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Skeptizismus, Whisky und Politik

Sri Lanka III – Brot und Spiele

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Der heutige Tag begann mit viel Information. Am Vormittag hat das Hotel einige Info-Verstanstaltungen abgehalten. Einige handwerkliche Geschichten wurden gezeigt (Töpferei, Flechten von Palmblättern, Herstellung von Seilen aus Kokosfasern, etc.) und der Chefkoch hat einen Kochkurs für Fischcurry gehalten. Dann gab es noch einiges über die zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten von Kokospalmen und Nüssen. Alles sehr unterhaltsam und auch interessant.
Ramani, die Infochefin des Hotels ist sehr nett und auch sehr bemüht um die Gäste. Sie hat Petra auch gleich Tabletten und Salbe für ihren Hals besorgt (und sie dann auch gleich persönlich eingeschmiert).
Dann haben wir uns mit unserem Reiseleiter getroffen, der uns weiter mit Informationen über die Insel versorgt uns sein Ausflugsprogramm gezeigt hat. Da sind einige spannende Sachen dabei. An sich wollte wir ja eigentlich nur relaxen und nicht großen unternehmen, aber die Insel ist zu spannend, um seine Zeit nur im Hotel zu verbringen. Irgendeine 2-Tages-Reise muss auf alle Fälle sein.
Natürlich hab ich auch später wieder einen von Anthonies Jungs getroffen, der mir dann auch sofort wieder die gesamte Produktpalette aufgelistet hat. Mir drängst ich der Verdacht auf, dass die schon in Sichtweite des Hotels lauern, um alle Leute abzufangen, die das Gelände irgendwie verlassen. Und er hat mir natürlich auch gesagt, dass der Reiseleiter scheisse und bei ihnen alles besser sei. Wenn man besser mit billiger gleichsetzt, stimmt das vielleicht sogar (vorausgesetzt, es passiert nichts, denn eine Versicherung haben sie wohl nicht). Wir bleiben wohl bei den offiziellen Angeboten.
Ein besonderes „Highlight“ erwartete uns noch beim Abendessen. Das wurde nämlich von der Srilankern mit Gitarren und Congas „musikalisch“ unterlegt. An sich wäre das nicht weiter schlimm gewesen (auch wenn sie mit „Rudolph, the Rednosed Reindeer“ angefangen haben und keine wirklichen Virtuosen vor dem Herrn waren). Aber dann sind sie von Tisch zu Tisch gezogen. Auch noch nicht so dramatisch, aber sie haben die irrige Auffassung vertreten, sie täten den Leuten einen Gefallen, wenn sie nichts landestypisches spielen, sondern etwas aus dem Heimat der jeweiligen Gäste. Schrecklicherweise hat das wohl an anderen Tischen auch gestimmt (die beiden Engländerinnen haben sich offensichtlich über die magere Version von „Yesterday“ tatsächlich gefreut). Wir wurde jedenfalls mit „Muss i denn zum Städtele hinaus“ beglückt. Erst auf Englisch, dann mit irgendwelchen entfernt an den deutschen Text angelehnten Silbenfolgen. War wohl als nette Geste gedacht, aber wir mussten uns beide irre beherrschen, um nicht laut loszulachen.
Die beiden Russinnen zwei Tische weiter haben dann „La Cucaracha“ bekommen. Irgendwie auch ziemlich absurd.

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