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	<title>München &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>Finest Spirits MÃ¼nchen 2010</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 21:47:47 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie jedes Jahr im Februar war es wieder Zeit fÃ¼r das Whisky-Festival in MÃ¼nchen. Inzwischen findet das alles unter dem Namen Finest Spirits statt, da man sich nicht mehr nur auf Whisky beschrÃ¤nken, sondern sich langsam zu einer allgemeinen Spirituosen-Messe <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/alltag/finest-spirits-munchen-2010"><span class="screen-reader-text">  Finest Spirits MÃ¼nchen 2010</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Wie jedes Jahr im Februar war es wieder Zeit fÃ¼r das Whisky-Festival in MÃ¼nchen.  Inzwischen findet das alles unter dem Namen <a href="http://www.finest-spirits.com" target="_blank">Finest Spirits</a> statt, da man sich nicht mehr nur auf Whisky beschrÃ¤nken, sondern sich langsam zu einer allgemeinen Spirituosen-Messe entwickeln mÃ¶chte. Diese Entwicklung ist einerseits zu begrÃ¼ÃŸen, denn es gibt natÃ¼rlich auch auÃŸerhalb des Whiskyuniversums spannendes zu entdecken. Andererseits sollte man aber darauf achten, dass das ganze nicht zu groÃŸ und zu beliebig wird. Noch beschrÃ¤nkt man sich weitestgehend auf besonderes und ausgefallenes und das sollte meiner Meinung nach auch weiterhin so bleiben.</p>
<p><span id="more-399"></span></p>
<p>Da die RÃ¤umlichkeiten auf der Praterinsel letzten Sommer geschlossen wurden, musste man auÃŸerdem einen Ortswechsel vornehmen, was aber aufgrund der Erweiterung wohl eh nÃ¶tig gewesen wÃ¤re. Eine neue Location wurde im Neuen Forum im Deutschen Museum gefunden, das auch die Imax-Kinos beherbergt. Nicht die schlechteste Wahl, denn hier ist nicht nur ausreichend Platz (inklusive TagungsrÃ¤umen fÃ¼r die Master Classes), sondern die RÃ¤ume bieten haben auch genÃ¼gend Stil und Charme fÃ¼r die Veranstaltung. Einziges Manko ist der Restaurantbereich, denn die Handvoll kleiner Tische bietet viel zu wenig Leuten Platz zum Essen. Da war das Cateringzelt auf der Praterinsel deutlich besser geeignet und irgendwie auch einfach kultiger.</p>
<p>Ach ja, die beiden Ã¤lteren Damen an der Garderobe waren mit dem Besucherandrang wohl auch etwas Ã¼berfordert. Jedenfalls hat es durchaus Sinn gemacht, sich das erste GetrÃ¤nk vorher zu holen und sich damit in die Schlange zu stellen.</p>
<p>Bei uns war das kein Whisky, sondern ein Obstbrand. Die Brennerei <a href="http://www.brennerei-ziegler.de" target="_blank"><strong>Ziegler</strong></a> hatte ihre Stand gÃ¼nstigerweise ganz vorne und einer der Gutscheine war fÃ¼r eben diesen Stand. Also kurz das Sortiment gescannt und ein ErÃ¶ffnungsglÃ¤schen geholt. Bei mir war das ein <strong>Alter Apfel</strong>, im Holzfass gereift. Die anderen hatten Alte Zwetschge und Williams. Allen war ein ausgesprochen feiner und intensiver Geruch gemein und ein ebensolcher Geschmack. Keine SchÃ¤rfe, intensives Obst &#8211; groÃŸe Klasse. Durch die Fasslagerung hat vor allem der Alte Apfel noch ein gutes StÃ¼ck gewonnen. Kann man auf alle FÃ¤lle empfehlen.</p>
<p>Beim Weiterschlendern kamen wir direkt am <a href="http://www.classic-malts.de" target="_blank"><strong>Talisker</strong></a>-Stand vorbei. Und da auch die einen Gutschein auf der Eintrittskarte hatten, haben wir hier den Einstieg in den Whisky gestartet. Bei mir war das der <strong>Talisker 57Â° North</strong>, der seinen Namen deswegen trÃ¤gt, weil er auf genau 57% verdÃ¼nnt wurde. Laut Talisker der ideale Alkoholgehalt fÃ¼r diesen Whisky und damit liegen sie nicht mal verkehrt. Zwar ist der Geschmack nicht besonders langanhaltend, aber er explodiert dafÃ¼r fÃ¶rmlich im Mund und fÃ¼llt sofort alles aus. Eigentlich stehe ich ja eher auf eine langsame Geschmacksentwicklung, aber hier finde ich das gar nicht mal schlecht.</p>
<p>Von dort aus haben wir den Stand von <a href="http://www.munich-spirits.de" target="_blank"><strong>Munich Spirits</strong></a> schon gesehen und natÃ¼rlich gleich auf ein Hallo vorbeigeschaut. Das hat sich auch sofort ausgezahlt, denn die Jungs hatten noch Freikarten fÃ¼r die nÃ¤chste Master Class Ã¼brig, die wir natÃ¼rlich nicht abgelehnt haben. Also hoch in die TagungsrÃ¤ume, wo ein paar Minuten spÃ¤ter die <strong><a href="http://www.makersmark.com" target="_blank">Maker&#8217;s Mark</a> Master Class</strong> begonnen hat. Eine Dreiviertelstunde lang wurden wir mit Informationen Ã¼ber Bourbon im Allgemeinen und Maker&#8217;s Mark im Speziellen gefÃ¼ttert (in ziemlich hohem Tempo). Dazu gab es den Whisky in seinen verschiedenen Altersstufen, um den Entwicklungsprozess nicht nur zu hÃ¶ren, sondern auch zu schmecken. Sehr schÃ¶ne Idee und gut umgesetzt, wenn aufgrund der begrenzten Zeit vielleicht auch etwas hektisch. Der erste Schritt war der &#8222;White Dog&#8220;, der New Make von Maker&#8217;s Mark. Ich hab schon den New Make von Kilchoman und Laphroaig getrunken und dieser hier hat sich nicht grundlegend unterschieden. Klar, sÃ¼ÃŸ, schnapsig und fruchtig, eher wie ein Obstbrand denn ein Whisky. In dem Stadium wÃ¼rde ich keinen Whisky erkennen oder auch unterscheiden kÃ¶nnen. Der nÃ¤chste war der einjÃ¤hrige, durch die neuen EichenfÃ¤sser und die Lagertemperaturen schon deutlich gefÃ¤rbt und auch geschmacklich schon klar als Whisky zu erkennen, wenn auch eben als recht unreifer Geselle. Weiter ging es mit dem zweijÃ¤hrigen, der schon einen recht typischen Bourbongeschmack hat. Mit den dreien im direkten Vergleich konnte man die geschmackliche Entwicklung wirklich sehr schÃ¶n nachvollziehen. Dann natÃ¼rlich quasi der HÃ¶hepunkt &#8211; der vierjÃ¤hrige Maker&#8217;s Mark (und damit der einzige, den es tatsÃ¤chlich im Handel gibt). NatÃ¼rlich wurde der Ã¼ber alles gepriesen, aber ich muss zugeben, dass das wirklich ein ziemlich ordentlicher Bourbon ist. Da kein Roggen verwendet wird, fehlen sÃ¤mtliche bitteren Noten und es gibt eine sehr schÃ¶n ausgewogene SÃ¼ÃŸe mit den bourbontypischen Vanillenoten. Kann man durchaus trinken. Um zu zeigen, dass Bourbon im Gegensatz zu den europÃ¤ischen Whiskies nicht zu lange lagern darf, wurde als nÃ¤chstes ein Ã¼beralterter Maker&#8217;s Mark ausgeschenkt (wie alt genau, weiÃŸ ich nicht mehr, aber viel Ã¤lter war er nicht). Beeindruckend, denn der hat nicht nur furchtbar nach Nagellackentferner und Klebstoff gerochen, sondern auch ziemlich ekelhaft geschmeckt. Bitter und holzig, untrinkbar. In neuen FÃ¤ssern reift Whisky eben sehr sehr schnell. Zum Vergleich wurden noch die StandardabfÃ¼llungen von Four Roses und Jack Daniels ausgeschenkt, die zwar durchaus trinkbar sind, aber gegen den Maker&#8217;s Mark in der Tat verlieren. Aber die sind natÃ¼rlich auch fÃ¼r den Massenmarkt und beide Distilleries bieten durchaus andere AbfÃ¼llungen, die da eher konkurrenzfÃ¤hig sind.<br />
Alles in allem aber schon eine recht interessante Veranstaltung, die sich auf alle FÃ¤lle gelohnt hat.</p>
<p>Eigentlich wollten wir jetzt eine Essenspause einlegen, denn langsam haben wir den Alkohol durchaus gespÃ¼rt, aber auf dem Weg dahin haben wir dann doch noch einen kleinen Halt bei <a href="http://www.whiskyfair.de" target="_blank">The Whisky Fair</a> gemacht. SchÃ¶ne Auswahl, ich hab ich fÃ¼r einen 41jÃ¤hrigen <strong>Longmorn</strong> von 1968 in FaÃŸstÃ¤rke entschieden, der ausgesprochen lecker war. Fette SherrysÃ¼ÃŸe, schÃ¶ner Schmelz. In der Beschreibung von Whisky Fair heiÃŸt es vÃ¶llig zu Recht &#8222;Erspart jedes Dessert.&#8220;</p>
<p>Jetzt war aber wirklich Essen fÃ¤llig. Nach kurzem Warten konnten wir einen Tisch ergattern und uns die MÃ¤gen mit Schnitzel bzw. Eintopf fÃ¼llen. Nicht Ã¼bel, auch wenn der an Irish Stew angelehnte Eintopf mit Puten- statt Lammfleisch nicht gerade eine Geschmacksexplosion war. Untermalt wurde das ganze von einer Dame, die zur Akustikgitarre gesungen hat. Aber jetzt bitte nicht an Nicole und Ein bisschen Frieden denken, sondern an eine RÃ¶ckrÃ¶hre, die ihre leicht soulig angehauchten Nummern richtig gut rÃ¼bergebracht hat. Trotzdem ein sehr undankbarer Job, da die Leute aufgrund der Tischaufstellung und des Essens kaum Aufmerksamkeit schenken konnten. Deswegen gibt es von mir noch mehr Respekt fÃ¼r die Darbietung.</p>
<p>Tja, der erste Whisky nach dem Essen, das alte Thema. Also besser mal was nehmen, was sich auch durchsetzen kann. Das war doch die Gelegenheit, bei <a href="http://www.ardbeg.com" target="_blank"><strong>Ardbeg</strong></a> vorbeizuschauen und dort den <strong>Rollercoaster</strong> zu probieren, die JubilÃ¤umsabfÃ¼llung zur WiedererÃ¶ffnung vor 10 Jahren. Als Mitglieder des Ardbeg Committee hÃ¤tten wir den eh umsonst bekommen. HÃ¤tte ich die entsprechende E-Mail ausgedruckt. Naja, hab ich ihn halt gezahlt. Der Rollercoaster macht seinem Namen alle Ehre, denn er ist ein wilder Geselle. Mit Torf und Rauch lÃ¤sst er die Muskeln spielen und liegt damit ganz auf der Linie der neuen Ardbegs, die aus allen Rohren feuern statt mit Eleganz glÃ¤nzen wie die alten. Ein bisschen schade ist das schon, auch wenn ich auch mit dieser Ausrichtung generell schon was anfangen kann. Naja, er ist ja auch noch jung. Warten wir mal ab, wie sich das sie nÃ¤chsten Jahre so entwickelt.</p>
<p>Auf diese Torfattacke brauchte es dringend einen Kontrast. Am besten gar keinen Whisky. Da kam es mir doch sehr gelegen, dass ich im Untergeschoss den Stand von<strong> <a href="http://www.bluegin.cc" target="_blank">Blue Gin</a></strong> entdeckt hab. Ãœber den hatte ich schon gelesen und da ich Gin generell recht spannend finde, was das genau das richtige Ziel. Charmante PrÃ¤sentation mit einigen Hintergrundinfos von den beiden Ã–sterreichern am Stand, wÃ¤hrend ich mir den Gin schmecken lieÃŸ. Das tut er nÃ¤mlich durchaus. Der Geruch ist typisch, der Geschmack wÃ¼rzig und auf alle FÃ¤lle auch pur sehr gut genieÃŸbar. Gar kein Vergleich zum billigen Gin aus dem Supermarkt, den man nur mit Tonicwater runterbekommt. Hat mir gut gefallen.</p>
<p>Nun war es aber an der Zeit, wieder zu <strong><a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank"><strong>Munich Spirits</strong></a></strong> zurÃ¼ckzukehren und die dortige Auswahl genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie immer hÃ¤tte man allein an dem Stand schon die ganze Messe verbringen kÃ¶nnen, die Auswahl war natÃ¼rlich wieder vom feinsten. NatÃ¼rlich bin ich zielstrebig auf die ausgefallenen Sachen gegangen.<br />
Als erstes einen <strong>NORTH PORT DL OMC 36 y, 1966 &#8211; 2002, 6 months Sherry Cask, 50%</strong>, der schon mal richtig verblÃ¼ffen konnte. Ich kann gar nicht sagen, wonach der gerochen und geschmeckt hat. Aber ich hab definitiv noch keinen vergleichbaren Whisky getrunken. Sehr abgefahren, hÃ¤tte ich gerne hier im Regal stehen. Wenigstens hat es mich beruhigt, dass Pit mit der Beschreibung genauso Ã¼berfordert war wie ich.<br />
Weiter ging es mit dem <strong> ARDBEG C.V. 1966-1996 Oloroso, ClubabfÃ¼llung &#8222;King of Peat&#8220; &#8211; Fassprobe (noch am Reifen)</strong>. Der entscheidende Satz steht in der Klammer. Dieser Whisky ist noch nicht fertig und deswegen noch etwas unausgereift. Torf und Sherry stehen noch nebeneinander und sind noch nicht harmonisch vereint. Trotzdem nicht uninteressant und auf alle FÃ¤lle vielversprechend. Wie meinte Tim so schÃ¶n, &#8222;Schmeckt wie ein groÃŸes Tier, dass man auspresst bis nichts mehr drin ist.&#8220;<br />
Wie Ã¼blich sollte zum Schluss dann noch der beste Tropfen folgen, und das war in meinem Fall ein <strong>TALISKER BB&amp;R, 1972 &#8211; 1999, Dark Single Sherry Cask 1102, 42,5%</strong>, und der war in der Tat WOW! Vielschichtig, komplex, die SherrysÃ¼ÃŸe perfekt integriert &#8211; einfach ein richtig geiler Tropfen! Der klare HÃ¶hepunkt, ohne wenn und aber.</p>
<p>Es folgte nur nochmal Schlangestehen an der Garderobe (ein GlÃ¼ck fÃ¼r den Stand einer schottischen Brauerei direkt an der Schlange, der nochmal richtig gut Umsatz gemacht hat) und dann war auch genug fÃ¼r diesen Tag.</p>
<p>SchÃ¶ne Sache, hat sich auf alle FÃ¤lle gelohnt!</p>
