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	<title>The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>107. Tasting von Munich Spirits &#8211; Messenachlese München Spirits 2032</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Mar 2023 14:33:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kaum gehen 3 Jahre mit Covid ins Land, schon kann man sich wieder im realen Leben zu Whisky Tastings treffen. Wobei das nicht so ganz stimmt, es gab im Vorfeld der Messe bereits ein Präsenztasting, an dem ich aber nicht <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/107-tasting-von-munich-spirits-messenachlese-muenchen-spirits-2032"><span class="screen-reader-text">  107. Tasting von Munich Spirits &#8211; Messenachlese München Spirits 2032</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum gehen 3 Jahre mit Covid ins Land, schon kann man sich wieder im realen Leben zu Whisky Tastings treffen. Wobei das nicht so ganz stimmt, es gab im Vorfeld der Messe bereits ein Präsenztasting, an dem ich aber nicht teilnehmen konnte. Für mich war es also Premiere. Sehr schön, Menschen wieder real zu treffen. Auch wenn man dafür nach dem Tasting heim fahren muss und nicht einfach nur den Rechner zuklappen kann. Aber das ist ein kleiner Preis, den man für die Realität zahlt. Eine neue Location gab es diesmal auch, nämlich das CROSS im Englischen Garten. Dank U-Bahn-Nähe gut zu erreichen, netter und kompetenter Service und auch die Snackplatten mit Wurst und Käse in der Pause waren lecker. Einziges Manko: da in dem Nebenzimmer, in dem wir waren, rundherum glatte Wände ohne Möbel oder sonstiges waren, war der Lautstärkepegel enorm. Das hat es für mich extrem anstrengend gemacht, die ganzen Jahre Musikmachen sind nicht spurlos an meinen Ohren vorbeigegangen. Den Gesprächen mit den Nebenmännern zu folgen, war eine Herausforderung.<span id="more-2308"></span></p>
<p>Nun aber zu den Whiskys. Acht Flaschen waren regulär am Start, alles spannende Fundstücke von Marco auf der München Spirits. Dazu gab es eine Bonusflasche, die bei einer Bestellung von Klaus Pflichtbeigabe war und von ihm als Eröffnung in die Tastingrunde geworfen wurde.</p>
<p><strong><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181212917_iOS-scaled.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2309" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181212917_iOS-150x150.jpg" alt="Glen Scotia Campbeltown Harbour" width="150" height="150" /></a>Glen Scotia Campeltown Harbour, OA, NAS, 40%<br />
</strong>Die einzige Abfüllung in Trinkstärke, deswegen zur Eröffnung. In der Nase Zitrusfrüchte und Bourbonfass, sehr straight aber auch sehr angenehm. Das setzt sich im Mund fort. Ein klarer und typischer Schotte aus dem Bourbonfass, eher herb mit schönen Fruchtnoten drin. Der Abgang mittellang mit Vanillenoten. Das Etikett spricht von sea spray &amp; gentle smoke, was wir beides nicht nachvollziehen konnten. Muss aber auch gar nicht sein. Das ist ein typischer, aber sehr angenehmer Trinkwhisky, der keine Herausforderungen stellt, sich aber auch keine Schwächen leistet. Kann man gemütlich vor sich hintrinken. Die an sich eher schmalbrüstigen 40% fallen auch nicht unangenehm auf.</p>
<p><strong><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181226375_iOS-scaled.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-2311" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181226375_iOS-150x150.jpg" alt="Linkwood Villa Konthor" width="150" height="150" /></a>Linkwood, Villa Konthor, Wine Finish, 12 Jahre, 56,3<br />
</strong>Die 15-Jahre-Jubiläumsabfüllung der Villa. Zwar war ich bei der Messe am Stand und habe dort nicht nur Flaschen probiert, sondern auf gekauft &#8211; diesen hier allerdings nicht. Abfüllungen aus dem Weinfass finde ich auch gern mal schwierig. In der Nase wird das Fass schon mal recht deutlich. Weiniges Aroma, Erdbeere, Bienenwachs, Pfirsich und eine leichte Schärfe. Der Geschmack ist überraschend alkoholisch. Trotz des Glen Scotia davor, wir steigen ja nicht direkt mit Fassstärke ein. Ansonsten ist das geschmacklich eigen, aber nicht so richtig gut zu greifen. Mit etwas Wasser wird er verträglicher und cremiger, bis in den Abgang hinein. Aber diese Abfüllung gehört dann letztlich doch zu denen, die bei mir nicht so richtig funktionieren.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181234135_iOS-scaled.jpg"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-2313 size-thumbnail" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181234135_iOS-150x150.jpg" alt="Blair Athol Berry Bros &amp; Rudd" width="150" height="150" /></a></p>
<p><strong>Blair Athol, Berry Bros &amp; Rudd, Oloroso Cask 307589, vermutlich 12 Jahre, 54,1%<br />
</strong>Vom Erdbeerfeld direkt in den Wald. Holz, dunkle Beeren, leicht muffige Noten und Karamell in der Nase. Geschmacklich ist meine erste Assoziation Pilze. Vielleicht führt das Fass in die falsche Richtung, hier kommen schwefelige Noten heraus und auch Gewürze. Ein wenig erinnert das an englischen Christmas Cake. Auch im Abgang dominieren dunkle und eher herbe Töne. Mein Fazit dazu ist sehr unklar. Abhängig von der Tagesform könnte ich mir gut vorstellen, dass ich den entweder ziemlich spannend oder aber auch eher unattraktiv finde.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181246016_iOS-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-2316 size-thumbnail" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181246016_iOS-150x150.jpg" alt="Glenallachie Duncan Taylor" width="150" height="150" /></a></p>
<p><strong>Glenallachie, Duncan Taylor via Kirsch Import, Sherry Octave Small Batch, 14 Jahre, 53,8%<br />
</strong>Wir bleiben in einer ähnlichen Ecke, wenn auch mit einem ganz anderen Ergebnis. Hier wurden zwei Octavefässer miteinander vermischt, in denen der Whisky aufgrund der geringen Größe recht schnell und intensiv reift. Leichte Schwefelnoten gibt es auch hier in der Nase, die ich aber sehr angenehm finde. Dahinter ist reife, rote Frucht in Richtung Sauerkirsch oder Johannisbeere. Geschmacklich sind es hier auch eher herbe Sherrynoten, ich sehe mich spontan auf einer schweren Ledercouch vor dem offenen Kamin, während draußen der Sturm den Regen ans Fenster peitschen lässt. Bei dem feinen, eleganten und langen Abgang kann einem das herzlich egal sein. Der Whisky polarisiert ziemlich am Tisch. Während die untere Seite gar nichts mit ihm anfangen kann, findet unser Ende den sehr schön. Für mich ist das sogar der klare Gewinner des Abends.</p>
<p><strong><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181256519_iOS-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2318" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181256519_iOS-150x150.jpg" alt="Speyburn Shinanoya" width="150" height="150" /></a>Speyburn, OB exclusively to Shinanoya, 1st-fill-Sherry Cask 614, 13 Jahre, 52,5%<br />
</strong>Hierbei handelt es sich um eine Abfüllung für den japanischen Markt, die außerhalb solcher Events wie einer Messe kaum erhältlich sein dürfte. Stilistisch auch wieder eine ähnliche Ecke wie der Vorgänger. Eher herber Sherry, in der Nase sehr deutlich Marzipan, im Mund Cassis und Honignoten. Im langen Abgang geht es über in eine schwere Süße. Alles in allem ebenfalls eine sehr elegante und ausgewogene Abfüllung mit viel Klasse.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181309052_iOS-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-2320" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181309052_iOS-150x150.jpg" alt="Ben Nevis Best Dram" width="150" height="150" /></a>Ben Nevis, Best Dram, First Fill Red Wine Cask #107, 10 Jahre, 55,3%</strong><br />
Nach dem Essen geht es weiter mit noch einer Abfüllung aus dem Rotweinfass. Auch hier finden sich wieder Erdbeeraromen, die hier aber eher an Erbeerjoghurt erinnern. Ich hab auch eine Assoziation zu diesen rotgelben Schaumgummistücken, die es früher immer bei Volksfesten gegeben hat. Ein paar Gewürznoten sind auch dabei. Im Mund erinnert das alles eher an die Früchte in Roter Grütze. Im Abgang hat das was von Sekt, der einem in die Nase steigt. So richtig zünden will das bei mir alles nicht, aber die Position nach dem Essen ist ja auch immer die schwierigste. Wenn ein Whisky dann so eigen ist wie dieser hier, dann fällt die Bewertung schwer. Ob ich mir den ins Regal stellen würde, ist aber insgesamt ziemlich zweifelhaft.</p>
<p><strong><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181315736_iOS-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2321" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181315736_iOS-150x150.jpg" alt="Bimber Whiskyfacile" width="150" height="150" /></a>Bimber Destillery, Whiskyfacile, PX-Sherry-Finish, 4 Jahre, 58,9%</strong><br />
Es bleibt exotisch. Eine vierjährige Abfüllung aus einer englischen Destillerie, ausgesucht von einem italienischen Vertrieb. Vom Marketing her ist man auf der Höhe der Zeit. Was der Whisky kann, muss sich zeigen. Dieser hier ist jedenfalls extrem eigenwillig. Hält man die Nase übers Glas, so betritt man direkt einen Douglas-Shop. Zumindest legt das der perfümige Charakter nahe. Im Mund ist er unfassbar süß. Statt bei Douglas ist man hier in einem Süßwarenladen in Istanbul, im dem Baklava noch das dezenteste ist. Es gibt viele verschiedene Zuckernoten, unter anderem erinnert mich das an Churros und ähnliches. Aber trotzdem ist das hier eben kein Likör, sondern harter Alkohol, auch wenn der trotz des jungen Alters und der Fassstärke eher im Hintergrund bleibt. Sehr abgefahren, ich hatte noch nie was im Glas, was auch nur ansatzweise vergleichbar gewesen wäre. Allerdings werden hier auch Preise aufgerufen, die ich keinesfalls zu zahlen bereit bin.</p>
<p><strong><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181322920_iOS-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-2323" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181322920_iOS-150x150.jpg" alt="Caol Ila Thompson Bros" width="150" height="150" /></a>Caol Ila, Thompson Bros, 10 Jahre, 52,7%<br />
</strong>Caol Ilas gab es reichlich auf der Messe. Dieser kommt für mich ziemlich typisch daher. Rauch, der eher an kalte Asche erinnert als an Schinken, Zitrusnoten, alles eher hell und klar. Geschmacklich kräftig, aber sehr gut ausbalanciert mit einem langen Abgang, der in einer leicht schmelzigen Süße endet. Nicht außergewöhnlich, aber alles genau so, wie es sein sollte. Klasse Abfüllung.</p>
<p><strong><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181331961_iOS-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2324" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2023/03/20230316_181331961_iOS-150x150.jpg" alt="Braon Peat" width="150" height="150" /></a>Braon Peat, The Warehouse, Sherry Edition 1 in PX Octave Casks, 54,1%<br />
</strong>Peated aus Islay, die Destille darf nicht genannt werden. Hier ist jetzt der Schinken, kräftig in der Kombination mit dem Sherry. Auch hier setzt sich das schlüssig im Mund fort. Die Kombination aus Torf und Sherry funktioniert und ist gut eingebettet, ohne dass eine Note überlagern würde. Nichts medizinisches, auch keine anderen auffälligen Noten, die Tipps gehen einhellig zu Lagavulin. Ein langer, mächtiger Abgang rundet alles ab. Auch hier keine Überraschungen, aber eben alles richtig gemacht. Für Torffreunde genau so richtig wie der Caol Ila.</p>
<p>Schönes Lineup mit interessanten Sachen dabei. Danke an Marco für&#8217;s Aussuchen und Organisieren! Und an alle anderen einfach dafür, dass sie dabei waren. Bis zum nächsten Mal.</p>
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		<title>103. Tasting von Munich Spirits &#8211; Ullis Privatbestände</title>
