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	<title>Japan &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>30. Whiskytasting von Munich Spirits &#8211; â€žJapantastingâ€œ</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 21:05:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Munich Spirits]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war schon lÃ¤nger geplant, nun hat es stattgefunden â€“ ein Tasting, das sich auf die japanischen Whiskys konzentriert. Fachliche UnterstÃ¼tzung gab es dabei durch Christian Herbst, der mit dem Sushi + Soul in MÃ¼nchen eine der wenigen Locations mit <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/30-whiskytasting-von-munich-spirits-japantasting"><span class="screen-reader-text">  30. Whiskytasting von Munich Spirits &#8211; â€žJapantastingâ€œ</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war schon lÃ¤nger geplant, nun hat es stattgefunden â€“ ein Tasting, das sich auf die japanischen Whiskys konzentriert. Fachliche UnterstÃ¼tzung gab es dabei durch Christian Herbst, der mit dem <a title="Sushi + Soul" href="http://www.sushi-soul.de/" target="_blank">Sushi + Soul</a> in MÃ¼nchen eine der wenigen Locations mit richtig groÃŸer Auswahl an japanischen Whiskys weltweit besitzt. Aber nicht nur die Masse macht es, Chris hat auch gezeigt, dass er einige von der Materie versteht und uns sehr unterhaltsam und mit reichlich Hintergrundwissen und Anekdoten durch den Abend gefÃ¼hrt.</p>
<p><span id="more-1201"></span>Meine bisherigen Erfahrungen mit japanischem Whisky waren sehr Ã¼berschaubar. Die wenigen, die ich probiert hatte, waren zwar gut, konnte aber nicht gerade mit EigenstÃ¤ndigkeit glÃ¤nzen. Dazu kam ein vergleichsweise hoher Preis. Die Sache mit der EigenstÃ¤ndigkeit konnte Chris bestÃ¤tigen. In Japan schÃ¤mt man sich nicht dafÃ¼r, die schottischen Whiskys zu kopieren, sondern nimmt es als Herausforderung, besser zu sein als das Original (was nach Chris&#8216; Meinung im Schnitt auch gelingt) . Die Messlatte fÃ¼r dieses Tasting lag also schon mal auf einer recht ordentlichen EinstiegshÃ¶he.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/yoichi.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1202" alt="yoichi" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/yoichi-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Die ErÃ¶ffnung war ein <strong>Yoichi 10</strong>, einer der am weitest verbreiteten japanischen Whiskys. Mit 45% in TrinkstÃ¤rke abgefÃ¼llt, schÃ¶ne goldene Farbe. Der Geruch ist sehr weich und mit wenig Alkohol, aber trotzdem voluminÃ¶s. Florale Noten, ein wenig Honig und reife Frucht dahinter (Birne?). Auch der Geschmack ist vollmundig, aber dabei mild und sehr gut trinkbar. Auch hier finden sich Fruchtnoten, eine leicht herbe WÃ¼rzigkeit und Spuren von Holz, die dann in einer angenehmen, leicht malzigen SÃ¼ÃŸe ausklingen. Ziemlich gut, Ã¼berraschend komplex und dabei sehr angenehm zu trinken. Der Yoichi hÃ¤lt in der Tat, was er verspricht. Dass dieser Whisky vom World Whisky Magazine zum â€žbest of the bestâ€œ gewÃ¤hlt wurde, kann man schon nachvollziehen. Feiner Tropfen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/chichibu.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1203" alt="chichibu" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/chichibu-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Nummer 2 war dann gleich etwas recht Ausgefallenes (und in Deutschland auch kaum mehr ErhÃ¤ltliches). <strong>Chichibu â€žThe Firstâ€œ</strong>, gerade mal 3 Jahre alt (und schon vor der AbfÃ¼llung ausverkauft), mit mÃ¤chtigen 61,8 %. Junge Whiskys sind generell so eine Sache, oftmals mehr Spielerei zu Ã¼berteuerten Preisen und bestenfalls ein Hinweis darauf, was mal aus einem Whisky werden kann, wenn er lang genug im Fass war. Der Chichibu kann allerdings Ã¼berraschend gut bestehen. In der Nase finden sich neben dem