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		<title>Whisky &#038; Bar Festival MÃ¼nchen 2009</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 21:53:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Ist schon wieder ein Jahr her? Nicht ganz, das letzte Festival war im MÃ¤rz und da war es schon deutlich wÃ¤rmer als an diesem Sonntag. Wir warten drauÃŸen auf einen Freund und trotz der Sonne blÃ¤st uns der Wind empfindlich <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/whisky-bar-festival-munchen-2009"><span class="screen-reader-text">  Whisky &#038; Bar Festival MÃ¼nchen 2009</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;">Ist schon wieder ein Jahr her? Nicht ganz, das letzte Festival war im MÃ¤rz und da war es schon deutlich wÃ¤rmer als an diesem Sonntag. Wir warten drauÃŸen auf einen Freund und trotz der Sonne blÃ¤st uns der Wind empfindlich um die Ohren. Gut, dass es bald was zum AufwÃ¤rmen gibt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span id="more-311"></span>Dieses Jahr ist etwas mehr los aber die Hallen sind immer noch ein gutes StÃ¼ck von Ã¼berfÃ¼llt entfernt, was natÃ¼rlich sehr angenehm ist. Meist bleibt es bei einem kurzem Anstehen an den StÃ¤nden der Aussteller und es findet sich eigentlich immer die Zeit fÃ¼r Fachsimpelei und SchwÃ¤tzchen. Ansonsten hat sich zum letzten Mal nur wenig geÃ¤ndert. Der Bereich mit den anderen Spirituosen wie Grappa, Rum, Tequila oder Obstbrand wurde ein wenig erweitert, aber hauptsÃ¤chlich geht es natÃ¼rlich um Whisky. Im Gegensatz zur Interwhisky, bei der sich in 2 Wochen die groÃŸen Firmen und Importeure im Hotel Kempinsky prÃ¤sentieren, bleibt der Schwerpunkt des Whisky Festivals bei den kleinen unabhÃ¤ngigen Anbietern und ist damit fÃ¼r uns auch deutlich interessanter, da man die Standards ja inzwischen zur GenÃ¼ge kennt. Das hat natÃ¼rlich andererseits auch wieder den Nachteil, dass der SpaÃŸ auch immer teurer wird. Man sucht eben eher die RaritÃ¤ten, aber die haben trotz meist sehr gÃ¼nstiger Messekonditionen nun doch ihren Preis. Aber den waren sie dann meist auch wert, von dem her will ich mich nicht beklagen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Auch in Punkto AtmosphÃ¤re dÃ¼rfte das Whisky Festival die Interwhisky wieder locker schlagen. Uns war es im Sheraton schon zu steif, das dÃ¼rfte im Kempinsky Vier Jahreszeiten nicht anders werden. Dann doch lieber ein lockeres Zusammensein mit deftigem Essen drauÃŸen im Zelt und vielen spannenden kleinen StÃ¤nden statt LachshÃ¤ppchen im Prunksaal und aufwÃ¤ndig prÃ¤sentierter Standards. Eigentlich wÃ¼rde ich es ja begrÃ¼ÃŸen, wenn die beiden Veranstaltungen wieder wie frÃ¼her unter einem Namen zusammen stattfinden wÃ¼rden. Aber wenn ich mich entscheiden muss, dann fÃ¤llt meine Wahl ganz klar auf das Festival.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nun aber zum FlÃ¼ssigen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Diesmal gibt es 2 Gutscheine mit der Eintrittskarte. FrÃ¼her konnte man dafÃ¼r verschiedene Sachen holen oder diese auch auf ausgefallenere Sachen &#8222;upgraden&#8220;. Das geht inzwischen leider nicht mehr und man ist an feste GetrÃ¤nke gebunden. Das eine davon ist ein <strong>Talisker 12y</strong><span style="font-weight: normal;">, den es an einem speziell dafÃ¼r aufgebauten Stand der Classic Malts Of Scottland gibt. Das Talisker ist schon einer der besseren Standards und einen einfach Whisky um die Geschmacksknospen anlaufen zu lassen ist ja auch nicht verkehrt. Also schlendern wir erst mal durch die RÃ¤ume, verschaffen uns einen Ãœberblick und trinken dazu unseren Talisker.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Der erste Stand, an dem wir hÃ¤ngenbleiben, ist der mit den WhiskyraritÃ¤ten von Lothar Langer. Hier haben wir letztes Mal schon einige wirklich ausgefallene Tropfen gefunden und auch diesmal geht es gleich in die vollen. Nach kurzer Vorstellung seines Sortiments entscheide ich mich fÃ¼r einen </span><strong>Macallan 18y</strong><span style="font-weight: normal;"> von 1967. Ich will endlich wissen, ob die alten Macallans dem Ruf gerecht werden, den der Name hat. Die aktuellen fand ich bislang alle sehr enttÃ¤uschend. Dieser hier kann aber wirklich was. Weicher Geschmack, der sich lang im Mundraum entwickelt (aber nicht im Rachen) und bei dem zum Schluss deutliche Sherrynoten hervortreten, ohne allerdings so sÃ¼ÃŸ zu schmecken, wie das die meisten in SherryfÃ¤ssern gelagerten Whiskies tun. Sehr guter Tropfen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Petra nimmt einen </span><strong>Port Ellen 20y &#8222;Missing&#8220;</strong><span style="font-weight: normal;">, der mit einem &#8222;den mÃ¼ssen sie lutschen&#8220; angepriesen wird. Der ist auch wirklich unheimlich schmelzig und malzig. Quasi ein Single Malt Bonbon. Dazu kommen deutliche EinschlÃ¤ge von Jod, aber nur wenig Torf. Lecker.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Nach so einem edlen Einstieg brauche ich erst mal Kontrasprogramm. Der zweite Gutschein ist nicht fÃ¼r Whisky, sondern fÃ¼r die ObstbrÃ¤nde der Firma </span><strong>Gansloser</strong><span style="font-weight: normal;">, die zum ersten Mal auf der Messe vertreten ist. Das Team berÃ¤t sehr engagiert Ã¼ber sein Sortiment, das in wunderschÃ¶nen Flaschen angeboten wird &#8211; das macht schon mal einen sehr guten Eindruck. Ich entscheide mich fÃ¼r einen </span><strong>Walnussgeist</strong><span style="font-weight: normal;">, von dem ich im Vorfeld schon Gutes gelesen hatte. Als erstes fÃ¤llt der intensive Geruch auf (den wir spÃ¤ter auch noch bei anderen BrÃ¤nden von Gansloser bemerken). Der Geruch ist aber nicht nur intensiv, sondern auch sehr angenehm und natÃ¼rlich. Ebenso angenehm ist der Geschmack. Der Alkohol steht sehr im Hintergrund und lÃ¤sst Raum fÃ¼r den Nussgeschmack. Sehr schÃ¶n. SpÃ¤ter probieren wir noch den Waldhimbeergeist und der kann Ã¤hnlich viel. Ich denke, da werden wir wohl mal einkaufen mÃ¼ssen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Danach schauen wir zum Stand von Munich Spirits, an dem Pit mal wieder eine umfangreiche Auswahl an ausgefallenen und besonderen Whiskies aufgestellt hat. Eigentlich kÃ¶nnte man alleine hier schon den ganzen Tag verbringen. Dem Port Ellen will er gleich einen eigenen dagegen stellen und schenkt Petra einen </span><strong>Port Ellen DL OMC, 1982-2001, 18y, Sherry Cask, 777 Fl., 50% </strong><span style="font-weight: normal;">ein. Auch das ist ein ausgezeichneter Tropfen, allerdings nicht ganz so eigen wie der von Langer. Damit muss er sich knapp geschlagen geben, allerdings auf verdammt hohem Niveau.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Bei mir ist es ein </span><strong>Linkwood-Glenlivet, Cadenhead (old green version), 1979-94, Sherry Cask, 58,4%</strong><span style="font-weight: normal;">. Ich bin ja generell Fan von Glenlivet, aber dieser hier ist wirklich was besonderes. Ein wenig mehr Wucht und mehr Feuer als der Macallan gerade eben, dabei wunderbar komplex und auch etwas schwerer. Trifft ziemlich genau meinen Geschmack.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Wir bleiben weiter am Stand und debattieren mit Pit Ã¼ber verschiedene Sorten. Pit geht in die Vollen und wir reden Ã¼ber die richtig guten Tropfen. Davor machen wir aber noch eine kurze Pause und setzen am Imbisstand unsere Geschmacksknospen mit Apfelschorle und Wasser zurÃ¼ck.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Dann geht es los. Petra bekommt als nÃ¤chstes einen </span><strong>Bowmore OB &#8218;1968 Destillation&#8216;, 32y, 45,5%</strong><span style="font-weight: normal;">. Sehr ausgefallen. Schon der Geruch wird von Maracuja dominiert und auch der Geschmack ist Frucht pur. Meins ist das jetzt nicht unbedingt, aber Petra kann man damit gut fangen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Bevor ich mich hingegen dem Ãœberflieger am Stand widme, serviert mir Pit noch einen Tipp mit den Worten &#8222;Wenn dir der nicht schmecken sollte, musst du ihn nicht bezahlen&#8220;. Das Problem ist nur, dass er mich zu gut kennt, weswegen ich hier nicht darum rumkomme, den Geldbeutel zu zÃ¼cken. Es geht um einen </span><strong>Rosebank OB 20y for Zenith/Bonfanti, 57%</strong><span style="font-weight: normal;">. Eigentlich sind die Lowlander ja eher unspektakulÃ¤r, aber der hier verblÃ¼fft auf Anhieb. Ordentlich Torf, dabei aber ziemlich weich, darÃ¼ber KrÃ¤uternoten und ein laaaanger Abgang. Wow! Eine der Ãœberraschungen des Tages und mit Sicherheit der beste Lowlander, den ich je getrunken habe. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Dann aber geht es in richtig in die Vollen. Ein </span><strong>Ardbeg OB &#8218;Provenance&#8216; 1974, 55,6% </strong><span style="font-weight: normal;">ist mir schon in der Liste aufgefallen, die Pit vorab verschickt hat. Laut Pit der beste Arbeg Ã¼berhaupt und auch unter allen Whiskies, die er bislang getrunken hat, unter den Top Ten (und es waren insgesamt knapp 4000). Das setzt die Latte sehr hoch aber der Whisky hÃ¤lt, was Pit verspricht. Der Wahn! Ich kann gar nicht beschreiben, was da an Geruch und Geschmack alles passiert. Es wundert nicht, dass die Flasche an diesem Tag komplett leer wird, obwohl ein Glas davon beinahe so viel kostet wie von anderen Whiskies eine ganze Flasche (und das ist noch ein Freundschaftspreis fÃ¼r das Festival, der unter den vierstelligen BetrÃ¤gen liegt, fÃ¼r die dieser Ardbeg inzwischen bei Ebay gehandelt wird&#8230;). Irre!</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Jetzt kann erst mal nichts mehr kommen, also entschlieÃŸen wir uns zu einer Essenspause. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob ich den immer noch am Gaumen klebenden Geschmack des Arbeg mit sowas profanem wie Essen vertreiben will, aber letztlich siegt dann doch der Hunger. Nach dem Eintopf rieche ich aber immer noch alle paar Minuten an meinem Glas, das noch nicht gespÃ¼lt ist &#8230;</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Nach der Pause holt sich Petra den schon erwÃ¤hnten </span><strong>Waldhimbeergeist </strong><span style="font-weight: normal;">von </span><strong>Gansloser</strong><span style="font-weight: normal;"> und auch der macht gute Werbung fÃ¼r die Brennerei. Irre intensiver Geruch, auch wenn man nur neben demjenigen steht, der das Glas in der Hand hÃ¤lt. Auch wenn Himbeergeist nicht so ganz meins ist, muss ich auch hier beim Geschmack hohe QualitÃ¤t bescheinigen. Die noch junge Brennerei sollte man auf alle FÃ¤lle im Auge behalten!</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Ich trinke derweil einen </span><strong>Cragganmore</strong><span style="font-weight: normal;">, den ich leider nicht mehr genauer spezifizieren kann bei einem kleinen AbfÃ¼ller. Gut und Ã¤hnlich krautig wie die normale AbfÃ¼llung, aber kein Ãœberflieger.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Der nÃ¤chste Stopp ist am Stand von </span><strong>Douglas Laing</strong><span style="font-weight: normal;">. Wo wir schon gerade dabei sind, probieren wir auch hier zwei </span><strong>Port Ellen</strong><span style="font-weight: normal;"> aus der </span><strong>The Old Malt Cask</strong><span style="font-weight: normal;"> Serie, beide 26 Jahre alt,  einer von beiden aus dem Sherryfass (den nehme ich, den anderen Petra). Auch hier bestÃ¤tigt sich unsere Erfahrung, dass aus dieser leider stillgelegten Destillerie nichts schlechtes gekommen ist. Beides tolle Whiskies, wobei mir die Sherryvariante etwas mehr zusagt, weil sie komplexer ist als die andere. Aber beide sind sehr trinkenswert und wir Ã¼berlegen einige Zeit, ob wir hier eine Flasche mitnehmen sollen. Jedenfalls zieht der Vertreter alle Register um seine Flaschen an den Mann zu bringen. Aber letztlich siegt die Vernunft, die BestÃ¤nde zu Hause sind deutlich hÃ¶her als mein Kontostand und so belassen wir es beim Probetrinken. AuÃŸerdem bekomme ich nachher eh noch die schon von einiger Zeit bestellte ClubabfÃ¼llung von Munich Spirits, wir gehen also nicht mit leeren HÃ¤nden heim.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">WÃ¤hrend Freunde von uns sich durch den Bruichladdich-Stand trinken, komme ich mit dem Vertreter von </span><strong>Glenfarclas</strong><span style="font-weight: normal;"> nebenan ins GesprÃ¤ch. Wir einigen uns auf den </span><strong>Quarter Cask 1988</strong><span style="font-weight: normal;">, den ich als bessere Version meines 15y hier im Regal beschreiben wÃ¼rde. Wie bei diesem steht auch hier der Sherry klar im Vordergrund, allerdings kommt mir der Quarter Cask runder und weicher vor. Das kleine Fass verstÃ¤rkt eben doch den Reifeprozess spÃ¼r-, will sagen, schmeckbar. Zahlen muss ich hier nichts, was den Eindruck nicht schlechter macht.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Zum Abschluss gehen wir nochmal an den Stand von Munich Spirits. FÃ¼r die Schlussrunde wÃ¤hlt Petra diesmal einen </span><strong>Ardbeg OB Single Cask 1972 &#8211; 2004 Managerâ€<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />s Choice 32y.o., Bourbon Hogshead 861, 45,3%</strong><span style="font-weight: normal;">. Ich hab ihn nicht probiert, aber ihrer Aussage nach ebenfalls ein sehr toller, komplexer alter Ardbeg, nicht ganz so rauchig wie die neuen, was dem Geschmack aber nur gut tut.