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	<title>Cragganmore &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>46. Whiskytasting von Munich Spirits â€“ Messehighlights Finest Spirits 2015</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2015 13:04:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[WÃ¤hrend sich glÃ¼ckliche Menschen Ende Februar auf der Finest Spirits vergnÃ¼gen durften, stand ich in alten Klamotten auf einer Leiter in meiner alten Wohnung und habe WÃ¤nde gestrichen. Kein guter Ersatz, vor allem da einem heutzutage von Wandfarbe nicht mehr <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/46-whiskytasting-von-munich-spirits-messehighlights-finest-spirits-2015"><span class="screen-reader-text">  46. Whiskytasting von Munich Spirits â€“ Messehighlights Finest Spirits 2015</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>WÃ¤hrend sich glÃ¼ckliche Menschen Ende Februar auf der <a title="Finest Spirits" href="http://www.finest-spirits.com" target="_blank">Finest Spirits</a> vergnÃ¼gen durften, stand ich in alten Klamotten auf einer Leiter in meiner alten Wohnung und habe WÃ¤nde gestrichen. Kein guter Ersatz, vor allem da einem heutzutage von Wandfarbe nicht mehr schwummrig im Kopf wird. Umso gespannter war ich deswegen auf die Messenachlese von <a title="Munich Spirits" href="http://munich-spirits.de/" target="_blank">Munich Spirits</a>. Bislang hatten die MÃ¤dels und Jungs immer eine ziemlich gute Nase (in jeder Hinsicht) und damit war das die MÃ¶glichkeit, zumindest ein wenig der Messe nachzuholen.<br />
<span id="more-1615"></span><br />
Die Rahmenbedingungen waren die gleichen wie immer, ich komme also direkt zu den Whiskys:</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183232.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1616" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183232-150x150.jpg" alt="20150326_183232" width="150" height="150" /></a>Die ErÃ¶ffnung machte eine ungewÃ¶hnliche AbfÃ¼llung des Scotch Single Malt Circle. Eigentlich bringt Maggie Miller nur AbfÃ¼llungen in FassstÃ¤rke heraus. Aber auch sie bekommt inzwischen wie alle unabhÃ¤ngigen AbfÃ¼ller den Mangel an FÃ¤ssern, deren Inhalt sowohl trink- wie auch bezahlbar ist, deutlich zu spÃ¼ren. Das einzige, was beim Broker in dieser Kategorie in Frage gekommen ist, war ein bereits auf TrinkstÃ¤rke verdÃ¼nnter <strong>Glenburgie, Scotch Single Malt Circle, Bourbon Barrel, 19 Jahre, 46%</strong>. Bevor sie nun mit komplett leeren HÃ¤nden wieder gehen musste, wurde es dann der. Das kann ich nachvollziehen, denn der geht genau in die Richtung, die ich seit einiger Zeit bevorzuge. In der Nase kommt hinter einem Hauch von LÃ¶sungsmittel sofort Fruchtkompott durch, bei dem Birne im Vordergrund steht. Sehr fein und vielversprechend. Der Geschmack ist im ersten Moment eher wÃ¼rzig, die Frucht kommt nicht so dominant durch, wie man durch den Geruch erwarten wÃ¼rde. Im Abgang wird wird er leicht adstringierend und es kommen rote Pefferbeeren dazu. Leider klingt er nicht allzu lange nach, was wahrscheinlich am Alkoholgehalt liegt. Extrem schade, dass der bereits verdÃ¼nnt war. In FassstÃ¤rke wÃ¤re der richtig groÃŸ gewesen, so reicht es letztlich nur zu einer Zwei mit Sternchen. Was aber natÃ¼rlich immer noch ziemlich respektabel ist.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183240.