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	<title>Slowdrink &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>Finest Spirits 2016</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2016 20:19:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Winterzeit, Messezeit. Zumindest in MÃ¼nchen und fÃ¼r Whiskyfans. Die Entwicklung beim Winter ist allerdings eine Ã¤hnliche wie bei der Finest Spirits &#8211; es ist nicht mehr so, wie man das alles mal gewohnt war. Die Winter werden wÃ¤rmer, die Messer <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/finest-spirits-2016"><span class="screen-reader-text">  Finest Spirits 2016</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone" src="http://www.finest-spirits.com/fileadmin/finestspirits_muenchen/header_finestspirits_muenchen.jpg" alt="Finest Spirits 2016" width="655" height="159" /></p>
<p>Winterzeit, Messezeit. Zumindest in MÃ¼nchen und fÃ¼r Whiskyfans. Die Entwicklung beim Winter ist allerdings eine Ã¤hnliche wie bei der <a href="http://www.finest-spirits.com/muenchen.html" target="_blank">Finest Spirits</a> &#8211; es ist nicht mehr so, wie man das alles mal gewohnt war. Die Winter werden wÃ¤rmer, die Messer grÃ¶ÃŸer und professioneller. Beiden Entwicklungen ist ebenfalls gemein, dass es wenig Sinn ergibt, sich darÃ¼ber aufzuregen. Der Winter richtet sich nach dem Klimawandel, die Messe nach der Entwicklung auf dem Whiskymarkt. Ob einem das nun gefÃ¤llt oder nicht, die Dinge sind, wie sie sind. Dass Frank BÃ¶er mit seinem Messekonzept nicht so falsch liegen kann, zeigt der Ansturm auf die Messe, der am Samstag so weit geht, dass eine SchlieÃŸung wegen ÃœberfÃ¼llung Ã¼berlegt werden muss.<span id="more-1714"></span></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_132543.jpg"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-1718 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_132543-150x150.jpg" alt="Glenfiddich" width="150" height="150" /></a>Wir sind am Sonntag da und da ist es angenehmerweise deutlich entspannter. Im Gegenzug ist allerdings auch schon einiges leergetrunken. Unter anderem der Whisky zum einzigen der Gutscheine, den wir einlÃ¶sen wollen. DafÃ¼r sollte es einen 15jÃ¤hrigen <strong>Glenfiddich</strong> geben. Nicht, dass der jetzt spannend wÃ¤re, aber um den Gaumen am Mittag auf Alkohol einzustellen, geht das schon in Ordnung. Allerdings sind die vorgesehenen BestÃ¤nde fÃ¼r den Gutschein schon lange aufgebraucht und so bekommen wir stattdessen einen Malt Master&#8217;s Edition, double matured in oak and sherry casks, der uns selbstverstÃ¤ndlich auch als die viel bessere und wertigere Alternative angepriesen wird. Aber es bleibt bei dem, was wir mit Glenfiddich immer in Verbindung bringen. Kann man trinken, aber warum sollte man, wenn es auch nur einen anderen Single Malt in erreichbarer NÃ¤he gibt? Wobei erreichbar ausgeschrieben wohl &#8222;zu FuÃŸ, innerhalb weniger Stunden, durch halbwegs zivilisiertes Gebiet und Windgeschwindigkeiten unter 200 km/h&#8220; lauten muss. Schon erstaunlich, dass einer der absoluten Giganten auf dem Markt es nicht schafft, auch nur ein einziges Mal eine halbwegs brauchbare AbfÃ¼llung herauszubringen. Es hat schon seinen Grund, dass ich den Namen noch nie bei irgendeinem Tasting gelesen habe.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_134441.jpg"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-1719 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_134441-150x150.jpg" alt="20160221_134441" width="150" height="150" /></a>Aber seinen Zweck hat er erfÃ¼llt und damit geht es jetzt richtig los. Der erste Besuch ist traditionell bei <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank">Munich Spirits</a> bzw. <a href="http://www.slowdrink.de/" target="_blank">Slowdrink</a>, wo wir nach der allgemeinen BegrÃ¼ÃŸung und ein paar Berichten von den Vortagen dann auch getrÃ¤nketechnisch richtig einsteigen. Pit Krause empfiehlt uns einen <strong>Deanston</strong>, den er direkt bei der Destillerie selber aus dem Fass abgefÃ¼llt hat. Mit 58,9% natÃ¼rlich gleich eine ganz andere Hausnummer, mit wuchtigen Kelleraromen in der Nase. Geschmacklich geht es aber eher in Richtung Honig mit viel Volumen und einem ordentlichen Abgang. So Ã¼berraschend wie angenehm. SpÃ¤ter probieren wir noch den &#8222;normalen&#8220; Deanston und der verliert dann auch wenig Ã¼berraschend auf der ganzen Linie gegen diese AbfÃ¼llung. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_134433.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1720 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_134433-150x150.jpg" alt="Cooley" width="150" height="150" /></a>Pe probiert einen 20jÃ¤hrigen <strong>Cooley</strong> mit 43% und sehr viel Frucht im Glas.</p>
<p>Der erste Single Malt, den ich bewusst getrunken habe, war der 12jÃ¤hrige <strong>Glenlivet</strong>, den ich dann spÃ¤ter auch immer wieder gern getrunken habe. Aber auch Glenlivet geht den Weg, den den meisten grÃ¶ÃŸeren Destillerien inzwischen eingeschlagen haben und ersetzt seine StandardabfÃ¼llungen durch neue ohne Altersangabe, dafÃ¼r mit wohlklingenden Namen und deutlich hÃ¶heren Preisen. Im Glas hat man dann meist etwas aus dem Bereich 4-7 Jahre, das trotz aller MarketingbemÃ¼hungen kaum an die VorgÃ¤nger heranreicht. Noch gibt es den 18jÃ¤hrigen zu einem ausgesprochen fairen Preis und da ich den tatsÃ¤chlich noch nie probiert hab, ist hier die Gelegenheit dazu. Der ist auch in der Tat sehr angenehm, aber aufgrund seines niedrigen Alkoholgehalts auch ziemlich dezent. Kann man schon kaufen, aber so richtig anspringen tut er mich dann doch nicht. Interessant ist allerdings das GesprÃ¤ch mit dem Mitarbeiter von Campari am Stand (die den Import Ã¼bernehmen). Der geht im Moment davon aus, dass Glenlivet zumindest auf absehbare Zeit am 15- und 18jÃ¤hrigen festhalten wird, wenn auch nicht unbedingt am Preis. Zumindest nicht, wenn man es mit Longmorn vergleicht, die hier auch am Stand stehen. Da lÃ¤uft gerade die aktuelle 16jÃ¤hrige AbfÃ¼llung aus und wird im Sommer durch eine neue ersetzt, die dann allerdings deutlich Ã¼ber 100â‚¬ liegen wird. Dazu gibt es dann noch einen 23jÃ¤hrigen, fÃ¼r den man dann knapp 500â‚¬ auf den Tisch legen darf. An der Stelle frage ich dann nochmal nach, ob ich gerade richtig gehÃ¶rt habe. Habe ich. Aber immerhin haben die ja jetzt auch einen neuen ohne Altersangabe fÃ¼r 80â‚¬. Vielen Dank, ich bin dann mal raus.</p>
<p><a href="http://www.singlecaskcollection.at/sites/shop/products/0901.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://www.singlecaskcollection.at/sites/shop/products/0901.png" alt="Tomatin" width="100" height="150" /></a>Dann doch lieber ein Abstecher zu den Jungs der <a href="http://www.singlecaskcollection.at/" target="_blank">Single Cask Collection</a> aus Ã–sterreich. Ãœber deren AbfÃ¼llungen hab ich erst kÃ¼rzlich schon was geschrieben und hier wollen wir auf alle FÃ¤lle was probieren, denn hier lohnt das Einkaufen dann doch deutlich mehr. Bei mir ist es ein <strong>Tomatin</strong> mit 9 Jahren, Bourbon Barrel, 55,7%, der zwar fÃ¼r eine AbfÃ¼llung in FassstÃ¤rke recht leicht, aber schon auch ganz schÃ¶n ist. Pe hat den <strong>Teeling</strong> im Glas, den ich schon auf dem Tasting probiert hatte und der wandert heute auch in den Einkaufskorb. Hier lasse ich mein Geld auch deutlich lieber als in den Marketingabteilungen der groÃŸen Konzerne.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_144115.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1721 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_144115-150x150.jpg" alt="Mackmyra" width="150" height="150" /></a>Nebenan sind die Schweden von <strong>Mackmyra</strong>. Von dem hab ich bislang nur immer wieder gelesen, aber ihn noch nie probiert. Also greife ich zum Svensk Ek, der quasi ihre ReferenzabfÃ¼llung darstellt. Recht fruchtig, zieht ein wenig Speichel, das Holz des Eichenfasses kommt auch raus. Nicht schlecht, kann man schon trinken. Es fehlt aber an KomplexitÃ¤t, was wohl dem Umstand geschuldet ist, dass Mackmyra die Whiskys eher kurz und intensiv in kleinen FÃ¤ssern reifen lÃ¤sst.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_145604.jpg" rel="attachment wp-att-1722"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1722" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_145604-150x150.jpg" alt="Bavarian Moonshine" width="150" height="150" /></a>Eine der Neuheiten auf dieser Messe ist Moonshine. So nannte man wÃ¤hrend der Prohibition in den USA die SchwarzbrÃ¤nde, die im Schutz der Dunkelheit gebrannt und in MarmeladeglÃ¤ser gefÃ¼llt wurden. Auf diese Tradition berufen sich nun ein paar Hersteller und bieten ihre Destillate in solchen GlÃ¤sern an. Das ist erstmal eine witzige Idee und macht sich ganz gut im Regal. Wir probieren an zwei StÃ¤nden, ob der Geschmack da auch mithalten kann. An Stand Nummer 1 (dessen Name ich vergessen habe) ist ein Student damit beschÃ¤ftigt, im Akkord drei Varianten in kleine Plastikbecher zu fÃ¼llen, die auch reichlich Absatz finden. Variante eins ist Moonshine pur und der glÃ¤nzt vor allem durch geschmackliche NeutralitÃ¤t. Das scheint auch dem Hersteller bewusst zu sein, deswegen gibt es noch zwei aromatisierte Varianten. Die eine davon ist rÃ¶tlich und schmeckt wie Wodka mit roter Brause. Von der anderen schlÃ¤gt einem ein penetranter Marzipan- und Apfelgeruch entgegen und der pappige, vÃ¶llig Ã¼bertrieben sÃ¼ÃŸe Geschmack reiht sich da nahtlos ein. Schlimm. Wie man es richtig macht, zeigt der Stand von <strong>Bavarian Moonshine</strong>. Hier stehen Chef und Chefin selber bereit und man merkt ihnen an, dass sie Herzblut in ihr Produkt gesteckt haben. Das hat zwar auch die Geschmacksrichtung &#8222;Apple Pie&#8220;, aber hier ist das richtig gut gelungen. Der Apfel schmeckt nach Apfel, die SÃ¼ÃŸe ist deutlich aber nicht ekelhaft und die 30% Alkohol runden den Geschmack ab, bleiben ansonsten aber gefÃ¤hrlich im Hintergrund. Wenn man seine GÃ¤ste auf einer Party richtig fertig machen will, hat man hier das GetrÃ¤nk seine Wahl gefunden. Der Preis ist auch vÃ¶llig korrekt und so kaufen wir hier ein. Allerdings nicht die kultige Jar, sondern die deutlich praktischere Flasche.