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Bei mir versucht Pit, mich mit einem </span><strong>Springbank OB (cream label), 25 y.o. (from 1960ies), 75cl, 46%</strong><span style="font-weight: normal;"> mit der Destillerie zu versÃ¶hnen, denn Springbank ist quasi der einzige Scotch, den ich nicht mag. Der hier kann auf alle FÃ¤lle was, aber trotzdem wÃ¼rde ich ihn im Zweifelsfall wohl nicht kaufen. Auch wenn der Geschmack hier sehr schÃ¶n komplex und intensiv ist, irgendwas daran stÃ¶rt mich einfach. Vermutlich das Salz, dass immer im Hintergrund dabei ist.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Was Pit aber nicht gelingt, schafft Karl dagegen beinahe. Er hat sich ein Fass bei Springbank gekauft (das auch inzwischen leer neben dem Stand steht) und eine Flasche daraus dabei. Die ist extra fÃ¼r ihn mit seinem Namen etikettiert (mit einem B statt einem ÃŸ, weil es das zweite in England ja nicht gibt) und </span><em><span style="font-weight: normal;">dieser</span></em><span style="font-weight: normal;"> </span><strong>Springbank</strong><span style="font-weight: normal;"> schmeckt mir tatsÃ¤chlich ziemlich gut. Die Abweichungen bei den einzelnen FÃ¤ssern sind eben doch ziemlich hoch und wenn man ein Einzelfass bekommt (statt einer normalen AbfÃ¼llung, die ja quasi immer aus mehreren FÃ¤ssern gemischt wird), dann kann man eben Ãœberraschungen erleben.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">AuÃŸerdem probieren wir noch einen </span><strong>Wallner Single Malt LikÃ¶r</strong><span style="font-weight: normal;"> am Nachbarstand und auch der weiÃŸ zu begeistern, obwohl ich eigentlich mit LikÃ¶r nicht so viel anfangen kann. Aber dieser hier ist nicht nur interessant vom Geschmack (eine Mischung aus Whisky und NÃ¼ssen), sondern vor allem auch nicht so pappsÃ¼ÃŸ wie LikÃ¶re sonst ganz gern mal. Durchaus lecker.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Damit ist es dann aber auch genug. Jetzt geht es zum Mexikaner und zu Burger und Fajitas gibt es jetzt nur noch Saftschorlen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-weight: normal;">Alles in allem war das ein richtig guter Tag auf dem Festival mit vielen sehr sehr guten Tropfen und keinem richtigen Ausfall. Was will man mehr?</span></p>
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		<title>6. Whiskytasting von Munich Spirits, The Arc Pub MÃ¼nchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 12:21:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Munich Spirits]]></category>
		<category><![CDATA[Tasting]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem wir beim letzten Mal leider nicht dabei sein konnten, war die Vorfreude diesmal noch ein klein wenig grÃ¶ÃŸer. Das Line Up war (wie immer) vielversprechend, die Location wieder mal der Arc Pub in der SchraudolphstraÃŸe in Schwabing, alles wie <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/6-whiskytasting-von-munich-spirits-the-arc-pub-munchen"><span class="screen-reader-text">  6. Whiskytasting von Munich Spirits, The Arc Pub MÃ¼nchen</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;">Nachdem wir beim letzten Mal leider nicht dabei sein konnten, war die Vorfreude diesmal noch ein klein wenig grÃ¶ÃŸer. Das Line Up war (wie immer) vielversprechend, die Location wieder mal der <a title="Arc Pub" href="http://www.thearc-pub.com" target="_blank">Arc Pub</a> in der SchraudolphstraÃŸe in Schwabing, alles wie gewohnt also. Allerdings auch von der Teilnehmerzahl &#8211; was fÃ¼r uns zwar angenehm war, da Ã¼berschaubar, fÃ¼r Pit und seine Kollegen von <a title="Munich Spirits" href="http://www.munich-spirits.de" target="_blank">Munich Spirits</a> aber natÃ¼rlich weniger gÃ¼nstig, da auch dieses Tasting wieder nicht kostendeckend war. Zwar tummelt sich bei den Messen in MÃ¼nchen immer reichlich Volk (auch gerade am Stand von <a title="Munich Spirits" href="http://www.munich-spirits.de" target="_blank">Munich Spirits</a>), aber die Tastings bleiben spÃ¤rlich besucht. Was meine Theorie, dass es sich in MÃ¼nchen unabhÃ¤ngig von der Veranstaltung eben immer hauptsÃ¤chlich um eher oberflÃ¤chliches Eventpublikum handelt, wieder mal bestÃ¤tigt. Die Stadt ist und bleibt einfach mehr Schein als sein.<span id="more-269"></span>Das einzige Manko des Abends liegt wie schon beim letzten Mal an der ziemlich langsamen Essensversorgung. Eigentlich war der Plan, wirklich rechtzeitig da zu sein, damit Burger und Whisky schÃ¶n voneinander getrennt bleiben. Aber es hilft nichts, denn obwohl wir schon eine Stunde vor Beginn des Tastings da sind, warten wir diesmal knapp 1 1/2 Stunden auf die kulinarische Grundlage. Da ich seit dem FrÃ¼hstÃ¼ck nichts gegessen habe, Ã¼berlege ich schon, den Tisch anzuknabbern. Aber wenigstens verzÃ¶gert sich nicht nur unser Essen, so dass das ganze Tasting nach hinten verlagert wird. Somit sind wir also zumindest fertig, als es an die erste Runde geht. Und die Burger waren wie immer super.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Davor bringt Besitzer Keith noch eine kleine Ãœberraschung. Er hat eine der aktuell ziemlich hoch gehandelten Flaschen Ardbeg Blasda da und lÃ¤sst uns probieren. Der Blasda ist ein schwach getorfter Ardbeg, der eben dadurch die fruchtigen Noten der Destillerie hervorbringen soll, aber letztlich doch eher enttÃ¤uscht. Keith bringt es perfekt auf den Punkt: &#8222;He&#8217;s trying to be both worlds but in the end he&#8217;s none of them.&#8220; Schon in Ordnung, aber aus meiner Sicht keinesfalls sein Geld wert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nun aber zum eigentlichen Tasting, dessen Teilnehmer alle deutlich mehr kÃ¶nnen als der Blasda:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>1. Clan Campbell Blended Scotch Whisky, 42 gradi, 75cl</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Zur ErÃ¶ffnung gibt es einen sehr alten Blend, dessen genaues AbfÃ¼lldatum unbekannt ist, aber schon einige Jahrzehnte zurÃ¼ckliegen dÃ¼rfte. TatsÃ¤chlich Ã¼berraschend, denn er erinnert eher an einen Single Malt als an einen der modernen Blends. Zwar nicht hochklassig, aber schon deutlich weniger geradlinig und mit mehr eigenem Charakter. Der Geruch sagt mir nicht so zu. Bittermandel steht im Vordergrund, insgesamt wirkt er relativ penetrant und erinnert mich sehr stark an den Loch Lomond, den ich irgendwann mal aus dem Supermarkt mitgenommen habe und der nun sein Dasein in der KÃ¼che als Backwhisky fristet. Geschmacklich kann er auf alle FÃ¤lle mehr. Speyside-Whiskies machen deutlich den hÃ¶chsten Anteil aus, wobei ich auch deutliche Vanille- und Bourbon-Anleihen zu schmecken glaube. Nicht Ã¼bel, aber aufgrund des Geruchs werden wir wohl keine richtig guten Freunde werden.<br />
Wir vergeben heute Abend mal Punkte im Bereich von 0-100 und da ordne ich ihn bei 65 ein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>2. Glen Garioch OB 10 y.o. (old version), Soffiantino Imp., 75cl, 43%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ein zehnjÃ¤hriger Single Malt aus den 70ern und gleich mal die erste groÃŸe Ãœberraschung, weil sehr eigenstÃ¤ndig und auch mit Ã¼berraschend viel Tiefe und Charakter ausgestattet, wenn man sein recht geringes Reifungsalter bedenkt. Die dunkle Farbe verspricht Sherryfass, dazu gibt es einen fÃ¼r einen Highlander recht ungewÃ¶hnlichen Torfanteil. Schon der Geruch verspricht einiges, sehr tief und krÃ¤ftig, Beeren, vielleicht Leder und hinter allem eine leicht sÃ¤uerliche Note, wie von gutem, reifen Balsamico. Was der Geruch schon ahnen lÃ¤sst, bestÃ¤tigt dann auch der Geschmack. Erstaunlich langanhaltend und wÃ¤rmend, mit angenehm bitteren Noten, regt er die Speichelproduktion an und verbleibt vor allem unter der Zunge und im Rachen. Da sind etliche Noten drin, die ich nicht richtig zuordnen kann. Der Torf kommt heraus ohne aber alles zuzudecken. Letzten Endes ist das mein Favorit des Abends. Ich gebe 85 Punkt, wÃ¼rde aber im Nachhinein locker nochmal 6 oder 7 Punkte draufschlagen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>3. Rosebank Douglas Laing OMC, 21.y.o., April 1978 -. February 2000, 336 bottles, 50%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der erste Whisky in FassstÃ¤rke an diesem Abend. Der Geruch ist wunderbar rund, mit einer leichten WÃ¼rze und ein paar KrÃ¤uternoten, die mich an den jungen Cragganmore erinnern. Der Geschmack kommt sehr direkt, vor allem im Vergleich zum VorgÃ¤nger, der eher langsam den Rachen runtergerollt ist. Hier hat man den Geschmack sofort an der Zungenspitze. Wie auch im Geruch stehen KrÃ¤uternoten im Vordergrund, danach wird er leicht bitter (was aber sehr angenehm ist). Mich erinnert auch irgendwas an Zartbitterschokolade mit Orange, was von den anderen am Tisch aber nicht bestÃ¤tigt wird. Generell sind da noch einige Nuancen drin, die ich nicht zuordnen kann.<br />
80 Punkte von mir, weil er gegenÃ¼ber dem Ben Garioch mit seiner direkten Art etwas abfÃ¤llt, aber auch hier muss ich mindestens 5 Punkte nach oben korrigieren.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>4. Laphroaig OA 12 y.o. Jug (distilled in 1970ies) Bonfanti Import, 43%, 75cl</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Auf diesen Laphroaig bin ich sehr gespannt, werde dann aber auch sehr enttÃ¤uscht. Klar, die alten Laphies sind keine Torfmonster, das kam erst spÃ¤ter. MÃ¼ssen sie ja auch nicht sein, aber statt des Torfs sind nicht die anderen Charakteristika der Destillerie stÃ¤rker zu finden, sondern genauso im Hintergrund wie bei den heutigen. Der Geruch ist schon relativ unspezifisch und erinnert mich daran, wenn man die Nase in eine Packung Tropifrutti hÃ¤lt. KÃ¼nstliche Frucht angetrocknete Gummimasse. Im Geschmack kommt eigentlich nur Alkohol raus, obwohl er ja doch eher wenig Prozente hat (durch den Tonkrug dÃ¼rften von den ursprÃ¼nglichen 43%  auch noch ein paar verloren gegangen sein). Stefan erwÃ¤hnt beim Geschmack nassen Stein und das kann ich auch nachvollziehen. Schmeckt insgesamt nach wenig und das wenige Ã¼berzeugt mich nicht.<br />
Vermutlich mein Fehler, denn (der schockierte) Pit meint nach meiner 75 Punkte Wertung, dass dieser Whisky mit groÃŸen Schlucken getrunken werden muss, um seine Wirkung zu entfalten. Hab ich nicht und vielleicht lag es daran.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>5. Bowmore Signatory Vintage, 23 y.o., 25.3.1974 â€“ 12.9.1997, Cask 2104, V.E.L.I.E.R. Imp., 285 btl., 49%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wir bleiben auf Islay und dieser alte Bowmore entschÃ¤digt mich dann auch gleich wieder fÃ¼r die Laphroaig-EnttÃ¤uschung. Zwar komme ich nicht auf die Waldboden-Assoziation von Pit, aber dafÃ¼r finde ich im Geruch schÃ¶ne Fruchtnoten mit Erdbeeren (die ich erst fÃ¼r Bananen halte), leichten Bourbon-AnklÃ¤ngen, Leder und einer unaufdringlichen, eleganten SÃ¼ÃŸe dahinter. Lecker. Auch geschmacklich gibt es viele Beeren, dazu natÃ¼rlich Rauch und torfige WÃ¼rze. Dieser Malt hat Klasse, gar keine Frage. Klare 87 Punkte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Zeit fÃ¼r eine Pause und was zu Essen. Eigentlich hab ich gar keinen Hunger, ich hatte ja vorhin erst einen groÃŸen Burger. Aber dafÃ¼r Appetit und so lange ich bei den kalten Platten krÃ¤ftiger zu als mir eigentlich gut tun wÃ¼rde und werde mit einem Ã¼bervollen Magen belohnt. Gut, dass es gleich wieder Whisky gibt, der der Verdauung einen freundlichen Tritt verpasst.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ãœber den Beamer, Ã¼ber den uns KÃ¤fer bislang zu jedem Whisky mit einigen interessanten Infos Ã¼ber Destillierien und vor allem Ã¼ber FÃ¤sser versorgt hat, lÃ¤uft inzwischen der Sportkanal, da das Notebook sich zum VerdauungsschlÃ¤fchen niedergelegt hat. Dass sich dort Thaiboxer gegenseitig die Fresse verwemsen (Blut inbegriffen) macht meinen Magen nicht besser und ich bin ziemlich froh, als Keith diesen Quatsch wieder von der Leinwand verschwinden lÃ¤sst.<br />
Und damit geht es dann auch weiter im Programm:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>6. Glenesk Duncan Taylor, 26 y.o., 02.1981 â€“ 12.2007, 240 btl., 56,9%, Sherry Cask B933 for Germany</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der erste Whisky nach dem Essen hat es immer sehr sehr schwer. Um so Ã¼berraschender, dass der Glenesk sich hier trotzdem behaupten kann. Und wie. Massiver, Ã¼berwÃ¤ltigender Geruch schiesst einem aus dem Glas in die Nase, mit ein wenig Wasser kommen deutliche Ledernoten dazu. Der Geschmack ist ebenfalls sehr krÃ¤ftig, hinter dem Alkohol rollt eine schwere, malzige SÃ¼ÃŸe durch den Mund. Mit Wasser hat man die Assoziation von brennendem Holz (wie auch immer das schmecken mag), die die Sherrynoten in den Hintergrund schiebt. UngewÃ¶hnlich.<br />
