahr</a> ist der <strong>Bavarian Moonshine</strong>. Die haben ihre Range um ein paar neue zugesetzte Aromen erweitert. Ich probiere einen Straight, einen klaren Brand ohne Fasslagerung. Nett, aber muss nicht sein. Den Apple Pie finde ich nach wie vor gut, aber da hab ich noch eine halbe Flasche im Schrank stehen.</p>
<p>Zum Essen suchen wir diesmal nicht den Gastro-Bereich auf, sondern bleiben direkt am SÃ¼dtiroler Speckstand. Da gibt unter anderem es Bauerntoast und Schmalzbrot. Von beidem kÃ¶nnte ich noch mehrfach nachbestellen, aber wir sind ja nicht zum Essen da.</p>
<p>WofÃ¼r wir eigentlich auch nicht da sind, ist Bier. Allerdings haben wir die meisten interessanteren StÃ¤nde schon durch, weswegen wir dann doch mal bei <strong>Braufactum</strong> stehen bleiben und uns um nicht nicht destillierte Gerste kÃ¼mmern. Bei mir ist das ein Scottish Ale, das mir gut schmeckt, aber eher in die Kategorie &#8222;komplette Mahlzeit&#8220; fÃ¤llt. BÃ¶rps.</p>
<p>Irgendwie ist die Luft an der Stelle schon ziemlich raus. Wir debattieren ein bisschen, was wir einkaufen wollen, verballern noch zwei der Gutscheine, die es zur Eintrittskarte dazu gibt (1cl Standard <strong>Glen Grant</strong> &#8211; kann man machen, muss man aber nicht &#8211; und ein Stamperl <strong>Johnny Walker</strong> mit Ginger Ale &#8211; Varianten vom Horse&#8217;s Neck gehen immer) und pilgern dann zurÃ¼ck zu Riegger, der sich letztlich knapp gegen die Single Cask Collection durchsetzt und mit seinem Fass das Rennen macht. Dass man seine Flasche aus diesem selber abfÃ¼llen und etikettieren kann, spielt dabei ebenfalls eine Rolle. Das macht einfach Laune. Vor allem, wenn der Inhalt &#8211; ein achtjÃ¤hriger <strong>Glenallachie</strong> mit inzwischen 2 Monaten Finish in besagtem Port-Fass &#8211; sich noch lohnt.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/bruichladdich.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1866" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/bruichladdich-150x150.jpg" alt="Bygda" width="150" height="150" /></a>Meine Gesellschaft verabschiedet sich an dieser Stelle und ich hÃ¤tte gute Lust, mich anzuschlieÃŸen. Aber inzwischen sind noch andere Freunde angekommen und so beschlieÃŸe ich, doch noch ein wenig zu bleiben. Ein paar StÃ¤nde hab ich ja doch noch nicht besucht. Zum Beispiel den von <strong>Maggie Miller</strong> vom <a href="http://www.scotchsingle.de/" target="_blank">Scotch Single Malt Circle</a>, der eigentlich auch immer lohnt. Die anderen trinken Rum, ich wÃ¤hle einen <strong>Bruichladdich Bygda Connection 61,5%</strong>. Das ist jetzt schon eine ganz andere Hausnummer als der neue Ten vohin. GroÃŸer, mÃ¤chtiger Whisky, der unbedingt Wasser braucht, um seinen ganzen Geschmack zu entfalten. Sehr gut, aber leider aus der Kategorie &#8222;gibt es nicht mehr&#8220;.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/rimfire.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1867" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/rimfire-150x150.jpg" alt="Rimfire" width="150" height="150" /></a>Nochmal ein kleiner Zwischenstopp bei der Single Cask Collection, bei der allerdings eine Pause einlege. Dann weiter zur <strong>American Whisky Academy</strong>. Dort wird mir ein <strong>Ranger Creek Rimfire Mesquite Smoked</strong> als Besonderheit empfohlen. Preislich ist sie das auf alle FÃ¤lle, die AbfÃ¼llung ist schon lange verkauft, hier gibt es nur noch RestbestÃ¤nde an Flaschen. Die Verkostung lohnt aber, denn das hier ist wirklich durch das Trocknen des Malzes Ã¼ber Mequite-Feuer eine ganz eigenwillige Art von Rauchigkeit. Kein Ãœberflieger und ich kann auch gar nicht wirklich beschreiben, wie der genau geschmeckt hat &#8211; aber jedenfalls hab ich noch nie was vergleichbares getrunken. DafÃ¼r kÃ¶nnen Messen dann auch immer wieder gut sein.</p>
