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	<title>Laphroaig &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>92. Tasting von Munich Spirits</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2020 12:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Man gewöhnt sich ja an alles. Auch daran, andere Menschen vorwiegend per Video am Computer zu treffen und nicht mehr gemeinsam in einem Raum zu sein. Das fühlt sich in Teilen immer noch nicht richtig an, hat aber auch zweifelsohne <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/92-tasting-von-munich-spirits"><span class="screen-reader-text">  92. Tasting von Munich Spirits</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2020/12/tasting-scaled.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2091" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2020/12/tasting-150x150.jpg" alt="Line Up" width="150" height="150"></a>Man gewöhnt sich ja an alles. Auch daran, andere Menschen vorwiegend per Video am Computer zu treffen und nicht mehr gemeinsam in einem Raum zu sein. Das fühlt sich in Teilen immer noch nicht richtig an, hat aber auch zweifelsohne Vorteile. Keine Anfahrt zu brauchen, sondern nur den Rechner einschalten zu müssen ist einer. Da wir ein gutes Stück außerhalb der Stadt wohnen, erleichtert das die Teilnahme schon deutlich. Keine Heimfahrt zu brauchen, wenn man Alkohol getrunken hat, ist ein weiterer, der gerade bei einem Tasting mit lauter Abfüllungen in Fassstärke nicht zu vernachlässigen ist. In der Runde die Tische neu zusammenzustellen, könnte man auch in einem Raum abbilden. Virtuell ist das aber zweifelsohne wesentlich einfacher umzusetzen. Diese Mischung schätze ich inzwischen sehr. Der Spaßfaktor war allgemein auch ziemlich hoch, ich denke dass alle ziemlich zufrieden aus dem Call gegangen sind. Zusammengenommen bin ich jedenfalls über das Online-Setup für Tastings tatsächlich gar nicht mal so unglücklich.</p>


<span id="more-2090"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir also zu den Whiskys:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Strathmill, Munich Spirits, Sherry Butt, 23 Jahre, 51.3%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei vielen hat er gut abgeschnitten, bei uns ist er allerdings ziemlich untergegangen. Das mag vor allem an der Bolognese gelegen haben, die wir uns sehr knapp davor noch als Grundlage für den Abend einverleibt haben, und auch daran, dass dieser Whisky eher mit feinen Nuancen als mit der groben Kelle zu überzeugen versucht. Dazu kam erschwerend, dass wir ihm wohl einfach zu wenig Zeit im Glas gegeben haben. Alle wollten loslegen, und so ging der leider zumindest bei uns etwas unter. Außer an recht kräftige Bitternoten wie bei reinem Kakao kann ich mich auch gar nicht so richtig an was erinnern. Deswegen geb ich da auch keine Wertung dazu ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Linkwood, Sherry Hogshead, 10 Jahre, 53.8%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel besser hat da auf Anhieb der Linkwood funktioniert. In der Nase dominieren Bananenchips alles andere, im Mund geht er von Frucht zu ebenfalls leicht bitteren Noten über, die dem Sherryfass geschuldet sind. Das wirkt alles komplexer und vielschichtiger als beim Vorgänger, auch wenn hier deutlich weniger Jahre im Glas sind. Generell mag ich die Kombination von Sherry und Fruchtnoten aber auch sehr gerne.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ledaig, Nose Art by Whisky Doris, Bourbon Hogshead, 11 Jahre, 52.6%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Nummer drei gehen wir in Richtung Rauch und mit dem Ledaig auch gleich mal richtig in die Vollen. Rauch aus allen Rohren, aber eher aus der Richtung kalte Asche und Lagerfeuer vom Vorabend als Torf. Dahinter verstecken sich fruchtige Noten, die sich erst nach ein paar Minuten im Glas durchsetzen können. Ein bisschen Schwefel ist ebenfalls dabei. Die Tastingsnotes sprechen von Rhabarber, den aber keiner am Tisch nachvollziehen kann. Im Mund ist er kräftig, der Rauch bleibt auch hier im Vordergrund, im Abgang kommt dann spät eine gewisse Schmelzigkeit dazu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je länger er im Glas bleibt, desto mehr verzieht sich der Rauch. Mit ein paar Tropfen Wasser springt der aber interessanterweise sofort wieder in den Vordergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige mögen den nicht, ich finde ihn allerdings gar nicht verkehrt, auch wenn das ganz sicher kein Whisky für jeden Tag ist. In der Gesamtwertung des Abends würde ich den auf dem zweiten Platz sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Caol Ila, Abfüllung aus dem Bladnoch Forum, Hogshead, 30 Jahre, 52.6%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefolgt wird er direkt vom Gewinner des Abends. Nach dem Ledaig wirkt der beinahe rauchfrei, in der Nase hab ich vor allem warme und volle Honignoten. Wo der Ledaig eher spitz und stechend war, herrscht hier wohlige Vollnasigkeit. Damit kann auch der Geschmack mithalten. Auch der ist kräftig und mundfüllend, aber sehr ausgewogen. Der Abgang ist sehr lang und mit viel Entwicklung. Leicht bittere Noten sind zwischendrin, dann wird er sehr schmelzig. Richtig guter Stoff, der leider schon lange nicht mehr erhältlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Big Peat Islay blended Malt, Douglas Laing, Christmas Edition 2020, 51.3%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Pause geht es mit einem Blended Malt weiter, der nach Beschreibung von Marco zwar selten eine Offenbarung, aber (zumindest in der Weihnachtsabfüllung) aber auch nie ein Fehlgriff sei. Da kann ich nicht ganz mitgehen, der fällt für mich in dieselbe Kategorie wie auch die ganzen anderen Islay-No-Names, die seit Jahren aus dem Boden schießen. Egal ob nun Smokehead, Big Peat oder wie sie alle heißen, im Kern ist das alles viel Rauch um nichts. Torf ist in, also gibt es Torf. Nur eben sonst nichts bemerkenswertes. Keine anderen Noten, keine Entwicklung, kein Abgang. Irgendwo muss man eben das ganze Zeug eben unterbringen, dass man unter den großen Namen nicht verkauft bekommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Laphroaig, The Cooper´s Choice, Bourbon Single Cask, 15 Jahre, 52.0%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon in der Nase eine völlig andere Nummer. Auch für Laphroaig. Ähnlich wie schon der Caol Ila nach dem Ledaig geht hier nach dem Big Peat der Rauch völlig unter. Ich habe eher cremige Noten, die eine Assoziation an einen Weichkäse auslösen. Nicht unangenehm, aber schon sehr ungewöhnlich für Laphroaig. Jod und Pflaster fehlen dafür völlig, der ist erstaunlich wenig bissig. Dahinter ist irgendwas, worauf ich nicht komme. Weingummi vielleicht? Auch der Geschmack ist überraschend mild. Aber auch hier habe ich eine eigenwillige Note drin, auf die ich nicht kommen will. Irgendwie mineralisch. Auch weihnachtliche Gewürze wie Lebkuchen sind dabei. Ungewöhnlicher Laphroaig, der bei den anderen viel Begeisterung auslöst, mit dem ich aber nicht so richtig warm werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Caol Ila, The Single Cask Ltd., 2nd Fill Oloroso Sherry Cask, 13 Jahre, 54.6%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweimal Caol Ila an einem Abend, der hier geht allerdings in eine ganz andere Richtung als der erste. Frisch im Glas riecht er wie eine ganze Kiste grüner Äpfel. Mit etwas Luft geht das immer mehr in reife bis überreife Frucht über. Banane mit brauner Schale vielleicht. Noch später dreht er dann immer mehr in Richtung geräucherter Speck. Im Mund ist der sehr voluminös und verträgt etwas Wasser. Der Torf ist gut eingebettet und tritt nie zu weit nach vorn. Durch das Olorosofass gibt es auch hier eher bittere als süße Noten dazu. Fein!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Port Charlotte, Private Bottling WhiskyMania, Fresh Sherry, 10 Jahre, 64.4%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abschluss polarisiert wieder. Ich finde den für Port Charlotte nicht so ungewöhnlich, es gibt neben kräftigem Torf und Schinken vor allem Leder, rote Früchte und auch Schwefel. Mit dem hat der eine oder andere Probleme, für manche wird er gar untrinkbar. Ich hingegen empfinde den gar nicht als so extrem, was aber sicherlich auch damit zu tun hat, dass wir ihn am Ende einer Reihe von Whiskys trinken, die alle nicht gerade in die Kategorie mild und zurückhaltend fallen. Ich schenk mir zum Vergleich einen Schluck von dem 5jährigen Port Charlotte ein, der bei mir im Regal steht und der mir tatsächlich meistens zu kräftig ist. Der gibt sich aber zu dem Zeitpunkt ebenfalls gut trinkbar, was diese Theorie bestätigt. Was aber mehr überrascht &#8211; der Jungspund verweist diese Abfüllung im direkten Vergleich tatsächlich auf die Plätze, was vor allem an der Sache mit dem Schwefel liegt. Trotz der geringeren Reife wirkt der PC5 runder und ausgewogener. Was den 10jährigen aber nicht schwächer macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem offiziellen Teil geht es in kleinerer Runde noch etwas weiter, bevor wir ein weiteres gelungenes Tasting beenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke an Marco, auch für das Abfüllen und Versenden der ganzen Proben!</p>
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		<title>88. Tasting von Munich Spirits &#8211; Das etwas andere Messe-Nachtasting II</title>
		<link>https://www.negatron.de/whisky/88-tasting-von-munich-spirits-das-etwas-andere-messe-nachtasting-ii</link>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2020 12:15:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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		<category><![CDATA[Berry Brothers & Rudd]]></category>
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					<description><![CDATA[In Zeiten von Covid 19 ist alles anders. Zwar ist das Trinken von Whisky für sich genommen nicht problematischer als sonst (hilft aber bei aller Liebe auch nichts), aber zu einem ordentlichen Tasting gehört eben auch das gesellige Beisammensein. Also <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/88-tasting-von-munich-spirits-das-etwas-andere-messe-nachtasting-ii"><span class="screen-reader-text">  88. Tasting von Munich Spirits &#8211; Das etwas andere Messe-Nachtasting II</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2020/05/Online-Tasting-01.png"><img decoding="async" width="150" height="150" class="wp-image-2080" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2020/05/Online-Tasting-01-150x150.png" alt="Lineup" /></a></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">In Zeiten von Covid 19 ist alles anders. Zwar ist das Trinken von Whisky für sich genommen nicht problematischer als sonst (hilft aber bei aller Liebe auch nichts), aber zu einem ordentlichen Tasting gehört eben auch das gesellige Beisammensein. Also genau das, worauf wir im Moment alle verzichten müssen. Aber der Mensch ist anpassungsfähig und sucht sich neue Wege, was dann auch für Gerstenmalz-Traditionalisten gilt. Diesmal war also alles virtuell über Zoom. Nur die Whiskys waren echt und an alle Teilnehmer in Probefläschchen versendet.</p>
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</div>



<p><span id="more-2079"></span></p>
<p>Das bedeutet für Marco von <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank" rel="noopener">Munich Spirits</a> einen Extraaufwand, für den hier nochmal ein dickes Dankeschön stehen soll!</p>
<p>Für uns andere ist es zwar schade, sich nicht in echt zu sehen. Aber ganz verkehrt ist es jetzt zu Hause auf der Couch auch nicht, vor allem wenn die Frau neben einem sitzt und mittrinkt. Inzwischen ist die Routine bei Videokonferenzen auch allgemein hoch genug, um so einen Event recht reibungslos über die Bühne zu bringen. Auch wenn es kein vollständiger Ersatz ist, fühlt es sich doch sehr gut an, bekannte Gesichter wieder zu sehen.</p>
<p>Manches ist sogar nicht nur ein Ersatz, sondern sogar eine Verbesserung. Wir nutzen das charmanteste Feature von Zoom und lassen uns in jeder Runde zufällig auf virtuelle Tische verteilen. Damit mischt sich die große Runde acht mal neu durch, was den Konversationen aus meiner Sicht sehr gut tut. Bei realen Tastings bilden sich doch immer wieder dieselben Gruppen und mit einigen hatte ich bislang kaum ein Wort gesprochen, auch wenn ich die Gesichter von den Tastings kannte. Diesmal hingegen hatten wir beinahe alle Teilnehmer einmal in der Gruppe drin und das hat uns sehr viel Spaß gemacht. Es kam auch der Vorschlag, das live abzubilden &#8211; wenn Tastings mal wieder regulär stattfinden &#8211; und auch dort rundenweise die Tische neu zu besetzen. Eine durchaus spannende Idee, aber ich fürchte, dass sich das dann doch nicht durchsetzen wird.</p>
<p>Nun aber zum eigentlichen Thema, den Whiskys. Es gab diesmal je Paket von jedem Whisky 4cl. Das reicht zum Teilen für Paare und wer allein ist, kann nochmal nachtasten (oder schon vorher probieren, wenn er es denn gar nicht aushalten kann). Wir haben aufgeteilt, die Whiskys aber jeweils schon ein bisschen vor der nächsten Runde eingeschenkt, damit sie etwas Luft bekommen. Das hat in jedem Fall nicht geschadet.</p>
