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	<title>Single Malt &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>36. Whiskytasting von Munich Spirits â€“ Single Cask Collection</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jan 2014 22:10:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Munich Spirits]]></category>
		<category><![CDATA[Single Cask Collection]]></category>
		<category><![CDATA[Single Malt]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Linzer von der Single Cask Collection waren schon einmal Stargast bei einem Tasting und konnten damals schon beweisen, dass sie ein HÃ¤ndchen fÃ¼r gute FÃ¤sser haben. Da sie auÃŸerdem reichlich kurzweilig durch den Abend gefÃ¼hrt haben, war die Erwartungshaltung <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/36-whiskytasting-von-munich-spirits-single-cask-collection"><span class="screen-reader-text">  36. Whiskytasting von Munich Spirits â€“ Single Cask Collection</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Linzer von der <a title="Single Cask Collection" href="http://www.singlecaskcollection.at/" target="_blank">Single Cask Collection</a> waren schon einmal Stargast bei einem Tasting und konnten damals schon beweisen, dass sie ein HÃ¤ndchen fÃ¼r gute FÃ¤sser haben. Da sie auÃŸerdem reichlich kurzweilig durch den Abend gefÃ¼hrt haben, war die Erwartungshaltung durchaus nicht ganz niedrig.</p>
<p><span id="more-1482"></span><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8655.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1483" alt="IMG_8655" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8655-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Der Einstieg war mit einer Destillerie, deren Namen mir bislang gar nichts gesagt hat. <strong>Craigellachie, 10 y.o., distilled 2003, Rum Cask Finish, 54,5%</strong>. Die Sache mit dem Rumfass klang schon mal spannend. In der Farbe war es nicht zu erkennen, die sah einfach nach dem Bourbon Hogshead aus, in dem er die meiste Zeit verbracht hat. Der Geruch war dann aber schon eher ein Hinweis. Rosine war herauszuriechen, mit leicht muffigen Noten aber insgesamt sehr schÃ¶n. Mit etwas Wasser ging es in Richtung Wein. Im Geschmack kam der Rum allerdings nicht so deutlich raus, wie man hÃ¤tte denken kÃ¶nnen. Insgesamt eher sÃ¼ÃŸ und fÃ¼r FassstÃ¤rke und Alter Ã¼berraschend mild, mit Marzipan in einem mittellangen Abgang. An sich hat mir das gut gefallen, aber der Rum mÃ¼sste einen Tick deutlicher rauskommen, um die AbfÃ¼llung wirklich herausragen zu lassen. So wÃ¼rde ich das eher in der Kategorie Everyday-Whisky ablegen, wenn auch klar unter den besseren.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8656.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1484" alt="IMG_8656" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8656-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>In puncto EigenstÃ¤ndigkeit lieÃŸ Nummer zwei hingegen keine WÃ¼nsche offen. <strong>Glentauchers, 17 y.o., distilled 1996, Bourbon Hogshead, 55,2%</strong>. Auch dieser Name war mir bislang nicht gelÃ¤ufig. Die Farbe sehr hell, in der Nase erst massiv Gras und Heu, dann Ricola KrÃ¤uterbonbons. Etwas spÃ¤ter waren die grasigen Noten komplett weg, dafÃ¼r dann deutlich Vanille und mit etwas Wasser Ingwer. Die erste Assoziation im Mund war eine Zitronencremerolle, dann aber vor allem recht deutlich Alkohol und herbe Noten, die ich nicht richtig identifizieren konnte. SÃ¼ÃŸe TÃ¶ne kamen erst recht spÃ¤t durch, wurden mit der Zeit aber deutlicher. Insgesamt fand ich die Mischung aus herb und sÃ¼ÃŸ ziemlich interessant, genau wie die recht deutliche VerÃ¤nderung, die er Ã¼ber die Zeit durchgemacht hat. Aber trotzdem war das insgesamt nicht so ganz meins.