		<link>https://www.negatron.de/whisky/103-tasting-von-munich-spirits-ullis-privatbestaende</link>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Apr 2022 16:05:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[2022 und wir treffen uns immer noch online für die Tastings. Diesmal kommt die gesamte Range aus den privaten Beständen von Ulli, der sonst als Gast dabei ist. So viel sei vorweggenommen, er hat einiges gefunden, was sich nicht nur <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/103-tasting-von-munich-spirits-ullis-privatbestaende"><span class="screen-reader-text">  103. Tasting von Munich Spirits &#8211; Ullis Privatbestände</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">2022 und wir treffen uns immer noch online für die Tastings. Diesmal kommt die gesamte Range aus den privaten Beständen von Ulli, der sonst als Gast dabei ist. So viel sei vorweggenommen, er hat einiges gefunden, was sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken lassen kann.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span id="more-2126"></span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glengarioch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2127" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glengarioch-150x150.jpg" alt="Glen Garioch" width="150" height="150" /></a>Glen Garioch, 34yo 1984/2019 &#8211; Hand selected for Brühler Whiskyhaus, 44,0%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Wir starten mit einem Whisky aus einer Zeit, in der einige Destillen noch nicht so professionell gearbeitet haben wie es heute Standard ist. Es kam durchaus vor, dass Reste von Seifenlauge nach dem Reinigen der Anlagen im Whisky gelandet sind. Oder die Seifenlaugebewusst zugesetzt wurde, wenn die Maische zu stark geschäumt hat. Hin wie her, den Abfüllungen von Glen Garioch aus dieser Zeit wird nachgesagt, seifige Noten aufzuweisen. Auch bei diesem hier, bei dem die Bewertungen aus der Whiskybase über eine beachtliche Spanne von 50 bis 93 Punkten gehen. In der Tastingrunde sind die Meinungen eher verhalten, die meisten schätzen zwar den Geruch, weniger aber den Geschmack. Mir geht es tatsächlich eher andersherum. Trotz längerer Zeit im Glas finde ich den nicht so richtig spannend. Wenn man die Nase tief ins Glas hält (wozu die meine durchaus gut geeignet ist), hat man vor allem stechende Schärfe. Ansonsten kann man die Eichennoten vom Fass riechen, dahinter Getreide und undefinierte Fruchtnoten.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Im Mund schmeckt er heller und frischer als erwartet. Herbe Noten stehen im Vordergrund, die sich bis zum mittellangen Abgang in getreidige, malzige Süße verwandeln. Seife finde ich weder im Mund noch in der Nase. Kein Highlight, aber schon ein gefälliger Tropfen.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/auchentoshan.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-2128" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/auchentoshan-150x150.jpg" alt="Auchentoshan" width="150" height="150" /></a>Auchentoshan 24yo Rare Cask by Blackadder, 55,8%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Der zweite geht direkt in eine völlig andere Richtung. Das erste was auffällt, sind die vielen deutlich sichtbaren Sedimente aus dem Fass, die in der Flasche und dann auch im Glas schwimmen. Der Whisky wurde ungefiltert direkt aus dem Fass gezogen, da kommt eben alles mit, was sich so gelöst hat. Allerdings bleiben bei diesem Verfahren auch Aromen erhalten, die einer Filterung normalerweise zum Opfer fallen. Die bringen hier einen extrem eigenständigen Whisky ins Glas. Der erste Riecher bringt viel Lösungsmittel, das aber schnell verfliegt. Mächtige und ganz eigene süße Noten nach Bittermandel, Honig und Lakritz kommen danach. Auch geschmacklich hab ich noch nichts getrunken, was ähnlich wäre. Eine ganz eigenwillige Süße, die ich nicht so richtig kategorisieren kann. Im Abgang erinnert das sehr an Met und Waldhonig. Viele sind sehr angetan, ich finde ihn eher interessant als begeisternd.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glenmorangie.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2129" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glenmorangie-150x150.jpg" alt="Glenmorangie" width="150" height="150" /></a>Glenmorangie Signet, OB, 46,0%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Glenmorangie hat bei den Freaks keinen besonders guten Ruf, weil sie mit ihren Whiskys, die prinzipiell in Trinkstärke abgefüllt sind, eher den Massenmarkt bedienen. Für mich haben sie diesen Ruf aber zu unrecht. Auch wenn das mit dem Mainstream stimmt, ist die Qualität aus meiner Sicht durchgehend hoch. Der zehnjährige ist die geschmackliche Referenz, auf deren Basis allen anderen Abfüllungen über die Fässer eigene und andere Noten dazu gegeben werden. Das Fassmanagement ist auf einem durchgehend hohen Niveau, ich hab da noch keinen Ausfall wahrgenommen. Keiner der Whiskys in ihrer Range ist dabei sensationell, aber alle sind durch die Bank absolut ordentlich.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Beim Signet wird das Malz sehr stark geröstet, um ihm kräftige Kaffee- und Schokoladennoten zu geben. Über das Alter schweigt Glenmorangie sich aus, vermutlich variiert das auch von Abfüllung zu Abfüllung, da der Fokus auf einem bestimmten Geschmack liegt, den man immer wieder neu aus den verschiedenen Chargen zusammenbauen muss, um ihn konstant zu halten. Es dürften sich aber schon einige ältere Jahrgänge darin finden. Das Ergebnis ist vor allem sehr sehr rund und gefällig. Absolut keine Fehlnoten, weder in der Nase noch im Mund. Schokolade und Kaffee kommen deutlich raus, der Signet ist wärmend und mild und trotz 46% voluminös und mundfüllend. Wäre der Preis nicht so sportlich, wäre das ein Whisky, der oft bei mir im Glas landen würde. Wirklich falsch wäre der bei keiner Gelegenheit.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glengoyne.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-2130" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glengoyne-150x150.jpg" alt="Glengoyne" width="150" height="150" /></a>Glengoyne 17yo 2002/2020 &#8211; Duncan&#8217;s Dram, 57,3%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Das Fass, das zu Ehren des stellvertretenden Brennereimanagers Duncan McNicoll abgefüllt wurde, der im Januar 2020 in den Ruhestand ging, war ganz offensichtlich ein Sherryfass. Die Nase sitzt direkt auf einem alten Ledersofa. Es gibt ein kleines bisschen Schwefel, aber genau so viel, um den Geruch spannend zu machen und nicht zu stören. Auch im Mund hat er gerade das richtige Maß an Ecken und Kanten, um ihn insgesamt rund und gefällig zu halten, aber eben auch vor Langeweile zu bewahren. Die Sherrynoten überdecken den Whisky nicht, sondern haben genau das richtige Maß. Bis zum Abgang gibt es ein Spiel zwischen herben und süßen Noten. Richtig toll! Genau so müssen Sherryabfüllungen sein.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glentauchers.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2131" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/glentauchers-150x150.jpg" alt="Glentauchers" width="150" height="150" /></a>Glentauchers 10yo 2008/2019 by Scotch Single Malt Circle, 63,2%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Maggie Miller wählt für den Scotch Single Malt Circle immer wertige Whiskys aus. Da macht dieser keine Ausnahme. Insgesamt geht er in eine ähnliche Richtung wie der Glengoyne zuvor. Insgesamt ist er etwas herber und aufgrund des Alkoholanteils auch deutlich wuchtiger. Allerdings ist er trotzdem auch ohne Wasser sehr gut trinkbar, was ich immer sehr faszinierend finde. Ich könnte mich nur sehr schwer zwischen den beiden entscheiden, das Niveau ist hier wirklich sehr hoch.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/ardmore.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-2132" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/ardmore-150x150.jpg" alt="Ardmore" width="150" height="150" /></a>Ardmore 25yo, OB, 51,4%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Nach einer kurzen Pause gehen wir jetzt zu den rauchigen über. Erstmal dezent, Ardmore ist eben nicht auf Islay. Auffällig sind neben dem Rauch, der eher an kalte Asche erinnert als an Torfinferno, die deutlichen Kirschnoten. Im Mund ist die Frucht dann eher Zitrus. Insgesamt erinnert mich der Charakter sehr an Caol Ila, wobei die meistens die Regler deutlich weiter aufdrehen. Das hier ist vor allem sehr süffig und elegant und weiß damit durchaus zu gefallen.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/caolila.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2133" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/caolila-150x150.jpg" alt="Caol Ila" width="150" height="150" /></a>Caol Ila 17yo 1990/2008 Mission Gold by Murray McDavid, 52,5%</span></p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Da haben wir ihn ja schon, den Caol Ila. Die Fässer für diesen hier wurden von Jim McEwan ausgesucht, was durchaus auf ein gelungenes Ergebnis tippen lässt. Der Charakter ist tatsächlich ähnlich wie beim Ardmore, aber sehr massiver. Quasi wie Ardmore-Konzentrat. Diese Wucht verebbt allerdings auch sehr schnell. Hier macht sich das geringere Alter bemerkbar. 17 Jahre sind jetzt nicht gerade jung, aber der Abgang fällt im Vergleich zum Vorgänger eben doch überraschend und auch etwas enttäuschend kurz aus. Kein schlechter Tropfen, aber ich würde dem Ardmore doch recht klar den Vorzug geben.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"><span style="font-weight: bold;"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/bowmore.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-2134" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2022/04/bowmore-150x150.jpg" alt=" Bowmore" width="150" height="150" /></a>Bowmore The Devil&#8217;s Casks – Limited Release III, OB, 56,7%<br /></span>Den Abschluss macht die völlig zu Recht beliebte Kombination aus Torf und Sherry. Die erste Nase bringt Möbelpolitur, aber das verfliegt schnell. Hier wird das dicke Ledersofa mit dem offenen Kamin kombiniert. Dahinter stehen süßliche Noten. Ob es die Veilchen in der Vase sind, die Bowmore gern nachgesagt werden? Geschmacklich wird hier jetzt auch aus allen Rohren gefeuert. Wuchtig und massiv, erst mit schweren Noten von Kaffee und dunkler Schokolade, dann im langen Abgang eine nicht weniger schwere Süße von reifen Datteln. Es bleibt bis zum Schluss massiv und voluminös. Von dem her der perfekte Whisky auf dieser Position, denn danach kann kaum noch was kommen.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;">Platz 1 auf dem Treppchen teilen sich bei mir Glengoyne und Glentauchers. Der Rest war aber auch nicht ohne. Vielen Dank, Ulli! Hat Spaß gemacht. Irgendwann vielleicht auch mal wieder live.</p>
<p style="margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;"> </p>
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		<title>101. Tasting von Munich Spirits &#8211; Bald ist Weihnachten&#8230; sehr bald</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Dec 2021 16:20:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ob wohl am 23. Dezember jemand Zeit für ein Tasting hat? Die Frage hat Marco von Munich Spirits sich gestellt und sie wurde in Rekordzeit mit &#8222;Auf alle Fälle!&#8220; beantwortet. Was macht man im Jahr 2 n.C. auch sonst so, <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/101-tasting-von-munich-spirits-bald-ist-weihnachten-sehr-bald"><span class="screen-reader-text">  101. Tasting von Munich Spirits &#8211; Bald ist Weihnachten&#8230; sehr bald</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2021/12/lineup_ms101.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2021/12/lineup_ms101-150x150.jpg" alt="Weihnachtstasting" class="wp-image-2119"/></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ob wohl am 23. Dezember jemand Zeit für ein Tasting hat? Die Frage hat Marco von Munich Spirits sich gestellt und sie wurde in Rekordzeit mit &#8222;Auf alle Fälle!&#8220; beantwortet. Was macht man im Jahr 2 n.C. auch sonst so, außer zu Hause in einem Zoom-Call zu sitzen? Das macht mit Whisky jedenfalls mehr Spaß als ohne. Vor allem, wenn es wieder mal eine feine Auswahl für ein gemeinsames Tasting gibt.</p>



<span id="more-2109"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Glenfarclas, OB, Christmas Edition Oloroso Sherry Casks, 24 Jahre, 46.0%</strong><br>Der Einstieg ist gleich der älteste Whisky des Abends. Da er aber mit einer angenehmen Trinkstärke von 46% auch gleichzeitig den niedrigsten Alkoholgehalt hat, würde er später wahrscheinlich untergehen, was ausgesprochen schade wäre. Die Christmas-Malt-Abfüllungen von Glenfarclas haben einen durchaus guten Ruf. Obendrein bin ich bekennender Fan dieser Destillerie, die als eine der wenigen noch in Familienbesitz ist und nicht zu einem der großen Konzerne gehört. Im Glas hatte ich allerdings noch keine der Christmas Malts, ich war also freundlich gespannt. Die Nase bringt neben den typischen Sherrynoten noch Trockenfrüchte und Gewürze, was das Ganze nicht nur sehr angenehm, sondern in der Tat auch durchaus weihnachtlich macht. Im Mund ist er nicht übermäßig voluminös, glänzt aber mit einem gut eingebauten Sherry, der eher dezent süß daherkommt und gegen diese feine Süße ein paar herbe Noten setzt. Auch im Abgang bleibt er eher herb als süß, spät kommen dann die Trockenfrüchte durch, die man anfangs schon in der Nase hatte. Das alles ist sehr angenehm zu trinken und gefällt mir ausgesprochen gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Glenallachie, OB, Napa Valley Wine Barrel Cask 4437, 9 Jahre, 61.2%<br></strong>Nummer zwei wartet dann direkt mit enormem Kontrast auf. Trotz mächtigen Prozenten riecht man keinen Alkohol, aber enorm viel Frucht, massive Vanille und süße Cremigkeit. Dieser Whisky war im Weinfass und darin muss zuvor eine ziemlich fette Schnecke von Weißwein gewesen sein. Der erste Schluck bringt dann den Alkohol doch deutlich hervor, der Glenallachie bleibt aber trotzdem auch ohne Zugabe von Wasser gut trinkbar. Die Cremigkeit setzt sich auch hier weiter fort, dazu kommen leicht würziger Honig und auch Toffee. Werther&#8217;s Original kommen mir in den Sinn. Der Abgang ist bei dem Alter wie erwartet nicht übermäßig lang, auch hier bleiben die süßen Noten dominant. <br>Ich probiere mal ein paar Tropfen Wasser dazu. Das nimmt ihm zwar die alkoholische Kante, macht ihn aber auch umgehend flacher. Besser ist er für mich ohne, wobei andere in unserer Session durchaus die Variante mit Wasser bevorzugen. Jedenfalls eine sehr gelungene Geschichte, vor allem angesichts des doch ziemlich jungen Alters.