<p>Auch diese Gruppe muss ich zu Riegger schleifen und dort trinken wir noch unsere Abschlusstropfen (in meinem Fall genau den Glenallachie, den ich auf abgefÃ¼llt habe), dann reicht es zumindest mir dann doch fÃ¼r diesen Abend.</p>
<p>Das Fazit bleibt &#8211; die Messe ist immer weniger meins, aber in der richtigen Gesellschaft kann man immer noch seinen SpaÃŸ haben. Trotzdem Ã¼berlege ich, ob es nicht langsam an der Zeit ist, sich mal ein paar der kleineren Messen in anderen StÃ¤dten genauer anzuschauen. Das Jahreshighlight, dass es mal war, ist es in jedem Fall nicht mehr.</p>
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		<title>Whisky Walk â€žSpirituelles MÃ¼nchenâ€œ</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Oct 2014 08:52:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine Gruppe aus 32 MÃ¤nnern und drei Frauen steht am Marienplatz in MÃ¼nchen, SchnapsglÃ¤ser in der Hand. Einer schwenkt eine Schottlandfahne an einem Birkenast, ein anderer ruft â€žHeinrich Himmler!â€œ Welche Geschichte die vorbeigehenden Touristen aus diesem Szenario gemacht haben, wÃ¼rde <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/whisky-walk-spirituelles-muenchen"><span class="screen-reader-text">  Whisky Walk â€žSpirituelles MÃ¼nchenâ€œ</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Gruppe aus 32 MÃ¤nnern und drei Frauen steht am Marienplatz in MÃ¼nchen, SchnapsglÃ¤ser in der Hand. Einer schwenkt eine Schottlandfahne an einem Birkenast, ein anderer ruft â€žHeinrich Himmler!â€œ Welche Geschichte die vorbeigehenden Touristen aus diesem Szenario gemacht haben, wÃ¼rde mich ja doch brennend interessieren. Der Hintergrund war natÃ¼rlich kein Treffen verwirrter schottischer Nationalisten, sondern der <a title="Whisky Walk" href="http://www.slowdrink.de/2014/08/whisky-walk-muenchen/" target="_blank">Whisky Walk</a>, den Pit Krause von Slowdrink zusammen mit Rainer Blumer veranstaltet hat. Spirituelles MÃ¼nchen â€“ also in Form von etlichen Kirchen, viel geschichtlichem Hintergrund und etlichen hochwertigen Tropfen im Glas.</p>
<p><span id="more-1575"></span>Es ist ein bisschen absurd, aber meist kennt man geschichtliche HintergrÃ¼nde, Anekdoten und auch SehenswÃ¼rdigkeiten auf der ganzen Welt besser als in seiner Heimat. Zu Hause beschÃ¤ftigt man sich meist nur damit, wenn Besuch kommt, dem man was zeigen mÃ¶chte. Allein deswegen lohnt es schon, auch vor der eigenen TÃ¼r an einer FÃ¼hrung teilzunehmen. Mir jedenfalls war bislang tatsÃ¤chlich nur sehr wenig von dem bekannt, was Rainer uns Ã¼ber MÃ¼nchen erzÃ¤hlt hat. Wenn Pit Krause dazu noch Whiskys aussucht, ist schon im Vorfeld klar, dass da absolut nichts schief gehen kann. Und genau so war es dann ja auch.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_184745.