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	<title>Irland &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>Palmen und Lupinen &#8211; Irland 2005 V</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2005 20:59:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ist der letzte Tag hier, morgen geht es in aller FrÃ¼he (oder besser gesagt noch mitten in der Nacht) zurÃ¼ck nach Cork zum Flughafen. Gestern haben wir einen kleinen Erkundungstrip durch die nÃ¤here Umgebung gemacht, die wir bisher etwas <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/palmen-und-lupinen-irland-2005-v"><span class="screen-reader-text">  Palmen und Lupinen &#8211; Irland 2005 V</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist der letzte Tag hier, morgen geht es in aller FrÃ¼he (oder besser gesagt noch mitten in der Nacht) zurÃ¼ck nach Cork zum Flughafen. Gestern haben wir einen kleinen Erkundungstrip durch die nÃ¤here Umgebung gemacht, die wir bisher etwas vernachlÃ¤ssigt hatten. Ãœber Mickeys Weiden runter zum Meer, wobei wir erst mal mit seiner freudig heranstÃ¼rmenden Herde KÃ¼he fertig werden mÃ¼ssen. Nichts gegen KÃ¼he, aber da sind wir dann doch etwas flott Ã¼ber die nÃ¤chste Hecke in die Weide eins weiter unten ausgewichen. Vielleicht hÃ¤tte ich doch kein rotes Hemd anziehen sollen. *g*<br />
<span id="more-7"></span> Ein StÃ¼ck Weide und ein paar Hecken weiter sind wir dann unten an der KÃ¼ste. Gerade ist Ebbe und in den kleinen PfÃ¼tzen und Pools, die sich in den Schieferklippen gebildet haben, findet sich allerlei Getier, das wir ausgiebig beobachten.<br />
Auf dem Weg zurÃ¼ck treffen wir dann Mickey auf dem Hof, der uns gleich zum Whiskey-Trinken in seine KÃ¼che schleppt. Umgeben von Heiligenbildchen sitzen wir alten muffigen Sofas und bekommen ordentliche Portionen eingeschenkt, vor allem Petra hat es ihm wohl angetan und bekommt groÃŸzÃ¼gig ein halbes Wasserglas voll, wÃ¤hrend Mickey selber grinsend meint, er wÃ¼rde nie Whiskey trinken. Die GlÃ¤ser sollte man nicht so genau anschauen, aber der Alkohol desinfiziert ja. Schon leicht angeheitert werden uns dann alte Photoalben gezeigt. Die Kommunikation fÃ¤llt wegen seines derben Dialekts immer noch nicht richtig leicht und er Whiskey macht es auch nicht besser. Bevor es zu einer zweiten (und dann vermutlich fatalen) Runde kommt, verabschieden wir und dann doch lieber.<br />
Eigentlich wollen wir nÃ¤mlich noch mit dem Schiff raus zum Fastnet Rock, einem Felsen 20 km vor der KÃ¼ste. Dort steht ein recht stattlicher Leutturm, der abends bei klarem Wetter bis in unser Schlafzimmer strahlt und den man Donnerstags besichtigen kann. Leider ist das Wetter ausgerechnet heute ziemlich mÃ¤ssig, so dass ich die anderen nicht so richtig fÃ¼r den Trip begeistern kann und wir das ganze schliesslich absagen. Petra und ich unternehmen alternativ noch einen halbwegs ausgedehnten Spaziergang durch die HÃ¼gel Ã¼ber Goleen.<br />
Heute waren wir dann noch Shoppen und haben uns im Pub in Schull ordentlich den Ranzen vollgeschlagen. Der Chocolat-Strawberry-Cheesecake zum SchluÃŸ war zwar super, aber die Portionen waren dermassen groÃŸ, dass ich vor den letzten Gabeln beinahe kapituliert hÃ¤tte. Die Heimfahrt Ã¼ber die Schlaglochpiste war dann auch eine entsprechend Herausforderung.</p>