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8657.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1485" alt="IMG_8657" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8657-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Sehr anders dagegen die dritte AbfÃ¼llung, <strong>Auchentoshan, 17 y.o., distilled 1996, Sherry Butt, 53,5%</strong>. Die StandardabfÃ¼llungen von Auchentoshan finde ich reichlich unspannend. Die hier schlÃ¤gt da allerdings deutlich nach oben aus, was zeigt, dass es da durchaus richtig tolle FÃ¤sser gibt. Beim ersten Hinriechen hÃ¤tte ich es beinahe fÃ¼r den Rum gehalten, den es heute auch noch geben sollte. Dann kamen aber die Schwefel- und Gumminoten des Sherryfasses recht deutlich raus, zusammen mit viel Holz. Geschmacklich war der Sherry sehr schÃ¶n eingebaut und nicht zu dominant, mit einer schÃ¶nen Mischung aus WÃ¼rze und SÃ¼ÃŸe, die immer wieder vom einen zum anderen pendelt. Nach einiger Zeit im Glas war auch noch eine Note drin, die an Sauerteig erinnert hat. Mit Wasser dann deutlich CrÃ¨me brÃ»lÃ©e und Karamell im Abgang. Fand ich ziemlich gut. Ein zweites Glas hab ich mir aufgehoben und nach dem Essen getrunken, da kam er dann allerdings nicht wirklich gut an. Die Antipasti haben ihn ziemlich dumpf und modrig wirken lassen. Aber an sich ein feiner Tropfen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8658.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1486" alt="IMG_8658" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8658-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Bevor es ans Essen ging, war aber noch ein <strong>Tobermory, 17 y.o., distilled 1995, Bourbon Hogshead, 55,6%</strong> dran. Der Kontrast zum VorgÃ¤nger war massiv. Erst Ponal in der Nase, dann Zitrone, Grappa, Kraut und etwas FrÃ¼chte. Der Geschmack war ein typischer Highlander aus dem Bourbonfass, sauber, ehrlich, straight und ziemlich krÃ¤ftig. Leichte Fruchtnoten und etwas Vanille.Und mit einem langen Abgang, der sich bei den Standards nur selten findet. Ich hÃ¤tte ihn vielleicht etwas frÃ¼her am Abend gebracht, aber andererseits war er eigentlich gerade im Kontrast zum Auchentoshan richtig geil.</p>
<p align="LEFT"><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8659.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1487" alt="IMG_8659" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8659-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Nach der Essenspause mit den Ã¼blichen Antipasti (und dem zweiten Auchentoshan) ging es weiter mit den beiden Highlights des Abends. Der erste war ein <strong>Littlemill, 21 y.o., distilled 1992, Bourbon Hogshead, 55,6%</strong> und ganz genau meine Baustelle. In der Nase Kokos, Butterkeks, Zitrone und Apfel, viel Frucht. Die fand sich auch im Mund wieder, reife Frucht, heiÃŸer Apfelpunsch, GewÃ¼rze, das alles sehr krÃ¤ftig. In einem mittellangen Abgang kam dann noch Haselnuss dazu. Insgesamt viel Alkohol, aber auch viel Aroma. Absolute Spitze!</p>
<p align="LEFT"><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8662.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1488" alt="IMG_8662" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8662-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Das zweite Highlight dann ein <strong>Strathmill, 23 y.o., distilled 1990, Sherry Butt, 51,3%</strong>. Die erste Nase fand Leim und LÃ¶sungsmittel, dann aber schnell Fruchtgummi und Hefe. Keine Spur von Schwefel, was mir schon mal richtig gut gefallen hat. Im Mund Fruchtkompott, Holz, etwas Leder â€“ der Sherry wunderbar eingebaut und mit ganz eigenen Noten, die ich so nur selten im Glas hatte. Der lange Abgang hat dann herbe Noten und spÃ¤t noch eine cremige SÃ¼ÃŸe dazu gebracht. Richtig gut und vor allem eben dabei auch sehr eigenstÃ¤ndig.</p>
