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	<title>Alltag &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>Finest Spirits MÃ¼nchen 2010</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 21:47:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie jedes Jahr im Februar war es wieder Zeit fÃ¼r das Whisky-Festival in MÃ¼nchen. Inzwischen findet das alles unter dem Namen Finest Spirits statt, da man sich nicht mehr nur auf Whisky beschrÃ¤nken, sondern sich langsam zu einer allgemeinen Spirituosen-Messe <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/alltag/finest-spirits-munchen-2010"><span class="screen-reader-text">  Finest Spirits MÃ¼nchen 2010</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Wie jedes Jahr im Februar war es wieder Zeit fÃ¼r das Whisky-Festival in MÃ¼nchen.  Inzwischen findet das alles unter dem Namen <a href="http://www.finest-spirits.com" target="_blank">Finest Spirits</a> statt, da man sich nicht mehr nur auf Whisky beschrÃ¤nken, sondern sich langsam zu einer allgemeinen Spirituosen-Messe entwickeln mÃ¶chte. Diese Entwicklung ist einerseits zu begrÃ¼ÃŸen, denn es gibt natÃ¼rlich auch auÃŸerhalb des Whiskyuniversums spannendes zu entdecken. Andererseits sollte man aber darauf achten, dass das ganze nicht zu groÃŸ und zu beliebig wird. Noch beschrÃ¤nkt man sich weitestgehend auf besonderes und ausgefallenes und das sollte meiner Meinung nach auch weiterhin so bleiben.</p>
<p><span id="more-399"></span></p>
<p>Da die RÃ¤umlichkeiten auf der Praterinsel letzten Sommer geschlossen wurden, musste man auÃŸerdem einen Ortswechsel vornehmen, was aber aufgrund der Erweiterung wohl eh nÃ¶tig gewesen wÃ¤re. Eine neue Location wurde im Neuen Forum im Deutschen Museum gefunden, das auch die Imax-Kinos beherbergt. Nicht die schlechteste Wahl, denn hier ist nicht nur ausreichend Platz (inklusive TagungsrÃ¤umen fÃ¼r die Master Classes), sondern die RÃ¤ume bieten haben auch genÃ¼gend Stil und Charme fÃ¼r die Veranstaltung. Einziges Manko ist der Restaurantbereich, denn die Handvoll kleiner Tische bietet viel zu wenig Leuten Platz zum Essen. Da war das Cateringzelt auf der Praterinsel deutlich besser geeignet und irgendwie auch einfach kultiger.</p>
<p>Ach ja, die beiden Ã¤lteren Damen an der Garderobe waren mit dem Besucherandrang wohl auch etwas Ã¼berfordert. Jedenfalls hat es durchaus Sinn gemacht, sich das erste GetrÃ¤nk vorher zu holen und sich damit in die Schlange zu stellen.</p>
<p>Bei uns war das kein Whisky, sondern ein Obstbrand. Die Brennerei <a href="http://www.brennerei-ziegler.de" target="_blank"><strong>Ziegler</strong></a> hatte ihre Stand gÃ¼nstigerweise ganz vorne und einer der Gutscheine war fÃ¼r eben diesen Stand. Also kurz das Sortiment gescannt und ein ErÃ¶ffnungsglÃ¤schen geholt. Bei mir war das ein <strong>Alter Apfel</strong>, im Holzfass gereift. Die anderen hatten Alte Zwetschge und Williams. Allen war ein ausgesprochen feiner und intensiver Geruch gemein und ein ebensolcher Geschmack. Keine SchÃ¤rfe, intensives Obst &#8211; groÃŸe Klasse. Durch die Fasslagerung hat vor allem der Alte Apfel noch ein gutes StÃ¼ck gewonnen. Kann man auf alle FÃ¤lle empfehlen.</p>
<p>Beim Weiterschlendern kamen wir direkt am <a href="http://www.classic-malts.de" target="_blank"><strong>Talisker</strong></a>-Stand vorbei. Und da auch die einen Gutschein auf der Eintrittskarte hatten, haben wir hier den Einstieg in den Whisky gestartet. Bei mir war das der <strong>Talisker 57Â° North</strong>, der seinen Namen deswegen trÃ¤gt, weil er auf genau 57% verdÃ¼nnt wurde. Laut Talisker der ideale Alkoholgehalt fÃ¼r diesen Whisky und damit liegen sie nicht mal verkehrt. Zwar ist der Geschmack nicht besonders langanhaltend, aber er explodiert dafÃ¼r fÃ¶rmlich im Mund und fÃ¼llt sofort alles aus. Eigentlich stehe ich ja eher auf eine langsame Geschmacksentwicklung, aber hier finde ich das gar nicht mal schlecht.</p>
<p>Von dort aus haben wir den Stand von <a href="http://www.munich-spirits.de" target="_blank"><strong>Munich Spirits</strong></a> schon gesehen und natÃ¼rlich gleich auf ein Hallo vorbeigeschaut. Das hat sich auch sofort ausgezahlt, denn die Jungs hatten noch Freikarten fÃ¼r die nÃ¤chste Master Class Ã¼brig, die wir natÃ¼rlich nicht abgelehnt haben. Also hoch in die TagungsrÃ¤ume, wo ein paar Minuten spÃ¤ter die <strong><a href="http://www.makersmark.com" target="_blank">Maker&#8217;s Mark</a> Master Class</strong> begonnen hat. Eine Dreiviertelstunde lang wurden wir mit Informationen Ã¼ber Bourbon im Allgemeinen und Maker&#8217;s Mark im Speziellen gefÃ¼ttert (in ziemlich hohem Tempo). Dazu gab es den Whisky in seinen verschiedenen Altersstufen, um den Entwicklungsprozess nicht nur zu hÃ¶ren, sondern auch zu schmecken. Sehr schÃ¶ne Idee und gut umgesetzt, wenn aufgrund der begrenzten Zeit vielleicht auch etwas hektisch. Der erste Schritt war der &#8222;White Dog&#8220;, der New Make von Maker&#8217;s Mark. Ich hab schon den New Make von Kilchoman und Laphroaig getrunken und dieser hier hat sich nicht grundlegend unterschieden. Klar, sÃ¼ÃŸ, schnapsig und fruchtig, eher wie ein Obstbrand denn ein Whisky. In dem Stadium wÃ¼rde ich keinen Whisky erkennen oder auch unterscheiden kÃ¶nnen. Der nÃ¤chste war der einjÃ¤hrige, durch die neuen EichenfÃ¤sser und die Lagertemperaturen schon deutlich gefÃ¤rbt und auch geschmacklich schon klar als Whisky zu erkennen, wenn auch eben als recht unreifer Geselle. Weiter ging es mit dem zweijÃ¤hrigen, der schon einen recht typischen Bourbongeschmack hat. Mit den dreien im direkten Vergleich konnte man die geschmackliche Entwicklung wirklich sehr schÃ¶n nachvollziehen. Dann natÃ¼rlich quasi der HÃ¶hepunkt &#8211; der vierjÃ¤hrige Maker&#8217;s Mark (und damit der einzige, den es