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		<title>Palmen und Lupinen &#8211; Irland 2005 IV</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2005 21:30:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich wollten wir gestern die Leuchtturmanlage auf dem Mizen Head besichtigen, aber aufgrund von Bauarbeiten ist das genau in dieser Woche nicht mÃ¶glich. Sehr schade, denn das Wetter wÃ¤re ziemlich ideal gewesen. Normalerweise wechselt das hier ja recht hÃ¤ufig, aber <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/palmen-und-lupinen-irland-2005-iv"><span class="screen-reader-text">  Palmen und Lupinen &#8211; Irland 2005 IV</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollten wir gestern die Leuchtturmanlage auf dem Mizen Head besichtigen, aber aufgrund von Bauarbeiten ist das genau in dieser Woche nicht mÃ¶glich. Sehr schade, denn das Wetter wÃ¤re ziemlich ideal gewesen. Normalerweise wechselt das hier ja recht hÃ¤ufig, aber gestern war es durchgehend sonnig und dementsprechend warm. Wir sind dann alternativ zu einem Steinkreis Ã¶stlich von hier gefahren. Ein StÃ¼ck hinter Glandore, einem KÃ¼stenort der so malerisch ist, dass es schon fast weh tut.An einem HÃ¼gel in einer fjordartigen Bucht gelegen, absoluter Wahnsinn. Ich mÃ¶chte nicht wissen, was die Anwesen hier kosten.<br />
<span id="more-6"></span> Aber zurÃ¼ck zum Steinkreis. Das Ding ist natÃ¼rlich nicht Stonehenge, aber trotzdem recht interessant. Ebenfalls recht idyllisch gelegen in einer Senke mit Blick Ã¼ber ein Tal und dem Meer dahinter. Auch damals hatte man schon einen Sinn fÃ¼r die richtige Lage. Keine Ahnung, wie sie es geschafft haben, die tonnenschweren Brocken hier hin zu schaffen und dann exakt nach der Sonnenbahn ausgerichtet aufzustellen. Nebenan finden sich noch Ãœberreste zweier HÃ¼tten und einer Kochstelle. Und zwar richtig zum Kochen. Mittig in einer runden Vertiefung findet sich ein Becken mit 300 Liter FassungsvermÃ¶gen. Direkt nebendran eine Quelle und eine Feuerstellen. Ein Professor hat in Versuchen herausgefunden, dass sich das Wasser in dem Becken mit Steinen aus der Feuerstelle in 18 Minuten zum Kochen bringen lÃ¤sst und dann Fleisch fÃ¼r 3 Stunden heiss hÃ¤lt. VerblÃ¼ffend. Ãœbrigens scheint der Ort immer noch rituell genutzt zu werden. Zwischen den HÃ¼tten und dem Steinkreis fanden sich nicht nur Ãœberreste eines Saufgelages, sondern auch etliche aus Blumen und GrÃ¤sern gelegte Kreise am Boden. NatÃ¼rlich ist das vÃ¶lliger Quatsch, aber als Rollenspieler bin ich da natÃ¼rlich nicht reingetreten. Never enter a fairy circle. *lol*<br />
Auf dem RÃ¼ckweg haben wir dann noch draussen in der Sonne vor einem Pub in Schull Burger + Bier verhaftet und uns dann einen gemÃ¼tlichen Abend in unserem Wintergarten gemacht.</p>
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		<title>Palmen und Lupinen &#8211; Irland 2005 III</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2005 19:10:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gestern war der groÃŸe Ausflug an der Reihe. Die Abby am Cashel Rock, eine der grÃ¶ÃŸten und besterhaltenen Ruinen Irlands. Aber erst mal hinkommen. Cashel liegt ca. 90 km nÃ¶rdlich von Cork, also bei den StraÃŸen eine halbe Weltreise. Obendrein <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/palmen-und-lupinen-irland-2005-iii"><span class="screen-reader-text">  Palmen und Lupinen &#8211; Irland 2005 III</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war der groÃŸe Ausflug an der Reihe. Die Abby am Cashel Rock, eine der grÃ¶ÃŸten und besterhaltenen Ruinen Irlands. Aber erst mal hinkommen. Cashel liegt ca. 90 km nÃ¶rdlich von Cork, also bei den StraÃŸen eine halbe Weltreise. Obendrein haben wir eine ziemlich ungÃ¼nstige Alternativroute nach Cork gewÃ¤hlt, weswegen die Fahrt noch eine gute Stunde lÃ¤nger gedauert hat als eigentlich notwendig. Aber dafÃ¼r haben wir noch ein wenig von der Gegend gesehen. Unter anderem sind wir dadurch auch durch eins der Gaeltach-Gebiete gefahren, in denen vorwiegend GÃ¤lisch gesprochen wird. Das wÃ¤re ja an sich nicht weiter dramatisch, wenn nicht auch die StraÃŸenschilder nicht mehr zweisprachig, sondern nur noch gÃ¤lisch beschriftet sind. Pfadfinden fÃ¼r Fortgeschrittene.<br />
