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	<title>Port Charlotte &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>92. Tasting von Munich Spirits</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2020 12:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Man gewöhnt sich ja an alles. Auch daran, andere Menschen vorwiegend per Video am Computer zu treffen und nicht mehr gemeinsam in einem Raum zu sein. Das fühlt sich in Teilen immer noch nicht richtig an, hat aber auch zweifelsohne <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/92-tasting-von-munich-spirits"><span class="screen-reader-text">  92. Tasting von Munich Spirits</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2020/12/tasting-scaled.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2091" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2020/12/tasting-150x150.jpg" alt="Line Up" width="150" height="150"></a>Man gewöhnt sich ja an alles. Auch daran, andere Menschen vorwiegend per Video am Computer zu treffen und nicht mehr gemeinsam in einem Raum zu sein. Das fühlt sich in Teilen immer noch nicht richtig an, hat aber auch zweifelsohne Vorteile. Keine Anfahrt zu brauchen, sondern nur den Rechner einschalten zu müssen ist einer. Da wir ein gutes Stück außerhalb der Stadt wohnen, erleichtert das die Teilnahme schon deutlich. Keine Heimfahrt zu brauchen, wenn man Alkohol getrunken hat, ist ein weiterer, der gerade bei einem Tasting mit lauter Abfüllungen in Fassstärke nicht zu vernachlässigen ist. In der Runde die Tische neu zusammenzustellen, könnte man auch in einem Raum abbilden. Virtuell ist das aber zweifelsohne wesentlich einfacher umzusetzen. Diese Mischung schätze ich inzwischen sehr. Der Spaßfaktor war allgemein auch ziemlich hoch, ich denke dass alle ziemlich zufrieden aus dem Call gegangen sind. Zusammengenommen bin ich jedenfalls über das Online-Setup für Tastings tatsächlich gar nicht mal so unglücklich.</p>


<span id="more-2090"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir also zu den Whiskys:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Strathmill, Munich Spirits, Sherry Butt, 23 Jahre, 51.3%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei vielen hat er gut abgeschnitten, bei uns ist er allerdings ziemlich untergegangen. Das mag vor allem an der Bolognese gelegen haben, die wir uns sehr knapp davor noch als Grundlage für den Abend einverleibt haben, und auch daran, dass dieser Whisky eher mit feinen Nuancen als mit der groben Kelle zu überzeugen versucht. Dazu kam erschwerend, dass wir ihm wohl einfach zu wenig Zeit im Glas gegeben haben. Alle wollten loslegen, und so ging der leider zumindest bei uns etwas unter. Außer an recht kräftige Bitternoten wie bei reinem Kakao kann ich mich auch gar nicht so richtig an was erinnern. Deswegen geb ich da auch keine Wertung dazu ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Linkwood, Sherry Hogshead, 10 Jahre, 53.8%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel besser hat da auf Anhieb der Linkwood funktioniert. In der Nase dominieren Bananenchips alles andere, im Mund geht er von Frucht zu ebenfalls leicht bitteren Noten über, die dem Sherryfass geschuldet sind. Das wirkt alles komplexer und vielschichtiger als beim Vorgänger, auch wenn hier deutlich weniger Jahre im Glas sind. Generell mag ich die Kombination von Sherry und Fruchtnoten aber auch sehr gerne.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ledaig, Nose Art by Whisky Doris, Bourbon Hogshead, 11 Jahre, 52.6%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Nummer drei gehen wir in Richtung Rauch und mit dem Ledaig auch gleich mal richtig in die Vollen. Rauch aus allen Rohren, aber eher aus der Richtung kalte Asche und Lagerfeuer vom Vorabend als Torf. Dahinter verstecken sich fruchtige Noten, die sich erst nach ein paar Minuten im Glas durchsetzen können. Ein bisschen Schwefel ist ebenfalls dabei. Die Tastingsnotes sprechen von Rhabarber, den aber keiner am Tisch nachvollziehen kann. Im Mund ist er kräftig, der Rauch bleibt auch hier im Vordergrund, im Abgang kommt dann spät eine gewisse Schmelzigkeit dazu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je länger er im Glas bleibt, desto mehr verzieht sich der Rauch. Mit ein paar Tropfen Wasser springt der aber interessanterweise sofort wieder in den Vordergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige mögen den nicht, ich finde ihn allerdings gar nicht verkehrt, auch wenn das ganz sicher kein Whisky für jeden Tag ist. In der Gesamtwertung des Abends würde ich den auf dem zweiten Platz sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Caol Ila, Abfüllung aus dem Bladnoch Forum, Hogshead, 30 Jahre, 52.6%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefolgt wird er direkt vom Gewinner des Abends. Nach dem Ledaig wirkt der beinahe rauchfrei, in der Nase hab ich vor allem warme und volle Honignoten. Wo der Ledaig eher spitz und stechend war, herrscht hier wohlige Vollnasigkeit. Damit kann auch der Geschmack mithalten. Auch der ist kräftig und mundfüllend, aber sehr ausgewogen. Der Abgang ist sehr lang und mit viel Entwicklung. Leicht bittere Noten sind zwischendrin, dann wird er sehr schmelzig. Richtig guter Stoff, der leider schon lange nicht mehr erhältlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Big Peat Islay blended Malt, Douglas Laing, Christmas Edition 2020, 51.3%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Pause geht es