tatsÃ¤chlich im Handel gibt). NatÃ¼rlich wurde der Ã¼ber alles gepriesen, aber ich muss zugeben, dass das wirklich ein ziemlich ordentlicher Bourbon ist. Da kein Roggen verwendet wird, fehlen sÃ¤mtliche bitteren Noten und es gibt eine sehr schÃ¶n ausgewogene SÃ¼ÃŸe mit den bourbontypischen Vanillenoten. Kann man durchaus trinken. Um zu zeigen, dass Bourbon im Gegensatz zu den europÃ¤ischen Whiskies nicht zu lange lagern darf, wurde als nÃ¤chstes ein Ã¼beralterter Maker&#8217;s Mark ausgeschenkt (wie alt genau, weiÃŸ ich nicht mehr, aber viel Ã¤lter war er nicht). Beeindruckend, denn der hat nicht nur furchtbar nach Nagellackentferner und Klebstoff gerochen, sondern auch ziemlich ekelhaft geschmeckt. Bitter und holzig, untrinkbar. In neuen FÃ¤ssern reift Whisky eben sehr sehr schnell. Zum Vergleich wurden noch die StandardabfÃ¼llungen von Four Roses und Jack Daniels ausgeschenkt, die zwar durchaus trinkbar sind, aber gegen den Maker&#8217;s Mark in der Tat verlieren. Aber die sind natÃ¼rlich auch fÃ¼r den Massenmarkt und beide Distilleries bieten durchaus andere AbfÃ¼llungen, die da eher konkurrenzfÃ¤hig sind.<br />
Alles in allem aber schon eine recht interessante Veranstaltung, die sich auf alle FÃ¤lle gelohnt hat.</p>
<p>Eigentlich wollten wir jetzt eine Essenspause einlegen, denn langsam haben wir den Alkohol durchaus gespÃ¼rt, aber auf dem Weg dahin haben wir dann doch noch einen kleinen Halt bei <a href="http://www.whiskyfair.de" target="_blank">The Whisky Fair</a> gemacht. SchÃ¶ne Auswahl, ich hab ich fÃ¼r einen 41jÃ¤hrigen <strong>Longmorn</strong> von 1968 in FaÃŸstÃ¤rke entschieden, der ausgesprochen lecker war. Fette SherrysÃ¼ÃŸe, schÃ¶ner Schmelz. In der Beschreibung von Whisky Fair heiÃŸt es vÃ¶llig zu Recht &#8222;Erspart jedes Dessert.&#8220;</p>
<p>Jetzt war aber wirklich Essen fÃ¤llig. Nach kurzem Warten konnten wir einen Tisch ergattern und uns die MÃ¤gen mit Schnitzel bzw. Eintopf fÃ¼llen. Nicht Ã¼bel, auch wenn der an Irish Stew angelehnte Eintopf mit Puten- statt Lammfleisch nicht gerade eine Geschmacksexplosion war. Untermalt wurde das ganze von einer Dame, die zur Akustikgitarre gesungen hat. Aber jetzt bitte nicht an Nicole und Ein bisschen Frieden denken, sondern an eine RÃ¶ckrÃ¶hre, die ihre leicht soulig angehauchten Nummern richtig gut rÃ¼bergebracht hat. Trotzdem ein sehr undankbarer Job, da die Leute aufgrund der Tischaufstellung und des Essens kaum Aufmerksamkeit schenken konnten. Deswegen gibt es von mir noch mehr Respekt fÃ¼r die Darbietung.</p>
<p>Tja, der erste Whisky nach dem Essen, das alte Thema. Also besser mal was nehmen, was sich auch durchsetzen kann. Das war doch die Gelegenheit, bei <a href="http://www.ardbeg.com" target="_blank"><strong>Ardbeg</strong></a> vorbeizuschauen und dort den <strong>Rollercoaster</strong> zu probieren, die JubilÃ¤umsabfÃ¼llung zur WiedererÃ¶ffnung vor 10 Jahren. Als Mitglieder des Ardbeg Committee hÃ¤tten wir den eh umsonst bekommen. HÃ¤tte ich die entsprechende E-Mail ausgedruckt. Naja, hab ich ihn halt gezahlt. Der Rollercoaster macht seinem Namen alle Ehre, denn er ist ein wilder Geselle. Mit Torf und Rauch lÃ¤sst er die Muskeln spielen und liegt damit ganz auf der Linie der neuen Ardbegs, die aus allen Rohren feuern statt mit Eleganz glÃ¤nzen wie die alten. Ein bisschen schade ist das schon, auch wenn ich auch mit dieser Ausrichtung generell schon was anfangen kann. Naja, er ist ja auch noch jung. Warten wir mal ab, wie sich das sie nÃ¤chsten Jahre so entwickelt.</p>
<p>Auf diese Torfattacke brauchte es dringend einen Kontrast. Am besten gar keinen Whisky. Da kam es mir doch sehr gelegen, dass ich im Untergeschoss den Stand von<strong> <a href="http://www.bluegin.cc" target="_blank">Blue Gin</a></strong> entdeckt hab. Ãœber den hatte ich schon gelesen und da ich Gin generell recht spannend finde, was das genau das richtige Ziel. Charmante PrÃ¤sentation mit einigen Hintergrundinfos von den beiden Ã–sterreichern am Stand, wÃ¤hrend ich mir den Gin schmecken lieÃŸ. Das tut er nÃ¤mlich durchaus. Der Geruch ist typisch, der Geschmack wÃ¼rzig und auf alle FÃ¤lle auch pur sehr gut genieÃŸbar. Gar kein Vergleich zum billigen Gin aus dem Supermarkt, den man nur mit Tonicwater runterbekommt. Hat mir gut gefallen.</p>
<p>Nun war es aber an der Zeit, wieder zu <strong><a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank"><strong>Munich Spirits</strong></a></strong> zurÃ¼ckzukehren und die dortige Auswahl genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie immer hÃ¤tte man allein an dem Stand schon die ganze Messe verbringen kÃ¶nnen, die Auswahl war natÃ¼rlich wieder vom feinsten. NatÃ¼rlich bin ich zielstrebig auf die ausgefallenen Sachen gegangen.<br />
Als erstes einen <strong>NORTH PORT DL OMC 36 y, 1966 &#8211; 2002, 6 months Sherry Cask, 50%</strong>, der schon mal richtig verblÃ¼ffen konnte. Ich kann gar nicht sagen, wonach der gerochen und geschmeckt hat. Aber ich hab definitiv noch keinen vergleichbaren Whisky getrunken. Sehr abgefahren, hÃ¤tte ich gerne hier im Regal stehen. Wenigstens hat es mich beruhigt, dass Pit mit der Beschreibung genauso Ã¼berfordert war wie ich.<br />
Weiter ging es mit dem <strong> ARDBEG C.V. 1966-1996 Oloroso, ClubabfÃ¼llung &#8222;King of Peat&#8220; &#8211; Fassprobe (noch am Reifen)</strong>. Der entscheidende Satz steht in der Klammer. Dieser Whisky ist noch nicht fertig und deswegen noch etwas unausgereift. Torf und Sherry stehen noch nebeneinander und sind noch nicht harmonisch vereint. Trotzdem nicht uninteressant und auf alle FÃ¤lle vielversprechend. Wie meinte Tim so schÃ¶n, &#8222;Schmeckt wie ein groÃŸes Tier, dass man auspresst bis nichts mehr drin ist.&#8220;<br />