<span id="more-5"></span>Aufgrund dieser VerzÃ¶gerungen Ã¤ndern wir die Reihenfolge und fahren erst nach Midleton zur Old Midleton Distillery, die wir eigentlich erst auf dem RÃ¼ckweg besichtigen wollte. Aber so gibt es halt erst Whiskey und dann Ruinen. Die FÃ¼hrung wird zwar ziemlich routiniert abgearbeitet, aber die Tour durch die Distillery, die u.a. die grÃ¶ÃŸte pot still (Destillierkessel) der Welt und ein 6 Meter groÃŸes stÃ¤hlernes Wasserrad besitzt, ist wirklich ziemlich interessant. Danach gibt es natÃ¼rlich noch ein Probetrinken und auch wenn irischer Whiskey meiner Meinung nach nicht im Ansatz an Scotch heranreicht (was man hier natÃ¼rlich niemandem sagen darf), hebt das die Stimmung doch ungemein. Vor allem auf quasi nÃ¼chternen Magen. Um das wieder auszugleichen, werfen wir gleich im zugehÃ¶rigen Restaurant noch einen kleinen Happen ein. Dann kann ich trotz der wie schon erwÃ¤hnt hohen Preise nicht darauf verzichten, mir noch ein FlÃ¤schchen von der special reserve, die es nur hier in der Distillery gibt, einpacken zu lassen. Man gÃ¶nnt sich ja sonst nichts.<br />
Also weiter nach Cashel. Die StraÃŸe nÃ¶rdlich von Cork Richtung Dublin ist ausnahmsweise mal richtig komfortabel ausgebaut, aber ein Stau vor eine Baustelle verhindert, dass wir wieder Zeit wettmachen. Dann aber endlich der Blick auf die Abby. Von unten schon ziemlich eindrucksvoll. Gerade hat eine FÃ¼hrung angefangen und da hÃ¤ngen wir uns noch dran. Das lohnt sich mal richtig, denn der Guide war der Hit. Optisch ziemlich nah an Walter aus Crocodile Dundee (inklusive Hut *g*) hat er mit geschlossenen Augen ausfÃ¼hrlich und hoch spannend Ã¼ber die Geschichte der Abby referiert. Sofern sie bekannt ist, denn es liegt wohl ziemlich viel im Dunkeln. Ãœber Fragen hat er sich richtig gefreut und sich auch dafÃ¼r jede Menge Zeit genommen. Wir hatten wirklich den Eindruck, dass er jeden Stein hier mit Vornahmen kennt. Unglaublich. WÃ¤re es nicht inzwischen durch den straffen Wind so saukalt geworden, ich hÃ¤tte ihm noch stundenlang zuhÃ¶ren kÃ¶nnen.<br />
Unterbrochen von einem kurzen Zwischenstop in Cork zum Essen haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht. Bis wir dann wieder am Haus waren, war es nach Mitternacht. Aber die Fahrerei hat sich auf alle FÃ¤lle gelohnt.</p>
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		<title>Palmen und Lupinen &#8211; Irland 2005 II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jun 2005 23:35:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der gestrige Tag war sehr entspannt. In Ruhe FrÃ¼hstÃ¼cken, Lesen und den Kobold mit dem Goldtopf einen guten Mann sein lassen. Am Nachmittag haben wir die nÃ¤chstliegenden DÃ¶rfer Goleen und Crookhaven besucht. Beides ziemlich gemÃ¼tliche FischerdÃ¶rfer, das zweite sogar mit <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/3"><span class="screen-reader-text">  Palmen und Lupinen &#8211; Irland 2005 II</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der gestrige Tag war sehr entspannt. In Ruhe FrÃ¼hstÃ¼cken, Lesen und den Kobold mit dem Goldtopf einen guten Mann sein lassen. Am Nachmittag haben wir die nÃ¤chstliegenden DÃ¶rfer Goleen und Crookhaven besucht. Beides ziemlich gemÃ¼tliche FischerdÃ¶rfer, das zweite sogar mit groÃŸer Vergangenheit. Heute leben da noch 29 Menschen, aber zu Anfang des Jahrhunderts waren es 700. Crookhaven ist der sÃ¼dwestlichste Hafen Irlands und hier nahmen alle Schiffe noch mal Proviant auf, bevor sie den Ozean Ã¼berquerten. Unter anderem auch die Titanic.<br />
