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	<title>Schottland &#8211; The Mindmachine</title>
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	<description>Skeptizismus, Whisky und Politik</description>
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		<title>Schottland XVI &#8211; Islay &#8211; Glasgow &#8211; München</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jun 2007 18:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von unseren Vermietern und blicken noch mal sehnsüchtig auf das Cottage zurück. Bis zur Abfahrt der Fähre bleiben noch ein paar Stunden, in denen wir ein paar Ecken der Insel mitnehmen, die wir noch <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/schottland-xvi-islay-glasgow-munchen"><span class="screen-reader-text">  Schottland XVI &#8211; Islay &#8211; Glasgow &#8211; München</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von unseren Vermietern und blicken noch mal sehnsüchtig auf das Cottage zurück. Bis zur Abfahrt der Fähre bleiben noch ein paar Stunden, in denen wir ein paar Ecken der Insel mitnehmen, die wir noch nicht gesehen haben.</p>
<p><span id="more-101"></span></p>
<p>Wir beginnen auf der Rockside Farm, die nicht nur Islays beste Böden hat, sondern auch einen Hofladen, ein Cafe und die jüngste der Distillen auf der Insel. Vor 3 Jahren hat man hier Kilchoman eröffnet, eine Farm Distillery, die ganz traditionell den Whisky so braut, wie er früher auf der Insel hergestellt wurde. Das betrifft den gesamten Ablauf. Die Gerste wird selber angebaut, im Herbst gemälzt und über den Winter destilliert. Gerade mal 30.000 Liter ergibt das im Jahr und viel mehr will man auch gar nicht herstellen. Das ganze soll ein reines Nebengeschäft bleiben, damit man komplett unabhängig ist. Das klingt ziemlich sympathisch und lässt auf ein weiteres Highlight von Islay hoffen. Fertigen Whisky gibt es natürlich noch nicht, aber man kann den &#8222;New Spirit&#8220; probieren, von dem ein Teil nicht in Fässer gefüllt wurde, sondern in kleinen Fläschchen zum Verkauf steht und durchaus sehr vielversprechend schmeckt. In guter Islay-Tradition sehr torfig, aber doch mit einer ganz eigenen Note, die ihn klar vom Spirit von Laphroaig unterscheidet. Ich bin extrem gespannt auf den fertigen Whisky.</p>
<p>Die Rockside Farm ist außerdem einer der wenigen Orte auf Islay, wo man Fleisch von Rindern und Schafen auf der Insel kaufen kann (als besondere Spezialität u.a. auch in Whisky eingelegtes), was wir aber leider zu spät erfahren. Die Woche über hätten wir das gerne probiert, aber nun stehen 2 Tage Heimreise an, die es wohl kaum frisch bleiben dürfte. Ärgerlich.</p>
<p>Der zweite Anlaufpunkt ist die Islay Woollen Mill, die weit über die Insel hinaus berühmt und geschätzt ist. Nicht nur große Marken wie Prada lassen hier weben und Muster erstellen, auch für Hollywood-Produktionen wie Braveheart und Rob Roy hat man hier die Tartans entworfen und gefertigt. Man möchte es kaum glauben, wenn man das kleine, versteckte Gebäude betritt, in dem sich 2 antike Webstühle und eine nicht minder alte Spinnerei befinden, die von einem älteren Ehepaar betrieben (und stolz präsentiert) werden. Die Erzeugnisse, mit denen das Erdgeschoss vollgestopft ist, sind aber auch wirklich vorn hervorragender Qualität und auch wir lassen uns die Einkaufsmöglichkeit nicht entgehen.</p>
<p>Dann wird es langsam Zeit für die Fähre. Glücklicherweise sind wir aufgrund des schon wieder einsetzenden Regens früher dran als nötig, denn vor Ort stellen wir fest, dass die Fähre nicht wie eigentlich angekündigt von Port Ellen aus, sondern von Port Askaig auf der anderen Seite der Insel abfährt (wo der Pier eigentlich wegen Umbauarbeiten geschlossen ist). Zum ersten Mal seit 2 Wochen Hektik. Wir haben 40 Minuten, was bei den Straßenverhältnissen mehr als knapp ist. Letztlich reicht es aber doch noch und wir reihen uns in die Schlange am Pier ein.</p>
<p>Da das Wetter genauso beschissen ist wie bei der Hinfahrt, verbringen wir auch diese Überfahrt größtenteils in einer der Lounges. Zwar stehe ich nach dem Ablegen noch eine Weile an Deck und schaue zurück auf die Insel, letztlich vertreiben mich Wind und Regen aber doch.</p>
<p>Auf dem Weg nach Glasgow legen wir noch mal einen kurzen Stopp in Inveraray ein und genehmigen uns ein weiteres Abendessen im George, bevor wir uns wieder auf die Straße schwingen. In Glasgow geht dann die Suche nach dem Hotel los. Eigentlich wäre die Wegbeschreibung schon richtig gewesen, aber wir stellen uns nach einem Tag Fahrerei einfach zu doof an. Schließlich weist uns aber ein Taxifahrer den richtigen Weg und wir treffen endlich am Hotel ein, dass sehr malerisch direkt an der Landebahn des Flughafens liegt. Auch ansonsten übertrifft es alle Erwartungen. An der Rezeption findet man unsere Reservierung nicht, die wir einen Tag vorher von Islay aus per Internet abgeschickt (und bestätigt bekommen) hatten. Dazu spricht der Heinz an der Rezeption furchtbaren Dialekt und gibt sich auch nicht die geringste Mühe, verständlich zu sprechen. Schließlich bekommen wir aber doch noch Zimmer.</p>
<p>Wir beschließen, an der Hotelbar noch einen Abschiedsdrink zu nehmen. Die ist zwar (passend zum Hotel) beschissen sortiert und schließt um 12 (!), wir bekommen aber gerade noch so ein Gläschen Highland Park (den einzigen Single Malt), mit dem wir uns quasi von Schottland verabschieden.</p>
