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	<title>Glentauchers &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>103. Tasting von Munich Spirits &#8211; Ullis Privatbestände</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Apr 2022 16:05:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[2022 und wir treffen uns immer noch online für die Tastings. Diesmal kommt die gesamte Range aus den privaten Beständen von Ulli, der sonst als Gast dabei ist. So viel sei vorweggenommen, er hat einiges gefunden, was sich nicht nur <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/103-tasting-von-munich-spirits-ullis-privatbestaende"><span class="screen-reader-text">  103. Tasting von Munich Spirits &#8211; Ullis Privatbestände</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">2022 und wir treffen uns immer noch online für die Tastings. Diesmal kommt die gesamte Range aus den privaten Beständen von Ulli, der sonst als Gast dabei ist. So viel sei vorweggenommen, er hat einiges gefunden, was sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken lassen kann.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span id="more-2126"></span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glengarioch.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2127" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glengarioch-150x150.jpg" alt="Glen Garioch" width="150" height="150" /></a>Glen Garioch, 34yo 1984/2019 &#8211; Hand selected for Brühler Whiskyhaus, 44,0%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Wir starten mit einem Whisky aus einer Zeit, in der einige Destillen noch nicht so professionell gearbeitet haben wie es heute Standard ist. Es kam durchaus vor, dass Reste von Seifenlauge nach dem Reinigen der Anlagen im Whisky gelandet sind. Oder die Seifenlaugebewusst zugesetzt wurde, wenn die Maische zu stark geschäumt hat. Hin wie her, den Abfüllungen von Glen Garioch aus dieser Zeit wird nachgesagt, seifige Noten aufzuweisen. Auch bei diesem hier, bei dem die Bewertungen aus der Whiskybase über eine beachtliche Spanne von 50 bis 93 Punkten gehen. In der Tastingrunde sind die Meinungen eher verhalten, die meisten schätzen zwar den Geruch, weniger aber den Geschmack. Mir geht es tatsächlich eher andersherum. Trotz längerer Zeit im Glas finde ich den nicht so richtig spannend. Wenn man die Nase tief ins Glas hält (wozu die meine durchaus gut geeignet ist), hat man vor allem stechende Schärfe. Ansonsten kann man die Eichennoten vom Fass riechen, dahinter Getreide und undefinierte Fruchtnoten.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Im Mund schmeckt er heller und frischer als erwartet. Herbe Noten stehen im Vordergrund, die sich bis zum mittellangen Abgang in getreidige, malzige Süße verwandeln. Seife finde ich weder im Mund noch in der Nase. Kein Highlight, aber schon ein gefälliger Tropfen.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/auchentoshan.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-2128" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/auchentoshan-150x150.jpg" alt="Auchentoshan" width="150" height="150" /></a>Auchentoshan 24yo Rare Cask by Blackadder, 55,8%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Der zweite geht direkt in eine völlig andere Richtung. Das erste was auffällt, sind die vielen deutlich sichtbaren Sedimente aus dem Fass, die in der Flasche und dann auch im Glas schwimmen. Der Whisky wurde ungefiltert direkt aus dem Fass gezogen, da kommt eben alles mit, was sich so gelöst hat. Allerdings bleiben bei diesem Verfahren auch Aromen erhalten, die einer Filterung normalerweise zum Opfer fallen. Die bringen hier einen extrem eigenständigen Whisky ins Glas. Der erste Riecher bringt viel Lösungsmittel, das aber schnell verfliegt. Mächtige und ganz eigene süße Noten nach Bittermandel, Honig und Lakritz kommen danach. Auch geschmacklich hab ich noch nichts getrunken, was ähnlich wäre. Eine ganz eigenwillige Süße, die ich nicht so richtig kategorisieren kann. Im Abgang erinnert das sehr an Met und Waldhonig. Viele sind sehr angetan, ich finde ihn eher interessant als begeisternd.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glenmorangie.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2129" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glenmorangie-150x150.jpg" alt="Glenmorangie" width="150" height="150" /></a>Glenmorangie Signet, OB, 46,0%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Glenmorangie hat bei den Freaks keinen besonders guten Ruf, weil sie mit ihren Whiskys, die prinzipiell in Trinkstärke abgefüllt sind, eher den Massenmarkt bedienen. Für mich haben sie diesen Ruf aber zu unrecht. Auch wenn das mit dem Mainstream stimmt, ist die Qualität aus meiner Sicht durchgehend hoch. Der zehnjährige ist die geschmackliche Referenz, auf deren Basis allen anderen Abfüllungen über die Fässer eigene und andere Noten dazu gegeben werden. Das Fassmanagement ist auf einem durchgehend hohen Niveau, ich hab da noch keinen Ausfall wahrgenommen. Keiner der Whiskys in ihrer Range ist dabei sensationell, aber alle sind durch die Bank absolut ordentlich.