mit einem Blended Malt weiter, der nach Beschreibung von Marco zwar selten eine Offenbarung, aber (zumindest in der Weihnachtsabfüllung) aber auch nie ein Fehlgriff sei. Da kann ich nicht ganz mitgehen, der fällt für mich in dieselbe Kategorie wie auch die ganzen anderen Islay-No-Names, die seit Jahren aus dem Boden schießen. Egal ob nun Smokehead, Big Peat oder wie sie alle heißen, im Kern ist das alles viel Rauch um nichts. Torf ist in, also gibt es Torf. Nur eben sonst nichts bemerkenswertes. Keine anderen Noten, keine Entwicklung, kein Abgang. Irgendwo muss man eben das ganze Zeug eben unterbringen, dass man unter den großen Namen nicht verkauft bekommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Laphroaig, The Cooper´s Choice, Bourbon Single Cask, 15 Jahre, 52.0%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon in der Nase eine völlig andere Nummer. Auch für Laphroaig. Ähnlich wie schon der Caol Ila nach dem Ledaig geht hier nach dem Big Peat der Rauch völlig unter. Ich habe eher cremige Noten, die eine Assoziation an einen Weichkäse auslösen. Nicht unangenehm, aber schon sehr ungewöhnlich für Laphroaig. Jod und Pflaster fehlen dafür völlig, der ist erstaunlich wenig bissig. Dahinter ist irgendwas, worauf ich nicht komme. Weingummi vielleicht? Auch der Geschmack ist überraschend mild. Aber auch hier habe ich eine eigenwillige Note drin, auf die ich nicht kommen will. Irgendwie mineralisch. Auch weihnachtliche Gewürze wie Lebkuchen sind dabei. Ungewöhnlicher Laphroaig, der bei den anderen viel Begeisterung auslöst, mit dem ich aber nicht so richtig warm werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Caol Ila, The Single Cask Ltd., 2nd Fill Oloroso Sherry Cask, 13 Jahre, 54.6%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweimal Caol Ila an einem Abend, der hier geht allerdings in eine ganz andere Richtung als der erste. Frisch im Glas riecht er wie eine ganze Kiste grüner Äpfel. Mit etwas Luft geht das immer mehr in reife bis überreife Frucht über. Banane mit brauner Schale vielleicht. Noch später dreht er dann immer mehr in Richtung geräucherter Speck. Im Mund ist der sehr voluminös und verträgt etwas Wasser. Der Torf ist gut eingebettet und tritt nie zu weit nach vorn. Durch das Olorosofass gibt es auch hier eher bittere als süße Noten dazu. Fein!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Port Charlotte, Private Bottling WhiskyMania, Fresh Sherry, 10 Jahre, 64.4%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abschluss polarisiert wieder. Ich finde den für Port Charlotte nicht so ungewöhnlich, es gibt neben kräftigem Torf und Schinken vor allem Leder, rote Früchte und auch Schwefel. Mit dem hat der eine oder andere Probleme, für manche wird er gar untrinkbar. Ich hingegen empfinde den gar nicht als so extrem, was aber sicherlich auch damit zu tun hat, dass wir ihn am Ende einer Reihe von Whiskys trinken, die alle nicht gerade in die Kategorie mild und zurückhaltend fallen. Ich schenk mir zum Vergleich einen Schluck von dem 5jährigen Port Charlotte ein, der bei mir im Regal steht und der mir tatsächlich meistens zu kräftig ist. Der gibt sich aber zu dem Zeitpunkt ebenfalls gut trinkbar, was diese Theorie bestätigt. Was aber mehr überrascht &#8211; der Jungspund verweist diese Abfüllung im direkten Vergleich tatsächlich auf die Plätze, was vor allem an der Sache mit dem Schwefel liegt. Trotz der geringeren Reife wirkt der PC5 runder und ausgewogener. Was den 10jährigen aber nicht schwächer macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem offiziellen Teil geht es in kleinerer Runde noch etwas weiter, bevor wir ein weiteres gelungenes Tasting beenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke an Marco, auch für das Abfüllen und Versenden der ganzen Proben!</p>
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		<title>77. Tasting von Munich Spirits &#8211; Sherry und Islay</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Nov 2018 16:32:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man ein hervorragendes Line Up fÃ¼r eine etablierte Reihe an Whisky Tastings aufstellt, dann sollte alles andere eigentlich ein SelbstlÃ¤ufer sein. Eigentlich, aber nicht, wenn die zentrale Frage nicht das Line Up an sich ist, sondern die, wie gut <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/77-tasting-von-munich-spirits-sherry-und-islay"><span class="screen-reader-text">  77. Tasting von Munich Spirits &#8211; Sherry und Islay</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.munich-spirits.de"><img decoding="async" class="alignright" src="http://munich-spirits.club/wp-content/uploads/static/events.jpg" alt="" width="165" height="220" /></a>Wenn man ein hervorragendes Line Up fÃ¼r eine etablierte Reihe an Whisky Tastings aufstellt, dann sollte alles andere eigentlich ein SelbstlÃ¤ufer sein. Eigentlich, aber nicht, wenn die zentrale Frage nicht das Line Up an sich ist, sondern die, wie gut es zu asiatischem Essen passen wird. Der PÃ¤chter der inzwischen ebenso etablierten Location hat nÃ¤mlich schon wieder gewechselt und nun ist es kein Italiener, sondern ein Asia-Imbiss. Das muss nun grundsÃ¤tzlich nicht verkehrt sein, aber das Gefeixe von wegen Glutamat-Tasting Ã¼berlagert im Vorfeld trotzdem das eigentliche Thema Sherry und Islay.</p>
<p><span id="more-1986"></span></p>