<p>Am nächsten Morgen versuchen wir ein Frühstück zu bekommen (das nicht im Preis enthalten ist), was tatsächlich auch klappt. Allerdings handelt es sich hierbei um das widerwärtigste Essen, dass ich seit langem sehen (und riechen und schmecken) durfte. Allein das Eiermassaker mit einer Schale gehäufter Schalen den ganzen Morgens und einer Pfanne, in der in 5 cm hohem Fett ein paar Eier vor sich hinschwimmen hätte gereicht, um jedem Inspektor des Gesundheitsamts den Schweiß auf die Stirn zu treiben. Überflüssig zu sagen, dass die anwesenden Engländer alles genussvoll in sich reinstopfen. Irre.</p>
<p>Danach geht es munter weiter, den man wisse nicht, ob wir das jetzt auf unsere Zimmer schreiben können (das wäre hier nicht üblich) oder bar zahlen müssen, was sich aufgrund mangelnden Bargelds als schwierig erweist. Nach 15 Debatte zwischen Restaurantchefin und Empfangshiwi können wir tatsächlich alles mit der Zimmerrechnung begleichen. Die geht zwar auf den falschen Namen, aber das stört auch niemand mehr.</p>
<p>Den letzten Spaß im Hotel haben wir dann, als wir unsere Koffer holen. Wir müssen nämlich feststellen, dass die Aufzüge inzwischen den Geist aufgegeben haben und auch der Putzmann, der sich zu uns in den Aufzug stellt und wild an ihm zu rütteln beginnt, kann selbigen nicht dazu bringen, sich nach unten zu bewegen. Also schleppen wir unsere Koffer durchs Treppenhaus und sind dann tatsächlich endlich raus und im Auto. Allerdings durch das ganze Theater später als geplant, so dass wir schon wieder aufs Gas drücken müssen.</p>
<p>Ab über die Autobahn nach Edinburgh, bei strömendem Regen in den Carpark der Autovermietung und mit dem Shuttlebus zum Terminal, Einchecken, Restgeld im Duty Free verballern und ab in den Flieger.</p>
<p>Nach einem reichlich unsanften Flug erreichen wir München. Und werden bei den Temperaturen in der Heimat fast ohnmächtig. 25°C, wer ist denn so eine Affenhitze gewohnt?</p>
<p>Whiskies Of The Day:</p>
<p>Die Zeiten sind wieder vorbei! Na gut, ich bin jetzt auch nicht gerade abstinent zu Hause, aber die tägliche Dram in gemeinsamer Runde wird mir schon fehlen. Wie die Insel überhaupt &#8230;</p>
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		<title>Schottland XV &#8211; Bridgend (Islay)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 18:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Islay]]></category>
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					<description><![CDATA[Den letzten Tag auf Islay verbringen wir ganz unspannend mit Nichtstun. Lesen auf der Veranda, ein wenig Spazieren am Strand (wo uns eine Seeschwalbe attackiert, nachdem wir ihrem Gelege zu Nahe kommen) und schon mal Packen und Aufräumen. Am Abend <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/schottland-xv-bridgend-islay"><span class="screen-reader-text">  Schottland XV &#8211; Bridgend (Islay)</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Den letzten Tag auf Islay verbringen wir ganz unspannend mit Nichtstun. Lesen auf der Veranda, ein wenig Spazieren am Strand (wo uns eine Seeschwalbe attackiert, nachdem wir ihrem Gelege zu Nahe kommen) und schon mal Packen und Aufräumen. Am Abend dann Resteessen und &#8211; trinken und ein letztes gemütliches Beisammensein auf der Insel, die uns sehr begeistert hat.</p>
<p><span id="more-100"></span></p>
<p>Es wäre falsch zu sagen, dass die Uhren hier anders gehen. Streng genommen sind die Uhren hier einfach abwesend. Die Insel ist extrem entspannt und hat ihren ganz eigenen, ruhigen Herzschlag. Man grüßt sich selbst beim Autofahren, niemand sperrt sein Haus ab, alles scheint zu stehen. Machen wir uns keine Illusionen, das Leben hier ist für viele nicht einfach und 99% der Jugendlichen verlassen die Insel, weil es weder Ausbildungsmöglichkeiten noch Jobs gibt. Aber um Urlaub zu machen, die Seele so richtig baumeln zu lassen und auszuspannen gibt es wohl wenig bessere Orte. Vom Whisky mal ganz zu schweigen &#8230;</p>
<p>Ich bin mir sehr sicher, dass ich hier nicht zum letzten Mal war.</p>
<p>Whiskies Of The Day:</p>
<p>Wir lehren die Restbestände des Infinity.</p>
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		<title>Schottland XIV &#8211; Laphroaig &#8211; Ardbeg &#8211; Kildalton (Islay)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jun 2007 20:51:27 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich verehre ja alle Whiskies von der Insel, aber die großartigsten kommen für mich von den drei Distillen in Kildalton. Fast direkt nebeneinander liegen hier Laphroaig, Lagavulin und Ardbeg direkt an der Küste. Alle drei sind berühmt für ihre stark <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/schottland-xiv-laphroaig-ardbeg-kildalton-islay"><span class="screen-reader-text">  Schottland XIV &#8211; Laphroaig &#8211; Ardbeg &#8211; Kildalton (Islay)</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verehre ja alle Whiskies von der Insel, aber die großartigsten kommen für mich von den drei Distillen in Kildalton. Fast direkt nebeneinander liegen hier Laphroaig, Lagavulin und Ardbeg direkt an der Küste. Alle drei sind berühmt für ihre stark getorften und mächtigen Whiskies. Zwei davon, Laphroaig und Ardbeg, stehen heute auf unserem Programm.</p>
<p><span id="more-99"></span></p>