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Beim Signet wird das Malz sehr stark geröstet, um ihm kräftige Kaffee- und Schokoladennoten zu geben. Über das Alter schweigt Glenmorangie sich aus, vermutlich variiert das auch von Abfüllung zu Abfüllung, da der Fokus auf einem bestimmten Geschmack liegt, den man immer wieder neu aus den verschiedenen Chargen zusammenbauen muss, um ihn konstant zu halten. Es dürften sich aber schon einige ältere Jahrgänge darin finden. Das Ergebnis ist vor allem sehr sehr rund und gefällig. Absolut keine Fehlnoten, weder in der Nase noch im Mund. Schokolade und Kaffee kommen deutlich raus, der Signet ist wärmend und mild und trotz 46% voluminös und mundfüllend. Wäre der Preis nicht so sportlich, wäre das ein Whisky, der oft bei mir im Glas landen würde. Wirklich falsch wäre der bei keiner Gelegenheit.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glengoyne.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-2130" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glengoyne-150x150.jpg" alt="Glengoyne" width="150" height="150" /></a>Glengoyne 17yo 2002/2020 &#8211; Duncan&#8217;s Dram, 57,3%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Das Fass, das zu Ehren des stellvertretenden Brennereimanagers Duncan McNicoll abgefüllt wurde, der im Januar 2020 in den Ruhestand ging, war ganz offensichtlich ein Sherryfass. Die Nase sitzt direkt auf einem alten Ledersofa. Es gibt ein kleines bisschen Schwefel, aber genau so viel, um den Geruch spannend zu machen und nicht zu stören. Auch im Mund hat er gerade das richtige Maß an Ecken und Kanten, um ihn insgesamt rund und gefällig zu halten, aber eben auch vor Langeweile zu bewahren. Die Sherrynoten überdecken den Whisky nicht, sondern haben genau das richtige Maß. Bis zum Abgang gibt es ein Spiel zwischen herben und süßen Noten. Richtig toll! Genau so müssen Sherryabfüllungen sein.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glentauchers.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2131" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glentauchers-150x150.jpg" alt="Glentauchers" width="150" height="150" /></a>Glentauchers 10yo 2008/2019 by Scotch Single Malt Circle, 63,2%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Maggie Miller wählt für den Scotch Single Malt Circle immer wertige Whiskys aus. Da macht dieser keine Ausnahme. Insgesamt geht er in eine ähnliche Richtung wie der Glengoyne zuvor. Insgesamt ist er etwas herber und aufgrund des Alkoholanteils auch deutlich wuchtiger. Allerdings ist er trotzdem auch ohne Wasser sehr gut trinkbar, was ich immer sehr faszinierend finde. Ich könnte mich nur sehr schwer zwischen den beiden entscheiden, das Niveau ist hier wirklich sehr hoch.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/ardmore.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-2132" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/ardmore-150x150.jpg" alt="Ardmore" width="150" height="150" /></a>Ardmore 25yo, OB, 51,4%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Nach einer kurzen Pause gehen wir jetzt zu den rauchigen über. Erstmal dezent, Ardmore ist eben nicht auf Islay. Auffällig sind neben dem Rauch, der eher an kalte Asche erinnert als an Torfinferno, die deutlichen Kirschnoten. Im Mund ist die Frucht dann eher Zitrus. Insgesamt erinnert mich der Charakter sehr an Caol Ila, wobei die meistens die Regler deutlich weiter aufdrehen. Das hier ist vor allem sehr süffig und elegant und weiß damit durchaus zu gefallen.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/caolila.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2133" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/caolila-150x150.jpg" alt="Caol Ila" width="150" height="150" /></a>Caol Ila 17yo 1990/2008 Mission Gold by Murray McDavid, 52,5%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Da haben wir ihn ja schon, den Caol Ila. Die Fässer für diesen hier wurden von Jim McEwan ausgesucht, was durchaus auf ein gelungenes Ergebnis tippen lässt. Der Charakter ist tatsächlich ähnlich wie beim Ardmore, aber sehr massiver. Quasi wie Ardmore-Konzentrat. Diese Wucht verebbt allerdings auch sehr schnell. Hier macht sich das geringere Alter bemerkbar. 17 Jahre sind jetzt nicht gerade jung, aber der Abgang fällt im Vergleich zum Vorgänger eben doch überraschend und auch etwas enttäuschend kurz aus. Kein schlechter Tropfen, aber ich würde dem Ardmore doch recht klar den Vorzug geben.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/bowmore.