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	<title>Johnny Walker &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>Finest Spirits 2017</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2017 21:37:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Entwicklung der Finest Spirits von einer kleinen Fach- zu einer groÃŸen Eventmesse geht konsequent weiter. Weniger Whisky, vor allem weniger unabhÃ¤ngige AbfÃ¼ller und dafÃ¼r groÃŸe Namen, mehr andere Spirituosen und trendige Produkte bis hin zu GummibÃ¤rchen mit Alkohol. GummibÃ¤rchen! <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/finest-spirits-2017"><span class="screen-reader-text">  Finest Spirits 2017</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entwicklung der <a href="http://finest-spirits.com/" target="_blank">Finest Spirits</a> von einer kleinen Fach- zu einer groÃŸen Eventmesse geht konsequent weiter. Weniger Whisky, vor allem weniger unabhÃ¤ngige AbfÃ¼ller und dafÃ¼r groÃŸe Namen, mehr andere Spirituosen und trendige Produkte bis hin zu GummibÃ¤rchen mit Alkohol. GummibÃ¤rchen! Dementsprechend entwickelt sich auch das Publikum weg von den Liebhabern hin zur Masse. WÃ¼rde ich da nicht immer noch einige gute Menschen vor und hinter den StÃ¤nden treffen, so wÃ¤re 2017 wohl meine endgÃ¼ltig letzte Finest Spirits gewesen. Wir waren auch noch nie so schnell mit den relevanten Sachen wie dieses Jahr.</p>
<p><span id="more-1861"></span><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/glenrothes.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1862" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/glenrothes-150x150.jpg" alt="Glenrothes" width="150" height="150" /></a>Begonnen habe ich wie immer bei <a href="http://www.munich-spirits.de" target="_blank">Munich Spirits</a>. Leider musste Pit Krause dieses Jahr auf die Messe verzichten, weswegen auch keine Monster Malts am Start waren. Einerseits schade, andererseits aber auch wieder gut fÃ¼r meinen Geldbeutel. Zum Einstieg trinke ich hier einen <strong>Glenrothes SMWS 30.92 Brighten Up Your Day, 24y, Bourbon Refill, 46,7%</strong>, der nicht nur als Einstieg sehr schÃ¶n ist. Nicht ausgefallen, sondern in erster Linie ein runder, milder, geradliniger Whisky aus dem dem Bourbonfass, mit einer schÃ¶nen Mischung aus Frucht und Vanille.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/laddie_ten.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1863" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/laddie_ten-150x150.jpg" alt="Laddie Ten" width="150" height="150" /></a>Direkt nebenan ist der Stand von <strong>Bruichladdich</strong> und damit quasi der einzige groÃŸe Name, der mich interessiert. Bruichladdich ist eine alte Liebe von mir, die aber seit dem Verkauf der Destillerie leider ziemlich erkaltet ist. Der alte Laddie Ten war einer meiner absoluten Referenzwhiskys, an dem sich alle anderen erst mal messen mussten (und nicht wenige gescheitert sind, auch deutlich teurere). Eine Flasche davon habe ich noch zu Hause, dann ist es vorbei. Deswegen war eine der spannendsten Meldungen in letzter Zeit, dass es eine limitierte Second Edition gibt. Die musste natÃ¼rlich ins Glas. Aber leider leider kommt auch diese AbfÃ¼llung nicht an die alte GrÃ¶ÃŸe heran. GrundsÃ¤tzlich geht das schon in die richtige Richtung, mit einem krÃ¤ftigen Antritt im Mund gut eingebauter Frucht. Aber die Klasse des alten erreicht er hier nicht. Vor allem hat er aber einen erschreckend kurzen und nichtssagenden Abgang. Das ist absolut kein Ersatz und der Preis, den sie dafÃ¼r aufrufen, ist fÃ¼r diese AbfÃ¼llung klar zu hoch.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/croftengea.