Wie Ã¼blich sollte zum Schluss dann noch der beste Tropfen folgen, und das war in meinem Fall ein <strong>TALISKER BB&amp;R, 1972 &#8211; 1999, Dark Single Sherry Cask 1102, 42,5%</strong>, und der war in der Tat WOW! Vielschichtig, komplex, die SherrysÃ¼ÃŸe perfekt integriert &#8211; einfach ein richtig geiler Tropfen! Der klare HÃ¶hepunkt, ohne wenn und aber.</p>
<p>Es folgte nur nochmal Schlangestehen an der Garderobe (ein GlÃ¼ck fÃ¼r den Stand einer schottischen Brauerei direkt an der Schlange, der nochmal richtig gut Umsatz gemacht hat) und dann war auch genug fÃ¼r diesen Tag.</p>
<p>SchÃ¶ne Sache, hat sich auf alle FÃ¤lle gelohnt!</p>
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		<title>Zweites Whiskytasting von Munich Spirits in MÃ¼nchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 May 2007 15:07:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Jungs von Munich Spirits haben wir auf dem letzten Whiskyfestival in MÃ¼nchen kennen gelernt und uns in deren Newsletter eingetragen. DarÃ¼ber haben wir von den beiden Tastings erfahren, die seit dem Festival veranstaltet wurden und die beide ein ziemlich <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/alltag/zweites-whiskytasting-von-munich-spirits-in-munchen"><span class="screen-reader-text">  Zweites Whiskytasting von Munich Spirits in MÃ¼nchen</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm">Die Jungs von <a title="Munich Spirits" href="http://www.munich-spirits.de" target="_blank">Munich Spirits</a> haben wir auf dem letzten Whiskyfestival in MÃ¼nchen kennen gelernt und uns in deren Newsletter eingetragen. DarÃ¼ber haben wir von den beiden Tastings erfahren, die seit dem Festival veranstaltet wurden und die beide ein ziemlich interessantes Programm hatten. Am ersten konnten wir aus TermingrÃ¼nden leider nicht teilnehmen, aber beim zweiten mit dem Thema &#8222;Great drams from different places&#8220; hat es jetzt geklappt. Um es gleich vorweg zu nehmen, es war ein sehr gelungener Abend mit interessanten Whiskies und GesprÃ¤chen, netten Leuten und einer insgesamt sehr angenehmen AtmosphÃ¤re. Es wurde viel gelacht, fachgesimpelt und natÃ¼rlich auch getrunken und ich denke mal, dass keiner der 18 Beteiligten unzufrieden nach Hause gegangen ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span id="more-85"></span>Der einzigste kleine Kritikpunkt war vielleicht der Veranstaltungsort, denn das Siemens Sportheim am Ostbahnhof hat jetzt nicht unbedingt das stimmungsvollste Ambiente, wird aber wohl auch nicht die endgÃ¼ltige LÃ¶sung fÃ¼r die Tastings sein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Nun aber zu den Whiskies:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>1. Oban, OB Distillers Edition 1992-2006, finished in Montilla Fino Sherry, 43%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Zum Anfang was einfaches zum Einsteigen. Wir haben ja noch einiges vor uns. Mit dem normalen Oban kann ich nicht besonders viel anfangen, weil der fÃ¼r mich sehr einfach, schnapsig und unspektakulÃ¤r schmeckt. Dieser hier profitiert aber deutlich vom Sherry Fass und weiÃŸ dadurch auf alle FÃ¤lle mehr zu Ã¼berzeugen als sein einfacher Bruder. Ein sehr schÃ¶ner, ehrlicher, einfacher Whisky mit einer deutlichen Honignote. Andere hatten noch die Assoziation von weiÃŸen Traubenschalen, bei der ich mir aber nicht so sicher war, ob ich sie wirklich geschmeckt oder nur unterstellt habe.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Mit den folgenden Whiskies konnte der Oban natÃ¼rlich nicht mithalten, dafÃ¼r war er zu unspektukÃ¤r. Aber man tut ihm auch ein bisschen unrecht, ihn mit den anderen zu vergleichen, weil er einfach in eine ganz andere Kategorie fÃ¤llt (natÃ¼rlich auch preislich). Aus meiner Sicht ein schÃ¶ner Einstieg.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>2. Argyll Malt, for The Vintage House by Douglas Laing, July 1997 &#8211; April 2006, Cask 2533 (Bourbon), 296 Fl,. 58,8%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Hinter dem Argyll verbirgt sich eigentlich ein Hazelburn, der aber aus rechtlichen GrÃ¼nden nicht so heiÃŸen darf. ErfahrungsgemÃ¤ÃŸ nicht so ganz mein Ding und auch dieser hier macht da keine Ausnahme. Sowohl im Geruch wie auch im Geschmack steht hier eine Salznote im Vordergrund, die mich einfach nicht so anspricht. Kein schlechter Whisky, aber einfach nicht meine Welt. Dazu kommt in dem Fall noch sein junges Alter, das einfach an Tiefe vermissen lÃ¤sst und der Salznote noch eine SchÃ¤rfe hinzufÃ¼gt (die sich Ã¼brigens mit ein paar Tropfen Wasser noch mal deutlich verstÃ¤rkt). Nicht meins, fÃ¼r mich persÃ¶nlich der schwÃ¤chste Vertreter des Abends.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>3. Aberfeldy, &#8222;The Cross Hill&#8220;, 1975-2006, Bourbon Cask, 146 Fl., 56,2%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Eine ganz andere Kategorie dann der nÃ¤chste Whisky des Abends. 31 Jahre alt, sanft und komplex, mit einer deutlichen Beerennote &#8211; grÃ¶ÃŸer kann der Kontrast eigentlich kaum sein. FÃ¼r die meisten Anwesenden war hier auch schon der Gewinner des Abends am Tisch. Mich hat er allerdings nicht ganz so Ã¼berzeugt. Ich war zwar hin und weg vom Geruch, der Geschmack hat mich aber nicht ganz so gefesselt. Schon gut, aber halt kein Ãœberflieger. Ein Fehler vielleicht auch, dass ich ihn dann noch mit ein wenig Wasser probiert hab, denn damit hat er einiges an Geschmack verloren und dafÃ¼r eine SchÃ¤rfe bekommen, die er pur trotz seiner StÃ¤rke nicht hatte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>4. Lagavulin, Moon Import &#8222;Horae Solaris&#8220;, 1988-1998, 1300 Fl., 50%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Als groÃŸer Lagavulin-Fan war ich auf den sehr gespannt, vor allem weil er als komplett anders angekÃ¼ndigt war als die anderen