Wuchtig, sehr eigen, aber auch sehr gut. 90 Punkte von mir, wobei ich den gern nochmal ohne Essen davon probieren wÃ¼rde.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>7. Caol Ila Douglas Laing OMC, 19 y.o., February 1981 â€“ June 2000, Sherry Cask matured, 793 btl., 50%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Caol Ila finde ich immer spannend, denn aus meiner Sicht gibt es bei keiner anderen Destillerie eine so groÃŸe Bandbreite wie hier. Von vÃ¶llig unertrÃ¤glich bis absolut groÃŸartig hatte ich schon alles, genau wie von fieser Torfgranate bis hin zu sanfter Fruchtigkeit. Die Gemeinsamkeiten liegen eher in den Zitrusnoten, die sich auch hier finden lassen und die den Unterschied zum VorgÃ¤nger riesig machen. War der Glenesk richtig schwer und fett, so kommt dieser Caol Ila richtig spritzig und frisch, trotz Sherryfass. In der Nase sammeln sich neben den scharfen Zitrusnoten vor allem Wacholderbeeren (was wir auch im direkten Vergleich nachvollziehen kÃ¶nnen, denn KÃ¤fer hat seinen selbstangelegten Aromakoffer dabei, unter dessen gefÃ¼llten EinmachglÃ¤sern sich auch eins mit Wacholderbeeren befindet). Im Geschmack ist das noch stÃ¤rker wiederzufinden. Das geht fast schon in Richtung Gin, nur kommt hier eben noch der Torf mit dazu. Das hat einiges an Feuer und ist ziemlich erfrischend. Mit allem Kontrast knapp hinter dem VorgÃ¤nger, 88 Punkte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>8. Bruichladdich OB, X4+1: Deliverance, quadruple-distilled on 25.03.2007, Bourbon Cask 069, 800 btl., 50cl, 65,4 %</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Zum Schluss folgt ein Experiment. Jim McEwan hat sich hier mal wieder ausgetobt und etwas wiederholt, was vor 300 Jahren schon krÃ¤ftig in die Hose ging: Einen vierfach destillierten Whisky, der damals mit seinen 92% tatsÃ¤chlich Leute unter die Erde gebracht hat. Dieser hier ist freundlicherweise auf immer noch stolze 65 % runterverdÃ¼nnt und aufgrund seines Alters auch eigentlich noch gar kein Whisky, sondern eben nur Spirit. Wir erwarten eine Spinnerei McEwans, die kaum trinkbar sein dÃ¼rfte â€“ und werden einmal mehr von ihm Ã¼berrascht. Dieser Laddie ist nÃ¤mlich durchaus trinkbar, und zwar auch ohne weiteres Wasser. Zwar schmeckt er nicht nach Whisky (was bei dem Alter auch nicht zu erwarten war), aber dafÃ¼r wie ein Obstbrand. Und zwar ein sehr sehr guter Obstbrand. Vor allem mit etwas Wasser gibt es ganz intensive Marille, Aprikose und reife Birne und wir fragen uns unweigerlich, wie man das in einen Whisky bekommt. Wieder einmal erstaunliches aus der kleinen Destillerie auf Islay. Ich bin extrem gespannt, wie der mal schmecken wird, er seine Zeit im Fass abgesessen hat.<br />
Eine Punktewertung macht hier natÃ¼rlich keinen Sinn.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das war es dann schon wieder. Durch die VerzÃ¶gerung im Ablauf bleibt uns leider keine Zeit mehr fÃ¼r das gemÃ¼tliche Beisammensein, denn unser Zug wartet nicht auf uns. Sehr schade, denn es hÃ¤tte schon noch einiges zu bequatschen gegeben. Dann eben auf dem <a title="Whisky- und Barfestival" href="http://www.munichwhisky.com/festival.html" target="_blank">Whisky- und Barfestival</a> Ende Januar.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Hoffen wir vor allem auch, dass sich dabei noch ein paar Leute finden werden, die solche Veranstaltungen besuchen. Es war einmal mehr ein sehr spannender und unterhaltsamer Abend. WÃ¤re schade, wenn das aus Mangel an Interesse irgendwann eingestellt werden mÃ¼sste.</p>
<p>Danke an Pit, KÃ¤fer und alle anderen Beteiligten!</p>
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		<title>Whisky &#038; Bar Festival MÃ¼nchen 2008</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 18:17:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Whisky-Festival kommt zurÃ¼ck auf die Praterinsel und das erfreut mich ungemein, denn hier sind nicht nur die RÃ¤umlichkeiten angenehmer und passender, auch die Liste der Aussteller und das Drumherum lassen die letztjÃ¤hrige Interwhisky klar hinter sich zurÃ¼ck. Diesmal sind <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/whisky-bar-festival-munchen-2008"><span class="screen-reader-text">  Whisky &#038; Bar Festival MÃ¼nchen 2008</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;">Das Whisky-Festival kommt zurÃ¼ck auf die Praterinsel und das erfreut mich ungemein, denn hier sind nicht nur die RÃ¤umlichkeiten angenehmer und passender, auch die Liste der Aussteller und das Drumherum lassen die letztjÃ¤hrige Interwhisky klar hinter sich zurÃ¼ck.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span id="more-108"></span>Diesmal sind wir am Sonntag da und der Tag wird deutlich entspannter als die Samstage in den letzten Jahren. Der groÃŸe Besucheransturm ist schon vorbei (was natÃ¼rlich auch am Traumwetter liegen mag), man hat vor allem bei den kleineren StÃ¤nden sehr viel Platz und Zeit, mit den Anbietern zu sprechen. Von der Seite her also schon mal sehr angenehm.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Kommen wir also zum Ablauf. Nach einem kurzem Hallo am Munich Spirits Stand verschaffen wir uns erst mal einen Ãœberblick und suchen was Einfaches zum Starten. Die Wahl fÃ¤llt auf einen <strong>Benromach Organic</strong><span>, den ich in Edinburgh schon mal getrunken zu haben glaubte (was mir die Messedame bestÃ¤tigen konnte, da es keinen anderen mit schwarzem Etikett gibt). Kein Ãœberflieger, aber ein angenehmer Whisky ohne HÃ¶hen und Tiefen. Zum Einstieg genau richtig.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nebenan erklÃ¤rt Jim McEwan gerade wieder eifrig seine Whiskies, aber fÃ¼r Bruichladdich ist es uns noch zu frÃ¼h. Weiterschlendern, vorbei an etlichen interessanten StÃ¤nden, die diesmal Ã¼ber Whisky hinaus auch diverse ObstbrÃ¤nde, Tequilas, Rums oder auch Schokolade anbieten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der nÃ¤chste Stop ist bei einem unabhÃ¤ngigen AbfÃ¼ller (ich meine Scott&#8217;s Selection, aber ich bin mir nicht mehr sicher), wo ich nach einigem AuswÃ¤hlen zu einem 18jÃ¤hrigen <strong>Tomatin</strong> komme. Auch beim Alter bin ich mir unsicher, aber der war ziemlich enttÃ¤uschend, weswegen ich mir schlicht nicht mehr gemerkt habe. Der erste Geschmack war zwar nicht Ã¼bel, aber auch wieder sehr schnell und spurlos verschwunden. Nichts fÃ¼r mich. Petra gibt einem 21y Macallan eine Chance, aber auch der kann nicht Ã¼berzeugen, sondern zeigt sich von einer ausgesprochen blassen Seite (mach einer mag es vielleicht elegant nennen, ich aber nicht).</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Als nÃ¤chstes fÃ¤llt mir der Fleischmann-Stand ins Auge. Die Destillerie rÃ¼hmt sich, Bayerns Ã¤lteste Whiskybrennerei zu sein und Ã¼ber die &#8222;Blaue Maus&#8220;, den &#8222;Schwarzen Piraten&#8220; und den &#8222;GrÃ¼nen Hund&#8220; hab ich schon Ã¶fters mal gelesen. Also geben wir dem einfach mal eine Chance. Die Beratung bleibt wenig aussagekrÃ¤ftig (&#8222;das schmeckt ja schlieÃŸlich jeder anders&#8220;), also entscheide ich mich fÃ¼r die <strong>Blaue Maus</strong>. Und &#8211; um es gleich vorweg zu nehmen &#8211; erreiche damit jetzt schon den eindeutigen Tiefpunkt der Messe. Holz, Holz und drÃ¼ber noch etwas Holz. So stelle ich mir in etwa das Geschmackserlebnis vor, wenn sich ein Maulwurf durch den Wurzelstock eines alten Strauchs arbeitet. Auf Nachfrage wundert das auch nicht, denn zum Stil des Hauses gehÃ¶rt es, ausschlieÃŸlich neue, ungeflammte EichenfÃ¤sser zu verwenden. Man gibt mir zum Vergleich noch ein kleines Glas Krottentaler (andere Malz-Sorte, ansonsten gleiche Bauart) und der kann genauso wenig. Keine Entwicklung, keine KomplexitÃ¤t, eben nur ein Haufen Holznoten. Wenn ich es nicht gewusst hÃ¤tte, wÃ¤re ich wohl noch nicht mal drauf gekommen, dass es sich hier um einen Whisky handelt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span>Der Magen schreit nach einem guten Gegenprogramm und das finden wir gleich gegenÃ¼ber bei den Whisky-RaritÃ¤ten von Lothar Langer. Der hat ein kleines aber sehr sehr feines Sortiment, das dem Namen seines Ladens durchaus gerecht wird. Nach kurzem GesprÃ¤ch empfiehlt er uns einen </span><strong>Caol Ila 11y</strong><span>, </span>bottled for Rist. Gloria, Marina di Ravenna. Das ist in der Tat ein Gegenprogramm zur Blauen Maus &#8211; und was fÃ¼r eins! Ich bin immer wieder verblÃ¼fft Ã¼ber die Vielfalt, die man bei Caol Ila antreffen kann &#8211; vor allem bei den jungen JahrgÃ¤ngen. Der hier ist wieder mal sehr anders als die anderen, aber fÃ¼r sein Alter unheimlich schÃ¶n und rund. Bauchiger, leicht phenoliger Geschmack (aber ohne Rauchattacke), angenehme Entwicklung im Mund und ein mittellanger, sehr sanfter Abgang. GroÃŸ! Leider die vorletzte Flasche, die es von dieser AbfÃ¼llung noch gibt und auch die letzte wird auf dieser Messe noch geÃ¶ffnet.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die nÃ¤chste Station ist Adelphi, ein unabhÃ¤ngiger AbfÃ¼ller, der sich auf Single Malts in FaÃŸstÃ¤rke spezialisiert hat. Auch hier ist das Team am Stand sehr nett und engagiert, so dass wir das Sortiment ausfÃ¼hrlich vorgestellt bekommen, bevor wir unsere Wahl treffen. Petra und ich gehen in Richtung Sherry. Bei ihr ist es ein <strong>Mortlach 17y</strong><span>, der sich als wirkliche Sherrybombe erweist. Unheimlich reichhaltig, sÃ¼ÃŸlich und fast schon cremig, dabei aber immer noch harmonisch. GroÃŸ. Bei mir ist es ein </span><strong>Clynelish </strong><span>(leider hab ich das Alter vergessen), der nicht ganz so massiv daherkommt, sondern zum Sherry noch eine sehr schÃ¶ne Fruchtnote (Pfirsich?) und ganz dezente KrÃ¤uter dazu bringt. GefÃ¤llt mir sehr sehr gut. Stefan entscheidet sich fÃ¼r einen </span><strong>Linkwood 18y</strong><span>, der allerdings eher nicht mein Fall ist. Sehr sÃ¼ÃŸlich, aber ohne die cremige Schwere des Mortlach oder die KomplexitÃ¤t des Clynelish.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Alles in allem aber auf jeden Fall ein extrem interessanter Stand. Adelphi werde ich wohl im Auge behalten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">So, einmal rundherum gelaufen, Zeit zu Munich Spirits zurÃ¼ckzukehren und Pits umfangreiches Sortiment genauer ins Auge zu fassen. Nachdem ich ihm von meiner EnttÃ¤uschung mit dem Tomatin erzÃ¤hle, nimmt er sich gleich vor, das Bild der Distillery wieder gerade zu rÃ¼cken und schenkt mir einen <strong>Tomatin SSMC 31y</strong> ein. OK, keine weiteren Fragen. Der kÃ¤mpft ganz weit oben um den Tagessieg mit. Wow! Reichlich Geschmack im Mund, der alle Knospen stimuliert und was fÃ¼r ein Abgang. Absolutes Highlight!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Stefan bekommt als Gegenleistung fÃ¼r die zwei Flaschen Bamberger Rauchbier, die er Pit mitgebracht hat, einen <strong>Glen Keith 21y 1967-1989 Signatory</strong>, der ebenfalls sehr sehr gut war, nur kann ich mich absolut nicht mehr an mehr erinnern. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">AuÃŸerdem rÃ¤umt Pit noch mit zwei alten Rums unsere Vorurteile gegenÃ¼ber dem Rohrzuckerschnaps aus dem Weg. Ich gebe zu, ich muss meine Meinung hier nochmal Ã¼berdenken.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Jetzt ist es aber langsam wirklich mal Zeit fÃ¼r eine Pause, so ganz ganz langsam beginnen wir den Alkohol ein klitzekleines Bisschen zu spÃ¼ren. Aber drauÃŸen im Zelt gibt es deftiges Essen und ein Teller Irish Stew in der FrÃ¼hlingssonne bringt einige verlorene KrÃ¤fte wieder.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nach der Pause erÃ¶ffne ich die zweite Runde am Hart Brothers Stand. Hier gibt es auch des Ã¶fteren mal spannendes zu entdecken. Der <strong>Benriach 21y</strong>, den ich mir hier gÃ¶nne, ist allerdings eher unspektakulÃ¤r. Nicht Ã¼bel, aber auch nicht herausragend. Stefan probiert den diesjÃ¤hrigen Messewhisky, einen <strong>Clynelish 11y</strong>. Nicht Ã¼bel, aber den letztjÃ¤hrigen reicht er nicht heran.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Weiter geht es bei Bruichladdich. Hier macht man selten was verkehrt, ich hab bislang noch keinen schlechten Whisky der sympathischen Islay-Destille getrunken. Der hier, ein <strong>Bruichladdich Deep Sherry 21y</strong>, den McEwan speziell fÃ¼r die Messe mitgebracht hat, kann aber wirklich sehr Ã¼berzeugen. Komplett Ã¼ber die ganze Zeit im Sherryfass gelagert hat er eine tiefst braune Farbe, aber eine Ã¼berraschend ausgewogenen Geschmack. Der Sherry ist zwar natÃ¼rlich sehr deutlich da, erdrÃ¼ckt aber nicht alles, wie man vielleicht befÃ¼rchten kÃ¶nnte. Sehr angenehm.