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_150458.jpg" rel="attachment wp-att-1724"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1724" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_150458-150x150.jpg" alt="Roy Martin" width="150" height="150" /></a>Inzwischen fordern unsere MÃ¤gen recht eindringlich die Zufuhr fester Nahrung ein. Auf dem Weg zum Essensbereich machen wir aber noch einen kurzen Stop am RaritÃ¤tenstand von <a href="http://www.whiskyraritaeten-langer.de/" target="_blank">Lothar Langer</a>. in der Vergangenheit war das schon mehrfach ein gefÃ¤hrlicher Halt, denn hier finden sich nicht nur rare, sondern vor allem auch oftmals ziemlich spektakulÃ¤re AbfÃ¼llungen. Da die zugehÃ¶rigen Flaschen aber weit auÃŸerhalb meines Budgets liegen und der Reiz, solche ausgefallenen Tropfen mal zu probieren im Laufe der Zeit auch etwas geschwunden ist, hÃ¤lt sich die Gefahr diesmal in Grenzen. TatsÃ¤chlich hat er auch ein paar gÃ¼nstigere Flaschen dabei, unter anderem eine Auswahl an seltenen Blends, die uns sein Mitarbeiter wÃ¤rmstens an Herz legt. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_150505.jpg" rel="attachment wp-att-1725"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1725" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_150505-150x150.jpg" alt="Glendrostan" width="150" height="150" /></a>Mit Blends bin ich in der Vergangenheit nie so richtig warm geworden, da die zwar Ã¼berwiegend recht gefÃ¤llig, aber im gleichen Zug auch eher langweilig sind. Zwei der drei, die wir nun ins Glas bekommen, machen da keine Ausnahme, RaritÃ¤t hin oder her. Aber der meinige ist zumindest in der Tat sehr eigen. Der <strong>Roy Martin</strong> kommt ziemlich breitbeinig daher und erinnert stark an einen Rum. allerdings mit eher herben als sÃ¼ÃŸen Noten. Zu meiner Ãœberraschung gibt es hier obendrein eine gewisse Entwicklung im Mund, die in einen malzigen Nachklang mÃ¼ndet. Nicht uninteressant, aber den mal probiert zu haben, reicht mir dann auch.</p>
<p>Das Essensangebot ist diesmal mehr als ordentlich. Die Gerichte sind Ã¼berwiegend deftig (und mit Whisky), die Portionen reichlich. Pe nimmt einen Eintopf mit Whisky und Rindfleisch, der stark an Gulasch erinnert, bei mir wird es Schinken im Whiskysud mit WurzelgemÃ¼se. Beides kann Ã¼berzeugen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_155505-2.jpg" rel="attachment wp-att-1728"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1728" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_155505-2-150x150.jpg" alt="Cooley" width="150" height="150" /></a>Frisch gestÃ¤rkt machen wir uns nochmal auf den Weg in die Halle. Der erste Stop ist bei <a href="http://www.villakonthor.de/" target="_blank">Villa Konthor</a>, die auch gerne mal attraktive AbfÃ¼llungen im Programm haben. Zu dem Zeitpunkt Ã¼berlege ich noch an einer Alternative zum Teeling der Single Cask Collection und so probiere ich hier einen <strong>Cooley</strong> mit 10 Jahren. Auch der kommt mit reichlich Frucht daher, aber dahinter liegen noch andere Noten, die nicht nur angenehm sind. Ich hab Lakritz in der Nase, David fÃ¼hlt sich an Bierschinken und Aufschnitt erinnert. Nicht Ã¼bel, kommt aber nicht an den Teeling ran. Das mag aber auch durchaus dem Umstand geschuldet sein, dass der Cooley auf TrinkstÃ¤rke verdÃ¼nnt worden ist.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_162222.jpg" rel="attachment wp-att-1729"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1729" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_162222-150x150.jpg" alt="Glentauchers" width="150" height="150" /></a>Ein weiterer Halt auf dem Weg zum Einkaufen ist <a href="http://www.whisky-riegger.de/" target="_blank">Riegger&#8217;s Collection</a>, wo sich ebenfalls einige Falschen auf dem Display finden, die unser Interesse wecken. Ich beginne mit einem 17jÃ¤hrigen <strong>Glentauchers</strong> in FassstÃ¤rke. Leider hab ich mir zu dem keine Notizen gemacht, und so weiÃŸ ich nur noch, dass er mich nicht so richtig Ã¼berzeugt hat. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_162200.jpg" rel="attachment wp-att-1730"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1730" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_162200-150x150.jpg" alt="Glenfarclas" width="150" height="150" /></a>Das Ã¤ndert sich aber mit der zweiten Flasche, einem 99er <strong>Glenfarclas</strong>, den ich ziemlich toll finde. Auch hier hab ich keine Notizen mehr gemacht, kann mich aber an eine recht komplexe Kombination aus grasigen Noten und NÃ¼ssen erinnern. Hier beginne ich nun deutlich zwischen dem und Teeling zu schwanken, vor allem da ich im Moment nichts habe, was in diese Richtung geht. Letztens gewinnt aber doch der Teeling, der in David und Pe auch Ã¼berzeugte FÃ¼rsprecher gefunden hat.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_165053.jpg" rel="attachment wp-att-1731"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1731" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_165053-150x150.jpg" alt="Airigh nam Beist" width="150" height="150" /></a>Nach dem Einkauf sind wir bereit fÃ¼r den Abschluss und den machen wir auch dieses Jahr wieder bei Pit am Slowdrink-Stand. Was besonderes darf es zum Schluss nochmal sein. Allerdings muss das auch was sein, was sich auf der Position noch durchsetzen kann und bei dem die Details nicht untergehen. Bei mir wird das ein <strong>Ardbeg Airigh nam Beist</strong>, den ich das letzte Mal vor gut 10 Jahren auf Islay getrunken habe und als eher untypischen und sehr leichten Ardbeg in Erinnerung hatte. Das war nur teilweise korrekt, denn er hat zwar eine fÃ¼r Ardbeg eher ungewÃ¶hnlich deutliche, schlanke SÃ¼ÃŸe, aber gleichzeitig auch ein schon eher typisches Muskelspiel aus Torf und Rauch. Eine weitere ehemalige AbfÃ¼llung von Ardbeg, um die es schade ist. Ihn nochmal trinken zu kÃ¶nnen, war also sicher kein Fehler. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_170619.jpg" rel="attachment wp-att-1732"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1732" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_170619-150x150.jpg" alt="Aberlour" width="150" height="150" /></a>Knapp besser allerdings die Wahl von Pe mit einem alten 8jÃ¤hrigen <strong>Aberlour</strong>, der trotz der wenigen Jahre im Fass und der vergleichsweise niederen Prozente mit einer FÃ¼lle und KomplexitÃ¤t glÃ¤nzt, wie man sie bei aktuellen AbfÃ¼llungen kaum findet. Beeindruckend. Eine spÃ¤tere Recherche im Netz findet ihn aber auch in Preisregionen, bei denen man nicht weiter Ã¼ber einen Lauf nachdenken muss.</p>
<p>Damit verabschieden wir uns von einer Messe, die sich trotz aller kritischen Entwicklungen letztlich doch wieder gelohnt hat und auf der wir auch viel SpaÃŸ hatten. Also doch wieder bis zum nÃ¤chsten Jahr <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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		<title>Whisky Walk â€žSpirituelles MÃ¼nchenâ€œ</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Oct 2014 08:52:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine Gruppe aus 32 MÃ¤nnern und drei Frauen steht am Marienplatz in MÃ¼nchen, SchnapsglÃ¤ser in der Hand. Einer schwenkt eine Schottlandfahne an einem Birkenast, ein anderer ruft â€žHeinrich Himmler!â€œ Welche Geschichte die vorbeigehenden Touristen aus diesem Szenario gemacht haben, wÃ¼rde <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/whisky-walk-spirituelles-muenchen"><span class="screen-reader-text">  Whisky Walk â€žSpirituelles MÃ¼nchenâ€œ</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Gruppe aus 32 MÃ¤nnern und drei Frauen steht am Marienplatz in MÃ¼nchen, SchnapsglÃ¤ser in der Hand. Einer schwenkt eine Schottlandfahne an einem Birkenast, ein anderer ruft â€žHeinrich Himmler!â€œ Welche Geschichte die vorbeigehenden Touristen aus diesem Szenario gemacht haben, wÃ¼rde mich ja doch brennend interessieren. Der Hintergrund war natÃ¼rlich kein Treffen verwirrter schottischer Nationalisten, sondern der <a title="Whisky Walk" href="http://www.slowdrink.de/2014/08/whisky-walk-muenchen/" target="_blank">Whisky Walk</a>, den Pit Krause von Slowdrink zusammen mit Rainer Blumer veranstaltet hat. Spirituelles MÃ¼nchen â€“ also in Form von etlichen Kirchen, viel geschichtlichem Hintergrund und etlichen hochwertigen Tropfen im Glas.</p>