Whiskies aus dieser Distillery. Unter anderem hat die Beschreibung &#8222;an Autan-MÃ¼ckenspray erinnernd&#8220; im Vorfeld schon fÃ¼r einige Belustigung gesorgt. Anders war er dann auch tatsÃ¤chlich, vor allem ungewÃ¶hnlich leicht, allerdings trotzdem als Lagavulin erkennbar (auch wenn er mich ziemlich an jungen Laphraoig erinnert hat &#8211; eine EinschÃ¤tzung, mit der ich aber eher allein dastand). Pit hat es ganz schÃ¶n beschrieben, die typische Note in einem Lagavulin erinnert an Schwarztee, den man zu lange ziehen gelassen hat. Das war auch in diesem hier zu finden, aber zusammen mit einer sehr frischen und zitrusÃ¤hnlichen SchÃ¤rfe. Autan hab ich nicht herausgerochen &#8211; zuerst. Nachdem ich allerdings mein Glas mit Wasser ausgespÃ¼lt hatte und dann noch mal daran gerochen hab, konnte ich die Assoziation schon nachvollziehen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Sicher nicht der beste Lagavulin, den ich getrunken hab, aber in der Tat nicht uninteressant.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Jetzt war Pause und Zeit fÃ¼r einen kleinen Imbiss in Form von Wurst- und KÃ¤seplatten, bevor es an die schweren GeschÃ¼tze ging.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>5. Old Kentucky, Amber Bourbon, 10 y.o., 45%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Die ErÃ¶ffnung nach dem Essen ist keine leichte Aufgabe und der Whisky hat es besonders schwer. Vor allem, wenn es sich um einen Boubon handelt, der damit generell schon mal vÃ¶llig aus der Reihe fÃ¤llt. Demzufolge hatte der Old Kentucky dann auch ein Ã¤hnliches (aber grÃ¶ÃŸeres) Problem wie der Oban. Unter Seinesgleichen wÃ¤re er wohl recht weit oben gekommen, aber in diesem Feld konnte er nur verlieren, was er in der Abschlusswertung dann auch sehr deutlich tat. Zu Unrecht meiner Meinung nach, da er fÃ¼r einen Bourbon schon recht auÃŸergewÃ¶hnlich war. NatÃ¼rlich standen auch hier Vanille und Lakritz klar im Vordergrund und durch die (fÃ¼r einen Bourbon ziemlich langen) 10 Jahre kam auch das Holz sehr deutlich raus. Insgesamt aber trotzdem relativ vielschichtig. Kann man an einem heiÃŸen Sommerabend schon gut trinken.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>6. Caperdonich, Douglas Laing Platinum Selection, 1973-2006, Rum Finish, 49,2%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">ZurÃ¼ck zum Malt. Und was fÃ¼r einer. Intensiver, wuchtiger Geruch nach in Rum eingelegten FrÃ¼chten. Der erste Schluck ziemlich frisch, wandelt sich dann aber im Mund komplett zu einem warmen, fruchtigen Abgang. Ziemlich komplex, was man bei dem Alter ja auch erwarten darf. Auch wenn die meisten das anders gesehen haben, lag der Caperdonich fÃ¼r mich klar vor dem Aberfeldy. Wunderbare Entwicklung, schÃ¶n vielschichtig, auch wÃ¤rmer tiefer. Bis zu dem Zeitpunkt mein klarer HÃ¶hepunkt. Aber es sollten ja noch 2 Whiskies kommen. Und was fÃ¼r welche.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>7. Port Ellen, &#8222;The Whisky Fair&#8220;, Douglas Laing Platinum Shape, 1983-2007, 150 Fl. 56,7%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Um es gleich vorwegzunehmen: der Wahnsinn! Alles, was wir an diesem Abend getrunken haben, war mindestens gut. Aber dieser Port Ellen ist genau das, was die Faszination am Single Malt fÃ¼r mich ausmacht. Unheimlich komplex und vielschichtig. Diesen Whisky kann man jahrelang trinken und entdeckt jedes mal noch was neues darin. NatÃ¼rlich ein typischer Islay-Whisky mit viel Torf, etwas SÃ¼ÃŸe darunter, und einem wuchtigen, schweren Geschmack. Aber eben mit unheimlich vielen Facetten vom Geruch Ã¼ber den ersten Geschmack auf der Zunge bis zum Abgang und Nachgeschmack, den man noch nach Minuten im Mund hat. Interessant auch, dass man trotz 56% Alkohol nie auf die Idee kommt, dass man da Wasser zugeben mÃ¼sste (oder nur sollte). Schon pur absolut perfekt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Insgesamt kam er erst auf dem dritten Platz, fÃ¼r mich war das die klare und unumstrittene Nummer 1. GroÃŸartig.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>8. Ardbeg, Douglas Laing OMC, 1975-2002, Sherry Cask, 342 Fl., 50%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Zum Schluss dann noch was ganz besonderes, was es in der Form kaum mehr gibt (und was sich dann auch in einem Flaschenpreis von knapp 500â‚¬ niederschlÃ¤gt): ein alter Ardbeg aus dem Sherry-Fass. Schon die extrem dunkle Farbe kÃ¼ndigt einiges an. Der Geschmack ist mit seiner wuchtigen, Ã¶ligen, torfigen Schwere ein typischer Ardbeg, der einem voll in die Magengrube treten wÃ¼rde, wenn da nicht diese schokoladenÃ¤hnliche SÃ¼ÃŸe mit drin wÃ¤re, die ihn zu etwas ganz besonderem macht. Sehr genialer Malt fÃ¼r besondere Stunden (in denen man sich schon Zeit fÃ¼r ihn nehmen sollte), der sich bei mir locker auf den ersten Platz gehievt hÃ¤tte, wÃ¤re da nicht schon der Port Ellen gewesen, der hier die Nase doch vorne hatte. Auf alle FÃ¤lle ein wÃ¼rdiger Abschluss.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Danach gab es noch gemÃ¼tliches Beisammensein, in dessen Zuge noch die eine oder andere mitgebrachte Flasche angetestet wurde (und bei dem mir deutlich klar wurde, dass mein bescheidener Bestand den Namen &#8222;Sammlung&#8220; nicht ansatzweise verdient).</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Fazit: Ein sehr gelungener Abend mit groÃŸen Whiskies. Als Wermutstropfen bleibt, dass beinahe alle verkÃ¶stigten AbfÃ¼llungen entweder gar nicht mehr oder nur schwer und zu hohen Preisen erhÃ¤ltlich sind. SchÃ¶n, sie trotzdem mal getrunken zu haben.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Ich freu mich schon aufs nÃ¤chste Mal!</p>