<p align="LEFT"><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8663.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1489" alt="IMG_8663" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_8663-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Ganz zum Schluss stand dann noch ein Rum auf dem Programm. Damit tue ich mich insgesamt oft schwer und so war es auch hier. <strong>Bodega Pedro Oliver, 12 Jahre, 53,8%</strong>. Qualitativ mag der super sein, aber ich hab dabei nur meinen Vater im Kopf, wie er in der KÃ¼che Stollen macht. Backaroma und zu viel und zu schwere SÃ¼ÃŸe, das ist einfach nicht meine Welt. Vielleicht in der Karibik in einer Bar bei 40Â°, aber nicht im â€žWinterâ€œ in MÃ¼nchen.</p>
<p align="LEFT">Allerdings konnte ich dann noch von Lorenz (<a title="Tasting Fellows" href="http://www.tastingfellows.de/" target="_blank">Tasting Fellows</a>) seine neue 21jÃ¤hrige Glenburgie-AbfÃ¼llung probieren und das war dann schon wieder eher meine Welt. Auch wenn ich im Gegensatz zu den meisten anderen seinen 20jÃ¤hrigen eine Spur besser fand, zuckt da schon wieder das Kaufareal im Hirn. In jedem Fall ein Kandidat fÃ¼r die <a title="Finest Spirits" href="http://www.finest-spirits.de/" target="_blank">Finest Spirits</a> im Februar. Genau wie der Littlemill und der Strathmill â€¦</p>
<p align="LEFT">Insgesamt eine ziemlich gute Verkostung, bei den Whiskys war kein Ausfall dabei. Das sind alles wirklich gelungene AbfÃ¼llungen. Vielen Dank an <a title="Munich Spirits" href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank">Munich Spirits</a> und nach Linz, war einmal mehr ein gelungener Abend!</p>
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		<title>27. Whiskytasting von Munich Spirits</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jul 2012 18:29:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Bourbon]]></category>
		<category><![CDATA[Cocktail]]></category>
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		<category><![CDATA[Single Malt]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieses Tasting von Munich Spirits war an sich als Sommertasting gedacht und deswegen mit eher leichten Whiskies bzw. Cocktails bestÃ¼ckt. Das Einzige, was fehlte, war der Sommer, der sich dieses Jahr eher durch Regen, Gewitter und kurze schwÃ¼le Phasen hervortut, <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/27-whiskytasting-von-munich-spirits"><span class="screen-reader-text">  27. Whiskytasting von Munich Spirits</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Tasting von <a title="Munich Spirits" href="http://www.munich-spirits.de" target="_blank">Munich Spirits</a> war an sich als Sommertasting gedacht und deswegen mit eher leichten Whiskies bzw. Cocktails bestÃ¼ckt. Das Einzige, was fehlte, war der Sommer, der sich dieses Jahr eher durch Regen, Gewitter und kurze schwÃ¼le Phasen hervortut, anstatt Strandfeeling zu verbreiten. Da es aber im La Tavola aufgrund der PlatzverhÃ¤ltnisse schnell mal kuschlig wird, war zumindest die Temperatur drinnen doch annÃ¤hernd wie im Hochsommer. Die Drinks waren demnach auch nicht ganz deplatziert.</p>
<p><span id="more-968"></span>Um die Organisation kÃ¼mmert sich in Marcos Abwesenheit (GrÃ¼ÃŸe an den Weltreisenden an dieser Stelle!) nun Frank, was aber keine wahrnehmbaren Unterschiede bedeutet. Auch dieses Tasting lief so reibungs- wie auch zwanglos und gutgelaunt wie Ã¼blich ab und dies ist durchaus als Kompliment zu verstehen.</p>