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-2134" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/bowmore-150x150.jpg" alt=" Bowmore" width="150" height="150" /></a>Bowmore The Devil&#8217;s Casks – Limited Release III, OB, 56,7%<br /></span>Den Abschluss macht die völlig zu Recht beliebte Kombination aus Torf und Sherry. Die erste Nase bringt Möbelpolitur, aber das verfliegt schnell. Hier wird das dicke Ledersofa mit dem offenen Kamin kombiniert. Dahinter stehen süßliche Noten. Ob es die Veilchen in der Vase sind, die Bowmore gern nachgesagt werden? Geschmacklich wird hier jetzt auch aus allen Rohren gefeuert. Wuchtig und massiv, erst mit schweren Noten von Kaffee und dunkler Schokolade, dann im langen Abgang eine nicht weniger schwere Süße von reifen Datteln. Es bleibt bis zum Schluss massiv und voluminös. Von dem her der perfekte Whisky auf dieser Position, denn danach kann kaum noch was kommen.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Platz 1 auf dem Treppchen teilen sich bei mir Glengoyne und Glentauchers. Der Rest war aber auch nicht ohne. Vielen Dank, Ulli! Hat Spaß gemacht. Irgendwann vielleicht auch mal wieder live.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
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		<title>Finest Spirits 2018</title>
		<link>https://www.negatron.de/whisky/finest-spirits-2018</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Feb 2018 21:31:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer meinen Blog schon lÃ¤nger liest, dem wird nicht entgangen sein, dass sich meine Liebe zur Finest Spirits Ã¼ber die Jahre hinweg etwas abgekÃ¼hlt hat. Vom &#8222;Ereignis des Jahres&#8220; war die Messe letzthin doch ein gutes StÃ¼ck entfernt. DiesesÂ  Mal <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/finest-spirits-2018"><span class="screen-reader-text">  Finest Spirits 2018</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer meinen Blog schon lÃ¤nger liest, dem wird nicht entgangen sein, dass sich meine Liebe zur <a href="http://www.finest-spirits-muenchen.de/" target="_blank" rel="noopener">Finest Spirits</a> Ã¼ber die Jahre hinweg etwas abgekÃ¼hlt hat. Vom &#8222;Ereignis des Jahres&#8220; war die Messe letzthin doch ein gutes StÃ¼ck entfernt. DiesesÂ  Mal hatte ich aber aus einem nicht nÃ¤her definierten Grund wieder richtig Lust. Ob es nun meine entspannte Einstellung war oder die Messe selber, ich kann nicht leugnen, dass ich wieder so richtig SpaÃŸ hatte. Und das, obwohl einige Freunde und liebe Bekannte den Termin ausfallen lassen mussten.</p>
<p><span id="more-1941"></span>Das galt unter anderem auch fÃ¼r Pit Krause von <a href="http://www.slowdrink.de/" target="_blank" rel="noopener">Slowdrink</a>, der zwar wohl privat auf der Messe war, aber nicht mehr mit seinen Monster Malts am Stand von <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank" rel="noopener">Munich Spirits</a>. Auch wenn sich da ausgesprochen positiv auf meinen Geldbeutel ausgewirkt hat, war das doch eine ziemliche EnttÃ¤uschung. Noch mehr, weil wir ihn auch insgesamt verpasst haben und damit nicht mal zum Quatschen und Fachsimpeln gekommen sind.</p>
<p>Ansonsten gab es keine groÃŸen VerÃ¤nderungen zum letzten Jahr. Das VerhÃ¤ltnis von Whisky zu anderen Spirituosen hat sich immerhin nicht weiter verschoben, es waren auch viele bekannte und geliebte StÃ¤nde wieder vertreten. Das fÃ¼hlt sich immer hin vertraut an. Was die Menge der Besucher angeht, war es &#8211; zumindest am Freitag &#8211; angenehm ge- aber nicht Ã¼berfÃ¼llt. Bis auf ein paar enge Stellen sind wir Ã¼berall gut durch- und auch rangekommen, fÃ¼r SchwÃ¤tzchen an den StÃ¤nden hat sich auch immer noch Zeit gefunden.<br />
Keine Kritik auch am Catering, das Essen war sehr gut, wenn auch nicht mehr ganz warm.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1156.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1942" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1156-150x150.jpg" alt="Writer's Tears" width="150" height="150" /></a>Zu den GetrÃ¤nken. Diesmal gab es 5 Gutscheine zur Eintrittskarte, davon immerhin 4 Whiskys. Einen davon nehmen wir nach dem Reinkommen, um die Geschmacksnerven an den Alkohol zu gewÃ¶hnen. Diesen Einstieg machen wir bei den Iren von <strong>Writer&#8217;s Tears</strong>, der mir bislang unbekannt war und den ich eh mal probieren wollte. Geht in Ordnung, ein fruchtiger, leichter, irischer Standard. Weit laufen wÃ¼rde ich dafÃ¼r nicht, aber trinken kann man den natÃ¼rlich.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1158.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1943" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1158-150x150.jpg" alt="Watershed" width="150" height="150" /></a>Wir bleiben Irisch, ein paar StÃ¤nde weiter gibt es <strong>Tipperary</strong>. Der wurde uns bei Munich Spirits schon empfohlen, auÃŸerdem ist die Tochter vom Chef selber am Stand und redet sich bereitwillig den Mund fusselig. Wir probieren zwei ihrer AbfÃ¼llungen, <strong>Watershed</strong> und <strong>Knockmealdowns</strong>. Der erste ist eher leicht, dabei aber nicht flach, mit deutlichen GewÃ¼rznoten, die ihm etwas sehr eigenes geben. Der zweite ist pfeffrig, herb und krÃ¤ftig und fÃ¼hrt dazu, dass der andere nach nichts mehr schmeckt, wenn man durchwechselt. Beide gefallen uns ausgesprochen gut, Irland kann alsoÂ  einmal mehr mit Newcomern punkten.