<p>Am Vormittag Laphroaig, wo sowohl Flo wie auch ich zu den &#8222;Friends of Laphroaig&#8220; gehören und somit das Anrecht haben, einmal im Jahr vor Ort die &#8222;Miete&#8220; in Form einer kleinen Flaschen 10y zu beziehen, die man für den Quadratfuß Torf erhält, den jeder Friend symbolisch besitzt. Und am Nachmittag dann bei Arbeg, Petras erklärtem Lieblingswhisky. Gerne hätte ich auch noch Lagavulin besucht, aber man kann ja nicht alles haben. Beim nächsten Mal dann.</p>
<p>Um es gleich vorweg zu nehmen, beide Führungen schlagen die bei Edradour und Bruichladdich um Längen. Was bei den anderen Routine war, ist hier Leidenschaft.</p>
<p>Bei Laphroaig leitet Jack die Tour, der die meisten Zeit seines Lebens hier gearbeitet hat (davor bei Bowmore) und sich seit seiner Pensionierung vor 3 Jahren um die Führungen kümmert. 2 Stunden lang zeigt er uns jeden Winkel der Distillery, nimmt sich für jede Station viel Zeit und versorgt uns mit Massen an Informationen &#8211; allerdings immer sehr kurzweilig und unterhaltsam. Der Mann ist einfach mit Herz und Seele bei der Sache. Da Laphroaig zumindest einen Teil der Gerste noch selber mälzt, kann man sich hier auch den kompletten Herstellungsprozess anschauen. Außerdem können wir sowohl das Malz, wie auch die Wash und den fertigen Spirit vor seiner Abfüllung ins Fass probieren. Die Tour ist weit mehr als einfach nur ein Durschschleusen mit ein paar Standardinfos für Touristen. Außer uns sind noch ein schwedisches Pärchen und ein Kanadier mit seinem englischen Freund dabei, es bleibt also auch sehr überschaubar und persönlich.</p>
<p>Am Ende der Tour probieren wir neben dem Quarter Cask, der zum Abschluss gereicht wird, noch den 89er Vintage, den es erst seit einer Woche gibt und von dessen auf 4000 Flaschen limitierter Auflage bereits über 3000 verkauft sind (weswegen wir auch gleich eine Flasche einsacken) und halten noch ein gemütliches Schwätzchen mit Jack und den anderen. Und wir bekommen natürlich noch unsere &#8222;Wir-waren-da&#8220;-Urkunde und unsere Miete. Leider stehen wir noch nicht in den gebundenen Lederfolianten (da ist man aufgrund des Andrangs ein wenig hinterher) und die eigene Lounge für die Friends ist auch noch nicht fertig. Aber dafür können wir losziehen und unser Land mit einem Fähnchen markieren. Zumindest so ungefähr, denn den genauen Platz muss man abgehen, was bei meiner Position (Reihe 310, Parzelle 569) nicht so ganz einfach ist. Aber der Wille zählt und den haben wir.</p>
<p>Weiter über Lagavulin (kurzes Photo) zu Ardbeg, wo wir im Kiln Cafe ein deftiges Mittagessen einnehmen, um uns für die nächste Führung zu rüsten. Das Cafe ist (wie der Name schon sagt) in den alten Trockentürmen der Mälzerei untergebracht und wird zu Recht auf der ganzen Insel gerühmt. Auch diese Tour ist sehr ausgiebig. Da man hier einen anderen Schwerpunkt setzt und auf die Historie der Distillery und der Insel und den Vergleich zur heutigen Zeit eingeht, bleibt auch diese Tour sehr spannend. Ebenfalls sehr empfehlenswert, volle Punktzahl. Beim abschließenden Tasting beschränken wir uns auf ein Glas, da wir von Ardbeg außer dem ziemlich teuren Lord of the Isles bereits alles kennen. Lieber noch eine Tasse Kaffee draußen.</p>
<p>Zum Abschluss fahren wir die Straße von den Distilleries aus weiter nach Norden Richtung Ardtalla. Auch hier zeigt sich Islay wieder von einer komplett anderen Seite. Direkt an der Küste findet sich hier üppige Vegetation, die Straße ist teilweise fast eingewachsen und man teilweise schon eher den Eindruck, durch einen Dschungel zu fahren und nicht über eine Insel in der Nordsee. Kurz vor der Ardtalla Farm stehen die Ruinen der Kildalton Church mit einem weiteren jahrhundertealten und trotzdem sehr gut erhaltenen Celtic Cross. Die letzte Sehenswürdigkeit für heute.</p>
<p>Whiskies Of The Day:</p>
<p>Also, wir hatten den Quarter Cask bei Laphroaig, der im Gegensatz zu seinem zehnjährigen Bruder nach seiner Reifung im Bourbonfass noch eine gewisse Zeit (die Laphroaig geheim hält) in einem kleinen Fass (dem quarter cask) nachreift. Dadurch wird er weicher und wärmer als die normale Abfüllung ohne jedoch den typischen Charakter zu verlieren. Mehr als eine Alternative zum zehnjährigen, den ich ja auch sehr schätze. Noch einen oben drauf setzt der 89er Vintage. Eigentlich mag ich bei Laphroaig die jüngeren Whiskies lieber als die älteren, aber mit dieser Edition eines 17y ist der Distille etwas wirklich besonderes gelungen. Schon die tiefbraune Farbe lässt einiges erwarten. Der Geschmack kombiniert perfekt die torfige Wucht mit einer sehr weichen Tiefe, bislang klar der beste Laphroaig, den ich probieren durfte. Die Flasche ist theoretisch bei der Stückzahl auch eine gute Geldanlage, aber bei dem Geschmack dürfte sie bei mir wohl kaum älter als ein Jahr werden.</p>
<p>Bei Ardbeg hatten wir den Airigh Nam Beist, den man dort scherzhaft als Frauenwhisky bezeichnet. Obwohl auch er den typischen Ardbeg-Geschmack hat, ist er vom Charakter her das genaue Gegenteil des Uigeadail. Während dieser wild und extrem im Mund auf alle Geschmacksnerven eintritt, präsentiert sich der Airigh Nam Beist sehr leicht und elegant, ja fast ein wenig süß. Ardbeg ist es hier gelungen, zwei völlig unterschiedliche Whiskies zu kreieren, die trotzdem beide den Stil des Hauses perfekt wiedergeben. Faszinierend.</p>
<p>Abends gab es dann noch die Miete im Sonnenuntergang. Auch wenn er der einfachste Whisky ist, den ich heute getrunken habe, der zehnjährige Laphroaig bleibt einfach ein solider Klassiker.</p>