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1617" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183240-150x150.jpg" alt="20150326_183240" width="150" height="150" /></a>Nummer zwei wurde als der Ã¼berzeugendste Vertreter dieser Destillerie auf der Messe angekÃ¼ndigt: <strong>Benriach, Anam na h-Alba, Refill Sherry 1990, 24 Jahre, 59,7%</strong>. Schon die Farbe sieht nicht nach Sherry aus, der Geruch hat auch nichts damit zu tun. Ganz im Gegenteil findet sich da mit Vanille ein recht deutlicher Hinweis auf BourbonfÃ¤sser. Auch ansonsten hat er nichts von sherryÃ¤hnlicher Schwere oder Muffigkeit, sondern wirkt ganz im Gegenteil sehr frisch und klar, mit Zitrusnoten. Die Assoziation ist eher BergfÃ¼hling als Ledersofa. Im Geschmack kommt der Alkohol sehr deutlich raus, aber auch hier ist von Sherry keine Spur. Inzwischen stellt sich mir die Frage, ob der nicht vielleicht falsch deklariert war. Das schmeckt alles nach straightem Bourbonfass. Im Abgang gibt es noch ein wenig Toffee. So richtig Ã¼berzeugt mich das aber alles nicht. Wenn das der stÃ¤rkste Benriach der Messe war, dann spricht das nicht gerade fÃ¼r die anderen AbfÃ¼llungen.<br />
Mit Wasser verÃ¤ndert er sich ziemlich deutlich, da kommen auf einmal Birnen- und Apfelnoten durch. Insgesamt erinnert er mich an da an einen Obstbrand, der im Holzfass nachgelagert wurde. Vor ein paar Jahren gab es mal einen â€žAlten Apfelâ€œ der Brennerei Ziegler. An den musste spontan denken. Trotzdem fÃ¼r mich der schwÃ¤chste Vertreter im LineUp.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183245.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1618" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183245-150x150.jpg" alt="20150326_183245" width="150" height="150" /></a>Mit der nÃ¤chsten Runde wurde dann aber spontan alles wieder gut. Die AbfÃ¼llungen der Scotch Malt Whisky Society sind den Mitgliedern vorbehalten und auch fÃ¼r diese nicht immer leicht zu bekommen. Vor allem die richtig guten sind schnell weg, was auch bei dieser der Fall war: <strong>Cragganmore, SMWS 37.60, â€žOranges, spices and London honeyâ€œ, 29 Jahre, 52,4%</strong>. Alter Whisky braucht gern Zeit im Glas und das ist hier nicht anders. Die erste Nase ist eher unangenehm und erinnert die einen am Tisch an Uhu, mich an morsches Holz. Aber das Ã¤ndert sich nach einiger Zeit, es kommen florale Noten durch, dazu der im Namen bereits erwÃ¤hnte Honig. Leichte GewÃ¼rznoten lassen sich auch finden, die Orangen hab ich eher nicht. Geschmacklich ist sehr rund und ausgewogen, mit vielen Nuancen aus denen keine dominant hervorsticht, was eine Beschreibung schwierig macht. Vor allem ist er aber extrem sÃ¼ffig. Den Alkohol schmeckt man gar nicht, das alles ist so angenehm und ausgewogen, dass das Glas sehr schnell leer ist und genau so schnell nachgefÃ¼llt werden mÃ¶chte. GefÃ¤hrlich, da kann eine Flasche sehr schnell leer werden. Sehr gelungene AbfÃ¼llung, insgesamt wohl mein Gewinner des Abends.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183250.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1619" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183250-150x150.jpg" alt="20150326_183250" width="150" height="150" /></a>Die letzte AbfÃ¼llung vor der Essenspause war nun ganz deutlich aus dem Sherryfass: <strong>Glen Garioch, Berry&#8217;s own selection, 1st Fill Oloroso Sherry Butt, 21 Jahre, 57%</strong>. Allerdings bezweifle ich, dass er wirklich die ganze Zeit im 1st fill Fass verbracht hat. Der Sherry war zwar deutlich, aber nicht Ã¼bermÃ¤chtig, so dass der Whisky darunter angenehmerweise noch herauskommen konnte. Der Geruch voller Wurzelwerk, mit deutlich Sherry und dunklen Beeren. Der Geschmack eine schÃ¶ne Mischung aus SherrysÃ¼ÃŸe und Whisky mit einem mÃ¤chtigen, malzigen Abgang. FÃ¼r meinen Geschmack hÃ¤tte es ein Tick weniger Sherry sein kÃ¶nnen, aber das ist schon Jammern auf ganz hohem Niveau, die AbfÃ¼llung ist ziemlich gelungen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183257.