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	<title>Cadenhead&#8217;s &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>48. Tasting von Munich Spirits &#8211; Sommertasting</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2015 20:41:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu Hause ist der Sommer immer ein Lotteriespiel. Wenn man Pech hat, sitzt man wochenlang im Regen und grÃ¼belt, ob man die Heizung wieder einschalten soll. Diese Problematik hat man dieses Jahr nicht. Vielmehr stellt sich die Frage, was man <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/48-tasting-von-munich-spirits-sommertasting"><span class="screen-reader-text">  48. Tasting von Munich Spirits &#8211; Sommertasting</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Hause ist der Sommer immer ein Lotteriespiel. Wenn man Pech hat, sitzt man wochenlang im Regen und grÃ¼belt, ob man die Heizung wieder einschalten soll. Diese Problematik hat man dieses Jahr nicht. Vielmehr stellt sich die Frage, was man bei diesen Temperaturen alles unterlÃ¤sst. Arbeiten und schwere Whiskys zum Beispiel. Da trifft es sich, dass die Sommertastings von <a href="http://www.munich-spirits.de/cocktailrezepte-vom-sommertasting/" target="_blank">Munich Spirits</a> immer in einem betont lockeren Rahmen ablaufen &#8211; drei Cocktails auf Whiskybasis, drei leichte Whiskys, wenig Moderation, viel geselliges Zusammensein. Just an diesem Tag klappt es vom Wetter her nicht ganz mit drauÃŸen sitzen. Das bedeutet dann aber auch, dass die Temperaturen im A Tavola schon bevor es in die erste Runde geht in mehr als hochsommerliche Bereiche klettern. Ein sÃ¼ffiger Einstieg wird also sehnlichst erwartet.<br />
<span id="more-1644"></span><br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/08/IMG_0015.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1645" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/08/IMG_0015-150x150.jpg" alt="IMG_0015" width="150" height="150" /></a>Der kommt auch umgehend in Form eines <strong>Mac Collins</strong>. Ein gespritzter Sour auf Basis eines Longmorn 16, nicht nur sÃ¼ffig, sondern gefÃ¤hrlich sÃ¼ffig. Der Longmorn kommt zwar durch, verliert aber hier endgÃ¼ltig jegliche Spur von Alkohol. Durch die zitronigen Noten des Sours geht der runter wie Limo. Nicht spekatakulÃ¤r, aber sehr schÃ¶n fÃ¼r den Sommer &#8211; wenn man dabei nicht vergisst, dass man hier Alkohol im Glas hat. Sonst endet der Abend bÃ¶se, denn der Mac Collins ist genau so schnell nachgeschenkt wie ausgetrunken.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/08/IMG_0016.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1646" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/08/IMG_0016-150x150.jpg" alt="IMG_0016" width="150" height="150" /></a>Nummer zwei, der <strong>Mandoline </strong>klingt nach fieser Zuckerattacke: Bourbon, Wodka, Amaretto, Apfel- und Kirschsaft, Zuckersirup, Grenadinesirup. Das sieht quietschbunt aus, ist aber tatsÃ¤chlich gar nicht so extrem wie erwartet. Der Whiskey ist ein Maker&#8217;s Mark, der sich auch gegen den ganzen Zucker behaupten kann &#8211; zumindest phasenweise. Beim Schwenken im Mund dominieren GummibÃ¤rchen, beim Schlucken sagt der Maker&#8217;s Mark mit Holz- und Vanillenoten Hallo, im Nachklang bekommt man dann den erwarteten Zucker. Ist insgesamt schon was fÃ¼r Liebhaber von SÃ¼ÃŸkram; mir hingegen reicht einer vÃ¶llig.</p>