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		<title>Schottland XIII &#8211; Finlaggan &#8211; Coal Ila &#8211; Bunnahabhain (Islay)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 19:40:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Islay]]></category>
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					<description><![CDATA[Am heutigen Morgen ist das Wetter eher durchwachsen, aber bis wir mit frühstücken fertig sind, ist der Himmel schon wieder weitestgehend blau. Wir suchen uns als heutiges Ziel den Nordosten der Insel aus, die dort vom Sound of Islay von <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/schottland-xiii-finlaggan-coal-ila-bunnahabhain-islay"><span class="screen-reader-text">  Schottland XIII &#8211; Finlaggan &#8211; Coal Ila &#8211; Bunnahabhain (Islay)</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am heutigen Morgen ist das Wetter eher durchwachsen, aber bis wir mit frühstücken fertig sind, ist der Himmel schon wieder weitestgehend blau. Wir suchen uns als heutiges Ziel den Nordosten der Insel aus, die dort vom Sound of Islay von ihrer Nachbarinsel Jura getrennt wird.</p>
<p><span id="more-98"></span></p>
<p>Auf dem Weg dahin legen wir einen Zwischen stopp bei Finlaggan ein, wo die Lords of the Isles vor einigen Jahrhunderten ihre Stammburg hatten. Von den Ruinen der Befestigungsanlage ist kaum mehr was zu erkennen, aber da die Anlage recht malerisch auf einer kleinen Insel im Loch Finlaggan liegt und man auch mit einigen Infos versorgt wird, lohnt der Abstecher trotzdem.</p>
<p>Nach einem kurzen Abstecher nach Port Askaig, das außer dem Pier eigentlich nur aus einem Hotel besteht, nehmen wir die Küstenstraße nach Coal Ila. Die Distillery ist zwar die bei weitem am wenigsten malerische, da sie Anfang der 70er komplett abgerissen und neu aufgebaut worden ist. Leider hat man dabei mehr auf Effizienz denn auf Optik gesetzt und es auch bis heute nicht für notwendig befunden, zumindest die Wände weiß zu tünchen. Die Gebäude präsentieren sich in uncharmantem Grau und geben der ganzen Anlage den Anschein einer alten Fabrik. Was ausgesprochen schade ist, da die Lage in der versteckten Bucht an sich ziemlich reizvoll ist. Eine Führung steht heute nicht auf dem Programm, wir verschieben das lieber auf die 3 Kildalton-Distillen an der Südküste.</p>
<p>Stattdessen wandern wir die Küstenstraße nach Norden in Richtung Bunnahabhain hinauf. Einmal mehr werden wir mit traumhaften Aussichten belohnt, sowohl über den mit 7 Knoten sichtbar schnell fließenden Sound of Islay hinüber nach Jura, sondern auch über die mit Büschen und Laubwäldern bewachsenen Hügel und Berge im Landesinneren, die ein weiteres Mal eine ganz andere Seite der Insel zeigen. Leider erspähen wir keines der Adlerpäärchen, von denen zumindest eines hier in der Gegend nisten soll.</p>
<p>In Bunnahabhain (das quasi nur aus der Distillery und ein paar Häusern für die Mitarbeiter besteht) belassen wir es dann ebenfalls bei einem kurzen Phototermin, es sind ja doch ein paar Kilometer zurück.</p>
<p>Auf dem Rückweg machen wir noch einen kurzen Halt bei der Persabus Pottery, kaufen Mitbringsel ein und tratschen ein wenig über die Insel und natürlich Whisky (wie eigentlich bei jedem Gespräch mit den Einheimischen).</p>
<p>Der restliche Tag vergeht mit Einkaufen, Kochen und gemütlichem Beisammensein.</p>
<p>Whiskies Of The Day:</p>
<p>Heute keine, uns steht der Sinn nach einer Trinkpause.</p>
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		<title>Schottland XII &#8211; Bruichladdich (Islay)</title>
		<link>https://www.negatron.de/urlaub/schottland-xii-bruichladdich-islay</link>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jun 2007 19:39:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Islay]]></category>
		<category><![CDATA[Schottland]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach zwei wunderschönen Tagen ist der Himmel heute bedeckt, wodurch es gleich spürbar kühler ist. Also planen wir für heute mal eine Distillery-Besichtigung. Bruichladdich liegt nahe und so vereinbaren wir telefonisch einen Termin (auf Islay muss man sich in allen <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/schottland-xii-bruichladdich-islay"><span class="screen-reader-text">  Schottland XII &#8211; Bruichladdich (Islay)</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach zwei wunderschönen Tagen ist der Himmel heute bedeckt, wodurch es gleich spürbar kühler ist. Also planen wir für heute mal eine Distillery-Besichtigung. Bruichladdich liegt nahe und so vereinbaren wir telefonisch einen Termin (auf Islay muss man sich in allen Distillen für die Führungen voranmelden).</p>
<p><span id="more-97"></span></p>
<p>Außer uns nimmt nur noch eine ältere Dame aus England an der Führung teil, was die Sache schon sehr viel persönlicher macht als bei der Massenabfertigung in Edradour. Unter anderem haben wir hier auch die Möglichkeit, verschieden stark getorfte Malzsorten zu probieren und zu vergleichen. Dabei ist auch das Malz für den Octomore, den mit weitem Abstand am stärkste getorften Single Malt überhaupt, der in ein paar Jahren fertig sein wird. Wenn der nur halbwegs so krass werden wird wie das Malz, dann dürfte die Ankündigung von Produktionschef Jim McEwan, dass er das &#8222;ultimate Islay beast&#8220; werden wird, der einem mit seinem Torf den Kopf abschraubt, wohl kaum übertrieben sein. Ich bin gespannt. Im Shop gibt es ein Bier, das von Islay Ales mit dem Octomore-Malz gebraut wird. Da können wir natürlich nicht widerstehen. Allerdings erweist sich das als absolut untrinkbar. Schon beim Öffnen der Flasche meint man, eine Räucherkammer zu betreten. Der Geschmack hat mit Bier rein gar nichts mehr zu tun, das hat eher was von Räucherschinkensaft. Alle Exotik in Ehren, aber ich gieße mein restliches Glas dann doch in den Ausguss.</p>