<p>Insgesamt war der Abend eine ordentliche Packung. Acht Whiskys in Fassstärke, sieben davon mit Rauch. Da ist es dann schon auch ganz gut, dass man danach nicht mehr vor die Tür, sondern nur noch rüber ins Bett gehen muss. Im Gegensatz zu einigen hat der Lockdown bei uns bislang nicht zum Hobbyalkoholismus geführt, wir sind also nicht mehr ganz so gut in Ãœbung.</p>
<p><strong>1. Glenallachie, Berry Brothers &amp; Rudd, Sherry Butt, 10 Jahre, 56.8%</strong></p>
<p>Zur Eröffnung der einzige Whisky ohne Rauchanteil, dafür mit ordentlich Sherryfass in der Nase. Intensiv, aber ohne jede Schwefel oder Fehlnote. Dafür macht der Geruch schon klar, dass hier Wasser durchaus nicht verkehrt sein könnte. Ohne Vorlauf sind knapp 57% schon sportlich für die Geschmacksknospen, der Glenallachie bringt schon gut Antritt mit, wobei der Sherry im Vordergrund steht. Mit etwas Wasser kommen auf einmal Fruchtnoten dazu, er verliert seine übermäßige Kraft und wird sehr ausgewogen. Jetzt bindet sich auch der Sherryeinfluss feiner ein und sticht nicht mehr heraus. Mir gefällt der sehr gut, den würde ich gern nochmal nach einem anderen Whisky trinken, der Mund und Rachen erst mal auf Whisky einstellt. Die Idee, das vorher zu machen, kam mir leider erst nachher.</p>
<p>Ich bin ganz nebenbei nicht der einzige, dem der Whisky einheizt, bei uns &#8222;am Tisch&#8220; werden die ersten Kleidungssücke abgelegt. Wenn das so weitergeht, ist es vielleicht ganz gut, dass auf der Kamera nur die Oberkörper zu sehen sind.</p>
<p><strong>2. Ardmore, Single Cask Collection, matured in Ex-Laphroaig Barrel, 61.1%</strong></p>
<p>Ardmore gehört zu den wenigen Destillerien in der Speyside, die stark rauchige Whiskys brennt. Dieser hier wurde obendrein in einem Laphroaig-Fass nachgereift. Wie hoch der Anteil am deutlicher Rauch in der Nase daran ist, ist schwer zu sagen. Laphroaig-typisch ist er jedenfalls nicht, ich habe hier sehr viel mehr die Assoziation von kalter Asche als von Jod und Pflaster.</p>
<p>Im Munde kommt der Rauch auch gar nicht mal so deutlich raus, wie der Geruch vermuten lassen würde. Insgesamt wirkt er überraschend mild, was aber vielleicht auch am Vergleich zum Vorgänger liegen mag. Trotzdem verträgt auch der hier Wasser, was zu einer sehr deutlichen und schnellen Veränderung führt. Auf einmal mischt sich viel Frucht zum Rauch, der dann immer noch wahrnehmbar ist, aber eben nicht mehr im Vordergrund. So finde ich den sehr gelungen.</p>
<p><strong>3. Ben Riach, OB, peated, Oloroso Sherry Cask for Kirsch Import, 13 Jahre, 57.1%</strong></p>
<p>Zurück im Hauptraum gibt es schon die ersten Empfehlungen, die Nummer Drei besser ausfallen zu lassen. Das schaukelt sich ein bisschen hoch, so dass wir dann schon mit hochgezogener Augenbraue an das Glas gehen. Der Geruch ist aber auch wirklich schon die volle Ladung Klebstoff und Silikonfuge (danke für die Assoziation). Auch geschmacklich ist das jetzt eher &#8211; sagen wir mal &#8211; interessant als eine Offenbarung. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben, irgendeine sehr dominante und unangenehme Fehlnote. Also eigentlich genau das, wo einen alle Sinne &#8222;Nicht trinken!&#8220; schreien. Ein Ratschlag, der von den meisten dann auch befolgt wird.</p>
<p>Keine Ahnung, was da passiert ist. Marco fand ihn mindestens beim Auswählen gut. Ob das an dem Abend auch noch so ist, wird nicht so ganz klar, aber wir sind inzwischen auch ein gutes Stück von einer Stimmung entfernt, die objektive Urteile ermöglichen würde.</p>
<p><strong>4. Ledaig, Douglas Laing, Old Particular PX Sherry Butt, 48.4%</strong></p>
<p>Der nächste Whisky kann da eigentlich nur gewinnen. Allerdings sind wir alle immer noch so mit Geblödel beschäftigt, dass wir uns gar nicht so sehr im Detail mit dem Ledaig auseinandersetzen. Ich kann mich erinnern, dass er ziemlich kräftig und voluminös war und dass der Rauch hier eher dezent im Hintergrund war statt sich nach vorne zu drängeln. Gut, aber nicht mein Favorit an diesem Abend.</p>
<p><strong>5. Coal Ila, Lord of Islay by Whiskykeller, Bourbon Cask, 10 Jahre, 51.1%</strong></p>
<p>Der kommt nach einer kurzen Pause, die wir auch ausfallen lassen und einfach an unserem &#8222;Tisch&#8220; weiterquatschen. Gegessen haben wir eh schon vor dem Tasting. Von Caol Ila gibt es eine Unmenge an unabhängigen Abfüllungen, die eine ziemliche Wundertüte sein können. Den hier finde ich fantastisch. Wie oft ist er optisch sehr hell, was sich aber auch in der Nase und im Mund fortsetzt. Alles wirkt frisch und jung, helle Früchte, Rauch dazu, aber alles extrem ausgewogen und schön abgestimmt. Nichts ist dominant, alles fügt sich zu einem richtig leckeren Bild zusammen. Hier ist es dann extrem schade, dass da nur ein Glas rausgeht, denn da würde ich direkt gern weitertrinken. Mein Gewinner des Abends.</p>
<p><strong>6. Islay Single Malt, Finest Whisky Berlin, 10 Jahre, bekannt als Lagavulin, 54.2%</strong></p>
<p>Lagavulin darf nicht drauf stehen, ist aber drin. Typisch hier die Eleganz der Abfüllung, ein Spiel aus hohen Zitrusnoten und schweren Elementen darunter, die aber miteinander tanzen als miteinander zu ringen. Deutlich kräftiger als der Coal Ila davor, obwohl er von den Prozenten her in einer ähnlichen Liga spielt. Hätte mich der Vorgänger nicht so begeistert, würde ich ihn vermutlich noch besser bewerten, denn das ist in der Tat eine sehr gelungene Abfüllung.</p>
<p><strong>7. Caol Ila, Signatory Vintage, Hogshead, 11 Jahre, 58.6%</strong></p>
<p>Caol Ila die zweite und ansonsten auch hier eine grundsätzlich ähnliche Ausrichtung wie die beiden Abfüllungen davor. Diesmal mit etwas mehr Ecken und Kanten als der Lord of Islay, was allgemein sehr gut ankommt. Ich ziehe allerdings die Ausgewogenheit des anderen vor.</p>
<p><strong>8. Scotch Universe IO III &#8211; 103° P.2.1&#8242; 1815.4&#8243;, First Fill Oloroso Laphroaig, 57.8%</strong></p>
<p>Ein Tasting ohne Laphroaig ist kein Tasting, dieser Satz fällt auch heute Abend wieder. Also wird es ein Tasting und zwar eines mit einem mächtigen Abschluss. Viel Kraft, viel Aroma, bei dem die typischen, extremen Töne von Laphroaig im Sherryfass einen würdigen Gegenpart finden. Allerdings merke ich, dass nach den ganzen starken Abfüllungen meine Geschmackssinne inzwischen deutlich nachlassen, so dass ich die Klasse dann doch eher vermuten muss. Aber so richtig sinnvoll bewerten geht nicht mehr so ganz.</p>
<p>Ich hatte aber auch schon auf der Finest Spirits Abfüllungen von Scotch Universe probiert und war da generell sehr angetan. Die waren in der engeren Auswahl für einen Einkauf, auch wenn der dann letztlich doch bei Villa Konthor erfolgt ist.</p>
<p>Alles in allem ein sehr lustiger und schöner Abend. Keine Frage, ich will das auch mal wieder live mit anderen zusammen machen. Aber bis dahin ist diese Form ein absolut würdiger Ersatz, der Social Distancing um ein gutes Stück erträglicher macht.</p>
<p>Vielen Dank an Marco und <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank" rel="noopener">Munich Spirits</a>!</p>


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		<title>77. Tasting von Munich Spirits &#8211; Sherry und Islay</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Nov 2018 16:32:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man ein hervorragendes Line Up fÃ¼r eine etablierte Reihe an Whisky Tastings aufstellt, dann sollte alles andere eigentlich ein SelbstlÃ¤ufer sein. Eigentlich, aber nicht, wenn die zentrale Frage nicht das Line Up an sich ist, sondern die, wie gut <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/77-tasting-von-munich-spirits-sherry-und-islay"><span class="screen-reader-text">  77. Tasting von Munich Spirits &#8211; Sherry und Islay</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.munich-spirits.de"><img decoding="async" class="alignright" src="http://munich-spirits.club/wp-content/uploads/static/events.jpg" alt="" width="165" height="220" /></a>Wenn man ein hervorragendes Line Up fÃ¼r eine etablierte Reihe an Whisky Tastings aufstellt, dann sollte alles andere eigentlich ein SelbstlÃ¤ufer sein. Eigentlich, aber nicht, wenn die zentrale Frage nicht das Line Up an sich ist, sondern die, wie gut es zu asiatischem Essen passen wird. Der PÃ¤chter der inzwischen ebenso etablierten Location hat nÃ¤mlich schon wieder gewechselt und nun ist es kein Italiener, sondern ein Asia-Imbiss. Das muss nun grundsÃ¤tzlich nicht verkehrt sein, aber das Gefeixe von wegen Glutamat-Tasting Ã¼berlagert im Vorfeld trotzdem das eigentliche Thema Sherry und Islay.</p>
<p><span id="more-1986"></span></p>
<p>Bevor es losgeht, verschaffen wir uns erst mal eine kulinarische Grundlage, die auch als Vortest fungiert. Das Ergebnis lÃ¤sst die leichte Anspannung abfallen. Zwar kommen hier die typischen krÃ¤ftigen GewÃ¼rze zum Einsatz, aber weder diese noch die SchÃ¤rfe an sich sind so dominant, als dass die Whiskys sich dagegen nicht durchsetzen kÃ¶nnten. Alles im grÃ¼nen Bereich also.</p>
<p>Der erste Teil des Abends steht im Namen des Sherry. Das ist erst mal nicht verkehrt, da gibt es feine Sachen. Allerdings auch einiges, was in die Kategorie &#8222;viel hilft viel&#8220; fÃ¤llt, wo die sÃ¼ÃŸe Wucht des Sherrys alles Ã¼berlagert, was der Whisky an sich mitbringt. Wenn man nicht mehr sagen kann, welche Distille man denn nun im Glas hat, dann ist mir das gern mal zu viel.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/glenrothes.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1987" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/glenrothes-150x150.jpeg" alt="Glenrothes" width="150" height="150" /></a>Der Einsteiger &#8211; <strong>Glenrothes, Adelphi, 1st-fill Sherry Hogshead #2413, 2000, 6 Jahre, 56.5%</strong> &#8211; geht gleich mal in diese Richtung und macht schon in der Nase keinen Hehl daraus, in welchen FÃ¤ssern er gereift ist. Sherry massiv, aber durchaus schÃ¶n mit Rosinen und einer Note, die an alten Balsamico erinnert. Wenn man ihm Zeit gibt, kommt Frucht dazu und auch eine leichte Fehlnote, die ich nicht identifizieren kann. Auch im Mund ist der Sherry massiv, allerdings nicht mit aufdringlicher SÃ¼ÃŸe, sondern mit sehr trockenen, beinahe bitteren Noten. FrÃ¼chtebrot ist auch dabei. Trocken bleibt dann auch der Abgang, mit einer dezenten SÃ¼ÃŸe dabei. Das alles gefÃ¤llt mir Ã¼berraschend gut, auch wenn der Sherry hier dominant ist. Vor allem durch den trockenen Charakter ist er aber nicht zu dominant. Ein schÃ¶ner Abendwhisky.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/miltonduff.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1988" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/miltonduff-150x150.jpeg" alt="Miltonduff" width="150" height="150" /></a>Auch bei Nummer zwei springt einen das Fass sofort an. <strong>Miltonduff, Wildlife Collection, 1st-fill Oloroso, 65.5%</strong>. Ein Rosinenbomber mit leichtem Schwefel und ein wenig Zitrus. Im Mund sehr krÃ¤ftig &#8211; was bei dem Alkoholgehalt nicht weiter verwundert &#8211; mit viel Frucht und viel Volumen, zumindest wenn man einen richtigen Schluck nimmt und nicht nur am Glas nippt. Es folgt ein sÃ¼ÃŸer, wÃ¤rmender und langer Abgang. Die FassstÃ¤rke legt ein paar Tropfen Wasser nahe, mit denen der Whisky deutlich herber wird, aber leider auch ein wenig seiner Klasse verliert. Insgesamt hat er mir ein bisschen zu viel Attacke, aber nichtsdestotrotz ist das schon ein feiner Tropfen.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/linkwood.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1989" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/linkwood-150x150.jpeg" alt="Linkwood" width="150" height="150" /></a>Wir bleiben bei AbfÃ¼llungen, die nicht nur einen Hauch Sherry mitbringen aber es bleibt auch dabei, dass ich das Ã¼berhaupt nicht als unangenehm empfinde. <strong>Linkwood, The Single Malts of Scotland, Sherry Hogshead, 16 Jahre, 58.7%</strong>. Wieder viel Sherry in der Nase, aber auch wieder sehr anders als bei den VorgÃ¤ngern. Hier sieht man eher das alte, schwere Ledersofa vor sich, das im Kaminzimmer bei Regenwetter auf einen wartet. Der Geschmack ist passend dazu herb und krÃ¤ftig, mit NÃ¼ssen und Schokolade, bevor es in einen leicht bitteren Abgang Ã¼bergeht. Nach dem ersten Schluck hat man Soft Cake in der Nase, diese mit Orangencreme gefÃ¼llten Schokoladenkekse. Dieser Whisky ist nicht so sÃ¼ffig wie die beiden davor, dafÃ¼r aber deutlich komplexer und anspruchsvoller. Fein.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/benriach.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1990" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/benriach-150x150.jpeg" alt="BenRiach" width="150" height="150" /></a>Der letzte aus der Sherry-Reihe legt dann nochmal einen drauf. <strong>BenRiach, OB, Pedro Ximinez 1st-fill, 1992-2013, 21 Jahre, 53.3%</strong>. Orange und dunkle Schokolade finden sich hier genau so wie das englische Herrenzimmer mit altem Leder. Dazu findet sich hier aber eine schwere SÃ¼ÃŸe im Abgang, sobald die herben Noten in den Hintergrund treten. Auch wenn hier weiterhin der Sherry im Vordergrund steht, kann ich nicht anders, als &#8222;groÃŸes Kino&#8220; als Fazit zu nehmen. Hier hatten wir nun wirklich bei jedem Whisky eine Steigerung zum VorgÃ¤nger im Glas.</p>