<p>Nun aber zum Line Up. Den Anfang machen zwei Cocktails auf Whiskybasis. Der Erste ist der <strong>Dallas</strong>, bestehend aus Bourbon, Apricot Brandy und Maracujasaft. Angenehmer, nicht zu sÃ¼ÃŸer Geschmack, aber auf Dauer wÃ¤re es mir eine Spur zu aufdringlich â€“ den Geschmack hÃ¤tte ich dann doch recht schnell Ã¼ber.</p>
<p>Der NÃ¤chste, ein <strong>Capitano</strong>, trifft eher meinen Nerv. Trotz der Tatsache, dass der mit der Kombination Bourbon, Southern Comfort und verschiedene SÃ¤fte deutlich mehr Alkohol enthÃ¤lt, ist er ziemlich sÃ¼ffig, ist dabei aber alles andere als ein DurstlÃ¶scher. GefÃ¤hrliche Kombination, mit dem kann man sich ziemlich leicht ins Off schieÃŸen, wenn das Wetter entsprechend ist. Hier kommt auch der Bourbon sehr viel deutlicher raus als beim Dallas, was mir ganz gut gefÃ¤llt.</p>
<p>Beide Cocktails fand ich OK, wenn auch nicht mit der Raffinesse gemixt, die einen wirklich groÃŸen Barkeeper ausmacht. Sorry, aber da ich inzwischen ein paar Bars kenne, die einen solchen beschÃ¤ftigen, bin ich da wohl zu anspruchsvoll geworden. Auch Barkeeper ist eben ein Job, bei dem man es zur Meisterschaft bringen kann und dessen Ergebnisse unterscheiden sich dann doch spÃ¼r- bzw. schmeckbar von den &#8222;nur&#8220; Guten.</p>
<p>Aber Coktails sind hier ja auch nicht die Hauptsache; die bleibt der Whisk(e)y. In der folgenden Runde stehen zwei Bourbons an, die sich oft eh besser fÃ¼r den Sommer eignen als die schottischen Vertreter. Auch beim Whisky gilt, dass er meist am besten unter den klimatischen Bedingungen schmeckt, unter denen er auch entstanden ist. Da ist Kentucky natÃ¼rlich sommerlicher als die Destillerien nÃ¶rdlich des Tweed. An einem heiÃŸen Abend auf der Terrasse (soll es gerÃ¼chtehalber frÃ¼her mal gegeben haben) kann man mit einem Bourbon auch im Tumbler mit EiswÃ¼rfeln SpaÃŸ haben â€“ was ich einem Scotch niemals antun wÃ¼rde.</p>
<p><strong>Mitcher&#8217;s USÂ°1 Unblended American Whiskey, Kentucky, 41,7%</strong> nennt sich der erste Vertreter aus den USA. Dunkle Farbe, in der Nase viel Holz und natÃ¼rlich Vanille, ganz leicht modrig aber nicht unangenehm. Am Gaumen finden sich ebenfalls deutliche, schwere Holznoten, die aber nicht muffig oder beiÃŸend sind (so wie man sie ab und an in Whiskys findet, die zu lange im Fass waren). Eine leichte Bitterkeit kommt dazu und natÃ¼rlich auch etwas vanillige SÃ¼ÃŸe. Sehr angenehm, wÃ¼rde man auch vielleicht nicht unbedingt als Bourbon erkennen, wenn man es nicht wÃ¼sste. Es gibt auch europÃ¤ische Whiskys, die in diese Richtung gehen.</p>
<p>Nummer zwei ist ein <strong>Kentucky Vintage, Kentucky Bourbon Distillery, 45%</strong>. Der ist vom Geruch her etwas schÃ¤rfer und leichter, auÃŸerdem finden sich ein paar florale Noten. Der Geruch gefÃ¤llt mir deutlich besser als beim Mitcher&#8217;s. DafÃ¼r kann er geschmacklich nicht ganz mithalten. Ich finde ihn etwas typischer, gewÃ¶hnlicher und auch kÃ¼rzer. Vanille und Holz sind sehr prÃ¤sent, verpuffen aber auch recht schnell.</p>
<p>Schon sind vier Drinks konsumiert, analysiert und diskutiert. Zeit, dem Magen etwas Pause und Gegenwehr zu verschaffen. Die gibt es wie immer in Form italienischer Antipasti und belegten Broten.</p>
<p>Im zweiten Teil sind dann die Schotten an der Reihe. Auch hier die eher leichten Vertreter, alle aus dem Bourbonfass und ohne Torf.</p>