<p>Ansonsten wäre die Führung eigentlich ganz nett, wäre das Mädel, das uns durch die Distillery führt ein wenig mehr bei der Sache (und an der Thematik an sich interessiert). Insgesamt eher ein geht so.</p>
<p>Gehen wir also zum Verköstigen über.</p>
<p>Der Shop von Bruichladdich hat die Besonderheit, dass man sich hier seinen eigenen Whisky aus dem Fass abfüllen kann. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Zwei Whiskies stehen zur Auswahl. Flo nimmt &#8222;The Vatican&#8220;, eine auf 4300 Flaschen limitierte Abfüllung, die zu Ehren des kürzlich wiedereröffneten &#8222;Warehouse 12&#8220; in dessen Namen trägt.</p>
<p>Ich nehme den First Cut 07, einen nur sechsjährigen Whisky, der zwar in Bruichladdich distilliert, dann aber in den alten Lagerhäuser der ehemaligen Distillery in Port Charlotte eingelagert wurde. Bruichladdich hat das Gelände aufgekauft und plant, die Distillery als zweites Standbein wieder in Betrieb zu nehmen. Im Mai diesen Jahres war der Spatenstich und zur Feier des Tages wurde dieser Whisky aus den Lagerhallen geholt, der trotz seines sehr jungen Alters eine erstaunliche Reife besitzt. Das lässt für Port Charlotte doch schon mal hoffen. Natürlich gibt es beide Whiskies nur direkt in der Distille aus dem jeweiligen Fass.</p>
<p>Inzwischen hat auch das Wetter wieder aufgerissen und es ist angenehm sonnig. Wir fahren weiter nach Süden an die andere Spitze der Insel nach Protnahaven und erkunden dort die Gegend.</p>
<p>Abendessen gibt es diesmal im Port Charlotte Hotel, das als eines der besten der Insel gilt. Die Preise sind auf alle Fälle schon mal entsprechend, trotzdem sind alle Tische schon belegt. Wir bekommen gerade noch so ein Plätzchen in der Lounge und sind schon sehr gespannt auf die vielgerühmte Küche. Die bleibt allerdings leider ziemlich deutlich hinter den Erwartungen zurück. Da gibt es mal sicher keinen Michelin-Stern für.</p>
<p>Sehr eindrucksvoll hingegen ist das Whisky-Sortiment in der Hotelbar, das sich war auf die Islay-Whiskies beschränkt, von denen aber eine wirklich unglaubliche Auswahl und besonderen Abfüllungen anbietet. Leider sind auch die Preise ziemlich unglaublich so dass wir schweren Herzens auf eine geschmackliche Erkundung verzichten und uns aufs Staunen zu beschränken. Ich mag gar nicht dran denken, welche Schätze uns da entgangen sind, aber das war einfach jenseits unserer finanziellen Möglichkeiten.</p>
<p>Anstelle dessen wenden wir uns also lieber zu Hause unseren Flaschen zu, was ja auch nicht grundsätzlich verkehrt ist.</p>
<p>Whiskies Of The Day:</p>
<p>Neben unserem Infinty haben wir in der Distillery den 12jährigen getrunken, der mich immer wieder positiv überrascht. Wir haben natürlich die beiden Fässer probiert. &#8222;The Vatican&#8220; ist ein recht typischer Laddie, der First Cut hingegen ist natürlich mit Fassstärke und gerade mal 6 Jahren auf dem Buckel schon ein ziemlich wilder Kerl. Ãœberraschend dunkle Farbe, sehr intensiver Geruch nach den Bourbonfass, und eine Schärfe, wie man sie von Bruichladdich nicht gewöhnt ist, die sich aber sehr schnell in eine feurige Wärme wandelt. Ein durchaus würdiger Vertreter.</p>
<p>Außerdem hatten wir noch den 3D3, den einzigen getorften Laddie. Der kann meiner Meinung nach zwar nicht ganz mit den Konkurrenten aus den 3 Kildalton-Distillen mithalten, kommt aber doch verdammt nah ran. Aber für mich bleibt der typische, schwach getorfte Bruichladdich einfach der elegantere und wahre Laddie.</p>
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		<title>Schottland XI &#8211; Mull Of Oa (Islay)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jun 2007 12:29:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Islay]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein weiterer Tag mit strahlendem Sonnenschein &#8211; also gleich wieder raus an die frische Luft. Diesmal ist es Oa, die Südspitze der Insel, die man über kleine single track roads von Port Ellen aus erreicht. Islay präsentiert sich hier landschaftlich <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/schottland-xi-mull-of-oa-islay"><span class="screen-reader-text">  Schottland XI &#8211; Mull Of Oa (Islay)</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiterer Tag mit strahlendem Sonnenschein &#8211; also gleich wieder raus an die frische Luft. Diesmal ist es Oa, die Südspitze der Insel, die man über kleine single track roads von Port Ellen aus erreicht.</p>
<p><span id="more-96"></span></p>
<p>Islay präsentiert sich hier landschaftlich sehr anders als am Vortag am Loch Gruinnart. Statt Dünen dominieren hier Klippen die Küste und ein starker Wind vom Meer streicht über das kurze, harte Gras, das sich hier an die Erde klammert. Ein paar wilde Ziegen teilen sich die kargen Wiesen mit den allgegenwärtigen Schafen, das ganze erinnert ein wenig an die hochgelegenen Almwiesen bei uns. Am Fuße eines Monuments, dass die USA nach dem Ersten Weltkrieg errichtet hat um an die Opfer zweier im Krieg gesunkener Transporter zu gedenken, sitzen wir an den Klippen und beobachten die Seehunde, die sich gute 50 m unter uns auf den Steinen sonnen.</p>