<p>Bevor es losgeht, verschaffen wir uns erst mal eine kulinarische Grundlage, die auch als Vortest fungiert. Das Ergebnis lÃ¤sst die leichte Anspannung abfallen. Zwar kommen hier die typischen krÃ¤ftigen GewÃ¼rze zum Einsatz, aber weder diese noch die SchÃ¤rfe an sich sind so dominant, als dass die Whiskys sich dagegen nicht durchsetzen kÃ¶nnten. Alles im grÃ¼nen Bereich also.</p>
<p>Der erste Teil des Abends steht im Namen des Sherry. Das ist erst mal nicht verkehrt, da gibt es feine Sachen. Allerdings auch einiges, was in die Kategorie &#8222;viel hilft viel&#8220; fÃ¤llt, wo die sÃ¼ÃŸe Wucht des Sherrys alles Ã¼berlagert, was der Whisky an sich mitbringt. Wenn man nicht mehr sagen kann, welche Distille man denn nun im Glas hat, dann ist mir das gern mal zu viel.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/glenrothes.jpeg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1987" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/glenrothes-150x150.jpeg" alt="Glenrothes" width="150" height="150" /></a>Der Einsteiger &#8211; <strong>Glenrothes, Adelphi, 1st-fill Sherry Hogshead #2413, 2000, 6 Jahre, 56.5%</strong> &#8211; geht gleich mal in diese Richtung und macht schon in der Nase keinen Hehl daraus, in welchen FÃ¤ssern er gereift ist. Sherry massiv, aber durchaus schÃ¶n mit Rosinen und einer Note, die an alten Balsamico erinnert. Wenn man ihm Zeit gibt, kommt Frucht dazu und auch eine leichte Fehlnote, die ich nicht identifizieren kann. Auch im Mund ist der Sherry massiv, allerdings nicht mit aufdringlicher SÃ¼ÃŸe, sondern mit sehr trockenen, beinahe bitteren Noten. FrÃ¼chtebrot ist auch dabei. Trocken bleibt dann auch der Abgang, mit einer dezenten SÃ¼ÃŸe dabei. Das alles gefÃ¤llt mir Ã¼berraschend gut, auch wenn der Sherry hier dominant ist. Vor allem durch den trockenen Charakter ist er aber nicht zu dominant. Ein schÃ¶ner Abendwhisky.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/miltonduff.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1988" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/miltonduff-150x150.jpeg" alt="Miltonduff" width="150" height="150" /></a>Auch bei Nummer zwei springt einen das Fass sofort an. <strong>Miltonduff, Wildlife Collection, 1st-fill Oloroso, 65.5%</strong>. Ein Rosinenbomber mit leichtem Schwefel und ein wenig Zitrus. Im Mund sehr krÃ¤ftig &#8211; was bei dem Alkoholgehalt nicht weiter verwundert &#8211; mit viel Frucht und viel Volumen, zumindest wenn man einen richtigen Schluck nimmt und nicht nur am Glas nippt. Es folgt ein sÃ¼ÃŸer, wÃ¤rmender und langer Abgang. Die FassstÃ¤rke legt ein paar Tropfen Wasser nahe, mit denen der Whisky deutlich herber wird, aber leider auch ein wenig seiner Klasse verliert. Insgesamt hat er mir ein bisschen zu viel Attacke, aber nichtsdestotrotz ist das schon ein feiner Tropfen.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/linkwood.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1989" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/linkwood-150x150.jpeg" alt="Linkwood" width="150" height="150" /></a>Wir bleiben bei AbfÃ¼llungen, die nicht nur einen Hauch Sherry mitbringen aber es bleibt auch dabei, dass ich das Ã¼berhaupt nicht als unangenehm empfinde. <strong>Linkwood, The Single Malts of Scotland, Sherry Hogshead, 16 Jahre, 58.7%</strong>. Wieder viel Sherry in der Nase, aber auch wieder sehr anders als bei den VorgÃ¤ngern. Hier sieht man eher das alte, schwere Ledersofa vor sich, das im Kaminzimmer bei Regenwetter auf einen wartet. Der Geschmack ist passend dazu herb und krÃ¤ftig, mit NÃ¼ssen und Schokolade, bevor es in einen leicht bitteren Abgang Ã¼bergeht. Nach dem ersten Schluck hat man Soft Cake in der Nase, diese mit Orangencreme gefÃ¼llten Schokoladenkekse. Dieser Whisky ist nicht so sÃ¼ffig wie die beiden davor, dafÃ¼r aber deutlich komplexer und anspruchsvoller. Fein.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/benriach.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1990" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/benriach-150x150.jpeg" alt="BenRiach" width="150" height="150" /></a>Der letzte aus der Sherry-Reihe legt dann nochmal einen drauf. <strong>BenRiach, OB, Pedro Ximinez 1st-fill, 1992-2013, 21 Jahre, 53.3%</strong>. Orange und dunkle Schokolade finden sich hier genau so wie das englische Herrenzimmer mit altem Leder. Dazu findet sich hier aber eine schwere SÃ¼ÃŸe im Abgang, sobald die herben Noten in den Hintergrund treten. Auch wenn hier weiterhin der Sherry im Vordergrund steht, kann ich nicht anders, als &#8222;groÃŸes Kino&#8220; als Fazit zu nehmen. Hier hatten wir nun wirklich bei jedem Whisky eine Steigerung zum VorgÃ¤nger im Glas.</p>
<p>So, Pause. Diesmal mit FrÃ¼hlingsrollen, Chicken Wings und Krabbenbrot statt Antipasti. Das ist jetzt kein kulinarischer Hochgenuss, fÃ¼r den Whisky stellt das aber aus meiner Sicht klar die geringere Herausforderung dar als sauer angemachtes GemÃ¼se. Passt also.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/caol_ila.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1991" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/caol_ila-150x150.jpeg" alt="Caol Ila" width="150" height="150" /></a>Weiter mit dem zweitem Teil. Drei AbfÃ¼llungen von Islay, bei zweien davon Themenwechsel von Sherry zu Rauch, beim letzten die Verbindung von beiden. Die ErÃ¶ffnung macht ein <strong>Caol Ila, Malts of Scotland, Bourbon Hogshead #12374, 1998-2008, 9 Jahre, 60.7%</strong>. Schweres GeschÃ¼tz, kalter Rauch und viel davon, dazu Weingummi und Zitrus. Nicht ungewÃ¶hnlich, finde ich. Der Geschmack ist wuchtig, mit Zitrusnoten darÃ¼ber und wieder Rauch. Der bleibt auch im Abgang erhalten, der ebenso massiv ist wie alles davor. Solider Whisky, keine Frage. Die Ausrichtung ist nicht mehr so meins, aber der ist schon gut gemacht.