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	<title>Whiskykoch &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>&#8222;Friends of Laphroaig&#8220; Dinner mit Distillery Manager John Campbell und Whiskykoch Chris Pepper</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Sep 2013 20:37:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass Wein und Essen gut zusammenpassen, ist allgemein bekannt. Die Erkenntnis, dass man aber auch Spirituosen durchaus gekonnt mit Essen verbinden kann, ist allerdings weniger verbreitet. Das funktioniert aber durchaus. Wenn es sich bei den Spirituosen um Whisky handelt, der <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/friends-of-laphroaig-dinner-mit-distillery-manager-john-campbell-und-whiskykoch-chris-pepper"><span class="screen-reader-text">  &#8222;Friends of Laphroaig&#8220; Dinner mit Distillery Manager John Campbell und Whiskykoch Chris Pepper</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Wein und Essen gut zusammenpassen, ist allgemein bekannt. Die Erkenntnis, dass man aber auch Spirituosen durchaus gekonnt mit Essen verbinden kann, ist allerdings weniger verbreitet. Das funktioniert aber durchaus. Wenn es sich bei den Spirituosen um Whisky handelt, der geschmacklich viele Facetten und viel Charakter besitzt, dann muss man aber schon wissen, was man am Herd macht, damit das ganze harmoniert. Mehr noch, wenn es sich bei den Whiskys um welche aus dem Hause <a title="Laphroaig" href="http://www.laphroaig.com" target="_blank">Laphroaig</a> und damit um Vertreter der extremeren Sorte handelt. Die Einladung zu einem Whiskydinner mit <a title="Whisky-Koch" href="http://www.whiskykoch.de" target="_blank">Chris Pepper</a> und John Campbell, bei dem fÃ¼nf dieser Whiskys mit vier MenÃ¼gÃ¤ngen kombiniert werden sollten, wollte ich mir deswegen nicht entgehen lassen. Als Mitglied der Friends of Laphroaig war es ja quasi eh eine Pflichtveranstaltung fÃ¼r mich.</p>
<p><span id="more-1421"></span><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/john_campbell.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1422" alt="john_campbell" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/john_campbell-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Eigentlich war das Ganze drauÃŸen geplant, auf der Terrasse der <a title="Die goldene Bar" href="http://www.goldenebar.de/" target="_blank">Goldenen Bar</a> in MÃ¼nchen, schÃ¶n gemÃ¼tlich unter den SÃ¤ulen und am Grill. Aber John Campbell hatte nicht nur Whisky, sondern offensichtlich auch das Wetter von Islay mitgebracht, wie er bereits zur ErÃ¶ffnung anmerkte. Regen und KÃ¤lte sind dann doch eher wenig terrassentauglich und so wurde die Veranstaltung kurzerhand nicht drin verlegt. Was die Temperatur betrifft, war das zwar von Vorteil, allerdings mussten wir uns so die Bar mit der feierenden Schickimicki-Truppe des GQ-Magazins teilen, was auf Dauer doch ziemlich anstrengend war. Aber hilft ja nichts, wir haben uns zusammengekuschelt und John und Chris haben sich grÃ¶ÃŸtenteils erfolgreich alle MÃ¼he gegeben, den LÃ¤rmpegel der Bar zu Ã¼bertÃ¶nen.</p>
<p>Zur ErÃ¶ffnung gab es einen Cocktail, allerdings nicht mit Laphroaig, sondern mit Makerâ€˜s Mark, von denen die Bourbon-FÃ¤sser kommen, die Laphroaig zur Reifung ihrer AbfÃ¼llungen verwendet. Zusammen mit reichlich Ingwer hat der schnell eingeheizt und die Anwesenden auf Betriebstemperatur gebracht. Also Zeit fÃ¼r den ersten Gang.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/erster_gang.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1423" alt="erster_gang" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/erster_gang-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>In der einen Ecke der ZehnjÃ¤hrige, die Signature-AbfÃ¼llung von Lahproaig. Dieser Whisky definiert den Geschmack, den man mit der Destille verbindet. Torf, Jod, etwas FrÃ¼chte, leicht salzige Noten, viel Kraft. Einer der wenigen Whiskys, bei dem ich die StandardabfÃ¼llung der FaÃŸstÃ¤rke vorziehe, da mir letztere zu heftig ist. Nicht einfach, sich dazu etwas passendes zu Essen vorzustellen. In der anderen Ecke nun als Gegenspieler gegrillter SchafskÃ¤se mit Apfelscheiben im Speckmantel, auf einem Bett von Reis mit etwas Zitrone. Das war an sich schon ziemlich gut, hat sich aber vor allem mit problemlos mit dem Whisky arrangiert. Auch in direkter Kombination hat hier nichts gestÃ¶rt, sondern sich eher ergÃ¤nzt, gegenseitig Aromen aufgegriffen und damit gespielt. Spannend und sehr gelungen.</p>