<p><span id="more-1575"></span>Es ist ein bisschen absurd, aber meist kennt man geschichtliche HintergrÃ¼nde, Anekdoten und auch SehenswÃ¼rdigkeiten auf der ganzen Welt besser als in seiner Heimat. Zu Hause beschÃ¤ftigt man sich meist nur damit, wenn Besuch kommt, dem man was zeigen mÃ¶chte. Allein deswegen lohnt es schon, auch vor der eigenen TÃ¼r an einer FÃ¼hrung teilzunehmen. Mir jedenfalls war bislang tatsÃ¤chlich nur sehr wenig von dem bekannt, was Rainer uns Ã¼ber MÃ¼nchen erzÃ¤hlt hat. Wenn Pit Krause dazu noch Whiskys aussucht, ist schon im Vorfeld klar, dass da absolut nichts schief gehen kann. Und genau so war es dann ja auch.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_184745.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1577" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_184745-150x150.jpg" alt="20141009_184745" width="150" height="150" /></a>Beginn war vor dem Sendlinger Tor, neben dem sich frÃ¼her das Haus des Henkers befand, das innerhalb der Stadt nicht erwÃ¼nscht war. Dass besagter Henker als stÃ¤dtischer Beamter auch ein Bordell betrieben hat, um sein Gehalt aufzubessern, ist eine schÃ¶ne Zusatzinformation, die auch dazu passt, dass sich auf der anderen Seite des Tors in der Sendlinger StraÃŸe bis zu den Olympischen Spielen das Rotlichtviertel von MÃ¼nchen befunden hat. Zu trinken gab es aber nichts anrÃ¼chiges, sondern einen <strong>Glenburgie 1948 / 1961 â€“ 1981 (one cask of each year) Gordon &amp; Macphail for â€˜Royal Marriage of Charles and Dianaâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />, Pinerolo-Import (Italy), 75cl, 40%</strong>, der aus den beiden AbfÃ¼llungen aus den Geburtsjahren von Charles und Diana zu deren Hochzeit kreiert wurde. Der groÃŸe Unterschied zu heutigen AbfÃ¼llungen liegt hier im alten Sherryfass, das aus einer Zeit stammt, in der Sherry noch verbreitet war und die FÃ¤sser tatsÃ¤chlich fÃ¼r diesen verwendet wurden, statt von der Whiskyindustrie fÃ¼r Whiskys geordert und nur sporadisch befÃ¼llt zu werden. Der Geruch ist dann auch ziemlich ungewÃ¶hnlich und erinnert weit mehr an Rum denn an Whisky. Geschmacklich ist das weit weniger intensiv als die Nase vermuten lÃ¤sst, was aber natÃ¼rlich dem eher geringen Alkoholgehalt geschuldet ist. Trotzdem ist das ein schÃ¶ner Tropfen mit einer ganz eigenen SÃ¼ÃŸe, die ich eben von aktuellen SherryabfÃ¼llungen nicht kenne.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_191650.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1578" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_191650-150x150.jpg" alt="20141009_191650" width="150" height="150" /></a>Die SendlingerstraÃŸe weiter bis zu einer Kirche, die jedem MÃ¼nchner ein Begriff ist â€“ die Asamkirche, die eigentlich Johann-Nepomuk-Kirche heiÃŸt. Auch zu der gab es einiges zu berichten, von dem ich das meiste aber natÃ¼rlich schon wieder vergessen habe. Wie auch etliches zu den Whiskys, denn im Laufen hab ich mir keine Notizen gemacht und dementsprechend auch schon wieder viele Details verdrÃ¤ngt. Von Nummer zwei, einem <strong>Benrinnes 20 y.o. Signatory Vintage 1974 â€“ 1994, Sherry Butt 2577, 43%</strong>, kann ich demzufolge auch nur sagen, dass er eine ganz andere Art von Sherryausbau prÃ¤sentiert hat, die mir persÃ¶nlich auch mehr zugesagt hat. Weniger sÃ¼ÃŸ, etwas mehr Whisky, aber dann wird es leider trÃ¼be.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_194006.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1579" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_194006-150x150.jpg" alt="20141009_194006" width="150" height="150" /></a>Weiter durch die Passage zur KreuzstraÃŸe und zur Allerheiligenkirche am Kreuz, einer der BegrÃ¤bniskirchen in MÃ¼nchen. Hier gibt es den <strong>St. Magdalene 29 y.o. Silver Seal â€˜Missingâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 1975 â€“ 2004, 1,5l, 30 btl., 46,8%</strong>. Wir finden schnell Lawnmower&#8217;s Choice als Bezeichung, hier gibt es grasige Noten ohne Ende. Sehr eigenwillig und der erste Whisky des Abends, der die Gesellschaft deutlich spaltet. Ich mag ihn (bin aber auch schon der Flasche zugetan), auch wenn ich ihn nicht immer trinken kÃ¶nnte. Aber Exoten bekommen immer schon mal einen Bonus.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_200615.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1580" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_200615-150x150.jpg" alt="20141009_200615" width="150" height="150" /></a>Die DamenstiftstraÃŸe weiter mit einem kurzen Zwischenstopp an der Damenstiftskirche St. Anna (zur EnttÃ¤uschung einiger versagt hier die Pawlowsche Glocke â€“ es gibt keinen Whisky) bis zur FuÃŸgÃ¤ngerzone und der Michaelskirche, mit deren Fassade die Wittelsbacher ihre Abstammung herbeiphantasieren und sich somit legitimieren wollten â€“ der Vergleich â€žBILD des 16. Jahrhundertsâ€œ ist also auf mehreren Ebenen stimmig. Hier trÃ¤gt sich auch die Eingangs beschriebene Szene zu und Heinrich Himmler ist die Antwort auf die Frage, woher die Idee der rothaarigen Hexen kommt. Zu Trinken gibt es nun auch etwas, nÃ¤mlich den <strong>Tomatin 35 y.o. Cadenheadâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />s â€˜Small Batchâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 1978 â€“ 2013, Bourbon Hogsheads, 593 btl., 44,1%</strong>, fÃ¼r mich das erste richtige Highlight des Abends. Weingummi ist Ã¼berdeutlich, ein wenig erinnert das auch an Red Bull (auch wenn das jetzt bÃ¶se klingt), dazu gibt es aber eine Menge GewÃ¼rz. Richtig gut.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_203650.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1581" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_203650-150x150.jpg" alt="20141009_203650" width="150" height="150" /></a>Die FuÃŸgÃ¤ngerzone entlang zur Frauenkirche, einem der Wahrzeichen MÃ¼nchens und eine der zugigsten Ecken MÃ¼nchens. Hier gibt es viele Geschichten zum Teufel und der Entstehung der Kirchen, die zeigen, wie absolut schlÃ¼ssig und einleuchtend die katholischen Lehren schon damals waren. Besser mal was fÃ¼r die wahre SpiritualitÃ¤t tun, und zwar mit einem <strong>Brora 23 y.o. Signatory intage 1981 â€“ 2005, Refill Butt 5/372, 314 btl., 46%</strong>. Zu dem ich aber leider nur noch sagen kann, dass er mich begeistert, die Menge aber ziemlich deutlich in Top und Flop gespalten hat, weil ein mancher dort eine eher stÃ¶rende ParfÃ¼mnote zu finden meinte.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_211757.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1582" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_211757-150x150.jpg" alt="20141009_211757" width="150" height="150" /></a>ParfÃ¼m hÃ¤tte es zumindest dem Namen nach eher in der nÃ¤chsten AbfÃ¼llung geben sollen: <strong>Aultmore 19 y.o. SMWS 73.45, 1992,Refill Sherry Butt, 151 btl., 56,1%</strong>, von der SMWS mit dem klingenden Namen â€žKissing a freshly perfumend womanâ€œ versehen. Der konnte aber durch die Bank begeistern. Einerseits sÃ¼ÃŸ, aber ohne dabei dominant zu sein, mit krÃ¤ftigen Noten dagegen. Sehr komplex und sehr geil. Getrunken wurde er vor dem neuen Rathaus, zu dem es (zusammen mit dem Platz davor und auch dem Weg dorthin) etliches zu sagen gegeben hat.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_214503.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1583" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_214503-150x150.jpg" alt="20141009_214503" width="150" height="150" /></a>Langsam wurde es Zeit fÃ¼r ein Pause, die wir zwischen Viktualienmarkt und PschorrbrÃ¤u am Valentinbrunnen eingelegt haben. Zu Valentin muss man nicht viel sagen, auÃŸer dass er nach dem Krieg in MÃ¼nchen lange verkannt war und vÃ¶llig zu Unrecht erst spÃ¤t wiederentdeckt wurde und halbwegs zu der Ehre gekommen ist, die er verdient hat. Hier konnten wir Essen teilen und verzehren, unter anderem einen von Pit hervorragend selber gemachten Shepherd&#8217;s Pie. Bevor es weiterging, gab es dann auch gleich noch den nÃ¤chsten Whisky: <strong>Bruichladdich 2002 â€“ 2013 Malts of Scotland â€˜Warehouse Diamondsâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />, Chateau dâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />Yquem Sauternes Hogshead 13062, 185 btl., 58,2%</strong>. Die Yquem-Lagerung aus der Micro-Provenance-Serie von Bruichladdich fand ich extrem gut und so war ich natÃ¼rlich auf den hier ebenfalls ziemlich gespannt. An den genannten kommt der zwar nicht ran (was aber auch am Alter liegt), gelungen ist er aber trotzdem. Hier ergÃ¤nzen sich Fass und Whisky vÃ¶llig harmonisch und rund. WÃ¼rde es davon genug FÃ¤sser geben, sollte Bruichladdie den als regulÃ¤res Finish rausbringen!</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_221259.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1584" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_221259-150x150.jpg" alt="20141009_221259" width="150" height="150" /></a>ZurÃ¼ck zum Alten Peter und dabei gleich die nÃ¤chste AbfÃ¼llung aus dem Weinfass: <strong>Bunnahabhain 23 y.o. The First Editions 1989 â€“ 2013, Bordeaux Barrique Finish, 210 btl.,Â  50,2%</strong>. Mit Bunnahabhain kann man selten was verkehrt machen und so ist es auch hier. Der Rotwein gibt lediglich eine Note dazu, dominiert den Whisky aber nicht und lÃ¤sst ihm Platz. Genau so sollte das sein, das Ergebnis ist komplex und stimmig mit ganz eigenen Noten. Top!</p>