<span id="more-3"></span>Heute beschrÃ¤nken sich die SehenswÃ¼rdigkeiten auf einen Souvenirladen, ein Restaurant und zwei Pubs. Einer davon recht gemÃ¼tlich, wie wir bei der Gelegenheit gleich mal austesten. Leckere Sandwiches, Kaffee und Bier, das alles wird in Irland an der Bar geordert und gezahlt. Das restliche Tagesprogramm beschrÃ¤nkt sich dann auf Einkaufen, was Sonntags kein Problem ist, da es in Irland es keine geregelten LadenÃ¶ffnungszeiten gibt. Und diesmal haben wir auch den richtigen Supermarkt, der uns auch Bier verkaufen darf.<br />
Heute stand dann ein Ausflug nach Three Castle Head auf dem Programm, eine Burgruine ganz an der Ã¤uÃŸersten Spitze der Landzunge. Weiter raus geht nicht mehr. Die Ruine erreicht man mit einem halbstÃ¼ndigen FuÃŸmarsch queerfeldein Ã¼ber Schafs- und Pferdeweiden an der FelskÃ¼ste entlang. Nachdem man von Crookhaven aus eine absurd winzige StraÃŸe im Schritttempo auf und ab bis zum Ende an einer Anlegestelle zwischen den Felsen gekurvt ist. Richtig geil wird es dann aber an der Ruine. Knapp oben an der SteilkÃ¼ste mit einem kleinen See dahinter, die Lage kÃ¶nnte kaum reizvoller sein. Dass die Burg weitestgehend zerfallen ist, bestÃ¤rkt den Eindruck nur. Das Betreten ist wegen Einsturzgefahr an sich verboten, aber wir konnten dann doch nicht darauf verzichten, Ã¼ber zwei irrsinnig enge und komplett dunkle Treppen die Ãœberreste eines Wachturms zu besteigen. Wie man diese Aufgabe mit Waffen oder RÃ¼stung (welcher Art auch immer) bewÃ¤ltigen konnte, blieb uns so unklar wie die gesamte Funktion der Anlage. Von der Burg aus kann man das Meer nicht Ã¼berblicken und zu verteidigen gibt es eigentlich auch nichts, da an der FelskÃ¼ste rundrum eine Landung eh nicht mÃ¶glich ist. Wenigstens konnten wir spÃ¤ter den den Namen klÃ¤ren, Three Castle Head kommt von den 3 TÃ¼rmen der Anlage. Unsere Vermutung mit dem KÃ¶nig namens Castle, der drei KÃ¶pfe hatte, scheint also falsch gewesen zu sein.<br />
Wie auch immer, man muss nicht alles verstehen, manchmal reicht es auch einfach, es zu genieÃŸen.</p>
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		<title>Palmen und Lupinen &#8211; Irland 2005 I</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jun 2005 23:33:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem ich es seit Urzeiten vorhatte, hab ich es nun endlich in die Tat umgesetzt. Ein Urlaub in Irland. Ãœber Bekannte haben wir ein Ferienhaus an der Ã¤uÃŸersten SÃ¼dwestspitze der Insel gemietet, an einem Hang direkt Ã¼ber dem Meer. Nach <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/palmen-und-lupinen-irland-2005-i"><span class="screen-reader-text">  Palmen und Lupinen &#8211; Irland 2005 I</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich es seit Urzeiten vorhatte, hab ich es nun endlich in die Tat umgesetzt. Ein Urlaub in Irland. Ãœber Bekannte haben wir ein Ferienhaus an der Ã¤uÃŸersten SÃ¼dwestspitze der Insel gemietet, an einem Hang direkt Ã¼ber dem Meer.<br />
