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Skeptizismus, Whisky und Politik

Sri Lanka VII – Abschluß und Nachbetrachtung

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Die letzten beiden Tage waren dann noch Entspannungstage mit wenig Action. Andrea war inzwischen leider abgereist, aber dafür haben wir Kurt aus der Schweiz kennengelernt. Auch ein sehr netter Mensch, wir hatten noch 2 unterhaltsame Abende.
Die Rückreise war dafür ein rechter Horror, über den ich mich gar nicht groß auslassen will. Nur soviel: 15 Stunden unterwegs, enger Flieger, erst nach Tauschaktionen zusammen gesessen, etc. Aber lassen wir das und machen eher ein Fazit.
Sri Lanka war ein sehr gutes Urlaubsziel. Die Insel bietet einiges. Gutes Wetter, Strand und Meer, viel interessante Kultur, überwältigende Natur, gutes Essen. Lohnt sich auf alle Fälle. Allerdings sollte man sich vielleicht ein wenig mehr Zeit nehmen als 2 Wochen, denn es gibt wirklich verdammt viel zu sehen.
Was gibt es Negatives zu sagen? Einerseits steckt das Land immer noch in den Nachwehen des Bürgerkriegs, der ja auch noch nicht endgültig vorbei ist. Das bedeutet, weite Teile (der Osten und der Norden) sind nicht zugänglich und auch in den anderen Gebieten gibt es immer noch ein gewisses Risiko eines Anschlags (andererseits, wo gibt es das im Moment nicht?).
Der zweite Punkt ist, dass das Land schon ein wenig durch Tourismus versaut ist. Sri Lanka ist sehr arm (nicht zuletzt durch besagten Bürgerkrieg). Die meisten Leute haben im Monat 100 € oder (oft deutlich) weniger zu Verfügung. Dazu gibt es jede Menge Touristen, die es sich nicht nur leisten können, dort Urlaub zu machen, sondern auch das Geld recht locker stecken haben. Das hat wohl dazu geführt, dass viele Einheimische erwarten, die Touristen kommen alle aus Ländern, in denen Milch und Honig fließt (und wissen gar nicht, wohin mit ihrem Geld). Dazu kommt, dass die Srilanker sehr offen und kommunikativ sind, man wird sofort in ein Gespräch verwickelt. Und deswegen passiert es einem leider auch überall und ständig, dass man angebettelt wird oder einem jemand irgendwas verkaufen oder eine Dienstleistung anbieten will (die man meist gar nicht haben möchte). Das kann einigermaßen nervig werden.
Andererseits sie die Srilanker sehr freundlich und auch höflich, d.h. eventuelle „Anmachen“ sind selten aggressiv und lassen sich auch mit einer höflichen Ablehnung relativ schnell beenden. Das Problem hält sich also in Grenzen.
Jedenfalls war der Urlaub klasse, und es war wohl nicht das letzte Mal, dass wir auf Sri Lanka waren.

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