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		<title>Interwhisky 2007 MÃ¼nchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Mar 2007 23:56:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem sich die Veranstalter des Whisky-Festivals in MÃ¼nchen letztes Jahr Ã¼berworfen haben, hat einer der beiden nun zusammen mit der Interwhisky eine Nachfolgemesse auf die Beine gestellt. Das haben wir uns natÃ¼rlich nicht nehmen lassen. Von der Praterinsel ist man <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/alltag/interwhisky-2007-munchen"><span class="screen-reader-text">  Interwhisky 2007 MÃ¼nchen</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem sich die Veranstalter des Whisky-Festivals in MÃ¼nchen letztes Jahr Ã¼berworfen haben, hat einer der beiden nun zusammen mit der Interwhisky eine Nachfolgemesse auf die Beine gestellt. Das haben wir uns natÃ¼rlich nicht nehmen lassen.</p>
<p><span id="more-84"></span>Von der Praterinsel ist man in die TagungsrÃ¤ume des Arabella Sheraton Grand Hotel umgezogen. Das ist zwar einerseits nicht mehr ganz so kultig wie die KellergewÃ¶lbe, bietet andererseits aber deutlich mehr Platz, was die ganze Veranstaltung etwas entspannter macht. Dazu trÃ¤gt auch das Rauchverbot bei, das mit Ausnahme der beiden Zigarren-Lounges Ã¼berall gilt. Was uns weniger gefÃ¤llt ist das Catering. Statt deftigem Essen auf BierbÃ¤nken gibt es vor allem trendige Wraps und Baguettes, die weder stilistisch so recht passen, noch eine vernÃ¼nftige Grundlage im Magen schaffen. DafÃ¼r wird man diesmal im Hauptraum mit dezenter Livemusik unterhalten, was wiederum ganz schÃ¶n ist.</p>
<p>Wir hatten auch ein wenig den Eindruck, dass der Wechsel zur Interwhisky ein wenig auf die Kosten der kleinen und ausgefallenen Aussteller gegangen ist. Das ist natÃ¼rlich schade, denn gerade wegen denen ist man ja da. Glenfiddich bekommt man auch in jeder Bar. Es gab aber immer noch ein paar Sachen zu entdecken und vielleicht Ã¤ndert sich das ja auch wieder, wenn die Messe sich mal in MÃ¼nchen etabliert hat.</p>
<p>Statt mit Bargeld zahlt man diesmal Ã¼brigens alles mit Wertmarken, die man zum StÃ¼ckpreis von 1 â‚¬ eintauschen kann. Da das in beide Richtungen geht und man auch einzelne tauschen kann, ist das keine schlechte Regelung, die den Ablauf an den den StÃ¤nden schon merklich vereinfacht.</p>
<p>Nun also zum Whisky:</p>
<p>Wir verschaffen uns erst mal ein wenig Ãœberblick und suchen dann nach einem einfachen Whisky um die Geschmacksnerven einzustimmen. Die Wahl fÃ¤llt auf einen zehnjÃ¤hrigen <strong>Aberlour</strong><span>, der zu diesem Zweck genau richtig ist. Das findet auch der Mann aus der Distille, der unser Anliegen mit einem &#8222;You won&#8217;t find a better start than this one in this whole area.&#8220; kommentiert. SchÃ¶ner, einfacher Whisky ohne Ecken und Kanten.</span></p>
<p><span>Ich bin eigentlich mit dem Vorsatz auf die Messe gegangen, mich diesmal mit dem Thema Grain Whisky auseinanderzusetzen, aber der ist diesmal gar nicht vertreten. Immerhin gibt es einen Stand mit Bourbon und die haben mit dem <strong>Wild Turkey Rye 8 years</strong> immerhin einen Bourbon mit einem 56% Roggenanteil im Sortiment. Also versuch ich es damit. Allerdings finde ich damit auch schon die klare EnttÃ¤uschung des Festivals (glÃ¼cklicherweise die einzige). Guter Bourbon ist meiner Meinung nach schon eine nette Alternative zu Scotch, vor allem, wenn es heiÃŸ ist. Aber der hier schmeckt einfach nur ordinÃ¤r. Vielleicht mit Cola, aber so brauch ich den nicht.</span></p>
<p>An dem Punkt teilen wir uns erst mal auf und versuchen verschiedene Sachen. Petra und ich gehen zum <strong>Connemara</strong>-Stand. Generell hab ich es ja nicht so mit den Iren, aber Connemara ist der einzige Irische Whiskey, der getorft ist und damit mal nicht ganz uninteressant. Und tatsÃ¤chlich weiÃŸ schon der Standard peatet single malt durchaus mal zu gefallen. Sehr frisch und spritzig, mit einer angenehm leichten SchÃ¤rfe und einem Ã¼berraschend langen Abgang. Sehr gute Wahl, der kommt mal sicher auf die Einkaufsliste. Wir probieren noch den ZwÃ¶lfjÃ¤hrigen und den cask strenght (ohne dafÃ¼r zahlen zu mÃ¼ssen) und fachsimpeln dann noch einige Zeit mit der Frau hinterm Tresen.</p>
<p>Bald sollen noch ein paar Bekannte zu uns stoÃŸen und so gÃ¶nnen wir uns ein kleines PÃ¤uschen und werfen uns auf dem Balkon einen kleinen Snack ein, wÃ¤hrend wir auf die VerstÃ¤rkung warten.</p>
<p>Auf dem Weg zurÃ¼ck in die Halle kommen wir als erstes am Hart Brothers Stand vorbei, einem der kleineren unabhÃ¤ngigen AbfÃ¼ller. Die bieten unter anderem den offiziellen Messewhisky (einen Bowmore) und andere in mehreren Tastings gewÃ¤hlte Sorten an. SchlieÃŸlich entscheiden wir uns fÃ¼r eine elfjÃ¤hringe <strong>Clynelish</strong>-AbfÃ¼llung und sind ziemlich begeistert. FÃ¼r einen recht jungen Whisky hat der erstaunlich viel Charakter. Wie wir erfahren, hat diese AbfÃ¼llung in FaÃŸstÃ¤rke sowohl die Experten- wie auch die Laienabstimmungen mit einem irre hohen Wert gewonnen. Da kÃ¶nnen wir uns nur anschlieÃŸen. Einer der absoluten HÃ¶hepunkte des Tages.</p>
<p>Ich mach mich dann auf zum <strong>Talisker</strong>-Stand, um nach der Distiller&#8217;s Edition zu fragen, Ã¼ber die ich im Vorfeld schon gelesen hatte. Die gibt es dann auch und auch die weiÃŸ &#8211; wie eigentlich schon erwartet &#8211; durchaus zu Ã¼berzeugen. Sehr krÃ¤ftig und intensiv, aber ohne den starken Rauch- und Torfgehalt der anderen Insel-Whiskies. Aus dem lÃ¤ngeren GesprÃ¤ch mit dem Vertriebler bekomme ich auch noch zum Vergleich eine neue <strong>Caol Ila</strong> AbfÃ¼llun. Der Distillery-Master von Caol Ila hat vor 2 Jahren aus einer Idee heraus einen achtjÃ¤hringen ungetorften Caol Ila ausprobiert. Der war so erfolgreich, dass es im Nachfolgejahr noch eine zweite Auflage gab (den hatte ich) und da auch die schon fast wieder weg ist, wird er nun fest ins Programm aufgenommen. Sehr interessanter Whisky. Nicht nur extrem untypisch fÃ¼r einen Islay (da er ja nicht getorft ist), sondern auch ziemlich untypisch fÃ¼r einen so jungen Whisky, da sehr sanft und trotzdem ziemlich intensiv im Geschmack. Die erste groÃŸe Ãœberraschung der Messe.</p>