<p>Nach einem kleinen Stadtbummel durch Port Ellen (der sich recht kurz gestaltet, da die &#8222;Stadt&#8220; aus gerade mal einer Handvoll Häuser besteht), geht es wieder zurück und wir verbringen einen ähnlich entspannten Abend wie schon am Vortag.</p>
<p>Whiskies Of The Day:</p>
<p>business as usual</p>
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		<title>Schottland X &#8211; Loch Gruinnart (Islay)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jun 2007 17:46:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Islay]]></category>
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					<description><![CDATA[Der erste ganze Tag auf Islay und siehe da, wir haben strahlenden Sonnenschein. Zwar weht ein straffer Wind (wie eigentlich immer auf der Insel), aber dank wolkenlosem Himmel ist es trotzdem angenehm warm. Das ist natürlich ein Wetter für Unternehmungen. <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/schottland-x-loch-gruinnart-islay"><span class="screen-reader-text">  Schottland X &#8211; Loch Gruinnart (Islay)</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der erste ganze Tag auf Islay und siehe da, wir haben strahlenden Sonnenschein. Zwar weht ein straffer Wind (wie eigentlich immer auf der Insel), aber dank wolkenlosem Himmel ist es trotzdem angenehm warm. Das ist natürlich ein Wetter für Unternehmungen. Also machen wir uns nach einem sehr unschottischen Frühstück zum Loch Gruinnart auf, der ein paar Meilen nördlich unseres Hauses beginnt und von dort bis zur Küste hinauf reicht.</p>
<p><span id="more-95"></span></p>
<p>An der Südspitze ist ein Vogelschutzgebiet mit einer Beobachtungsstation, das soll unser erstes Ziel sein. Vom Tourist Information Center aus erreicht man die Station mit ein paar Minuten Fußmarsch. Leider sind von den weit über 100 Vogelarten auf Islay nur wenige in Sichtweite und die zählen nicht gerade zu den spektakulären Vertretern. Außerdem haben wir nur ein Fernglas und ohne das ist es gänzlich unspannend. Also weiter über einen Wanderweg Richtung Norden. Ein Stück weiter gibt es einen Woodland Trail, der vor allem Mücken zu bieten hat. Für einen Schotten mag so ein Waldlehrpfad ja ganz interessant sein, einen Bayern lockt man damit nicht hinter dem Ofen vor. Wir legen die Strecke also ziemlich zügig (und nach Mücken schlagend) zurück und schauen, dass wir wieder auf die Straße und freies Land kommen. Der folgen wir dann am Loch entlang bis hinauf zur Küste. Landschaftlich erinnert hier alles an Norddeutschland oder auch Skandinavien. Einzelne Farmen zwischen Viehweiden, zwischendrin die verfallenen Ruinen der Kilnave Church samt jahrhundertealtem celtic cross, rechterhand immer Loch Gruinnart mit dem Meer am Ende. Oben an der Küste gibt es dann einen Sandstrand mit Dünen, der direkt zum Baden einladen würde, wenn der Atlantik hier ein paar Grad wärmer wäre. Also beschränken wir uns darauf, mit den Füßen ein paar Schritte ins Wasser zu gehen und überlassen das Baden den Seehunden, die weiter draußen die Köpfe aus dem Wasser strecken und uns interessiert beobachten.</p>
<p>Vor den Dünen liegt eine Farm an einem kleinen See und hier legen wir ein Picknick ein, während um uns herum Kühe und Schafe grasen. Unter anderem auch ein ziemlich eindrucksvoller Stier nur ein paar Meter neben uns. Natürlich wie üblich ohne Zaun und so behalten wir den Burschen doch besser mal im Auge. Genau wie die Mutterkühe mit ihren Kälbern kann der unter Umständen doch etwas ungemütlich werden. Er zeigt sich aber komplett desinteressiert.</p>
<p>Generell finde ich es übrigens sehr sympathisch, dass auf Islay überwiegend komplette Herden gehalten werden, also inklusive Stieren und Böcken, die sich ganz normal fortpflanzen. Nicht reine Weibchenherden wie bei uns, die von einer zentralen europäischen Besamungsstelle aus künstlich mit Sperma eine Norm-Stieres befruchtet werden.</p>
<p>Nach der doch ziemlich ausgiebigen Wanderung beschränken wir unsere Abendaktivitäten auf Kochen und Lesen in den bequemen Ledersesseln unseres Kaminzimmers.</p>
<p>Whiskies Of The Day:</p>
<p>Es bleibt beim Infinity und dem Glenlivet.</p>
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		<title>Schottland IX &#8211; Ferry To Islay</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jun 2007 19:55:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Islay]]></category>
		<category><![CDATA[Schottland]]></category>
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					<description><![CDATA[In aller Frühe gibt es das letzte full scottish breakfast und dann geht es ab nach Kennacraig zur Fähre. Das Wetter ist leider immer noch ziemlich lausig, mit einer Überfahrt auf Deck in der Sonne wird es wohl eher nichts <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/schottland-viii-ferry-to-islay"><span class="screen-reader-text">  Schottland IX &#8211; Ferry To Islay</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In aller Frühe gibt es das letzte full scottish breakfast und dann geht es ab nach Kennacraig zur Fähre. Das Wetter ist leider immer noch ziemlich lausig, mit einer Überfahrt auf Deck in der Sonne wird es wohl eher nichts werden. Trotzdem verfolgen wir zumindest noch das Ablegen und Auslaufen von Deck, bevor uns Wind und Regen in die Lounge vertreiben.</p>