<p>Den undankbaren Auftakt nach dem Essen Ã¼bernimmt ein <strong>GlenDronach, OA, Alte AbfÃ¼llung aus den 80ern, 12 Jahre, 43%</strong>, der es zusÃ¤tzlich noch schwerer hat, da er aufgrund seines Alters in der Flasche schon an IntensitÃ¤t verloren hat. Hier sind groÃŸe Schlucke statt Nippen angesagt, wenn Ã¼berhaupt etwas kommen soll. Damit kann er mich aber durchaus Ã¼berzeugen und wird trotz der ungÃ¼nstigen Position mein Tagessieger. In der Nase viel Zitrone und dazu ein Geruch, der mich an diese leicht brÃ¶seligen Sahnetoffees mit der Kuh auf dem Einwickelpapier erinnert, die ich in meiner Kindheit hin und wieder bekommen hab. Ganz dezent meinte ich auch grÃ¼ne Bananen zu erriechen, aber da war ich nicht sicher. Im Mund ist er zwar wie erwÃ¤hnt etwas zurÃ¼ckhaltend, hat aber nichtsdestotrotz eine wunderschÃ¶ne Entwicklung. Erst krautige Noten, dann etwas Bitterkeit, die an Zitronenschale erinnert, und nach einem mittellangen Abgang zum Abschluss eine schÃ¶ne, malzige SÃ¼ÃŸe. Ich steh ja insgesamt im Moment sehr auf die &#8222;reinen&#8220; BourbonfassabfÃ¼llungen und das hier ist eine sehr gelungene.</p>
<p>Der mittlere Schotte kommt aus Ã–sterreich, von den Linzern der <a title="Single Cask Collection" href="http://www.singlecaskcollection.at/" target="_blank">Single Cask Collection</a>, die ihre EinzelfassabfÃ¼llungen schon mal <a title="21. Tasting von Munich Spirits â€“ Single Cask Collection" href="http://www.negatron.de/whisky/21-tasting-von-munich-spirits-%e2%80%93-single-cask-collection">bei einem Tasting prÃ¤sentiert haben</a>. Dieser hier ist ein <strong>Linkwood 1984, 27 y.o., 57%, Single Cask Collection, Bourbon Cask</strong>. Der Geruch ist ziemlich scharf. Meine erste Assoziation ist Holzleim, dann aber schnell Aprikose oder vielleicht auch Quitte. Mit Wasser eindeutig getrocknete Aprikosen. Der Geschmack ist scharf, schwer und wuchtig. Ledernoten lassen sich ausmachen, insgesamt geht es fast ein wenig in Richtung Sherryfass. Dieser Whisky vertrÃ¤gt durchaus Wasser (allerdings vorsichtig, denn zu viel lÃ¤sst ihn stark verlieren). Dann kommen Traubenschalen und Marzipan dazu und insgesamt wird er deutlich vertrÃ¤glicher, wenn auch weniger komplex. Die Beschreibung spricht zusÃ¤tzlich von Rumtopf, Zimt, kandierten FrÃ¼chten und Sandelholz, aber das kann keiner von uns am Tisch erriechen oder erschmecken. Zimt und Sandelholz finde ich sogar ziemlich absurd. Alles in allem ein guter Tropfen, der aber nicht ganz meinen Geschmack trifft. Um Stefan mit am Tisch zu zitieren: &#8222;Eher ein Whisky zum Studieren als zum GenieÃŸen.&#8220;</p>
<p>Zum Abschluss gibt es einen <strong>Glen Garioch 1991-2010, Batch 38, 54,7%</strong> aus der Small Batch Vintage Edition, die vor Ort im Destillierieshop vertrieben wird. Jetzt geht es wieder in die Richtung des GlenDronach, mit sehr viel Frucht (Orangenschale) in der Nase und ebenfalls einem leicht krautigen Geschmack, der letztlich in einen sÃ¼ÃŸlichen und cremigen Abgang Ã¼bergeht. Dazu gibt es hier aber ein paar leichte Rauchnoten. Mit Wasser wird er deutlich schmelziger und cremiger. Aufgrund der FassstÃ¤rke ist er natÃ¼rlich deutlich dominanter als der GlenDronach, verliert bei mir aber trotzdem im direkten Vergleich, wenn auch nur sehr knapp. Jedenfalls aber auch ein sehr schÃ¶ner und gut trinkbarer Whisky.</p>
<p>Damit waren wir auch schon wieder am Ende angelangt. Viel Zeit zum Austausch im Anschluss blieb diesmal nicht, da ich meinen Zug erwischen musste. Aber da wir wÃ¤hrend des Tastings schon mehrfach drauÃŸen beim Luftschnappen waren, hatten sich entsprechende Gelegenheiten schon vorher geboten.</p>
<p>Was mir dieses Mal sehr gut gefallen hat war die breite Streuung. Ich mag Abwechslung, auch beim Whisky, und die Kombination Cocktail -. Bourbon â€“ Single Malt fand ich deswegen auch sehr gelungen. Gerne Ã¶fter was in der Richtung! Wir sehen uns eh beim nÃ¤chsten Mal wieder.</p>
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