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Glengoyne, Cask Owner, Sherry Butt, 9 Jahre, 60.0%</strong><br>Wir bleiben in einem ähnlichem Bereich. Ebenfalls 9 Jahre im Fass (wobei er die 10 nur um 2 Wochen verfehlt hat) und ein vergleichbarer Alkoholgehalt. Den hier gibt es allerdings nicht im Handel, sondern nur für diejenigen, die bei Glengyone ein Fass gekauft haben. Einer aus der Runde ist Mitbesitzer eines solchen und hat damit Zugriff auf diese Angebote.<br>In der Nase hat man hier ganz deutlichen Sherry mit leichtem Schwefel und viel Ledersofa. Der Geschmack bringt schwere Süße mit massig Volumen. Im Wechselspiel von süßen und herben Noten passiert einiges. Langsam kriecht er durch den Mund in den Rachen und zieht sich nur langsam zurück. Ganz spät bleibt dann auch hier eine cremige Süße zurück. Der Abgang ist sehr lang und verhältnismäßig komplex. Im Gegensatz zum Vorgänger hätte ich den hier niemals so jung geschätzt. Absolut genialer Whisky, das Fass muss aber auch ein enormer Glücksgriff gewesen sein. Schade, dass es davon nur ungefähr 600 Flaschen gibt und keine davon im Handel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Glendronach, OB, PX Singe Cask, 18 Jahre, 55.7%<br></strong>Auch hier ist der Geruch von Sherry deutlich. Aber diesmal nun wirklich nah an der Perfektion. Eher herb als süß und völlig ohne Fehlnoten. Das ist einer von den Whiskys, an die ich den ganzen Abend hinriechen könnte. Auch im Mund ist er deutlich herber als der Glengoyne, aber sehr ausgewogen. Der Alkohol steht weiter im Hintergrund. Ximenez-Fässer führen oft zu recht wuchtigem Sherry, aber hier ist das Ergebnis unerwartet elegant und ohne eine Süße, die alle anderen Noten unter sich erdrückt. Der Abgang ist trotz des beinahe doppelten Alters überraschenderweise nicht ganz so lang wie beim Vorgänger. Dunkle Schokolade kommt recht deutlich raus, ganz spät gibt es dann unerwartet ein paar frische Noten.<br>Wenn man die beiden weiter vergleichen will, so ist der hier insgesamt runder und eleganter, aber auch nicht ganz so spektakulär. Der eine hatte den Glücksgriff beim Fass, der hier dürfte eher das Ergebnis von Handwerkskunst und solidem Fassmanagement sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Worthy Park, OB, Habitation Velier 2006, 11 Jahre, 57.5%</strong><br>Nach einer kurzen Pause gehen wir einen weiten Schwenk von Schottland nach Jamaika. Da gibt es natürlich keinen Whisky, sondern Rum. In diesem Fall einen aus der Potstill, was bei Rum eher die Ausnahme ist und deswegen auch für einen eigenen Charakter sorgt. Ein großer Rumfan bin ich grundsätzlich nicht, aber tatsächlich hab ich einen Worthy Park von Rum Nation im Regal stehen, den ich mal auf der Finest Spirits probiert hab. Während ich also nicht ganz so überrascht von diesem hier war, war die Mehrheit doch hörbar irritiert. Schon in der Nase tanzt eine dicke Rosine einen Mento auf und dreht dabei mal alle Regler nach rechts. Im Mund ist er nicht dezenter, bringt aber einen sehr eigenwilligen Geschmack mit, den ich schwer beschreiben kann. Die meisten klagen über Lösungsmittel, was ich schon nachvollziehen kann. Erstens ist es aber nicht dieser typische Klebergeschmack, den man manchmal im Whisky findet und zweitens empfinde ich den auch bei weitem nicht so unangenehm wie die meisten anderen. Diese Noten verschwinden auch nach etwas Zeit aus dem Glas, der Geschmack bleibt aber weiterhin eigen, auch im Abgang. Das ist selbstredend eine ganz andere Richtung als Whisky, aber ähnlich wie der meine zumindest in meiner Wahrnehmung auch kein typischer Rum. Verkehrt finde ich den durchaus nicht, aber zugegeben muss man da schon wirklich Lust drauf haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Glenlossie, Malts of Scotland, Sherry Hogshead Cask 21025, 09-21, 57.3%</strong><br>Zurück zum Whisky. Von Malts of Scotland hatte ich schon öfter mal recht gute im Glas, aber bislang hat es noch nie einer in mein Regal geschafft. Dieser hier riecht ähnlich dunkel wie er aussieht, dazu gibt es aber ganz sherryuntypisch Kräuter und eine leichte Schärfe dahinter. Da ist Würze dabei, aber nicht Leder, sondern eben eher Kräuter- und Blütennoten. Später kommt dann Weingummi dazu. Auch der Geschmack ist ausgefallen und kommt mit einer krautigen Würze im Gegenspiel mit süßen Noten, die ich nicht ganz festmachen kann. Bittermandel ist jedenfalls dabei, vieles bleibt mir aber unklar. Die offizielle Beschreibung listet einige auf (<span id="page18R_mcid8" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">R</span><span dir="ltr" role="presentation">osinen,</span> <span dir="ltr" role="presentation">Honigwein,</span> <span dir="ltr" role="presentation">Paranüsse,</span> <span dir="ltr" role="presentation">Nougat,</span> <span dir="ltr" role="presentation">getrocknete</span> <span dir="ltr" role="presentation">Pflaumen,</span> <span dir="ltr" role="presentation">Toffee,</span> <span dir="ltr" role="presentation">Espresso</span><span dir="ltr" role="presentation">,</span> <span dir="ltr" role="presentation">Schokolade,</span> <span dir="ltr" role="presentation">gebrannte Mandeln, Chiliflocken, Orangenmarmelade, Gewürze, getrocknete Datteln</span></span>), die ich aber alle nicht so ganz nachvollziehen kann. Im langen Abgang kommt die Süße immer deutlicher raus. So unklar ich das finde, so sehr begeistert es mich allerdings auch! Und da ich bislang wirklich gar nichts im Regal habe, was dem hier auch nur ähnlich wäre, schicke ich direkt parallel zum Tasting eine Bestellung ab. Damit werden dann noch einige Gelegenheiten kommen, den weiter zu erkunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vital Spark, Sherry matured, Christmas Batch, 12 Jahre, 51.5%</strong><br>Nach hinten raus wird es wieder mal torfig und zwar richtig. Ein Loch Lomond von einem unabhängigen Abfüller mit einem mir unbekanntem, aber doch klangvollem Namen. Schinken aus der Räucherkammer zieht schon in die Nase, wenn das Glas nur am Tisch steht. Viele sagen bei der ersten Nase Kuhfladen (was nicht abwertend klingen soll, auch wenn das für die meisten schwer vorstellbar klingen mag). Diese Note scheint aber schnell zu verfliegen und da meiner schon ein paar Minuten offen steht, hab ich sie wohl verpasst. Unter der Rauchwolke liegen Noten vom Sherry, ansonsten findet sich noch Karamell. Die Kombination von Sherry und Rauch funktioniert oftmals sehr gut und ergänzt sich auch hier einwandfrei. Aprikose und auch Anklänge von Teig tauchen auf, im Nachgang kommt dann Marmelade dazu. Der Rauch bleibt dabei zu jeder Zeit im Vordergrund. Spannend wird es mit ein paar Tropfen Wasser. Das bringt den Rauch in der Nase so umgehend wie komplett zum Verschwinden und ersetzt ihn durch viel Frucht. Das setzt sich im Mund fort, auch hier tritt der Rauch weit in den Hintergrund. So extrem hab ich das bislang selten erlebt, da wird ein ganz anderer Whisky draus. Der weiß aber durchaus zu gefallen. Nicht übermäßig komplex, aber gerade in der Variante mit etwas Wasser läuft der schon sehr fein runter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Isle of Islay, The Whisky Agency, Ex-Sherry-Butt, 11 Jahre, 53.6%<br></strong>Rätselraten zum Abschluss. Ein Unbekannter von der Heimatinsel der Torfbomben, der sich aber gar nicht so muskelbepackt zeigt. Der Rauch ist deutlich weiter im Hintergrund als beim Loch Lomond, dafür gibt es dunkle Beeren und später leichte Zitrusnoten. Im Mund ebenfalls kein volles Rohr, sondern auch ohne Zugabe von Wasser eine sehr elegante Kombination aus Rauch und Sherry mit einer leichten Süße im Hintergrund, die im Abgang dann stärker herauskommt. Meine erste Assoziation war Bowmore, aber wirklich zuordnen können wir ihn nicht. Die typischen Charakteristika jeder Destille auf der Insel lassen sich nicht finden. Damit tippen wir nach statistischer Wahrscheinlichkeit auf Lagavulin, weil davon zusammen mit Caol Ila die meisten Fässer verfügbar sind. Wie auch immer, ich bin sehr angetan, eben weil er nicht so voll auf die 12 ist wie viele andere von Islay. Eher feiner Rauch als volles Rohr, was meistens eher meinen Geschmack trifft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt ein sehr gutes Line Up, das zumindest für mich auch keinen Ausfall beinhaltet hat. Vielen Dank für die Auswahl. Damit kann das Jahr ausklingen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div></div>
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		<title>96. Tasting von Munich Spirits &#8211; Anam na h-Alba Online</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 May 2021 20:45:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wir bleiben in der Reihe &#8222;Abfüller stellen Whiskys aus ihrer aktuellen Range vor&#8220;. Diesmal mit Tom von Anam na h-Alba, der uns sympathischerweise lauter durchaus bezahlbare Abfüllungen mitgebracht hat. Wobei mitgebracht einmal mehr verschickt heißt, denn auch dieses Tasting findet <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/96-tasting-von-munich-spirits-anam-na-h-alba-online"><span class="screen-reader-text">  96. Tasting von Munich Spirits &#8211; Anam na h-Alba Online</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/08/line-up-tasting-mai_2021-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2098" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2014/08/line-up-tasting-mai_2021-150x150.jpg" alt="Anam na h-alba" width="150" height="150"></a>Wir bleiben in der Reihe &#8222;Abfüller stellen Whiskys aus ihrer aktuellen Range vor&#8220;. Diesmal mit Tom von Anam na h-Alba, der uns sympathischerweise lauter durchaus bezahlbare Abfüllungen mitgebracht hat. Wobei mitgebracht einmal mehr verschickt heißt, denn auch dieses Tasting findet wieder remote per Zoom statt.</p>


<span id="more-1558"></span>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Badachro, Bad na h-Achlaise, 46.0%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir starten mit recht neuen Destillerie und gleichzeitig mit einer sprachlichen Herausforderung, die im Deutschen schnell ausgesprochen einen eher unfeinen Klang annimmt. Aber Akustik hin oder her, interessant ist ja vor allem der Inhalt des Glases. In der Nase finde ich wenig von den Früchten und Zitrusnoten aus den Tastingnotes, auch der dort erwähnte Rauch bleibt eher im Hintergrund. Dafür gibt es sehr deutlich Weinnoten. Da wir etwas später dazu gestoßen sind, bin ich mir nicht mehr sicher, ob der hier wirklich aus dem Weinfass kommt, auf dem Label steht nur was von &#8222;Tuscan Oak&#8220;. Aber die leicht rötliche Farbe legt die Vermutung zumindest nahe, dass es sich dabei um ein Weinfass gehandelt hat. Geschmacklich finden sich ebenfalls Traubenschalen, dazu kommt hier auch der bereits erwähnte Rauch, der sich aber recht dezent im Hintergrund hält. Einen langen Abgang gibt es nicht, es bleibt eine recht leichte Süße im Mund. Weinnoten im Whisky funktionieren bei mir oft ganz gut und das ist auch hier so. Der Badachro ist kein Überflieger, aber ein ausgesprochen angenehmer Trinkwhisky, bei dem man das leere Glas direkt wieder nachfüllen möchte. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bladnoch, Anam na h-Alba, 13 Jahre, 56.5%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nummer zwei ist deutlich wuchtiger, mit Honig und cremiger, schwerer Süße in der Nase. Überreife Banane, Toffee und Sahnekonfekt. Im Glas verändert er sich aber auch recht schnell, erinnert zwischendrin an Haselnussgeist, bis sich dann die Cremigkeit verliert und grasigen Noten Platz macht. Im Mund lässt er die Muskeln spielen, der Alkohol ist deutlich spürbar. Die erwartete Süße bleibt allerdings aus, hier stehen fruchtige, aber klar herbe Noten deutlich im Vordergrund. Irgendwo darunter kann man die Vanillenoten des Bourbonfasses ausmachen. Auch der Abgang zieht Speichel und hinterlässt einen eher trockenen Mund. Bei den meisten kommt er sehr gut an, mir fehlt hier aber geschmacklich die Süße als Gegengewicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blair Athol, Anam na h-Alba, 11 Jahre, 59.9%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Blair Athol kommt ebenfalls aus dem Bourbonfass, präsentiert sich aber eher anders herum als der Bladnoch. Während der Geruch eher unspannend ist und auch einen Hauch Lösungsmittel mitbringt, zeigt der sich im Mund sehr schön rund und ausgewogen. Hier kommt genau die voluminöse Süße als Gegenspieler zu herber und würziger Kraft heraus. Ein bisschen Wasser bringt nochmal ein paar neue Nuancen heraus, insgesamt ist der für sein Alter schon recht komplex und macht mir richtig Spaß.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tormore, Anam na h-Alba, Ex-Bourbon, 12 Jahre, 62.3%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nochmal Bourbonfass, jetzt aber mit Marzipan, der Mandelkruste auf einem Kuchen und dazu eine frische, zitronige Schärfe als Kontrast. Im Mund wirkt er deutlich milder als der Alkoholgehalt es vermuten lassen würde, mit einer schönen Würzigkeit und ebenfalls einen ausgewogenen Spiel aus süßen und herben Noten. Das geht insgesamt in eine ähnliche Richtung wie beim Vorgänger, auch wenn hier in der Nase ganz andere Aromen drin sind. Aber auch hier: mundfüllend, schon recht komplex und macht ebenfalls richtig Laune.