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/laphroaig.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1992" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/laphroaig-150x150.jpeg" alt="Laphroaig" width="150" height="150" /></a>Die zweite AbfÃ¼llung macht den Unterschied zwischen Rauch und Torf klar. <strong>Laphroaig, OB, Cask Strength Batch #010, 10 Jahre, 58.0%</strong>. Den Zehner in FassstÃ¤rke gibt es inzwischen nur noch vor Ort zu kaufen &#8211; leider. Hier zeigt sich Laphroaig genau so, wie er sein sollte &#8211; phenolisch und medizinisch. In der Nase dazu Banane. Im Mund kommt erst die Torfwand, dann fruchtige Noten, der Torf bleibt aber prÃ¤sent. Der lange Abgang bleibt wÃ¼rzig und medizinisch, bringt aber eine hintergrÃ¼ndige SÃ¼ÃŸe und auch ein bisschen Salz mit. Das alles muss man mÃ¶gen, aber wenn, dann ist der schon richtig groÃŸ.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/port_charlotte.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1993" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/port_charlotte-150x150.jpeg" alt="Port Charlotte" width="150" height="150" /></a>Zum Abschluss dann Torf und Sherry in einem &#8211; eine Kombination, die oftmals richtig gut funktioniert. Die SÃ¼ÃŸe des Sherry nimmt dem Torf den Biss, im Gegenzug kann der eine Tiefe mit reinbringen, die das Sherryfass alleine nicht schafft. Hier versucht das ein <strong>Port Charlotte, Malts of Scotland, Sherry Cask #833, 2001-2010, 8 Jahre, 61.6%</strong>. Bei Port Charlotte gibt es AbfÃ¼llungen, die mir deutlich zu extrem sind. Andererseits hatte ich aber schon welche, die ich sehr gelungen fand. Dieser hier riecht schon mal nicht extrem, im Gegenteil. Der Sherry kann ich mit schwerer SÃ¼ÃŸe riechen, den Torf erst mal nicht. Den bekomme ich erst nach dem ersten Schluck in die Nase, aber auch dann nicht besonders dominant. Im Mund gibt es neben viel Kraft und trockenem Sherry TrockenfrÃ¼chte, im Abgang eine cremige Bitterkeit und dahinter wieder Rauch. Das passt alles zusammen und ergibt eine komplexe Komposition, bei der keine Note allein im Vordergrund steht.</p>
<p>Fazit: Kein Glutamat, dafÃ¼r ausnahmslos trinkenswerte Tropfen im Glas. Experiment geglÃ¼ckt, wÃ¼rde ich sagen.</p>
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		<title>73. Tasting von Munich Spirits &#8211; Islay High End Tasting</title>
		<link>https://www.negatron.de/whisky/73-tasting-von-munich-spirits-islay-high-end-tasting</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Apr 2018 14:46:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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		<category><![CDATA[Scotch Malt Whisky Society]]></category>
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					<description><![CDATA[Drei ungewÃ¶hnliche Aspekte fÃ¼r ein Tasting von Munich Spirits. Alle Whiskys aus der Kategorie Torf und Rauch, alle Whiskys vergleichsweise hochpreisig, nur einer aus dem Setup noch regulÃ¤r auf dem Markt erhÃ¤ltlich. Aber es darf ja auch gern mal ungewÃ¶hnlich <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/73-tasting-von-munich-spirits-islay-high-end-tasting"><span class="screen-reader-text">  73. Tasting von Munich Spirits &#8211; Islay High End Tasting</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Drei ungewÃ¶hnliche Aspekte fÃ¼r ein Tasting von <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank" rel="noopener">Munich Spirits</a>. Alle Whiskys aus der Kategorie Torf und Rauch, alle Whiskys vergleichsweise hochpreisig, nur einer aus dem Setup noch regulÃ¤r auf dem Markt erhÃ¤ltlich. Aber es darf ja auch gern mal ungewÃ¶hnlich sein.</p>
<p><span id="more-1960"></span>Bei mehreren Whiskys mit Ã¤hnlich extremer Ausrichtung trinkt sich recht schnell auf diese Ausrichtung ein und sie kommt einem gar nicht mehr so extrem vor, was durchaus erst mal Sinn ergibt. Im Gegenzug bedeutet das aber auch eine gewisse Verzerrung, da man die Whiskys in Folge anders wahrnimmt als wenn man sie fÃ¼r sich allein trinken wÃ¼rde. Das macht die Beschreibung in dem Fall noch subjektiver als eh schon.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/pc7.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1969" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/pc7-150x150.jpg" alt="Port Charlotte" width="150" height="150" /></a>Wann kann man schon mal ein Tasting mit einem Port Charlotte erÃ¶ffnen? Normalerweise stehen Whiskys mit dieser Torfigkeit eher am Ende eines Tastings, aber bei dieser Range ist kein Platz fÃ¼r ein langsames Hochfahren der Geschmacksnerven. Wir beginnen also mit einem <strong>Port Charlotte, OB, Cognac Cask, 8 Jahre, 2007, 57,8%</strong>. Die meisten Port Charlottes sind mir zu extrem und deswegen bin ich hier zum Einstieg skeptisch. Zu Unrecht. Der Geruch macht zwar schon vom Tisch aus deutlich, dass es sich hier um einen Malt aus der &#8222;Heavily Peated Serie&#8220; handelt, aber mit ein klein bisschen Luft zeigen sich dahinter schnell andere Noten. Ich rieche grÃ¼ne NÃ¼sse oder Nusseis. Im Geschmack ist der Torf zwar deutlich, aber nicht so dominant wie erwartet. Insgesamt ist er aber schon richtig krÃ¤ftig und mundfÃ¼llend, mit dunkler, brÃ¶sliger Schokolade und mit einem langen, schmelzigen Abgang, der ganz zum Schluss unerwartet nochmal einen bitteren Biss bringt. Auf ein Cognacfass wÃ¤re ich nicht gekommen, aber fÃ¼r sein Alter wirkt der Ã¼berraschend reif, mit mehreren schÃ¶nen Wechseln zwischen sÃ¼ÃŸ und trocken. Vor allem die Cremigkeit gefÃ¤llt mir ausgesprochen gut. Vielleicht der beste Port Charlotte, den ich bislang getrunken habe. Da dieser der Einzige ist, den es noch normal im Handel gibt, komme ich direkt ins Ãœberlegen.