<p>Der dritte Cocktail ist eine Besonderheit, da er der Namensgeber fÃ¼r den Whisky war und nicht umgekehrt. Der <strong>Sazerac </strong>ist dabei allein wegen der Alkoholmenge mit Vorsicht zu genieÃŸen. Allerdings ist er auch verdammt gut. Ich hab es zwar grundsÃ¤tzlich nicht so sehr mit Rye Whiskey, da mir die meisten zu bitter und zu wurzelig sind. Hier in Kombination mit anderen GeschmÃ¤ckern kommen die bitteren Noten aber sehr gut. FÃ¼r einen Cocktail ist das durchaus interessant und vielschichtig. Absinth gibt den Gegenspieler und mit dem VerhÃ¤ltnis zwischen diesem und dem Rye kann man so lange spielen, bis man die Perfektion erreicht hat, woran wir uns mit einem weiteren Glas und beiden Flaschen zumindest annÃ¤hern. Da aber wir aber von den Whiskys spÃ¤ter auch noch was mitbekommen wollen, belassen wir es bei der AnnÃ¤herung.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/08/IMG_0008.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1647" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/08/IMG_0008-150x150.jpg" alt="IMG_0008" width="150" height="150" /></a>Zu denen kommen wir nach der Essenspause. Den Einstieg macht ein <strong>Auchentoshan, 19 y.o., Duthies by Cadenhead, 46%</strong>. In der Nase gibt es klare, recht typische Highlandnoten mit etwas Zitrus und grasigen TÃ¶nen obendrauf. Geschmacklich ist der Ã¼berraschend dick und sÃ¼ÃŸ, allerdings ohne Frucht. Insgesamt gefÃ¤llt mir das gut, nur der etwas kurze Abgang enttÃ¤uscht ein wenig. Wenn hier noch mehr kommen wÃ¼rde, wÃ¤re das ein Klasse Sommerwhisky.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/08/IMG_0010.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1648" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/08/IMG_0010-150x150.jpg" alt="IMG_0010" width="150" height="150" /></a>Nummer zwei ist eher ungewÃ¶hlich. Bei <strong>Aberlour</strong> denkt man erst mal an schwere SherryabfÃ¼llungen. Bei diesem hier, einer AbfÃ¼llung von <strong>2009, 5 y.o., Cask 2 Exclusive Range, Creative Whisky Co., 50%</strong>, findet sich davon nichts. Stattdessen gibt es in der Nase viel Frucht, vor allem Aprikose. Im Mund viel schwere SÃ¼ÃŸe reifer FrÃ¼chte, Feige, Cookieteig, dann Ã¼berreife Banane, die mit jedem Schluck dominanter wird. Das ist mir zu viel des Guten, hier Ã¼berlasse ich ausnahmsweise das halbe Glas dem restlichen Tisch, der Ã¼berwiegend begeistert ist, wÃ¤hrend mich dieser Whisky fast schon abstÃ¶ÃŸt. Selten, aber auch so was kann eben passieren.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/08/IMG_0012.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1649" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/08/IMG_0012-150x150.jpg" alt="IMG_0012" width="150" height="150" /></a>Der Ausgleich kommt umgehen. Ich hab ja schon Ã¶fter mal erwÃ¤hnt, dass ich groÃŸer Fan der alten 15jÃ¤hrigen OriginalabfÃ¼llung von Longmorn war, die einen ganz eigenen Schmelz hatte. Wie ein Malzbonbon, dass sich beim Lutschen Ã¼ber den ganzen Mundraum legt. Leider gibt es den nicht mehr und jede andere AbfÃ¼llung, die ich probiere, muss sich daran messen lassen. Beinahe alle scheitern. Aber diese hier kommt dem ausnahmsweise mal recht nah. <strong>Longmorn, 1996, 15 y.o., Cask 923335 Octave, Whisky Trader Edition, 53,7%</strong>. Leider eine winzige Serie, weswegen man wohl gar nicht erst versuchen muss, sie im Laden zu finden. Der Geruch bringt Fruchtcocktail, Weingummi und Malz, alles sehr rund und ausgewogen. Das setzt sich im Mund fort, eben mit diesem wunderschÃ¶nen malzigen Schmelz, dazu verschiedene Fruchtnoten. Apfel und Erdbeere wie in der Beschreibung finde ich zwar nicht, Pfirsich und Mandel kann ich aber nachvollziehen. Feiner Stoff!</p>