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Speyside Blend, Anam na h-Alba, 8 Jahre, 60.6%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Hälfte sind alles Abfüllungen, die in Sherryfässern reifen durften. Der erste firmiert unter dem Namen &#8222;Toll Wood&#8220;, dahinter dürfte sich aber ein Balvenie verbergen, der mittels Teaspooning anonymisiert worden ist. Gelagert als Quarter Cask in einem Amontillado Sherry Fass riecht man hier schon den deutlichen Unterschied. Holz und etwas Schwefel kommen klar heraus. Ich habe da irgendeine Fehlnote drin, die ich nicht festmachen kann, die mir dann aber auch den Geschmack verdirbt. Vielleicht liegt es am Keks, den ich in der Pause gegessen habe, aber dieser Whisky geht gerade gar nicht bei mir, den finde ich fast unangenehm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dailuaine, Anam na h-Alba, 12 Jahre, 54.8%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier gibt es ganz leicht schweflige Noten in der Nase, die aber diesmal durchaus nicht unangenehm sind. Dazu dann etwas Honig. Mit einem Olorosofass sind wir auch hier sind wir eher im Bereich trocken statt süß. Im Mund überrascht er mit einer leichten Rauchigkeit, die Assoziationen an Lagerfeuer weckt. Eindeutig besser als der Speyside, aber auch hier fehlt mir das Gegengewicht, alles in allem ist mir der zu einseitig herb.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Strathmill, Anam na h-Alba, 9 Jahre, 58.1%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nochmal Sherry, nochmal etwas anders. Sind das Kirschnoten in der Nase? Jedenfalls geht es auch hier in die eher herbe Richtung. Hier steht die alte Ledercouch auf dem alten Teppich vor dem schweren Holzregal. Gefällt mir wieder etwas besser, aber wollen die herben einfach nicht so richtig bei mir zünden. Ich hoffe mal darauf, dass der letzte dann die Sache herausreißt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ardmore, Anam na h-Alba, 11 Jahre, 55.7%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tut er auch tatsächlich. Im Fass war Pedro Ximenez, also Sherry in der Variante pappsüß und das läuft mir dann auch wirklich besser rein. Kombiniert ist das hier mit Torf, was ja oftmals recht gut funktioniert. So ist das auch hier. Das ist nicht wahnsinnig spektakulär, aber durchaus fein, rund und gut trinkbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt muss ich sagen, dass meine Sensorik in der zweiten Hälfte des Tastings etwas zu wünschen übrig gelassen hat. Für viele war die Corona-Zeit eine Zeit erhöhten Alkoholkonsums, bei mir was das allerdings eher nicht so. Die Fassstärken machen mir diesmal offenbar etwas zu schaffen. Das lag dann aber wohl eher an mir als an den Whiskys. Vor allem die erste Hälfte wusste durchaus zu gefallen, da überlege ich gerade noch, ob ich die noch anschaffen werde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke an Tom und an Marco für das Tasting! </p>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>
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		<title>92. Tasting von Munich Spirits</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2020 12:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Man gewöhnt sich ja an alles. Auch daran, andere Menschen vorwiegend per Video am Computer zu treffen und nicht mehr gemeinsam in einem Raum zu sein. Das fühlt sich in Teilen immer noch nicht richtig an, hat aber auch zweifelsohne <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/92-tasting-von-munich-spirits"><span class="screen-reader-text">  92. Tasting von Munich Spirits</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2020/12/tasting-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2091" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2020/12/tasting-150x150.jpg" alt="Line Up" width="150" height="150"></a>Man gewöhnt sich ja an alles. Auch daran, andere Menschen vorwiegend per Video am Computer zu treffen und nicht mehr gemeinsam in einem Raum zu sein. Das fühlt sich in Teilen immer noch nicht richtig an, hat aber auch zweifelsohne Vorteile. Keine Anfahrt zu brauchen, sondern nur den Rechner einschalten zu müssen ist einer. Da wir ein gutes Stück außerhalb der Stadt wohnen, erleichtert das die Teilnahme schon deutlich. Keine Heimfahrt zu brauchen, wenn man Alkohol getrunken hat, ist ein weiterer, der gerade bei einem Tasting mit lauter Abfüllungen in Fassstärke nicht zu vernachlässigen ist. In der Runde die Tische neu zusammenzustellen, könnte man auch in einem Raum abbilden. Virtuell ist das aber zweifelsohne wesentlich einfacher umzusetzen. Diese Mischung schätze ich inzwischen sehr. Der Spaßfaktor war allgemein auch ziemlich hoch, ich denke dass alle ziemlich zufrieden aus dem Call gegangen sind. Zusammengenommen bin ich jedenfalls über das Online-Setup für Tastings tatsächlich gar nicht mal so unglücklich.</p>


<span id="more-2090"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir also zu den Whiskys:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Strathmill, Munich Spirits, Sherry Butt, 23 Jahre, 51.3%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei vielen hat er gut abgeschnitten, bei uns ist er allerdings ziemlich untergegangen. Das mag vor allem an der Bolognese gelegen haben, die wir uns sehr knapp davor noch als Grundlage für den Abend einverleibt haben, und auch daran, dass dieser Whisky eher mit feinen Nuancen als mit der groben Kelle zu überzeugen versucht. Dazu kam erschwerend, dass wir ihm wohl einfach zu wenig Zeit im Glas gegeben haben. Alle wollten loslegen, und so ging der leider zumindest bei uns etwas unter. Außer an recht kräftige Bitternoten wie bei reinem Kakao kann ich mich auch gar nicht so richtig an was erinnern. Deswegen geb ich da auch keine Wertung dazu ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Linkwood, Sherry Hogshead, 10 Jahre, 53.8%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel besser hat da auf Anhieb der Linkwood funktioniert. In der Nase dominieren Bananenchips alles andere, im Mund geht er von Frucht zu ebenfalls leicht bitteren Noten über, die dem Sherryfass geschuldet sind. Das wirkt alles komplexer und vielschichtiger als beim Vorgänger, auch wenn hier deutlich weniger Jahre im Glas sind. Generell mag ich die Kombination von Sherry und Fruchtnoten aber auch sehr gerne.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ledaig, Nose Art by Whisky Doris, Bourbon Hogshead, 11 Jahre, 52.6%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Nummer drei gehen wir in Richtung Rauch und mit dem Ledaig auch gleich mal richtig in die Vollen. Rauch aus allen Rohren, aber eher aus der Richtung kalte Asche und Lagerfeuer vom Vorabend als Torf. Dahinter verstecken sich fruchtige Noten, die sich erst nach ein paar Minuten im Glas durchsetzen können. Ein bisschen Schwefel ist ebenfalls dabei. Die Tastingsnotes sprechen von Rhabarber, den aber keiner am Tisch nachvollziehen kann. Im Mund ist er kräftig, der Rauch bleibt auch hier im Vordergrund, im Abgang kommt dann spät eine gewisse Schmelzigkeit dazu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je länger er im Glas bleibt, desto mehr verzieht sich der Rauch. Mit ein paar Tropfen Wasser springt der aber interessanterweise sofort wieder in den Vordergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige mögen den nicht, ich finde ihn allerdings gar nicht verkehrt, auch wenn das ganz sicher kein Whisky für jeden Tag ist. In der Gesamtwertung des Abends würde ich den auf dem zweiten Platz sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Caol Ila, Abfüllung aus dem Bladnoch Forum, Hogshead, 30 Jahre, 52.6%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefolgt wird er direkt vom Gewinner des Abends. Nach dem Ledaig wirkt der beinahe rauchfrei, in der Nase hab ich vor allem warme und volle Honignoten. Wo der Ledaig eher spitz und stechend war, herrscht hier wohlige Vollnasigkeit. Damit kann auch der Geschmack mithalten. Auch der ist kräftig und mundfüllend, aber sehr ausgewogen. Der Abgang ist sehr lang und mit viel Entwicklung. Leicht bittere Noten sind zwischendrin, dann wird er sehr schmelzig. Richtig guter Stoff, der leider schon lange nicht mehr erhältlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Big Peat Islay blended Malt, Douglas Laing, Christmas Edition 2020, 51.3%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Pause geht es mit einem Blended Malt weiter, der nach Beschreibung von Marco zwar selten eine Offenbarung, aber (zumindest in der Weihnachtsabfüllung) aber auch nie ein Fehlgriff sei. Da kann ich nicht ganz mitgehen, der fällt für mich in dieselbe Kategorie wie auch die ganzen anderen Islay-No-Names, die seit Jahren aus dem Boden schießen. Egal ob nun Smokehead, Big Peat oder wie sie alle heißen, im Kern ist das alles viel Rauch um nichts. Torf ist in, also gibt es Torf. Nur eben sonst nichts bemerkenswertes. Keine anderen Noten, keine Entwicklung, kein Abgang. Irgendwo muss man eben das ganze Zeug eben unterbringen, dass man unter den großen Namen nicht verkauft bekommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Laphroaig, The Cooper´s Choice, Bourbon Single Cask, 15 Jahre, 52.0%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon in der Nase eine völlig andere Nummer. Auch für Laphroaig. Ähnlich wie schon der Caol Ila nach dem Ledaig geht hier nach dem Big Peat der Rauch völlig unter. Ich habe eher cremige Noten, die eine Assoziation an einen Weichkäse auslösen. Nicht unangenehm, aber schon sehr ungewöhnlich für Laphroaig. Jod und Pflaster fehlen dafür völlig, der ist erstaunlich wenig bissig. Dahinter ist irgendwas, worauf ich nicht komme. Weingummi vielleicht? Auch der Geschmack ist überraschend mild. Aber auch hier habe ich eine eigenwillige Note drin, auf die ich nicht kommen will. Irgendwie mineralisch. Auch weihnachtliche Gewürze wie Lebkuchen sind dabei. Ungewöhnlicher Laphroaig, der bei den anderen viel Begeisterung auslöst, mit dem ich aber nicht so richtig warm werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Caol Ila, The Single Cask Ltd., 2nd Fill Oloroso Sherry Cask, 13 Jahre, 54.6%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweimal Caol Ila an einem Abend, der hier geht allerdings in eine ganz andere Richtung als der erste. Frisch im Glas riecht er wie eine ganze Kiste grüner Äpfel. Mit etwas Luft geht das immer mehr in reife bis überreife Frucht über. Banane mit brauner Schale vielleicht. Noch später dreht er dann immer mehr in Richtung geräucherter Speck. Im Mund ist der sehr voluminös und verträgt etwas Wasser. Der Torf ist gut eingebettet und tritt nie zu weit nach vorn. Durch das Olorosofass gibt es auch hier eher bittere als süße Noten dazu. Fein!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Port Charlotte, Private Bottling WhiskyMania, Fresh Sherry, 10 Jahre, 64.4%</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abschluss polarisiert wieder. Ich finde den für Port Charlotte nicht so ungewöhnlich, es gibt neben kräftigem Torf und Schinken vor allem Leder, rote Früchte und auch Schwefel. Mit dem hat der eine oder andere Probleme, für manche wird er gar untrinkbar. Ich hingegen empfinde den gar nicht als so extrem, was aber sicherlich auch damit zu tun hat, dass wir ihn am Ende einer Reihe von Whiskys trinken, die alle nicht gerade in die Kategorie mild und zurückhaltend fallen. Ich schenk mir zum Vergleich einen Schluck von dem 5jährigen Port Charlotte ein, der bei mir im Regal steht und der mir tatsächlich meistens zu kräftig ist. Der gibt sich aber zu dem Zeitpunkt ebenfalls gut trinkbar, was diese Theorie bestätigt. Was aber mehr überrascht &#8211; der Jungspund verweist diese Abfüllung im direkten Vergleich tatsächlich auf die Plätze, was vor allem an der Sache mit dem Schwefel liegt. Trotz der geringeren Reife wirkt der PC5 runder und ausgewogener. Was den 10jährigen aber nicht schwächer macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem offiziellen Teil geht es in kleinerer Runde noch etwas weiter, bevor wir ein weiteres gelungenes Tasting beenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke an Marco, auch für das Abfüllen und Versenden der ganzen Proben!</p>
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		<title>88. Tasting von Munich Spirits &#8211; Das etwas andere Messe-Nachtasting II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2020 12:15:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[In Zeiten von Covid 19 ist alles anders. Zwar ist das Trinken von Whisky für sich genommen nicht problematischer als sonst (hilft aber bei aller Liebe auch nichts), aber zu einem ordentlichen Tasting gehört eben auch das gesellige Beisammensein. Also <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/88-tasting-von-munich-spirits-das-etwas-andere-messe-nachtasting-ii"><span class="screen-reader-text">  88. Tasting von Munich Spirits &#8211; Das etwas andere Messe-Nachtasting II</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2020/05/Online-Tasting-01.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" class="wp-image-2080" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2020/05/Online-Tasting-01-150x150.png" alt="Lineup" /></a></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">In Zeiten von Covid 19 ist alles anders. Zwar ist das Trinken von Whisky für sich genommen nicht problematischer als sonst (hilft aber bei aller Liebe auch nichts), aber zu einem ordentlichen Tasting gehört eben auch das gesellige Beisammensein. Also genau das, worauf wir im Moment alle verzichten müssen. Aber der Mensch ist anpassungsfähig und sucht sich neue Wege, was dann auch für Gerstenmalz-Traditionalisten gilt. Diesmal war also alles virtuell über Zoom. Nur die Whiskys waren echt und an alle Teilnehmer in Probefläschchen versendet.</p>