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die anderen beiden probieren hier noch diverse andere Laddies und Glenfarclas, mit denen sich Bruichladdich den Stand teilt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Da war ja noch was &#8211; richtig, der Classic Malts of Scotland Stand, an dem man diesmal den einzigen Gutschein der Eintrittskarte einlÃ¶sen kann. Allerdings nur gegen Standards, was ein wenig albern ist. Der Standard wird bei uns dann der <strong>Singleton of Dufftown</strong>, der dann auch in etwa genau das ist &#8211; Standard.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ich versuche noch den <strong>Caol Ila Cask Strength</strong>, der von Diageo im Moment recht massiv beworben wird, bin aber etwas enttÃ¤uscht. Zwar ist er nicht schlecht, aber schÃ¤rfer und leider auch eindimensionaler als die normalen 12 und 18jÃ¤hrigen. Muss nicht sein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Stefan nimmt den <strong>Caol Ila Distillers Edition</strong> und der ist immerhin sehr sehr eigen. Ausgebaut im Muskatellerfass hat er eine sehr starke WeiÃŸweinnote, sehr sÃ¼ÃŸ und sehr eigen. Nicht unbedingt so meins, aber auf alle FÃ¤lle ziemlich einzigartig.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Tja, nun wird es leider etwas peinlich. Als nÃ¤chstes waren wir nÃ¤mlich an dem Stand eines unabhÃ¤ngigen AbfÃ¼llers, der nicht nur eine schÃ¶ne Auswahl hatte, sondern uns auch sehr beraten hat. Aber mir fÃ¤llt ums Verrecken nicht mehr ein, welcher AbfÃ¼ller das war. Auch Details Ã¼ber die Whiskies weiÃŸ ich nicht mehr, es ist zum aus der Haut fahren. Ich kann mich lediglich daran erinnern, dass wir dort 2 <strong>Bowmores</strong> probiert haben, ich einen 23y von 1984 und Petra einen aus dem Jahre 89. Der meine war eher wenig rauchig und hatte eine ziemlich starke Beerennote, der andere war etwas typischer. Aber mehr ist da leider nicht mehr Ã¼brig.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Insgesamt war ich jetzt auch an dem Punkt, an dem das Probieren eigentlich keinen richtigen Sinn mehr gemacht hat, weil ich einfach schon zu viele Whiskies getrunken hatte. An sich schade drum, aber die Laune war inzwischen einfach zu gut um aufzuhÃ¶ren. Nur haben die folgenden Drams leider nicht mehr die WertschÃ¤tzung bekommen, die sie eigentlich verdient hÃ¤tten. Dumm, aber nicht zu Ã¤ndern. Beim nÃ¤chsten Mal muss das wieder etwas bewusster laufen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Was hatten wir noch? Bei Munich Spirits gab es fÃ¼r mich noch einen Brora 1972-1993, aus der Connoisseurs Choice von Gordon&amp;McPhail, soweit ich mich erinnern kann ein sehr sehr guter Tropfen. FÃ¼r Petra war es ein <strong>Yamazaki OB 1994-2006, Single Cask</strong> (mir persÃ¶nlich zumindest in dem Moment zu scharf).</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Dann zum Abschluss am Whisky-RaritÃ¤ten-Stand einen <strong>Ardbeg 22y</strong> von 1974 &#8211; richtig dumm, von dem nicht mehr genug mitzubekommen. Aber immerhin hat er klar gemacht, dass die Ardbegs frÃ¼her einen ganz anderen Charakter hatten als heute. Sehr komplex und nur mit dezenter Rauchnote statt der nun alles dominierenden Torfattacke.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das wÃ¤re eigentlich mein Abschluss gewesen, aber ich wurde noch auf einen <strong>Port Ellen Provenace 24y</strong> eingeladen, der natÃ¼rlich auch eher an mir vorbeigegangen ist. Schade um den guten Tropfen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Danach war dann auch Essen Ã¼berfÃ¤llig (sehr gut im Nage &amp; Sauge, gleich um die Ecke) und dazu gab es dann auch nur noch Apfelschorle. Trotzdem war das alles zu viel, wie der nÃ¤chste Tag dann gezeigt hat. Zum ersten Mal Kater nach Whisky, ein mehr als deutliches Zeichen &#8230;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Aber trotz des etwas unrÃ¼hmlichen Abschlusses war das alles schon ein sehr gutes Festival mit einigen interessanten Ausstellern. NÃ¤chstes Jahr auf alle FÃ¤lle wieder, dann halt mit etwas mehr Hirn. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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		<title>4. Whiskytasting von Munich Spirits, The Arc Pub</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jan 2008 14:14:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Munich Spirits]]></category>
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					<description><![CDATA[Diesmal traf man sich im The Arc Pub in Schwabing, der einen deutlich angenehmeren Rahmen fÃ¼r die Veranstaltung bot als das die letzten Locations konnten. Karte, Wirt und Ambiente sind rein English (bzw. Irish), in den Fernsehern lÃ¤uft Rugby und <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/4-whiskytasting-von-munich-spirits-the-arc-pub"><span class="screen-reader-text">  4. Whiskytasting von Munich Spirits, The Arc Pub</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm">Diesmal traf man sich im <a title="The Arc Pub" href="http://www.thearc-pub.com">The Arc Pub</a> in Schwabing, der einen deutlich angenehmeren Rahmen fÃ¼r die Veranstaltung bot als das die letzten Locations konnten. Karte, Wirt und Ambiente sind rein English (bzw. Irish), in den Fernsehern lÃ¤uft Rugby und an der Bar findet sich eine Whisky-Auswahl, die sich nicht zu verstecken braucht. Aber die lassen wir heute links liegen, denn wir sind ja zum Tasting da. Zum Blind Tasting um genau zu sein.<span id="more-105"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Wobei das nicht ganz straff durchgezogen wird, da wir ja vorher die Beschreibungen zu den Whiskies haben, die in Frage kommen, jeder Durchgang am Tisch eifrig diskutiert und danach direkt aufgelÃ¶st wird. Dadurch wird es vor allem zum Schluss hin natÃ¼rlich zunehmend einfach, da die Auswahl ja immer kleiner wird. Trotzdem bin ich ziemlich stolz auf mich, da ich bei den 9 DurchgÃ¤ngen nur 1x daneben liege, da aber dafÃ¼r krÃ¤ftig. Trotzdem, unter &#8222;harten&#8220; Bedingungen wÃ¤re die Quote mit Sicherheit sehr viel niedriger gewesen. Aber wir sind ja zum SpaÃŸ hier und nicht zum Wettbewerb. Und SpaÃŸ haben wir mehr als genug. AuÃŸerdem geht man in der Tat einfach unbefangener an eine Dram heran, wenn man Namen und Preis vorher nicht weiÃŸ.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Nun aber zu den Whiskies. Der Abend stand unter dem Motto &#8222;Great affordable drams&#8220;, es ging also nicht um RaritÃ¤ten, sondern um besondere Whiskies, die nicht nur erhÃ¤ltlich, sondern auch bezahlbar sind:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>1. Auchentoshan OB 16 y.o. &#8218;Finest Bourbon Matured&#8216;, limited to 4800 bottles, 53,7%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>Unser Essen kommt leider sehr sehr spÃ¤t, nÃ¤mlich gleichzeitig mit dem ersten Whisky. Wir schlingen also unsere Burger herunter, schieben zwei Scheiben WeiÃŸbrot zum neutralisieren nach und wenden uns dann dem Whisky zu. Nicht ideal, aber nicht zu Ã¤ndern, da wir eh schon eine Stunde im Verzug sind.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>Ob es nun am direkten Essen liegt oder einfach doch am Whisky &#8211; Ã¼berzeugen kann uns der Auchentoshan nicht so richtig. Ich bin generell kein Ã¼bermÃ¤ÃŸiger Freund der Lowland-Whiskies und der hier macht keine Ausnahme. Man schmeckt vor allem Alkohol und ein wenig Bourbonfass, aber mehr ist da leider nicht. Immerhin kann ich ihn damit ziemlich eindeutig identifizieren, er bleibt aber fÃ¼r mich bei den Whiskies der Verlierer des Abends.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>2. Royal Brackla &#8218;The Companion&#8216; 25 y.o., Fino Sherry Cask, Alba Import GbR, 46%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>Ein ganz anderes Kaliber ist der nÃ¤chste Durchgang. Die Identifikation fÃ¤llt hier extrem leicht, denn der Royal Brackla hat die hellste und blasseste FÃ¤rbung aller Kandidaten und da auf unsere Ãœbersicht die Flaschen abgebildet sind, gibt das schon einen ziemlich eindeutigen Hinweis. Geruch und Geschmack tun ihr Ãœbriges. Zwar kann ich weder moosig noch beerig identifizieren, aber die leichte Salznote unterstÃ¼tzt die Vermutung dann doch recht deutlich. Interessant ist auch die Pfirsichnote. Ich hÃ¤tte sie zwar nicht als solche erkannt, aber ein herumgereichter Teebeutel mit aromatisiertem Pfirsichtee riecht tatsÃ¤chlich Ã¤hnlich. Insgesamt ein sehr schÃ¶ner Whisky, der zwar recht dezent schmeckt, aber alles andere als langweilig, sondern ganz im Gegenteil einiges an KomplexitÃ¤t besitzt. Mein persÃ¶nlicher Gewinner des Tastings, auch wenn ich damit zu einer Minderheit gehÃ¶re.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>3. Ben Nevis OB, 37 y.o., June 1967 &#8211; June 2004, Sherry Hogshead 2219, 225 bottles for Alambic Classique, 54,4%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>So, jetzt ist es soweit. Ich liege vÃ¶llig daneben. So daneben, wie man nur sein kann. Der 37 Jahre alten Ben Nevis, der keine Spur Torf enthÃ¤lt, erinnert mich auf den ersten Riecher und Schluck aus irgendeinem seltsamen Grund an den Port Charlotte, den ich zu Hause habe und der eigentlich wirklich komplett anders schmeckt (und nur 6 Jahre alt ist, was allein schon zu einem vÃ¶llig anderen Geschmack fÃ¼hrt). </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>Wie auch immer, der Ben Nevis schmeckt sehr sehr eigenwillig. In der Beschreibung steht was von Waldameisenhaufen und von Fichtennadeln und Zedernholz (zumindest die beiden letzten werden von Petra ganz eindeutig identifiziert, weswegen sie hier vÃ¶llig richtig liegt). Dieser Whisky ist auf alle FÃ¤lle was besonderes und ist fÃ¼r die meisten die Nummer 1 im Tasting. Bei mir zÃ¼ndet er allerdings nicht so wie beim Rest und landet eigentlich eher im hinteren Drittel. Vielleicht aber auch nur, weil ich so derbe daneben lag. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>4. The Macnab (Ledaig) Single Malt from Mull, 15 y.o. December 1972 &#8211; April 1988, 75cl, 43%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>Ein Zufallsfund in einem Warehouse in England. Knapp 300 Flaschen, die meisten davon ohne Label, die sich dann als besagter Ledaig identifizieren lassen. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>Insgesamt auch von uns relativ einfach zu erraten. Unter den getorften bleiben nur der Port Charlotte, der Lagavulin und der Macnab und die beiden ersten sind es ganz sicher nicht. Auch die in der Beschreibung erwÃ¤hnte NÃ¤he zum Talisker ist ein klarer Hinweis, auch wenn ich diesem jederzeit den Vorzug geben wÃ¼rde. Obwohl Pit den als Highlight preist, Ã¼berzeugt er mich nicht so richtig. Eigentlich bin ich ja Fan der torfigen Gesellen aber die hier unterstellte hohe KomplexitÃ¤t erschlieÃŸt sich mir einfach nicht. Ich finde ihn ganz im Gegenteil relativ eindimensional und unspektakulÃ¤r. Vielleicht ist er zu hintergrÃ¼ndig fÃ¼r meinen Gaumen. Jedenfalls bei mir unter den Whiskies auf dem vorletzten Platz knapp vor dem Auchentoshan.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>Pause</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Eigentlich bin ich gar nicht hungrig (der Burger liegt auch noch nicht weit zurÃ¼ck und zwischen den Whiskies gab es ja auch noch WeiÃŸbrot) aber ein paar Scheiben Schinken, Speck und Lachst passen schon noch rein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>5. Highland Park &#8218;Villa Konthor&#8216; 25 y.o., 1981 &#8211; 2007, 43%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>Der ist recht einfach, weil doch mit seiner KrÃ¤uternote sehr schnell als Highland Park zu identifizieren. Wobei er mich nicht ganz so begeistert, wie das die Highland Parks sonst tun. NatÃ¼rlich hat er es als erster nach dem Essen auch wieder schwerer, aber dem hier fehlt zusÃ¤tzlich ein wenig das Sherryfass, in dem die Highland Parks normalerweise noch ein wenig nachreifen. Das hier ist eine Einzelfass-AbfÃ¼llung (nur Bourbon Cask). Das unterscheidet ihn dann doch (leicht zu seinem Nachteil) von den Ã¼blichen HP, deren Besonderheit fÃ¼r mich gerade ist, dass sie alle Eigenheiten der verschiedenen Regionen Schottlands in einem Whisky vereinen. Trotzdem ein sehr guter Tropfen. Vor allem in Verbindung mit einem StÃ¼ckchen weiÃŸer Schokolade, die Pit uns noch reicht, nachdem er die IdentitÃ¤t aufgelÃ¶st hat. Die bringt den Whisky noch mal so richtig nach vorne und lÃ¤sst das fÃ¼r den Highland Park typische Heidekraut richtig deutlich rauskommen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>6. Tamdhu Signatory &#8218;Vintage 1970&#8216; 26 y.o., 14.1.1970 &#8211; 15.10.1996, Sherry Butt 373, 390 bottles for V.E.L.I.E.R., 51,5%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>Dieser ist ebenfalls simpel, denn unter den verbleibenden gibt es einen, der als Sherrymonster beschrieben wird und das ist ganz offensichtlich dieser. Eigentlich bin ich kein groÃŸer Fan der sherrylastigen Whiskies, aber der hier hat auf alle FÃ¤lle was. Sehr schwere und wuchtige SÃ¼ÃŸe, ziemlich sÃ¤ttigend, wie eine Nachspeise mit reichlich Kalorien. Der Tamdhu wÃ¤rmt gehÃ¶rig den Magen auf und bleibt sehr lange im Mund prÃ¤sent. GehÃ¶rt fÃ¼r mich auf alle FÃ¤lle zu den Highlights dieses Tastings.