<p>So, Pause. Diesmal mit FrÃ¼hlingsrollen, Chicken Wings und Krabbenbrot statt Antipasti. Das ist jetzt kein kulinarischer Hochgenuss, fÃ¼r den Whisky stellt das aber aus meiner Sicht klar die geringere Herausforderung dar als sauer angemachtes GemÃ¼se. Passt also.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/caol_ila.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1991" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/caol_ila-150x150.jpeg" alt="Caol Ila" width="150" height="150" /></a>Weiter mit dem zweitem Teil. Drei AbfÃ¼llungen von Islay, bei zweien davon Themenwechsel von Sherry zu Rauch, beim letzten die Verbindung von beiden. Die ErÃ¶ffnung macht ein <strong>Caol Ila, Malts of Scotland, Bourbon Hogshead #12374, 1998-2008, 9 Jahre, 60.7%</strong>. Schweres GeschÃ¼tz, kalter Rauch und viel davon, dazu Weingummi und Zitrus. Nicht ungewÃ¶hnlich, finde ich. Der Geschmack ist wuchtig, mit Zitrusnoten darÃ¼ber und wieder Rauch. Der bleibt auch im Abgang erhalten, der ebenso massiv ist wie alles davor. Solider Whisky, keine Frage. Die Ausrichtung ist nicht mehr so meins, aber der ist schon gut gemacht.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/laphroaig.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1992" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/laphroaig-150x150.jpeg" alt="Laphroaig" width="150" height="150" /></a>Die zweite AbfÃ¼llung macht den Unterschied zwischen Rauch und Torf klar. <strong>Laphroaig, OB, Cask Strength Batch #010, 10 Jahre, 58.0%</strong>. Den Zehner in FassstÃ¤rke gibt es inzwischen nur noch vor Ort zu kaufen &#8211; leider. Hier zeigt sich Laphroaig genau so, wie er sein sollte &#8211; phenolisch und medizinisch. In der Nase dazu Banane. Im Mund kommt erst die Torfwand, dann fruchtige Noten, der Torf bleibt aber prÃ¤sent. Der lange Abgang bleibt wÃ¼rzig und medizinisch, bringt aber eine hintergrÃ¼ndige SÃ¼ÃŸe und auch ein bisschen Salz mit. Das alles muss man mÃ¶gen, aber wenn, dann ist der schon richtig groÃŸ.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/port_charlotte.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1993" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/port_charlotte-150x150.jpeg" alt="Port Charlotte" width="150" height="150" /></a>Zum Abschluss dann Torf und Sherry in einem &#8211; eine Kombination, die oftmals richtig gut funktioniert. Die SÃ¼ÃŸe des Sherry nimmt dem Torf den Biss, im Gegenzug kann der eine Tiefe mit reinbringen, die das Sherryfass alleine nicht schafft. Hier versucht das ein <strong>Port Charlotte, Malts of Scotland, Sherry Cask #833, 2001-2010, 8 Jahre, 61.6%</strong>. Bei Port Charlotte gibt es AbfÃ¼llungen, die mir deutlich zu extrem sind. Andererseits hatte ich aber schon welche, die ich sehr gelungen fand. Dieser hier riecht schon mal nicht extrem, im Gegenteil. Der Sherry kann ich mit schwerer SÃ¼ÃŸe riechen, den Torf erst mal nicht. Den bekomme ich erst nach dem ersten Schluck in die Nase, aber auch dann nicht besonders dominant. Im Mund gibt es neben viel Kraft und trockenem Sherry TrockenfrÃ¼chte, im Abgang eine cremige Bitterkeit und dahinter wieder Rauch. Das passt alles zusammen und ergibt eine komplexe Komposition, bei der keine Note allein im Vordergrund steht.</p>
<p>Fazit: Kein Glutamat, dafÃ¼r ausnahmslos trinkenswerte Tropfen im Glas. Experiment geglÃ¼ckt, wÃ¼rde ich sagen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>73. Tasting von Munich Spirits &#8211; Islay High End Tasting</title>
		<link>https://www.negatron.de/whisky/73-tasting-von-munich-spirits-islay-high-end-tasting</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Apr 2018 14:46:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Ardbeg]]></category>
		<category><![CDATA[Caol Ila]]></category>
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		<category><![CDATA[Scotch Malt Whisky Society]]></category>
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					<description><![CDATA[Drei ungewÃ¶hnliche Aspekte fÃ¼r ein Tasting von Munich Spirits. Alle Whiskys aus der Kategorie Torf und Rauch, alle Whiskys vergleichsweise hochpreisig, nur einer aus dem Setup noch regulÃ¤r auf dem Markt erhÃ¤ltlich. Aber es darf ja auch gern mal ungewÃ¶hnlich <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/73-tasting-von-munich-spirits-islay-high-end-tasting"><span class="screen-reader-text">  73. Tasting von Munich Spirits &#8211; Islay High End Tasting</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Drei ungewÃ¶hnliche Aspekte fÃ¼r ein Tasting von <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank" rel="noopener">Munich Spirits</a>. Alle Whiskys aus der Kategorie Torf und Rauch, alle Whiskys vergleichsweise hochpreisig, nur einer aus dem Setup noch regulÃ¤r auf dem Markt erhÃ¤ltlich. Aber es darf ja auch gern mal ungewÃ¶hnlich sein.</p>
<p><span id="more-1960"></span>Bei mehreren Whiskys mit Ã¤hnlich extremer Ausrichtung trinkt sich recht schnell auf diese Ausrichtung ein und sie kommt einem gar nicht mehr so extrem vor, was durchaus erst mal Sinn ergibt. Im Gegenzug bedeutet das aber auch eine gewisse Verzerrung, da man die Whiskys in Folge anders wahrnimmt als wenn man sie fÃ¼r sich allein trinken wÃ¼rde. Das macht die Beschreibung in dem Fall noch subjektiver als eh schon.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/pc7.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1969" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/pc7-150x150.jpg" alt="Port Charlotte" width="150" height="150" /></a>Wann kann man schon mal ein Tasting mit einem Port Charlotte erÃ¶ffnen? Normalerweise stehen Whiskys mit dieser Torfigkeit eher am Ende eines Tastings, aber bei dieser Range ist kein Platz fÃ¼r ein langsames Hochfahren der Geschmacksnerven. Wir beginnen also mit einem <strong>Port Charlotte, OB, Cognac Cask, 8 Jahre, 2007, 57,8%</strong>. Die meisten Port Charlottes sind mir zu extrem und deswegen bin ich hier zum Einstieg skeptisch. Zu Unrecht. Der Geruch macht zwar schon vom Tisch aus deutlich, dass es sich hier um einen Malt aus der &#8222;Heavily Peated Serie&#8220; handelt, aber mit ein klein bisschen Luft zeigen sich dahinter schnell andere Noten. Ich rieche grÃ¼ne NÃ¼sse oder Nusseis. Im Geschmack ist der Torf zwar deutlich, aber nicht so dominant wie erwartet. Insgesamt ist er aber schon richtig krÃ¤ftig und mundfÃ¼llend, mit dunkler, brÃ¶sliger Schokolade und mit einem langen, schmelzigen Abgang, der ganz zum Schluss unerwartet nochmal einen bitteren Biss bringt. Auf ein Cognacfass wÃ¤re ich nicht gekommen, aber fÃ¼r sein Alter wirkt der Ã¼berraschend reif, mit mehreren schÃ¶nen Wechseln zwischen sÃ¼ÃŸ und trocken. Vor allem die Cremigkeit gefÃ¤llt mir ausgesprochen gut. Vielleicht der beste Port Charlotte, den ich bislang getrunken habe. Da dieser der Einzige ist, den es noch normal im Handel gibt, komme ich direkt ins Ãœberlegen.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_alligator.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1970" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_alligator-150x150.jpg" alt="Ardbeg Alligator" width="150" height="150" /></a>An sich war ich mir sicher, dass ich den Alligator schon mal getrunken habe, aber eine Recherche in meinen Aufzeichnungen bringt nichts zu Tage. Da ich dazu auch keine konkrete Erinnerung mehr an den Geschmack habe, gehen wir also einfach mal davon aus, dass das erste Aufeinandertreffen ist: <strong>Ardbeg, OB, Alligator &#8211; Committee for discussion, 51,2%</strong>. Es mag am Port Charlotte davor liegen, aber der Torf erscheint hier in der Nase eher dezent, dafÃ¼r gibt es wÃ¼rzige Frucht und frisch geschnittenes Holz. Geschmacklich finde ich ihn schon eher typisch, mit einer Mischung aus Fruchtigkeit und Torf, mit einem Ã¼berraschend kurzen und unspektakulÃ¤ren Abgang voller kaltem Lagerfeuer. In den Bewertungen hat der ziemlich gut abgeschnitten, mich Ã¼berzeugt er allerdings nicht so richtig. Es mag am Port Charlotte davor liegen, aber der Alligator wirkt nicht nur im Vergleich zu diesem etwas unspektakulÃ¤r, sondern kann auch nicht mit AbfÃ¼llungen wie dem Corryvreckan oder dem Uigeadail mithalten.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_swms.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1971" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_swms-150x150.jpg" alt="Ardbeg SMWS" width="150" height="150" /></a>In Konkurrenz dazu gleich der nÃ¤chste Ardbeg, diesmal von der Scotch Malt Whisky Society: <strong>Ardbeg SMWS 33.125 &#8222;Salted Caramel Lollipop&#8220;, 7 Jahre, 2005-2012, 64,4%</strong>. Man kann etwas mehr Rauch riechen, vor allem aber Weingummi, salziges Lakritz, Mandeln und ungebackenen Keksteig. Hier kann ich den Namen also gut nachvollziehen.Â  Im Mund hingegen finden sich wenig Frucht und SÃ¼ÃŸe, hier dominiert dann doch eher der krÃ¤ftige, torfige Charakter. Auch im Nachgang sind vor allem bittere Noten und kalter Rauch prÃ¤sent, erst recht spÃ¤t kommt noch eine leichte SÃ¼ÃŸe durch. Das alles wirkt eher straight und klar, salted Lollipop hat man eher in der Nase oder eben ganz zum Schluss. Insgesamt nicht Ã¼bel, aber auch hier ist der Name fÃ¼r mich grÃ¶ÃŸer als das Ergebnis.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/port_ellen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1972" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/port_ellen-150x150.jpg" alt="Port Ellen" width="150" height="150" /></a>Wo wir gerade bei groÃŸen Namen sind, mehr als Port Ellen geht in der Hinsicht bei Islay nicht. Von Diageo in den 80ern geschlossen, gelten die wenigen restlichen erhÃ¤ltlichen AbfÃ¼llungen fÃ¼r viele als das Nonplusultra und rufen Preise jenseits von gut und bÃ¶se auf. Da mag mehr Legende als RealitÃ¤t dahinter stehen. TatsÃ¤chlich waren aber die wenigen Port Ellens, die ich in meinem Leben trinken durfte, alle richtig toll. Hier haben wir nun eine unabhÃ¤ngige AbfÃ¼llung auf dem Programm: <strong>Port Ellen, The Whisky Fair, Sherry Butt, 1982-2007, 24 Jahre, 59,6%</strong>. Der Geruch ist im Gegenzug zu den Whiskys davor sehr elegant und ziemlich komplex. Da ist vieles drin, aber nichts, was richtig dominant hervorstechen wÃ¼rde. Ein bisschen Rosine, Marmelade aus reifen FrÃ¼chten, Bienenwachs und weinige Noten sind so Assoziationen, die kommen. Hier wÃ¼rde ich eher einen Cognac-Einfluss vermuten als beim PC am Anfang. Das Sherryfass kommt jedenfalls nicht deutlich raus, sondern integriert sich komplett in das Gesamtbild. Der Geschmack hat enorm viel Kraft, was das Herausschmecken einzelner Noten nicht leichter macht. Aber auch das ist nicht unangenehm und geht dann in einen sehr langen und cremigen Abgang Ã¼ber. Der Name mag die Wertung beeinflussen, aber es wird vergleichsweise still im Raum. Einige sitzen einfach nur versonnen schnuppernd und schmeckend da, ich einer von ihnen. Das hÃ¤tte ich auch noch lÃ¤ngere Zeit so machen kÃ¶nnen, ohne dass mir etwas gefehlt hÃ¤tte. Bombe.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_whisky_source.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1973" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_whisky_source-150x150.jpg" alt="Laphroaig TWS" width="150" height="150" /></a>Nach dem Essen geht es mit einer Distillerie weiter, die keine Schwierigkeiten damit haben sollte, den Geschmacksknospen die Erinnerung an die Antipasti zu nehmen. Der erste der beiden kommt von einem unabhÃ¤ngigen AbfÃ¼ller, der sich nicht mehr recherchieren lieÃŸ. Weder ganz allgemein, noch im speziellen diese Flasche: <strong>Laphroaig, The Whisky Source, 1998-2009, 10 Jahre, 56,9%</strong>. In der Nase gibt es vor allem Torf und Zitrusnoten, dahinter rote Beeren. Das medizinische fehlt etwas, weswegen ich vielleicht nicht direkt auf Laphroaig getippt hÃ¤tte. Auch im Mund ist der Torf in Vordergrund, der Whisky ist herb und krÃ¤ftig und bleibt das auch im Abgang. SchÃ¶ner zehnjÃ¤hriger, bei dem das einzige, was man kritisieren kÃ¶nnte, die fehlende AuÃŸergewÃ¶hnlichkeit ist.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_smws.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1974" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_smws-150x150.jpg" alt="Laphroaig SMWS" width="150" height="150" /></a>Auch hier gibt es als zweiten Vertreter eine AbfÃ¼llung der Scotch Malt Whisky Society: <strong>Laphroaig SMWS 29.125 &#8222;Smoke of sweet chili sausages&#8220;, 17 Jahre, 60,6%</strong>. Nase drÃ¼ber &#8211; Chili, check &#8211; Barbecue, check &#8211; SÃ¼ÃŸe, check. Nur die Wurst fehlt noch. Die kommt auch im Mund nicht dazu, wo man dafÃ¼r genau die AuÃŸergewÃ¶hnlichkeit bekommt, die mir beim VorgÃ¤nger gefehlt hat. Sehr sÃ¼ÃŸ mit wÃ¼rzigem Rauch und Pfefferminznoten dazu. Das alles geht in einen sehr langen und ebenfalls sÃ¼ÃŸen Abgang Ã¼ber, bei dem die WÃ¼rze immer weiter in den Hintergrund tritt. Das alles hat tatsÃ¤chlich was von BBQ-Sauce. GroÃŸes Kino, den wÃ¼rde ich zu den besten SWMS-AbfÃ¼llungen zÃ¤hlen, die ich bislang im Glas hatte.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/caol_ila.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1975" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/caol_ila-150x150.jpg" alt="Caol Ila" width="150" height="150" /></a>Der Abschluss klingt fÃ¼r den einen oder anderen vielleicht erst mal ungewÃ¶hnlich: <strong>Caol Ila, Signatory Vintage, Hogshead, 29 Jahre, 1982-2012, 56,3%</strong>. Caol Ila hat bei einigen den schlechten Ruf,Â  eher Masse als Klasse zu produzieren (und die Distillerie waren, die statt Port Ellen weitermachen durfte), aber das halte ich fÃ¼r etwas unfair. Ja, die Anlagen sind eher ein Industriekomplex als eine malerische Kleinanlage und man produziert tatsÃ¤chlich enorme Mengen. Allerdings eben auch immer wieder richtig gute AbfÃ¼llungen. Das hier ist eine davon. Aus irgendeinem Grund nur wenige Wochen vor dem Erreichen der 30 Jahre abgefÃ¼llt bekommt der Port Ellen aus Runde eins hier einen wirklich wÃ¼rdigen Konkurrenten. Aromenvielfalt in der Nase mit Zitrus, Pfirsich, Holznoten, reifem Obst, Kraut und Rauch. Ein vollmundiger, wÃ¤rmender und wÃ¼rziger Geschmack, der Rauch nicht zu dominant und schÃ¶ne sÃ¼ÃŸe Noten dazu. Der Abgang erinnert an bittere Orangenmarmelade, bleibt lang und intensiv und wird dabei immer fruchtiger. Das ist alles nicht ganz so elegant und gentlemanlike wie beim Port Ellen, hat aber nichtsdestotrotz groÃŸe Klasse. Absolut Top!</p>