<p>Damit sind wir schon wieder durch, aber da die Cocktails ja doch gut Alkohol enthalten, reicht das auch vÃ¶llig aus. So schmeckt der Sommer.</p>
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		<title>Monster Malts meet Munich &#8211; Slow Drink RaritÃ¤tentasting</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2015 13:38:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie ich an anderer Stelle bereits angemerkt habe, sind Blind Tastings fÃ¼r mich die einzig wahren Tastings. Der menschliche Geruchs- und Geschmackssinn ist an sich schon nicht besonders gut. Dazu kommt ein Gehirn, das vÃ¶llig subjektiv arbeitet und sich die <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/monster-malts-meet-munich-slow-drink-raritaetentasting"><span class="screen-reader-text">  Monster Malts meet Munich &#8211; Slow Drink RaritÃ¤tentasting</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich an anderer Stelle bereits angemerkt habe, sind Blind Tastings fÃ¼r mich die einzig wahren Tastings. Der menschliche Geruchs- und Geschmackssinn ist an sich schon nicht besonders gut. Dazu kommt ein Gehirn, das vÃ¶llig subjektiv arbeitet und sich die Welt aus all den Fragmenten konstruiert, die unsere Sinne ihm liefern. Informationen, die es Ã¼ber das Etikett bekommt, flieÃŸen dann genau so in die Bewertung ein wie das, was Nase und Zunge melden. Das verfÃ¤lscht die Ergebnisse dramatisch und ist speziell im Vergleich von teuren Whiskys mit groÃŸen Namen und vermeintlicher Standardware besonders deutlich. FÃ¼r dieses Tasting wÃ¤re zumindest dieser Punkt nicht von Belang gewesen, denn es gab &#8211; <a href="http://www.slowdrink.de/" target="_blank">wie immer bei Pit</a> &#8211; nur hochwertige Tropfen zu verkosten. Nichtsdestotrotz ist es spannender und ergiebiger, ohne Beeinflussung an die Sachen heranzugehen. Wir hatten alle wirklich gar keinen Plan, was wir vorgesetzt bekommen. Die AuflÃ¶sung kam jeweils wÃ¤hrend des Trinkens nach dem gemeinsamen Erschmecken, Diskutieren und Raten, so dass man mit den letzten Schlucken alle Informationen zusammenbringen konnte.<br />
<span id="more-1628"></span></p>
<p>Nummer 1<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_195146.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1629" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_195146-150x150.jpg" alt="Armagnac Napoleon" width="150" height="150"></a>Wenn Pit ein Tasting macht, dann muss nicht alles Whisky sein. Dass wir hier zum Auftakt keinen im Glas hatten, war allen direkt klar. Die Vermutungen am Nebentisch gingen schnell in Richtung Cognac. Vom dem hab ich allerdings keine Ahnung, meine Assoziation war eher ein Grappa, der im Eichenfass nachgelagert wurde. Traubenschalen waren in jedem Fall sehr prÃ¤sent. Rum wÃ¤re auch eine MÃ¶glichkeit gewesen. Insgesamt in jedem Fall sehr fruchtig, ziemlich sÃ¼ÃŸ und auch recht angenehm. Bei der AuflÃ¶sung hat sich gezeigt, dass der Nebentisch zumindest die Richtung erkannt hatte. Ein Cognac war es zwar keiner, aber ein Armagnac <strong>Napoleon D&#8217;or de Luxe, 5 Jahre, 40%</strong>, was nahe genug ist. Nicht nur als ErÃ¶ffnung fÃ¼r den Abend ein ordentlicher Tropfen.</p>