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1577" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_184745-150x150.jpg" alt="20141009_184745" width="150" height="150" /></a>Beginn war vor dem Sendlinger Tor, neben dem sich frÃ¼her das Haus des Henkers befand, das innerhalb der Stadt nicht erwÃ¼nscht war. Dass besagter Henker als stÃ¤dtischer Beamter auch ein Bordell betrieben hat, um sein Gehalt aufzubessern, ist eine schÃ¶ne Zusatzinformation, die auch dazu passt, dass sich auf der anderen Seite des Tors in der Sendlinger StraÃŸe bis zu den Olympischen Spielen das Rotlichtviertel von MÃ¼nchen befunden hat. Zu trinken gab es aber nichts anrÃ¼chiges, sondern einen <strong>Glenburgie 1948 / 1961 â€“ 1981 (one cask of each year) Gordon &amp; Macphail for â€˜Royal Marriage of Charles and Dianaâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />, Pinerolo-Import (Italy), 75cl, 40%</strong>, der aus den beiden AbfÃ¼llungen aus den Geburtsjahren von Charles und Diana zu deren Hochzeit kreiert wurde. Der groÃŸe Unterschied zu heutigen AbfÃ¼llungen liegt hier im alten Sherryfass, das aus einer Zeit stammt, in der Sherry noch verbreitet war und die FÃ¤sser tatsÃ¤chlich fÃ¼r diesen verwendet wurden, statt von der Whiskyindustrie fÃ¼r Whiskys geordert und nur sporadisch befÃ¼llt zu werden. Der Geruch ist dann auch ziemlich ungewÃ¶hnlich und erinnert weit mehr an Rum denn an Whisky. Geschmacklich ist das weit weniger intensiv als die Nase vermuten lÃ¤sst, was aber natÃ¼rlich dem eher geringen Alkoholgehalt geschuldet ist. Trotzdem ist das ein schÃ¶ner Tropfen mit einer ganz eigenen SÃ¼ÃŸe, die ich eben von aktuellen SherryabfÃ¼llungen nicht kenne.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_191650.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1578" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_191650-150x150.jpg" alt="20141009_191650" width="150" height="150" /></a>Die SendlingerstraÃŸe weiter bis zu einer Kirche, die jedem MÃ¼nchner ein Begriff ist â€“ die Asamkirche, die eigentlich Johann-Nepomuk-Kirche heiÃŸt. Auch zu der gab es einiges zu berichten, von dem ich das meiste aber natÃ¼rlich schon wieder vergessen habe. Wie auch etliches zu den Whiskys, denn im Laufen hab ich mir keine Notizen gemacht und dementsprechend auch schon wieder viele Details verdrÃ¤ngt. Von Nummer zwei, einem <strong>Benrinnes 20 y.o. Signatory Vintage 1974 â€“ 1994, Sherry Butt 2577, 43%</strong>, kann ich demzufolge auch nur sagen, dass er eine ganz andere Art von Sherryausbau prÃ¤sentiert hat, die mir persÃ¶nlich auch mehr zugesagt hat. Weniger sÃ¼ÃŸ, etwas mehr Whisky, aber dann wird es leider trÃ¼be.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_194006.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1579" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_194006-150x150.jpg" alt="20141009_194006" width="150" height="150" /></a>Weiter durch die Passage zur KreuzstraÃŸe und zur Allerheiligenkirche am Kreuz, einer der BegrÃ¤bniskirchen in MÃ¼nchen. Hier gibt es den <strong>St. Magdalene 29 y.o. Silver Seal â€˜Missingâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 1975 â€“ 2004, 1,5l, 30 btl., 46,8%</strong>. Wir finden schnell Lawnmower&#8217;s Choice als Bezeichung, hier gibt es grasige Noten ohne Ende. Sehr eigenwillig und der erste Whisky des Abends, der die Gesellschaft deutlich spaltet. Ich mag ihn (bin aber auch schon der Flasche zugetan), auch wenn ich ihn nicht immer trinken kÃ¶nnte. Aber Exoten bekommen immer schon mal einen Bonus.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_200615.