<p>Sehr schÃ¶nes Tasting komplett ohne AusfÃ¤lle und mit ein paar richtig feinen Sachen. Der einzige Wehrmutstropfen dabei ist nur, dass man fast nichts davon ein zweites Mal im Glas haben wird â€¦</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>52. Whiskytasting von Munich Spirits &#8211; Weihnachtstasting</title>
		<link>https://www.negatron.de/whisky/52-whiskytasting-von-munich-spirits-weihnachtstasting</link>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2016 20:34:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Diesen Bericht muss ich nachtragen. Im Dezember, als dieses Tasting eigentlich statt gefunden hab, bin ich erst nicht dazu gekommen und hab ich ihn dann vergessen. Unter den Tisch fallen soll er aber nicht, deswegen sei er hiermit nachgeholt. Manche <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/52-whiskytasting-von-munich-spirits-weihnachtstasting"><span class="screen-reader-text">  52. Whiskytasting von Munich Spirits &#8211; Weihnachtstasting</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diesen Bericht muss ich nachtragen. Im Dezember, als dieses Tasting eigentlich statt gefunden hab, bin ich erst nicht dazu gekommen und hab ich ihn dann vergessen. Unter den Tisch fallen soll er aber nicht, deswegen sei er hiermit nachgeholt.</em></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0084.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1687 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0084-150x150.jpg" alt="Weihnachtstasting" width="150" height="150" /></a>Manche schwÃ¶ren auf Grog gegen ErkÃ¤ltungen. Meiner Erfahrung nach ist Alkohol bei Krankheit allerdings eher kontraproduktiv. In jedem Fall sind ErkÃ¤ltungen kontraproduktiv bei Alkohol &#8211; zumindest wenn man riechen und schmecken mÃ¶chte, was man im Glas hat. Mein Sohn hat mit fiesem Husten und Schnupfen angefangen, meine Frau hat nachgezogen (und musste deswegen auch absagen), meine AbwehrkrÃ¤fte hatten zuerst noch standgehalten. Das war mir gerade bei diesem Tasting wichtig, denn zu Gast war mit der <a href="http://www.singlecaskcollection.at" target="_blank">Single Cask Collection</a> aus Ã–sterreich einer meiner bevorzugten AbfÃ¼ller. Am Tag des Tastings haben sie dann aber letztlich doch den geordneten RÃ¼ckzug angetreten, weswegen die Sensorik im Laufe des Abends leider abgebaut hat. Hier nun also meine etwas eingeschrÃ¤nkte Sicht.<span id="more-1683"></span></p>
<p>Wie bereits erwÃ¤hnt wollte ich dieses Tasting nicht versÃ¤umen. Die Entwicklung im Bereich Whisky macht ja immer weniger SpaÃŸ. Die Nachfrage zieht weltweit nach wie vor an und die Destillerien kommen mit dem Liefern nicht mehr nach. Als Konsequenz hauen sie ihren Stoff immer jÃ¼nger raus, verzichten dabei aber auf Altersangaben und geben ihren AbfÃ¼llungen stattdessen lieber blumige Namen und im gleichen Zug auch satt hÃ¶here Preise. Sprich: die Standards werden schlechter und teurer. Der richtig geile Stoff wird gleichzeitig nicht nur seltener, sondern ist Ã¼berwiegend nur noch fÃ¼r Summen zu haben, die jenseits meines persÃ¶nlichen Budgets liegen. Es gibt demzufolge immer weniger, das ich mir mit SpaÃŸ und Genuss ins Regal stellen mag. Dass inzwischen die ersten unabhÃ¤ngigen AbfÃ¼ller den Laden dicht machen, weil sie keine brauchbaren FÃ¤sser zu vertretbaren mehr erhalten, macht es nicht besser.</p>
<p>Eine der groÃŸen Ausnahmen ist fÃ¼r mich die Single Cask Collection aus Ã–sterreich. Nicht nur, weil die AbfÃ¼llungen Ã¼ber die gesamte Range ausnahmslos einen hohen QualitÃ¤tsanspruch haben. Sondern vor allem auch, weil man sie hier nach wie vor noch zu vertretbaren Preisen bekommt. Zwar merkt man auch hier, dass die Fasspreise angezogen haben. Aber wenigstens wird hier von Seiten des AbfÃ¼llers kein Phantasiebonus draufgeschlagen. Hier kauf ich also nach wie vor ein.</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0077.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1688 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0077-150x150.jpg" alt="Teeling" width="150" height="150" /></a>Runde 1 &#8211; Teeling, Single Cask Collection, 13 Jahre, 54,2%</strong><br />
Irische Whiskeys bekommt man kaum in FassstÃ¤rke, was diesen hier aus dem Bourbon Hogshead schon mal zu einer Besonderheit macht. Sehr schÃ¶n in der Nase, mit GrÃ¼nem Apfel, etwas Honig und mit ein paar Tropfen Wasser noch gerÃ¶steten NÃ¼ssen. Der Geschmack ist der FassstÃ¤rke entsprechend krÃ¤ftig, dabei aber nicht alkoholisch, mit deutlichen Fruchtnoten in Richtung Apfel und Birne, die in einen mittellangen, malzigen Abgang ausklingen. Insgesamt eher sommerlich, aber schon genau meine Richtung. Mein einziger Kritikpunkt wÃ¤re, dass der Abgang einen Tick lÃ¤nger sein kÃ¶nnte, aber das ist wohl auch dem Alter geschuldet.</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0078.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1689 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0078-150x150.jpg" alt="Bladnoch" width="150" height="150" /></a>Runde 2 &#8211; Bladnoch, Single Cask Collection, 21 Jahre, 51,9%</strong><br />
Diese AbfÃ¼llung gibt es aktuell nicht mehr, das war ein Reserve, die nur auf Wunsch von Marco nochmal ins Tasting gekommen ist. Der Bladnoch wurde in mehreren BourbonfÃ¤ssern gelagert und Ã¼berrascht mich geruchlich mit Noten, die leicht an Wein erinnern. Dazu gibt es Gras und nach einiger Zeit etwas Met. Auch im Mund schmeckt er erstmal krautig. Der Geschmack kommt insgesamt eher spÃ¤t und ist relativ komplex, ohne dass eine Komponente deutlich herausstechen wÃ¼rde. Im Abgang wird er leicht bitter und trocken, ganz spÃ¤t erinnert das an Weingummi. Vermutlich ist der richtig gut, aber mit leicht angeschlagener Nase Ã¼berfordert der mich leider gerade.</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0079.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1690 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0079-150x150.jpg" alt="Tormore" width="150" height="150" /></a>Runde 3 &#8211; Tormore, Single Cask Collection, 20 Jahre, 53,1%</strong><br />
Die Tastingnotes von SCC sprechen von &#8222;viel frischen FrÃ¼chten, Aprikose und Apfel vielleicht&#8220;. Ich riech die nicht und die anderen am Tisch auch nicht. Meine Assoziationen gehen eher in Richtung GewÃ¼rze (KÃ¼mmel?) oder Leder, weswegen die Frage aufkommt, ob wir hier wirklich den beschriebenen Whisky im Glas haben. Der Geschmack ist herb, krÃ¤ftig und etwas holzig, im Abgang kommt eine malzige SÃ¼ÃŸe durch. SchÃ¶ne Kombination aus eigenem Charakter und Trinkbarkeit, kann ich mir sehr gut am spÃ¤ten Abend in einer gemÃ¼tlichen Bar vorstellen.</p>
<p><strong> <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0080.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1692 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0080-150x150.jpg" alt="IMG_0080" width="150" height="150" /></a>Runde 4 &#8211; Longmorn, Single Cask Collection, 23 Jahre, 52,1%</strong><br />
Ich hab nicht nur einmal erwÃ¤hnt, dass Longmorn eine alte, verlorene Liebe von mir ist. Da muss ich immer probieren, um vielleicht etwas zu finden, was an die ehemalige 15jÃ¤hrige OriginalabfÃ¼llung erinnert. Im Glas muss erst mal die Assoziation zu LÃ¶sungsmittel verfliegen, was auch schnell passiert. Danach gibt es einen voluminÃ¶sen Geruch mit TrockenfrÃ¼chten, Kokos und einem Hauch Marzipan. Das ist schon mal super. Der Geschmack ist krÃ¤ftig und wÃ¤rmend, ebenfalls mit TrockenfrÃ¼chten und dunkler Schokolade. Mit etwas Wasser bekommt er auch eine Schmelzigkeit, die genau in die Richtung der alten OA geht. Dahinter kommt ein langer Abgang mit einer Ledercouch im englischen Herrenzimmer, die ganz zum Schluss in einen sÃ¼ÃŸen Nachhall Ã¼bergeht. Super! Der kommt heute Abend mit mir nach Hause!</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0081.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1693 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0081-150x150.jpg" alt="Springbank" width="150" height="150" /></a>Runde 5 &#8211; Springbank, OB for Hanseatische, 1996, Amontillado Sherry Cask # 256, 56%</strong><br />
Die Ã–sterreicher mussten zur Essenspause leider den Heimweg antreten, deswegen gab es nach dem Essen noch ein paar andere AbfÃ¼llungen. Allerdings spÃ¼re ich jetzt auch deutlich die SchleimhÃ¤ute und kÃ¤mpfe deswegen ziemlich damit, noch halbwegs brauchbares zu erschmecken. Dieser Springbank war sehr deutlich im Sherryfass &#8211; soweit ist das einfach &#8211; und zwar in einem, das nicht nur wenig Schwefel enthalten hat, sondern vor allem auch einen eher herben als sÃ¼ÃŸen Sherry. Die SÃ¼ÃŸe fehlt auch im Geschmack, der dafÃ¼r krÃ¤ftige Ledernoten bringt. Diese Kraft bleibt auch im Abgang erhalten. Insgesamt eher rau als zart, dabei aber sehr stimmig und mit gut eingebautem Sherry, der den Springbank nicht erdrÃ¼ckt. GefÃ¤llt mir.</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0082.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1694 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0082-150x150.jpg" alt="Mortlach" width="150" height="150" /></a>Runde 6 &#8211; Mortlach, Signatory Vintage, 18 Jahre, Sherry Cask #2651, 59,6%</strong><br />
Hier ist die erste Assoziation kein Sherry, sondern (Ã¤hnlich wie beim Longmorn) erstmal LÃ¶sungsmittel. Er braucht etwas Zeit im Glas, bis er typischer wird. Dabei geht auch der hier in die Richtung krÃ¤ftig und wÃ¼rzig statt sÃ¼ÃŸ. Diesmal gibt es auch deutliche Schwefelnoten. Dadurch wirkt er insgesamt noch ruppiger als der Springbank. Im Abgang meine ich noch Zitrone zu erahnen, aber viel geht bei mir leider nicht mehr.</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0083.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1695 size-thumbnail" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2016/02/IMG_0083-150x150.jpg" alt="Laphroaig" width="150" height="150" /></a>Runde 7 &#8211; Laphroaig, Malts of Scotland, 10 Jahre, Sherry Butt #15, 55,5%</strong><br />
Wenn es noch einen Whisky gibt, der jetzt noch durchkommt, dann ein Laphroaig. Nicht irgendeiner, sondern laut Marco (von dem diese Flasche stammt) der beste, den er je im Glas hatte. In der Nase wenig Ã¼berraschend Torf, dazu kalter Rauch. Das erinnert an einen ausgebrannten Grill. Der Geschmack ist krÃ¤ftig, aber gleichzeitig auch sehr rund, der Sherry kommt mit rein. Dahinter ein langer, langsamer Abgang in Richtung SÃ¼ÃŸe, bei der der Rauch aber immer wahrnehmbar bleibt. Vermutlich wirklich richtig geiler Stoff, den ich aber nur noch erahnen kann.</p>
<p>Trotz der eingeschrÃ¤nkten Wahrnehmung ein feiner Abend, bis nach Hause hab ich es immerhin noch geschafft. Besonderer GruÃŸ und Dank geht nach Ã–sterreich!</p>
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		<title>46. Whiskytasting von Munich Spirits â€“ Messehighlights Finest Spirits 2015</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2015 13:04:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Benriach]]></category>
		<category><![CDATA[Caperdonich]]></category>
		<category><![CDATA[Cooley]]></category>
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		<category><![CDATA[Glen Garioch]]></category>
		<category><![CDATA[Glenburgie]]></category>
		<category><![CDATA[Laphroaig]]></category>
		<category><![CDATA[Munich Spirits]]></category>
		<category><![CDATA[Tasting]]></category>
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					<description><![CDATA[WÃ¤hrend sich glÃ¼ckliche Menschen Ende Februar auf der Finest Spirits vergnÃ¼gen durften, stand ich in alten Klamotten auf einer Leiter in meiner alten Wohnung und habe WÃ¤nde gestrichen. Kein guter Ersatz, vor allem da einem heutzutage von Wandfarbe nicht mehr <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/46-whiskytasting-von-munich-spirits-messehighlights-finest-spirits-2015"><span class="screen-reader-text">  46. Whiskytasting von Munich Spirits â€“ Messehighlights Finest Spirits 2015</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>WÃ¤hrend sich glÃ¼ckliche Menschen Ende Februar auf der <a title="Finest Spirits" href="http://www.finest-spirits.com" target="_blank">Finest Spirits</a> vergnÃ¼gen durften, stand ich in alten Klamotten auf einer Leiter in meiner alten Wohnung und habe WÃ¤nde gestrichen. Kein guter Ersatz, vor allem da einem heutzutage von Wandfarbe nicht mehr schwummrig im Kopf wird. Umso gespannter war ich deswegen auf die Messenachlese von <a title="Munich Spirits" href="http://munich-spirits.de/" target="_blank">Munich Spirits</a>. Bislang hatten die MÃ¤dels und Jungs immer eine ziemlich gute Nase (in jeder Hinsicht) und damit war das die MÃ¶glichkeit, zumindest ein wenig der Messe nachzuholen.<br />