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1157.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1945" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1157-150x150.jpg" alt="Knockmealdowns" width="150" height="150" /></a>Beim Weiterschlendern kommen wir bei <strong>Benromach</strong> vorbei. Von denen gÃ¤be es einen Gutschein fÃ¼r deren StandardabfÃ¼llung, die ich aber schon kenne. Was ich aber nicht kenne, ist der <strong>Benromach 10 100Â° Proof</strong>, den sie ebenfalls am Stand haben. Eine LÃ¼cke kann damit geschlossen werden, also her damit. Kein Ãœberflieger, aber die zusÃ¤tzlichen Prozente schaden auf keinen Fall. KrÃ¤ftiger Whisky mit trockenem Sherry drin, kann man gut machen.<a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1159.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1946" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1159-150x150.jpg" alt="100 Proof" width="150" height="150" /></a></p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1160.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1947" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1160-150x150.jpg" alt="Ilha de Madeira" width="150" height="150" /></a>Dann passiert etwas, was zum Highlight des diesjÃ¤hrigen Besuchs fÃ¼hrt. Wir treffen Sebastian, den wir von Tastings kennen, und wollen Messetips austauschen. Er ist gerade begeistert von Rum und unsere Antwort, dass wir mit ebendiesem nicht wirklich viel anfangen kÃ¶nnen, will er nicht stehen lassen. Also schleift er uns zum Stand von <strong>Rum Nation</strong> und fÃ¼hrt uns zusammen mit einem der Standbetreiber durch einen Teil ihrer Range. Wir starten mit zwei New Makes, einmal <strong>Ilha de Madeira</strong> und der andere <strong>Worthy Park</strong>. <a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1161.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1948" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1161-150x150.jpg" alt="Engenho Novo" width="150" height="150" /></a>Die gibt es umsonst, denn die sind nur als informative ErgÃ¤nzung gedacht. Der <strong>Ilha des Madeira</strong> schmeckt und riecht schon mal gar nicht nach Rum, sondern erinnert mich extrem an Grappa. Beim <strong>Worthy Park</strong> ist das schon typischer, das geht schon genau in die Richtung Backaroma, die mich beim Rum immer abschreckt. Nun aber zu den tatsÃ¤chlichen, gereiften AbfÃ¼llungen. <strong>Engenho Novo</strong> ist die erste und genau wie der New Make wieder ziemlich untypisch fÃ¼r das, was ich mit Rum verbinde. Kaum SÃ¼ÃŸe, keine Rosinen, unter dem <a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1162.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-1949 alignleft" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1162-150x150.jpg" alt="Worthy Park" width="150" height="150" /></a>Strich sehr gut trinkbar. Der nÃ¤chste ist der <strong>Worthy Park</strong>, bei dem der New Make ja eher typisch war. Der gereifte geht allerdings in eine komplett andere Richtung und erinnert mich weder an Rum, noch an irgendeine andere Spirituose. Wir kÃ¶nnen den nicht zuordnen, aber sind uns einig, dass der geil ist. Richtig geil sogar. So sehr, dass der heute statt einem Whisky mit uns heim geht. Ein Rum. In meinem Regal. Messe kann zu.<br />
Aber wir sind hier noch nicht durch.<a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1163.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1950" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1163-150x150.jpg" alt="Port Mourant" width="150" height="150" /></a> <strong>Port Mourant</strong> ist der dritte Erwachsene und der exklusivste. Auch der ist spannend und vÃ¶llig anders, als alles, was ich mit Rum verbinde. Aber hier ist irgendwas drin, was fÃ¼r mich nicht passt. Ich wÃ¼rde es unter Fehlnote einordnen, Sebastian ist empÃ¶rt. Vielleicht zu Recht, aber der kommt bei mir Ã¼ber ein interessant nicht hinaus. Die EmpÃ¶rung hÃ¤lt sich dank der absolut erfolgreichen Ãœberzeugungsarbeit dann ja auch in Grenzen. Danke fÃ¼r die Bewusstseinserweiterung!</p>