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_alligator.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1970" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_alligator-150x150.jpg" alt="Ardbeg Alligator" width="150" height="150" /></a>An sich war ich mir sicher, dass ich den Alligator schon mal getrunken habe, aber eine Recherche in meinen Aufzeichnungen bringt nichts zu Tage. Da ich dazu auch keine konkrete Erinnerung mehr an den Geschmack habe, gehen wir also einfach mal davon aus, dass das erste Aufeinandertreffen ist: <strong>Ardbeg, OB, Alligator &#8211; Committee for discussion, 51,2%</strong>. Es mag am Port Charlotte davor liegen, aber der Torf erscheint hier in der Nase eher dezent, dafÃ¼r gibt es wÃ¼rzige Frucht und frisch geschnittenes Holz. Geschmacklich finde ich ihn schon eher typisch, mit einer Mischung aus Fruchtigkeit und Torf, mit einem Ã¼berraschend kurzen und unspektakulÃ¤ren Abgang voller kaltem Lagerfeuer. In den Bewertungen hat der ziemlich gut abgeschnitten, mich Ã¼berzeugt er allerdings nicht so richtig. Es mag am Port Charlotte davor liegen, aber der Alligator wirkt nicht nur im Vergleich zu diesem etwas unspektakulÃ¤r, sondern kann auch nicht mit AbfÃ¼llungen wie dem Corryvreckan oder dem Uigeadail mithalten.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_swms.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1971" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_swms-150x150.jpg" alt="Ardbeg SMWS" width="150" height="150" /></a>In Konkurrenz dazu gleich der nÃ¤chste Ardbeg, diesmal von der Scotch Malt Whisky Society: <strong>Ardbeg SMWS 33.125 &#8222;Salted Caramel Lollipop&#8220;, 7 Jahre, 2005-2012, 64,4%</strong>. Man kann etwas mehr Rauch riechen, vor allem aber Weingummi, salziges Lakritz, Mandeln und ungebackenen Keksteig. Hier kann ich den Namen also gut nachvollziehen.Â  Im Mund hingegen finden sich wenig Frucht und SÃ¼ÃŸe, hier dominiert dann doch eher der krÃ¤ftige, torfige Charakter. Auch im Nachgang sind vor allem bittere Noten und kalter Rauch prÃ¤sent, erst recht spÃ¤t kommt noch eine leichte SÃ¼ÃŸe durch. Das alles wirkt eher straight und klar, salted Lollipop hat man eher in der Nase oder eben ganz zum Schluss. Insgesamt nicht Ã¼bel, aber auch hier ist der Name fÃ¼r mich grÃ¶ÃŸer als das Ergebnis.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/port_ellen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1972" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/port_ellen-150x150.jpg" alt="Port Ellen" width="150" height="150" /></a>Wo wir gerade bei groÃŸen Namen sind, mehr als Port Ellen geht in der Hinsicht bei Islay nicht. Von Diageo in den 80ern geschlossen, gelten die wenigen restlichen erhÃ¤ltlichen AbfÃ¼llungen fÃ¼r viele als das Nonplusultra und rufen Preise jenseits von gut und bÃ¶se auf. Da mag mehr Legende als RealitÃ¤t dahinter stehen. TatsÃ¤chlich waren aber die wenigen Port Ellens, die ich in meinem Leben trinken durfte, alle richtig toll. Hier haben wir nun eine unabhÃ¤ngige AbfÃ¼llung auf dem Programm: <strong>Port Ellen, The Whisky Fair, Sherry Butt, 1982-2007, 24 Jahre, 59,6%</strong>. Der Geruch ist im Gegenzug zu den Whiskys davor sehr elegant und ziemlich komplex. Da ist vieles drin, aber nichts, was richtig dominant hervorstechen wÃ¼rde. Ein bisschen Rosine, Marmelade aus reifen FrÃ¼chten, Bienenwachs und weinige Noten sind so Assoziationen, die kommen. Hier wÃ¼rde ich eher einen Cognac-Einfluss vermuten als beim PC am Anfang. Das Sherryfass kommt jedenfalls nicht deutlich raus, sondern integriert sich komplett in das Gesamtbild. Der Geschmack hat enorm viel Kraft, was das Herausschmecken einzelner Noten nicht leichter macht. Aber auch das ist nicht unangenehm und geht dann in einen sehr langen und cremigen Abgang Ã¼ber. Der Name mag die Wertung beeinflussen, aber es wird vergleichsweise still im Raum. Einige sitzen einfach nur versonnen schnuppernd und schmeckend da, ich einer von ihnen. Das hÃ¤tte ich auch noch lÃ¤ngere Zeit so machen kÃ¶nnen, ohne dass mir etwas gefehlt hÃ¤tte. Bombe.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_whisky_source.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1973" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_whisky_source-150x150.jpg" alt="Laphroaig TWS" width="150" height="150" /></a>Nach dem Essen geht es mit einer Distillerie weiter, die keine Schwierigkeiten damit haben sollte, den Geschmacksknospen die Erinnerung an die Antipasti zu nehmen. Der erste der beiden kommt von einem unabhÃ¤ngigen AbfÃ¼ller, der sich nicht mehr recherchieren lieÃŸ. Weder ganz allgemein, noch im speziellen diese Flasche: <strong>Laphroaig, The Whisky Source, 1998-2009, 10 Jahre, 56,9%</strong>. In der Nase gibt es vor allem Torf und Zitrusnoten, dahinter rote Beeren. Das medizinische fehlt etwas, weswegen ich vielleicht nicht direkt auf Laphroaig getippt hÃ¤tte. Auch im Mund ist der Torf in Vordergrund, der Whisky ist herb und krÃ¤ftig und bleibt das auch im Abgang. SchÃ¶ner zehnjÃ¤hriger, bei dem das einzige, was man kritisieren kÃ¶nnte, die fehlende AuÃŸergewÃ¶hnlichkeit ist.