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>7. Islay (Lagavulin) The Auld Alliance (Chieftain&#8217;s Choice) 16 y.o., 12.1990 &#8211; 10.2007, Casks 90961 &amp; 90962, finished in Chateauneuf du Pape Casks, 684 bottles, 46%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>Ein recht ungewÃ¶hnlicher Lagavulin, den ich nur deswegen erkannt habe, weil in der restlichen Auswahl eigentlich nichts anderes mehr mÃ¶glich war. Ohne Hilfsmittel wÃ¤re ich keinesfalls auf Lagavulin gekommen. Durch das Finish im Rotweinfass bekommt dieser Whisky eine sehr eigene Note, die viel von dem Ã¼berdeckt, was Lagavulin normal auszeichnet. Was sich aber insgesamt nicht Ã¼bel macht. Eine dezente Schinkennote bleibt erkennbar und auch der Torf kann sich noch durchsetzen. Pit riecht Blauschimmel-KÃ¤se heraus, aber den finde ich nicht im Glas. GefÃ¤llt mir, wobei ich im Zweifelsfall doch den normalen Lagavulin vorziehen wÃ¼rde.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>8. Hampden Estate, Cadenhead &#8218;HLCF&#8216; Pot Still Jamaican Rum, 13 y.o., 1992 &#8211; 2006, 66,2%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>Mit den letzten beiden ist die Zeit des Ratens endgÃ¼ltig vorbei. Dass das hier kein Whisky, sondern ein Rum ist, riecht man schon wenn man nur in die NÃ¤he des Tabletts kommt. Und genauso wuchtig wie der Geruch ist auch der Geschmack. FÃ¼r Rumtrinker sicher das hÃ¶chste, aber ich kann damit schlichtweg gar nichts anfangen. So leid es mir tut, aber diese Dram muss ich ausleeren, das bekomme ich beim besten Willen nicht runter, sonst rebelliert mein Magen. Nicht meine Welt.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>9. Port Charlotte OB &#8218;PC6 &#8211; Cuairt-Beatha&#8216;, 6 y.o., 2001 &#8211; 2007, 18.000 bottles, 61,6%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>Zu Raten gibt es nichts mehr, es bleibt nur noch der PC6. Ganz davon abgesehen reicht ein flÃ¼chtiges Schnuppern am Glas fÃ¼r die peinliche Erkenntnis, wie weit von der RealitÃ¤t mein Fehltipp beim Ben Nevis war. Den hier nicht zu erkennen ist eigentlich unfassbar. Torfattacke pur, hier werden keine Gefangenen gemacht. Ohne Wasser ist der PC auch eigentlich nicht trinkbar (was natÃ¼rlich auch an StÃ¤rke und Alter liegt), aber mit Wasser offenbart er, welches unglaubliche Potential in ihm steckt. Ich bin extrem gespannt, wie die spÃ¤teren JahrgÃ¤nge hier ausfallen werden, sowohl dieser wie auch der PC in meinem Regal daheim versprechen sehr sehr viel. Mit dem entsprechenden Finish und Alter kÃ¶nnte da was ganz GroÃŸes auf uns zukommen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>Und schon ist der SpaÃŸ wieder vorbei. NatÃ¼rlich nicht ganz, denn einige bleiben noch zum gemÃ¼tlichen Zusammensein und Fachsimpeln. Und vielleicht noch zur einen oder anderen Dram auÃŸerhalb des Tastings. Bei mir ist das:</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>Bruichladdich Legacy I, 36 y.o.</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>und der setzt dem Abend die Krone auf. Sowohl Geruch wie auch Geschmack sind einfach unglaublich rund, ausgewogen und wunderbar. Mir fehlen die Worte, das zu beschreiben. Einfach nur einer der ganz ganz groÃŸen Whiskies. Zum Niederknien.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><span>Fazit: Einmal mehr ein feines Tasting mit schÃ¶nen Whiskies, netten Tischkollegen und sehr viel SpaÃŸ. Absolut gelungener Abend und herzlichen Dank an Pit und die Kollegen von <a title="Munich Spirits" href="http://www.munich-spirits.de">Munich Spirits</a>, die das mit viel Hingabe aufgezogen haben!</span></p>
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			</item>
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		<title>Zweites Whiskytasting von Munich Spirits in MÃ¼nchen</title>
		<link>https://www.negatron.de/alltag/zweites-whiskytasting-von-munich-spirits-in-munchen</link>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 May 2007 15:07:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Munich Spirits]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Jungs von Munich Spirits haben wir auf dem letzten Whiskyfestival in MÃ¼nchen kennen gelernt und uns in deren Newsletter eingetragen. DarÃ¼ber haben wir von den beiden Tastings erfahren, die seit dem Festival veranstaltet wurden und die beide ein ziemlich <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/alltag/zweites-whiskytasting-von-munich-spirits-in-munchen"><span class="screen-reader-text">  Zweites Whiskytasting von Munich Spirits in MÃ¼nchen</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm">Die Jungs von <a title="Munich Spirits" href="http://www.munich-spirits.de" target="_blank">Munich Spirits</a> haben wir auf dem letzten Whiskyfestival in MÃ¼nchen kennen gelernt und uns in deren Newsletter eingetragen. DarÃ¼ber haben wir von den beiden Tastings erfahren, die seit dem Festival veranstaltet wurden und die beide ein ziemlich interessantes Programm hatten. Am ersten konnten wir aus TermingrÃ¼nden leider nicht teilnehmen, aber beim zweiten mit dem Thema &#8222;Great drams from different places&#8220; hat es jetzt geklappt. Um es gleich vorweg zu nehmen, es war ein sehr gelungener Abend mit interessanten Whiskies und GesprÃ¤chen, netten Leuten und einer insgesamt sehr angenehmen AtmosphÃ¤re. Es wurde viel gelacht, fachgesimpelt und natÃ¼rlich auch getrunken und ich denke mal, dass keiner der 18 Beteiligten unzufrieden nach Hause gegangen ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span id="more-85"></span>Der einzigste kleine Kritikpunkt war vielleicht der Veranstaltungsort, denn das Siemens Sportheim am Ostbahnhof hat jetzt nicht unbedingt das stimmungsvollste Ambiente, wird aber wohl auch nicht die endgÃ¼ltige LÃ¶sung fÃ¼r die Tastings sein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Nun aber zu den Whiskies:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>1. Oban, OB Distillers Edition 1992-2006, finished in Montilla Fino Sherry, 43%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Zum Anfang was einfaches zum Einsteigen. Wir haben ja noch einiges vor uns. Mit dem normalen Oban kann ich nicht besonders viel anfangen, weil der fÃ¼r mich sehr einfach, schnapsig und unspektakulÃ¤r schmeckt. Dieser hier profitiert aber deutlich vom Sherry Fass und weiÃŸ dadurch auf alle FÃ¤lle mehr zu Ã¼berzeugen als sein einfacher Bruder. Ein sehr schÃ¶ner, ehrlicher, einfacher Whisky mit einer deutlichen Honignote. Andere hatten noch die Assoziation von weiÃŸen Traubenschalen, bei der ich mir aber nicht so sicher war, ob ich sie wirklich geschmeckt oder nur unterstellt habe.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Mit den folgenden Whiskies konnte der Oban natÃ¼rlich nicht mithalten, dafÃ¼r war er zu unspektukÃ¤r. Aber man tut ihm auch ein bisschen unrecht, ihn mit den anderen zu vergleichen, weil er einfach in eine ganz andere Kategorie fÃ¤llt (natÃ¼rlich auch preislich). Aus meiner Sicht ein schÃ¶ner Einstieg.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>2. Argyll Malt, for The Vintage House by Douglas Laing, July 1997 &#8211; April 2006, Cask 2533 (Bourbon), 296 Fl,. 58,8%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Hinter dem Argyll verbirgt sich eigentlich ein Hazelburn, der aber aus rechtlichen GrÃ¼nden nicht so heiÃŸen darf. ErfahrungsgemÃ¤ÃŸ nicht so ganz mein Ding und auch dieser hier macht da keine Ausnahme. Sowohl im Geruch wie auch im Geschmack steht hier eine Salznote im Vordergrund, die mich einfach nicht so anspricht. Kein schlechter Whisky, aber einfach nicht meine Welt. Dazu kommt in dem Fall noch sein junges Alter, das einfach an Tiefe vermissen lÃ¤sst und der Salznote noch eine SchÃ¤rfe hinzufÃ¼gt (die sich Ã¼brigens mit ein paar Tropfen Wasser noch mal deutlich verstÃ¤rkt). Nicht meins, fÃ¼r mich persÃ¶nlich der schwÃ¤chste Vertreter des Abends.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>3. Aberfeldy, &#8222;The Cross Hill&#8220;, 1975-2006, Bourbon Cask, 146 Fl., 56,2%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Eine ganz andere Kategorie dann der nÃ¤chste Whisky des Abends. 31 Jahre alt, sanft und komplex, mit einer deutlichen Beerennote &#8211; grÃ¶ÃŸer kann der Kontrast eigentlich kaum sein. FÃ¼r die meisten Anwesenden war hier auch schon der Gewinner des Abends am Tisch. Mich hat er allerdings nicht ganz so Ã¼berzeugt. Ich war zwar hin und weg vom Geruch, der Geschmack hat mich aber nicht ganz so gefesselt. Schon gut, aber halt kein Ãœberflieger. Ein Fehler vielleicht auch, dass ich ihn dann noch mit ein wenig Wasser probiert hab, denn damit hat er einiges an Geschmack verloren und dafÃ¼r eine SchÃ¤rfe bekommen, die er pur trotz seiner StÃ¤rke nicht hatte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>4. Lagavulin, Moon Import &#8222;Horae Solaris&#8220;, 1988-1998, 1300 Fl., 50%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Als groÃŸer Lagavulin-Fan war ich auf den sehr gespannt, vor allem weil er als komplett anders angekÃ¼ndigt war als die anderen Whiskies aus dieser Distillery. Unter anderem hat die Beschreibung &#8222;an Autan-MÃ¼ckenspray erinnernd&#8220; im Vorfeld schon fÃ¼r einige Belustigung gesorgt. Anders war er dann auch tatsÃ¤chlich, vor allem ungewÃ¶hnlich leicht, allerdings trotzdem als Lagavulin erkennbar (auch wenn er mich ziemlich an jungen Laphraoig erinnert hat &#8211; eine EinschÃ¤tzung, mit der ich aber eher allein dastand). Pit hat es ganz schÃ¶n beschrieben, die typische Note in einem Lagavulin erinnert an Schwarztee, den man zu lange ziehen gelassen hat. Das war auch in diesem hier zu finden, aber zusammen mit einer sehr frischen und zitrusÃ¤hnlichen SchÃ¤rfe. Autan hab ich nicht herausgerochen &#8211; zuerst. Nachdem ich allerdings mein Glas mit Wasser ausgespÃ¼lt hatte und dann noch mal daran gerochen hab, konnte ich die Assoziation schon nachvollziehen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Sicher nicht der beste Lagavulin, den ich getrunken hab, aber in der Tat nicht uninteressant.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Jetzt war Pause und Zeit fÃ¼r einen kleinen Imbiss in Form von Wurst- und KÃ¤seplatten, bevor es an die schweren GeschÃ¼tze ging.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>5. Old Kentucky, Amber Bourbon, 10 y.o., 45%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Die ErÃ¶ffnung nach dem Essen ist keine leichte Aufgabe und der Whisky hat es besonders schwer. Vor allem, wenn es sich um einen Boubon handelt, der damit generell schon mal vÃ¶llig aus der Reihe fÃ¤llt. Demzufolge hatte der Old Kentucky dann auch ein Ã¤hnliches (aber grÃ¶ÃŸeres) Problem wie der Oban. Unter Seinesgleichen wÃ¤re er wohl recht weit oben gekommen, aber in diesem Feld konnte er nur verlieren, was er in der Abschlusswertung dann auch sehr deutlich tat. Zu Unrecht meiner Meinung nach, da er fÃ¼r einen Bourbon schon recht auÃŸergewÃ¶hnlich war. NatÃ¼rlich standen auch hier Vanille und Lakritz klar im Vordergrund und durch die (fÃ¼r einen Bourbon ziemlich langen) 10 Jahre kam auch das Holz sehr deutlich raus. Insgesamt aber trotzdem relativ vielschichtig. Kann man an einem heiÃŸen Sommerabend schon gut trinken.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>6. Caperdonich, Douglas Laing Platinum Selection, 1973-2006, Rum Finish, 49,2%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">ZurÃ¼ck zum Malt. Und was fÃ¼r einer. Intensiver, wuchtiger Geruch nach in Rum eingelegten FrÃ¼chten. Der erste Schluck ziemlich frisch, wandelt sich dann aber im Mund komplett zu einem warmen, fruchtigen Abgang. Ziemlich komplex, was man bei dem Alter ja auch erwarten darf. Auch wenn die meisten das anders gesehen haben, lag der Caperdonich fÃ¼r mich klar vor dem Aberfeldy. Wunderbare Entwicklung, schÃ¶n vielschichtig, auch wÃ¤rmer tiefer. Bis zu dem Zeitpunkt mein klarer HÃ¶hepunkt. Aber es sollten ja noch 2 Whiskies kommen. Und was fÃ¼r welche.