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</div>



<p><span id="more-2079"></span></p>
<p>Das bedeutet für Marco von <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank" rel="noopener">Munich Spirits</a> einen Extraaufwand, für den hier nochmal ein dickes Dankeschön stehen soll!</p>
<p>Für uns andere ist es zwar schade, sich nicht in echt zu sehen. Aber ganz verkehrt ist es jetzt zu Hause auf der Couch auch nicht, vor allem wenn die Frau neben einem sitzt und mittrinkt. Inzwischen ist die Routine bei Videokonferenzen auch allgemein hoch genug, um so einen Event recht reibungslos über die Bühne zu bringen. Auch wenn es kein vollständiger Ersatz ist, fühlt es sich doch sehr gut an, bekannte Gesichter wieder zu sehen.</p>
<p>Manches ist sogar nicht nur ein Ersatz, sondern sogar eine Verbesserung. Wir nutzen das charmanteste Feature von Zoom und lassen uns in jeder Runde zufällig auf virtuelle Tische verteilen. Damit mischt sich die große Runde acht mal neu durch, was den Konversationen aus meiner Sicht sehr gut tut. Bei realen Tastings bilden sich doch immer wieder dieselben Gruppen und mit einigen hatte ich bislang kaum ein Wort gesprochen, auch wenn ich die Gesichter von den Tastings kannte. Diesmal hingegen hatten wir beinahe alle Teilnehmer einmal in der Gruppe drin und das hat uns sehr viel Spaß gemacht. Es kam auch der Vorschlag, das live abzubilden &#8211; wenn Tastings mal wieder regulär stattfinden &#8211; und auch dort rundenweise die Tische neu zu besetzen. Eine durchaus spannende Idee, aber ich fürchte, dass sich das dann doch nicht durchsetzen wird.</p>
<p>Nun aber zum eigentlichen Thema, den Whiskys. Es gab diesmal je Paket von jedem Whisky 4cl. Das reicht zum Teilen für Paare und wer allein ist, kann nochmal nachtasten (oder schon vorher probieren, wenn er es denn gar nicht aushalten kann). Wir haben aufgeteilt, die Whiskys aber jeweils schon ein bisschen vor der nächsten Runde eingeschenkt, damit sie etwas Luft bekommen. Das hat in jedem Fall nicht geschadet.</p>
<p>Insgesamt war der Abend eine ordentliche Packung. Acht Whiskys in Fassstärke, sieben davon mit Rauch. Da ist es dann schon auch ganz gut, dass man danach nicht mehr vor die Tür, sondern nur noch rüber ins Bett gehen muss. Im Gegensatz zu einigen hat der Lockdown bei uns bislang nicht zum Hobbyalkoholismus geführt, wir sind also nicht mehr ganz so gut in Ãœbung.</p>
<p><strong>1. Glenallachie, Berry Brothers &amp; Rudd, Sherry Butt, 10 Jahre, 56.8%</strong></p>
<p>Zur Eröffnung der einzige Whisky ohne Rauchanteil, dafür mit ordentlich Sherryfass in der Nase. Intensiv, aber ohne jede Schwefel oder Fehlnote. Dafür macht der Geruch schon klar, dass hier Wasser durchaus nicht verkehrt sein könnte. Ohne Vorlauf sind knapp 57% schon sportlich für die Geschmacksknospen, der Glenallachie bringt schon gut Antritt mit, wobei der Sherry im Vordergrund steht. Mit etwas Wasser kommen auf einmal Fruchtnoten dazu, er verliert seine übermäßige Kraft und wird sehr ausgewogen. Jetzt bindet sich auch der Sherryeinfluss feiner ein und sticht nicht mehr heraus. Mir gefällt der sehr gut, den würde ich gern nochmal nach einem anderen Whisky trinken, der Mund und Rachen erst mal auf Whisky einstellt. Die Idee, das vorher zu machen, kam mir leider erst nachher.</p>
<p>Ich bin ganz nebenbei nicht der einzige, dem der Whisky einheizt, bei uns &#8222;am Tisch&#8220; werden die ersten Kleidungssücke abgelegt. Wenn das so weitergeht, ist es vielleicht ganz gut, dass auf der Kamera nur die Oberkörper zu sehen sind.</p>
<p><strong>2. Ardmore, Single Cask Collection, matured in Ex-Laphroaig Barrel, 61.1%</strong></p>
<p>Ardmore gehört zu den wenigen Destillerien in der Speyside, die stark rauchige Whiskys brennt. Dieser hier wurde obendrein in einem Laphroaig-Fass nachgereift. Wie hoch der Anteil am deutlicher Rauch in der Nase daran ist, ist schwer zu sagen. Laphroaig-typisch ist er jedenfalls nicht, ich habe hier sehr viel mehr die Assoziation von kalter Asche als von Jod und Pflaster.</p>
<p>Im Munde kommt der Rauch auch gar nicht mal so deutlich raus, wie der Geruch vermuten lassen würde. Insgesamt wirkt er überraschend mild, was aber vielleicht auch am Vergleich zum Vorgänger liegen mag. Trotzdem verträgt auch der hier Wasser, was zu einer sehr deutlichen und schnellen Veränderung führt. Auf einmal mischt sich viel Frucht zum Rauch, der dann immer noch wahrnehmbar ist, aber eben nicht mehr im Vordergrund. So finde ich den sehr gelungen.</p>
<p><strong>3. Ben Riach, OB, peated, Oloroso Sherry Cask for Kirsch Import, 13 Jahre, 57.1%</strong></p>
<p>Zurück im Hauptraum gibt es schon die ersten Empfehlungen, die Nummer Drei besser ausfallen zu lassen. Das schaukelt sich ein bisschen hoch, so dass wir dann schon mit hochgezogener Augenbraue an das Glas gehen. Der Geruch ist aber auch wirklich schon die volle Ladung Klebstoff und Silikonfuge (danke für die Assoziation). Auch geschmacklich ist das jetzt eher &#8211; sagen wir mal &#8211; interessant als eine Offenbarung. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben, irgendeine sehr dominante und unangenehme Fehlnote. Also eigentlich genau das, wo einen alle Sinne &#8222;Nicht trinken!&#8220; schreien. Ein Ratschlag, der von den meisten dann auch befolgt wird.</p>
<p>Keine Ahnung, was da passiert ist. Marco fand ihn mindestens beim Auswählen gut. Ob das an dem Abend auch noch so ist, wird nicht so ganz klar, aber wir sind inzwischen auch ein gutes Stück von einer Stimmung entfernt, die objektive Urteile ermöglichen würde.</p>
<p><strong>4. Ledaig, Douglas Laing, Old Particular PX Sherry Butt, 48.4%</strong></p>
<p>Der nächste Whisky kann da eigentlich nur gewinnen. Allerdings sind wir alle immer noch so mit Geblödel beschäftigt, dass wir uns gar nicht so sehr im Detail mit dem Ledaig auseinandersetzen. Ich kann mich erinnern, dass er ziemlich kräftig und voluminös war und dass der Rauch hier eher dezent im Hintergrund war statt sich nach vorne zu drängeln. Gut, aber nicht mein Favorit an diesem Abend.</p>
<p><strong>5. Coal Ila, Lord of Islay by Whiskykeller, Bourbon Cask, 10 Jahre, 51.1%</strong></p>
<p>Der kommt nach einer kurzen Pause, die wir auch ausfallen lassen und einfach an unserem &#8222;Tisch&#8220; weiterquatschen. Gegessen haben wir eh schon vor dem Tasting. Von Caol Ila gibt es eine Unmenge an unabhängigen Abfüllungen, die eine ziemliche Wundertüte sein können. Den hier finde ich fantastisch. Wie oft ist er optisch sehr hell, was sich aber auch in der Nase und im Mund fortsetzt. Alles wirkt frisch und jung, helle Früchte, Rauch dazu, aber alles extrem ausgewogen und schön abgestimmt. Nichts ist dominant, alles fügt sich zu einem richtig leckeren Bild zusammen. Hier ist es dann extrem schade, dass da nur ein Glas rausgeht, denn da würde ich direkt gern weitertrinken. Mein Gewinner des Abends.</p>
<p><strong>6. Islay Single Malt, Finest Whisky Berlin, 10 Jahre, bekannt als Lagavulin, 54.2%</strong></p>
<p>Lagavulin darf nicht drauf stehen, ist aber drin. Typisch hier die Eleganz der Abfüllung, ein Spiel aus hohen Zitrusnoten und schweren Elementen darunter, die aber miteinander tanzen als miteinander zu ringen. Deutlich kräftiger als der Coal Ila davor, obwohl er von den Prozenten her in einer ähnlichen Liga spielt. Hätte mich der Vorgänger nicht so begeistert, würde ich ihn vermutlich noch besser bewerten, denn das ist in der Tat eine sehr gelungene Abfüllung.</p>
<p><strong>7. Caol Ila, Signatory Vintage, Hogshead, 11 Jahre, 58.6%</strong></p>
<p>Caol Ila die zweite und ansonsten auch hier eine grundsätzlich ähnliche Ausrichtung wie die beiden Abfüllungen davor. Diesmal mit etwas mehr Ecken und Kanten als der Lord of Islay, was allgemein sehr gut ankommt. Ich ziehe allerdings die Ausgewogenheit des anderen vor.</p>
<p><strong>8. Scotch Universe IO III &#8211; 103° P.2.1&#8242; 1815.4&#8243;, First Fill Oloroso Laphroaig, 57.8%</strong></p>
<p>Ein Tasting ohne Laphroaig ist kein Tasting, dieser Satz fällt auch heute Abend wieder. Also wird es ein Tasting und zwar eines mit einem mächtigen Abschluss. Viel Kraft, viel Aroma, bei dem die typischen, extremen Töne von Laphroaig im Sherryfass einen würdigen Gegenpart finden. Allerdings merke ich, dass nach den ganzen starken Abfüllungen meine Geschmackssinne inzwischen deutlich nachlassen, so dass ich die Klasse dann doch eher vermuten muss. Aber so richtig sinnvoll bewerten geht nicht mehr so ganz.</p>
<p>Ich hatte aber auch schon auf der Finest Spirits Abfüllungen von Scotch Universe probiert und war da generell sehr angetan. Die waren in der engeren Auswahl für einen Einkauf, auch wenn der dann letztlich doch bei Villa Konthor erfolgt ist.</p>
<p>Alles in allem ein sehr lustiger und schöner Abend. Keine Frage, ich will das auch mal wieder live mit anderen zusammen machen. Aber bis dahin ist diese Form ein absolut würdiger Ersatz, der Social Distancing um ein gutes Stück erträglicher macht.</p>
<p>Vielen Dank an Marco und <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank" rel="noopener">Munich Spirits</a>!</p>


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		<title>77. Tasting von Munich Spirits &#8211; Sherry und Islay</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Nov 2018 16:32:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man ein hervorragendes Line Up fÃ¼r eine etablierte Reihe an Whisky Tastings aufstellt, dann sollte alles andere eigentlich ein SelbstlÃ¤ufer sein. Eigentlich, aber nicht, wenn die zentrale Frage nicht das Line Up an sich ist, sondern die, wie gut <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/77-tasting-von-munich-spirits-sherry-und-islay"><span class="screen-reader-text">  77. Tasting von Munich Spirits &#8211; Sherry und Islay</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.munich-spirits.de"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://munich-spirits.club/wp-content/uploads/static/events.jpg" alt="" width="165" height="220" /></a>Wenn man ein hervorragendes Line Up fÃ¼r eine etablierte Reihe an Whisky Tastings aufstellt, dann sollte alles andere eigentlich ein SelbstlÃ¤ufer sein. Eigentlich, aber nicht, wenn die zentrale Frage nicht das Line Up an sich ist, sondern die, wie gut es zu asiatischem Essen passen wird. Der PÃ¤chter der inzwischen ebenso etablierten Location hat nÃ¤mlich schon wieder gewechselt und nun ist es kein Italiener, sondern ein Asia-Imbiss. Das muss nun grundsÃ¤tzlich nicht verkehrt sein, aber das Gefeixe von wegen Glutamat-Tasting Ã¼berlagert im Vorfeld trotzdem das eigentliche Thema Sherry und Islay.</p>
<p><span id="more-1986"></span></p>
<p>Bevor es losgeht, verschaffen wir uns erst mal eine kulinarische Grundlage, die auch als Vortest fungiert. Das Ergebnis lÃ¤sst die leichte Anspannung abfallen. Zwar kommen hier die typischen krÃ¤ftigen GewÃ¼rze zum Einsatz, aber weder diese noch die SchÃ¤rfe an sich sind so dominant, als dass die Whiskys sich dagegen nicht durchsetzen kÃ¶nnten. Alles im grÃ¼nen Bereich also.</p>