Nach 2 Stunden Flug bei bestem Wetter sind wir gestern mittag in Cork gelandet. Von dort ging es dann mit dem Mietwagen Ã¼ber malerische aber meist ziemlich enge und miserabel geteerte StraÃŸen an der KÃ¼ste entlang nach Goleen, einem kleinen ehemalige Fischerdorf. NatÃ¼rlich mit Linksverkehr und gelegentlich auch Hunden oder KÃ¼hen auf den eh schon extrem unÃ¼bersichtlichen StraÃŸen. Na ja, wenigstens wird man dadurch beim Fahren nie unaufmerksam. Und nach einer halben Stunde hÃ¶rt man auch damit auf, mit der rechten Hand auf der Suche nach dem Schalthebel an der TÃ¼r rumzugrabbeln.<br />
<span id="more-2"></span>Die erste Tour hat aber mein Cousin Ã¼bernommen (der uns mit seiner Freundin begleitet hat), ich selber hab die Erfahrung erst am zweiten Tag gemacht. Vorne links ohne Lenkrad zu sitzen, ist aber Ã¤hnlich verwirrend. Dazu kommt noch, dass die Beschilderung lausig ist. Richtungsschilder stehen nur direkt an der jeweiligen Abzweigung und sind auch gern mal eingewachsen. Demzufolge haben wir auch nicht die kÃ¼rzeste Strecke genommen, wenngleich auch wohl die malerischere. Eigentlich sind es nur 90 km bis Goleen, wir brauchen fÃ¼r die Strecke aber gute 3 Stunden (auch auf der direkten Verbindung ist man 2 Stunden unterwegs, wie wir spÃ¤ter noch herausfinden).<br />
Der erste Eindruck von Irland ist vor allem grÃ¼n. GrÃ¼n und Ã¼ppig. Und durchsetzt mit Palmen, Lupinen und Fuchsien, die hier wie Unkraut wachsen. Dazu einzelne BauernhÃ¶fe und Cottages, an allen Ecken Ruinen von alten WachtÃ¼rmen und sonstigen Wehranlagen und natÃ¼rlich massig KÃ¼he und vor allem Schafe. Wirklich alles sehr pittoresk.<br />
Unterwegs noch kurz zum Einkaufen und erst mal krÃ¤ftig schlucken ob der Preise. Billiger ist hier eigentlich nichts und die Preise fÃ¼r Obst und GemÃ¼se sind gesalzen. Irland muss hier fast alles importieren und das merkt man halt im Geldbeutel. Ã„pfel zum StÃ¼ckpreis von 70 Cent, 5 Pfirsiche fÃ¼r 4,99 Euro und so weiter. Irgendwie seltsam, aber in diesem Meer von grÃ¼n scheint relativ wenig verwertbares zu wachsen. Auf Alkoholika kommt eine satte Steuer, die den Rausch nicht wirklich gÃ¼nstig macht. Irischer Whiskey kostet das 1 1/2 fache wie in Deutschland und Bier ist auch ordentlich teuer (ganz davon abgesehen, dass man beides eh nur in wenigen &#8222;off license&#8220; SupermÃ¤rkten kaufen kann). In den kleinen LÃ¤den sind die Preise etwas niedriger, wirklich billig ist Irland aber nirgends.<br />
Nach etwas Suchen finden an einem kleinen eingewachsenen Feldweg das Haus, wo uns Mickey, der Farmer von nebenan, bereits erwartet. Ein kauziger alter Kerl ohne ZÃ¤hne, der uns ausgesprochen freundlich empfÃ¤ngt, auch wenn sein Dialekt annÃ¤hernd unverstÃ¤ndlich ist.<br />
Das Haus liegt ziemlich traumhaft ca 400 m vom Meer weg mit Blick auf die Bucht. Innen ist es fÃ¼r ein Ferienhaus ziemlich komfortabel eingerichtet, vor allem der riesige Wintergarten weiÃŸ auf Anhieb zu gefallen.<br />
Nach dem Ausladen und ein wenig Chillen machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant, auf Kochen haben wir keine Lust. Aufgrund einer ReisefÃ¼hrer-Empfehlung wÃ¤hlen wir das Altar, an dem wir ein Kaff weiter gerade vorbeigefahren sind und das fÃ¼r die nÃ¤chste Ãœberraschung gut ist. Wir hatten ja schon gelesen, dass Restaurants in Irland eher etwas gehoben sind. Nachdem das Altar aber eher einfach aussieht (um es mal freundlich zu sagen), dachten wir, dass sich das in dem Fall eher in Grenzen hÃ¤lt. Beim Reinkommen werden wir nach unserer Reservierung gefragt, werden aber auch ohne selbige rein gelassen. Wir