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>7. Port Ellen, &#8222;The Whisky Fair&#8220;, Douglas Laing Platinum Shape, 1983-2007, 150 Fl. 56,7%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Um es gleich vorwegzunehmen: der Wahnsinn! Alles, was wir an diesem Abend getrunken haben, war mindestens gut. Aber dieser Port Ellen ist genau das, was die Faszination am Single Malt fÃ¼r mich ausmacht. Unheimlich komplex und vielschichtig. Diesen Whisky kann man jahrelang trinken und entdeckt jedes mal noch was neues darin. NatÃ¼rlich ein typischer Islay-Whisky mit viel Torf, etwas SÃ¼ÃŸe darunter, und einem wuchtigen, schweren Geschmack. Aber eben mit unheimlich vielen Facetten vom Geruch Ã¼ber den ersten Geschmack auf der Zunge bis zum Abgang und Nachgeschmack, den man noch nach Minuten im Mund hat. Interessant auch, dass man trotz 56% Alkohol nie auf die Idee kommt, dass man da Wasser zugeben mÃ¼sste (oder nur sollte). Schon pur absolut perfekt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Insgesamt kam er erst auf dem dritten Platz, fÃ¼r mich war das die klare und unumstrittene Nummer 1. GroÃŸartig.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>8. Ardbeg, Douglas Laing OMC, 1975-2002, Sherry Cask, 342 Fl., 50%</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Zum Schluss dann noch was ganz besonderes, was es in der Form kaum mehr gibt (und was sich dann auch in einem Flaschenpreis von knapp 500â‚¬ niederschlÃ¤gt): ein alter Ardbeg aus dem Sherry-Fass. Schon die extrem dunkle Farbe kÃ¼ndigt einiges an. Der Geschmack ist mit seiner wuchtigen, Ã¶ligen, torfigen Schwere ein typischer Ardbeg, der einem voll in die Magengrube treten wÃ¼rde, wenn da nicht diese schokoladenÃ¤hnliche SÃ¼ÃŸe mit drin wÃ¤re, die ihn zu etwas ganz besonderem macht. Sehr genialer Malt fÃ¼r besondere Stunden (in denen man sich schon Zeit fÃ¼r ihn nehmen sollte), der sich bei mir locker auf den ersten Platz gehievt hÃ¤tte, wÃ¤re da nicht schon der Port Ellen gewesen, der hier die Nase doch vorne hatte. Auf alle FÃ¤lle ein wÃ¼rdiger Abschluss.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Danach gab es noch gemÃ¼tliches Beisammensein, in dessen Zuge noch die eine oder andere mitgebrachte Flasche angetestet wurde (und bei dem mir deutlich klar wurde, dass mein bescheidener Bestand den Namen &#8222;Sammlung&#8220; nicht ansatzweise verdient).</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Fazit: Ein sehr gelungener Abend mit groÃŸen Whiskies. Als Wermutstropfen bleibt, dass beinahe alle verkÃ¶stigten AbfÃ¼llungen entweder gar nicht mehr oder nur schwer und zu hohen Preisen erhÃ¤ltlich sind. SchÃ¶n, sie trotzdem mal getrunken zu haben.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Ich freu mich schon aufs nÃ¤chste Mal!</p>
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		<title>Interwhisky 2007 MÃ¼nchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Mar 2007 23:56:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem sich die Veranstalter des Whisky-Festivals in MÃ¼nchen letztes Jahr Ã¼berworfen haben, hat einer der beiden nun zusammen mit der Interwhisky eine Nachfolgemesse auf die Beine gestellt. Das haben wir uns natÃ¼rlich nicht nehmen lassen. Von der Praterinsel ist man <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/alltag/interwhisky-2007-munchen"><span class="screen-reader-text">  Interwhisky 2007 MÃ¼nchen</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem sich die Veranstalter des Whisky-Festivals in MÃ¼nchen letztes Jahr Ã¼berworfen haben, hat einer der beiden nun zusammen mit der Interwhisky eine Nachfolgemesse auf die Beine gestellt. Das haben wir uns natÃ¼rlich nicht nehmen lassen.</p>
<p><span id="more-84"></span>Von der Praterinsel ist man in die TagungsrÃ¤ume des Arabella Sheraton Grand Hotel umgezogen. Das ist zwar einerseits nicht mehr ganz so kultig wie die KellergewÃ¶lbe, bietet andererseits aber deutlich mehr Platz, was die ganze Veranstaltung etwas entspannter macht. Dazu trÃ¤gt auch das Rauchverbot bei, das mit Ausnahme der beiden Zigarren-Lounges Ã¼berall gilt. Was uns weniger gefÃ¤llt ist das Catering. Statt deftigem Essen auf BierbÃ¤nken gibt es vor allem trendige Wraps und Baguettes, die weder stilistisch so recht passen, noch eine vernÃ¼nftige Grundlage im Magen schaffen. DafÃ¼r wird man diesmal im Hauptraum mit dezenter Livemusik unterhalten, was wiederum ganz schÃ¶n ist.</p>
<p>Wir hatten auch ein wenig den Eindruck, dass der Wechsel zur Interwhisky ein wenig auf die Kosten der kleinen und ausgefallenen Aussteller gegangen ist. Das ist natÃ¼rlich schade, denn gerade wegen denen ist man ja da. Glenfiddich bekommt man auch in jeder Bar. Es gab aber immer noch ein paar Sachen zu entdecken und vielleicht Ã¤ndert sich das ja auch wieder, wenn die Messe sich mal in MÃ¼nchen etabliert hat.</p>
<p>Statt mit Bargeld zahlt man diesmal Ã¼brigens alles mit Wertmarken, die man zum StÃ¼ckpreis von 1 â‚¬ eintauschen kann. Da das in beide Richtungen geht und man auch einzelne tauschen kann, ist das keine schlechte Regelung, die den Ablauf an den den StÃ¤nden schon merklich vereinfacht.</p>
<p>Nun also zum Whisky:</p>
<p>Wir verschaffen uns erst mal ein wenig Ãœberblick und suchen dann nach einem einfachen Whisky um die Geschmacksnerven einzustimmen. Die Wahl fÃ¤llt auf einen zehnjÃ¤hrigen <strong>Aberlour</strong><span>, der zu diesem Zweck genau richtig ist. Das findet auch der Mann aus der Distille, der unser Anliegen mit einem &#8222;You won&#8217;t find a better start than this one in this whole area.&#8220; kommentiert. SchÃ¶ner, einfacher Whisky ohne Ecken und Kanten.</span></p>
<p><span>Ich bin eigentlich mit dem Vorsatz auf die Messe gegangen, mich diesmal mit dem Thema Grain Whisky auseinanderzusetzen, aber der ist diesmal gar nicht vertreten. Immerhin gibt es einen Stand mit Bourbon und die haben mit dem <strong>Wild Turkey Rye 8 years</strong> immerhin einen Bourbon mit einem 56% Roggenanteil im Sortiment. Also versuch ich es damit. Allerdings finde ich damit auch schon die klare EnttÃ¤uschung des Festivals (glÃ¼cklicherweise die einzige). Guter Bourbon ist meiner Meinung nach schon eine nette Alternative zu Scotch, vor allem, wenn es heiÃŸ ist. Aber der hier schmeckt einfach nur ordinÃ¤r. Vielleicht mit Cola, aber so brauch ich den nicht.</span></p>
<p>An dem Punkt teilen wir uns erst mal auf und versuchen verschiedene Sachen. Petra und ich gehen zum <strong>Connemara</strong>-Stand. Generell hab ich es ja nicht so mit den Iren, aber Connemara ist der einzige Irische Whiskey, der getorft ist und damit mal nicht ganz uninteressant. Und tatsÃ¤chlich weiÃŸ schon der Standard peatet single malt durchaus mal zu gefallen. Sehr frisch und spritzig, mit einer angenehm leichten SchÃ¤rfe und einem Ã¼berraschend langen Abgang. Sehr gute Wahl, der kommt mal sicher auf die Einkaufsliste. Wir probieren noch den ZwÃ¶lfjÃ¤hrigen und den cask strenght (ohne dafÃ¼r zahlen zu mÃ¼ssen) und fachsimpeln dann noch einige Zeit mit der Frau hinterm Tresen.</p>
<p>Bald sollen noch ein paar Bekannte zu uns stoÃŸen und so gÃ¶nnen wir uns ein kleines PÃ¤uschen und werfen uns auf dem Balkon einen kleinen Snack ein, wÃ¤hrend wir auf die VerstÃ¤rkung warten.</p>
<p>Auf dem Weg zurÃ¼ck in die Halle kommen wir als erstes am Hart Brothers Stand vorbei, einem der kleineren unabhÃ¤ngigen AbfÃ¼ller. Die bieten unter anderem den offiziellen Messewhisky (einen Bowmore) und andere in mehreren Tastings gewÃ¤hlte Sorten an. SchlieÃŸlich entscheiden wir uns fÃ¼r eine elfjÃ¤hringe <strong>Clynelish</strong>-AbfÃ¼llung und sind ziemlich begeistert. FÃ¼r einen recht jungen Whisky hat der erstaunlich viel Charakter. Wie wir erfahren, hat diese AbfÃ¼llung in FaÃŸstÃ¤rke sowohl die Experten- wie auch die Laienabstimmungen mit einem irre hohen Wert gewonnen. Da kÃ¶nnen wir uns nur anschlieÃŸen. Einer der absoluten HÃ¶hepunkte des Tages.</p>
<p>Ich mach mich dann auf zum <strong>Talisker</strong>-Stand, um nach der Distiller&#8217;s Edition zu fragen, Ã¼ber die ich im Vorfeld schon gelesen hatte. Die gibt es dann auch und auch die weiÃŸ &#8211; wie eigentlich schon erwartet &#8211; durchaus zu Ã¼berzeugen. Sehr krÃ¤ftig und intensiv, aber ohne den starken Rauch- und Torfgehalt der anderen Insel-Whiskies. Aus dem lÃ¤ngeren GesprÃ¤ch mit dem Vertriebler bekomme ich auch noch zum Vergleich eine neue <strong>Caol Ila</strong> AbfÃ¼llun. Der Distillery-Master von Caol Ila hat vor 2 Jahren aus einer Idee heraus einen achtjÃ¤hringen ungetorften Caol Ila ausprobiert. Der war so erfolgreich, dass es im Nachfolgejahr noch eine zweite Auflage gab (den hatte ich) und da auch die schon fast wieder weg ist, wird er nun fest ins Programm aufgenommen. Sehr interessanter Whisky. Nicht nur extrem untypisch fÃ¼r einen Islay (da er ja nicht getorft ist), sondern auch ziemlich untypisch fÃ¼r einen so jungen Whisky, da sehr sanft und trotzdem ziemlich intensiv im Geschmack. Die erste groÃŸe Ãœberraschung der Messe.</p>
<p>Von einem jungen komme ich dann zum nÃ¤chsten. Ein paar Meter weiter ist ein Stand von Munich Spirits, die zur Slowdrink-Gemeinschaft gehÃ¶ren. Die wiederum hÃ¤ngen mit Slowfood zusammen, fÃ¼r die ich ja bekanntermaÃŸen einige Sympathien hege. Dort treffe ich dann auch ein paar Leute wieder, die ich am Connemara-Stand kennengelernt habe, und die drÃ¼cken mir gleich eine der Besonderheiten des Stands aufs Auge. Ein fÃ¼nfjÃ¤hrige <strong>Tomatin</strong>-AbfÃ¼llung. Jetzt bin ich wirklich baff. Was ich hier trinke, widerspricht allen Erwartungen, die ich an einen dermaÃŸen jungen Whisky habe. Unglaublich mild, rund und weich. Alle am Stand sind der gleichen Meinung &#8211; hier hat man wirklich etwas sehr sehr besonderes gefunden. Aus der folgenden Fachsimpelei ergibt sich dann unter anderem noch eine VerkÃ¶stigung von Whisky-Balsamico, um zum Thema seltsam noch einen draufzusetzen.</p>
<p>Angeheizt durch die Debatten suche ich weiter nach ausgefallenen Sorten. Ich gehe zum ALC HEM YST-Stand (ein weiterer unabhÃ¤ngiger AbfÃ¼ller) und begutachte dessen Auswahl. Die  Entscheidung fÃ¤llt auf <strong>Springbank&#8217;s Hazelburn</strong>, der mich dann allerdings zugegebenerweise ziemlich Ã¼berfordert. Ich kann gar nicht genau beschreiben, wonach der genau geschmeckt hat (die allgemeine Meinung in unserer Gruppe ging zu gesalzenem Kandiszucker), aber das war irgendwie nicht mehr meins. Schon durchaus interessant und alles andere als langweilig. Aber andererseits auch einfach zu krass. Vielleicht sollte man den an einem anderen Tag (oder mit frischeren Geschmacksnerven) nochmal versuchen.</p>
<p>Inzwischen sind wir auch alle schon reichlich angeheitert. Meine Experimentierfreudigkeit ist auch nach dem letzten Erlebnis wieder etwas gedÃ¤mpft und deswegen entscheide ich mich als nÃ¤chstes mal wieder fÃ¼r einen einfachen Standard. <strong>Glenmorangie Burgundy Finish, 12 years. </strong>Kein Ãœberflieger, aber ein schÃ¶ner, runder Whisky. Genau das richtige im Moment.</p>
<p>Wir diskutieren die bisherigen Erlebnisse und tauschen Tipps aus. Ich versuche es nochmal bei ALC HEM YST und versuche deren <strong>Bruichladdich</strong>-AbfÃ¼llung. An sich gehÃ¶rt der Laddie zu meinen absoluten Lieblingswhiskies, aber der hier Ã¼berzeugt mich nicht so richtig. Nicht Ã¼bel, aber einfach nichts besonderes. MÃ¶glicherweise bin aber wirklich schon zu Ã¼bersÃ¤ttigt.</p>
<p>Auf den Tipp eines Kollegen teste ich noch den 91er <strong>Balvenie Port Wood Finish</strong>, der mir dann wieder ganz gut rein geht. Zwar auch keine Geschmacksexplosion, aber Ã¤hnlich wie der Glenmorangie ein guter, ehrlicher Whisky mit einem sehr stimmigen Abgang.</p>
<p>Abgang wird dann langsam auch bei uns das Thema. Die AufnahmefÃ¤higkeit ist inzwischen klar an der Grenze. Also auf zur letzten Runde und dann ab in die nÃ¤chste Wirtschaft, richtig fettes Essen einfahren. Zum Abschluss braucht es natÃ¼rlich noch mal was krasses. Also rÃ¼ber zu <strong>Ardbeg</strong> und mal nachgefragt, ob es neue Torfgranaten gibt. Gibt es. Ich probiere den Still Young, Petra den Airigh Nam Beist von 1990. Der erste entspricht den Erwartungen (Torf- und Rauchattacke, alle Rohre feuer frei), der zweite erweist sich (Ã¤hnlich wie der Uigeadail, den Ardbeg letztes Jahr heraus gebracht hat) als sehr sehr komplexer Zeitgenosse. NatÃ¼rlich auch extrem, aber nicht ganz so bissig und wild wie der Still Young, dafÃ¼r mit langem und facettenreichen Abgang. Damit ist dann auch definitiv der SchluÃŸpunkt gekommen, nach dem hÃ¤tte sich kein anderer mehr durchsetzen kÃ¶nnen.</p>
<p>Fazit: SchÃ¶n wars. Die Interwhisky ist ein wÃ¼rdiger Nachfolger fÃ¼r das Whisky Festival und ist damit auch nÃ¤chstes Jahr wieder Pflichttermin.</p>