<p>GestÃ¤rkt mit einer Portion Pulled Pork Burger werfen wir uns wieder ins Gefecht. Der Balvenie-Gutschein wÃ¤re jetzt OK, um die Knospen auf der Zunge wieder zu neutralisieren, aber nachdem deren Stand von mehreren Reihen Trinkwilliger blockiert ist, wird es dann eben doch der Bowmore 10. Kenn ich, mag ich, kann man machen.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1164.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1952" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1164-150x150.jpg" alt="Old Dunluce" width="150" height="150" /></a>Also weiter zu einem der PflichtstÃ¤nde, nÃ¤mlich dem der <a href="http://www.singlecaskcollection.at/" target="_blank" rel="noopener">Single Cask Collection</a>. Wo wir heute schon mehrfach bei Irland waren, mache ich da gleich mit einem <strong>Old Dunluce</strong> weiter, der in Wahrheit ein <strong>Bushmills</strong> in FassstÃ¤rke ist, aber geschmacklich dann doch recht typisch. SchÃ¶ner Standard mit etwas mehr Umdrehungen. Pe nimmt einen <strong>Glentauchers</strong> Dark Sherry. Wenn man auf Sherryattacke steht, dann wird man hier glÃ¼cklich, in der Kategorie kommt der schon sehr weit oben. Meins ist das aber bekanntermaÃŸen nicht. <a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1165.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1953" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1165-150x150.jpg" alt="Glentauchers" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Nach dem <a href="https://www.negatron.de/alltag/71-whiskytasting-von-munich-spirits-messevortasting-zur-finest-spirits-mit-der-villa-konthor">Vortasting gestern</a> schleife ich die anderen natÃ¼rlich noch nebenan zum Stand von <a href="http://www.villakonthor.de/" target="_blank" rel="noopener">Villa Konthor</a>, ich liebÃ¤ugle ja auch immer noch mit dem <strong>Westport</strong> und dem <strong>Clynelish</strong>.Â  Beide werden hier auch nochmal verkostet und wÃ¤re uns der Rumstand nicht in die Quere gekommen, wÃ¤re auch einer von beiden mit uns heim gegangen. Vermutlich der Westport. So kaufen wir nur Schokolade.</p>
<p>So, der Abend ist inzwischen fortgeschritten, die Oma will von ihren Babysitterpflichten erlÃ¶st werden und wir suchen uns noch einen Absacker, bevor wir uns auf dem Weg zum Zug machen. Den nehme ich bei Munich Spirits in Form eines<a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1167.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1951" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1167-150x150.jpg" alt="Springbank" width="150" height="150" /></a> <strong>Springbank</strong> aus dem Rumfass, was ja auch irgendwie zum Abend passt. Wie nicht anders erwartet ist der auch richtig edel und toll, kommt aber fÃ¼r die Sensorik doch schon etwas spÃ¤t, weswegen ich ihn dann doch nicht mehr in der Form wÃ¼rdigen kann, wie er es verdient gehabt hÃ¤tte. Sei&#8217;s drum, es war ein feiner Besuch, der sich mal wieder richtig gelohnt hat.</p>
<p>Diesmal zweifle ich auch nicht daran, ob ich im nÃ¤chsten Jahr wieder kommen werde.</p>
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		<title>Finest Spirits 2016</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2016 20:19:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Winterzeit, Messezeit. Zumindest in MÃ¼nchen und fÃ¼r Whiskyfans. Die Entwicklung beim Winter ist allerdings eine Ã¤hnliche wie bei der Finest Spirits &#8211; es ist nicht mehr so, wie man das alles mal gewohnt war. Die Winter werden wÃ¤rmer, die Messer <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/finest-spirits-2016"><span class="screen-reader-text">  Finest Spirits 2016</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" src="http://www.finest-spirits.com/fileadmin/finestspirits_muenchen/header_finestspirits_muenchen.jpg" alt="Finest Spirits 2016" width="655" height="159" /></p>
<p>Winterzeit, Messezeit. Zumindest in MÃ¼nchen und fÃ¼r Whiskyfans. Die Entwicklung beim Winter ist allerdings eine Ã¤hnliche wie bei der <a href="http://www.finest-spirits.com/muenchen.html" target="_blank">Finest Spirits</a> &#8211; es ist nicht mehr so, wie man das alles mal gewohnt war. Die Winter werden wÃ¤rmer, die Messer grÃ¶ÃŸer und professioneller. Beiden Entwicklungen ist ebenfalls gemein, dass es wenig Sinn ergibt, sich darÃ¼ber aufzuregen. Der Winter richtet sich nach dem Klimawandel, die Messe nach der Entwicklung auf dem Whiskymarkt. Ob einem das nun gefÃ¤llt oder nicht, die Dinge sind, wie sie sind. Dass Frank BÃ¶er mit seinem Messekonzept nicht so falsch liegen kann, zeigt der Ansturm auf die Messe, der am Samstag so weit geht, dass eine SchlieÃŸung wegen ÃœberfÃ¼llung Ã¼berlegt werden muss.<span id="more-1714"></span></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_132543.