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_smws.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1974" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_smws-150x150.jpg" alt="Laphroaig SMWS" width="150" height="150" /></a>Auch hier gibt es als zweiten Vertreter eine AbfÃ¼llung der Scotch Malt Whisky Society: <strong>Laphroaig SMWS 29.125 &#8222;Smoke of sweet chili sausages&#8220;, 17 Jahre, 60,6%</strong>. Nase drÃ¼ber &#8211; Chili, check &#8211; Barbecue, check &#8211; SÃ¼ÃŸe, check. Nur die Wurst fehlt noch. Die kommt auch im Mund nicht dazu, wo man dafÃ¼r genau die AuÃŸergewÃ¶hnlichkeit bekommt, die mir beim VorgÃ¤nger gefehlt hat. Sehr sÃ¼ÃŸ mit wÃ¼rzigem Rauch und Pfefferminznoten dazu. Das alles geht in einen sehr langen und ebenfalls sÃ¼ÃŸen Abgang Ã¼ber, bei dem die WÃ¼rze immer weiter in den Hintergrund tritt. Das alles hat tatsÃ¤chlich was von BBQ-Sauce. GroÃŸes Kino, den wÃ¼rde ich zu den besten SWMS-AbfÃ¼llungen zÃ¤hlen, die ich bislang im Glas hatte.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/caol_ila.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1975" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/caol_ila-150x150.jpg" alt="Caol Ila" width="150" height="150" /></a>Der Abschluss klingt fÃ¼r den einen oder anderen vielleicht erst mal ungewÃ¶hnlich: <strong>Caol Ila, Signatory Vintage, Hogshead, 29 Jahre, 1982-2012, 56,3%</strong>. Caol Ila hat bei einigen den schlechten Ruf,Â  eher Masse als Klasse zu produzieren (und die Distillerie waren, die statt Port Ellen weitermachen durfte), aber das halte ich fÃ¼r etwas unfair. Ja, die Anlagen sind eher ein Industriekomplex als eine malerische Kleinanlage und man produziert tatsÃ¤chlich enorme Mengen. Allerdings eben auch immer wieder richtig gute AbfÃ¼llungen. Das hier ist eine davon. Aus irgendeinem Grund nur wenige Wochen vor dem Erreichen der 30 Jahre abgefÃ¼llt bekommt der Port Ellen aus Runde eins hier einen wirklich wÃ¼rdigen Konkurrenten. Aromenvielfalt in der Nase mit Zitrus, Pfirsich, Holznoten, reifem Obst, Kraut und Rauch. Ein vollmundiger, wÃ¤rmender und wÃ¼rziger Geschmack, der Rauch nicht zu dominant und schÃ¶ne sÃ¼ÃŸe Noten dazu. Der Abgang erinnert an bittere Orangenmarmelade, bleibt lang und intensiv und wird dabei immer fruchtiger. Das ist alles nicht ganz so elegant und gentlemanlike wie beim Port Ellen, hat aber nichtsdestotrotz groÃŸe Klasse. Absolut Top!</p>
<p>Sehr schÃ¶nes Tasting komplett ohne AusfÃ¤lle und mit ein paar richtig feinen Sachen. Der einzige Wehrmutstropfen dabei ist nur, dass man fast nichts davon ein zweites Mal im Glas haben wird â€¦</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Monster Malts meet Munich &#8211; Slow Drink RaritÃ¤tentasting</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2015 13:38:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie ich an anderer Stelle bereits angemerkt habe, sind Blind Tastings fÃ¼r mich die einzig wahren Tastings. Der menschliche Geruchs- und Geschmackssinn ist an sich schon nicht besonders gut. Dazu kommt ein Gehirn, das vÃ¶llig subjektiv arbeitet und sich die <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/monster-malts-meet-munich-slow-drink-raritaetentasting"><span class="screen-reader-text">  Monster Malts meet Munich &#8211; Slow Drink RaritÃ¤tentasting</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich an anderer Stelle bereits angemerkt habe, sind Blind Tastings fÃ¼r mich die einzig wahren Tastings. Der menschliche Geruchs- und Geschmackssinn ist an sich schon nicht besonders gut. Dazu kommt ein Gehirn, das vÃ¶llig subjektiv arbeitet und sich die Welt aus all den Fragmenten konstruiert, die unsere Sinne ihm liefern. Informationen, die es Ã¼ber das Etikett bekommt, flieÃŸen dann genau so in die Bewertung ein wie das, was Nase und Zunge melden. Das verfÃ¤lscht die Ergebnisse dramatisch und ist speziell im Vergleich von teuren Whiskys mit groÃŸen Namen und vermeintlicher Standardware besonders deutlich. FÃ¼r dieses Tasting wÃ¤re zumindest dieser Punkt nicht von Belang gewesen, denn es gab &#8211; <a href="http://www.slowdrink.de/" target="_blank">wie immer bei Pit</a> &#8211; nur hochwertige Tropfen zu verkosten. Nichtsdestotrotz ist es spannender und ergiebiger, ohne Beeinflussung an die Sachen heranzugehen. Wir hatten alle wirklich gar keinen Plan, was wir vorgesetzt bekommen. Die AuflÃ¶sung kam jeweils wÃ¤hrend des Trinkens nach dem gemeinsamen Erschmecken, Diskutieren und Raten, so dass man mit den letzten Schlucken alle Informationen zusammenbringen konnte.<br />
<span id="more-1628"></span></p>
<p>Nummer 1<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_195146.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1629" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_195146-150x150.jpg" alt="Armagnac Napoleon" width="150" height="150"></a>Wenn Pit ein Tasting macht, dann muss nicht alles Whisky sein. Dass wir hier zum Auftakt keinen im Glas hatten, war allen direkt klar. Die Vermutungen am Nebentisch gingen schnell in Richtung Cognac. Vom dem hab ich allerdings keine Ahnung, meine Assoziation war eher ein Grappa, der im Eichenfass nachgelagert wurde. Traubenschalen waren in jedem Fall sehr prÃ¤sent. Rum wÃ¤re auch eine MÃ¶glichkeit gewesen. Insgesamt in jedem Fall sehr fruchtig, ziemlich sÃ¼ÃŸ und auch recht angenehm. Bei der AuflÃ¶sung hat sich gezeigt, dass der Nebentisch zumindest die Richtung erkannt hatte. Ein Cognac war es zwar keiner, aber ein Armagnac <strong>Napoleon D&#8217;or de Luxe, 5 Jahre, 40%</strong>, was nahe genug ist. Nicht nur als ErÃ¶ffnung fÃ¼r den Abend ein ordentlicher Tropfen.</p>