<p>Am alten Hof vorbei geht es zur Staatsoper und zur Blindverkostung des Abends. Wir erfahren nur, dass es sich um einen Whisky von Islay handelt, der Rest wird geraten. Dass mein spontaner Tipp auf Port Charlotte nicht stimmen kann, wird mit selber klar, sobald ich ihn ausgesprochen habe. Hier gibt es zwar ordentlich Torf, aber nicht mit allen Reglern auf 10, sondern zumindest mit AnsÃ¤tzen zu vielen anderen Noten, auch wenn keine davon so richtig ausgeprÃ¤gt scheint. Die LÃ¶sung ist eigentlich naheliegend, es ist eine Vorabflasche von Pits nÃ¤chster ClubafÃ¼llung, die aktuell noch im Fass reift und auch noch nicht fertig ist. Die Brennerei darf da nicht draufstehen, sie liegt aber an der SÃ¼dkÃ¼ste zwischen Ardbeg und Laphroaig. Jedenfalls bin ich froh, dass ich mir davon bereits im Vorfeld eine Flasche gesichert habe. Die AnsÃ¤tze sind extrem vielversprechend, das kÃ¶nnte richtig groÃŸ werden!</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_231859.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1585" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/20141009_231859-150x150.jpg" alt="20141009_231859" width="150" height="150" /></a>Letzte Runde vor den LÃ¶wen an der Residenz, die wir nur anschauen, statt sie zu begrapschen. Unter den vier Kardinaltugenden MÃ¤ÃŸigung (eh klar), Gerechtigkeit, Weisheit und FassstÃ¤rke nehmen wir den letzten Tropfen zu uns: <strong>Port Ellen 18 y.o. Douglas Laing â€˜Old Malt Caskâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 1981 â€“ 2000, Sherry Cask, 210 btl., 52,7%</strong>. Port Ellen hat mich in der Vergangenheit immer begeistert, es wird allerdings zunehmend unmÃ¶glich, zu noch bezahlbaren Preisen an die richtig geilen ranzukommen. Das hier ist nach Aussage der restlichen Gruppe ein ebensolcher, mich begeistert er allerdings nicht so derb wie den Rest. Er ist mÃ¤chtig und komplex und hat eigentlich alles, was er haben sollte, aber er zÃ¼ndet einfach nicht richtig. Vielleicht es einfach zu spÃ¤t fÃ¼r mich, in jeder Hinsicht. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Genossen habe ich in jedem Fall den gesamten Abend, mit allen Whiskys und auch all den ganzen Geschichten zu MÃ¼nchen, die Rainer uns so kurzweilig wie spannend vorgetragen hat.</p>
<p>Danke an alle Beteiligten und vor allem an Rainer und Pit! SlÃ¡inte!</p>
<p>PS: Ich bitte die QualitÃ¤t der Bilder zu entschuldigen. Die LichtverhÃ¤ltnisse haben es dem Smartphone nicht leicht gemacht.</p>
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		<title>Beauty and the Beast II &#8211; Tasting (Glenmorangie und Ardbeg vertikal)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2014 20:48:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Die SlowDrink-Tastings von Pit Krause sind immer etwas besonderes. Auch in diesem Blog hab ich ihnen schon mehrfach gebÃ¼hrend gehuldigt. Das diesmalige war ein Vertikal-Tasting Ã¼ber die Ranges von Glenmorangie und Ardbeg, die beide zu MoÃ«t Hennessy Louis Vuitton gehÃ¶ren. <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/beauty-and-the-beast-ii-tasting-glenmorangie-und-ardbeg-vertikal"><span class="screen-reader-text">  Beauty and the Beast II &#8211; Tasting (Glenmorangie und Ardbeg vertikal)</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/beauty_end_beast_range.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1463" alt="beauty_end_beast_range" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/beauty_end_beast_range-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Die SlowDrink-Tastings von Pit Krause sind immer etwas besonderes. Auch in diesem Blog hab ich ihnen schon mehrfach gebÃ¼hrend gehuldigt. Das diesmalige war ein Vertikal-Tasting Ã¼ber die Ranges von Glenmorangie und Ardbeg, die beide zu MoÃ«t Hennessy Louis Vuitton gehÃ¶ren. UnterstÃ¼tzt wurde er dabei von Michael Scheibe von ebendiesem Konzern, der mit etlichen Anekdoten und Hintergrundinformationen mehr als einen Blick hinter die Kulissen der beiden Brennereien erlaubt hat und obendrein ein guter Sparringspartner fÃ¼r Pit war. Stattgefunden hat das ganze einmal mehr im ziemlich urigen historischen Irish Pub von Mike Nagel.<span id="more-1462"></span><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/glasses.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1469" alt="glasses" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/glasses-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Ein Hinweis an dieser Stelle. Aus gesundheitlichen GrÃ¼nden war es mir leider nicht erlaubt, die Whiskys an diesem Abend zu trinken. Um es mit den Worten meines Arztes zu sagen: â€žDes kannst knicken!â€œ. Da ich mir die Sachen aber nicht entgehen lassen wollte, war ich trotzdem anwesend, habe mich schweren Herzens aufs Riechen beschrÃ¤nkt und mir alles in Sampleflaschen abgefÃ¼llt. Da sich das mit der Gesundheit leider noch lÃ¤nger hingezogen hat, folgt dieser Bericht nun mit gehÃ¶riger VerzÃ¶gerung (und leider nicht mehr ganz so frischer Erinnerung). Ich bitte darum, mir dies nachzusehen.</p>
<p>Ziel des Abends war es, sich den beiden Destillen anzunÃ¤hern und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb ihrer Whiskys zu ergrÃ¼nden. Die Aufteilung war damit naturgemÃ¤ÃŸ vorgegeben â€“ erst Glenmorangie, dann Ardbeg.</p>
<p><strong>Glenmorangie â€žThe Originalâ€œ, 10 y.o., 40% vs. Glenmorangie 10 y.o., 40%, â€žfrom the 80iesâ€œ</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/old_and_young.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1464" alt="old_and_young" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/old_and_young-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Zur ErÃ¶ffnung ein Vergleich zwischen dem aktuellen 10jÃ¤hrigen und einem 10jÃ¤hrigen aus den 80ern. Diese AbfÃ¼llung ist der Signature-Whisky von Glenmorangie, der den Stil des Hauses definiert. Gerade hier ist es also interessant, die Entwicklung zu vergleichen. Schon in der Nase zeigen sich hier auch deutliche Unterschiede. Auch wenn der Grundcharakter Ã¤hnlich ist, so zeigt sich die moderne Variante sehr viel sÃ¼ÃŸlicher und voller, mit deutlichen Honignoten und reifer Frucht oder gebackener Banane. Die Variante aus den 80ern hat mehr florale, grasige und zitronige Noten. Die Fruchtanteile sind ebenfalls da, erinnern aber eher an grÃ¼nen Apfel. Das setzt sich auch im Geschmack fort. Beides ist typischer Single Malt aus dem Bourbonfass, aber bei der neuen Variante findet sich mehr SÃ¼ÃŸe, Vanille und Karamell. Die alte Version ist herber, wÃ¼rziger, aber auch etwas langweiliger. Die 40% TrinkstÃ¤rke fallen hier auch deutlich negativer auf als bei der neuen Variante, die insgesamt voller und reifer schmeckt. Hier hat man aus meiner Sicht im Laufe der Jahre den Whisky nicht nur weiterentwickelt, sondern durchaus optimiert.</p>
<p><strong>Glenmorangie Cask Masters</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cask_a.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1465" alt="cask_a" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cask_a-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Die nÃ¤chsten drei Whiskys waren eine Besonderheit, an die der Normalsterbliche normalerweise nicht rankommt. Bevor man sich bei Glenmorangie fÃ¼r eine neue AbfÃ¼llung mit besonderen FÃ¤ssern entscheidet, wird die engere Auswahl intern verkostet und der Sieger gekÃ¼rt, der dann auf den Markt kommt. Genau diese Auswahl konnten wir nun auch probieren (also wir im Sinne von: die anderen) und unsere Wahl treffen. Zur Auswahl standen <strong>Cask A: Grand Cru Burgundy, Cask B: Grand Cru Bordeaux und Cask C: Manzanilla</strong>. Der erste aus dem Burgunderfass war hierbei der Favorit der meisten Anwesenden. FÃ¼r mich, der ich nur riechen konnte, war der allerdings an diesem Abend der Verlierer. Zwar ist er in der Nase sehr eigenstÃ¤ndig, aber da ist irgendeine durchdringende, sÃ¤uerliche Note drin, die ich nicht genau festmachen kann und die ich als ziemlich stÃ¶rend empfinde. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cask_b.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1466" alt="cask_b" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cask_b-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Wie ich inzwischen feststellen konnte, ist der Geschmack Ã¼berraschend sÃ¼ÃŸlich, der WeiÃŸwein kommt hier deutlich durch und zwar bis zum Schluss. Sehr eigener Charakter und durchaus interessant. Nummer zwei aus dem Bordeauxfass war an dem Abend mein Favorit. Ich hab inzwischen ein paar Whiskys getrunken, die im Rotweinfass nachgereift wurden und fand das immer spannend. Auch hier gefallen mir die Erdbeernoten, den Geruch finde ich nach wie vor Klasse. Leider hÃ¤lt der Geschmack nicht mit, da wirkt das alles etwas platt. Herbe Frucht, ein bisschen Leder, insgesamt recht trocken. Leider passiert da auch im Abgang wenig, der Geschmack bleibt zwar lang im Mund, aber entwickelt sich kaum. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cask_c.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1467" alt="cask_c" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cask_c-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Letztlich wÃ¼rde ich mich nach der Verkostung tatsÃ¤chlich auch fÃ¼r Nummer 3 aus dem Manzanillafass entscheiden, die es dann auch bei Glenmorangie geworden ist â€“ der aber an diesem Abend die wenigsten Teilnehmer Ã¼berzeugen konnte. Den Geruch hatte ich ganz anders in Erinnerung. Das geht so weit, dass ich ernsthaft Ã¼berlegt hab, ob da nicht vielleicht beim Etikettieren was durcheinander geraten ist. An dem Abend erschien der mir wie ein typischer Whisky aus dem Sherryfass. Nicht schlecht, aber unspektakulÃ¤r. Nun finde ich ihn gar nicht mehr so typisch. In der Nase erinnert er eher an Sekt als an Sherry. Keine SÃ¼ÃŸe, sondern sehr herb und keine SchwefeltÃ¶ne. Nach dem ersten Schluck gefÃ¤llt mir auch der Geruch immer besser. Im Mund setzt sich die trockene Note fort und nicht die SÃ¼ÃŸe, die der Sherry erwarten lassen wÃ¼rde. Wikipedia sagt mir, dass das ein trockener, weiÃŸer Sherry ist und das erklÃ¤rt den Geschmack recht gut. Die Entwicklung im Mund gefÃ¤llt mir auch gut, vom trockenen WeiÃŸweinton Ã¼ber leicht bittere Noten bis hin zu einer ganz dezenten, gefÃ¤lligen SÃ¼ÃŸe. Doch, das wÃ¤re jetzt insgesamt auch meine Wahl.</p>
<p><strong>Glenmorangie Nectar D&#8217;Ã’r und Signet</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/the_beauty_and_the_beast.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1468" alt="the_beauty_and_the_beast" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/the_beauty_and_the_beast-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>An dieser Stelle weiche ich etwas von der Reihenfolge des Abends ab. Den Nectar D&#8217;Ã’r gab es erst zum Schluss in Kombination mit Essen. Da ich daran aber ja dank Abstinenz nicht teilnehmen konnte, hab ich das Sample an dieser Position verkostet. Der Nectar D&#8217;Ã’r ist ein zehnjÃ¤hriger Glenmorangie aus dem Bourbonfass, der zwei weitere Jahre im Sauternes-Fass nachgereift wurde. Das lÃ¤sst eher sÃ¼ÃŸe Noten vermuten und genau so ist es auch. In der Nase ist er sehr fruchtig und sÃ¼ÃŸ, mit viel Zitrus und etwas Honig. Ganz am Anfang findet sich ein wenig SchÃ¤rfe im Glas, die aber schnell verfliegt. Im Mund setzt sich der Eindruck fort, SÃ¼ÃŸe, Zitrus, etwas Honig, aber ebenso leicht wÃ¼rzige Noten, die das Ganze ausgleichen und nicht eintÃ¶nig werden lassen. Der Abgang ist Ã¼berraschend lang, mit weiteren wÃ¼rzigen Noten und etwas Malz am Ende. GefÃ¤llt mir insgesamt recht gut, das Ergebnis ist durchaus harmonisch geworden. Deutlich plakativer gibt sich der Signet. Hier wurde mit gerÃ¶stetem Malz und speziellen FÃ¤ssern gearbeitet, um neue Geschmacksextreme auszuloten. In dem Fall Kaffeenoten und die nicht zu knapp. Schon in der Nase erinnert das eher an KaffeelikÃ¶r als an Whisky. Dazu kommt dunkle Schokolade und ein Hauch Bitterorange. Im Mund findet sich ebenfalls viel Kaffee und auch etwas GewÃ¼rz. Der Abgang ist herb mit ein paar frischen Noten dazu und nicht ganz so lang, wie ich erwartet hÃ¤tte. Ich hab den vor gut einem Jahr am gleichen Ort und ebenfalls mit Pit schon mal verkostet und mein Urteil fÃ¤llt auch diesmal Ã¤hnlich aus: eher interessant als zwingend. Es ist spannend zu sehen, was man mit Malz und speziellen FÃ¤ssern alles an Geschmacksnoten herauskitzeln kann, aber zu dem Preis wÃ¼rde ich mir den nicht ins Regal stellen.</p>
<p><strong>Glenmorangie Quarter Century und 1971</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/quarter_century.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1470" alt="quarter_century" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/quarter_century-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Die beiden exklusivsten AbfÃ¼llungen gibt es bei mir zum Schluss, am betreffenden Abend waren sie frÃ¼her im Programm, um sie wirklich genieÃŸen zu kÃ¶nnen. Fangen wir mit dem 25jÃ¤hrigen an. Das Flaggschiff der regulÃ¤ren AbfÃ¼llungen kommt in einer geschmackvollen Flasche und zeigt sich auch im Glas mit einer schÃ¶nen goldbraunen FÃ¤rbung. Der Geruch ist extrem mild und weich, komplett ohne Alkohol, dafÃ¼r mit sÃ¼ÃŸen Fruchtnoten von Pflaumen und getrockneten Aprikosen, dahinter ein wenig Schokolade. Das gefÃ¤llt mir schon mal sehr gut. Im Mund kommen dunkle Beeren dazu und auch hier ist er sehr mild. FÃ¼r meinen Geschmack etwas zu mild, der Abgang ist zwar lang und bringt noch ein paar schÃ¶ne GewÃ¼rznoten raus, ist aber fast ein wenig wÃ¤ssrig. Hier sind die 43% fÃ¼r mich einen Tick zu schwachbrÃ¼stig, in FassstÃ¤rke wÃ¤re das ein richtig toller Tropfen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/glenmo_1971.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1471" alt="glenmo_1971" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/glenmo_1971-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Die AbfÃ¼llung von 1971 (deren Alter leider nicht bekannt ist oder ich hab es vergessen) zeigt sich dagegen erst mal ungewÃ¶hnlich. In der Nase hÃ¤tte ich den nicht als Glenmorangie identifiziert, da ist er sehr eigen. Eine Note ist sehr dominant, aber ich kann sie nicht so richtig festmachen. Erdig, nach Wurzeln oder Harz. Die Frucht bleibt eher dahinter, die typischen Bourbonfass-Noten kann ich auch bestenfalls erahnen. Im Mund gibt es dann doch etwas Frucht, allerdings auch eher herb. Vielleicht grÃ¼ne Banane? Erst im Abgang wird er typischer, da kommt nach etwas GewÃ¼rz eine HonigsÃ¼ÃŸe und auch mehr Frucht dazu. Das ist auf alle FÃ¤lle interessant, denn wÃ¤hrend alle anderen Glenmorangies an diesem Abend den gleichen Grundcharakter hatten und nur auf diesem variiert wurden, zeigt der eine recht andere Seite. Der typische Geschmack scheint sich also erst spÃ¤ter durchgehend entwickelt zu haben.</p>
<p><strong>Ardbeg â€žAn engineer&#8217;s lunch-boxâ€œ, The Scotch Malt Whisky Society 33.124, 7 y.o., 59,7%</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/lunch-box.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1474" alt="lunch-box" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/lunch-box-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Im zweiten Teil des Abends standen verschiedene Ardbegs auf dem Programm. Ich weiche hier wieder von der Reihenfolge ab, da ich die Samples zu Hause an verschiedenen Abenden getrunken habe und somit nicht darauf achten musste, dass sie nacheinander funktionieren. ErÃ¶ffnet habe ich mit einem recht jungen Ardbeg der Scotch Malt Whisky Society. Deren AbfÃ¼llungen sind einerseits nerdigerweise immer nummeriert (wobei der erste Teil der Nummer fÃ¼r die Destillerie steht und der zweite die Nummer der AbfÃ¼llung fÃ¼r diese ist), tragen andererseits aber immer sehr schÃ¶ne beschreibende Namen. An engineer&#8217;s lunch-box ist als ziemlicher ruppiger und krÃ¤ftiger Geselle ausgewiesen, mit der Trinkempfehlung <em>â€žAfter getting one&#8217;s hands dirty in the workshopâ€œ.</em> In der Nase ist er in der Tat wie zu erwarten krÃ¤ftig, jung und frisch. Der Rauch kommt deutlich raus, dahinter gibt es aber sehr sÃ¼ÃŸe Noten. In der Beschreibung wird Popcorn genannt und das trifft es ziemlich gut. Die anderen Assoziationen wie Pekannuss oder gar Kompost kann ich aber nicht finden. Wenig Ã¼berraschend ist auch der Geschmack recht krÃ¤ftig, bringt aber auch mehr Reife mit sich als das recht junge Alter vermuten lÃ¤sst. Erst ist er sehr herb, dann kommen dunkle Beeren hinzu und nach einer ziemlich langen Entwicklung wird er sehr sÃ¼ÃŸ. GefÃ¤llt mir sehr gut, gerade auch fÃ¼r sein Alter.</p>
<p><strong>Ardbeg Ardbog, 52,1%</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/ardbog.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1475" alt="ardbog" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/ardbog-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>In den letzten Jahren hat Ardbeg alle ein bis zwei Jahre eine spezielle AbfÃ¼llung herausgebracht und jeweils mit gehÃ¶rigem MarketinggetÃ¶se beworben. Das war zwar immer ziemlich gut gemacht, hat aber auch einen Hype um die AbfÃ¼llungen ausgelÃ¶st, der mir auf Dauer ziemlich unsympathisch geworden ist. Bei jeder Neuerscheinung wurde der Run irrsinniger, die Preise gingen binnen Tagen vÃ¶llig durch die Decke und man hatte eher den Eindruck, mit Aktienspekulanten zu tun zu haben als mit GenieÃŸern. Noch dazu waren nicht alle dieser AbfÃ¼llungen wirklich gelungen. Den Galileo, den ich zu einem noch halbwegs akzeptablen Preis auf einer Messe probieren konnte, fand ich beispielsweise vÃ¶llig enttÃ¤uschend und hatte eher den Eindruck, dass man hier eine drittklassige Charge an verrÃ¼ckte aber ahnungslose Freaks verticken will (Eine Vermutung, die Michael Scheibe recht glaubwÃ¼rdig bestritten hat. TatsÃ¤chlich hat man sich bei den verschiedenen AbfÃ¼llungen schon auch geschmacklich was gedacht und verschiedene Fassnachlagerungen ausprobiert, um unterschiedliche Aspekte von Ardbeg deutlich zu machen). Als das ganze beim Ardbog noch schlimmer wurde, hatte ich eigentlich schon gar keine Lust mehr darauf, und insgesamt auch immer weniger auf Ardbeg insgesamt. Zu unrecht, wie sich herausstellen sollte. Durch die AusfÃ¼hrungen von Michael konnte zum einen die Destille an sich wieder Boden bei mir gutmachen, zum anderen hab ich auch durch die Verkostung wieder richtig Lust auf die AbfÃ¼llungen bekommen. Vor allem eben wegen des Ardbog, der mich dann wider Erwarten doch richtig Ã¼berzeugt hat.<br />