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1864" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/croftengea-150x150.jpg" alt="Croftengea" width="150" height="150" /></a>Am Laddie-Stand hab ich auch die ersten Freunde getroffen und so ziehen wir dann gemeinsam weiter. Nach einem kurzen Zwischenstop bei Riegger, auf dessen <a href="https://www.negatron.de/whisky/63-whiskytasting-von-munich-spirits-messevortasting-mit-rieggers-selection">Tasting ich am Vortag war</a> und dessen Fass fÃ¼r die Messe nach wie vor in meiner engeren Auswahl ist, gehen wir weiter zu einem Pflichtbesuch. Die Jungs von der <a href="http://www.singlecaskcollection.at/" target="_blank">Single Cask Collection</a> aus Linz haben immer lohnenswerte AbfÃ¼llungen dabei (auch wenn uns die Ã–sterreicher von einem anderen Besucher ganz &#8222;zufÃ¤lig&#8220; eine gute Viertelstunde lang als komplette Idioten verkauft werden sollen, was zwar kompletter Schmarrn ist, aber immerhin einen guten Running Gag fÃ¼r den restlichen Abend abgibt). <a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/aberlour.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1865" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/aberlour-150x150.jpg" alt="Aberlour" width="150" height="150" /></a>Hier kaufen wir als erstes mal vernÃ¼nftige GlÃ¤ser (Glencairn statt der Mini-Schnaps-Tulpen, die es auf der Messe gibt) und probieren dann erst einen <strong>Croftengea 10y, 53,8%</strong>. Unter diesem Namen fÃ¼llt Loch Lomond inzwischen getorfte Whiskys ab. Das interessante daran ist, dass der Torf ganz anders herauskommt, als man es von den typischen Islay-AbfÃ¼llungen gewohnt ist. Kein Job, keine Schwere, sondern ein leichter (aber deutlicher) Rauch mit Frucht dazu. Sehr schÃ¶n. Ich probiere dann noch einen Aberlour 10y, 56,6%, aus dem Homok-Fass, der mir ebenfalls ausgesprochen gut gefÃ¤llt. Tiefe, schwere SÃ¼ÃŸe, dabei aber wunderschÃ¶n rund und ausgewogen. Zwei weitere Kandidaten fÃ¼r die Einkaufsliste.</p>
<p>Beim Vorbeischlendern an mehreren mÃ¤ÃŸig spannenden StÃ¤nden kommen wir zu <strong>Kymsee</strong>. Deutscher Whisky war ja die letzten Jahre schon ein Hypethema und hier hat sich der nÃ¤chste Schnapsbrenner an der Gerste versucht. Eigentlich hab ich aufgrund des Namens und des Schriftzugs, die beide Ã¤rgerlich an Mittelaltermarkt-Klamauk inklusive dem vollen Programm anÂ  &#8222;AuthentizitÃ¤t&#8220; erinnern schon von Vornherein keine Lust darauf, aber da wir eine Empfehlung bekommen haben, nehmen wir zu dritt ein Glas. Um es kurz zu machen: das ist mehr als genug. Es ist die Ã¼bliche Kombination aus Obstler-Ã¤hnlichem Schnaps und viel zu viel Holz. Da mag noch so viel Potential da sein, in der Form brauch ich das absolut nicht. Der Rest des Glases landet im BlumenkÃ¼bel.</p>
<p>Ein Bekannter <a href="https://www.negatron.de/whisky/finest-spirits-2016">vom letzten Jahr</a> ist der <strong>Bavarian Moonshine</strong>. Die haben ihre Range um ein paar neue zugesetzte Aromen erweitert. Ich probiere einen Straight, einen klaren Brand ohne Fasslagerung. Nett, aber muss nicht sein. Den Apple Pie finde ich nach wie vor gut, aber da hab ich noch eine halbe Flasche im Schrank stehen.</p>
<p>Zum Essen suchen wir diesmal nicht den Gastro-Bereich auf, sondern bleiben direkt am SÃ¼dtiroler Speckstand. Da gibt unter anderem es Bauerntoast und Schmalzbrot. Von beidem kÃ¶nnte ich noch mehrfach nachbestellen, aber wir sind ja nicht zum Essen da.</p>
<p>WofÃ¼r wir eigentlich auch nicht da sind, ist Bier. Allerdings haben wir die meisten interessanteren StÃ¤nde schon durch, weswegen wir dann doch mal bei <strong>Braufactum</strong> stehen bleiben und uns um nicht nicht destillierte Gerste kÃ¼mmern. Bei mir ist das ein Scottish Ale, das mir gut schmeckt, aber eher in die Kategorie &#8222;komplette Mahlzeit&#8220; fÃ¤llt. BÃ¶rps.</p>