<span id="more-1615"></span><br />
Die Rahmenbedingungen waren die gleichen wie immer, ich komme also direkt zu den Whiskys:</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183232.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1616" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183232-150x150.jpg" alt="20150326_183232" width="150" height="150" /></a>Die ErÃ¶ffnung machte eine ungewÃ¶hnliche AbfÃ¼llung des Scotch Single Malt Circle. Eigentlich bringt Maggie Miller nur AbfÃ¼llungen in FassstÃ¤rke heraus. Aber auch sie bekommt inzwischen wie alle unabhÃ¤ngigen AbfÃ¼ller den Mangel an FÃ¤ssern, deren Inhalt sowohl trink- wie auch bezahlbar ist, deutlich zu spÃ¼ren. Das einzige, was beim Broker in dieser Kategorie in Frage gekommen ist, war ein bereits auf TrinkstÃ¤rke verdÃ¼nnter <strong>Glenburgie, Scotch Single Malt Circle, Bourbon Barrel, 19 Jahre, 46%</strong>. Bevor sie nun mit komplett leeren HÃ¤nden wieder gehen musste, wurde es dann der. Das kann ich nachvollziehen, denn der geht genau in die Richtung, die ich seit einiger Zeit bevorzuge. In der Nase kommt hinter einem Hauch von LÃ¶sungsmittel sofort Fruchtkompott durch, bei dem Birne im Vordergrund steht. Sehr fein und vielversprechend. Der Geschmack ist im ersten Moment eher wÃ¼rzig, die Frucht kommt nicht so dominant durch, wie man durch den Geruch erwarten wÃ¼rde. Im Abgang wird wird er leicht adstringierend und es kommen rote Pefferbeeren dazu. Leider klingt er nicht allzu lange nach, was wahrscheinlich am Alkoholgehalt liegt. Extrem schade, dass der bereits verdÃ¼nnt war. In FassstÃ¤rke wÃ¤re der richtig groÃŸ gewesen, so reicht es letztlich nur zu einer Zwei mit Sternchen. Was aber natÃ¼rlich immer noch ziemlich respektabel ist.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183240.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1617" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183240-150x150.jpg" alt="20150326_183240" width="150" height="150" /></a>Nummer zwei wurde als der Ã¼berzeugendste Vertreter dieser Destillerie auf der Messe angekÃ¼ndigt: <strong>Benriach, Anam na h-Alba, Refill Sherry 1990, 24 Jahre, 59,7%</strong>. Schon die Farbe sieht nicht nach Sherry aus, der Geruch hat auch nichts damit zu tun. Ganz im Gegenteil findet sich da mit Vanille ein recht deutlicher Hinweis auf BourbonfÃ¤sser. Auch ansonsten hat er nichts von sherryÃ¤hnlicher Schwere oder Muffigkeit, sondern wirkt ganz im Gegenteil sehr frisch und klar, mit Zitrusnoten. Die Assoziation ist eher BergfÃ¼hling als Ledersofa. Im Geschmack kommt der Alkohol sehr deutlich raus, aber auch hier ist von Sherry keine Spur. Inzwischen stellt sich mir die Frage, ob der nicht vielleicht falsch deklariert war. Das schmeckt alles nach straightem Bourbonfass. Im Abgang gibt es noch ein wenig Toffee. So richtig Ã¼berzeugt mich das aber alles nicht. Wenn das der stÃ¤rkste Benriach der Messe war, dann spricht das nicht gerade fÃ¼r die anderen AbfÃ¼llungen.<br />
Mit Wasser verÃ¤ndert er sich ziemlich deutlich, da kommen auf einmal Birnen- und Apfelnoten durch. Insgesamt erinnert er mich an da an einen Obstbrand, der im Holzfass nachgelagert wurde. Vor ein paar Jahren gab es mal einen â€žAlten Apfelâ€œ der Brennerei Ziegler. An den musste spontan denken. Trotzdem fÃ¼r mich der schwÃ¤chste Vertreter im LineUp.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183245.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1618" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183245-150x150.jpg" alt="20150326_183245" width="150" height="150" /></a>Mit der nÃ¤chsten Runde wurde dann aber spontan alles wieder gut. Die AbfÃ¼llungen der Scotch Malt Whisky Society sind den Mitgliedern vorbehalten und auch fÃ¼r diese nicht immer leicht zu bekommen. Vor allem die richtig guten sind schnell weg, was auch bei dieser der Fall war: <strong>Cragganmore, SMWS 37.60, â€žOranges, spices and London honeyâ€œ, 29 Jahre, 52,4%</strong>. Alter Whisky braucht gern Zeit im Glas und das ist hier nicht anders. Die erste Nase ist eher unangenehm und erinnert die einen am Tisch an Uhu, mich an morsches Holz. Aber das Ã¤ndert sich nach einiger Zeit, es kommen florale Noten durch, dazu der im Namen bereits erwÃ¤hnte Honig. Leichte GewÃ¼rznoten lassen sich auch finden, die Orangen hab ich eher nicht. Geschmacklich ist sehr rund und ausgewogen, mit vielen Nuancen aus denen keine dominant hervorsticht, was eine Beschreibung schwierig macht. Vor allem ist er aber extrem sÃ¼ffig. Den Alkohol schmeckt man gar nicht, das alles ist so angenehm und ausgewogen, dass das Glas sehr schnell leer ist und genau so schnell nachgefÃ¼llt werden mÃ¶chte. GefÃ¤hrlich, da kann eine Flasche sehr schnell leer werden. Sehr gelungene AbfÃ¼llung, insgesamt wohl mein Gewinner des Abends.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183250.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1619" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183250-150x150.jpg" alt="20150326_183250" width="150" height="150" /></a>Die letzte AbfÃ¼llung vor der Essenspause war nun ganz deutlich aus dem Sherryfass: <strong>Glen Garioch, Berry&#8217;s own selection, 1st Fill Oloroso Sherry Butt, 21 Jahre, 57%</strong>. Allerdings bezweifle ich, dass er wirklich die ganze Zeit im 1st fill Fass verbracht hat. Der Sherry war zwar deutlich, aber nicht Ã¼bermÃ¤chtig, so dass der Whisky darunter angenehmerweise noch herauskommen konnte. Der Geruch voller Wurzelwerk, mit deutlich Sherry und dunklen Beeren. Der Geschmack eine schÃ¶ne Mischung aus SherrysÃ¼ÃŸe und Whisky mit einem mÃ¤chtigen, malzigen Abgang. FÃ¼r meinen Geschmack hÃ¤tte es ein Tick weniger Sherry sein kÃ¶nnen, aber das ist schon Jammern auf ganz hohem Niveau, die AbfÃ¼llung ist ziemlich gelungen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183257.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1620" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183257-150x150.jpg" alt="20150326_183257" width="150" height="150" /></a>Sowohl mit Sherry wie auch gelungen ging es nach der Pause weiter: <strong>Caperdonich, Single Cask Collection, Sherry Hogshead, 20 Jahre, 53,5%</strong>. Hier war der Schwefel in der Nase zu riechen, ausgeglichen aber durch Marzipan. Im Mund eine schÃ¶ne, ausgewogene SÃ¼ÃŸe, die mir noch besser gefallen hat als beim Glen Garioch. Leider konnte der recht kurze und fast etwas wÃ¤ssrige Abgang aber nicht mithalten und hat die Note dann letztlich etwas gedrÃ¼ckt, weswegen es dann nur einem Gut gereicht hat.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183302.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1621" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183302-150x150.jpg" alt="20150326_183302" width="150" height="150" /></a>An vorletzter Stelle dann ein etwas ungewÃ¶hnlicher Vertreter, weil sowohl aus Irland wie auch getorft. Die Iren beginnen nach einer lÃ¤ngeren Tiefphase langsam endlich wieder Boden zu gewinnen. Neue Destillerien werden gebaut und neue AbfÃ¼llungen kommen auf den Markt. Darunter auch diese, ein <strong>Cooley, Irish-Whiskeys.de, Bourbon Hogshead, 13 Jahre, 51,6%</strong>. Der Geruch leicht rauchig, mit Vanille und Banane. Der Geschmack gefÃ¤llig, aber etwas unspektakulÃ¤r, mit Fruchtnoten im Abgang. Insgesamt ein schÃ¶ner, gut trinkbarer Alltagswhisky, bei dem der Torf nicht alles zudeckt, sondern noch andere Aromen zulÃ¤sst. Aber trotzdem â€“ fÃ¼r diese AbfÃ¼llung werden im Laden 80 â‚¬ abgerufen. 80 â‚¬? Seriously? Das zeigt das Problem, das wir aktuell haben. Die Preise haben â€“ vor allem bei den UnabhÃ¤ngigen â€“ deutlich angezogen und sind inzwischen in Bereichen, die ich einfach nicht mehr zu zahlen bereit bin. Sehr schade.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183309.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1622" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/04/20150326_183309-150x150.jpg" alt="20150326_183309" width="150" height="150" /></a>Ã„hnliches gilt auch fÃ¼r den Abschlusswhisky: <strong>Laphroaig, Glen Fahrn Germany, Cask 7981, 14 Jahre, 54,1%</strong>. Mit einem Einatmen Ã¼ber dem Glas ist klar, dass hier ein Laphroaig drin ist. Die medizinischen Noten zum deutlichen Torf sind vÃ¶llig typisch. Nicht ganz so typisch sind die buttrigen Fruchtnoten, die noch dazu kommen und ihm eine eigene Note geben. Der Geschmack ist wie erwartet krÃ¤ftig und wuchtig mit SchwarzgerÃ¤uchertem im Vordergund. Dann kommt aber wieder Frucht durch, dann wieder der Schinken, zum Schluss klingt alles in einer cremigen SÃ¼ÃŸe aus. Fraglos ist auch das eine gelungene AbfÃ¼llung. Aber fÃ¼r Ã¼ber 100 â‚¬ bekomme ich auch einen 18jÃ¤hrigen StandardabfÃ¼llung (an der dieser Laphroaig fÃ¼r mich trotz aller Klasse nicht vorbei kommt) plus einen 10jÃ¤hrigen obendrauf (mit dem ich nach wie vor SpaÃŸ habe). Deswegen bleibt mein Fazit auch hier: klasse Whisky, aber nicht zu diesem Preis.</p>
<p>Aber dafÃ¼r hat man ja Tastings, bei denen man in schÃ¶n geselliger Runde auch die Whiskys genieÃŸen kann, die nicht im eigenen Regal landen. So wie dieses, das einmal mehr sehr gelungen war und eine Menge SpaÃŸ gemacht hat.</p>
<p>Bis zum nÃ¤chsten Mal!</p>
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		<title>44. Whiskytasting von Munich Spirits &#8211; Blind Tasting</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2015 13:31:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Auchroisk]]></category>
		<category><![CDATA[Blind Tasting]]></category>
		<category><![CDATA[Compass Box]]></category>
		<category><![CDATA[Ileach]]></category>
		<category><![CDATA[Laphroaig]]></category>
		<category><![CDATA[Munich Spirits]]></category>
		<category><![CDATA[Tasting]]></category>
		<category><![CDATA[Tomatin]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt nur eine echte Art, Tastings durchzufÃ¼hren und das ist das Blind Tasting. Unsere Geschmacksinne sind nicht nur stark limitiert, sie sind vor allem auch extrem leicht zu beeinflussen und zu tÃ¤uschen. Was wir erwarten, das riechen bzw. schmecken <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/44-whiskytasting-von-munich-spirits-blind-tasting"><span class="screen-reader-text">  44. Whiskytasting von Munich Spirits &#8211; Blind Tasting</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt nur eine echte Art, Tastings durchzufÃ¼hren und das ist das Blind Tasting. Unsere Geschmacksinne sind nicht nur stark limitiert, sie sind vor allem auch extrem leicht zu beeinflussen und zu tÃ¤uschen. Was wir erwarten, das riechen bzw. schmecken wir auch. Das fÃ¼hrt nicht nur dazu, dass wir meistens das in einem Whisky finden, was wir vorher Ã¼ber ihn gelesen oder gehÃ¶rt haben. Es fÃ¼hrt auch regelmÃ¤ÃŸig dazu, dass wir teurere Whiskys fÃ¼r besser halten als gÃ¼nstige. Einfach nur, weil der Preis die Erwartungshaltung verÃ¤ndert.<br />
&#8222;Blind&#8220; zu verkosten &#8211; also ohne Wissen darÃ¼ber, was genau man da im Glas hat &#8211; schaltet diese Beeinflussungen weitestgehend aus. Hier kann man dann herausfinden, wie man einen Whisky (oder auch jedes andere GetrÃ¤nk oder jede andere Speise) tatsÃ¤chlich findet. Es macht einen auÃŸerdem wieder etwas demÃ¼tig, denn man neigt mit der Zeit dazu, sich maÃŸlos zu Ã¼berschÃ¤tzen. Wenn man dann mal offensichtliche Noten nicht erschmeckt oder einen eigentlich bekannten Whisky komplett falsch einschÃ¤tzt, dann holt einen das zuverlÃ¤ssig wieder auf den Boden zurÃ¼ck. Deswegen ist das fÃ¼r mich nicht nur ein gesunder Weg, sondern ein absolut notwendiger, wenn man wirklich brauchbare Ergebnisse haben mÃ¶chte.<br />
<span id="more-1604"></span><br />
Deswegen habe ich mich sehr gefreut, als Marco von <a title="Munich Spirits" href="http://munich-spirits.de/" target="_blank">Munich Spirits</a> ein Blind Tasting angekÃ¼ndigt hat. Das war wohl nicht bei jedem so, denn im Gegensatz zu sonst waren die PlÃ¤tze nicht binnen weniger Stunden belegt. Die letztlich Anwesenden haben den Abend aber wohl genau so wenig bereut wie ich. So viel sei schon vorweg genommen.</p>
<p>Gereicht wurden immer PÃ¤Ã¤rchen von Whiskys, die eine gewisse Gemeinsamkeit hatten, aber sich auch unterschieden haben. Jede Paarung stand dabei unter einem Motto, das aber zum Zeitpunkt der Verkostens genau so wenig bekannt war wie alle anderen Rahmendaten (auÃŸer der Farbe, denn wir hatten normale und keine geschwÃ¤rzten GlÃ¤ser). Es galt also, alles mit Nase und Mund zu erfahren, was es zu wissen gab. AufgelÃ¶st wurden die Details dann nach und nach, von Alter Ã¼ber StÃ¤rke und Reifung bis hin zur Destillerie und der genauen AbfÃ¼llung.</p>
<p><strong>Erste Paarung</strong><br />
Whisky Nummer 1 hatte einen ganz leichten RosÃ©-Ton. Die erste Assoziation beim Riechen waren Trauben und beides hat mich an die AbfÃ¼llungen erinnert, die in WeinfÃ¤ssern nachgelagert wurden. Danach kamen recht deutliche Fruchtnoten (fÃ¼r mich eher unreife Frucht, fÃ¼r andere eher sehr reife). Der Geschmack war ebenfalls fruchtig, recht mild, sehr sÃ¼ÃŸ und hatte auch wieder diese leichte Spur von Traubenschalen. Das alles hat mich sehr an die AbfÃ¼llungen von Tasting Fellows erinnert, wenn man sie in einem Weinfass nachgelagert hÃ¤tte. Eher Trink- als FassstÃ¤rke und vermutlich Highlands oder Speyside.<br />