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1580" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_200615-150x150.jpg" alt="20141009_200615" width="150" height="150" /></a>Die DamenstiftstraÃŸe weiter mit einem kurzen Zwischenstopp an der Damenstiftskirche St. Anna (zur EnttÃ¤uschung einiger versagt hier die Pawlowsche Glocke â€“ es gibt keinen Whisky) bis zur FuÃŸgÃ¤ngerzone und der Michaelskirche, mit deren Fassade die Wittelsbacher ihre Abstammung herbeiphantasieren und sich somit legitimieren wollten â€“ der Vergleich â€žBILD des 16. Jahrhundertsâ€œ ist also auf mehreren Ebenen stimmig. Hier trÃ¤gt sich auch die Eingangs beschriebene Szene zu und Heinrich Himmler ist die Antwort auf die Frage, woher die Idee der rothaarigen Hexen kommt. Zu Trinken gibt es nun auch etwas, nÃ¤mlich den <strong>Tomatin 35 y.o. Cadenheadâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />s â€˜Small Batchâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 1978 â€“ 2013, Bourbon Hogsheads, 593 btl., 44,1%</strong>, fÃ¼r mich das erste richtige Highlight des Abends. Weingummi ist Ã¼berdeutlich, ein wenig erinnert das auch an Red Bull (auch wenn das jetzt bÃ¶se klingt), dazu gibt es aber eine Menge GewÃ¼rz. Richtig gut.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_203650.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1581" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_203650-150x150.jpg" alt="20141009_203650" width="150" height="150" /></a>Die FuÃŸgÃ¤ngerzone entlang zur Frauenkirche, einem der Wahrzeichen MÃ¼nchens und eine der zugigsten Ecken MÃ¼nchens. Hier gibt es viele Geschichten zum Teufel und der Entstehung der Kirchen, die zeigen, wie absolut schlÃ¼ssig und einleuchtend die katholischen Lehren schon damals waren. Besser mal was fÃ¼r die wahre SpiritualitÃ¤t tun, und zwar mit einem <strong>Brora 23 y.o. Signatory intage 1981 â€“ 2005, Refill Butt 5/372, 314 btl., 46%</strong>. Zu dem ich aber leider nur noch sagen kann, dass er mich begeistert, die Menge aber ziemlich deutlich in Top und Flop gespalten hat, weil ein mancher dort eine eher stÃ¶rende ParfÃ¼mnote zu finden meinte.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_211757.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1582" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_211757-150x150.jpg" alt="20141009_211757" width="150" height="150" /></a>ParfÃ¼m hÃ¤tte es zumindest dem Namen nach eher in der nÃ¤chsten AbfÃ¼llung geben sollen: <strong>Aultmore 19 y.o. SMWS 73.45, 1992,Refill Sherry Butt, 151 btl., 56,1%</strong>, von der SMWS mit dem klingenden Namen â€žKissing a freshly perfumend womanâ€œ versehen. Der konnte aber durch die Bank begeistern. Einerseits sÃ¼ÃŸ, aber ohne dabei dominant zu sein, mit krÃ¤ftigen Noten dagegen. Sehr komplex und sehr geil. Getrunken wurde er vor dem neuen Rathaus, zu dem es (zusammen mit dem Platz davor und auch dem Weg dorthin) etliches zu sagen gegeben hat.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_214503.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1583" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_214503-150x150.jpg" alt="20141009_214503" width="150" height="150" /></a>Langsam wurde es Zeit fÃ¼r ein Pause, die wir zwischen Viktualienmarkt und PschorrbrÃ¤u am Valentinbrunnen eingelegt haben. Zu Valentin muss man nicht viel sagen, auÃŸer dass er nach dem Krieg in MÃ¼nchen lange verkannt war und vÃ¶llig zu Unrecht erst spÃ¤t wiederentdeckt wurde und halbwegs zu der Ehre gekommen ist, die er verdient hat. Hier konnten wir Essen teilen und verzehren, unter anderem einen von Pit hervorragend selber gemachten Shepherd&#8217;s Pie. Bevor es weiterging, gab