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1718 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_132543-150x150.jpg" alt="Glenfiddich" width="150" height="150" /></a>Wir sind am Sonntag da und da ist es angenehmerweise deutlich entspannter. Im Gegenzug ist allerdings auch schon einiges leergetrunken. Unter anderem der Whisky zum einzigen der Gutscheine, den wir einlÃ¶sen wollen. DafÃ¼r sollte es einen 15jÃ¤hrigen <strong>Glenfiddich</strong> geben. Nicht, dass der jetzt spannend wÃ¤re, aber um den Gaumen am Mittag auf Alkohol einzustellen, geht das schon in Ordnung. Allerdings sind die vorgesehenen BestÃ¤nde fÃ¼r den Gutschein schon lange aufgebraucht und so bekommen wir stattdessen einen Malt Master&#8217;s Edition, double matured in oak and sherry casks, der uns selbstverstÃ¤ndlich auch als die viel bessere und wertigere Alternative angepriesen wird. Aber es bleibt bei dem, was wir mit Glenfiddich immer in Verbindung bringen. Kann man trinken, aber warum sollte man, wenn es auch nur einen anderen Single Malt in erreichbarer NÃ¤he gibt? Wobei erreichbar ausgeschrieben wohl &#8222;zu FuÃŸ, innerhalb weniger Stunden, durch halbwegs zivilisiertes Gebiet und Windgeschwindigkeiten unter 200 km/h&#8220; lauten muss. Schon erstaunlich, dass einer der absoluten Giganten auf dem Markt es nicht schafft, auch nur ein einziges Mal eine halbwegs brauchbare AbfÃ¼llung herauszubringen. Es hat schon seinen Grund, dass ich den Namen noch nie bei irgendeinem Tasting gelesen habe.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_134441.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1719 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_134441-150x150.jpg" alt="20160221_134441" width="150" height="150" /></a>Aber seinen Zweck hat er erfÃ¼llt und damit geht es jetzt richtig los. Der erste Besuch ist traditionell bei <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank">Munich Spirits</a> bzw. <a href="http://www.slowdrink.de/" target="_blank">Slowdrink</a>, wo wir nach der allgemeinen BegrÃ¼ÃŸung und ein paar Berichten von den Vortagen dann auch getrÃ¤nketechnisch richtig einsteigen. Pit Krause empfiehlt uns einen <strong>Deanston</strong>, den er direkt bei der Destillerie selber aus dem Fass abgefÃ¼llt hat. Mit 58,9% natÃ¼rlich gleich eine ganz andere Hausnummer, mit wuchtigen Kelleraromen in der Nase. Geschmacklich geht es aber eher in Richtung Honig mit viel Volumen und einem ordentlichen Abgang. So Ã¼berraschend wie angenehm. SpÃ¤ter probieren wir noch den &#8222;normalen&#8220; Deanston und der verliert dann auch wenig Ã¼berraschend auf der ganzen Linie gegen diese AbfÃ¼llung. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_134433.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1720 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_134433-150x150.jpg" alt="Cooley" width="150" height="150" /></a>Pe probiert einen 20jÃ¤hrigen <strong>Cooley</strong> mit 43% und sehr viel Frucht im Glas.</p>
<p>Der erste Single Malt, den ich bewusst getrunken habe, war der 12jÃ¤hrige <strong>Glenlivet</strong>, den ich dann spÃ¤ter auch immer wieder gern getrunken habe. Aber auch Glenlivet geht den Weg, den den meisten grÃ¶ÃŸeren Destillerien inzwischen eingeschlagen haben und ersetzt seine StandardabfÃ¼llungen durch neue ohne Altersangabe, dafÃ¼r mit wohlklingenden Namen und deutlich hÃ¶heren Preisen. Im Glas hat man dann meist etwas aus dem Bereich 4-7 Jahre, das trotz aller MarketingbemÃ¼hungen kaum an die VorgÃ¤nger heranreicht. Noch gibt es den 18jÃ¤hrigen zu einem ausgesprochen fairen Preis und da ich den tatsÃ¤chlich noch nie probiert hab, ist hier die Gelegenheit dazu. Der ist auch in der Tat sehr angenehm, aber aufgrund seines niedrigen Alkoholgehalts auch ziemlich dezent. Kann man schon kaufen, aber so richtig anspringen tut er mich dann doch nicht. Interessant ist allerdings das GesprÃ¤ch mit dem Mitarbeiter von Campari am Stand (die den Import Ã¼bernehmen). Der geht im Moment davon aus, dass Glenlivet zumindest auf absehbare Zeit am 15- und 18jÃ¤hrigen festhalten wird, wenn auch nicht unbedingt am Preis. Zumindest nicht, wenn man es mit Longmorn vergleicht, die hier auch am Stand stehen. Da lÃ¤uft gerade die aktuelle 16jÃ¤hrige AbfÃ¼llung aus und wird im Sommer durch eine neue ersetzt, die dann allerdings deutlich Ã¼ber 100â‚¬ liegen wird. Dazu gibt es dann noch einen 23jÃ¤hrigen, fÃ¼r den man dann knapp 500â‚¬ auf den Tisch legen darf. An der Stelle frage ich dann nochmal nach, ob ich gerade richtig gehÃ¶rt habe. Habe ich. Aber immerhin haben die ja jetzt auch einen neuen ohne Altersangabe fÃ¼r 80â‚¬. Vielen Dank, ich bin dann mal raus.</p>
<p><a href="http://www.singlecaskcollection.at/sites/shop/products/0901.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://www.singlecaskcollection.at/sites/shop/products/0901.png" alt="Tomatin" width="100" height="150" /></a>Dann doch lieber ein Abstecher zu den Jungs der <a href="http://www.singlecaskcollection.at/" target="_blank">Single Cask Collection</a> aus Ã–sterreich. Ãœber deren AbfÃ¼llungen hab ich erst kÃ¼rzlich schon was geschrieben und hier wollen wir auf alle FÃ¤lle was probieren, denn hier lohnt das Einkaufen dann doch deutlich mehr. Bei mir ist es ein <strong>Tomatin</strong> mit 9 Jahren, Bourbon Barrel, 55,7%, der zwar fÃ¼r eine AbfÃ¼llung in FassstÃ¤rke recht leicht, aber schon auch ganz schÃ¶n ist. Pe hat den <strong>Teeling</strong> im Glas, den ich schon auf dem Tasting probiert hatte und der wandert heute auch in den Einkaufskorb. Hier lasse ich mein Geld auch deutlich lieber als in den Marketingabteilungen der groÃŸen Konzerne.