<p>Der erste Teil des Abends steht im Namen des Sherry. Das ist erst mal nicht verkehrt, da gibt es feine Sachen. Allerdings auch einiges, was in die Kategorie &#8222;viel hilft viel&#8220; fÃ¤llt, wo die sÃ¼ÃŸe Wucht des Sherrys alles Ã¼berlagert, was der Whisky an sich mitbringt. Wenn man nicht mehr sagen kann, welche Distille man denn nun im Glas hat, dann ist mir das gern mal zu viel.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/glenrothes.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1987" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/glenrothes-150x150.jpeg" alt="Glenrothes" width="150" height="150" /></a>Der Einsteiger &#8211; <strong>Glenrothes, Adelphi, 1st-fill Sherry Hogshead #2413, 2000, 6 Jahre, 56.5%</strong> &#8211; geht gleich mal in diese Richtung und macht schon in der Nase keinen Hehl daraus, in welchen FÃ¤ssern er gereift ist. Sherry massiv, aber durchaus schÃ¶n mit Rosinen und einer Note, die an alten Balsamico erinnert. Wenn man ihm Zeit gibt, kommt Frucht dazu und auch eine leichte Fehlnote, die ich nicht identifizieren kann. Auch im Mund ist der Sherry massiv, allerdings nicht mit aufdringlicher SÃ¼ÃŸe, sondern mit sehr trockenen, beinahe bitteren Noten. FrÃ¼chtebrot ist auch dabei. Trocken bleibt dann auch der Abgang, mit einer dezenten SÃ¼ÃŸe dabei. Das alles gefÃ¤llt mir Ã¼berraschend gut, auch wenn der Sherry hier dominant ist. Vor allem durch den trockenen Charakter ist er aber nicht zu dominant. Ein schÃ¶ner Abendwhisky.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/miltonduff.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1988" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/miltonduff-150x150.jpeg" alt="Miltonduff" width="150" height="150" /></a>Auch bei Nummer zwei springt einen das Fass sofort an. <strong>Miltonduff, Wildlife Collection, 1st-fill Oloroso, 65.5%</strong>. Ein Rosinenbomber mit leichtem Schwefel und ein wenig Zitrus. Im Mund sehr krÃ¤ftig &#8211; was bei dem Alkoholgehalt nicht weiter verwundert &#8211; mit viel Frucht und viel Volumen, zumindest wenn man einen richtigen Schluck nimmt und nicht nur am Glas nippt. Es folgt ein sÃ¼ÃŸer, wÃ¤rmender und langer Abgang. Die FassstÃ¤rke legt ein paar Tropfen Wasser nahe, mit denen der Whisky deutlich herber wird, aber leider auch ein wenig seiner Klasse verliert. Insgesamt hat er mir ein bisschen zu viel Attacke, aber nichtsdestotrotz ist das schon ein feiner Tropfen.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/linkwood.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1989" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/linkwood-150x150.jpeg" alt="Linkwood" width="150" height="150" /></a>Wir bleiben bei AbfÃ¼llungen, die nicht nur einen Hauch Sherry mitbringen aber es bleibt auch dabei, dass ich das Ã¼berhaupt nicht als unangenehm empfinde. <strong>Linkwood, The Single Malts of Scotland, Sherry Hogshead, 16 Jahre, 58.7%</strong>. Wieder viel Sherry in der Nase, aber auch wieder sehr anders als bei den VorgÃ¤ngern. Hier sieht man eher das alte, schwere Ledersofa vor sich, das im Kaminzimmer bei Regenwetter auf einen wartet. Der Geschmack ist passend dazu herb und krÃ¤ftig, mit NÃ¼ssen und Schokolade, bevor es in einen leicht bitteren Abgang Ã¼bergeht. Nach dem ersten Schluck hat man Soft Cake in der Nase, diese mit Orangencreme gefÃ¼llten Schokoladenkekse. Dieser Whisky ist nicht so sÃ¼ffig wie die beiden davor, dafÃ¼r aber deutlich komplexer und anspruchsvoller. Fein.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/benriach.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1990" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/benriach-150x150.jpeg" alt="BenRiach" width="150" height="150" /></a>Der letzte aus der Sherry-Reihe legt dann nochmal einen drauf. <strong>BenRiach, OB, Pedro Ximinez 1st-fill, 1992-2013, 21 Jahre, 53.3%</strong>. Orange und dunkle Schokolade finden sich hier genau so wie das englische Herrenzimmer mit altem Leder. Dazu findet sich hier aber eine schwere SÃ¼ÃŸe im Abgang, sobald die herben Noten in den Hintergrund treten. Auch wenn hier weiterhin der Sherry im Vordergrund steht, kann ich nicht anders, als &#8222;groÃŸes Kino&#8220; als Fazit zu nehmen. Hier hatten wir nun wirklich bei jedem Whisky eine Steigerung zum VorgÃ¤nger im Glas.</p>
<p>So, Pause. Diesmal mit FrÃ¼hlingsrollen, Chicken Wings und Krabbenbrot statt Antipasti. Das ist jetzt kein kulinarischer Hochgenuss, fÃ¼r den Whisky stellt das aber aus meiner Sicht klar die geringere Herausforderung dar als sauer angemachtes GemÃ¼se. Passt also.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/caol_ila.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1991" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/caol_ila-150x150.jpeg" alt="Caol Ila" width="150" height="150" /></a>Weiter mit dem zweitem Teil. Drei AbfÃ¼llungen von Islay, bei zweien davon Themenwechsel von Sherry zu Rauch, beim letzten die Verbindung von beiden. Die ErÃ¶ffnung macht ein <strong>Caol Ila, Malts of Scotland, Bourbon Hogshead #12374, 1998-2008, 9 Jahre, 60.7%</strong>. Schweres GeschÃ¼tz, kalter Rauch und viel davon, dazu Weingummi und Zitrus. Nicht ungewÃ¶hnlich, finde ich. Der Geschmack ist wuchtig, mit Zitrusnoten darÃ¼ber und wieder Rauch. Der bleibt auch im Abgang erhalten, der ebenso massiv ist wie alles davor. Solider Whisky, keine Frage. Die Ausrichtung ist nicht mehr so meins, aber der ist schon gut gemacht.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/laphroaig.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1992" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/laphroaig-150x150.jpeg" alt="Laphroaig" width="150" height="150" /></a>Die zweite AbfÃ¼llung macht den Unterschied zwischen Rauch und Torf klar. <strong>Laphroaig, OB, Cask Strength Batch #010, 10 Jahre, 58.0%</strong>. Den Zehner in FassstÃ¤rke gibt es inzwischen nur noch vor Ort zu kaufen &#8211; leider. Hier zeigt sich Laphroaig genau so, wie er sein sollte &#8211; phenolisch und medizinisch. In der Nase dazu Banane. Im Mund kommt erst die Torfwand, dann fruchtige Noten, der Torf bleibt aber prÃ¤sent. Der lange Abgang bleibt wÃ¼rzig und medizinisch, bringt aber eine hintergrÃ¼ndige SÃ¼ÃŸe und auch ein bisschen Salz mit. Das alles muss man mÃ¶gen, aber wenn, dann ist der schon richtig groÃŸ.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/port_charlotte.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1993" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/11/port_charlotte-150x150.jpeg" alt="Port Charlotte" width="150" height="150" /></a>Zum Abschluss dann Torf und Sherry in einem &#8211; eine Kombination, die oftmals richtig gut funktioniert. Die SÃ¼ÃŸe des Sherry nimmt dem Torf den Biss, im Gegenzug kann der eine Tiefe mit reinbringen, die das Sherryfass alleine nicht schafft. Hier versucht das ein <strong>Port Charlotte, Malts of Scotland, Sherry Cask #833, 2001-2010, 8 Jahre, 61.6%</strong>. Bei Port Charlotte gibt es AbfÃ¼llungen, die mir deutlich zu extrem sind. Andererseits hatte ich aber schon welche, die ich sehr gelungen fand. Dieser hier riecht schon mal nicht extrem, im Gegenteil. Der Sherry kann ich mit schwerer SÃ¼ÃŸe riechen, den Torf erst mal nicht. Den bekomme ich erst nach dem ersten Schluck in die Nase, aber auch dann nicht besonders dominant. Im Mund gibt es neben viel Kraft und trockenem Sherry TrockenfrÃ¼chte, im Abgang eine cremige Bitterkeit und dahinter wieder Rauch. Das passt alles zusammen und ergibt eine komplexe Komposition, bei der keine Note allein im Vordergrund steht.</p>
<p>Fazit: Kein Glutamat, dafÃ¼r ausnahmslos trinkenswerte Tropfen im Glas. Experiment geglÃ¼ckt, wÃ¼rde ich sagen.</p>
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		<title>73. Tasting von Munich Spirits &#8211; Islay High End Tasting</title>
		<link>https://www.negatron.de/whisky/73-tasting-von-munich-spirits-islay-high-end-tasting</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Apr 2018 14:46:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Ardbeg]]></category>
		<category><![CDATA[Caol Ila]]></category>
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		<category><![CDATA[Scotch Malt Whisky Society]]></category>
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					<description><![CDATA[Drei ungewÃ¶hnliche Aspekte fÃ¼r ein Tasting von Munich Spirits. Alle Whiskys aus der Kategorie Torf und Rauch, alle Whiskys vergleichsweise hochpreisig, nur einer aus dem Setup noch regulÃ¤r auf dem Markt erhÃ¤ltlich. Aber es darf ja auch gern mal ungewÃ¶hnlich <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/73-tasting-von-munich-spirits-islay-high-end-tasting"><span class="screen-reader-text">  73. Tasting von Munich Spirits &#8211; Islay High End Tasting</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Drei ungewÃ¶hnliche Aspekte fÃ¼r ein Tasting von <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank" rel="noopener">Munich Spirits</a>. Alle Whiskys aus der Kategorie Torf und Rauch, alle Whiskys vergleichsweise hochpreisig, nur einer aus dem Setup noch regulÃ¤r auf dem Markt erhÃ¤ltlich. Aber es darf ja auch gern mal ungewÃ¶hnlich sein.</p>
<p><span id="more-1960"></span>Bei mehreren Whiskys mit Ã¤hnlich extremer Ausrichtung trinkt sich recht schnell auf diese Ausrichtung ein und sie kommt einem gar nicht mehr so extrem vor, was durchaus erst mal Sinn ergibt. Im Gegenzug bedeutet das aber auch eine gewisse Verzerrung, da man die Whiskys in Folge anders wahrnimmt als wenn man sie fÃ¼r sich allein trinken wÃ¼rde. Das macht die Beschreibung in dem Fall noch subjektiver als eh schon.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/pc7.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1969" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/pc7-150x150.jpg" alt="Port Charlotte" width="150" height="150" /></a>Wann kann man schon mal ein Tasting mit einem Port Charlotte erÃ¶ffnen? Normalerweise stehen Whiskys mit dieser Torfigkeit eher am Ende eines Tastings, aber bei dieser Range ist kein Platz fÃ¼r ein langsames Hochfahren der Geschmacksnerven. Wir beginnen also mit einem <strong>Port Charlotte, OB, Cognac Cask, 8 Jahre, 2007, 57,8%</strong>. Die meisten Port Charlottes sind mir zu extrem und deswegen bin ich hier zum Einstieg skeptisch. Zu Unrecht. Der Geruch macht zwar schon vom Tisch aus deutlich, dass es sich hier um einen Malt aus der &#8222;Heavily Peated Serie&#8220; handelt, aber mit ein klein bisschen Luft zeigen sich dahinter schnell andere Noten. Ich rieche grÃ¼ne NÃ¼sse oder Nusseis. Im Geschmack ist der Torf zwar deutlich, aber nicht so dominant wie erwartet. Insgesamt ist er aber schon richtig krÃ¤ftig und mundfÃ¼llend, mit dunkler, brÃ¶sliger Schokolade und mit einem langen, schmelzigen Abgang, der ganz zum Schluss unerwartet nochmal einen bitteren Biss bringt. Auf ein Cognacfass wÃ¤re ich nicht gekommen, aber fÃ¼r sein Alter wirkt der Ã¼berraschend reif, mit mehreren schÃ¶nen Wechseln zwischen sÃ¼ÃŸ und trocken. Vor allem die Cremigkeit gefÃ¤llt mir ausgesprochen gut. Vielleicht der beste Port Charlotte, den ich bislang getrunken habe. Da dieser der Einzige ist, den es noch normal im Handel gibt, komme ich direkt ins Ãœberlegen.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_alligator.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1970" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_alligator-150x150.jpg" alt="Ardbeg Alligator" width="150" height="150" /></a>An sich war ich mir sicher, dass ich den Alligator schon mal getrunken habe, aber eine Recherche in meinen Aufzeichnungen bringt nichts zu Tage. Da ich dazu auch keine konkrete Erinnerung mehr an den Geschmack habe, gehen wir also einfach mal davon aus, dass das erste Aufeinandertreffen ist: <strong>Ardbeg, OB, Alligator &#8211; Committee for discussion, 51,2%</strong>. Es mag am Port Charlotte davor liegen, aber der Torf erscheint hier in der Nase eher dezent, dafÃ¼r gibt es wÃ¼rzige Frucht und frisch geschnittenes Holz. Geschmacklich finde ich ihn schon eher typisch, mit einer Mischung aus Fruchtigkeit und Torf, mit einem Ã¼berraschend kurzen und unspektakulÃ¤ren Abgang voller kaltem Lagerfeuer. In den Bewertungen hat der ziemlich gut abgeschnitten, mich Ã¼berzeugt er allerdings nicht so richtig. Es mag am Port Charlotte davor liegen, aber der Alligator wirkt nicht nur im Vergleich zu diesem etwas unspektakulÃ¤r, sondern kann auch nicht mit AbfÃ¼llungen wie dem Corryvreckan oder dem Uigeadail mithalten.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_swms.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1971" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/ardbeg_swms-150x150.jpg" alt="Ardbeg SMWS" width="150" height="150" /></a>In Konkurrenz dazu gleich der nÃ¤chste Ardbeg, diesmal von der Scotch Malt Whisky Society: <strong>Ardbeg SMWS 33.125 &#8222;Salted Caramel Lollipop&#8220;, 7 Jahre, 2005-2012, 64,4%</strong>. Man kann etwas mehr Rauch riechen, vor allem aber Weingummi, salziges Lakritz, Mandeln und ungebackenen Keksteig. Hier kann ich den Namen also gut nachvollziehen.Â  Im Mund hingegen finden sich wenig Frucht und SÃ¼ÃŸe, hier dominiert dann doch eher der krÃ¤ftige, torfige Charakter. Auch im Nachgang sind vor allem bittere Noten und kalter Rauch prÃ¤sent, erst recht spÃ¤t kommt noch eine leichte SÃ¼ÃŸe durch. Das alles wirkt eher straight und klar, salted Lollipop hat man eher in der Nase oder eben ganz zum Schluss. Insgesamt nicht Ã¼bel, aber auch hier ist der Name fÃ¼r mich grÃ¶ÃŸer als das Ergebnis.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/port_ellen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1972" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/port_ellen-150x150.jpg" alt="Port Ellen" width="150" height="150" /></a>Wo wir gerade bei groÃŸen Namen sind, mehr als Port Ellen geht in der Hinsicht bei Islay nicht. Von Diageo in den 80ern geschlossen, gelten die wenigen restlichen erhÃ¤ltlichen AbfÃ¼llungen fÃ¼r viele als das Nonplusultra und rufen Preise jenseits von gut und bÃ¶se auf. Da mag mehr Legende als RealitÃ¤t dahinter stehen. TatsÃ¤chlich waren aber die wenigen Port Ellens, die ich in meinem Leben trinken durfte, alle richtig toll. Hier haben wir nun eine unabhÃ¤ngige AbfÃ¼llung auf dem Programm: <strong>Port Ellen, The Whisky Fair, Sherry Butt, 1982-2007, 24 Jahre, 59,6%</strong>. Der Geruch ist im Gegenzug zu den Whiskys davor sehr elegant und ziemlich komplex. Da ist vieles drin, aber nichts, was richtig dominant hervorstechen wÃ¼rde. Ein bisschen Rosine, Marmelade aus reifen FrÃ¼chten, Bienenwachs und weinige Noten sind so Assoziationen, die kommen. Hier wÃ¼rde ich eher einen Cognac-Einfluss vermuten als beim PC am Anfang. Das Sherryfass kommt jedenfalls nicht deutlich raus, sondern integriert sich komplett in das Gesamtbild. Der Geschmack hat enorm viel Kraft, was das Herausschmecken einzelner Noten nicht leichter macht. Aber auch das ist nicht unangenehm und geht dann in einen sehr langen und cremigen Abgang Ã¼ber. Der Name mag die Wertung beeinflussen, aber es wird vergleichsweise still im Raum. Einige sitzen einfach nur versonnen schnuppernd und schmeckend da, ich einer von ihnen. Das hÃ¤tte ich auch noch lÃ¤ngere Zeit so machen kÃ¶nnen, ohne dass mir etwas gefehlt hÃ¤tte. Bombe.