es dann auch gleich noch den nÃ¤chsten Whisky: <strong>Bruichladdich 2002 â€“ 2013 Malts of Scotland â€˜Warehouse Diamondsâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />, Chateau dâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />Yquem Sauternes Hogshead 13062, 185 btl., 58,2%</strong>. Die Yquem-Lagerung aus der Micro-Provenance-Serie von Bruichladdich fand ich extrem gut und so war ich natÃ¼rlich auf den hier ebenfalls ziemlich gespannt. An den genannten kommt der zwar nicht ran (was aber auch am Alter liegt), gelungen ist er aber trotzdem. Hier ergÃ¤nzen sich Fass und Whisky vÃ¶llig harmonisch und rund. WÃ¼rde es davon genug FÃ¤sser geben, sollte Bruichladdie den als regulÃ¤res Finish rausbringen!</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_221259.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1584" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_221259-150x150.jpg" alt="20141009_221259" width="150" height="150" /></a>ZurÃ¼ck zum Alten Peter und dabei gleich die nÃ¤chste AbfÃ¼llung aus dem Weinfass: <strong>Bunnahabhain 23 y.o. The First Editions 1989 â€“ 2013, Bordeaux Barrique Finish, 210 btl.,Â  50,2%</strong>. Mit Bunnahabhain kann man selten was verkehrt machen und so ist es auch hier. Der Rotwein gibt lediglich eine Note dazu, dominiert den Whisky aber nicht und lÃ¤sst ihm Platz. Genau so sollte das sein, das Ergebnis ist komplex und stimmig mit ganz eigenen Noten. Top!</p>
<p>Am alten Hof vorbei geht es zur Staatsoper und zur Blindverkostung des Abends. Wir erfahren nur, dass es sich um einen Whisky von Islay handelt, der Rest wird geraten. Dass mein spontaner Tipp auf Port Charlotte nicht stimmen kann, wird mit selber klar, sobald ich ihn ausgesprochen habe. Hier gibt es zwar ordentlich Torf, aber nicht mit allen Reglern auf 10, sondern zumindest mit AnsÃ¤tzen zu vielen anderen Noten, auch wenn keine davon so richtig ausgeprÃ¤gt scheint. Die LÃ¶sung ist eigentlich naheliegend, es ist eine Vorabflasche von Pits nÃ¤chster ClubafÃ¼llung, die aktuell noch im Fass reift und auch noch nicht fertig ist. Die Brennerei darf da nicht draufstehen, sie liegt aber an der SÃ¼dkÃ¼ste zwischen Ardbeg und Laphroaig. Jedenfalls bin ich froh, dass ich mir davon bereits im Vorfeld eine Flasche gesichert habe. Die AnsÃ¤tze sind extrem vielversprechend, das kÃ¶nnte richtig groÃŸ werden!</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_231859.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1585" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_231859-150x150.jpg" alt="20141009_231859" width="150" height="150" /></a>Letzte Runde vor den LÃ¶wen an der Residenz, die wir nur anschauen, statt sie zu begrapschen. Unter den vier Kardinaltugenden MÃ¤ÃŸigung (eh klar), Gerechtigkeit, Weisheit und FassstÃ¤rke nehmen wir den letzten Tropfen zu uns: <strong>Port Ellen 18 y.o. Douglas Laing â€˜Old Malt Caskâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 1981 â€“ 2000, Sherry Cask, 210 btl., 52,7%</strong>. Port Ellen hat mich in der Vergangenheit immer begeistert, es wird allerdings zunehmend unmÃ¶glich, zu noch bezahlbaren Preisen an die richtig geilen ranzukommen. Das hier ist nach Aussage der restlichen Gruppe ein ebensolcher, mich begeistert er allerdings nicht so derb wie den Rest. Er ist mÃ¤chtig und komplex und hat eigentlich alles, was er haben sollte, aber er zÃ¼ndet einfach nicht richtig. Vielleicht es einfach zu spÃ¤t fÃ¼r mich, in jeder Hinsicht. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Genossen habe ich in jedem Fall den gesamten Abend, mit allen Whiskys und auch all den ganzen Geschichten zu MÃ¼nchen, die Rainer uns so kurzweilig wie spannend vorgetragen hat.</p>