<p>Nummer 2<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_200329.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1630" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_200329-150x150.jpg" alt="Glen Grant" width="150" height="150"></a>Jetzt waren wir definitiv beim Whisky, auch wenn ich hier ebenfalls Weinnoten erriechen konnte. Die waren aber eingebaut in einen wuchtigen, dabei aber weichen Gesamtcharakter mit viel (Ã¼ber)reifer Frucht (Mango?) und wenig Alkohol. Zwischendrin hatte ich auch einen cremigen WeichkÃ¤se in der Nase. Dann sind wir auf den typischen &#8222;old bottle flavour&#8220; aufmerksam geworden, den Whiskys nach vielen Jahren in der Flasche entwickeln. Ein wenig muffig, ein Geruch wie ihn alte BÃ¼cher auch oft haben oder wie es ihn in Bibliotheken gibt. Altes Leder oder auch nasse Pappe.<br />
Im Geschmack Wurzeln und krautige Noten, dabei aber sehr leicht uns sehr rund. Ich war eher blank, aber einige hatten gute Tipps in Richtung junger Whisky aber aus alter Zeit. Die Destillerie hatte allerdings niemand richtig: <strong>Glen Grant, 8 y.o., 40%, Jahrgang 1961</strong></p>
<p>Nummer 3<br />
Eigentlich sollte man auch noch geschwÃ¤rzte GlÃ¤ser nehmen, denn hier schreit die extrem dunkle Farbe des Whiskys schon sehr nach Sherryfass. In der Nase dunkle Beeren, Cassis, Schwefel und Schokolade. An sich stehe ich nicht so auf die extremen SherryabfÃ¼llungen, aber das hier war saugut. Ein milder und dabei doch voluminÃ¶ser Geschmack, mit ein paar frischen Noten darÃ¼ber. Sehr elegant. Das einzige Manko war der etwas kurze Abgang. Das RÃ¤tselraten ging in diesem Fall deutlich lÃ¤nger, denn die AuflÃ¶sung war, dass Pit ebenfalls keine Ahnung hatte, was sich in der Flasche befunden hat. Als er bei einem AbfÃ¼ller ein paar RaritÃ¤ten aus dem Lager erworben hat, war diese Flasche mit dabei. Allerdings hatte sie im Laufe der Jahre ihr Etikett verloren, so dass auch der VerkÃ¤ufer nicht wusste, um was es sich handelt. Der Bereich des Lagers lieÃŸ ein paar Vermutungen zu (die sich in unserer Runde auf einen Glendronach aus den 40ern oder 50ern verengt haben, wozu ich mangels Erfahrungen Ã¼berhaupt nichts sinnvolles beisteuern konnte), aber letztlich weiÃŸ es einfach niemand. Was ausgesprochen schade ist, denn der war richtig gut.</p>
<p>Nummer 4<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_204305.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1631" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_204305-150x150.jpg" alt="Glen Avon" width="150" height="150"></a>Krautige Noten und Wurzeln dominieren die Nase. Der Geschmack ist Ã¼ppig und hat etwas leicht blechiges. Und er macht eine deutliche Entwicklung durch. Das ist einer dieser Whiskys, die sich Glas von Minute zu Minute verÃ¤ndern und deswegen extrem schwer zu beschreiben sind. Konkret handelt es sich hierbei um einen <strong>Glen Avon</strong><strong>, 15 y.o., 40%</strong> aus den 60er Jahren, was mir absolut gar nicht sagt. So beschrÃ¤nke ich mich aufs GenieÃŸen, denn auch dieser Whisky ist ausgesprochen gut.</p>
<p>Nummer 5<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_210538.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1632" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_210538-150x150.jpg" alt="Cooley" width="150" height="150"></a>Nun bewegen wir uns in meine favorisierte Richtung. Honig, Himbeeren, Birne, Banenenchips, insgesamt sehr viel Ã¼ppige und reife Frucht. Hier ist der Sommer im Glas! Der Geschmack ist krÃ¤ftig ohne jede SchÃ¤rfe, der Abgang ist ein langsames Verklingen der Aromen. FÃ¼r mich eines der absoluten Highlights des Abends. Interessanterweise kein Schotte, sondern ein Ire. In Irland tut sich gerade einiges und dieser <strong>Cooley, 23 y.o., 55%, von Cadenhead&#8217;s</strong> ist ein weiteres Indiz dafÃ¼r, dass die Insel sich wieder auf den Weg zurÃ¼ck zu alter GrÃ¶ÃŸe macht. Mal sehen, wie lange die noch zu vertretbaren Preisen zu erhalten sind. KÃ¶nnte gut sein, dass hier das nÃ¤chste groÃŸe Ding kommt.</p>
<p>Nummer 6<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_211813.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1633" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_211813-150x150.jpg" alt="Lochside" width="150" height="150"></a>Es bleibt fruchtig. Die erste Assoziationen sind Zitrusnoten und LÃ¶sungsmittel, aber das verfliegt schnell und entwickelt sich Ã¼ber Apfel hin zu Cassis. Ein wenig Gummi ist auch dabei. Der Geschmack ist auch hier dominant fruchtig. Dieser Whisky wÃ¼rde mich sehr begeistern, hÃ¤tte ich nicht davor den Cooley getrunken, gegen den er im direkten Vergleich leider klar den kÃ¼rzeren zieht. Auch hier haben wir es mit einer aktuellen AbfÃ¼llung zu tun, einem <strong>Lochside, 17 y.o., 46%, von The Daily Dram</strong>.</p>