<p>Nummer 2<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_200329.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1630" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_200329-150x150.jpg" alt="Glen Grant" width="150" height="150"></a>Jetzt waren wir definitiv beim Whisky, auch wenn ich hier ebenfalls Weinnoten erriechen konnte. Die waren aber eingebaut in einen wuchtigen, dabei aber weichen Gesamtcharakter mit viel (Ã¼ber)reifer Frucht (Mango?) und wenig Alkohol. Zwischendrin hatte ich auch einen cremigen WeichkÃ¤se in der Nase. Dann sind wir auf den typischen &#8222;old bottle flavour&#8220; aufmerksam geworden, den Whiskys nach vielen Jahren in der Flasche entwickeln. Ein wenig muffig, ein Geruch wie ihn alte BÃ¼cher auch oft haben oder wie es ihn in Bibliotheken gibt. Altes Leder oder auch nasse Pappe.<br />
Im Geschmack Wurzeln und krautige Noten, dabei aber sehr leicht uns sehr rund. Ich war eher blank, aber einige hatten gute Tipps in Richtung junger Whisky aber aus alter Zeit. Die Destillerie hatte allerdings niemand richtig: <strong>Glen Grant, 8 y.o., 40%, Jahrgang 1961</strong></p>
<p>Nummer 3<br />
Eigentlich sollte man auch noch geschwÃ¤rzte GlÃ¤ser nehmen, denn hier schreit die extrem dunkle Farbe des Whiskys schon sehr nach Sherryfass. In der Nase dunkle Beeren, Cassis, Schwefel und Schokolade. An sich stehe ich nicht so auf die extremen SherryabfÃ¼llungen, aber das hier war saugut. Ein milder und dabei doch voluminÃ¶ser Geschmack, mit ein paar frischen Noten darÃ¼ber. Sehr elegant. Das einzige Manko war der etwas kurze Abgang. Das RÃ¤tselraten ging in diesem Fall deutlich lÃ¤nger, denn die AuflÃ¶sung war, dass Pit ebenfalls keine Ahnung hatte, was sich in der Flasche befunden hat. Als er bei einem AbfÃ¼ller ein paar RaritÃ¤ten aus dem Lager erworben hat, war diese Flasche mit dabei. Allerdings hatte sie im Laufe der Jahre ihr Etikett verloren, so dass auch der VerkÃ¤ufer nicht wusste, um was es sich handelt. Der Bereich des Lagers lieÃŸ ein paar Vermutungen zu (die sich in unserer Runde auf einen Glendronach aus den 40ern oder 50ern verengt haben, wozu ich mangels Erfahrungen Ã¼berhaupt nichts sinnvolles beisteuern konnte), aber letztlich weiÃŸ es einfach niemand. Was ausgesprochen schade ist, denn der war richtig gut.</p>
<p>Nummer 4<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_204305.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1631" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_204305-150x150.jpg" alt="Glen Avon" width="150" height="150"></a>Krautige Noten und Wurzeln dominieren die Nase. Der Geschmack ist Ã¼ppig und hat etwas leicht blechiges. Und er macht eine deutliche Entwicklung durch. Das ist einer dieser Whiskys, die sich Glas von Minute zu Minute verÃ¤ndern und deswegen extrem schwer zu beschreiben sind. Konkret handelt es sich hierbei um einen <strong>Glen Avon</strong><strong>, 15 y.o., 40%</strong> aus den 60er Jahren, was mir absolut gar nicht sagt. So beschrÃ¤nke ich mich aufs GenieÃŸen, denn auch dieser Whisky ist ausgesprochen gut.</p>
<p>Nummer 5<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_210538.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1632" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_210538-150x150.jpg" alt="Cooley" width="150" height="150"></a>Nun bewegen wir uns in meine favorisierte Richtung. Honig, Himbeeren, Birne, Banenenchips, insgesamt sehr viel Ã¼ppige und reife Frucht. Hier ist der Sommer im Glas! Der Geschmack ist krÃ¤ftig ohne jede SchÃ¤rfe, der Abgang ist ein langsames Verklingen der Aromen. FÃ¼r mich eines der absoluten Highlights des Abends. Interessanterweise kein Schotte, sondern ein Ire. In Irland tut sich gerade einiges und dieser <strong>Cooley, 23 y.o., 55%, von Cadenhead&#8217;s</strong> ist ein weiteres Indiz dafÃ¼r, dass die Insel sich wieder auf den Weg zurÃ¼ck zu alter GrÃ¶ÃŸe macht. Mal sehen, wie lange die noch zu vertretbaren Preisen zu erhalten sind. KÃ¶nnte gut sein, dass hier das nÃ¤chste groÃŸe Ding kommt.</p>