<p><span id="more-94"></span></p>
<p>Durchaus schade, denn während der fast dreistündigen Fahrt geht es eigentlich immer an Küste und Inseln vorbei, so dass es schon was zu sehen gäbe. Als schließlich Islay auf der rechten Seite auftaucht, hält mich dann aber nichts mehr unter Deck. Mit klammen Fingern halte ich das Fernglas und lasse nacheinander Ardbeg, Lagavulin und Laphroaig an mit vorbeiziehen, bevor wir schließlich Port Ellen anlaufen. Hier halten wir uns nicht lange auf, sondern machen uns gleich auf den Weg nach Norden über Bowmore nach Bridgend, wo unser Cottage liegt. Das weiß getünchte Cottage ist schnell gefunden und liegt absolut traumhaft in den Hügeln zwischen Bridgend und Bruichladdich, mit Blick auf einen Streifen Meer und viel Hinterland. Rund ums Haus grasen Schafe, Pferde und Ponnies, nebendran halten die Besitzer noch Hühner, Enten und Schweine (und einen Truthahn mit 2 Hennen, die selbiger lautstark verteidigt, sobald man sich nähert). Alles sehr malerisch und sehr beschaulich.</p>
<p>Deidre, die Besitzerin, ist noch am Putzen, also fahren wir zurück nach Bowmore um uns mit Lebensmitteln einzudecken (wobei wir einen weiten Bogen um Eier und Speck machen). Wir sind ziemlich angenehm überrascht, wie komfortabel das Haus von innen ist &#8211; und wie reichhaltig ausgestattet. Nicht nur eine Spülmaschine, auch eine Waschmaschine plus Trockner finden sich, obendrein eine Küche, die für Ferienhausverhältnisse schon fast luxuriös zu nennen ist. Sehr gut.</p>
<p>Nach dem Ausladen, Auspacken und einer kleinen Willkommens-Dram machen Flo und ich uns auf den Weg nach Bruichladdich (das nur 5 km von unserem Cottage entfernt liegt) um dem Distillery-Shop noch einen Besuch abzustatten. Morgen ist schließlich Sonntag und unser Glenlivet neigt sich schon bedenklich dem Flaschenboden zu. Leider vergeblich, denn der Shop hat ausgerechnet heute aus persönlichen Gründen schon geschlossen. Allerdings findet sich 2 Häuser weiter ein Tante Emma Laden, der whiskytechnisch ganz vernünftig ausgestattet ist. Zumindest mit Laddie, aber das soll man bei der Lage ja auch erwarten. Nach etwas Überlegung entscheiden wir uns für eine Flasche Infinity, den wir beide noch nicht kennen. Damit ist die Versorgung erst mal sicher gestellt.</p>
<p>Da für morgen Wetterbesserung angekündigt ist, verbringen wir den restlichen Tag drinnen und lassen Islay ganz gemütlich angehen.</p>
<p>Whiskies Of The Day:</p>
<p>Natürlich der Infinity. Der kommt in Faßstärke zwar recht wuchtig daher, kann aber mit dem 15jährigen meiner Meinung nach nicht so ganz mithalten. Mit etwas Wasser bekommt er noch ein paar neue Noten, aber alles in allem ist er mir im Vergleich zu seinem Bruder eine Spur zu simpel. Soll jetzt aber nicht heißen, dass wir mit der Wahl unzufrieden wären. Das ist immer noch ein hochklassiger Tropfen.</p>
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		<title>Schottland VIII &#8211; Essen und Trinken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jun 2007 16:46:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Schottland]]></category>
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					<description><![CDATA[An dieser Stelle wird es mal Zeit für einen kleinen Einschub über die kulinarische Seite des Urlaubs. Nachdem man auf die Insel fährt, rechnet man ja schon mit dem schlimmsten. Aber Schottland ist da glücklicherweise nur zum Teil englisch. Richtig <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/schottland-vii-essen-und-trinken"><span class="screen-reader-text">  Schottland VIII &#8211; Essen und Trinken</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An dieser Stelle wird es mal Zeit für einen kleinen Einschub über die kulinarische Seite des Urlaubs. Nachdem man auf die Insel fährt, rechnet man ja schon mit dem schlimmsten. Aber Schottland ist da glücklicherweise nur zum Teil englisch. Richtig mieses Essen oder irgendwelche Schweinereien in Pfefferminzsauce findet man dann doch eher selten.</p>
<p><span id="more-93"></span></p>
<p>Das Essen in den Pubs oder Restaurants (die deutlich teurer sind aber auch eine umfangreichere Speisekarte besitzen) war eigentlich immer ordentlich bis sehr gut. Einziger Kritikpunkt hierbei ist, dass die Auswahl auf Dauer etwas einseitig ist. Es finden sich meist die gleichen 5-10 Gerichte auf den Karten und die sind auch oftmals gleich zubereitet. Fisch, Lamm, Wild und Rind dazu die Klassiker Haggis (Schafsinnereien und Getreide im Schafsmagen gekocht &#8211; klingt furchtbar, kann aber durchaus sehr lecker sein) und Black Pudding (Blutwurst) finden quasi immer auf der Speisekarte. Für jemand wie mich, der die Variation schätzt, nicht gerade das Paradies. Für ein wenig Abwechslung sorgen lediglich ein paar Inder und ab und an ein Italiener. Im Großen und Ganzen ist die Dinner-Situation aber schon OK.</p>
<p>Deutlich schlechter sieht es für den Snack zwischendurch aus. Hier steht für den Schotten leider das allgegenwärtige labbrige Sandwich relativ allein auf weiter Flur. Mit etwas Glück gibt es eine Soup Of The Day, ansonsten bleibt einem außer Süßkram eigentlich nur Obst. Zumindest letzteres ist wenigstens eine Alternative, aber oft auch recht teuer.</p>