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_whisky_source.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1973" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_whisky_source-150x150.jpg" alt="Laphroaig TWS" width="150" height="150" /></a>Nach dem Essen geht es mit einer Distillerie weiter, die keine Schwierigkeiten damit haben sollte, den Geschmacksknospen die Erinnerung an die Antipasti zu nehmen. Der erste der beiden kommt von einem unabhÃ¤ngigen AbfÃ¼ller, der sich nicht mehr recherchieren lieÃŸ. Weder ganz allgemein, noch im speziellen diese Flasche: <strong>Laphroaig, The Whisky Source, 1998-2009, 10 Jahre, 56,9%</strong>. In der Nase gibt es vor allem Torf und Zitrusnoten, dahinter rote Beeren. Das medizinische fehlt etwas, weswegen ich vielleicht nicht direkt auf Laphroaig getippt hÃ¤tte. Auch im Mund ist der Torf in Vordergrund, der Whisky ist herb und krÃ¤ftig und bleibt das auch im Abgang. SchÃ¶ner zehnjÃ¤hriger, bei dem das einzige, was man kritisieren kÃ¶nnte, die fehlende AuÃŸergewÃ¶hnlichkeit ist.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_smws.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1974" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/laphroaig_smws-150x150.jpg" alt="Laphroaig SMWS" width="150" height="150" /></a>Auch hier gibt es als zweiten Vertreter eine AbfÃ¼llung der Scotch Malt Whisky Society: <strong>Laphroaig SMWS 29.125 &#8222;Smoke of sweet chili sausages&#8220;, 17 Jahre, 60,6%</strong>. Nase drÃ¼ber &#8211; Chili, check &#8211; Barbecue, check &#8211; SÃ¼ÃŸe, check. Nur die Wurst fehlt noch. Die kommt auch im Mund nicht dazu, wo man dafÃ¼r genau die AuÃŸergewÃ¶hnlichkeit bekommt, die mir beim VorgÃ¤nger gefehlt hat. Sehr sÃ¼ÃŸ mit wÃ¼rzigem Rauch und Pfefferminznoten dazu. Das alles geht in einen sehr langen und ebenfalls sÃ¼ÃŸen Abgang Ã¼ber, bei dem die WÃ¼rze immer weiter in den Hintergrund tritt. Das alles hat tatsÃ¤chlich was von BBQ-Sauce. GroÃŸes Kino, den wÃ¼rde ich zu den besten SWMS-AbfÃ¼llungen zÃ¤hlen, die ich bislang im Glas hatte.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/caol_ila.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1975" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/04/caol_ila-150x150.jpg" alt="Caol Ila" width="150" height="150" /></a>Der Abschluss klingt fÃ¼r den einen oder anderen vielleicht erst mal ungewÃ¶hnlich: <strong>Caol Ila, Signatory Vintage, Hogshead, 29 Jahre, 1982-2012, 56,3%</strong>. Caol Ila hat bei einigen den schlechten Ruf,Â  eher Masse als Klasse zu produzieren (und die Distillerie waren, die statt Port Ellen weitermachen durfte), aber das halte ich fÃ¼r etwas unfair. Ja, die Anlagen sind eher ein Industriekomplex als eine malerische Kleinanlage und man produziert tatsÃ¤chlich enorme Mengen. Allerdings eben auch immer wieder richtig gute AbfÃ¼llungen. Das hier ist eine davon. Aus irgendeinem Grund nur wenige Wochen vor dem Erreichen der 30 Jahre abgefÃ¼llt bekommt der Port Ellen aus Runde eins hier einen wirklich wÃ¼rdigen Konkurrenten. Aromenvielfalt in der Nase mit Zitrus, Pfirsich, Holznoten, reifem Obst, Kraut und Rauch. Ein vollmundiger, wÃ¤rmender und wÃ¼rziger Geschmack, der Rauch nicht zu dominant und schÃ¶ne sÃ¼ÃŸe Noten dazu. Der Abgang erinnert an bittere Orangenmarmelade, bleibt lang und intensiv und wird dabei immer fruchtiger. Das ist alles nicht ganz so elegant und gentlemanlike wie beim Port Ellen, hat aber nichtsdestotrotz groÃŸe Klasse. Absolut Top!</p>
<p>Sehr schÃ¶nes Tasting komplett ohne AusfÃ¤lle und mit ein paar richtig feinen Sachen. Der einzige Wehrmutstropfen dabei ist nur, dass man fast nichts davon ein zweites Mal im Glas haben wird â€¦</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Finest Spirits 2018</title>
		<link>https://www.negatron.de/whisky/finest-spirits-2018</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Feb 2018 21:31:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer meinen Blog schon lÃ¤nger liest, dem wird nicht entgangen sein, dass sich meine Liebe zur Finest Spirits Ã¼ber die Jahre hinweg etwas abgekÃ¼hlt hat. Vom &#8222;Ereignis des Jahres&#8220; war die Messe letzthin doch ein gutes StÃ¼ck entfernt. DiesesÂ  Mal <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/finest-spirits-2018"><span class="screen-reader-text">  Finest Spirits 2018</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer meinen Blog schon lÃ¤nger liest, dem wird nicht entgangen sein, dass sich meine Liebe zur <a href="http://www.finest-spirits-muenchen.de/" target="_blank" rel="noopener">Finest Spirits</a> Ã¼ber die Jahre hinweg etwas abgekÃ¼hlt hat. Vom &#8222;Ereignis des Jahres&#8220; war die Messe letzthin doch ein gutes StÃ¼ck entfernt. DiesesÂ  Mal hatte ich aber aus einem nicht nÃ¤her definierten Grund wieder richtig Lust. Ob es nun meine entspannte Einstellung war oder die Messe selber, ich kann nicht leugnen, dass ich wieder so richtig SpaÃŸ hatte. Und das, obwohl einige Freunde und liebe Bekannte den Termin ausfallen lassen mussten.</p>
<p><span id="more-1941"></span>Das galt unter anderem auch fÃ¼r Pit Krause von <a href="http://www.slowdrink.de/" target="_blank" rel="noopener">Slowdrink</a>, der zwar wohl privat auf der Messe war, aber nicht mehr mit seinen Monster Malts am Stand von <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank" rel="noopener">Munich Spirits</a>. Auch wenn sich da ausgesprochen positiv auf meinen Geldbeutel ausgewirkt hat, war das doch eine ziemliche EnttÃ¤uschung. Noch mehr, weil wir ihn auch insgesamt verpasst haben und damit nicht mal zum Quatschen und Fachsimpeln gekommen sind.</p>
<p>Ansonsten gab es keine groÃŸen VerÃ¤nderungen zum letzten Jahr. Das VerhÃ¤ltnis von Whisky zu anderen Spirituosen hat sich immerhin nicht weiter verschoben, es waren auch viele bekannte und geliebte StÃ¤nde wieder vertreten. Das fÃ¼hlt sich immer hin vertraut an. Was die Menge der Besucher angeht, war es &#8211; zumindest am Freitag &#8211; angenehm ge- aber nicht Ã¼berfÃ¼llt. Bis auf ein paar enge Stellen sind wir Ã¼berall gut durch- und auch rangekommen, fÃ¼r SchwÃ¤tzchen an den StÃ¤nden hat sich auch immer noch Zeit gefunden.<br />
Keine Kritik auch am Catering, das Essen war sehr gut, wenn auch nicht mehr ganz warm.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1156.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1942" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1156-150x150.jpg" alt="Writer's Tears" width="150" height="150" /></a>Zu den GetrÃ¤nken. Diesmal gab es 5 Gutscheine zur Eintrittskarte, davon immerhin 4 Whiskys. Einen davon nehmen wir nach dem Reinkommen, um die Geschmacksnerven an den Alkohol zu gewÃ¶hnen. Diesen Einstieg machen wir bei den Iren von <strong>Writer&#8217;s Tears</strong>, der mir bislang unbekannt war und den ich eh mal probieren wollte. Geht in Ordnung, ein fruchtiger, leichter, irischer Standard. Weit laufen wÃ¼rde ich dafÃ¼r nicht, aber trinken kann man den natÃ¼rlich.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1158.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1943" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1158-150x150.jpg" alt="Watershed" width="150" height="150" /></a>Wir bleiben Irisch, ein paar StÃ¤nde weiter gibt es <strong>Tipperary</strong>. Der wurde uns bei Munich Spirits schon empfohlen, auÃŸerdem ist die Tochter vom Chef selber am Stand und redet sich bereitwillig den Mund fusselig. Wir probieren zwei ihrer AbfÃ¼llungen, <strong>Watershed</strong> und <strong>Knockmealdowns</strong>. Der erste ist eher leicht, dabei aber nicht flach, mit deutlichen GewÃ¼rznoten, die ihm etwas sehr eigenes geben. Der zweite ist pfeffrig, herb und krÃ¤ftig und fÃ¼hrt dazu, dass der andere nach nichts mehr schmeckt, wenn man durchwechselt. Beide gefallen uns ausgesprochen gut, Irland kann alsoÂ  einmal mehr mit Newcomern punkten.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1157.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1945" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1157-150x150.jpg" alt="Knockmealdowns" width="150" height="150" /></a>Beim Weiterschlendern kommen wir bei <strong>Benromach</strong> vorbei. Von denen gÃ¤be es einen Gutschein fÃ¼r deren StandardabfÃ¼llung, die ich aber schon kenne. Was ich aber nicht kenne, ist der <strong>Benromach 10 100Â° Proof</strong>, den sie ebenfalls am Stand haben. Eine LÃ¼cke kann damit geschlossen werden, also her damit. Kein Ãœberflieger, aber die zusÃ¤tzlichen Prozente schaden auf keinen Fall. KrÃ¤ftiger Whisky mit trockenem Sherry drin, kann man gut machen.<a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1159.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1946" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1159-150x150.jpg" alt="100 Proof" width="150" height="150" /></a></p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1160.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1947" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1160-150x150.jpg" alt="Ilha de Madeira" width="150" height="150" /></a>Dann passiert etwas, was zum Highlight des diesjÃ¤hrigen Besuchs fÃ¼hrt. Wir treffen Sebastian, den wir von Tastings kennen, und wollen Messetips austauschen. Er ist gerade begeistert von Rum und unsere Antwort, dass wir mit ebendiesem nicht wirklich viel anfangen kÃ¶nnen, will er nicht stehen lassen. Also schleift er uns zum Stand von <strong>Rum Nation</strong> und fÃ¼hrt uns zusammen mit einem der Standbetreiber durch einen Teil ihrer Range. Wir starten mit zwei New Makes, einmal <strong>Ilha de Madeira</strong> und der andere <strong>Worthy Park</strong>. <a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1161.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1948" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1161-150x150.jpg" alt="Engenho Novo" width="150" height="150" /></a>Die gibt es umsonst, denn die sind nur als informative ErgÃ¤nzung gedacht. Der <strong>Ilha des Madeira</strong> schmeckt und riecht schon mal gar nicht nach Rum, sondern erinnert mich extrem an Grappa. Beim <strong>Worthy Park</strong> ist das schon typischer, das geht schon genau in die Richtung Backaroma, die mich beim Rum immer abschreckt. Nun aber zu den tatsÃ¤chlichen, gereiften AbfÃ¼llungen. <strong>Engenho Novo</strong> ist die erste und genau wie der New Make wieder ziemlich untypisch fÃ¼r das, was ich mit Rum verbinde. Kaum SÃ¼ÃŸe, keine Rosinen, unter dem <a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1162.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-1949 alignleft" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1162-150x150.jpg" alt="Worthy Park" width="150" height="150" /></a>Strich sehr gut trinkbar. Der nÃ¤chste ist der <strong>Worthy Park</strong>, bei dem der New Make ja eher typisch war. Der gereifte geht allerdings in eine komplett andere Richtung und erinnert mich weder an Rum, noch an irgendeine andere Spirituose. Wir kÃ¶nnen den nicht zuordnen, aber sind uns einig, dass der geil ist. Richtig geil sogar. So sehr, dass der heute statt einem Whisky mit uns heim geht. Ein Rum. In meinem Regal. Messe kann zu.<br />
Aber wir sind hier noch nicht durch.<a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1163.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1950" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1163-150x150.jpg" alt="Port Mourant" width="150" height="150" /></a> <strong>Port Mourant</strong> ist der dritte Erwachsene und der exklusivste. Auch der ist spannend und vÃ¶llig anders, als alles, was ich mit Rum verbinde. Aber hier ist irgendwas drin, was fÃ¼r mich nicht passt. Ich wÃ¼rde es unter Fehlnote einordnen, Sebastian ist empÃ¶rt. Vielleicht zu Recht, aber der kommt bei mir Ã¼ber ein interessant nicht hinaus. Die EmpÃ¶rung hÃ¤lt sich dank der absolut erfolgreichen Ãœberzeugungsarbeit dann ja auch in Grenzen. Danke fÃ¼r die Bewusstseinserweiterung!</p>
<p>GestÃ¤rkt mit einer Portion Pulled Pork Burger werfen wir uns wieder ins Gefecht. Der Balvenie-Gutschein wÃ¤re jetzt OK, um die Knospen auf der Zunge wieder zu neutralisieren, aber nachdem deren Stand von mehreren Reihen Trinkwilliger blockiert ist, wird es dann eben doch der Bowmore 10. Kenn ich, mag ich, kann man machen.</p>