<p>Irgendwie ist die Luft an der Stelle schon ziemlich raus. Wir debattieren ein bisschen, was wir einkaufen wollen, verballern noch zwei der Gutscheine, die es zur Eintrittskarte dazu gibt (1cl Standard <strong>Glen Grant</strong> &#8211; kann man machen, muss man aber nicht &#8211; und ein Stamperl <strong>Johnny Walker</strong> mit Ginger Ale &#8211; Varianten vom Horse&#8217;s Neck gehen immer) und pilgern dann zurÃ¼ck zu Riegger, der sich letztlich knapp gegen die Single Cask Collection durchsetzt und mit seinem Fass das Rennen macht. Dass man seine Flasche aus diesem selber abfÃ¼llen und etikettieren kann, spielt dabei ebenfalls eine Rolle. Das macht einfach Laune. Vor allem, wenn der Inhalt &#8211; ein achtjÃ¤hriger <strong>Glenallachie</strong> mit inzwischen 2 Monaten Finish in besagtem Port-Fass &#8211; sich noch lohnt.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/bruichladdich.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1866" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/bruichladdich-150x150.jpg" alt="Bygda" width="150" height="150" /></a>Meine Gesellschaft verabschiedet sich an dieser Stelle und ich hÃ¤tte gute Lust, mich anzuschlieÃŸen. Aber inzwischen sind noch andere Freunde angekommen und so beschlieÃŸe ich, doch noch ein wenig zu bleiben. Ein paar StÃ¤nde hab ich ja doch noch nicht besucht. Zum Beispiel den von <strong>Maggie Miller</strong> vom <a href="http://www.scotchsingle.de/" target="_blank">Scotch Single Malt Circle</a>, der eigentlich auch immer lohnt. Die anderen trinken Rum, ich wÃ¤hle einen <strong>Bruichladdich Bygda Connection 61,5%</strong>. Das ist jetzt schon eine ganz andere Hausnummer als der neue Ten vohin. GroÃŸer, mÃ¤chtiger Whisky, der unbedingt Wasser braucht, um seinen ganzen Geschmack zu entfalten. Sehr gut, aber leider aus der Kategorie &#8222;gibt es nicht mehr&#8220;.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/rimfire.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1867" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2017/02/rimfire-150x150.jpg" alt="Rimfire" width="150" height="150" /></a>Nochmal ein kleiner Zwischenstopp bei der Single Cask Collection, bei der allerdings eine Pause einlege. Dann weiter zur <strong>American Whisky Academy</strong>. Dort wird mir ein <strong>Ranger Creek Rimfire Mesquite Smoked</strong> als Besonderheit empfohlen. Preislich ist sie das auf alle FÃ¤lle, die AbfÃ¼llung ist schon lange verkauft, hier gibt es nur noch RestbestÃ¤nde an Flaschen. Die Verkostung lohnt aber, denn das hier ist wirklich durch das Trocknen des Malzes Ã¼ber Mequite-Feuer eine ganz eigenwillige Art von Rauchigkeit. Kein Ãœberflieger und ich kann auch gar nicht wirklich beschreiben, wie der genau geschmeckt hat &#8211; aber jedenfalls hab ich noch nie was vergleichbares getrunken. DafÃ¼r kÃ¶nnen Messen dann auch immer wieder gut sein.</p>
<p>Auch diese Gruppe muss ich zu Riegger schleifen und dort trinken wir noch unsere Abschlusstropfen (in meinem Fall genau den Glenallachie, den ich auf abgefÃ¼llt habe), dann reicht es zumindest mir dann doch fÃ¼r diesen Abend.</p>
<p>Das Fazit bleibt &#8211; die Messe ist immer weniger meins, aber in der richtigen Gesellschaft kann man immer noch seinen SpaÃŸ haben. Trotzdem Ã¼berlege ich, ob es nicht langsam an der Zeit ist, sich mal ein paar der kleineren Messen in anderen StÃ¤dten genauer anzuschauen. Das Jahreshighlight, dass es mal war, ist es in jedem Fall nicht mehr.</p>
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