<p>Von einem jungen komme ich dann zum nÃ¤chsten. Ein paar Meter weiter ist ein Stand von Munich Spirits, die zur Slowdrink-Gemeinschaft gehÃ¶ren. Die wiederum hÃ¤ngen mit Slowfood zusammen, fÃ¼r die ich ja bekanntermaÃŸen einige Sympathien hege. Dort treffe ich dann auch ein paar Leute wieder, die ich am Connemara-Stand kennengelernt habe, und die drÃ¼cken mir gleich eine der Besonderheiten des Stands aufs Auge. Ein fÃ¼nfjÃ¤hrige <strong>Tomatin</strong>-AbfÃ¼llung. Jetzt bin ich wirklich baff. Was ich hier trinke, widerspricht allen Erwartungen, die ich an einen dermaÃŸen jungen Whisky habe. Unglaublich mild, rund und weich. Alle am Stand sind der gleichen Meinung &#8211; hier hat man wirklich etwas sehr sehr besonderes gefunden. Aus der folgenden Fachsimpelei ergibt sich dann unter anderem noch eine VerkÃ¶stigung von Whisky-Balsamico, um zum Thema seltsam noch einen draufzusetzen.</p>
<p>Angeheizt durch die Debatten suche ich weiter nach ausgefallenen Sorten. Ich gehe zum ALC HEM YST-Stand (ein weiterer unabhÃ¤ngiger AbfÃ¼ller) und begutachte dessen Auswahl. Die  Entscheidung fÃ¤llt auf <strong>Springbank&#8217;s Hazelburn</strong>, der mich dann allerdings zugegebenerweise ziemlich Ã¼berfordert. Ich kann gar nicht genau beschreiben, wonach der genau geschmeckt hat (die allgemeine Meinung in unserer Gruppe ging zu gesalzenem Kandiszucker), aber das war irgendwie nicht mehr meins. Schon durchaus interessant und alles andere als langweilig. Aber andererseits auch einfach zu krass. Vielleicht sollte man den an einem anderen Tag (oder mit frischeren Geschmacksnerven) nochmal versuchen.</p>
<p>Inzwischen sind wir auch alle schon reichlich angeheitert. Meine Experimentierfreudigkeit ist auch nach dem letzten Erlebnis wieder etwas gedÃ¤mpft und deswegen entscheide ich mich als nÃ¤chstes mal wieder fÃ¼r einen einfachen Standard. <strong>Glenmorangie Burgundy Finish, 12 years. </strong>Kein Ãœberflieger, aber ein schÃ¶ner, runder Whisky. Genau das richtige im Moment.</p>
<p>Wir diskutieren die bisherigen Erlebnisse und tauschen Tipps aus. Ich versuche es nochmal bei ALC HEM YST und versuche deren <strong>Bruichladdich</strong>-AbfÃ¼llung. An sich gehÃ¶rt der Laddie zu meinen absoluten Lieblingswhiskies, aber der hier Ã¼berzeugt mich nicht so richtig. Nicht Ã¼bel, aber einfach nichts besonderes. MÃ¶glicherweise bin aber wirklich schon zu Ã¼bersÃ¤ttigt.</p>
<p>Auf den Tipp eines Kollegen teste ich noch den 91er <strong>Balvenie Port Wood Finish</strong>, der mir dann wieder ganz gut rein geht. Zwar auch keine Geschmacksexplosion, aber Ã¤hnlich wie der Glenmorangie ein guter, ehrlicher Whisky mit einem sehr stimmigen Abgang.</p>
<p>Abgang wird dann langsam auch bei uns das Thema. Die AufnahmefÃ¤higkeit ist inzwischen klar an der Grenze. Also auf zur letzten Runde und dann ab in die nÃ¤chste Wirtschaft, richtig fettes Essen einfahren. Zum Abschluss braucht es natÃ¼rlich noch mal was krasses. Also rÃ¼ber zu <strong>Ardbeg</strong> und mal nachgefragt, ob es neue Torfgranaten gibt. Gibt es. Ich probiere den Still Young, Petra den Airigh Nam Beist von 1990. Der erste entspricht den Erwartungen (Torf- und Rauchattacke, alle Rohre feuer frei), der zweite erweist sich (Ã¤hnlich wie der Uigeadail, den Ardbeg letztes Jahr heraus gebracht hat) als sehr sehr komplexer Zeitgenosse. NatÃ¼rlich auch extrem, aber nicht ganz so bissig und wild wie der Still Young, dafÃ¼r mit langem und facettenreichen Abgang. Damit ist dann auch definitiv der SchluÃŸpunkt gekommen, nach dem hÃ¤tte sich kein anderer mehr durchsetzen kÃ¶nnen.</p>
<p>Fazit: SchÃ¶n wars. Die Interwhisky ist ein wÃ¼rdiger Nachfolger fÃ¼r das Whisky Festival und ist damit auch nÃ¤chstes Jahr wieder Pflichttermin.</p>
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		<title>Zweites Whiskyfestival in MÃ¼nchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2006 09:27:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war wieder soweit &#8211; das zweite MÃ¼nchner Whiskyfestival. Letztes Jahr war das richtig gut und so waren wir voller Vorfreude. Unsere BefÃ¼rchtungen, dass es dieses Jahr noch voller werden wÃ¼rde, schienen sich am Eingang gleich mal zu bestÃ¤tigen. Eine <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/alltag/zweites-whiskyfestival-in-munchen"><span class="screen-reader-text">  Zweites Whiskyfestival in MÃ¼nchen</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war wieder soweit &#8211; das zweite MÃ¼nchner Whiskyfestival. Letztes Jahr war das richtig gut und so waren wir voller Vorfreude. Unsere BefÃ¼rchtungen, dass es dieses Jahr noch voller werden wÃ¼rde, schienen sich am Eingang gleich mal zu bestÃ¤tigen. Eine gute halbe Stunde brauchten wir fÃ¼r die Schlange am Kasse und Garderobe (beides aber wenigstens im Innenbereich). Unsere Laune ist aber trotzdem gut, die Vorfreude Ã¼berwiegt deutlich. Das Team bestand dieses Mal wie im Vorjahr aus Jan (einem Kollegen von mir), meiner Freundin Petra und mir. SpÃ¤ter kam dann noch Flo, ein Freund von mir nach.<br />
Dann sind wir endlich drin und bis auf zwei drei NadelÃ¶hre geht es eigentlich auch von der Enge her. Es gerade noch gemÃ¼tlich und noch nicht zu voll. Also los.</p>
<p><span id="more-63"></span><strong>Runde 1: Glenlivet-Stand</strong><br />