<p><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1164.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1952" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1164-150x150.jpg" alt="Old Dunluce" width="150" height="150" /></a>Also weiter zu einem der PflichtstÃ¤nde, nÃ¤mlich dem der <a href="http://www.singlecaskcollection.at/" target="_blank" rel="noopener">Single Cask Collection</a>. Wo wir heute schon mehrfach bei Irland waren, mache ich da gleich mit einem <strong>Old Dunluce</strong> weiter, der in Wahrheit ein <strong>Bushmills</strong> in FassstÃ¤rke ist, aber geschmacklich dann doch recht typisch. SchÃ¶ner Standard mit etwas mehr Umdrehungen. Pe nimmt einen <strong>Glentauchers</strong> Dark Sherry. Wenn man auf Sherryattacke steht, dann wird man hier glÃ¼cklich, in der Kategorie kommt der schon sehr weit oben. Meins ist das aber bekanntermaÃŸen nicht. <a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1165.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1953" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1165-150x150.jpg" alt="Glentauchers" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Nach dem <a href="https://www.negatron.de/alltag/71-whiskytasting-von-munich-spirits-messevortasting-zur-finest-spirits-mit-der-villa-konthor">Vortasting gestern</a> schleife ich die anderen natÃ¼rlich noch nebenan zum Stand von <a href="http://www.villakonthor.de/" target="_blank" rel="noopener">Villa Konthor</a>, ich liebÃ¤ugle ja auch immer noch mit dem <strong>Westport</strong> und dem <strong>Clynelish</strong>.Â  Beide werden hier auch nochmal verkostet und wÃ¤re uns der Rumstand nicht in die Quere gekommen, wÃ¤re auch einer von beiden mit uns heim gegangen. Vermutlich der Westport. So kaufen wir nur Schokolade.</p>
<p>So, der Abend ist inzwischen fortgeschritten, die Oma will von ihren Babysitterpflichten erlÃ¶st werden und wir suchen uns noch einen Absacker, bevor wir uns auf dem Weg zum Zug machen. Den nehme ich bei Munich Spirits in Form eines<a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1167.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1951" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_1167-150x150.jpg" alt="Springbank" width="150" height="150" /></a> <strong>Springbank</strong> aus dem Rumfass, was ja auch irgendwie zum Abend passt. Wie nicht anders erwartet ist der auch richtig edel und toll, kommt aber fÃ¼r die Sensorik doch schon etwas spÃ¤t, weswegen ich ihn dann doch nicht mehr in der Form wÃ¼rdigen kann, wie er es verdient gehabt hÃ¤tte. Sei&#8217;s drum, es war ein feiner Besuch, der sich mal wieder richtig gelohnt hat.</p>
<p>Diesmal zweifle ich auch nicht daran, ob ich im nÃ¤chsten Jahr wieder kommen werde.</p>
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		<title>71. Whiskytasting von Munich Spirits &#8211; Messevortasting zur Finest Spirits mit der Villa Konthor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Feb 2018 20:17:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Caol Ila]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Abend vor der Finest Spirits findet jedes Jahr ein Tasting statt, bei dem einer der Aussteller sein Messesortiment fÃ¼r Munich Spirits schon mal vorstellt. Das hat fÃ¼r die Teilnehmer den Vorteil, das Sortiment in Ruhe durchtesten zu kÃ¶nnen. Bei <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/whisky/71-whiskytasting-von-munich-spirits-messevortasting-zur-finest-spirits-mit-der-villa-konthor"><span class="screen-reader-text">  71. Whiskytasting von Munich Spirits &#8211; Messevortasting zur Finest Spirits mit der Villa Konthor</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Abend vor der <a href="http://www.finest-spirits-muenchen.de/" target="_blank" rel="noopener">Finest Spirits</a> findet jedes Jahr ein Tasting statt, bei dem einer der Aussteller sein Messesortiment fÃ¼r <a href="http://www.munich-spirits.de/" target="_blank" rel="noopener">Munich Spirits</a> schon mal vorstellt. Das hat fÃ¼r die Teilnehmer den Vorteil, das Sortiment in Ruhe durchtesten zu kÃ¶nnen. Bei Gefallen fÃ¼hrt das zu entsprechende Mundpropaganda auf der Messe, was dem Aussteller sicher auch nicht schadet. Diesmal war das Robin Pitz von der <a href="http://www.villakonthor.de" target="_blank" rel="noopener">Villa Konthor</a> in Limburg, der uns vor ein paar Jahren schon mal beehrt hatte. Die SpezialitÃ¤t der Villa Konthor sind neben den eigenen AbfÃ¼llungen die Kombination derselben mit exklusiven Schokoladen aus der kleinen <a href="http://www.konditorei-vogel.de" target="_blank" rel="noopener">Manufaktur von Andreas Vogel</a> aus Braunfels. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass beides fÃ¼r sich allein schon Ã¼berzeugen kann. Richtig spannend wird es aber durch die Kombination, die oftmals unerwartetes zu Tage bringt. Ich bin nun an sich gar nicht mal der groÃŸe Schokoladenfan, aber hier finden sich doch immer wieder tolle Sachen.</p>
<h3><span id="more-1930"></span><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/clynelish.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1932" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/clynelish-150x150.jpg" alt="Clynelish" width="150" height="150" /></a>Clynelish bottled for Villa Konthor, 9 Jahre, 51,4%, Bourbon Cask, mit Bharata Schokolade</h3>
<p>Der Einsteiger klingt auf dem Blatt nach einem recht typischen Vertreter aus den Highlands. Genau so gibt er sich dann auch. Er startet mit viel reifer Frucht, GummibÃ¤rchen und Weinnoten im Geruch. Mit vollmundiger Frucht und Vanille geht es auch im Mund weiter, der mittellange Abgang bekommt eine malzige SÃ¼ÃŸe. Das finde ich allein schon sehr ansprechend, mit dem Whisky kÃ¶nnte ich gut einen Abend verbringen, ohne das mir viel fehlen wÃ¼rde.<br />
Die Bharata ist eine Vollmilch-Schokolade mit Pfeffer und Curry. Die GewÃ¼rze Ã¼berwiegen hier klar die SÃ¼ÃŸe, was ich ganz angenehm finde. FÃ¼r die Kombination mit dem Whisky muss man einen groÃŸen Schluck nehmen, sonst kommt der Clynelish nicht gegen die Schokolade an. Dann aber ergibt das eine gute Kombination aus FrÃ¼chten und GewÃ¼rzen, die dem Schotten einen asiatischen Touch verleiht.</p>
<h3><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/tobermory12_.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1933" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/tobermory12_-150x150.jpg" alt="Tobermory 12" width="150" height="150" /></a>Tobermory, 12 Jahre, Manzanilla Finish, 46,3%, mit Muskat Tanimbar Schokolade</h3>
<p>Tobermory bringt gerade eine Serie von sechs AbfÃ¼llungen mit verschiedenen Nachreifungen heraus. Kauft man alle zusammen, kann man an einer Verlosung Ã¼ber einen 42jÃ¤hrigen Tobermory teilnehmen. Ob der Plan nun allgemein aufgeht, kann ich nicht sagen. Ich werde an diesem Abend eher nicht angefixt. Hier nun ist das Finish in einem Fass geschehen, in dem Manzanilla &#8211; also trockener Sherry &#8211; gereift hat. Die Farbe ist dementsprechend dunkel, der Geruch wuchtig und beinahe medizinisch, mit Erde und Leder und viel bitteren Noten. Der Geschmack ist sehr eigen. Zwar erinnern Schwefelnoten an das Sherryfass, dazu gibt es aber noch etwas ziemlich ungewÃ¶hnliches, das wir nicht so ganz deuten kÃ¶nnen. &#8222;Quarkig&#8220; beschreibt es noch am ehesten. Der Abgang ist relativ kurz und sehr trocken. Das ist nicht uninteressant, aber kaufen wÃ¼rde ich den wohl kaum, Verlosung hin oder her. Das gilt auch fÃ¼r die Schokolade. Muskat im KartoffelpÃ¼ree ist ein Muss, in der Schokolade fÃ¤llt das fÃ¼r mich auch eher unter interessant als unter Hochgenuss. Die Kombination aus beiden funktioniert dann allerdings Ã¼berraschend gut. Hier gewinnen die spannenden Aspekte von beiden und so macht das auch durchaus SpaÃŸ.</p>
<h3><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/westport.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1934" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/westport-150x150.jpg" alt="Westport" width="150" height="150" /></a>Westport Blended Malt bottled for Villa Konthor, 2006, 11 Jahre, Refill Sherry Cask, 52,5%, mit Taj Mahal Schokolade</h3>
<p>Offiziell ist der Westport ein Blended Malt, tatsÃ¤chlich ist es ein Single Malt von Glenmorangie, dem eine winzige Menge Glen Moray hinzugefÃ¼gt wurde. Der Grund dafÃ¼r ist, dass dieser fÃ¼r die Verwendung in Blends verkauft wurde und man verhindern will, dass der KÃ¤ufer ihn unter dem groÃŸen Namen weiterverkauft.</p>
<p>Die erste Nase erinnert unangenehm an LÃ¶sungsmittel, aber das verfliegt sehr schnell und macht Platz fÃ¼r Zitrusnoten und etwas GewÃ¼rz. Im Mund ist er erst leicht scharf, dann folgt voluminÃ¶se Frucht, die in einem mittellangen, warmen Abgang endet. Das gefÃ¤llt mir Ã¤hnlich wie beim Clynelish schon alleine sehr gut, der Westport wirkt dabei aber schon deutlich reifer. Die Taj Mahal ist eine Zartbitterschokolade mit 70% Kakao und gestoÃŸenen Kaffeebohnen drin. Beides zusammen entwickelt sich vÃ¶llig anders. Espresso mit Zitrone wird ja gern mal als Katermittel empfohlen. Probiert hab ich das noch nicht, aber daran muss ich spontan denken, wobei das jetzt unangenehmer klingt, als es tatsÃ¤chlich ist. Trotzdem wÃ¼rde ich den Westport im Zweifel eher alleine trinken. Neben dem Clynelish kommt der hier in die engere Wahl fÃ¼r eine Messeanschaffung.</p>
<h3><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/caolila.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1935" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/caolila-150x150.jpg" alt="Caol Ila" width="150" height="150" /></a>Caol Ila Signatory, 2007, 10 Jahre, Bourbon Barrel, 46%, JubilÃ¤umswhisky der Villa Konthor, mit Maldon Sea Side Schokolade</h3>
<p>Rauchiger Whisky und salzige Schokolade war beim letzten Mal schon ein Highlight, wir sind also gespannt. Der Caol Ila gibt sich sehr rauchig aber wenig torfig. Viel kalter Rauch in der Nase, aber Ã¼berraschend mild im Geschmack, wobei auch hier der Rauch dominiert. Dahinter findet sich noch ein bisschen Frucht, bis dann ein klarer Abgang kommt, bei dem der Rauch aber bis zum Ende stehen bleibt. Insgesamt eher straight und ausgewogen als komplex.<br />
Die Maldon Sea Side ist eine helle Vollmilchschokolade mit Karamell, NÃ¼ssen und eben Salz. Selbiges hÃ¤lt sich zwar eher im Hintergrund, fÃ¼hrt aber durchaus zu dem Verlangen, immer wieder ein StÃ¼ck nachzulegen. Zusammen mit dem Whisky wird das Salz deutlicher und auch diesmal ist die Verbindung mit dem Rauch absolut top. Hier kommen noch die NÃ¼sse obendrauf, was dem Ganzen nochmal einen Kick gibt. Enormer Suchtfaktor!</p>
<h3><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/tormore.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1936" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/tormore-150x150.jpg" alt="Tormore" width="150" height="150" /></a>Tormore bottled for Villa Konthor, 21 Jahre, Bourbon Cask, 47,6%</h3>
<p>Nach der Essenspause gibt es keine Schokoladen mehr, dafÃ¼r aber exklusivere Whiskys. Wir starten mit einem Tormore, der wieder in eine Ã¤hnliche Richtung geht wie Clynelish zu Beginn. Viel rote FrÃ¼chte, ein wenig WÃ¼rze und ein sehr schÃ¶ner cremiger Schmelz mit einem langen Abgang. Da gibt es wenig zu meckern, diese Richtung ist seit einiger Zeit so ziemlich genau mein Ding. Allerdings hab ich auch schon ein paar Flaschen aus der Ecke im Regal stehen.</p>
<h3><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/tobermory22.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1937" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/tobermory22-150x150.jpg" alt="Tobermory 22" width="150" height="150" /></a>Tobermory, 22 Jahre, Port Finish, 46,3%</h3>
<p>Noch eine AbfÃ¼llung aus der Tobermory-Serie, die mich allerdings genau so wenig Ã¼berzeugen kann wie der in der ersten Runde. Man kann Traubenschalen und dezenten Wein riechen, was beim Portfass keine groÃŸe Ãœberraschung ist. Geschmacklich gibt es eher herbe, trockene WÃ¼rze als sÃ¼ÃŸe Noten, was den Whisky stÃ¤rker wirken lÃ¤sst, als er ist. Auch im Abgang bleibt er trocken, spÃ¤t kommen dann wieder die Trauben raus. Der hat sicher seine Fans, ich werde aber keiner.</p>
<h3><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/glenrothes.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1938" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/glenrothes-150x150.jpg" alt="Glenrothes" width="150" height="150" /></a>Glenrothes bottled for Villa Konthor, 1997, 19 Jahre, Sherry Butt, 50,3%</h3>
<p>Dunkle Farbe, Kaffee und Leder in der Nase, da wird das Sherryfass nicht verheimlicht. Auch im Mund dominieren schokoladige, tiefe SÃ¼ÃŸe, die in einen leicht bitteren, malzigen Abgang Ã¼bergeht. Durchaus gelungen, aber mir ist der Sherry hier zu dominant.</p>
<h3><a href="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/islaysouth.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1939" src="https://www.negatron.de/wp-content/uploads/2018/02/islaysouth-150x150.jpg" alt="Islay South Shore" width="150" height="150" /></a>Islay South Shore bottled for Villa Konthor, 2007, 10 Jahre, Bourbon Cask, 59,9%, JubilÃ¤umswhisky der Villa Konthor</h3>
<p>Drin ist ein Lagavulin, draufschreiben darf man das aber nicht. Im Gegensatz zum Caol Ila gibt es hier viel Torf statt Rauch, der Schwarzwald lÃ¤sst aber trotzdem grÃ¼ÃŸen. Im Mund hat er viel Power, Meer und Seetang kommen raus. Ein Whisky fÃ¼r den Sessel vor dem Kamin wenn drauÃŸen der Ozean gegen die Klippen donnert.</p>
<p>Feine Sachen dabei und die Sache mit der Schokolade gibt dem Ganzen einen besonderen Kick. Lustigerweise haben mich heute die gÃ¼nstigsten AbfÃ¼llungen am meisten Ã¼berzeugt. Allerdings sind die Preise fÃ¼r die AbfÃ¼llungen der Villa Konthor grundsÃ¤tzlich in einem sehr fairen Rahmen. Ich freu mich schon aufs nÃ¤chste Mal!</p>
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