In der Nase kommt erst mal wie gewohnt der krÃ¤ftige Schinken. Dem entgegen steht aber noch mehr Frucht als bei den StandardabfÃ¼llungen. Das geht vor allem in Richtung TrockenfrÃ¼chte. Dahinter gibt es noch deutliche salzige Noten. Sehr voluminÃ¶s und dabei aber gut ausgewogen. Im Mund ist er voll, aber sehr weich und beinahe cremig. Der Rauch bleibt Ã¼berraschend weit im Hintergrund, von SchÃ¤rfe und Alkohol ist trotz der FassstÃ¤rke nichts zu schmecken. DafÃ¼r gibt es auch hier TrockenfrÃ¼chte, NÃ¼sse und ein paar GewÃ¼rznoten. Der Abgang ist sehr lang und ebenfalls voluminÃ¶s, mit viel Schmelz und SÃ¼ÃŸe. Ganz zum Schluss bleiben salzige Noten im Mund. Was soll ich sagen, ich bin wirklich begeistert. Aber trotzdem nicht bereit, die Preise zu zahlen, die inzwischen leider fÃ¼r die Flaschen aufgerufen werden.</p>
<p><strong>Ardbeg Cadenhead&#8217;s Authentic Collection, 19 y.o., 1993 â€“ July 2013, Bourbon Hogshead, 57,9%</strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cadenheads.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1476" alt="cadenheads" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/cadenheads-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Im Gegensatz zu den in besonderen FÃ¤ssern nachgelagerten AbfÃ¼llungen haben wir hier einen Ardbeg, der nur ein Bourbonfass gesehen hat. Das lÃ¤sst einen eher straighten Whisky erwarten und genau so ist es auch. Sowohl in der Nase als auch im Mund bekommt man hier Torf, etwas Vanille und Frucht und sonst eher nichts. Was mir bei den Highlandwhiskys meist sehr gut gefÃ¤llt, ist mir bei den sehr rauchigen aber gern mal zu eindimensional. So auch hier. Mir fehlt einfach ein geschmackliches Gegengewicht, das das Ganze interessant macht. Nur Schlechtwetterwhisky aus der RÃ¤ucherkammer ist mir einfach zu wenig. Von dem her ist diese AbfÃ¼llung zwar mal ganz interessant um den â€žreinenâ€œ Ardbeg schmecken zu kÃ¶nnen. Die in entsprechenden FÃ¤ssern ausgebauten Varianten bieten aber wesentlich mehr Genuss.</p>
<p><strong>Ardbeg â€žThe Old Malt Caskâ€œ, 26 y.o., 1974 â€“ Februar 2001, 50 % </strong></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/old_malt_cask.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1477" alt="old_malt_cask" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/01/old_malt_cask-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Ganz zum Schluss noch ein Tropfen der Sorte â€žwenn Ã¼berhaupt, dann nur noch zu Preisen erhÃ¤ltlich, zu denen man schon fast einen Gebrauchtwagen bekommtâ€œ. Ein alter Ardbeg aus der Zeit, in der der Charakter der Destillerie noch ein anderer war als bei den modernen AbfÃ¼llungen. FÃ¼r nicht wenige stellen die Ardbegs aus der â€žguten alten Zeitâ€œ absolute Kultobjekte dar. So ganz teile ich das nicht und bin durchaus Fan der neuen Ausrichtung. Nichtsdestotrotz durfte ich schon alte Ardbegs verkosten, die wirklich verdammt gut waren. In der Nase geht der auch in diese Richtung. Eher wenig Torf und Rauch, dafÃ¼r sehr komplex mit Zitrus, Birne, Honig und GewÃ¼rznoten, die ich nicht genau benennen kann. Toll. Allerdings Ã¼berzeugt er mich dann geschmacklich weit weniger als beim Geruch. Hier dreht sich das VerhÃ¤ltnis nÃ¤mlich wieder und der Rauch ist Ã¼berraschend deutlich, wÃ¤hrend die Frucht sich eher im Hintergrund hÃ¤lt. AuÃŸerdem ist er fÃ¼r sein Alter ungewÃ¶hnlich ruppig. Auch der Abgang bleibt krÃ¤ftig und etwas bitter, bringt aber weniger KomplexitÃ¤t als die Nase verspricht. Sorry Pit, aber hier kann ich die Begeisterung nicht so ganz teilen. Ãœber oberes Mittelfeld kommt der leider nicht raus und auch da wÃ¼rde ich ihn nur des wirklich tollen Geruchs wegen sehen. Was bin ich froh, dass mir die bezahlbaren besser schmecken <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Den letzten Teil der Verkostung â€“ verschiedene AbfÃ¼llungen von Glenmorangie und Ardbeg in naheliegenden oder auch ausgefallenen Kombinationen mit verschiedenen Speisen â€“ hab ich mir geschenkt, da er nur wenig Sinn ergibt, wenn man nur riechen kann. Somit sind mir zwar nicht nur einige spannende Erkenntnisse, sondern auch mit Sicherheit auch die eine oder andere Anekdote entgangen. Aber man kann eben nicht alles haben.</p>
<p>Ich danke trotzdem allen Beteiligten fÃ¼r einen sehr interessanten und ausgesprochen kurzweiligen Abend, der alle Erwartungen erfÃ¼llen konnte (und die waren nicht niedrig!). Hoffentlich gibt es wieder mal etwas entsprechendes!</p>
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		<title>Slowdrink Premium Tasting bei Munich Spirits</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 18:47:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass die Tastings von Pit Krause den Namen Premiumtasting vÃ¶llig zu Recht tragen, ist inzwischen keine Neuigkeit mehr. Bei diesen Veranstaltungen gibt es grundsÃ¤tzlich nur erstklassige Tropfen und &#8211; so viel kann vorweggenommen werden &#8211; da machte auch dieses keine <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/slowdrink-premium-tasting-bei-munich-spirits"><span class="screen-reader-text">  Slowdrink Premium Tasting bei Munich Spirits</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Tastings von <a title="Slowdrink" href="http://www.slowdrink.de/" target="_blank">Pit Krause</a> den Namen Premiumtasting vÃ¶llig zu Recht tragen, ist inzwischen keine Neuigkeit mehr. Bei diesen Veranstaltungen gibt es grundsÃ¤tzlich nur erstklassige Tropfen und &#8211; so viel kann vorweggenommen werden &#8211; da machte auch dieses keine Ausnahme.<span id="more-1369"></span></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/KingOfScots.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1370" alt="KingOfScots" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/KingOfScots-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Dass die ErÃ¶ffnung ebenfalls nicht aus dieser Reihe gefallen ist, war mein persÃ¶nliches Aha-Erlebnis. Denn der Warm-Up-Whisky war ein Blend: <strong>King of Scots (Mason Decanter, Limited Edition) 17 y.o. De Luxe, Douglas Laing for Donati Imp. (Italy) from early 1970ies, 43%</strong>. Blends haben mich noch nie begeistert, auch die richtig teuren nicht. Dieser hier war zu seiner Zeit &#8211; abgesehen von der wirklich ausgefallenen Porzellanflasche &#8211; noch nicht mal besonders exklusiv und war fÃ¼r einen Preis zu haben, den man heute fÃ¼r durchschnittliche Supermarktwhiskys bezahlt. Aber nichts desto trotz konnte er mich vÃ¶llig Ã¼berzeugen. In der Nase ein weiches, volles und Ã¼berraschend komplexes Aroma mit Honig, NÃ¼ssen und FrÃ¼chten (allerdings nicht so weihnachtlich, wie das jetzt klingt). Auch der Geschmack war warm, weich, mild und ebenfalls Ã¼berraschend komplex, wobei keine einzelne Note richtig deutlich herausgestochen hat. Jeden Moment war etwas anderes prÃ¤sent, aber bevor ich es richtig festmachen konnte, war es wieder weg. Viele feine Noten und dazu eine leichte, schmelzige SÃ¼ÃŸe. Zwar hatte er &#8211; wie fÃ¼r einen Blend Ã¼blich &#8211; keine deutliche Entwicklung im Abgang, aber das hat gar nicht gestÃ¶rt, weil sich im Geschmack eh schon so viele verschiedene Noten gefunden haben. Insgesamt nicht nur sehr angenehm zu trinken, sondern dabei auch sehr interessant. Da geht der Daumen gerade nach oben!</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Littlemill.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1371" alt="Littlemill" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Littlemill-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Mit Nummer zwei ging es weiter in die Lowlands. <strong>Littlemill 22 y.o. The Whisky Agency &#8211; &#8218;Sea Life&#8216; 1990 &#8211; 2012, Refill Sherry Butt, 719 btl., 52,2%</strong> oder auch Wo ist die Lammkeule? Die Frage kam bei uns am Tisch sofort auf. Selten hatte ich einen Whisky, bei dem sich so viele KrÃ¤uternoten in der Nase (und auch im Mund) gefunden haben, wie bei diesem. Thymian war deutlich im Vordergrund, ansonsten hat es mich vor allem an die KrÃ¤uterbonbons erinnert, die es an den kleinen StÃ¤nden in der MÃ¼nchner FuÃŸgÃ¤ngerzone zu kaufen gibt. Etwas unreife Frucht war auch dabei, aber eher beim ersten Riechen. SpÃ¤ter ist das sehr in den Hintergrund getreten. Der Alkohol kommt im Geschmack deutlich heraus, dazu KrÃ¤uter satt. Im Abgang ist er leicht trocken geworden und Cassisnoten kamen dazu, mit einer insgesamt sehr langen Entwicklung. Extrem eigenstÃ¤ndiger Tropfen und sicher nichts fÃ¼r jeden Tag.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Macduff.