<p>Ein kleines Manko war, dass nicht nur der Grill (passend mit Torf befeuert) drauÃŸen stand, sondern auch die Teller. Das Essen kam also leider nur noch knapp lauwarm bei uns an, was den Genuss ein wenig getrÃ¼bt hat.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/zweiter_gang.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1425" alt="zweiter_gang" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/zweiter_gang-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Das ist vor allem beim nÃ¤chsten Gang aufgefallen. Gebratener Fenchel mit Lachs und Orangenchutney, ebenfalls vom Grill. Da waren krÃ¤ftige Aromen auf dem Teller und die brauchte es auch, denn der Whisky dazu war der Quarter Cask. Etwas jÃ¼nger als der 10er, auch mit mehr Alkohol und in den kleinen Quarter Casks (250 l FÃ¤ssern) nachgereift. Der hat mehr Power als der Zehner, bringt aber gleichzeitig auch mehr Holz- und Vanillenoten mit. Und eben auch Fenchel, den wir ja auf dem Teller hatten. Und auch bei diesem Gang muss man sagen: die Kombination funktioniert ausgezeichnet.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/dritter_gang.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1424" alt="dritter_gang" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/dritter_gang-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Hauptgang. HierfÃ¼r holen wir uns drauÃŸen eine Scheibe Sirloin-Steak aus dem Smoker, dazu Kartoffelsalat (mit einem Schuss Whisky) und Walnusschutney. Geschmacklich gut gelungen, aber das Fleisch hÃ¤tte etwas Salz oder einen Hauch Sauce vertragen kÃ¶nnen. DafÃ¼r gibt es einen kleinen Abzug auf die B-Note. DafÃ¼r legt der Whisky noch mal einen drauf. Der 18jÃ¤hrige ist fÃ¼r mich das Highlight von Laphroaig. Sehr smooth, Ã¶lig und cremig, mit floralen Noten und etwas Schokolade, aber ohne den typischen Charakter der Destille zu verlieren. GroÃŸartiger Tropfen, der dem Fleisch zur Not auch die fehlende WÃ¼rze bringt.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/grill.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1426" alt="grill" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/grill-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>WÃ¤hrend John von Tisch zu Tisch geht um SchwÃ¤tzchen mit den Anwesenden zu halten, bereitet man sich aufs Dessert vor. Als Whisky gibt es hier den Triple Wood, der die â€žVerlÃ¤ngerungâ€œ des Quarter Casks darstellt. Dieser wird nochmal in Oloroso Sherry FÃ¤ssern nachgereift, was den Charakter recht deutlich verÃ¤ndert. Der Geruch erinnert mit stark an Rum und auch im Geschmack findet sich deutlich mehr SÃ¼ÃŸe als bei den anderen. Dazu gibt es aber auch einige frische Noten. Ich finde den etwas schwÃ¤cher als den Quarter Cask, mir geht hier etwas zu viel vom typischen Charakter verloren. Aber zum Dessert passt das gut, in diesem Fall zu Panacotta (ebenfalls mit einem Schuss Whisky) mit Zimtbirnen. Nein, das passt nicht nur gut, das passt absolut perfekt! In der Zusammenstellung kÃ¶nnte ich mich ein eine kleine Wanne voll reinsetzen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/vierter_gang.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1427" alt="vierter_gang" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/vierter_gang-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Nun aber genug mit dem LÃ¤rm! Mit dem Essen sind wir durch, der Regen hat aufgehÃ¶rt und so gibt es den letzten Whisky drauÃŸen auf der Terrasse. Das ist nun auch das Highlight, der 25jÃ¤hrige. Aufgrund seines doch recht stolzen Preises kannte ich den bislang auch noch nicht und war einigermaÃŸen gespannt. Der Geruch verblÃ¼fft erst mal, denn hier dominiert kein Torf und kein Phenol, sondern &#8211; KÃ¤se. Klingt seltsam, ist aber so. John bezeichnet ihn als â€žwolf in sheepâ€˜s clothingâ€œ und das kommt durchaus hin, denn der Geschmack hat nichts mit dem Geruch zu tun. Eine lange und komplexe Entwicklung im Mund, bei der die verschiedenen Aromen sich abwechseln, der Torf aber eher im Hintergrund bleibt. Der Geschmack ist insgesamt eher trocken, es finden sich aber auch sÃ¼ÃŸe Noten. Schon ein sehr sehr guter Whisky, aber ich wÃ¼rde trotzdem im Zweifel dem 18jÃ¤hrigen den Vorzug geben, weil der fÃ¼r mich schon ein bisschen best of both worlds ist. Was fÃ¼r ein glÃ¼cklicher Zufall, dass von dem noch was da ist und die Reste auch verteilt werden.</p>
<p>Sehr schÃ¶ner Abend, wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Trotzdem, das Essen war sehr gut, der Whisky sowieso und sowohl Chris wie auch John waren ausgesprochen angenehme Hosts.</p>
<p>Thanks, guys!</p>
<p><em>I must go down to the sea today,</em><br />
<em>to the lonely sea in the sky,</em><br />
<em>and all I ask is an Islay cask,</em><br />
<em>and the friends to drink it dry.</em></p>
<p><em>SlÃ inte mhath!</em></p>
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