Bei Nummer 2 hatte ich eine ganz andere Richtung. Klares Bourbonfass mit Vanille- und Holznoten. Dazu deutlich Gras und Kraut. Beides sowohl in der Nase, wie dann auch im Mund, mit einem malzig-sÃ¼ÃŸen Abgang. Das hat mit an Cragganmore erinnert. Als Gemeinsamkeiten hÃ¤tte ich hÃ¶chstens den Alkoholgehalt und die Region gesehen.<br />
Also Marco dann meinte, dass beide aus derselben Destillerie seien und das gleiche Finish bekommen hÃ¤tten, war ich dementsprechend verwirrt. Nummer 2 hatte fÃ¼r ganz eindeutig kein Weinfass gesehen und Nummer 1 war keinesfalls ein Cragganmore. Dementsprechend nur Fragezeichen Ã¼ber dem Kopf. Die nÃ¤chste Info war, dass beide ein Portwein-Finish bekommen haben. Bei Nummer 1 fand ich das schlÃ¼ssig, bei Nummer 2 Ã¼berhaupt nicht. Der begann sich allerdings inzwischen deutlich zu verÃ¤ndern. Die grasigen Noten traten in den Hintergrund, dafÃ¼r kamen Beeren und Fruchtnoten durch.<br />
Weitere Info, einer 14 Jahre alt, der andere Ã¼ber 20. FÃ¼r uns war die Sache klar, der erste musste der Ã¤ltere sein. Nur Stefan neben mir meinte, dass die deutliche VerÃ¤nderung Ã¼ber die Zeit im Glas eher dafÃ¼r sprÃ¤chen, dass Nummer 2 der Ã¤ltere wÃ¤re. Und damit lag er vÃ¶llig richtig. Die AuflÃ¶sung: Nummer 1 war ein <strong>Tomatin 14, Port Wood Finish, OA, 46%</strong>, Nummer zwei ein <strong>Tomatin 25, OA, 46%</strong>.<br />
Beides Ã¼brigens richtig tolle Whiskys, bei denen anfangs der 14jÃ¤hrige klar vorne lag. Der hat mit ~50 â‚¬ in jedem Fall auch ein sehr gutes Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnis.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/01/20150122_193410.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1605" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/01/20150122_193410-150x150.jpg" alt="20150122_193410" width="150" height="150" /></a> <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/01/20150122_193419.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1606" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/01/20150122_193419-150x150.jpg" alt="20150122_193419" width="150" height="150" /></a></p>
<p><strong>Zweite Paarung</strong><br />
Das zweite Paar war dann offensichtlich nicht mehr aus der Kategorie Trink- sondern FassstÃ¤rke. Beide kamen deutlich wuchtiger und alkoholischer als die Tomatins. Und beide waren offensichtlich in BourbonfÃ¤ssern gelagert. Und beide hatten noch eine andere Gemeinsamkeit, nÃ¤mlich LÃ¶sungsmittel als erste Assoziation beim Riechen. Bei Nummer 3 war das eher Uhu, dann aber aber sehr dominant Bananenchips, dazu Toffee und Holznoten. Bei Nummer 4 war es Ponal, dann Erdbeeren und mÃ¶glicherweise Kokos. Im Mund war Nummer 3 sehr sÃ¼ÃŸ, mit Frucht, sahnig-cremigen Noten, Holz und einem sehr malzigen Abgang. Nummer 4 hingegen war vor allem wuchtig, scharf und intensiv, dahinter konnte ich erst etwas schmecken, als ich ihn deutlich runterverdÃ¼nnt hatte. Da kamen dann Getreidenoten heraus, aber so richtig fassen konnte ich ihn trotzdem nicht. Trotz Wasserzugabe blieb mir der auch zu ruppig. Zum Alter der beiden konnte ich absolut gar nichts sagen, da war ich vÃ¶llig blank. Ebenso, was mÃ¶gliche Destillerien anging.<br />
Die waren diesmal unterschiedlich, aber beide waren vom gleichen AbfÃ¼ller: A. D. Rattray. Nummer 3 war ein <strong>Glenlivet, 22 y.o., 49,7%</strong>, Nummer 4 ein <strong>Auchroisk, 23 y.o., 56,5%</strong>. Mit Bourbonfass und FassstÃ¤rke lagen wir richtig, Glenlivet schÃ¤tze ich zwar (auch diesen hier), kÃ¶nnte ich aber nicht rausschmecken und Auchroisk ist zu ausgefallen fÃ¼r mich. Der letzte war insgesamt auch nicht meine Welt, trotz seines Alters einfach zu alkoholisch und zu ruppig.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/01/20150122_201610.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1608" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/01/20150122_201610-150x150.jpg" alt="20150122_201610" width="150" height="150" /></a> <a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/01/20150122_201627.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1609" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/01/20150122_201627-150x150.jpg" alt="20150122_201627" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Essenspause, wie immer mit Antipasti.</p>
<p><strong>Dritte Paarung</strong><br />
Unsere Erwartung war, dass jetzt irgendwas aus dem Sherryfass kommen mÃ¼sste, was sich dann auch bestÃ¤tigt hat. Nummer 5 hatte klare Sherrynoten, dazu aber auch Torf und etwas, das an Wurzeln erinnert hat. SpÃ¤ter kamen noch Leder und Marzipan dazu. Im Geschmack mÃ¤chtig, mit deutlichem Torf aber auch schwerer SÃ¼ÃŸe. Beides hat sich immer wieder abgewechselt, bei jedem Schluck war wieder was anderes im Vordergrund. Der Tipp war hier, dass es sich um einen Islaywhisky aus dem Sherrafass handelt. Bei der Destillerie hÃ¤tte ich am ehesten auf Bowmore getippt, abgefÃ¼llt in FassstÃ¤rke.<br />
Bei Nummer 6 war die erste Assoziation sofort Caol Ila. KrÃ¤ftiger Rauch und Zitrusnoten in der Nase. Geschmacklich in eine Ã¤hnliche Richtung, aber dabei ziemlich straight und ohne Ã¼bermÃ¤ÃŸige Entwicklung im Abgang. Den Alkoholgehalt hÃ¤tte ich auch auf FassstÃ¤rke gesetzt.<br />
Die groÃŸe Ãœberraschung war dann aber die Aussage, dass es sich bei beiden um Blends handeln wÃ¼rde. Bei dem zweiten konnte ich das noch nachvollziehen, wobei noch nie einen so torfigen Blend im Glas hatte und die Entwicklung im Mund zwar nicht spektakulÃ¤r war, aber doch wahrnehmbar. Bei Nummer 5 hab ich das aber Ã¼berhaupt nicht mit dem zusammengebracht, was ich da im Glas hatte. Dieses stÃ¤ndige Schwanken zwischen verschiedenen Richtungen war vÃ¶llig untypisch. Die AuflÃ¶sung hat dann aber auch die AufklÃ¤rung gebracht. Nummer 5 war zwar &#8222;blended&#8220;, aber von Marco selber und nicht als fertige AbfÃ¼llung. Als Experiment hat er hier <strong>Laphroaig Quarter Cask</strong> und <strong>Aberlour a&#8217;bunadh</strong> zu gleichen Teilen zusammengeschÃ¼ttet. Das erklÃ¤rt natÃ¼rlich die EindrÃ¼cke. Das Ergebnis legt dann auch nahe, da durchaus selber mal ein bisschen rumzuprobieren. Schlecht war das nicht (und ich fand es auch besser als den Aberlour pur).<br />
Nummer 6 war aber tatsÃ¤chlich ein Blend, nÃ¤mlich der <strong>Flaming Heart</strong> von <strong>Compax Box</strong>. FÃ¼r einen Blend tatsÃ¤chlich Ã¼berraschend, allerdings wÃ¼rde ich mir fÃ¼r ~ 100 â‚¬ dann doch eher was anderes ins Regal stellen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/01/20150122_214132.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1610" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/01/20150122_214132-150x150.jpg" alt="20150122_214132" width="150" height="150" /></a></p>
<p><strong>Letzter Whisky</strong><br />
Zum Abschluss noch ein einzelner Whisky. Auch hier waren zwei Dinge Ã¼berdeutlich: Torf und Sherry. In der Nase waren Schwefelnoten und Schinken mehr als prÃ¤sent, der Geschmack recht ruppig und eben Torf in Kombination mit SherrysÃ¼ÃŸe. Hier hat mein Tipp nun wirklich ziemlich gut funktioniert. Ich kann nicht genau sagen, an welchen Faktoren ich es fest gemacht habe. Es waren wohl die (Ã¼ber)deutlichen Noten ohne groÃŸe KomplexitÃ¤t. Jedenfalls hatte ich deutlich den Eindruck, hier einen sehr jungen Lagavulin im Glas zu haben, der nur im Sherryfass gelagert wurde. Das wÃ¤re aber immerhin ungewÃ¶hnlich, denn es gibt keine entsprechende OriginalabfÃ¼llung und bei Lagavulin auch nur sehr sehr wenige unabhÃ¤ngige AbfÃ¼llungen.<br />
Die LÃ¶sung war der <strong>Ileach</strong>. Man weiÃŸ nicht genau, was hier drin ist. Aber gutinformierte GerÃ¼chte besagen, dass Diageo mit dieser AbfÃ¼llung neue SherryfÃ¤sser fÃ¼r die teureren AbfÃ¼llungen vorbereitet und einen ihrer Islaywhiskys hier 3 Jahre lagert und dann verkauft. Das kann also nur Lagavulin oder Caol Ila sein, wobei Caol Ila rein von den Produktionsmengen und der Verwendung her sehr viel wahrscheinlicher ist als Lagavulin. Geschmacklich erinnert er mich trotzdem eher an den zweiten.<br />
Hier hat das Blind Tasting auch wieder alles gezeigt, denn die meisten waren extrem Ã¼berrascht und einige hÃ¤tten den wohl wesentlich schlechter bewertet, wenn sie vorher gewusst hÃ¤tten, was sie da im Glas haben.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/01/20150122_221845.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1611" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2015/01/20150122_221845-150x150.jpg" alt="20150122_221845" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Das Fazit hab ich ja schon vorweg genommen. Das war eine richtig schÃ¶nes und spannendes Tasting, bei dem man seine eigenen Sinne und ein paar neue und alte Whiskys (neu) erfahren konnte. Super und gerne wieder!</p>
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		<title>41. Whiskytasting von Munich Spirits â€“ Torf &#8211; Rauch &#8211; Islay</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Oct 2014 14:35:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Are you here for the birds or for the whisky? Die Frage wird einem auf Islay, der sÃ¼dlichsten Insel der inneren Hebriden, recht hÃ¤ufig gestellt. Islay ist einerseits einer der zentralen Zwischenstopps der groÃŸen ZugvogelschwÃ¤rme und andererseits Heimat mehrerer Brennereien <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/41-whiskytasting-von-munich-spirits-torf-rauch-islay"><span class="screen-reader-text">  41. Whiskytasting von Munich Spirits â€“ Torf &#8211; Rauch &#8211; Islay</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Are you here for the birds or for the whisky? Die Frage wird einem auf Islay, der sÃ¼dlichsten Insel der inneren Hebriden, recht hÃ¤ufig gestellt. Islay ist einerseits einer der zentralen Zwischenstopps der groÃŸen ZugvogelschwÃ¤rme und andererseits Heimat mehrerer Brennereien mit groÃŸen Namen in der Whiskywelt. Von hier kommen in erster Linie Destillate, die der Landschaft vor der schottischen WestkÃ¼ste entsprechen â€“ harsch, rau und mit Ã¼berwiegend viel Torf. Das ist nicht jedermanns Sache, hat aber in der Szene auch eine ordentliche Anzahl Ã¼berzeugter AnhÃ¤nger. Rechtfertigung genug fÃ¼r ein eigenes Tasting, das sich diesen Whiskys widmet.</p>
<p><span id="more-1561"></span><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/bowmore.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1562" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/bowmore-150x150.jpg" alt="bowmore" width="150" height="150" /></a>Den Anfang macht ein <strong>Bowmore, James MacArthur, Bourbon Cask 960003, 1996-2009, 13 Jahre, 58,8%</strong> aus der Old Masters Serie. In der Nase Ã¼berraschend wenig Torf, dafÃ¼r eher Zitrusnoten. Mit den Bowmores, die ich kenne, hat das wenig bis nichts zu tun, auch wenn sich nach einiger Zeit doch noch der Torf zeigt. Im Mund dominiert der Alkohol, der Bowmore zeigt sich hier ziemlich ruppig. Erst ziemlich am Ende eines eher mittellangen Abgangs kommen ein paar Beerennoten durch. Das ist aber auch das einzige, was ich hier mit Bowmore in Verbindung bringe. Insgesamt ein netter Standard, aber nicht zu dem Preis, den der ursprÃ¼nglich mal hatte. Andererseits braucht er eh deutlich Wasser und so weit runterverdÃ¼nnt ist dann auch der Preis fast wieder in normalen Regionen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/lagavulin.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1563" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/lagavulin-150x150.jpg" alt="lagavulin" width="150" height="150" /></a>Zu den richtig groÃŸen Namen von Islay gehÃ¶rt zweifelsohne <strong>Lagavulin</strong>, hier mit einer <strong>OriginalabfÃ¼llung, 1995-2008, 12 Jahre, 48%, exclusively bottled for Friends of Classic Malts</strong> vertreten. Auch dieser hier ist sehr ungewÃ¶hnlich und von mir nicht als Lagavulin zu erkennen. Statt massivem Rauch gibt es hier einen milden, aber vollmundigen Duft von Honig und NÃ¼ssen. Ã„hnlich wie der Bowmore braucht es ein wenig Luft, um etwas schwarzwÃ¤lder Schinken aus dem Glas zu bringen. Dominant wird der aber auch dann nicht. Geschmacklich hÃ¤lt sich der Torf ebenfalls im Hintergrund, der erste Schluck wirkt tatsÃ¤chlich fast etwas wÃ¤ssrig. Es braucht etwas, bis der leicht bittere Charakter herauskommt. Insgesamt braucht der Zeit im Glas, um sich zu entwickeln, bleibt aber auch dann eher unaufdringlich und untypisch. Den Bowmore schlÃ¤gt er, aber andererseits hatte ich auch schon bessere Lagavulins im Glas.</p>