<p>Nummer 6<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_211813.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1633" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_211813-150x150.jpg" alt="Lochside" width="150" height="150"></a>Es bleibt fruchtig. Die erste Assoziationen sind Zitrusnoten und LÃ¶sungsmittel, aber das verfliegt schnell und entwickelt sich Ã¼ber Apfel hin zu Cassis. Ein wenig Gummi ist auch dabei. Der Geschmack ist auch hier dominant fruchtig. Dieser Whisky wÃ¼rde mich sehr begeistern, hÃ¤tte ich nicht davor den Cooley getrunken, gegen den er im direkten Vergleich leider klar den kÃ¼rzeren zieht. Auch hier haben wir es mit einer aktuellen AbfÃ¼llung zu tun, einem <strong>Lochside, 17 y.o., 46%, von The Daily Dram</strong>.</p>
<p>Nummer 7<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_214431.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1634" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_214431-150x150.jpg" alt="Glenlossie" width="150" height="150"></a>Auch hier ist die allererste Nase eher unangenehm, noch weniger Frucht und mehr LÃ¶sungsmittel. Aber auch hier Ã¤ndert sich der Charakter im Glas deutlich zum Positiven. Mit ein wenig Luft kommen deutliche Pfirsich- und Kokosnote durch, spÃ¤ter dann Johannis- und Stachelbeeren. Dazu kommen Noten, die an Hefeteig und Brot erinnern. Der Geschmack ist sehr cremig und dabei recht ungewÃ¶hnlich, denn hier kommen erst die Fruchtnoten und dann dahinter wuchtig der Whisky. Insgesamt passiert hier einiges im Mund. Die AuflÃ¶sung ist ein <strong>Glenlossie &#8222;46.25&#8220;, 21y.o., 46,5% der Scotch Malt Whisky Society</strong>, die hier unter vielen guten AbfÃ¼llungen einen absoluten Volltreffer im Programm hat. BombenabfÃ¼llung und mein Tagessieger.</p>
<p>Nummer 8<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_215544.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1635" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_215544-150x150.jpg" alt="Jim Beam" width="150" height="150"></a>Was wir nun im Glas haben, erinnert mich auf Anhieb an den Glenmorangie Signet, bei dem man versucht hat, Ã¼ber spezielles Malz extreme Noten rauszukitzeln. Vor allem sind das Kaffee und Schokolade und genau das findet sich auch hier sehr dominant wieder. Dazu kommen Marzipan und SchwarzwÃ¤lder Kirsch. Der Geschmack ist extrem, viel Holz, sÃ¼ÃŸe Kirschen oder Kirschpralinen. Das ist sehr eigenwillig und erst mal gar nicht so Ã¼bel. Allerdings kommen mit jedem Schluck die Holznoten deutlicher raus, was ich als zunehmend unangenehm empfinde. Beim Raten sind wir alle vÃ¶llig blank, niemand kommt auch nur in die NÃ¤he der AuflÃ¶sung. Die ist allerdings auch gar nicht so einfach, denn es handelt sich um etwas sehr ungewÃ¶hnliches, was es in dieser Form bislang nicht gegeben hat: einen Bourbon aus dem Sherryfass von <strong>Jim Beam</strong>. Die gesetzlichen Vorgaben fÃ¼r Bourbon in den USA sind sehr streng. Bourbon ist nur, was in neuen FÃ¤ssern aus amerikanischer WeiÃŸeiche gelagert wurde. Allerdings mÃ¶chte man nun auch hier experimentieren und verzichtet lieber auf die Bezeichnung Bourbon. Interessanter Ansatz, da kÃ¶nnten noch gute Sachen bei rauskommen. FÃ¼r diesen hier wÃ¼rde ich allerdings keine 300 â‚¬ hinlegen.</p>