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		<title>Zweites Whiskyfestival in MÃ¼nchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2006 09:27:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war wieder soweit &#8211; das zweite MÃ¼nchner Whiskyfestival. Letztes Jahr war das richtig gut und so waren wir voller Vorfreude. Unsere BefÃ¼rchtungen, dass es dieses Jahr noch voller werden wÃ¼rde, schienen sich am Eingang gleich mal zu bestÃ¤tigen. Eine <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/alltag/zweites-whiskyfestival-in-munchen"><span class="screen-reader-text">  Zweites Whiskyfestival in MÃ¼nchen</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war wieder soweit &#8211; das zweite MÃ¼nchner Whiskyfestival. Letztes Jahr war das richtig gut und so waren wir voller Vorfreude. Unsere BefÃ¼rchtungen, dass es dieses Jahr noch voller werden wÃ¼rde, schienen sich am Eingang gleich mal zu bestÃ¤tigen. Eine gute halbe Stunde brauchten wir fÃ¼r die Schlange am Kasse und Garderobe (beides aber wenigstens im Innenbereich). Unsere Laune ist aber trotzdem gut, die Vorfreude Ã¼berwiegt deutlich. Das Team bestand dieses Mal wie im Vorjahr aus Jan (einem Kollegen von mir), meiner Freundin Petra und mir. SpÃ¤ter kam dann noch Flo, ein Freund von mir nach.<br />
Dann sind wir endlich drin und bis auf zwei drei NadelÃ¶hre geht es eigentlich auch von der Enge her. Es gerade noch gemÃ¼tlich und noch nicht zu voll. Also los.</p>
<p><span id="more-63"></span><strong>Runde 1: Glenlivet-Stand</strong><br />
Wir beschliessen, was einfaches zum Einstieg zu nehmen und gehen erst mal zu Glenlivet direkt neben der Garderobe. Ich hab den 12jÃ¤hrigen zu Hause und mag den ziemlich gern. Ein einfacher aber solider Scotch, guter Every-Day-Whisky. Wir probieren den 15jÃ¤hrigen, der bei Petra und mir recht viel Anklang findet, Jan ist er allerdings zu Ã¶lig. Nach der Zugabe von etwas Wasser ist aber auch Jan Ã¼berzeugt. Guter Einstieg.</p>
<p><strong>Runde 2: SCOMA-Stand</strong><br />
Wir wollen uns erst mal einen Ãœberblick verschaffen, da die Messe diesmal nicht im Erdgeschoss der RÃ¤ume stattfindet, sondern im Keller. Dabei entdecken wir den SCOMA-Stand, der Versand, bei dem ich immer bestelle. Der Besitzer Dr. Settler ist absoluter Liebhaber und selber anwesend. Zur VerkÃ¶stigung stellt er eine ganze Reihe an besonderen Whiskies zur VerfÃ¼gung. Nicht unbedingt billig, aber eben was besonderes. Das lassen wir uns nicht entgehen und trinken einen 30jÃ¤hrigen Highland Park. Settler erklÃ¤rt uns, dass einige wenige Whiskies eine lange Reifung im Fass gut Ã¼berstehen und an Geschmack gewinnen statt &#8222;hÃ¶lzern&#8220; zu werden. Neben Macallan ist das eben Highland Park. Und dieser 30jÃ¤hrige ist wirklich verdammt gut. Geschmacklich klar das Highlight des Abends. Mit 100 Euro ist die Flasche auch gerade noch so bezahlbar. Mal sehen, vielleicht gÃ¶nn ich mir den mal fÃ¼r besondere Gelegenheiten.</p>
<p>SpÃ¤ter muss ich allerdings feststellen, dass der Listenpreis bei gut 480 Euro liegt. Hat er sich wohl verschaut, der gute Herr Settler. Vielleicht hÃ¤tten wir gleich eine Flasche kaufen sollen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><strong>Runde 3: Jack Daniels-Stand</strong><br />
Nach dieser Geschmacksexplosion kÃ¶nnen andere Single-Malts nur verlieren, also muss ein Kontrast her. Also geben wir mal den besseren Amerikanern eine Chance. Von Jack Daniels gibt es neben dem Standard-Produkt aus dem Supermarkt die besseren Versionen Single Barrel, Gentleman Jack und Silver Edition, die wir uns alle erklÃ¤ren lassen und dann auch probieren. Gar nicht mal Ã¼bel. Kommt natÃ¼rlich nicht an Scotch ran, aber vor allem der Gentleman Jack weiss mit seinem fruchtigen Geschmack durchaus zu gefallen. Kann man also durchaus mal als Alternative in ErwÃ¤gung ziehen.</p>
<p><strong>Pause</strong><br />
Petra und ich haben heute noch nichts richtiges gegessen und wir wollen auch nicht zu viel &#8222;Vorsprung&#8220; gewinnen, bevor Flo dann zu uns stÃ¶sst. Also rÃ¼ber ins Zelt, wo es Essen und Musik gibt. Da spielen inzwischen die Cellarfolks aus Starnberg irische Klassiker. Wir genehmigen uns eine sehr ordentliche Portion Roastbeef mit Folienkartoffel und hÃ¶ren noch ein wenig die Band an. Dann meldet sich Flo vom Eingang per Handy und wir gehen zurÃ¼ck in die MesserÃ¤ume.</p>
<p><strong>Runde 4: Macallan-Stand</strong><br />
Nun zu viert gehen wir zu Macallan. Ãœber den hab ich oft gelesen und bin ziemlich gespannt. Wir entscheiden uns fÃ¼r den 15jÃ¤hrigen. Allerdings dann auch ziemlich enttÃ¤uscht. Geschmacklich ziemlich unspektakulÃ¤r, vergleichsweise kurz und scharf, erinnert ziemlich an Glenfiddich oder auch Glenmorangie. DafÃ¼r, dass Macallan mit Abstand zu den teuersten Single Malts gehÃ¶rt, ist das klar zu wenig.</p>
<p><strong>Runde 5: nochmal Macallan-Stand</strong><br />
Alledings gibt es hier auch Highland Park und wir wollen zum Vergleich mit dem 30jÃ¤hrigen hier noch den 18jÃ¤hrigen trinken. Der entschÃ¤digt dann auch wieder fÃ¼r den Macallan. NatÃ¼rlich kann mit seinem Ã¤lteren Bruder nicht mithalten, aber ich mag den trotzdem sehr gern. Highland Park hat einfach zu seinen rauen Charakter eine ganz eigene Note, die ich sehr schÃ¤tze.</p>
<p><strong>Runde 6: Bruichladdich-Stand</strong><br />
Flo mÃ¶chte auch noch zu Jack Daniels, wir gehen derweil zu Bruichladdich. Ãœber diese kleine Islay-Distille hab ich einiges sehr sympathisches gelesen und der Besuch hier ist fÃ¼r mich der Pflichtpunkt des Abends. Der Eindruck, den ich im Netz hatte, bestÃ¤tigt sich auch am Stand. Hier ist Jim McEwan, der Production Director der Distillery mit 3 Mitarbeitern anwesend und da die 4 sich nicht auf Wasser beschrÃ¤nken, ist die Stimmung ziemlich ausgelassen. McEwan erklÃ¤rt uns aber trotzdem gern ausfÃ¼hrlich die verschiedenen JahrgÃ¤nge. Man merkt, wie seine Augen zu strahlen beginnen, wenn er von seinem Whisky redet. Dazu gibt es Witzchen und Albereien mit den anderen. Was ein SpaÃŸ. Petra muss dann auch ihre Probe gar nicht zahlen und nach der ersten Runde &#8222;Laddie&#8220; schenkt er mir dann aus seinem persÃ¶nlichen (und ziemlich vollen) Glas einen ordentlichen Schluck Glenfarcas Special Reserve 1974 ein und meint grinsend &#8222;now try this one, that&#8217;s what I prefer&#8220;. Der hat es dann auch in sich. Tougher Whiskey mit langem und sehr intensiven Nachgeschmack. Wobei ich den beiden Bruichladdichs (15 und 20 Jahre) den Vorzug geben wÃ¼rde. Nicht ganz so torfig wie die anderen Islays und auch sonst ein bisschen &#8222;feiner&#8220;, aber halt schon der typische raue Inselgeschmack.<br />
Hier hatten wir auf alle FÃ¤lle richtig viel SpaÃŸ.</p>
<p><strong>Runde 7: Hart Brothers-Stand</strong><br />
Hart Brothers ist ein unabhÃ¤ngiger AbfÃ¼ller, der eingene, spezielle AbfÃ¼llungen ausgewÃ¤hlter Sorten anbieten. Einer der Gutscheine auf der Eintrittskarte ist von denen und so lassen wir uns einfach mal Ã¼berraschen. Ich entscheide mich fÃ¼r einen 9jÃ¤hrigen Caol Ila, die anderen trinken verschiedene Highlands (deren Namen ich aber nicht mehr weiss). Der Caol Ila ist Torfattacke pur, aber sehr sehr geil, trotz seines vergleichsweise geringen Alters. Ich bin beeindruckt.</p>
<p><strong>Runde 8: Classic Malts of Scottland</strong><br />
Die anderen wollen unbedingt noch Dalwhinnie trinken und wer bin ich, mich dem zu widersetzen. *g* Jan, Flo und ich trinken die 90er Special Edition &#8211; leider eine ziemliche EnttÃ¤uschung, die nicht ansatzweise an den normalen 15jÃ¤hrigen rankommt und schon gar nicht an die 89er Special Edition (vielleicht geben aber auch unsere Geschmacksnerven nicht mehr genug her). Petra wÃ¤hlt die 12jÃ¤hrige Distiller&#8217;s Edition von Talisker (ihre bevorzugte Marke) und die Ã¼berzeugt dann schon eher.<br />
Dann verballern wir an dem Stand noch unseren letzten Gutschein (Clynelish &#8211; 12 Jahre &#8211; OK aber nicht besonders spannend) und beschliessen dann, den Abend langsam ausklingen zu lassen.</p>
<p><strong>Runde 9: Scapa-Stand</strong><br />
Zum Abschluss noch einen Absacker &#8211; was bekanntes und gutes. Scapa ist einer meiner Lieblingswhiskies und das soll dann auch der letzte fÃ¼r heute sein. Der geht mir zum Schluss dann auch noch mal richtig gut rein. Wir verziehen uns mit den GlÃ¤sern in einer der Sitzecken. Kurze Zeit spÃ¤ter mÃ¼ssen wir dann aber leider die gerade angefangenen Diksussionen beenden, weil die Messe schliesst (was, schon 4 Stunden vorbei? *g*).</p>
<p>Hat sich auf alle FÃ¤lle wieder sehr rentiert und war auch ziemlich informativ. Auf die Einkaufsliste kommen Bruichladdich und Highland Park. Und ich freu mich schon wieder aufs nÃ¤chste Jahr &#8230;</p>
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		<title>Erstes MÃ¼nchner Whiskyfestival</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Feb 2005 09:29:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
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					<description><![CDATA[Zufrieden (und dezent angeheitert) berichte ich jetzt mal. Das ganze war als Fach- und Eventmesse angekÃ¼ndigt. Es gab zwei groÃŸe RÃ¤ume mit Ausstellern und draussen 3 Cateringzelte (ein irisches, ein schottisches und ein amerikanisches) mit Essen und Musik. Insgesamt sehr <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/alltag/erstes-munchner-whiskyfestival"><span class="screen-reader-text">  Erstes MÃ¼nchner Whiskyfestival</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zufrieden (und dezent angeheitert) berichte ich jetzt mal. Das ganze war als Fach- und Eventmesse angekÃ¼ndigt. Es gab zwei groÃŸe RÃ¤ume mit Ausstellern und draussen 3 Cateringzelte (ein irisches, ein schottisches und ein amerikanisches) mit Essen und Musik. Insgesamt sehr angenehm. In den (ordentlich gefÃ¼llten) AusstellungsrÃ¤umen hatte man das GefÃ¼hl, man wÃ¼rde sich in einer groÃŸen Bar befinden, umgeben von Menschen aller Coleur, die sich &#8222;auf hohem Niveau betrunken&#8220; haben, wie mein Kumpel so passend meinte.<br />
An allen StÃ¤nden gab es Tastings von gebrÃ¤uchlichen und ausgefallenen Whiskies zu sehr fairen Preisen &#8211; theoretisch 0,2 fÃ¼r meist 2-3 Euro, wobei die meisten sehr groÃŸzÃ¼gig eingeschenkt haben. RaritÃ¤ten waren natÃ¼rlich entsprechend teurer. Dazu gab es VortrÃ¤ge (die wir aber irgendwie alle verpasst haben *g*) und Auktionen.<br />
Die Tageskarte hat 15 Euro gekostest (darin waren jeweils ein freies Tasting von Glenfiddich, Tullamore Dew, Talisker und Glenmorangie enthalten).</p>
<p><span id="more-64"></span>Unsere Tastings:</p>
<p>Runde 1:<br />
Scapa 14 years &#8211; Sehr angenehm rauchiger und trotzdem weicher Geschmack. Kommt definitiv auf die Einkaufsliste.<br />
Tullamore Dew 12 years &#8211; Wie schon bei Bushmills hab ich hier das Problem, dass die Irischen Whiskeys einfach irgendwie blass schmecken. AuÃŸerdem find ich den Geruch ziemlich unangenehm, das Zeug riecht wie Medizin.</p>
<p>Runde 2:<br />
Talisker &#8217;91 &#8211; Ziemlich massiver Geschmack, bei dem die anfÃ¤ngliche SchÃ¤rfe aber schnell in einen warmen und sehr angenehm langem Abgang Ã¼bergeht. GroÃŸ aber sicher nichts fÃ¼r jeden Tag. Kommt auch auf die Einkaufsliste<br />
Dalwhinnie Distiller&#8217;s Edition &#8217;89 &#8211; Ganz eigen und ganz toll. Schon der Geruch ist absolut ungewÃ¶hnlich, irgendwie nach Honig und gar nicht nach Whisky. Wie auch schon der 15-jÃ¤hrige, den ich zu Hause hab, hat der einen ganz feinen und milden aber trotzdem intensiven Geschmack. Was ganz besonderes. Sehr geil.</p>
<p>Runde 3:<br />
Glenfiddich 12 years &#8211; Kannte ich ja schon, irgendwie von allen schottischen Single Malts der uninteressanteste. Kurzer, scharfer Geschmack, nicht besonderes. Schnaps halt.<br />
Glenfiddich Solera Reserve 15 years &#8211; Ãœber den hatte ich ja Gutes gelesen, war aber dann doch etwas enttÃ¤uscht. Zwar deutlich besser als der 12-jÃ¤hrige, hat mich aber trotzdem nicht vom Hocker gehauen.<br />
Glenfiddich Caoran Reserve 12 years &#8211; Interessante Flasche, langweiliger Inhalt. Irgenwo zwischen den beiden vorigen.</p>
<p>Runde 4:<br />
Ardbeg 15 years &#8211; Torfattacke von Islay. Ziemlich rauchig, ziemlich torfig. So mag ich das. Kommt nicht ganz an Lagavulin ran, ist aber klar vorne mit dabei.<br />
Glenmorangie 10 years &#8211; Ã„hnlich wie Glenfiddich. Nicht so meins.<br />
Glenmorangie 18 years &#8211; Schon deutlich besser, aber trotzdem nur Mittelfeld</p>
<p>Irish Stew im irischen Zelt, wir verschenken die Ã¼brigen Tullamore Dew- und Glenfiddich-Tasting-Gutscheine an bedÃ¼rftige Ossis</p>
<p>Runde 5:<br />
Laphroig 15 years &#8211; Der rauchigste und torfigste der Islays, sehr gut aber mir persÃ¶nlich fast eine Ecke zu krass. Danach ging dann auch nichts mehr, der hat den Magen und die Geschmacksnerver dann komplett abgeschossen.</p>
<p>Jan hat im Laden noch eingekauft, aufgrund meines leeren Geldbeutels und des doch noch recht gut gefÃ¼llten Regals zu Hause hab ich mir das dann schweren Herzens doch verkniffen (aber Scapa, Talisker und der Dalwhinnie werde ich sicher noch irgendwann ordern).</p>
<p>Insgesamt eine sehr geile Veranstaltung, bei der nÃ¤chsten bin ich gern wieder dabei.</p>
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