<p>Danke an alle Beteiligten und vor allem an Rainer und Pit! SlÃ¡inte!</p>
<p>PS: Ich bitte die QualitÃ¤t der Bilder zu entschuldigen. Die LichtverhÃ¤ltnisse haben es dem Smartphone nicht leicht gemacht.</p>
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		<title>41. Whiskytasting von Munich Spirits â€“ Torf &#8211; Rauch &#8211; Islay</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Oct 2014 14:35:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Are you here for the birds or for the whisky? Die Frage wird einem auf Islay, der sÃ¼dlichsten Insel der inneren Hebriden, recht hÃ¤ufig gestellt. Islay ist einerseits einer der zentralen Zwischenstopps der groÃŸen ZugvogelschwÃ¤rme und andererseits Heimat mehrerer Brennereien <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/41-whiskytasting-von-munich-spirits-torf-rauch-islay"><span class="screen-reader-text">  41. Whiskytasting von Munich Spirits â€“ Torf &#8211; Rauch &#8211; Islay</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Are you here for the birds or for the whisky? Die Frage wird einem auf Islay, der sÃ¼dlichsten Insel der inneren Hebriden, recht hÃ¤ufig gestellt. Islay ist einerseits einer der zentralen Zwischenstopps der groÃŸen ZugvogelschwÃ¤rme und andererseits Heimat mehrerer Brennereien mit groÃŸen Namen in der Whiskywelt. Von hier kommen in erster Linie Destillate, die der Landschaft vor der schottischen WestkÃ¼ste entsprechen â€“ harsch, rau und mit Ã¼berwiegend viel Torf. Das ist nicht jedermanns Sache, hat aber in der Szene auch eine ordentliche Anzahl Ã¼berzeugter AnhÃ¤nger. Rechtfertigung genug fÃ¼r ein eigenes Tasting, das sich diesen Whiskys widmet.</p>
<p><span id="more-1561"></span><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/bowmore.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1562" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/bowmore-150x150.jpg" alt="bowmore" width="150" height="150" /></a>Den Anfang macht ein <strong>Bowmore, James MacArthur, Bourbon Cask 960003, 1996-2009, 13 Jahre, 58,8%</strong> aus der Old Masters Serie. In der Nase Ã¼berraschend wenig Torf, dafÃ¼r eher Zitrusnoten. Mit den Bowmores, die ich kenne, hat das wenig bis nichts zu tun, auch wenn sich nach einiger Zeit doch noch der Torf zeigt. Im Mund dominiert der Alkohol, der Bowmore zeigt sich hier ziemlich ruppig. Erst ziemlich am Ende eines eher mittellangen Abgangs kommen ein paar Beerennoten durch. Das ist aber auch das einzige, was ich hier mit Bowmore in Verbindung bringe. Insgesamt ein netter Standard, aber nicht zu dem Preis, den der ursprÃ¼nglich mal hatte. Andererseits braucht er eh deutlich Wasser und so weit runterverdÃ¼nnt ist dann auch der Preis fast wieder in normalen Regionen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/lagavulin.