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_144115.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1721 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_144115-150x150.jpg" alt="Mackmyra" width="150" height="150" /></a>Nebenan sind die Schweden von <strong>Mackmyra</strong>. Von dem hab ich bislang nur immer wieder gelesen, aber ihn noch nie probiert. Also greife ich zum Svensk Ek, der quasi ihre ReferenzabfÃ¼llung darstellt. Recht fruchtig, zieht ein wenig Speichel, das Holz des Eichenfasses kommt auch raus. Nicht schlecht, kann man schon trinken. Es fehlt aber an KomplexitÃ¤t, was wohl dem Umstand geschuldet ist, dass Mackmyra die Whiskys eher kurz und intensiv in kleinen FÃ¤ssern reifen lÃ¤sst.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_145604.jpg" rel="attachment wp-att-1722"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1722" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_145604-150x150.jpg" alt="Bavarian Moonshine" width="150" height="150" /></a>Eine der Neuheiten auf dieser Messe ist Moonshine. So nannte man wÃ¤hrend der Prohibition in den USA die SchwarzbrÃ¤nde, die im Schutz der Dunkelheit gebrannt und in MarmeladeglÃ¤ser gefÃ¼llt wurden. Auf diese Tradition berufen sich nun ein paar Hersteller und bieten ihre Destillate in solchen GlÃ¤sern an. Das ist erstmal eine witzige Idee und macht sich ganz gut im Regal. Wir probieren an zwei StÃ¤nden, ob der Geschmack da auch mithalten kann. An Stand Nummer 1 (dessen Name ich vergessen habe) ist ein Student damit beschÃ¤ftigt, im Akkord drei Varianten in kleine Plastikbecher zu fÃ¼llen, die auch reichlich Absatz finden. Variante eins ist Moonshine pur und der glÃ¤nzt vor allem durch geschmackliche NeutralitÃ¤t. Das scheint auch dem Hersteller bewusst zu sein, deswegen gibt es noch zwei aromatisierte Varianten. Die eine davon ist rÃ¶tlich und schmeckt wie Wodka mit roter Brause. Von der anderen schlÃ¤gt einem ein penetranter Marzipan- und Apfelgeruch entgegen und der pappige, vÃ¶llig Ã¼bertrieben sÃ¼ÃŸe Geschmack reiht sich da nahtlos ein. Schlimm. Wie man es richtig macht, zeigt der Stand von <strong>Bavarian Moonshine</strong>. Hier stehen Chef und Chefin selber bereit und man merkt ihnen an, dass sie Herzblut in ihr Produkt gesteckt haben. Das hat zwar auch die Geschmacksrichtung &#8222;Apple Pie&#8220;, aber hier ist das richtig gut gelungen. Der Apfel schmeckt nach Apfel, die SÃ¼ÃŸe ist deutlich aber nicht ekelhaft und die 30% Alkohol runden den Geschmack ab, bleiben ansonsten aber gefÃ¤hrlich im Hintergrund. Wenn man seine GÃ¤ste auf einer Party richtig fertig machen will, hat man hier das GetrÃ¤nk seine Wahl gefunden. Der Preis ist auch vÃ¶llig korrekt und so kaufen wir hier ein. Allerdings nicht die kultige Jar, sondern die deutlich praktischere Flasche.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_150458.jpg" rel="attachment wp-att-1724"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1724" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_150458-150x150.jpg" alt="Roy Martin" width="150" height="150" /></a>Inzwischen fordern unsere MÃ¤gen recht eindringlich die Zufuhr fester Nahrung ein. Auf dem Weg zum Essensbereich machen wir aber noch einen kurzen Stop am RaritÃ¤tenstand von <a href="http://www.whiskyraritaeten-langer.de/" target="_blank">Lothar Langer</a>. in der Vergangenheit war das schon mehrfach ein gefÃ¤hrlicher Halt, denn hier finden sich nicht nur rare, sondern vor allem auch oftmals ziemlich spektakulÃ¤re AbfÃ¼llungen. Da die zugehÃ¶rigen Flaschen aber weit auÃŸerhalb meines Budgets liegen und der Reiz, solche ausgefallenen Tropfen mal zu probieren im Laufe der Zeit auch etwas geschwunden ist, hÃ¤lt sich die Gefahr diesmal in Grenzen. TatsÃ¤chlich hat er auch ein paar gÃ¼nstigere Flaschen dabei, unter anderem eine Auswahl an seltenen Blends, die uns sein Mitarbeiter wÃ¤rmstens an Herz legt. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_150505.jpg" rel="attachment wp-att-1725"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1725" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_150505-150x150.jpg" alt="Glendrostan" width="150" height="150" /></a>Mit Blends bin ich in der Vergangenheit nie so richtig warm geworden, da die zwar Ã¼berwiegend recht gefÃ¤llig, aber im gleichen Zug auch eher langweilig sind. Zwei der drei, die wir nun ins Glas bekommen, machen da keine Ausnahme, RaritÃ¤t hin oder her. Aber der meinige ist zumindest in der Tat sehr eigen. Der <strong>Roy Martin</strong> kommt ziemlich breitbeinig daher und erinnert stark an einen Rum. allerdings mit eher herben als sÃ¼ÃŸen Noten. Zu meiner Ãœberraschung gibt es hier obendrein eine gewisse Entwicklung im Mund, die in einen malzigen Nachklang mÃ¼ndet. Nicht uninteressant, aber den mal probiert zu haben, reicht mir dann auch.</p>