Wir beschliessen, was einfaches zum Einstieg zu nehmen und gehen erst mal zu Glenlivet direkt neben der Garderobe. Ich hab den 12jÃ¤hrigen zu Hause und mag den ziemlich gern. Ein einfacher aber solider Scotch, guter Every-Day-Whisky. Wir probieren den 15jÃ¤hrigen, der bei Petra und mir recht viel Anklang findet, Jan ist er allerdings zu Ã¶lig. Nach der Zugabe von etwas Wasser ist aber auch Jan Ã¼berzeugt. Guter Einstieg.</p>
<p><strong>Runde 2: SCOMA-Stand</strong><br />
Wir wollen uns erst mal einen Ãœberblick verschaffen, da die Messe diesmal nicht im Erdgeschoss der RÃ¤ume stattfindet, sondern im Keller. Dabei entdecken wir den SCOMA-Stand, der Versand, bei dem ich immer bestelle. Der Besitzer Dr. Settler ist absoluter Liebhaber und selber anwesend. Zur VerkÃ¶stigung stellt er eine ganze Reihe an besonderen Whiskies zur VerfÃ¼gung. Nicht unbedingt billig, aber eben was besonderes. Das lassen wir uns nicht entgehen und trinken einen 30jÃ¤hrigen Highland Park. Settler erklÃ¤rt uns, dass einige wenige Whiskies eine lange Reifung im Fass gut Ã¼berstehen und an Geschmack gewinnen statt &#8222;hÃ¶lzern&#8220; zu werden. Neben Macallan ist das eben Highland Park. Und dieser 30jÃ¤hrige ist wirklich verdammt gut. Geschmacklich klar das Highlight des Abends. Mit 100 Euro ist die Flasche auch gerade noch so bezahlbar. Mal sehen, vielleicht gÃ¶nn ich mir den mal fÃ¼r besondere Gelegenheiten.</p>
<p>SpÃ¤ter muss ich allerdings feststellen, dass der Listenpreis bei gut 480 Euro liegt. Hat er sich wohl verschaut, der gute Herr Settler. Vielleicht hÃ¤tten wir gleich eine Flasche kaufen sollen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><strong>Runde 3: Jack Daniels-Stand</strong><br />
Nach dieser Geschmacksexplosion kÃ¶nnen andere Single-Malts nur verlieren, also muss ein Kontrast her. Also geben wir mal den besseren Amerikanern eine Chance. Von Jack Daniels gibt es neben dem Standard-Produkt aus dem Supermarkt die besseren Versionen Single Barrel, Gentleman Jack und Silver Edition, die wir uns alle erklÃ¤ren lassen und dann auch probieren. Gar nicht mal Ã¼bel. Kommt natÃ¼rlich nicht an Scotch ran, aber vor allem der Gentleman Jack weiss mit seinem fruchtigen Geschmack durchaus zu gefallen. Kann man also durchaus mal als Alternative in ErwÃ¤gung ziehen.</p>
<p><strong>Pause</strong><br />
Petra und ich haben heute noch nichts richtiges gegessen und wir wollen auch nicht zu viel &#8222;Vorsprung&#8220; gewinnen, bevor Flo dann zu uns stÃ¶sst. Also rÃ¼ber ins Zelt, wo es Essen und Musik gibt. Da spielen inzwischen die Cellarfolks aus Starnberg irische Klassiker. Wir genehmigen uns eine sehr ordentliche Portion Roastbeef mit Folienkartoffel und hÃ¶ren noch ein wenig die Band an. Dann meldet sich Flo vom Eingang per Handy und wir gehen zurÃ¼ck in die MesserÃ¤ume.</p>
<p><strong>Runde 4: Macallan-Stand</strong><br />
Nun zu viert gehen wir zu Macallan. Ãœber den hab ich oft gelesen und bin ziemlich gespannt. Wir entscheiden uns fÃ¼r den 15jÃ¤hrigen. Allerdings dann auch ziemlich enttÃ¤uscht. Geschmacklich ziemlich unspektakulÃ¤r, vergleichsweise kurz und scharf, erinnert ziemlich an Glenfiddich oder auch Glenmorangie. DafÃ¼r, dass Macallan mit Abstand zu den teuersten Single Malts gehÃ¶rt, ist das klar zu wenig.</p>
<p><strong>Runde 5: nochmal Macallan-Stand</strong><br />
Alledings gibt es hier auch Highland Park und wir wollen zum Vergleich mit dem 30jÃ¤hrigen hier noch den 18jÃ¤hrigen trinken. Der entschÃ¤digt dann auch wieder fÃ¼r den Macallan. NatÃ¼rlich kann mit seinem Ã¤lteren Bruder nicht mithalten, aber ich mag den trotzdem sehr gern. Highland Park hat einfach zu seinen rauen Charakter eine ganz eigene Note, die ich sehr schÃ¤tze.</p>
<p><strong>Runde 6: Bruichladdich-Stand</strong><br />
Flo mÃ¶chte auch noch zu Jack Daniels, wir gehen derweil zu Bruichladdich. Ãœber diese kleine Islay-Distille hab ich einiges sehr sympathisches gelesen und der Besuch hier ist fÃ¼r mich der Pflichtpunkt des Abends. Der Eindruck, den ich im Netz hatte, bestÃ¤tigt sich auch am Stand. Hier ist Jim McEwan, der Production Director der Distillery mit 3 Mitarbeitern anwesend und da die 4 sich nicht auf Wasser beschrÃ¤nken, ist die Stimmung ziemlich ausgelassen. McEwan erklÃ¤rt uns aber trotzdem gern ausfÃ¼hrlich die verschiedenen JahrgÃ¤nge. Man merkt, wie seine Augen zu strahlen beginnen, wenn er von seinem Whisky redet. Dazu gibt es Witzchen und Albereien mit den anderen. Was ein SpaÃŸ. Petra muss dann auch ihre Probe gar nicht zahlen und nach der ersten Runde &#8222;Laddie&#8220; schenkt er mir dann aus seinem persÃ¶nlichen (und ziemlich vollen) Glas einen ordentlichen Schluck Glenfarcas Special Reserve 1974 ein und meint grinsend &#8222;now try this one, that&#8217;s what I prefer&#8220;. Der hat es dann auch in sich. Tougher Whiskey mit langem und sehr intensiven Nachgeschmack. Wobei ich den beiden Bruichladdichs (15 und 20 Jahre) den Vorzug geben wÃ¼rde. Nicht ganz so torfig wie die anderen Islays und auch sonst ein bisschen &#8222;feiner&#8220;, aber halt schon der typische raue Inselgeschmack.<br />
Hier hatten wir auf alle FÃ¤lle richtig viel SpaÃŸ.</p>
<p><strong>Runde 7: Hart Brothers-Stand</strong><br />
Hart Brothers ist ein unabhÃ¤ngiger AbfÃ¼ller, der eingene, spezielle AbfÃ¼llungen ausgewÃ¤hlter Sorten anbieten. Einer der Gutscheine auf der Eintrittskarte ist von denen und so lassen wir uns einfach mal Ã¼berraschen. Ich entscheide mich fÃ¼r einen 9jÃ¤hrigen Caol Ila, die anderen trinken verschiedene Highlands (deren Namen ich aber nicht mehr weiss). Der Caol Ila ist Torfattacke pur, aber sehr sehr geil, trotz seines vergleichsweise geringen Alters. Ich bin beeindruckt.</p>
<p><strong>Runde 8: Classic Malts of Scottland</strong><br />
