The Mindmachine

Skeptizismus, Whisky und Politik

Schottland III – Falkirk – Stirling – Aberfeldy – Pitlochry

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Nach einem ausgiebigen Frühstück kehren wir Edinburgh und der freundlichen Mrs. Cecco den Rücken. Auf dem Weg nach Norden ist unser erster Halt in Falkirk, wo es das Water Wheel zu besichtigen gibt. Eine 30 Meter hohe Konstruktion, die an ein Fahrgerät auf dem Oktoberfest erinnert und anstelle eines Schleusensystems Schiffe innerhalb von 15 Minuten über die besagte Distanz von 30 Metern vom oberen Kanal auf den unteren (und gleichzeitig umgekehrt) zu hieven. Dafür verbraucht das Rad lediglich die Energie von 8 Toastern, wie stolz verkündet wird (die Energieeinheit „Toaster“ wird daraufhin für den restlichen Urlaub ein stehender Begriff, auch wenn andere Menschen vielleicht mit der Frage „Wieviel ist das in Toastern“ eher wenig anfangen können).

An sich eine beeindruckende Konstruktion, würde es sich nicht um zwei vergleichbar winzige Kanäle handeln, auf denen gerade mal ein paar sehr kleine Hausboote (Hüttenboote wäre vielleicht treffender) fahren können, von denen auch nur vereinzelt eins unterwegs ist. Ein richtiges Boot oder gar ein Schiff würde weder in den Kanal noch in das Rad passen. Folglich ist die Hauptaufgabe des Rades also, die beiden Ausflugsboote, die zum Visitor Center gehören, mit zahlungswilligen Besuchern des Rades rauf und runter zu fahren. Was an sich auch eher eine blöde Idee ist, da man von einem dieser Boote aus sehr viel weniger von der eigentlichen Aktion des Rades mitbekommt als wenn man einfach unten davor steht. Wir schenken uns das natürlich.

Von Falkirk geht es weiter nach Stirling, wo wir einen kurzen Zwischenstopp einlegen, um uns Altstadt und Burg anzusehen. Da diese aber (wie eigentlich jede Sehenswürdigkeit in Schottland und seien es nur drei Steine) recht satt Eintritt kostet, schenken wir uns die Besichtigung und gehen stattdessen den recht malerischen Weg hinter der Burg an alten Friedhöfen vorbei zurück zum Auto.

Hinter Stirling verlassen wir die Autobahn und nehmen eine der „alternative tourist routes“ durchs Hinterland Richtung Norden. Nächster Stopp ist in Aberfeldy, ein niedliches kleines Städtchen, das neben seiner Distillery als Attraktionen ein altes Mühlrad (das allerdings extrem unspektakulär ist) und ein paar Wasserfälle (die allerdings für die Uhrzeit leider zu weit abseits liegen) aufzubieten hat. Also beschränken wir uns nach einer sehr kurzen Besichtigung der Mühle auf ein wenig Bummeln und einen kurzen Abstecher zur Distille, um dort knapp vor Ladenschluss noch vernünftige Gläser für unsere evening drams zu erwerben.

Endpunkt der heutigen Etappe ist dann Pitlochry, wo wir problemlos ein nettes B&B finden. Heute gönnen wir uns mal ein richtiges Restaurant und essen in lauem Lüftchen auf der Terasse wirklich ausgezeichnet. Passend zum Dessert beginnt dann direkt unter uns ein Musikzug seinen Weg durch die Stadt. Sehr touristenfreundlich. *g*

Aus dem anschließenden Stadtbummel wird dann allerdings leider nichts mehr, da es unmittelbar nach dem Verlassen des Restaurants zu regnen beginnt.

Whiskies Of The Day:

Wetterbedingt bleibt es bei einer Dram Glenlivet auf dem Zimmer.

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