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1620" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183257-150x150.jpg" alt="20150326_183257" width="150" height="150" /></a>Sowohl mit Sherry wie auch gelungen ging es nach der Pause weiter: <strong>Caperdonich, Single Cask Collection, Sherry Hogshead, 20 Jahre, 53,5%</strong>. Hier war der Schwefel in der Nase zu riechen, ausgeglichen aber durch Marzipan. Im Mund eine schÃ¶ne, ausgewogene SÃ¼ÃŸe, die mir noch besser gefallen hat als beim Glen Garioch. Leider konnte der recht kurze und fast etwas wÃ¤ssrige Abgang aber nicht mithalten und hat die Note dann letztlich etwas gedrÃ¼ckt, weswegen es dann nur einem Gut gereicht hat.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183302.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1621" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183302-150x150.jpg" alt="20150326_183302" width="150" height="150" /></a>An vorletzter Stelle dann ein etwas ungewÃ¶hnlicher Vertreter, weil sowohl aus Irland wie auch getorft. Die Iren beginnen nach einer lÃ¤ngeren Tiefphase langsam endlich wieder Boden zu gewinnen. Neue Destillerien werden gebaut und neue AbfÃ¼llungen kommen auf den Markt. Darunter auch diese, ein <strong>Cooley, Irish-Whiskeys.de, Bourbon Hogshead, 13 Jahre, 51,6%</strong>. Der Geruch leicht rauchig, mit Vanille und Banane. Der Geschmack gefÃ¤llig, aber etwas unspektakulÃ¤r, mit Fruchtnoten im Abgang. Insgesamt ein schÃ¶ner, gut trinkbarer Alltagswhisky, bei dem der Torf nicht alles zudeckt, sondern noch andere Aromen zulÃ¤sst. Aber trotzdem â€“ fÃ¼r diese AbfÃ¼llung werden im Laden 80 â‚¬ abgerufen. 80 â‚¬? Seriously? Das zeigt das Problem, das wir aktuell haben. Die Preise haben â€“ vor allem bei den UnabhÃ¤ngigen â€“ deutlich angezogen und sind inzwischen in Bereichen, die ich einfach nicht mehr zu zahlen bereit bin. Sehr schade.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183309.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1622" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183309-150x150.jpg" alt="20150326_183309" width="150" height="150" /></a>Ã„hnliches gilt auch fÃ¼r den Abschlusswhisky: <strong>Laphroaig, Glen Fahrn Germany, Cask 7981, 14 Jahre, 54,1%</strong>. Mit einem Einatmen Ã¼ber dem Glas ist klar, dass hier ein Laphroaig drin ist. Die medizinischen Noten zum deutlichen Torf sind vÃ¶llig typisch. Nicht ganz so typisch sind die buttrigen Fruchtnoten, die noch dazu kommen und ihm eine eigene Note geben. Der Geschmack ist wie erwartet krÃ¤ftig und wuchtig mit SchwarzgerÃ¤uchertem im Vordergund. Dann kommt aber wieder Frucht durch, dann wieder der Schinken, zum Schluss klingt alles in einer cremigen SÃ¼ÃŸe aus. Fraglos ist auch das eine gelungene AbfÃ¼llung. Aber fÃ¼r Ã¼ber 100 â‚¬ bekomme ich auch einen 18jÃ¤hrigen StandardabfÃ¼llung (an der dieser Laphroaig fÃ¼r mich trotz aller Klasse nicht vorbei kommt) plus einen 10jÃ¤hrigen obendrauf (mit dem ich nach wie vor SpaÃŸ habe). Deswegen bleibt mein Fazit auch hier: klasse Whisky, aber nicht zu diesem Preis.</p>
<p>Aber dafÃ¼r hat man ja Tastings, bei denen man in schÃ¶n geselliger Runde auch die Whiskys genieÃŸen kann, die nicht im eigenen Regal landen. So wie dieses, das einmal mehr sehr gelungen war und eine Menge SpaÃŸ gemacht hat.</p>
<p>Bis zum nÃ¤chsten Mal!</p>
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