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1563" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/lagavulin-150x150.jpg" alt="lagavulin" width="150" height="150" /></a>Zu den richtig groÃŸen Namen von Islay gehÃ¶rt zweifelsohne <strong>Lagavulin</strong>, hier mit einer <strong>OriginalabfÃ¼llung, 1995-2008, 12 Jahre, 48%, exclusively bottled for Friends of Classic Malts</strong> vertreten. Auch dieser hier ist sehr ungewÃ¶hnlich und von mir nicht als Lagavulin zu erkennen. Statt massivem Rauch gibt es hier einen milden, aber vollmundigen Duft von Honig und NÃ¼ssen. Ã„hnlich wie der Bowmore braucht es ein wenig Luft, um etwas schwarzwÃ¤lder Schinken aus dem Glas zu bringen. Dominant wird der aber auch dann nicht. Geschmacklich hÃ¤lt sich der Torf ebenfalls im Hintergrund, der erste Schluck wirkt tatsÃ¤chlich fast etwas wÃ¤ssrig. Es braucht etwas, bis der leicht bittere Charakter herauskommt. Insgesamt braucht der Zeit im Glas, um sich zu entwickeln, bleibt aber auch dann eher unaufdringlich und untypisch. Den Bowmore schlÃ¤gt er, aber andererseits hatte ich auch schon bessere Lagavulins im Glas.</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/caol_ila.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1564" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/caol_ila-150x150.jpg" alt="caol_ila" width="150" height="150" /></a>Caol Ila</strong> hat einen zweifelhaften Ruf bei den Whiskyfans, da es sich hierbei um die industriellen Massenproduzenten auf der Insel handelt. Der Fertigungsprozess hat hier mit den nostalgischen Bildern, die man bei Whisky im Kopf hat, endgÃ¼ltig nichts mehr zu tun. Trotzdem muss man sagen, dass sie immer wieder richtig gute Tropfen im Sortiment haben. Hier haben wir einen ziemlich alten, <strong>Whiskies of Scotland, 30 Jahre, 53,6%</strong>. Da ist die Erwartungshaltung dann doch recht hoch, auch wenn mich Caol Ila bislang vor allem bei den sehr jungen Ã¼berzeugt hat. Der Geruch ist aber schon mal ziemlich mÃ¤chtig und auch richtig schÃ¶n. Ganz kurz ist eine Assoziation zu LÃ¶sungsmittel da, die aber sofort einem reifen Pfirsich weicht. Der Torf steht auch hier eher im Hintergrund. Im Mund ist er wÃ¼rzig, mit Holz und Leder. Der Abgang bringt bittere TÃ¶ne hervor, dann ganz spÃ¤t etwas Malz. Trotz FassstÃ¤rke braucht der ziemlich groÃŸe Schlucke, um zur Geltung zu kommen. Insgesamt ganz schÃ¶n, aber nicht Ã¼berragend.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/auriverdes.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1565" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/auriverdes-150x150.jpg" alt="auriverdes" width="150" height="150" /></a>Mit Nummer vier wird es dann schlagartig typisch; man muss nur in die NÃ¤he der GlÃ¤ser gehen, um Islay pur zu bekommen. <strong>Ardbeg Auriverdes, 49,9%</strong>. Der Auriverdes ist die aktuelle limitierte SonderabfÃ¼llung von Ardbeg, die sie inzwischen regelmÃ¤ÃŸig auf den Markt bringen und die genauso regelmÃ¤ÃŸig innerhalb kÃ¼rzester Zeit vÃ¶llige Phantasiepreise auf Ebay aufrufen. Der Vorwurf, dass es sich hierbei mehr um geschicktes Marketing denn um guten Whisky handelt, ist aber aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt. Mit Ausnahme des Galileo fand ich bislang alle diese AbfÃ¼llungen ziemlich gelungen, wenn auch in der Tat etwas zu teuer. Der Auriverdes macht also wie gesagt schon beim ersten Atemzug Ã¼ber dem Glas klar, aus welcher Destillerie er kommt. Da ist mÃ¤chtig Torf drin, dahinter ein wenig Frucht. Im Mund bleibt er wuchtig. Kohle, Teer, herbe FrÃ¼chte, nach etwas Zeit im Glas kommt mehr SÃ¼ÃŸe dazu und der Rauch schwÃ¤cht sich ab. Im Abgang kommt Kaffee dazu. GefÃ¤llt mir ausgesprochen gut und gewinnt den ersten Teil des Abends vÃ¶llig problemlos.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/cairdeas.