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1372" alt="Macduff" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Macduff-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Der nÃ¤chste war die JubilÃ¤umsabfÃ¼llung von Maggie Millers <a title="Scotch Single Malt Circle" href="http://www.scotchsingle.de/" target="_blank">Scotch Single Malt Circle</a>. <strong>Macduff 32 y.o. Scotch Single Malt Circle &#8218;The Jubilee Circle Malt&#8216;, 28. Nov 1980 &#8211; 27. March 2013, Barrel 6908, 144 btl., 46,2%</strong>. FÃ¼r eine JubliÃ¤umsabfÃ¼llung einen Macduff zu nehmen statt eines Whiskys mit einem groÃŸen Namen, ist mutig. Aber in diesem Fall auch vÃ¶llig berechtigt, denn dieser Macduff ist groÃŸartig! Gut, bei viel Frucht bin ich immer zu haben, von dem her bin ich hier mÃ¶glicherweise nicht vÃ¶llig objektiv. Der erste Eindruck war auch eigentlich gar nicht mal so positiv und hatte etwas von LÃ¶sungsmittel. Aber das war schnell verflogen und einem vollen Fruchtaroma gewichen. Nicht eine einzelne Frucht, sondern eher, wie wenn man den Kopf Ã¼ber eine SchÃ¼ssel Fruchtsalat hÃ¤lt. Das hat sich auch im Mund fortgesetzt, volle Fruchtbombe mit einer ganz leichten SchÃ¤rfe dahinter, bei der nach einer langen Entwicklung eine leicht bittere Note zum Ausklang dazu kommt. Wenn man mit der Richtung was anfangen kann, dann ist der schon sehr nahe an der Perfektion!</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/HighlandPark.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1373" alt="HighlandPark" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/HighlandPark-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Kontrastprogramm: <strong>Highland Park 20 y.o. Scotch Malt Whisky Society (SWMS 4.55 &#8211; &#8222;After the accident: a snapshot&#8220;), Nov. 1977 &#8211; Feb. 1998, 54,4%</strong>. Hier ist man nicht mehr im Obstgarten, sondern eindeutig an der KÃ¼ste. Salz ist angesagt, leicht in der Nase und sehr deutlich im Mund. Dazu eine krÃ¤ftige SchÃ¤rfe, die lang anhÃ¤lt und sich langsam wie die Brandung Ã¼ber die Zunge in den Rachen zurÃ¼ckzieht. Das ist nichts fÃ¼r den Sommer, sondern ein Whisky, der einem nach einem Sturmtief an der KÃ¼ste die Lebensgeister zurÃ¼ckbringt (oder einen endgÃ¼ltig ausknockt).</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Tomintoul.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1374" alt="Tomintoul" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Tomintoul-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Gleich weiter zum nÃ¤chsten Kontrast. <strong>Tomintoul 34 y.o., John Milroy &#8218;Millenium Selection&#8216;, Jan. 1966 &#8211; May 2000, Single Sherry Cask, 49,01%</strong>. Wie dunkel kann ein Whisky werden? Vermutlich nicht dunkler als dieser hier und das lÃ¤sst auf viel Sherry schlieÃŸen. Sehr viel Sherry. Allerdings kein sÃ¼ÃŸer, sondern ein richtig trockener. Der Geruch erinnert vor allem an Kaffee oder KaffeelikÃ¶r, komplett ohne Schwefelnoten. Das bisschen SÃ¼ÃŸe, dass sich erriechen lÃ¤sst, findet sich im Geschmack kaum wieder. Auch hier stehen trockene Kaffeenoten im Vordergrund. SpÃ¤t im Abgang kommt etwas Lakritz durch. Mir ist das insgesamt zu viel. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich den blind Ã¼berhaupt als Whisky erkannt hÃ¤tte. Schon ein sehr guter Tropfen, aber das ist dann nicht mehr so richtig meine Baustelle.</p>
<p>SpÃ¤testens jetzt brauchte der Magen eine StÃ¤rkung und die bekam er auch in Form der Antipasti, die bei den Tastings im A Tavola immer gereicht werden.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Glenglassaugh.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1375" alt="Glenglassaugh" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Glenglassaugh-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Die harte Aufgabe des ersten Whiskys nach dem Essen fiel diesmal einem Glenglassaugh zu: <strong>Glenglassaugh 20 y.o. for Dansk Maltwhisky Academy (Hotel Falster) by Creative Whisky Company, 1986 &#8211; 2006, Sherry Cask 06/08048, 51,3%</strong> (mit einer groÃŸartigen Aufmachung der Flasche!). Thematisch bleiben wir beim Thema Sherry, auch hier ist die Farbe extrem dunkel. Allerdings ist hier nicht Kaffee angesagt, sondern Schwefel, schwere SÃ¼ÃŸe, Rosinen und Pralinen. Der Geschmack kommt wuchtig und sÃ¼ÃŸ, auch hier deutlich Pralinen, dabei aber auch sehr krÃ¤ftig und scharf. Im Abgang gibt es Toffee und cremige Noten. Ohne Wasser kann ich den nicht trinken, aber auch mit Wasser bleibt er mir (Ã¤hnlich wie schon der Tomintoul) zu krass. Die Gelegenheiten, bei denen ich Lust auf so extreme Sherrybomben habe, sind dann doch eher selten.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/CaolIla.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1376" alt="CaolIla" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/CaolIla-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Mit dem nÃ¤chsten wechseln wir aber auch direkt wieder den Bereich. <strong>Caol Ila &#8218; Feis Ile 2012&#8216; OB, 15.01.2001, Sherry Butt 300897, hand selected by Billy Stitchell, 60,4%</strong>. FÃ¼r viele der Gewinner des letztjÃ¤hrigen Islay-Festivals. Caol Ila mag die Destille mit dem wenigsten Charme auf der Insel sein, sie verblÃ¼ffen trotz der vollautomatischen Industrieanlagen immer wieder mit ausgezeichneten Tropfen. Vom Sherry Butt ist hier Ã¼brigens wenig bis gar nichts zu finden, weder in der Farbe noch im Aroma. DafÃ¼r gibt es neben dem deutlich prÃ¤senten Torf etwas Zitrone und vor allem Getreide und KrÃ¤uternoten, die etwas an Gin erinnern. Wacholder kÃ¶nnte durchaus dabei sein. Der Geschmack ist sehr krÃ¤ftig und mit einer deutlichen SchÃ¤rfe, was bei dem Alkoholgehalt nicht verwundern muss. Trotzdem braucht er nicht unbedingt Wasser. FÃ¼r die anderen Noten muss man ein wenig hinter diese Kraft schmecken, aber auch hier findet sich das Getreide und die KrÃ¤uter aus der Nase wieder. Der Abgang ist sehr lang und wartet ganz spÃ¤t mit einer SÃ¼ÃŸe durch, die das Sherryfass zumindest ahnen lÃ¤sst. Durch sein Muskelspiel tÃ¤uscht er etwas, da steckt viel Feingeistiges drin. Toll!</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Laphroaig.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1377" alt="Laphroaig" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Laphroaig-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Mit dem Abschluss bleiben wir auf Islay, denn nach dem Caol Ila kÃ¶nnen nur ein paar andere Whiskys Ã¼berhaupt bestehen. Ein Name drÃ¤ngt sich da natÃ¼rlich auf. <strong>Laphroaig 10 y.o. OB &#8218;Original Cask Strength&#8216; Green Stripe from 1980ies, 57,3%</strong>. Wer nur die neuen Laphies kennt, wird von den alten Ã¼berrascht sein. Zwar kommen auch die mit wuchtigem Torf, krÃ¤ftig und schon auch etwas medizinisch &#8211; aber ohne die Jodnoten, die fÃ¼r die neuen so typisch sind. Auch der Geschmack ist weitaus komplexer als bei den heutigen, dafÃ¼r auch etwas weniger eigenstÃ¤ndig. Ich kann mich auch nicht endgÃ¼ltig entscheiden, was ich lieber mag. Der hier ist zweifelsohne toll, aber ein wenig fehlt mir eben das, was ich mit &#8222;meinen&#8220; Lahroaigs verbinde. SpÃ¤te Geburt und so <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Einen klaren Sieger des Abends hab ich diesmal nicht. Zwar trifft der Macduff am ehesten meinen Geschmack und die beiden Sherrygranaten am wenigsten. Aber qualitativ war das alles Oberklasse. Egal welcher mit davon zum Trinken angeboten werden wÃ¼rde, ich mÃ¼sste bei keinem lÃ¤nger Ã¼berlegen als es braucht, &#8222;Ja!&#8220; auszusprechen.</p>
<p>Danke an Pit, auch fÃ¼r die vielen guten Anekdoten und Bilder, die es zu den Whiskys gegeben hat. Besser kann ein Abend eigentlich kaum sein!</p>
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		<title>Dram in a Tram â€“ Whiskytasting von Slowdrink</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 May 2012 21:20:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Munich Spirits]]></category>
		<category><![CDATA[Slowdrink]]></category>
		<category><![CDATA[Tasting]]></category>
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					<description><![CDATA[Whisky ist eine Frage des Stils. Zumindest wenn es ein guter ist, verunstaltet man ihn nicht mit Cola oder Eis. Man kippt ihn sich auch nicht in Eile hinter die Binde, sondern genieÃŸt seine Dram in Ruhe und vorzugsweise mit <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/dram-in-a-tram-whiskytasting-von-slowdrink"><span class="screen-reader-text">  Dram in a Tram â€“ Whiskytasting von Slowdrink</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Whisky ist eine Frage des Stils. Zumindest wenn es ein guter ist, verunstaltet man ihn nicht mit Cola oder Eis. Man kippt ihn sich auch nicht in Eile hinter die Binde, sondern genieÃŸt seine Dram in Ruhe und vorzugsweise mit guten Freunden in der richtigen Umgebung. Die eine richtige Umgebung gibt es dabei nicht, es kann ein Ledersessel vor einem Kamin sein, eine Terrasse im Sonnenuntergang, eine Bar oder vielleicht auch eine Tram. Eine Tram? NatÃ¼rlich nicht im Berufsverkehr, aber wenn man sich eine eigene zur Sonderfahrt mietet und damit in geschlossener und guter Gesellschaft whiskytrinkend kreuz und quer durch MÃ¼nchen fÃ¤hrt, dann kann das in der Tat die goldrichtige Umgebung sein.</p>