Die anderen wollen unbedingt noch Dalwhinnie trinken und wer bin ich, mich dem zu widersetzen. *g* Jan, Flo und ich trinken die 90er Special Edition &#8211; leider eine ziemliche EnttÃ¤uschung, die nicht ansatzweise an den normalen 15jÃ¤hrigen rankommt und schon gar nicht an die 89er Special Edition (vielleicht geben aber auch unsere Geschmacksnerven nicht mehr genug her). Petra wÃ¤hlt die 12jÃ¤hrige Distiller&#8217;s Edition von Talisker (ihre bevorzugte Marke) und die Ã¼berzeugt dann schon eher.<br />
Dann verballern wir an dem Stand noch unseren letzten Gutschein (Clynelish &#8211; 12 Jahre &#8211; OK aber nicht besonders spannend) und beschliessen dann, den Abend langsam ausklingen zu lassen.</p>
<p><strong>Runde 9: Scapa-Stand</strong><br />
Zum Abschluss noch einen Absacker &#8211; was bekanntes und gutes. Scapa ist einer meiner Lieblingswhiskies und das soll dann auch der letzte fÃ¼r heute sein. Der geht mir zum Schluss dann auch noch mal richtig gut rein. Wir verziehen uns mit den GlÃ¤sern in einer der Sitzecken. Kurze Zeit spÃ¤ter mÃ¼ssen wir dann aber leider die gerade angefangenen Diksussionen beenden, weil die Messe schliesst (was, schon 4 Stunden vorbei? *g*).</p>
<p>Hat sich auf alle FÃ¤lle wieder sehr rentiert und war auch ziemlich informativ. Auf die Einkaufsliste kommen Bruichladdich und Highland Park. Und ich freu mich schon wieder aufs nÃ¤chste Jahr &#8230;</p>
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		<title>Erstes MÃ¼nchner Whiskyfestival</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Feb 2005 09:29:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
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					<description><![CDATA[Zufrieden (und dezent angeheitert) berichte ich jetzt mal. Das ganze war als Fach- und Eventmesse angekÃ¼ndigt. Es gab zwei groÃŸe RÃ¤ume mit Ausstellern und draussen 3 Cateringzelte (ein irisches, ein schottisches und ein amerikanisches) mit Essen und Musik. Insgesamt sehr <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/alltag/erstes-munchner-whiskyfestival"><span class="screen-reader-text">  Erstes MÃ¼nchner Whiskyfestival</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zufrieden (und dezent angeheitert) berichte ich jetzt mal. Das ganze war als Fach- und Eventmesse angekÃ¼ndigt. Es gab zwei groÃŸe RÃ¤ume mit Ausstellern und draussen 3 Cateringzelte (ein irisches, ein schottisches und ein amerikanisches) mit Essen und Musik. Insgesamt sehr angenehm. In den (ordentlich gefÃ¼llten) AusstellungsrÃ¤umen hatte man das GefÃ¼hl, man wÃ¼rde sich in einer groÃŸen Bar befinden, umgeben von Menschen aller Coleur, die sich &#8222;auf hohem Niveau betrunken&#8220; haben, wie mein Kumpel so passend meinte.<br />
An allen StÃ¤nden gab es Tastings von gebrÃ¤uchlichen und ausgefallenen Whiskies zu sehr fairen Preisen &#8211; theoretisch 0,2 fÃ¼r meist 2-3 Euro, wobei die meisten sehr groÃŸzÃ¼gig eingeschenkt haben. RaritÃ¤ten waren natÃ¼rlich entsprechend teurer. Dazu gab es VortrÃ¤ge (die wir aber irgendwie alle verpasst haben *g*) und Auktionen.<br />
Die Tageskarte hat 15 Euro gekostest (darin waren jeweils ein freies Tasting von Glenfiddich, Tullamore Dew, Talisker und Glenmorangie enthalten).</p>
<p><span id="more-64"></span>Unsere Tastings:</p>
<p>Runde 1:<br />
Scapa 14 years &#8211; Sehr angenehm rauchiger und trotzdem weicher Geschmack. Kommt definitiv auf die Einkaufsliste.<br />
Tullamore Dew 12 years &#8211; Wie schon bei Bushmills hab ich hier das Problem, dass die Irischen Whiskeys einfach irgendwie blass schmecken. AuÃŸerdem find ich den Geruch ziemlich unangenehm, das Zeug riecht wie Medizin.</p>
<p>Runde 2:<br />
Talisker &#8217;91 &#8211; Ziemlich massiver Geschmack, bei dem die anfÃ¤ngliche SchÃ¤rfe aber schnell in einen warmen und sehr angenehm langem Abgang Ã¼bergeht. GroÃŸ aber sicher nichts fÃ¼r jeden Tag. Kommt auch auf die Einkaufsliste<br />
Dalwhinnie Distiller&#8217;s Edition &#8217;89 &#8211; Ganz eigen und ganz toll. Schon der Geruch ist absolut ungewÃ¶hnlich, irgendwie nach Honig und gar nicht nach Whisky. Wie auch schon der 15-jÃ¤hrige, den ich zu Hause hab, hat der einen ganz feinen und milden aber trotzdem intensiven Geschmack. Was ganz besonderes. Sehr geil.</p>
<p>Runde 3:<br />
Glenfiddich 12 years &#8211; Kannte ich ja schon, irgendwie von allen schottischen Single Malts der uninteressanteste. Kurzer, scharfer Geschmack, nicht besonderes. Schnaps halt.<br />
Glenfiddich Solera Reserve 15 years &#8211; Ãœber den hatte ich ja Gutes gelesen, war aber dann doch etwas enttÃ¤uscht. Zwar deutlich besser als der 12-jÃ¤hrige, hat mich aber trotzdem nicht vom Hocker gehauen.<br />
Glenfiddich Caoran Reserve 12 years &#8211; Interessante Flasche, langweiliger Inhalt. Irgenwo zwischen den beiden vorigen.</p>
<p>Runde 4:<br />
Ardbeg 15 years &#8211; Torfattacke von Islay. Ziemlich rauchig, ziemlich torfig. So mag ich das. Kommt nicht ganz an Lagavulin ran, ist aber klar vorne mit dabei.<br />
Glenmorangie 10 years &#8211; Ã„hnlich wie Glenfiddich. Nicht so meins.<br />
Glenmorangie 18 years &#8211; Schon deutlich besser, aber trotzdem nur Mittelfeld</p>
<p>Irish Stew im irischen Zelt, wir verschenken die Ã¼brigen Tullamore Dew- und Glenfiddich-Tasting-Gutscheine an bedÃ¼rftige Ossis</p>
<p>Runde 5:<br />
Laphroig 15 years &#8211; Der rauchigste und torfigste der Islays, sehr gut aber mir persÃ¶nlich fast eine Ecke zu krass. Danach ging dann auch nichts mehr, der hat den Magen und die Geschmacksnerver dann komplett abgeschossen.</p>
<p>Jan hat im Laden noch eingekauft, aufgrund meines leeren Geldbeutels und des doch noch recht gut gefÃ¼llten Regals zu Hause hab ich mir das dann schweren Herzens doch verkniffen (aber Scapa, Talisker und der Dalwhinnie werde ich sicher noch irgendwann ordern).</p>
<p>Insgesamt eine sehr geile Veranstaltung, bei der nÃ¤chsten bin ich gern wieder dabei.</p>
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