deutlichen Alkohol erdige Noten und Beeren, mit etwas Wasser kommen Holz, etwas Rauch und vollreife FrÃ¼chte dazu. Ganz unten liegt eine Note, die ich nicht fassen kann und die ich als etwas unangenehm empfinde. Aber ich komme nicht drauf, was es ist. Den Mund fÃ¼llen starke Holznoten. Das ist interessant, denn ich kenne keinen Whisky, bei dem das Holz des Fasses so prÃ¤sent ist, aber sich dabei so gut in den Geschmack einfÃ¼gt. Manche Whiskys, die zu lange im Fass (oder in schlechten FÃ¤ssern waren), haben einen durchdringenden und beinahe ekelhaften Holzgeschmack. Hier hingegen kommt das richtig gut. Der Abgang ist dem Alter geschuldet nur mittellang, bringt aber noch etwas SÃ¼ÃŸe mit rein und wirkt Ã¼berraschend reif. Mit Wasser wird er etwas gefÃ¤lliger, bÃ¼ÃŸt aber auch etwas an Besonderheit ein. Alles in allem jedenfalls eine ziemliche Ãœberraschung und tatsÃ¤chlich auch etwas Eigenes.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/taketsuru.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1204" alt="taketsuru" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/taketsuru-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Der dritte ist kein Single Malt, sondern ein Pure Malt. Also ein Blend aus verschiedenen Single Malts aus dem Hause Nikka. <strong>Taketsuru 17</strong>, mit 43 %. Die Farbe ist rotgolden, der Geruch sehr wÃ¼rzig. Ein GewÃ¼rz sticht heraus und es liegt mir die ganze Zeit auf der Zunge, aber es will mir einfach nicht einfallen, welches es ist. Der Geschmack ist malzig und im Vergleich zum Chichibu eher flach, auch der Abgang gestaltet sich eher eintÃ¶nig und etwas wÃ¤ssrig. Wenn man einen groÃŸen Schluck nimmt, entfaltet er sich besser und bekommt auch einen ganz schÃ¶nen Schmelz. Aber einmal mehr funktionieren Blends bei mir einfach nicht besonders. Ich mag es, wenn der Geschmack sich verÃ¤ndert und verschiedene Noten rauskommen. Das ist auch hier nicht der Fall. FÃ¼r mich persÃ¶nlich der schwÃ¤chste Vertreter an diesem Abend, auch wenn der Taketsuru zwei Jahre hintereinander Preise fÃ¼r den besten Pure Malt abgerÃ¤umt hat.</p>
<p>Kurze Pause, Antipasti, Frische Luft. Die gleich wieder die Lust auf weitere Whiskys weckt.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/yamazaki.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1205" alt="yamazaki" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/yamazaki-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>ErÃ¶ffnet wird mit einem <strong>Yamazaki 18</strong>, und diese 18 Jahre hat er komplett in SherryfÃ¤ssern verbracht. Die Farbe ist entsprechend sehr dunkel und aus dem Glas kommt einem auch deutlich und massiv der Sherry entgegen. Allerdings ohne Schwefelnoten, was auf ziemlich gute FÃ¤sser schlieÃŸen lÃ¤sst. Es gibt Assoziationen zu einer alten, schweren Ledercouch oder einem Ledersattel. Karamell ist auch dabei. Weit hinter dem Sherry finden sich auch noch eine weitere Note, die <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/yamazaki2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1206" alt="yamazaki2" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/yamazaki2-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>tatsÃ¤chlich die KirschblÃ¼te sein kÃ¶nnte, die sich in manchen Beschreibungen findet. AbgefÃ¼llt ist er mit 43% TrinkstÃ¤rke und der Geschmack ist vor sehr harmonisch. Der Sherry ist natÃ¼rlich sehr prÃ¤sent, aber nicht Ã¼bermÃ¤chtig und lÃ¤sst noch anderen Aromen Raum. Buttercreme, Schokolade, etwas Frucht, insgesamt eher herb und trocken, nicht Ã¼bertrieben sÃ¼ÃŸ, was mir sehr gut gefÃ¤llt. Die schmelzige SÃ¼ÃŸe des Sherrys kommt erst sehr spÃ¤t im Abgang heraus, bleibt aber auch hier eher im Hintergrund. Auch dieser Whisky kann sich durchaus sehen lassen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/miyagikyu.