<p><span id="more-890"></span>Ebendieses hat Pit Krause von <a title="Slowdrink" href="http://www.slowdrink.de/" target="_blank">Slowdrink</a> in Zusammenarbeit mit Munich Spirits letzten Samstag organisiert. Bei bestem Wetter und mit einem absolut hochklassigen Line-Up, bei dem alle Tropfen ebenbÃ¼rtig um die Spitzenposition gekÃ¤mpft haben. 4 Stunden durch MÃ¼nchen fahren, guten Whisky trinken, dazu noch ein paar Informationen Ã¼ber die MÃ¼nchner StraÃŸenbahn bekommen und vielen armen Menschen ohne Whisky drauÃŸen zuprosten. Man kann sagen, wir hatten jede Menge SpaÃŸ!</p>
<p>Nach dem Einsteigen am Ostbahnhof, ein paar Informationen zum Ablauf und zur StraÃŸenbahn und der Feststellung, dass wir einen blinden Passagier an Bord hatten, der das Sonderfahrt-Schild Ã¼bersehen hatte (aber dann doch keinen Whisky wollte und bei der nÃ¤chsten Gelegenheit entlassen wurde), ging es an die erste Runde.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/guyana.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-891" title="guyana" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/guyana-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dieser Samstag war nicht nur der bislang heiÃŸeste Tag in diesem Jahr, sondern auch Hitzerekord fÃ¼r einen 28. April in MÃ¼nchen. Da nun Spirituosen unter den klimatischen Bedingungen am besten schmecken, unter denen sie auch hergestellt wurden, traf es sich ziemlich gut, dass der Opener des Tages kein Whisky, sondern ein Rum war. Genauer gesagt ein 12 Jahre alter <strong>Single Domain Guyana Rum (Caribbean Distillers), bottled 2004 by Rum Nation, Rossi &amp; Rossi Imp. (Italy), 43%</strong>. Eigentlich ist Rum ja nicht so mein Geschmack. Pit hat es zwar schon mehrfach versucht, konnte mich aber auch nicht mit richtig guten vom Gegenteil Ã¼berzeugen. Bis heute. Vielleicht war es der Temperatur geschuldet, aber der hier ging mir richtig gut rein und war der Erste, der mich nicht an Backaroma erinnert hat (Entschuldigung an alle Rum-Fans, in der Hinsicht bin ich einfach Banause!). Ganz im Gegenteil ein eigener, aber sehr angenehmer Geschmack. Vielleicht muss ich in die Thematik doch mal intensiver einsteigen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/glenglassaugh.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-892" title="glenglassaugh" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/glenglassaugh-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dazu vielleicht ein andermal mehr, jetzt soll es wieder um Whisky gehen. Der erste in dieser Runde war ein <strong>Glenglassaugh 22 y.o., Hart Bros., 1974, 43%</strong>. Glenglassaugh ist viele Jahre kaum beachtet worden, ich hatte aber schon ein paar Mal sehr gute im Glas. Da macht dieser hier keine Ausnahme. Intensiver Fruchtgeruch, erinnert stark an GummibÃ¤ren. Geschmacklich ein typischer Speysidewhisky aus dem Bourbonfass, aber auch hier mit extrem viel Frucht, malziger SÃ¼ÃŸe und ganz leicht bitteren Noten dahinter. Sehr fein und im Moment genau mein Geschmack. An dem hÃ¤tte ich mich schon festtrinken kÃ¶nnen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/tomatin.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-893" title="tomatin" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/tomatin-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nummer 2 war dann direkt Kontrastprogramm. Ein <strong>Tomatin 33 y.o., Duncan Taylor (Rare Auld), Dec 1976 â€“ Feb 2010, Sherry Cask 6816, 264 btl., 51,6 %</strong>. In der Nase hat mich der Tomatin ein wenig an den Rum erinnert. Eingelegte FrÃ¼chte und Leder sind dominant. Geschmacklich dann auch hier viel Frucht (Maracuja), aber auch eine deutlichere Bitterkeit, die den Speichel im Mund zieht. Ebenfalls sehr gut, aber fÃ¼r mich knapp hinter dem Glenglassaugh.</p>
<p>Inzwischen waren wir Ã¼ber den Max-Weber-Platz am Giesinger Stadion vorbei nach Harlaching gefahren, wo wir an der Wendesstelle eine kurze Pause einlegen konnten. Die war durchaus willkommen, denn in der alten StraÃŸenbahn waren die Temperaturen inzwischen doch ganz leicht tropisch. Unter den BÃ¤umen war es somit schon angenehmer, zumindest bis die MÃ¼cken ihren Anteil vom Whisky haben wollten.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/springbank.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-894" title="springbank" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/springbank-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Also wieder zurÃ¼ck in die Stadt und Ã¼ber Nymphenburg zum Olympiapark, unserer nÃ¤chsten Haltestation. Auf dieser Etappe gab es nach einer kurzen Debatte Ã¼ber die beste Reihenfolge erst mal einen <strong>Springbank 21 y.o. OB (Old Parchment Label, distilled in the 1960ies), 75cl dumpy bottle, 46%</strong>. Ganz groÃŸer Tropfen, wenn auch fÃ¼r die Tram vielleicht ein wenig zu feingeistig. In der Nase Kokos und Salz, im Geschmack quasi alles, was man in Whisky finden kann. Irre komplex, Passionsfrucht und MandelÃ¶l dabei am deutlichsten. Pit hat noch Serranoschinken mit Melone drin gefunden und noch einiges andere. Wahnsinnsteil!</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/auchentoshan.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-895" title="auchentoshan" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/auchentoshan-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eigentlich sollte noch vor ihm der <strong>Auchentoshan 29 y.o. OB, distilled 12.03.1973, Sherry Butt 793, 55,8%</strong> kommen, aber der wurde vÃ¶llig zu Recht nach hinten geschoben, denn der hÃ¤tte alles im Springbank Ã¼berdeckt. Extrem dunkel und massiv, eine richtig fette Schnecke. Dunkle Schokolade, Malaga-Eis â€“ Pits Beschreibung als â€žDark-Fruit-Smoothie-Orgasmâ€œ hat es schon recht gut getroffen. Sehr geil, wenn auch sicher kein Whisky fÃ¼r jeden Tag, schon gar nicht fÃ¼r einen so warmen. (Dass das Bild leider unscharf ist, lag nur am Wackeln der Tram und keinesfalls am Alkohol!)</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/glendronach.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-896" title="glendronach" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/glendronach-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nummer 3 und schon an unserem Rastplatz, der stillgelegten Haltestelle Olympiapark SÃ¼d, ausgeschenkt war ein <strong>Glendronach 1. May 1992 â€“ 4. Feb. 2009 OB for King&#8217;s Court Society, Sherry Butt 39, 200 btl., 58,7%</strong>. Leider hatte der nun das Problem, nach dem Auchentoshan zu kommen und auch noch in eine Ã¤hnliche Richtung zu gehen. FÃ¼r mich hat er deswegen ein wenig verloren, was er eigentlich nicht verdient hat, denn auch das hier war an sich ein richtig groÃŸer Tropfen mit mÃ¤chtigem Sherry und KaffeelikÃ¶rnoten. Als Einziger an diesem Abend hat dem ein bisschen Wasser sehr gut getan. Inzwischen wurden auch die Assoziationen etwas eigenwilliger. Von Blumentopferde Ã¼ber â€ždiese PinguinstÃ¤bchenâ€œ (gemeint war Guano) bis hin zu â€žGaddafi unter den AchselhÃ¶hlenâ€œ war der Alkohol doch schon etwas anzumerken.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/bowmore.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-897" title="bowmore" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/bowmore-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach der Pause und den Sherrybomben ging es fÃ¼r die letzte Etappe in Richtung Islay. <strong>Bowmore 1994 â€“ 2008 Berry Bros. &amp; Rudd, Cask 1681, 56,3%</strong>. GroÃŸartiger Bowmore aus dem Bourbonfass. In der Nase deutlich Rauch, aber nicht zu massiv, dazu Mandarine und Pomelo. Geschmacklich eine sehr angenehme und leichte Mischung aus Torf und fruchtiger SÃ¼ÃŸe, perfekt kombiniert und irre sÃ¼ffig. Ein sehr eigenstÃ¤ndiger und richtig toller Bowmore! Eigentlich stehe ich seit einiger Zeit nicht mehr so sehr auf die torfigen Whiskys, aber dieser hier war mein Gewinner des Abends.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/portellen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-898" title="portellen" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2012/05/portellen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nur um Haaresbreite dahinter der zweite Islaywhisky und Abschluss des Abends â€“ ein <strong>Port Ellen 26 y.o., Three Rivers (Tokyo), 13. Oct. 1982 â€“ 17. Aug. 2009, Sherry Butt 2473, 200 btl., 55,7%</strong>. Der Sherry war sehr weit im Hintergrund, sowohl in der Farbe wie auch im Geruch und im Geschmack. Alles in allem eine sehr elegante, komplexe und ausgewogene Mischung aus Torf, WÃ¼rzigkeit, Leder, Jod und Frucht. GroÃŸer Tropfen, der bei den meisten auch der Tagessieger geworden ist.</p>
<p>Eine Reihenfolge Ã¼ber den Gewinner hinaus ist allerdings kaum mÃ¶glich. Hier war alles auf hÃ¶chstem Niveau und kein einziger Tropfen dabei, der auch nur in die NÃ¤he einer EnttÃ¤uschung gekommen wÃ¤re. Top!</p>
<p>Wieder am Ostbahnhof war es inzwischen 22 Uhr und immer noch warm genug, um drauÃŸen einen kleinen Snack einzunehmen â€“ wÃ¼rde man in MÃ¼nchen um diese Uhrzeit drauÃŸen noch etwas zu Essen bekommen. So mussten wir uns dann doch zum Italiener rein setzen. Aber der Sommer geht ja erst los, von dem her war das zu verkraften.</p>
<p>Danke an Pit und Klaus fÃ¼r die Organisation, war einmal mehr ein feines Tasting, bei dem diesmal nicht nur genossen, sondern auch noch mehr gelacht werden konnte als sonst. Gerne wieder!</p>
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