<p>Nummer 7<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_214431.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1634" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_214431-150x150.jpg" alt="Glenlossie" width="150" height="150"></a>Auch hier ist die allererste Nase eher unangenehm, noch weniger Frucht und mehr LÃ¶sungsmittel. Aber auch hier Ã¤ndert sich der Charakter im Glas deutlich zum Positiven. Mit ein wenig Luft kommen deutliche Pfirsich- und Kokosnote durch, spÃ¤ter dann Johannis- und Stachelbeeren. Dazu kommen Noten, die an Hefeteig und Brot erinnern. Der Geschmack ist sehr cremig und dabei recht ungewÃ¶hnlich, denn hier kommen erst die Fruchtnoten und dann dahinter wuchtig der Whisky. Insgesamt passiert hier einiges im Mund. Die AuflÃ¶sung ist ein <strong>Glenlossie &#8222;46.25&#8220;, 21y.o., 46,5% der Scotch Malt Whisky Society</strong>, die hier unter vielen guten AbfÃ¼llungen einen absoluten Volltreffer im Programm hat. BombenabfÃ¼llung und mein Tagessieger.</p>
<p>Nummer 8<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_215544.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1635" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_215544-150x150.jpg" alt="Jim Beam" width="150" height="150"></a>Was wir nun im Glas haben, erinnert mich auf Anhieb an den Glenmorangie Signet, bei dem man versucht hat, Ã¼ber spezielles Malz extreme Noten rauszukitzeln. Vor allem sind das Kaffee und Schokolade und genau das findet sich auch hier sehr dominant wieder. Dazu kommen Marzipan und SchwarzwÃ¤lder Kirsch. Der Geschmack ist extrem, viel Holz, sÃ¼ÃŸe Kirschen oder Kirschpralinen. Das ist sehr eigenwillig und erst mal gar nicht so Ã¼bel. Allerdings kommen mit jedem Schluck die Holznoten deutlicher raus, was ich als zunehmend unangenehm empfinde. Beim Raten sind wir alle vÃ¶llig blank, niemand kommt auch nur in die NÃ¤he der AuflÃ¶sung. Die ist allerdings auch gar nicht so einfach, denn es handelt sich um etwas sehr ungewÃ¶hnliches, was es in dieser Form bislang nicht gegeben hat: einen Bourbon aus dem Sherryfass von <strong>Jim Beam</strong>. Die gesetzlichen Vorgaben fÃ¼r Bourbon in den USA sind sehr streng. Bourbon ist nur, was in neuen FÃ¤ssern aus amerikanischer WeiÃŸeiche gelagert wurde. Allerdings mÃ¶chte man nun auch hier experimentieren und verzichtet lieber auf die Bezeichnung Bourbon. Interessanter Ansatz, da kÃ¶nnten noch gute Sachen bei rauskommen. FÃ¼r diesen hier wÃ¼rde ich allerdings keine 300 â‚¬ hinlegen.</p>
<p>Nummer 9<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_222816.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1636" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_222816-150x150.jpg" alt="Talisker" width="150" height="150"></a>Hier haben wir wieder ein wenig Klebstoff, dann eine Kombination aus Frucht, etwas Torf und Salz, in der Nase wie auch im Mund. &#8222;Hummer auf dem Grill&#8220; ist laut Pit die dominante Note, an der man diese Distillerie auch erkennen kann, weil es die typische Note ist. Das war mir bislang nicht bewusst und ich tue mich auch schwer, das rauszuschmecken. Hier handelt es sich um einen <strong>Talisker Cask Strength Limited Edition, OA, Distilled in 1982, 20 y.o., 58,8%</strong>, was ich nicht erraten habe. Ich finde diese AbfÃ¼llung nicht Ã¼bel, allerdings ist sie mir ein bisserl zu ruppig. Es mag daran liegen, dass viele andere Whiskys an diesem Abend deutlich eleganter und runder waren, jedenfalls komme ich mit diesem Talisker nicht richtig klar (obwohl ich die Destille eigentlich mag). Mein Verlierer des Tages.</p>
<p>Nummer 10<br />
<a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_223836.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1637" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/06/20150521_223836-150x150.jpg" alt="Bowmore" width="150" height="150"></a>Das gleicht sich allerdings sofort wieder aus. Kaffeenoten, Brombeeren, deutlich Torf, Cassis und ein Hauch Flieder. Hier weiÃŸ ich (zum einzigen Mal an diesem Abend), was ich im Glas habe, dafÃ¼r aber auf Anhieb und schon allein durchs Riechen: Das ist ein Bowmore (um genau zu sein, ein&nbsp;<strong>Bowmore &#8222;The Loving Brothers&#8220; von Jumping Jack Productions aus dem Jahre 1995, 53,7%</strong>)! Der Geschmack ist voluminÃ¶s und wÃ¼rzig, mit einer ausgewogenen Kombination der bereits erwÃ¤hnten Noten und einem tollen, langen Abgang. Ganz groÃŸ und nur einen Hauch hinter dem Glenlossie! Genau wie Pits Anmerkung dazu: &#8222;Der ist so gut, wie er schmeckt!&#8220;</p>
<p>Nummer 11<br />
Die letzte Flasche des Abends wird nicht blind verkostet, hier bekommen wir die Geschichte vorweg. Pit hat vor kurzem Jim McEwan besucht, eine der letzten groÃŸen Whiskylegenden unserer Zeit und aktuell Distillery Master bei Bruichladdich. Noch, muss man leider sagen, denn McEwan wird in diesem Sommer in Rente gehen. McEwan habe ich auf meiner erstetn Whiskymesse in MÃ¼nchen kennengelernt (ohne damals den Hauch einer Ahnung zu haben, wen ich da vor mir habe) und ein halbe Stunde lang mit ihm am Stand von Bruichladdich Ã¼ber Whisky gesprochen. Er hat einen gewaltigen Anteil daran, dass ich dieses GetrÃ¤nk (und auch Bruichladdich als Destille) so lieb gewonnen habe. Das hier ist nun die letzte AbfÃ¼llung, die es von ihm geben wird. Ein <strong>Port Charlotte</strong>, der in ein paar Monaten auf den Markt kommt. Und was fÃ¼r einer! Ich hatte mit Port Charlotte bislang gern mal meine Probleme, weil die meist so derbe torfig waren, dass mir das einfach zu viel war. Dieser hingegen gibt zwar auch ordentlich Gas, Ã¼berschreitet dabei aber nicht die Grenze, die ich bei Torf habe. Stattdessen bleibt er eine schÃ¶ne, krÃ¤ftige Mischung aus Torf- und Sherrynoten. Guter Abschluss, sowohl fÃ¼r Jim wie auch fÃ¼r diesen Abend!</p>
<p>Vielen Dank an Pit, auch dieses Tasting war mal wieder ein absolutes Highlight.</p>
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