nehmen (wie in Irland Ã¼blich) erst mal in der Lounge fÃ¼r einen Aperitif und unsere Bestellung Platz, an den eigentlichen Tisch wird man erst zum Essen gefÃ¼hrt. Die Lounge verdient ihren Namen nicht wirklich. Vier enge und unbequeme BÃ¤nke um 2 kleine Tische, umringt von massig geschmackloser und kitschiger Deko. Und wÃ¤hrend wir zu unserem Kir Royal die Karte studieren, staunen wir nicht schlecht. Man kann zwar die einzelnen GÃ¤nge des MenÃ¼s variieren, der Preis bleibt allerdings pro Person bei stolzen 42 Euro. Ohne GetrÃ¤nke versteht sich. Auf Nachfragen bekommen wir auch noch die Option, nur Hauptgang und Nachspeise fÃ¼r 34 Euro zu nehmen. Nach einer kurzen Diskussion und mangels Alternativen entscheiden wir uns fÃ¼r die abgespeckte Version. Was wir dann auch trotz der gesalzenen Preise nicht bereuen. Mit GetrÃ¤nken (es gibt Ã¼brigens nur Wein und Wasser oder Saft, da das Restaurant wie etliche keine Lizenz fÃ¼r Bier und Spirituosen hat) summiert sich die Rechnung zwar auf fast 200 Euro fÃ¼r 4 Personen, aber das Essen ist reichlich und sehr gut. Und fÃ¼r den Seafood-Teller, den die beiden MÃ¤dels essen, hÃ¤tte man vermutlich bei uns nicht so viel weniger gezahlt. Auf alle FÃ¤lle beschlieÃŸen wir trotzdem, bei der Wahl des Restaurants in der restlichen Woche vorsichtiger zu sein. Wie wir dann feststellen, bekommt man in anderen auch schon billiger was zu Essen. Unter 15 Euro fÃ¼r ein Hauptgericht geht es in richtigen Restaurants aber nie. GÃ¼nstigere Alternative ist das Essen in den Pubs, dass sich aber oftmals auf Sandwiches und ein oder zwei Suppen beschrÃ¤nkt.<br />
Nach dem Essen gehen wir noch ein wenig die Gegend erkunden. Dabei fÃ¤llt uns zum ersten Mal das recht eigenwillige Klima auf. Innerhalb von Minuten wechselt das Wetter von klar zu dichtem Nebel und wieder zurÃ¼ck. Der Nebel macht Landschaft und Stimmung irgendwie vÃ¶llig zeitlos. Inzwischen ist es nach 22:00 Uhr und die Umgebung wirkt nicht anders als am Nachmittag. Ein Effekt, den wir in den folgenden Tagen noch oft feststellen. Wenn es bewÃ¶lkt ist, hat man ohne Uhr kaum MÃ¶glichkeiten zu sagen, welche Tageszeit man gerade hat. Im Laufe der Woche verlieren wir alle das ZeitgefÃ¼hl, was aber im Urlaub kein wirkliches Problem ist. Und &#8222;going slow&#8220; ist eh eines der Mottos der Iren, da passt das recht gut.<br />
An ein paar verfallenen HÃ¤usern vorbei gehen wir in Richtung Meer. Begleitet vom Hund eines Farmers unter uns, der sich uns beim Weg durch dessen Hof anschlieÃŸt. Auch daran muss man sich in Irland gewÃ¶hnen. Wege (auch zu SehenswÃ¼rdigkeiten) gehen oft Ã¼ber Weiden und Privatgrund, sofern sie Ã¼berhaupt vorhanden sind. Im Normalfall ist das aber auch kein Problem, wenn man wirklich irgendwo nicht rein oder drÃ¼ber darf, dann steht das auch da. Auch hier hÃ¶rt der Weg recht schnell in einer Weide auf und da wir nicht mit dem richtigen Schuhwerk unterwegs sind, brechen wir die Aktion dann fÃ¼r heute ab und gehen zurÃ¼ck zum Haus.<br />
Wir haben das Schlafzimmer mit dem Satellitenfernsehen und vor dem Schlafen mache ich mich noch auf die Suche nach britischer Comedy, die uns ja in Deutschland zu Gunsten von unlustigen amerikanischen und deutschen Sitcoms immer vorenthalten wird. Die Besitzer haben aber auf allen KanÃ¤len nur deutsche Sender eingestellt. Na toll, die gleiche ScheiÃŸe wie zu Hause. Auf MDR kommt wenigstens die Harald-Schmidt-Show vom Vortag. Auch gut. Und die restliche Woche bleibt die Kiste dann eh aus.</p>
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