<p>Nummer 9<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_222816.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1636" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_222816-150x150.jpg" alt="Talisker" width="150" height="150"></a>Hier haben wir wieder ein wenig Klebstoff, dann eine Kombination aus Frucht, etwas Torf und Salz, in der Nase wie auch im Mund. &#8222;Hummer auf dem Grill&#8220; ist laut Pit die dominante Note, an der man diese Distillerie auch erkennen kann, weil es die typische Note ist. Das war mir bislang nicht bewusst und ich tue mich auch schwer, das rauszuschmecken. Hier handelt es sich um einen <strong>Talisker Cask Strength Limited Edition, OA, Distilled in 1982, 20 y.o., 58,8%</strong>, was ich nicht erraten habe. Ich finde diese AbfÃ¼llung nicht Ã¼bel, allerdings ist sie mir ein bisserl zu ruppig. Es mag daran liegen, dass viele andere Whiskys an diesem Abend deutlich eleganter und runder waren, jedenfalls komme ich mit diesem Talisker nicht richtig klar (obwohl ich die Destille eigentlich mag). Mein Verlierer des Tages.</p>
<p>Nummer 10<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_223836.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1637" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_223836-150x150.jpg" alt="Bowmore" width="150" height="150"></a>Das gleicht sich allerdings sofort wieder aus. Kaffeenoten, Brombeeren, deutlich Torf, Cassis und ein Hauch Flieder. Hier weiÃŸ ich (zum einzigen Mal an diesem Abend), was ich im Glas habe, dafÃ¼r aber auf Anhieb und schon allein durchs Riechen: Das ist ein Bowmore (um genau zu sein, ein&nbsp;<strong>Bowmore &#8222;The Loving Brothers&#8220; von Jumping Jack Productions aus dem Jahre 1995, 53,7%</strong>)! Der Geschmack ist voluminÃ¶s und wÃ¼rzig, mit einer ausgewogenen Kombination der bereits erwÃ¤hnten Noten und einem tollen, langen Abgang. Ganz groÃŸ und nur einen Hauch hinter dem Glenlossie! Genau wie Pits Anmerkung dazu: &#8222;Der ist so gut, wie er schmeckt!&#8220;</p>
<p>Nummer 11<br />
Die letzte Flasche des Abends wird nicht blind verkostet, hier bekommen wir die Geschichte vorweg. Pit hat vor kurzem Jim McEwan besucht, eine der letzten groÃŸen Whiskylegenden unserer Zeit und aktuell Distillery Master bei Bruichladdich. Noch, muss man leider sagen, denn McEwan wird in diesem Sommer in Rente gehen. McEwan habe ich auf meiner erstetn Whiskymesse in MÃ¼nchen kennengelernt (ohne damals den Hauch einer Ahnung zu haben, wen ich da vor mir habe) und ein halbe Stunde lang mit ihm am Stand von Bruichladdich Ã¼ber Whisky gesprochen. Er hat einen gewaltigen Anteil daran, dass ich dieses GetrÃ¤nk (und auch Bruichladdich als Destille) so lieb gewonnen habe. Das hier ist nun die letzte AbfÃ¼llung, die es von ihm geben wird. Ein <strong>Port Charlotte</strong>, der in ein paar Monaten auf den Markt kommt. Und was fÃ¼r einer! Ich hatte mit Port Charlotte bislang gern mal meine Probleme, weil die meist so derbe torfig waren, dass mir das einfach zu viel war. Dieser hingegen gibt zwar auch ordentlich Gas, Ã¼berschreitet dabei aber nicht die Grenze, die ich bei Torf habe. Stattdessen bleibt er eine schÃ¶ne, krÃ¤ftige Mischung aus Torf- und Sherrynoten. Guter Abschluss, sowohl fÃ¼r Jim wie auch fÃ¼r diesen Abend!</p>
<p>Vielen Dank an Pit, auch dieses Tasting war mal wieder ein absolutes Highlight.</p>
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