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1566" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/cairdeas-150x150.jpg" alt="cairdeas" width="150" height="150" /></a>Nach der Essenspause bleibt es massiv. <strong>Laphroaig Cairdeas 2014, 51,4%</strong>. Wie auch beim Ardbeg gibt es hier keine Altersangabe, die hierfÃ¼r verwendeten Whiskys waren wohl zwischen 5 und 10 Jahren im Bourbon- und danach noch ein Jahr in Amontillado-FÃ¤ssern. Ebenfalls wie beim Auriverdes verheimlicht auch der Cairdeas nicht, wo er herkommt. Der typische medizinische Torfgeruch macht sofort klar, um welche Brennerei es sich handelt. Auch der Geschmack ist ganz klar Laphroaig, hier aber kombiniert mit einer angenehmen SÃ¼ÃŸe durch die SherryfÃ¤sser. Etwas ungewÃ¶hnlich ist die Entwicklung. Es beginnt herb, dann kommt der Sherry und schlieÃŸlich noch Frucht, die man eher nicht erwarten wÃ¼rde. Insgesamt sehr gut, wenn auch dem vermutlich eher geringen Alter und der FassstÃ¤rke geschuldet recht ruppig.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/port_charlotte.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1567" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/port_charlotte-150x150.jpg" alt="port_charlotte" width="150" height="150" /></a>Die extremsten AbfÃ¼llungen in Bezug auf Torf kommen zwischenzeitlich von Bruichladdich, wenn auch nicht unter eigenem Namen. Hier haben wir eine ClubabfÃ¼llung zum 100. NÃ¼rnberger Whiskystammtisch â€“ <strong>Port Charlotte, fresh Irish hogshead 630, 10 Jahre, 63%</strong>. Wie die meisten Port Charlottes, die ich bislang probiert hab, ist mir das klar zu viel des Guten. Schon beim Geruch hat man den Einruck, dass hier statt Gerste SchwarzgerÃ¤uchertes destilliert wurde. Dahinter gibt es eine schwere SÃ¼ÃŸe. Im Mund ist er genau so extrem, wie der Geruch es vermuten lÃ¤sst. Pur ist mir das zu krass; mit Wasser ist er trinkbar, aber auf solche Torfattacken hab ich trotzdem nur sehr selten Lust. Von der Halbliterflasche PC5, die ich 2007 von Islay mitgebracht habe, ist auch noch die HÃ¤lfte drin.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/octomore.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1568" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/octomore-150x150.jpg" alt="octomore" width="150" height="150" /></a>Den Abschluss macht der vermeintlich extremste Whisky, ebenfalls von Bruichladdich: <strong>Octomore 06.1_167, 5 Jahre, 57%</strong>. Die Octomore-AbfÃ¼llungen sind das Experiment, wie viel Torf man Ã¼berhaupt in einen Whisky reinbekommen kann. Hier sind es 167 ppm und damit gut das Vierfache von dem, was die AbfÃ¼llungen von Laphroaig, Ardbeg oder Lagavulin normalerweise aufweisen. Das klingt vÃ¶llig verrÃ¼ckt, funktioniert aber nicht nur Ã¼berraschend gut, sondern ist im Ergebnis auch wesentlich weniger extrem als bei Port Charlotte. Der Geruch ist ganz eigen, aber nicht in erster Linie torfig, sondern eher fruchtig und frisch. Am Tisch fÃ¤llt die Assoziation Cheese Cake mit Mandarinen und das passt ziemlich gut. Der Geschmack ist zwar krÃ¤ftig, aber ebenfalls weit weniger torfig als man erwarten sollte. Torf kommt insgesamt eher zum Schluss durch, davor gibt es starke Fruchtigkeit mit einem durchaus angenehmen Biss. Das alles ist aus meiner Sicht nicht nur eine sehr gelungene Komposition, sondern auch vÃ¶llig einzigartig. Ich kenne nichts vergleichbares. FÃ¼r mich der klare Gewinner des Abends und wenn der nicht so derbe teuer wÃ¤re, hÃ¤tte ich den schon zu Hause im Regal stehen.</p>
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