<p><strong><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/caol_ila.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1564" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/caol_ila-150x150.jpg" alt="caol_ila" width="150" height="150" /></a>Caol Ila</strong> hat einen zweifelhaften Ruf bei den Whiskyfans, da es sich hierbei um die industriellen Massenproduzenten auf der Insel handelt. Der Fertigungsprozess hat hier mit den nostalgischen Bildern, die man bei Whisky im Kopf hat, endgÃ¼ltig nichts mehr zu tun. Trotzdem muss man sagen, dass sie immer wieder richtig gute Tropfen im Sortiment haben. Hier haben wir einen ziemlich alten, <strong>Whiskies of Scotland, 30 Jahre, 53,6%</strong>. Da ist die Erwartungshaltung dann doch recht hoch, auch wenn mich Caol Ila bislang vor allem bei den sehr jungen Ã¼berzeugt hat. Der Geruch ist aber schon mal ziemlich mÃ¤chtig und auch richtig schÃ¶n. Ganz kurz ist eine Assoziation zu LÃ¶sungsmittel da, die aber sofort einem reifen Pfirsich weicht. Der Torf steht auch hier eher im Hintergrund. Im Mund ist er wÃ¼rzig, mit Holz und Leder. Der Abgang bringt bittere TÃ¶ne hervor, dann ganz spÃ¤t etwas Malz. Trotz FassstÃ¤rke braucht der ziemlich groÃŸe Schlucke, um zur Geltung zu kommen. Insgesamt ganz schÃ¶n, aber nicht Ã¼berragend.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/auriverdes.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1565" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/auriverdes-150x150.jpg" alt="auriverdes" width="150" height="150" /></a>Mit Nummer vier wird es dann schlagartig typisch; man muss nur in die NÃ¤he der GlÃ¤ser gehen, um Islay pur zu bekommen. <strong>Ardbeg Auriverdes, 49,9%</strong>. Der Auriverdes ist die aktuelle limitierte SonderabfÃ¼llung von Ardbeg, die sie inzwischen regelmÃ¤ÃŸig auf den Markt bringen und die genauso regelmÃ¤ÃŸig innerhalb kÃ¼rzester Zeit vÃ¶llige Phantasiepreise auf Ebay aufrufen. Der Vorwurf, dass es sich hierbei mehr um geschicktes Marketing denn um guten Whisky handelt, ist aber aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt. Mit Ausnahme des Galileo fand ich bislang alle diese AbfÃ¼llungen ziemlich gelungen, wenn auch in der Tat etwas zu teuer. Der Auriverdes macht also wie gesagt schon beim ersten Atemzug Ã¼ber dem Glas klar, aus welcher Destillerie er kommt. Da ist mÃ¤chtig Torf drin, dahinter ein wenig Frucht. Im Mund bleibt er wuchtig. Kohle, Teer, herbe FrÃ¼chte, nach etwas Zeit im Glas kommt mehr SÃ¼ÃŸe dazu und der Rauch schwÃ¤cht sich ab. Im Abgang kommt Kaffee dazu. GefÃ¤llt mir ausgesprochen gut und gewinnt den ersten Teil des Abends vÃ¶llig problemlos.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/cairdeas.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1566" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/cairdeas-150x150.jpg" alt="cairdeas" width="150" height="150" /></a>Nach der Essenspause bleibt es massiv. <strong>Laphroaig Cairdeas 2014, 51,4%</strong>. Wie auch beim Ardbeg gibt es hier keine Altersangabe, die hierfÃ¼r verwendeten Whiskys waren wohl zwischen 5 und 10 Jahren im Bourbon- und danach noch ein Jahr in Amontillado-FÃ¤ssern. Ebenfalls wie beim Auriverdes verheimlicht auch der Cairdeas nicht, wo er herkommt. Der typische medizinische Torfgeruch macht sofort klar, um welche Brennerei es sich handelt. Auch der Geschmack ist ganz klar Laphroaig, hier aber kombiniert mit einer angenehmen SÃ¼ÃŸe durch die SherryfÃ¤sser. Etwas ungewÃ¶hnlich ist die Entwicklung. Es beginnt herb, dann kommt der Sherry und schlieÃŸlich noch Frucht, die man eher nicht erwarten wÃ¼rde. Insgesamt sehr gut, wenn auch dem vermutlich eher geringen Alter und der FassstÃ¤rke geschuldet recht ruppig.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/port_charlotte.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1567" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/port_charlotte-150x150.jpg" alt="port_charlotte" width="150" height="150" /></a>Die extremsten AbfÃ¼llungen in Bezug auf Torf kommen zwischenzeitlich von Bruichladdich, wenn auch nicht unter eigenem Namen. Hier haben wir eine ClubabfÃ¼llung zum 100. NÃ¼rnberger Whiskystammtisch â€“ <strong>Port Charlotte, fresh Irish hogshead 630, 10 Jahre, 63%</strong>. Wie die meisten Port Charlottes, die ich bislang probiert hab, ist mir das klar zu viel des Guten. Schon beim Geruch hat man den Einruck, dass hier statt Gerste SchwarzgerÃ¤uchertes destilliert wurde. Dahinter gibt es eine schwere SÃ¼ÃŸe. Im Mund ist er genau so extrem, wie der Geruch es vermuten lÃ¤sst. Pur ist mir das zu krass; mit Wasser ist er trinkbar, aber auf solche Torfattacken hab ich trotzdem nur sehr selten Lust. Von der Halbliterflasche PC5, die ich 2007 von Islay mitgebracht habe, ist auch noch die HÃ¤lfte drin.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/octomore.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1568" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/10/octomore-150x150.jpg" alt="octomore" width="150" height="150" /></a>Den Abschluss macht der vermeintlich extremste Whisky, ebenfalls von Bruichladdich: <strong>Octomore 06.1_167, 5 Jahre, 57%</strong>. Die Octomore-AbfÃ¼llungen sind das Experiment, wie viel Torf man Ã¼berhaupt in einen Whisky reinbekommen kann. Hier sind es 167 ppm und damit gut das Vierfache von dem, was die AbfÃ¼llungen von Laphroaig, Ardbeg oder Lagavulin normalerweise aufweisen. Das klingt vÃ¶llig verrÃ¼ckt, funktioniert aber nicht nur Ã¼berraschend gut, sondern ist im Ergebnis auch wesentlich weniger extrem als bei Port Charlotte. Der Geruch ist ganz eigen, aber nicht in erster Linie torfig, sondern eher fruchtig und frisch. Am Tisch fÃ¤llt die Assoziation Cheese Cake mit Mandarinen und das passt ziemlich gut. Der Geschmack ist zwar krÃ¤ftig, aber ebenfalls weit weniger torfig als man erwarten sollte. Torf kommt insgesamt eher zum Schluss durch, davor gibt es starke Fruchtigkeit mit einem durchaus angenehmen Biss. Das alles ist aus meiner Sicht nicht nur eine sehr gelungene Komposition, sondern auch vÃ¶llig einzigartig. Ich kenne nichts vergleichbares. FÃ¼r mich der klare Gewinner des Abends und wenn der nicht so derbe teuer wÃ¤re, hÃ¤tte ich den schon zu Hause im Regal stehen.</p>
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		<title>&#8222;Friends of Laphroaig&#8220; Dinner mit Distillery Manager John Campbell und Whiskykoch Chris Pepper</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Sep 2013 20:37:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Laphroaig]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass Wein und Essen gut zusammenpassen, ist allgemein bekannt. Die Erkenntnis, dass man aber auch Spirituosen durchaus gekonnt mit Essen verbinden kann, ist allerdings weniger verbreitet. Das funktioniert aber durchaus. Wenn es sich bei den Spirituosen um Whisky handelt, der <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/friends-of-laphroaig-dinner-mit-distillery-manager-john-campbell-und-whiskykoch-chris-pepper"><span class="screen-reader-text">  &#8222;Friends of Laphroaig&#8220; Dinner mit Distillery Manager John Campbell und Whiskykoch Chris Pepper</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Wein und Essen gut zusammenpassen, ist allgemein bekannt. Die Erkenntnis, dass man aber auch Spirituosen durchaus gekonnt mit Essen verbinden kann, ist allerdings weniger verbreitet. Das funktioniert aber durchaus. Wenn es sich bei den Spirituosen um Whisky handelt, der geschmacklich viele Facetten und viel Charakter besitzt, dann muss man aber schon wissen, was man am Herd macht, damit das ganze harmoniert. Mehr noch, wenn es sich bei den Whiskys um welche aus dem Hause <a title="Laphroaig" href="http://www.laphroaig.com" target="_blank">Laphroaig</a> und damit um Vertreter der extremeren Sorte handelt. Die Einladung zu einem Whiskydinner mit <a title="Whisky-Koch" href="http://www.whiskykoch.de" target="_blank">Chris Pepper</a> und John Campbell, bei dem fÃ¼nf dieser Whiskys mit vier MenÃ¼gÃ¤ngen kombiniert werden sollten, wollte ich mir deswegen nicht entgehen lassen. Als Mitglied der Friends of Laphroaig war es ja quasi eh eine Pflichtveranstaltung fÃ¼r mich.</p>
<p><span id="more-1421"></span><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/john_campbell.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1422" alt="john_campbell" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/john_campbell-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Eigentlich war das Ganze drauÃŸen geplant, auf der Terrasse der <a title="Die goldene Bar" href="http://www.goldenebar.de/" target="_blank">Goldenen Bar</a> in MÃ¼nchen, schÃ¶n gemÃ¼tlich unter den SÃ¤ulen und am Grill. Aber John Campbell hatte nicht nur Whisky, sondern offensichtlich auch das Wetter von Islay mitgebracht, wie er bereits zur ErÃ¶ffnung anmerkte. Regen und KÃ¤lte sind dann doch eher wenig terrassentauglich und so wurde die Veranstaltung kurzerhand nicht drin verlegt. Was die Temperatur betrifft, war das zwar von Vorteil, allerdings mussten wir uns so die Bar mit der feierenden Schickimicki-Truppe des GQ-Magazins teilen, was auf Dauer doch ziemlich anstrengend war. Aber hilft ja nichts, wir haben uns zusammengekuschelt und John und Chris haben sich grÃ¶ÃŸtenteils erfolgreich alle MÃ¼he gegeben, den LÃ¤rmpegel der Bar zu Ã¼bertÃ¶nen.</p>
<p>Zur ErÃ¶ffnung gab es einen Cocktail, allerdings nicht mit Laphroaig, sondern mit Makerâ€˜s Mark, von denen die Bourbon-FÃ¤sser kommen, die Laphroaig zur Reifung ihrer AbfÃ¼llungen verwendet. Zusammen mit reichlich Ingwer hat der schnell eingeheizt und die Anwesenden auf Betriebstemperatur gebracht. Also Zeit fÃ¼r den ersten Gang.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/erster_gang.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1423" alt="erster_gang" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/erster_gang-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>In der einen Ecke der ZehnjÃ¤hrige, die Signature-AbfÃ¼llung von Lahproaig. Dieser Whisky definiert den Geschmack, den man mit der Destille verbindet. Torf, Jod, etwas FrÃ¼chte, leicht salzige Noten, viel Kraft. Einer der wenigen Whiskys, bei dem ich die StandardabfÃ¼llung der FaÃŸstÃ¤rke vorziehe, da mir letztere zu heftig ist. Nicht einfach, sich dazu etwas passendes zu Essen vorzustellen. In der anderen Ecke nun als Gegenspieler gegrillter SchafskÃ¤se mit Apfelscheiben im Speckmantel, auf einem Bett von Reis mit etwas Zitrone. Das war an sich schon ziemlich gut, hat sich aber vor allem mit problemlos mit dem Whisky arrangiert. Auch in direkter Kombination hat hier nichts gestÃ¶rt, sondern sich eher ergÃ¤nzt, gegenseitig Aromen aufgegriffen und damit gespielt. Spannend und sehr gelungen.</p>
<p>Ein kleines Manko war, dass nicht nur der Grill (passend mit Torf befeuert) drauÃŸen stand, sondern auch die Teller. Das Essen kam also leider nur noch knapp lauwarm bei uns an, was den Genuss ein wenig getrÃ¼bt hat.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/zweiter_gang.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1425" alt="zweiter_gang" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/zweiter_gang-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Das ist vor allem beim nÃ¤chsten Gang aufgefallen. Gebratener Fenchel mit Lachs und Orangenchutney, ebenfalls vom Grill. Da waren krÃ¤ftige Aromen auf dem Teller und die brauchte es auch, denn der Whisky dazu war der Quarter Cask. Etwas jÃ¼nger als der 10er, auch mit mehr Alkohol und in den kleinen Quarter Casks (250 l FÃ¤ssern) nachgereift. Der hat mehr Power als der Zehner, bringt aber gleichzeitig auch mehr Holz- und Vanillenoten mit. Und eben auch Fenchel, den wir ja auf dem Teller hatten. Und auch bei diesem Gang muss man sagen: die Kombination funktioniert ausgezeichnet.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/dritter_gang.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1424" alt="dritter_gang" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/dritter_gang-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Hauptgang. HierfÃ¼r holen wir uns drauÃŸen eine Scheibe Sirloin-Steak aus dem Smoker, dazu Kartoffelsalat (mit einem Schuss Whisky) und Walnusschutney. Geschmacklich gut gelungen, aber das Fleisch hÃ¤tte etwas Salz oder einen Hauch Sauce vertragen kÃ¶nnen. DafÃ¼r gibt es einen kleinen Abzug auf die B-Note. DafÃ¼r legt der Whisky noch mal einen drauf. Der 18jÃ¤hrige ist fÃ¼r mich das Highlight von Laphroaig. Sehr smooth, Ã¶lig und cremig, mit floralen Noten und etwas Schokolade, aber ohne den typischen Charakter der Destille zu verlieren. GroÃŸartiger Tropfen, der dem Fleisch zur Not auch die fehlende WÃ¼rze bringt.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/grill.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1426" alt="grill" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/grill-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>WÃ¤hrend John von Tisch zu Tisch geht um SchwÃ¤tzchen mit den Anwesenden zu halten, bereitet man sich aufs Dessert vor. Als Whisky gibt es hier den Triple Wood, der die â€žVerlÃ¤ngerungâ€œ des Quarter Casks darstellt. Dieser wird nochmal in Oloroso Sherry FÃ¤ssern nachgereift, was den Charakter recht deutlich verÃ¤ndert. Der Geruch erinnert mit stark an Rum und auch im Geschmack findet sich deutlich mehr SÃ¼ÃŸe als bei den anderen. Dazu gibt es aber auch einige frische Noten. Ich finde den etwas schwÃ¤cher als den Quarter Cask, mir geht hier etwas zu viel vom typischen Charakter verloren. Aber zum Dessert passt das gut, in diesem Fall zu Panacotta (ebenfalls mit einem Schuss Whisky) mit Zimtbirnen. Nein, das passt nicht nur gut, das passt absolut perfekt! In der Zusammenstellung kÃ¶nnte ich mich ein eine kleine Wanne voll reinsetzen.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/vierter_gang.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1427" alt="vierter_gang" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/09/vierter_gang-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Nun aber genug mit dem LÃ¤rm! Mit dem Essen sind wir durch, der Regen hat aufgehÃ¶rt und so gibt es den letzten Whisky drauÃŸen auf der Terrasse. Das ist nun auch das Highlight, der 25jÃ¤hrige. Aufgrund seines doch recht stolzen Preises kannte ich den bislang auch noch nicht und war einigermaÃŸen gespannt. Der Geruch verblÃ¼fft erst mal, denn hier dominiert kein Torf und kein Phenol, sondern &#8211; KÃ¤se. Klingt seltsam, ist aber so. John bezeichnet ihn als â€žwolf in sheepâ€˜s clothingâ€œ und das kommt durchaus hin, denn der Geschmack hat nichts mit dem Geruch zu tun. Eine lange und komplexe Entwicklung im Mund, bei der die verschiedenen Aromen sich abwechseln, der Torf aber eher im Hintergrund bleibt. Der Geschmack ist insgesamt eher trocken, es finden sich aber auch sÃ¼ÃŸe Noten. Schon ein sehr sehr guter Whisky, aber ich wÃ¼rde trotzdem im Zweifel dem 18jÃ¤hrigen den Vorzug geben, weil der fÃ¼r mich schon ein bisschen best of both worlds ist. Was fÃ¼r ein glÃ¼cklicher Zufall, dass von dem noch was da ist und die Reste auch verteilt werden.</p>