<p>Ganz schlimm ist letztlich die Frühstücks-Situation. Es ist ja leider generell so, dass etliche Nationen dieser Mahlzeit eher wenig Aufmerksamkeit schenken. In Schottland herrscht hier ganz klar der schlechte britische Geschmack. Spiegeleier mit fettem gebratenem Speck, eine gebackene Tomate, die (von Kontinentaleuropäern völlig zu Recht gefürchteten) Sausages, weiße Bohnen in Tomatensauce und dazu Toast mit gesalzener Butter und bitterer Orangenmarmelade sind der Standard. Als Variation gibt es zusätzlich den bereits erwähnten Haggis, Black Pudding und Porridge (Haferbrei). Das kann ja mal ganz OK sein, aber täglich wird das sehr schnell zum absoluten Horror. Am Ende der ersten Woche musste ich mich wirklich dazu zwingen, wenigsten noch die Eier zu essen. Glücklicherweise bekommt man in den meisten B&amp;Bs wenigstens noch Corn Flakes, das entspannt die Situation etwas. Trotzdem war ich heilfroh, dass wir uns in der zweiten Woche selber versorgt haben. Auch wenn das Frühstück gut gemacht ist (Jeanette hat im Aylsham B&amp;B ein wirklich hervorragendes &#8222;Nessie&#8217;s Nest&#8220; zubereitet &#8211; Haggis in Whiskycreme mit einem Ei in der Mitte), auf Dauer kann man es einfach nicht mehr sehen (oder riechen oder gar schmecken).</p>
<p>Gruslig ist (wie in vielen Ländern) auch die Brotsituation. Bäckereien gibt es kaum, das meisten ist abgepacktes und todlangweiliges Weißbrot aus der Fabrik, dass es im Supermarkt gibt. Wie nach vielen Urlauben war es mal wieder eine Wohltat, zu Hause die erste Scheibe richtiges Brot zu essen.</p>
<p>Zwei weitere Bereiche müssen noch (negativ) erwähnt werden. Der erste ist nicht so dramatisch. Da ich eh vorzugsweise Wasser trinke, wäre mir kaum aufgefallen, dass ausnahmslos alle Softdrinks völlig überzuckert und mit künstlichen Aromen vollgeballert sind. Das kann ich also verkraften. Aber der zweite Bereich ist mir als Bayer dann doch ein Anliegen. Das Bier. Liebe Schotten, ihr habt wirklich sehr viel Ahnung von Whisky. Aber was Bier angeht, da müsst ihr noch sehr viel lernen. Prost. *g*</p>
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		<title>Schottland VII &#8211; Inveraray &#8211; Tarbert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[NegatroN]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jun 2007 12:46:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>
		<category><![CDATA[Schottland]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ist es zwar nicht so viel wärmer als gestern, aber zumindest trocken. Also beschließen wir, von Schloss des Duke aus zu einem alten Wachturm auf einem kleinen Berg über der Stadt zu wandern. Zwar bläst der Wind oben ziemlich <a class="more-link" href="https://www.negatron.de/urlaub/schottland-vi-inveraray-tarbert"><span class="screen-reader-text">  Schottland VII &#8211; Inveraray &#8211; Tarbert</span> weiterlesen<span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist es zwar nicht so viel wärmer als gestern, aber zumindest trocken. Also beschließen wir, von Schloss des Duke aus zu einem alten Wachturm auf einem kleinen Berg über der Stadt zu wandern. Zwar bläst der Wind oben ziemlich eisig, aber dafür wird man mit wirklich tollen Aussichten über Stadt, Schloss und Umland belohnt. Bei der Auswahl der Wege müssen wir allerdings etwas kreativ sein, da (wie schon bei vorigen Wanderungen) einige Wege wegen Waldarbeiten gesperrt sind. Wir finden aber letztlich doch eine beinahe legale Route.</p>
<p><span id="more-92"></span></p>
<p>In Inveraray besuchen wir vor der Weiterfahrt noch Loch Fyne Whiskies, der als einer der besten Raritätenläden überhaupt gilt. In der Tat ist das Angebot auch wirklich eindrucksvoll, vor allem was ausgefallene und seltene Abfüllungen angeht. Da diese aber auch dementsprechend kosten und mein Etat aktuell doch etwas eingeschränkt ist, bleibt es leider beim Schauen. Aber der Laden ist ja auch im Internet vertreten und versendet u.a. auch nach Deutschland. Da werd wohl doch noch mal hinschauen müssen.</p>
<p>Damit kehren wir dann Inveraray den Rücken und machen uns die Küste entlang aud den Weg Richtung Tarbert, dem Ende unserer Rundfahrt. Tarbert ist ein weiteres verschlafenes Nest an der Küste von Kintyre, in dessen Nähe die Fähre Richtung Islay ablegt. B&amp;Bs gibt es hier überraschenderweise nur wenige und die 3 Hotels am Ort sind doch ein gutes Stück teurer. Insofern erweist sich der Regen, der inzwischen wieder kräftig herunterprasselt, als Vorteil. Da wir wetterbedingt auf Zwischenstopps verzichtet haben, sind wir ziemlich früh im Ort und ergattern gerade noch so 2 Räume, die wir quasi auf der Veranda des Hauses einem anderen Ehepaar wegschnappen. Zwar ist einer der beiden Räume winzig und beide sind recht teuer, aber es ist ja nicht so, dass wir die große Auswahl hätten. Trotz des ungemütlichen Wetters gehen wir in die Stadt und wandern nach einer Tasse Kaffee vorbei an den Resten der Burgruine durch die Hügel über der Stadt. Schließlich wird es uns aber dann doch zu feucht und wir verziehen uns bis zum Abendessen in unsere Betten, um uns wieder aufzuwärmen. Den Abend beschließen wir dann nach einem Essen beim Inder in einem der 3 Pubs der Stadt.</p>
<p>Whiskies Of The Day:</p>
<p>Petra wärmt sich mit einem 10y Talisker auf, ich nehme einen 12y Glenfarclas, die beide auf ihre Art ihre Aufgabe ganz hervorragend erfüllen.</p>
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