<p>Das Essensangebot ist diesmal mehr als ordentlich. Die Gerichte sind Ã¼berwiegend deftig (und mit Whisky), die Portionen reichlich. Pe nimmt einen Eintopf mit Whisky und Rindfleisch, der stark an Gulasch erinnert, bei mir wird es Schinken im Whiskysud mit WurzelgemÃ¼se. Beides kann Ã¼berzeugen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_155505-2.jpg" rel="attachment wp-att-1728"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1728" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_155505-2-150x150.jpg" alt="Cooley" width="150" height="150" /></a>Frisch gestÃ¤rkt machen wir uns nochmal auf den Weg in die Halle. Der erste Stop ist bei <a href="http://www.villakonthor.de/" target="_blank">Villa Konthor</a>, die auch gerne mal attraktive AbfÃ¼llungen im Programm haben. Zu dem Zeitpunkt Ã¼berlege ich noch an einer Alternative zum Teeling der Single Cask Collection und so probiere ich hier einen <strong>Cooley</strong> mit 10 Jahren. Auch der kommt mit reichlich Frucht daher, aber dahinter liegen noch andere Noten, die nicht nur angenehm sind. Ich hab Lakritz in der Nase, David fÃ¼hlt sich an Bierschinken und Aufschnitt erinnert. Nicht Ã¼bel, kommt aber nicht an den Teeling ran. Das mag aber auch durchaus dem Umstand geschuldet sein, dass der Cooley auf TrinkstÃ¤rke verdÃ¼nnt worden ist.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_162222.jpg" rel="attachment wp-att-1729"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1729" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_162222-150x150.jpg" alt="Glentauchers" width="150" height="150" /></a>Ein weiterer Halt auf dem Weg zum Einkaufen ist <a href="http://www.whisky-riegger.de/" target="_blank">Riegger&#8217;s Collection</a>, wo sich ebenfalls einige Falschen auf dem Display finden, die unser Interesse wecken. Ich beginne mit einem 17jÃ¤hrigen <strong>Glentauchers</strong> in FassstÃ¤rke. Leider hab ich mir zu dem keine Notizen gemacht, und so weiÃŸ ich nur noch, dass er mich nicht so richtig Ã¼berzeugt hat. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_162200.jpg" rel="attachment wp-att-1730"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1730" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_162200-150x150.jpg" alt="Glenfarclas" width="150" height="150" /></a>Das Ã¤ndert sich aber mit der zweiten Flasche, einem 99er <strong>Glenfarclas</strong>, den ich ziemlich toll finde. Auch hier hab ich keine Notizen mehr gemacht, kann mich aber an eine recht komplexe Kombination aus grasigen Noten und NÃ¼ssen erinnern. Hier beginne ich nun deutlich zwischen dem und Teeling zu schwanken, vor allem da ich im Moment nichts habe, was in diese Richtung geht. Letztens gewinnt aber doch der Teeling, der in David und Pe auch Ã¼berzeugte FÃ¼rsprecher gefunden hat.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_165053.jpg" rel="attachment wp-att-1731"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1731" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_165053-150x150.jpg" alt="Airigh nam Beist" width="150" height="150" /></a>Nach dem Einkauf sind wir bereit fÃ¼r den Abschluss und den machen wir auch dieses Jahr wieder bei Pit am Slowdrink-Stand. Was besonderes darf es zum Schluss nochmal sein. Allerdings muss das auch was sein, was sich auf der Position noch durchsetzen kann und bei dem die Details nicht untergehen. Bei mir wird das ein <strong>Ardbeg Airigh nam Beist</strong>, den ich das letzte Mal vor gut 10 Jahren auf Islay getrunken habe und als eher untypischen und sehr leichten Ardbeg in Erinnerung hatte. Das war nur teilweise korrekt, denn er hat zwar eine fÃ¼r Ardbeg eher ungewÃ¶hnlich deutliche, schlanke SÃ¼ÃŸe, aber gleichzeitig auch ein schon eher typisches Muskelspiel aus Torf und Rauch. Eine weitere ehemalige AbfÃ¼llung von Ardbeg, um die es schade ist. Ihn nochmal trinken zu kÃ¶nnen, war also sicher kein Fehler. <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_170619.jpg" rel="attachment wp-att-1732"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1732" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_170619-150x150.jpg" alt="Aberlour" width="150" height="150" /></a>Knapp besser allerdings die Wahl von Pe mit einem alten 8jÃ¤hrigen <strong>Aberlour</strong>, der trotz der wenigen Jahre im Fass und der vergleichsweise niederen Prozente mit einer FÃ¼lle und KomplexitÃ¤t glÃ¤nzt, wie man sie bei aktuellen AbfÃ¼llungen kaum findet. Beeindruckend. Eine spÃ¤tere Recherche im Netz findet ihn aber auch in Preisregionen, bei denen man nicht weiter Ã¼ber einen Lauf nachdenken muss.</p>
<p>Damit verabschieden wir uns von einer Messe, die sich trotz aller kritischen Entwicklungen letztlich doch wieder gelohnt hat und auf der wir auch viel SpaÃŸ hatten. Also doch wieder bis zum nÃ¤chsten Jahr <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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