<p>Sehr schÃ¶ner Abend, wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Trotzdem, das Essen war sehr gut, der Whisky sowieso und sowohl Chris wie auch John waren ausgesprochen angenehme Hosts.</p>
<p>Thanks, guys!</p>
<p><em>I must go down to the sea today,</em><br />
<em>to the lonely sea in the sky,</em><br />
<em>and all I ask is an Islay cask,</em><br />
<em>and the friends to drink it dry.</em></p>
<p><em>SlÃ inte mhath!</em></p>
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		<title>Slowdrink Premium Tasting bei Munich Spirits</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 18:47:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Caol Ila]]></category>
		<category><![CDATA[Glenglassaugh]]></category>
		<category><![CDATA[Highland Park]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass die Tastings von Pit Krause den Namen Premiumtasting vÃ¶llig zu Recht tragen, ist inzwischen keine Neuigkeit mehr. Bei diesen Veranstaltungen gibt es grundsÃ¤tzlich nur erstklassige Tropfen und &#8211; so viel kann vorweggenommen werden &#8211; da machte auch dieses keine <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/slowdrink-premium-tasting-bei-munich-spirits"><span class="screen-reader-text">  Slowdrink Premium Tasting bei Munich Spirits</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Tastings von <a title="Slowdrink" href="http://www.slowdrink.de/" target="_blank">Pit Krause</a> den Namen Premiumtasting vÃ¶llig zu Recht tragen, ist inzwischen keine Neuigkeit mehr. Bei diesen Veranstaltungen gibt es grundsÃ¤tzlich nur erstklassige Tropfen und &#8211; so viel kann vorweggenommen werden &#8211; da machte auch dieses keine Ausnahme.<span id="more-1369"></span></p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/KingOfScots.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1370" alt="KingOfScots" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/KingOfScots-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Dass die ErÃ¶ffnung ebenfalls nicht aus dieser Reihe gefallen ist, war mein persÃ¶nliches Aha-Erlebnis. Denn der Warm-Up-Whisky war ein Blend: <strong>King of Scots (Mason Decanter, Limited Edition) 17 y.o. De Luxe, Douglas Laing for Donati Imp. (Italy) from early 1970ies, 43%</strong>. Blends haben mich noch nie begeistert, auch die richtig teuren nicht. Dieser hier war zu seiner Zeit &#8211; abgesehen von der wirklich ausgefallenen Porzellanflasche &#8211; noch nicht mal besonders exklusiv und war fÃ¼r einen Preis zu haben, den man heute fÃ¼r durchschnittliche Supermarktwhiskys bezahlt. Aber nichts desto trotz konnte er mich vÃ¶llig Ã¼berzeugen. In der Nase ein weiches, volles und Ã¼berraschend komplexes Aroma mit Honig, NÃ¼ssen und FrÃ¼chten (allerdings nicht so weihnachtlich, wie das jetzt klingt). Auch der Geschmack war warm, weich, mild und ebenfalls Ã¼berraschend komplex, wobei keine einzelne Note richtig deutlich herausgestochen hat. Jeden Moment war etwas anderes prÃ¤sent, aber bevor ich es richtig festmachen konnte, war es wieder weg. Viele feine Noten und dazu eine leichte, schmelzige SÃ¼ÃŸe. Zwar hatte er &#8211; wie fÃ¼r einen Blend Ã¼blich &#8211; keine deutliche Entwicklung im Abgang, aber das hat gar nicht gestÃ¶rt, weil sich im Geschmack eh schon so viele verschiedene Noten gefunden haben. Insgesamt nicht nur sehr angenehm zu trinken, sondern dabei auch sehr interessant. Da geht der Daumen gerade nach oben!</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Littlemill.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1371" alt="Littlemill" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Littlemill-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Mit Nummer zwei ging es weiter in die Lowlands. <strong>Littlemill 22 y.o. The Whisky Agency &#8211; &#8218;Sea Life&#8216; 1990 &#8211; 2012, Refill Sherry Butt, 719 btl., 52,2%</strong> oder auch Wo ist die Lammkeule? Die Frage kam bei uns am Tisch sofort auf. Selten hatte ich einen Whisky, bei dem sich so viele KrÃ¤uternoten in der Nase (und auch im Mund) gefunden haben, wie bei diesem. Thymian war deutlich im Vordergrund, ansonsten hat es mich vor allem an die KrÃ¤uterbonbons erinnert, die es an den kleinen StÃ¤nden in der MÃ¼nchner FuÃŸgÃ¤ngerzone zu kaufen gibt. Etwas unreife Frucht war auch dabei, aber eher beim ersten Riechen. SpÃ¤ter ist das sehr in den Hintergrund getreten. Der Alkohol kommt im Geschmack deutlich heraus, dazu KrÃ¤uter satt. Im Abgang ist er leicht trocken geworden und Cassisnoten kamen dazu, mit einer insgesamt sehr langen Entwicklung. Extrem eigenstÃ¤ndiger Tropfen und sicher nichts fÃ¼r jeden Tag.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Macduff.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1372" alt="Macduff" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Macduff-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Der nÃ¤chste war die JubilÃ¤umsabfÃ¼llung von Maggie Millers <a title="Scotch Single Malt Circle" href="http://www.scotchsingle.de/" target="_blank">Scotch Single Malt Circle</a>. <strong>Macduff 32 y.o. Scotch Single Malt Circle &#8218;The Jubilee Circle Malt&#8216;, 28. Nov 1980 &#8211; 27. March 2013, Barrel 6908, 144 btl., 46,2%</strong>. FÃ¼r eine JubliÃ¤umsabfÃ¼llung einen Macduff zu nehmen statt eines Whiskys mit einem groÃŸen Namen, ist mutig. Aber in diesem Fall auch vÃ¶llig berechtigt, denn dieser Macduff ist groÃŸartig! Gut, bei viel Frucht bin ich immer zu haben, von dem her bin ich hier mÃ¶glicherweise nicht vÃ¶llig objektiv. Der erste Eindruck war auch eigentlich gar nicht mal so positiv und hatte etwas von LÃ¶sungsmittel. Aber das war schnell verflogen und einem vollen Fruchtaroma gewichen. Nicht eine einzelne Frucht, sondern eher, wie wenn man den Kopf Ã¼ber eine SchÃ¼ssel Fruchtsalat hÃ¤lt. Das hat sich auch im Mund fortgesetzt, volle Fruchtbombe mit einer ganz leichten SchÃ¤rfe dahinter, bei der nach einer langen Entwicklung eine leicht bittere Note zum Ausklang dazu kommt. Wenn man mit der Richtung was anfangen kann, dann ist der schon sehr nahe an der Perfektion!</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/HighlandPark.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1373" alt="HighlandPark" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/HighlandPark-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Kontrastprogramm: <strong>Highland Park 20 y.o. Scotch Malt Whisky Society (SWMS 4.55 &#8211; &#8222;After the accident: a snapshot&#8220;), Nov. 1977 &#8211; Feb. 1998, 54,4%</strong>. Hier ist man nicht mehr im Obstgarten, sondern eindeutig an der KÃ¼ste. Salz ist angesagt, leicht in der Nase und sehr deutlich im Mund. Dazu eine krÃ¤ftige SchÃ¤rfe, die lang anhÃ¤lt und sich langsam wie die Brandung Ã¼ber die Zunge in den Rachen zurÃ¼ckzieht. Das ist nichts fÃ¼r den Sommer, sondern ein Whisky, der einem nach einem Sturmtief an der KÃ¼ste die Lebensgeister zurÃ¼ckbringt (oder einen endgÃ¼ltig ausknockt).</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Tomintoul.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1374" alt="Tomintoul" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Tomintoul-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Gleich weiter zum nÃ¤chsten Kontrast. <strong>Tomintoul 34 y.o., John Milroy &#8218;Millenium Selection&#8216;, Jan. 1966 &#8211; May 2000, Single Sherry Cask, 49,01%</strong>. Wie dunkel kann ein Whisky werden? Vermutlich nicht dunkler als dieser hier und das lÃ¤sst auf viel Sherry schlieÃŸen. Sehr viel Sherry. Allerdings kein sÃ¼ÃŸer, sondern ein richtig trockener. Der Geruch erinnert vor allem an Kaffee oder KaffeelikÃ¶r, komplett ohne Schwefelnoten. Das bisschen SÃ¼ÃŸe, dass sich erriechen lÃ¤sst, findet sich im Geschmack kaum wieder. Auch hier stehen trockene Kaffeenoten im Vordergrund. SpÃ¤t im Abgang kommt etwas Lakritz durch. Mir ist das insgesamt zu viel. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich den blind Ã¼berhaupt als Whisky erkannt hÃ¤tte. Schon ein sehr guter Tropfen, aber das ist dann nicht mehr so richtig meine Baustelle.</p>
<p>SpÃ¤testens jetzt brauchte der Magen eine StÃ¤rkung und die bekam er auch in Form der Antipasti, die bei den Tastings im A Tavola immer gereicht werden.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Glenglassaugh.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1375" alt="Glenglassaugh" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Glenglassaugh-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Die harte Aufgabe des ersten Whiskys nach dem Essen fiel diesmal einem Glenglassaugh zu: <strong>Glenglassaugh 20 y.o. for Dansk Maltwhisky Academy (Hotel Falster) by Creative Whisky Company, 1986 &#8211; 2006, Sherry Cask 06/08048, 51,3%</strong> (mit einer groÃŸartigen Aufmachung der Flasche!). Thematisch bleiben wir beim Thema Sherry, auch hier ist die Farbe extrem dunkel. Allerdings ist hier nicht Kaffee angesagt, sondern Schwefel, schwere SÃ¼ÃŸe, Rosinen und Pralinen. Der Geschmack kommt wuchtig und sÃ¼ÃŸ, auch hier deutlich Pralinen, dabei aber auch sehr krÃ¤ftig und scharf. Im Abgang gibt es Toffee und cremige Noten. Ohne Wasser kann ich den nicht trinken, aber auch mit Wasser bleibt er mir (Ã¤hnlich wie schon der Tomintoul) zu krass. Die Gelegenheiten, bei denen ich Lust auf so extreme Sherrybomben habe, sind dann doch eher selten.</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/CaolIla.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1376" alt="CaolIla" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/CaolIla-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Mit dem nÃ¤chsten wechseln wir aber auch direkt wieder den Bereich. <strong>Caol Ila &#8218; Feis Ile 2012&#8216; OB, 15.01.2001, Sherry Butt 300897, hand selected by Billy Stitchell, 60,4%</strong>. FÃ¼r viele der Gewinner des letztjÃ¤hrigen Islay-Festivals. Caol Ila mag die Destille mit dem wenigsten Charme auf der Insel sein, sie verblÃ¼ffen trotz der vollautomatischen Industrieanlagen immer wieder mit ausgezeichneten Tropfen. Vom Sherry Butt ist hier Ã¼brigens wenig bis gar nichts zu finden, weder in der Farbe noch im Aroma. DafÃ¼r gibt es neben dem deutlich prÃ¤senten Torf etwas Zitrone und vor allem Getreide und KrÃ¤uternoten, die etwas an Gin erinnern. Wacholder kÃ¶nnte durchaus dabei sein. Der Geschmack ist sehr krÃ¤ftig und mit einer deutlichen SchÃ¤rfe, was bei dem Alkoholgehalt nicht verwundern muss. Trotzdem braucht er nicht unbedingt Wasser. FÃ¼r die anderen Noten muss man ein wenig hinter diese Kraft schmecken, aber auch hier findet sich das Getreide und die KrÃ¤uter aus der Nase wieder. Der Abgang ist sehr lang und wartet ganz spÃ¤t mit einer SÃ¼ÃŸe durch, die das Sherryfass zumindest ahnen lÃ¤sst. Durch sein Muskelspiel tÃ¤uscht er etwas, da steckt viel Feingeistiges drin. Toll!</p>
<p><a href="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Laphroaig.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1377" alt="Laphroaig" src="http://www.negatron.de/wp-content/uploads/2013/06/Laphroaig-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Mit dem Abschluss bleiben wir auf Islay, denn nach dem Caol Ila kÃ¶nnen nur ein paar andere Whiskys Ã¼berhaupt bestehen. Ein Name drÃ¤ngt sich da natÃ¼rlich auf. <strong>Laphroaig 10 y.o. OB &#8218;Original Cask Strength&#8216; Green Stripe from 1980ies, 57,3%</strong>. Wer nur die neuen Laphies kennt, wird von den alten Ã¼berrascht sein. Zwar kommen auch die mit wuchtigem Torf, krÃ¤ftig und schon auch etwas medizinisch &#8211; aber ohne die Jodnoten, die fÃ¼r die neuen so typisch sind. Auch der Geschmack ist weitaus komplexer als bei den heutigen, dafÃ¼r auch etwas weniger eigenstÃ¤ndig. Ich kann mich auch nicht endgÃ¼ltig entscheiden, was ich lieber mag. Der hier ist zweifelsohne toll, aber ein wenig fehlt mir eben das, was ich mit &#8222;meinen&#8220; Lahroaigs verbinde. SpÃ¤te Geburt und so <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Einen klaren Sieger des Abends hab ich diesmal nicht. Zwar trifft der Macduff am ehesten meinen Geschmack und die beiden Sherrygranaten am wenigsten. Aber qualitativ war das alles Oberklasse. Egal welcher mit davon zum Trinken angeboten werden wÃ¼rde, ich mÃ¼sste bei keinem lÃ¤nger Ã¼berlegen als es braucht, &#8222;Ja!&#8220; auszusprechen.</p>
<p>Danke an Pit, auch fÃ¼r die vielen guten Anekdoten und Bilder, die es zu den Whiskys gegeben hat. Besser kann ein Abend eigentlich kaum sein!</p>
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