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1207" alt="miyagikyu" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/miyagikyu-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Das wirkliche Highlight des Abends kommt aber nach dem Yamazaki â€“ ein <strong>Miyagikyou Single Cask Malt</strong>, 16 Jahre alt, mit 54 %. Die Farbe ist sehr hell. In der Nase explodiert eine Fruchtbombe. Banane ist dominant, aber auch andere Fruchtnoten. Das setzt sich im Mund fort, volle Frucht, dabei etwas Holz und viel, viel Aroma â€“ allerdings auch diesmal leicht herb und nicht zu sÃ¼ÃŸ. Auch bei diesem Whisky kommt erst ganz zum Schluss eine ganz leichte SÃ¼ÃŸe dazu. Was soll ich sagen, das ist GENAU mein Ding! Hier haben wir auch EigenstÃ¤ndigkeit, denn ich hab zwar auch fruchtige Whiskys, aber nicht so wie diesen. Leider verliert er mit Wasser etwas und was einmal drin ist, bekommt man nicht mehr heraus. Und selbstverstÃ¤ndlich ist das genau wieder der eine, der hier kaum zu beziehen ist. Klar.</p>
<p>Im <a title="Sushi + Soul" href="http://www.negatron.de/whisky/30-whiskytasting-von-munich-spirits-japantasting" target="_blank">Sushi + Soul</a> gibt es nicht nur Whisky, sondern auch â€“ TADAA â€“ Sushi. Dazu nimmt man in Japan auch gern mal einen Whisky und so machen wir das jetzt auch. Chris hat zwei Platten mit Sushi mitgebracht und auch hier kann er Ã¼berzeugen. Ich hab erst recht spÃ¤t zum Sushi gefunden, bin aber dann gleich recht anspruchsvoll geworden. Das hier erfÃ¼llt alle Erwartungen, sehr gut und stimmig gewÃ¼rzt. Und ja, der Miyagikyou passt in der Tat sehr gut dazu und besteht auch neben rohem Fisch und gebratener Lachshaut. Geil!</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/karuizawa.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1208" alt="karuizawa" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/karuizawa-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Auch der Abschluss ist etwas ausgefallen und in dieser Form nicht mehr erhÃ¤ltlich. <strong>Karuizawa â€žMultivintageâ€œ Single Malt Noh</strong>, 27-30 Jahre, 59,1%. Karuizawa verwendet noch die originale schottische Gerstensorte â€žGolden Promiseâ€œ, die in Schottland inzwischen Ã¼berwiegend durch ertragreichere Sorten ersetzt wurde. Auch hier lÃ¤sst die sehr dunkle Farbe SherryfÃ¤sser vermuten und der Geruch bestÃ¤tigt dies umgehend. Ã„hnlich wie beim Yamazaki findet sich hier reichlich Sherry (ebenfalls ohne Schwefel), Leder, erdige Noten und etwas Nuss. Der Geschmack ist mÃ¤chtig, aber auch hier deckt der Sherry nicht alles zu. Ebenso ist es eine eher dezente SÃ¼ÃŸe, die von herben Noten ausgeglichen wird. Der Karuizawa vertrÃ¤gt ordentlich Wasser und bleibt auch dann noch ziemlich mÃ¤chtig. FÃ¼r Sherryfreaks ebenfalls eine Empfehlung.<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/karuizawa2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1209" alt="karuizawa2" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/02/karuizawa2-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a> ErwÃ¤hnenswert ist auch noch das ziemlich ausgefallene Etikett. Bei der ganzen Reihe der NOH-Whiskys hat man sich hier wohl ziemlich ausgetobt.</p>
<p>Was ist nun das Fazit des Abends? Mein Eindruck, dass man sich eher an den schottischen Vorbildern orientiert als etwas ganz Eigenes zu schaffen, hat sich Ã¼berwiegend bestÃ¤tigt. Allerdings kann man die Aussage von Chris bezÃ¼glich der QualitÃ¤t nicht von der Hand weisen. Zumindest in dieser Auswahl war keine handwerkliche SchwÃ¤che auszumachen, das war alles auf sehr hohem Niveau. Hier kÃ¶nnen die Japaner auf alle FÃ¤lle punkten.</p>
<p>Trotzdem, sie sind nicht unbedingt einfach zu bekommen und rufen dann auch durch die Transportwege und den Zoll recht ordentliche Preise auf. Eine Alternative sind sie aber in jedem Fall.</p>
<p>Danke an Chris und die Jungs von Munich Spirits! Das war sehr interessant und hat auch wieder richtig SpaÃŸ gemacht!</p>
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